Ernest & Célestine

Ernest & Célestine
Ernest & Célestine
Ernest & Célestine ist ein liebevoll gezeichneter Animationsfilm über eine ungewöhnliche Freundschaft: Ernest ist ein Bär, Célestine eine Maus. In ihrer Welt lernen Bären und Mäuse, sich voreinander zu fürchten. Ernest und Célestine entdecken aber, dass das, was andere über eine Gruppe erzählen, nicht immer stimmen muss.
In diesem aiMOOC lernst Du den Film kennen und denkst über Freundschaft, Vorurteile, Akzeptanz, Kunst, Musik, Regeln und ein gutes Miteinander nach. Du brauchst dafür nicht nur Faktenwissen. Viel wichtiger ist, dass Du genau beobachtest, Fragen stellst, Deine Meinung begründest und versuchst, die Sicht anderer zu verstehen.
Einleitung
Der Film entstand als französisch-belgisch-luxemburgische Koproduktion und kam 2012 heraus. Regie führten Stéphane Aubier, Vincent Patar und Benjamin Renner. Das Drehbuch schrieb Daniel Pennac, die Filmmusik stammt von Vincent Courtois. Grundlage sind die Bilderbücher von Gabrielle Vincent, die im Deutschen teilweise auch unter dem Titel Mimi und Brumm erschienen sind. In Deutschland ist der Film ab 6 Jahren freigegeben.
Der Film wurde vielfach ausgezeichnet. Er gewann unter anderem den César als bester Animationsfilm und wurde für einen Oscar als bester Animationsfilm nominiert.
Der Zeichenstil erinnert an bewegte Aquarellbilder. Linien, helle Flächen und Wasserfarben wirken oft leicht und lebendig. Dadurch fühlt sich die Filmwelt ein wenig so an, als würde ein Bilderbuch vor Deinen Augen in Bewegung geraten.

Benjamin Renner war einer der drei Regisseure des Films.
Das englischsprachige Interview zeigt Benjamin Renner bei einem Filmfestival. Für jüngere Kinder kann eine erwachsene Person beim Verstehen helfen. Achte besonders darauf, wenn über Zeichnungen, Aquarell und die Herstellung des Films gesprochen wird.
Die beiden Hauptfiguren
Célestine
Célestine ist eine junge Maus. Sie ist neugierig, mutig und zeichnet sehr gern. In der Mäusewelt erwarten viele Erwachsene von ihr, dass sie einen bestimmten Weg geht. Célestine merkt aber, dass sie eigene Wünsche hat. Sie beobachtet genau und glaubt nicht automatisch alles, was man ihr über Bären erzählt.

Das Foto zeigt eine echte Maus. Célestine ist dagegen eine erfundene Filmfigur. Im Film spricht, zeichnet und entscheidet sie wie ein Mensch. Solche vermenschlichten Tierfiguren helfen dabei, über menschliches Verhalten nachzudenken.
Ernest
Ernest ist ein großer Bär. Er lebt eher am Rand der Bärengesellschaft und liebt die Musik. Andere sehen in ihm zunächst vor allem einen Bären. Célestine lernt ihn dagegen als einzelne Persönlichkeit kennen. Sie merkt: Ernest ist nicht einfach nur „ein Bär“, sondern ein Wesen mit Gefühlen, Fähigkeiten, Fehlern, Sorgen und Wünschen.

Auch dieses Foto zeigt ein echtes Tier. Ernest ist eine erfundene Figur. Der Film nutzt den großen Unterschied zwischen einem Bären und einer kleinen Maus, um die Freundschaft der beiden besonders deutlich zu machen.
Zwei Gruppen und viele Vorurteile
In der Filmwelt leben Bären und Mäuse weitgehend getrennt. Beide Gruppen erzählen Geschichten über die jeweils andere Gruppe. Dabei werden einzelne Wesen nicht als eigene Persönlichkeiten betrachtet. Stattdessen heißt es sinngemäß: „Die anderen sind eben so.“
Ein Vorurteil ist ein Urteil, das man schon bildet, bevor man jemanden oder etwas gut kennengelernt hat. Ein Vorurteil kann entstehen, weil man etwas oft hört, weil man Angst hat oder weil eine Gruppe eine alte Regel immer weitergibt.
Ernest und Célestine zeigen, warum Vorurteile problematisch sind. Sie passen nicht in das einfache Bild, das ihre Gruppen voneinander haben. Je besser sie sich kennenlernen, desto deutlicher wird: Eine Gruppenbezeichnung sagt nicht alles über eine einzelne Person oder Figur aus.
Ein hilfreicher Gedanke lautet: Erst kennenlernen, dann urteilen.
Vorurteile im Alltag erkennen
Auch im Alltag können Menschen schnell in Gruppen eingeteilt werden: nach Alter, Aussehen, Herkunft, Sprache, Hobbys, Kleidung oder danach, zu welcher Klasse oder Mannschaft sie gehören. Das ist nicht automatisch schlecht. Problematisch wird es, wenn man daraus feste Behauptungen macht, zum Beispiel: „Alle aus dieser Gruppe sind so.“
Du kannst Dir drei Fragen stellen:
- Woher weiß ich das? Habe ich es selbst erlebt oder nur gehört?
- Gilt das wirklich für alle? Eine einzelne Erfahrung sagt wenig über eine ganze Gruppe aus.
- Kann ich die Person kennenlernen? Ein Gespräch kann ein vorschnelles Urteil verändern.
Freundschaft über Grenzen hinweg
Ernest und Célestine werden Freunde, obwohl ihre Umwelt diese Freundschaft zunächst ablehnt. Ihre Beziehung wächst, weil sie einander zuhören, helfen und gemeinsam schwierige Situationen bewältigen.
Freundschaft bedeutet im Film nicht, dass beide immer gleich denken. Ernest und Célestine sind sehr verschieden. Gerade deshalb müssen sie lernen, miteinander zu sprechen und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Das Bild kann als Symbol für Freundschaft gelesen werden: Nähe entsteht nicht dadurch, dass alle gleich sind, sondern dadurch, dass Menschen oder Figuren Verbindung zulassen.
Was gute Freundschaft ausmachen kann
- Zuhören: Du lässt den anderen ausreden und versuchst zu verstehen.
- Vertrauen: Du kannst Dich darauf verlassen, dass ein Freund nicht absichtlich gegen Dich arbeitet.
- Hilfe: Freunde unterstützen einander, wenn etwas schwierig wird.
- Ehrlichkeit: Gute Freundschaft braucht offene Worte.
- Respekt: Unterschiede dürfen bestehen bleiben.
- Versöhnung: Nach einem Streit kann man sich wieder annähern.
Kunst: Célestine sieht die Welt mit eigenen Augen
Célestine zeichnet gern. Das ist für die Geschichte wichtig, denn Kunst steht bei ihr für Fantasie, Beobachtung und einen eigenen Blick auf die Welt. Während andere ihr sagen, wie alles angeblich sein muss, kann sie im Zeichnen Möglichkeiten entdecken.

Aquarellfarben werden mit Wasser verwendet. Dadurch können transparente, leichte und fließende Farbflächen entstehen.

Auch mit Aquarellstiften lassen sich Zeichnungen anlegen, die anschließend mit Wasser verändert werden können.

Beobachtungsauftrag: Wenn Du eine Szene aus dem Film ansiehst, achte auf Linien und Farben. Sind alle Flächen vollständig ausgemalt? Wo bleibt Weißraum? Welche Farben passen zu einer ruhigen, welche zu einer aufregenden Szene?
Kunst kann Gefühle zeigen
Ein Bild muss nicht nur zeigen, was passiert. Es kann auch zeigen, wie sich etwas anfühlt. Farben, Formen und Linien können ruhig, fröhlich, traurig, wild oder ängstlich wirken.
Probiere es aus: Zeichne dieselbe kleine Hütte zweimal. Beim ersten Bild soll sie freundlich und sicher wirken. Beim zweiten Bild soll sie unheimlich wirken. Verändere nur Farben, Linien, Licht und Umgebung.
Musik: Gefühle hörbar machen
Ernest ist eng mit Musik verbunden. Die Filmmusik komponierte Vincent Courtois. In Materialien zur Entstehung des Films wird beschrieben, dass Figuren musikalisch unterschiedlich begleitet werden: Célestine wird mit der Klarinette verbunden, Ernest mit der Violine. Wenn beide zusammenfinden, bekommt auch das Klavier eine verbindende Rolle.

Die Klarinette gehört zu den Holzblasinstrumenten. Ihr Klang kann sehr weich, hell, verspielt oder auch nachdenklich wirken.

Eine Violine kann singen, springen, flüstern oder sehr kräftig klingen. Genau solche Unterschiede helfen Filmmusik dabei, Gefühle und Bewegungen zu unterstützen.
Höre den Ausschnitt From Winter to Spring aufmerksam an. Welche Bilder entstehen in Deinem Kopf? Bewegt sich die Musik eher ruhig oder lebhaft? Was könnte sich in einer Geschichte verändern, wenn Winter zu Frühling wird?
Hörforscher-Auftrag
Höre eine kurze Filmszene zuerst mit Ton und danach ohne Ton. Überlege:
- Was fühlst Du mit Musik?
- Was verändert sich ohne Musik?
- Welche Instrumente kannst Du erkennen?
- Wird eine Figur durch die Musik größer, kleiner, lustiger oder gefährlicher?
Regeln: wichtig, unfair oder veränderbar?
Gemeinschaften brauchen Regeln. Regeln können schützen und helfen, damit viele gut zusammenleben. Aber nicht jede Regel ist automatisch gerecht.
Im Film gibt es Regeln und Erwartungen, die Bären und Mäuse voneinander trennen. Ernest und Célestine geraten dadurch in Konflikte. Das führt zu einer wichtigen Frage: Soll man jede Regel befolgen, nur weil sie schon lange gilt?
Eine faire Regel sollte einen nachvollziehbaren Grund haben, für die Betroffenen verständlich sein und niemanden ohne guten Grund ausschließen.
Du kannst Regeln mit drei Fragen prüfen:
- Wen schützt die Regel?
- Wem schadet die Regel?
- Kann die Regel gerechter gemacht werden?
Regel-Ampel
Stell Dir für Regeln eine Ampel vor:
Grün: Die Regel schützt Menschen und ist fair.
Gelb: Die Regel hat vielleicht einen guten Grund, sollte aber besprochen oder verändert werden.
Rot: Die Regel grenzt andere ohne guten Grund aus oder behandelt sie unfair.
Wichtig: Auch wenn Du eine Regel unfair findest, ist Gewalt keine gute Lösung. Sprich mit Erwachsenen, Lehrkräften oder anderen verantwortlichen Personen und sucht gemeinsam nach einer fairen Veränderung.
Akzeptanz: Du darfst anders sein
Akzeptanz bedeutet, dass Du einen anderen Menschen nicht erst dann respektierst, wenn er genauso ist wie Du. Unterschiede können bleiben.
Ernest und Célestine müssen nicht gleich werden, um Freunde zu sein. Der eine bleibt Bär, die andere Maus. Sie haben unterschiedliche Größen, Erfahrungen, Talente und Gewohnheiten. Freundschaft bedeutet hier: Wir sind verschieden und gehören trotzdem zusammen.

Zusammenarbeit wird leichter, wenn jeder etwas beitragen darf. Akzeptanz heißt nicht, jedes Verhalten gutzuheißen. Wenn jemand andere verletzt, darf und soll man Grenzen setzen. Akzeptiert werden soll die Person; problematisches Verhalten darf trotzdem kritisiert werden.
Perspektivwechsel: Wie sieht die Welt für andere aus?
Ein Perspektivwechsel bedeutet, dass Du versuchst, eine Situation aus der Sicht einer anderen Figur zu betrachten.
Bei Ernest und Célestine kann dieselbe Begegnung sehr unterschiedlich wirken:
- Eine Maus kann gelernt haben, vor Bären Angst zu haben.
- Ein Bär kann gelernt haben, Mäuse abzulehnen.
- Célestine kann neugierig statt ängstlich sein.
- Ernest kann sich missverstanden oder ausgeschlossen fühlen.
Wenn Du die Perspektive wechselst, musst Du einer Figur nicht automatisch recht geben. Du versuchst zuerst zu verstehen, warum sie so denkt oder handelt.
Mut und Zivilcourage
Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut kann bedeuten, trotz Angst etwas Wichtiges zu tun.
Célestine ist mutig, weil sie Fragen stellt und sich nicht vollständig von den Ängsten ihrer Gruppe bestimmen lässt. Ernest zeigt Mut, wenn er zu einer Freundschaft steht, die andere ablehnen.
Auch im Alltag braucht es manchmal Mut:
- jemanden mitspielen lassen, der oft ausgeschlossen wird,
- widersprechen, wenn eine ganze Gruppe schlechtgemacht wird,
- Hilfe holen, wenn jemand unfair behandelt wird,
- einen eigenen künstlerischen oder musikalischen Weg ausprobieren.
Filmsprache: Wie erzählt ein Animationsfilm?
Ein Film erzählt nicht nur durch Wörter. Er erzählt auch durch Bilder, Geräusche, Musik, Bewegung, Licht, Farben und Pausen.
Bei einem Animationsfilm werden Bewegungen Bild für Bild gestaltet. In Ernest & Célestine wirkt vieles wie handgezeichnet und aquarelliert. Die weiche Bildsprache passt zu stillen Momenten, kann aber auch sehr lebendig werden, wenn Figuren rennen, streiten oder durcheinandergeraten.
Achte bei einer Filmszene auf:
- Farbe: Welche Stimmung entsteht?
- Größe: Wirkt Ernest im Bild riesig oder freundlich?
- Abstand: Stehen Figuren nah beieinander oder weit auseinander?
- Ton: Welche Geräusche hörst Du?
- Musik: Unterstützt sie Angst, Freude oder Ruhe?
- Tempo: Sind Bewegungen langsam oder schnell?
Gespräch über spannende Szenen
Im Film gibt es auch aufregende Situationen mit Verfolgungen, Streit und Feuer. Wenn Dir eine Szene unangenehm ist, darfst Du das sagen. Beim gemeinsamen Anschauen kann es helfen, den Film kurz anzuhalten und über Gefühle zu sprechen.
Ein guter Filmsatz beginnt zum Beispiel so:
- Ich habe mich gefühlt wie ...
- Ich glaube, die Figur fühlt ...
- Ich finde die Regel fair oder unfair, weil ...
- Ich hätte an dieser Stelle ... getan.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Tier ist Célestine? (Eine Maus) (!Ein Fuchs) (!Ein Hase) (!Eine Katze)
Welches Tier ist Ernest? (Ein Bär) (!Ein Wolf) (!Ein Hund) (!Ein Löwe)
Was macht Célestine besonders gern? (Zeichnen) (!Fußball spielen) (!Kochen) (!Schwimmen)
Womit ist Ernest im Film besonders verbunden? (Musik) (!Zauberei) (!Raumfahrt) (!Gartenarbeit)
Was ist ein Vorurteil? (Ein Urteil bevor man jemanden gut kennt) (!Eine besonders faire Regel) (!Ein Musikinstrument) (!Eine Zeichenfarbe)
Was zeigt die Freundschaft von Ernest und Célestine? (Verschiedene Wesen können einander kennenlernen und Freunde werden) (!Freunde müssen immer gleich sein) (!Man soll nur in der eigenen Gruppe bleiben) (!Unterschiede machen Freundschaft unmöglich)
Welche Frage hilft beim Prüfen einer Regel? (Wen schützt die Regel) (!Welche Farbe hat die Regel) (!Wie schwer ist die Regel) (!Welches Tier hat die Regel)
Was kann Filmmusik besonders gut unterstützen? (Gefühle und Stimmungen) (!Die Länge eines Tisches) (!Die Farbe eines Schuhs) (!Die Zahl der Fenster)
Was bedeutet Akzeptanz? (Andere trotz Unterschieden respektieren) (!Alle müssen gleich werden) (!Niemand darf eine andere Meinung haben) (!Nur die eigene Gruppe ist wichtig)
An welchen Malstil erinnert die Bildsprache des Films besonders? (Aquarell) (!Graffiti) (!Mosaik) (!Holzschnitzerei)
Memory
| Ernest | Bär |
| Célestine | Maus |
| Aquarell | Wasserfarben |
| Vorurteil | vorschnelles Urteil |
| Akzeptanz | Unterschiede respektieren |
| Freundschaft | füreinander da sein |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Mäusewelt | unter der Erde |
| Bärenwelt | über der Erde |
| Célestine | zeichnet gern |
| Ernest | macht Musik |
| Freundschaft | verbindet beide |
Kreuzworträtsel
| Freundschaft | Was entsteht zwischen Ernest und Célestine? |
| Vorurteil | Wie heißt ein Urteil, das entsteht, bevor man jemanden gut kennt? |
| Aquarell | Welcher Malstil passt besonders gut zur Bildsprache des Films? |
| Klarinette | Welches Holzblasinstrument wird mit Célestine verbunden? |
| Akzeptanz | Wie nennt man das Respektieren von Unterschieden? |
| Regeln | Was kann eine Gemeinschaft ordnen, muss aber auf Fairness geprüft werden? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Freundschaftsbild: Male Ernest und Célestine oder zwei eigene erfundene Figuren, die sehr verschieden sind und trotzdem Freunde werden. Zeige im Bild, woran man ihre Freundschaft erkennt.
- Gefühlsfarben: Wähle drei Gefühle aus dem Film, zum Beispiel Freude, Angst und Mut. Gib jedem Gefühl eine Farbe und begründe Deine Wahl.
- Hördetektiv: Höre eine kurze Filmszene mit geschlossenen Augen. Male anschließend nur das, was Du durch Geräusche und Musik vermutet hast.
- Regel-Ampel: Schreibe oder male drei Regeln aus Schule oder Familie. Ordne sie einer grünen, gelben oder roten Ampel zu und erkläre Deine Entscheidung.
Standard
- Perspektivwechsel: Spiele mit einem Partner eine Begegnung zuerst aus Sicht einer Maus und danach aus Sicht eines Bären. Sprecht anschließend darüber, was sich verändert hat.
- Vorurteil-Karten: Erfinde vier harmlose Aussagen über erfundene Gruppen. Prüfe gemeinsam, welche Aussagen Vorurteile sind und wie man sie fairer formulieren kann.
- Musikbild: Höre den Musiktrack aus dem aiMOOC und male Linien, Punkte und Flächen passend zur Musik. Vergleicht anschließend die Bilder.
- Neue Filmszene: Erfinde eine kurze Szene, in der Ernest und Célestine zwei Gruppen helfen, sich besser kennenzulernen. Zeichne dazu vier Bilder wie in einem Storyboard.
Schwer
- Klassenrat: Sammelt eine Regel, die in Eurer Lerngruppe verbessert werden könnte. Entwickelt gemeinsam eine faire neue Formulierung und erklärt, wen sie schützt.
- Freundschaftsinterview: Befrage eine vertraute Person dazu, was gute Freundschaft ausmacht. Vergleiche die Antworten mit Ernest und Célestine.
- Mini-Animation: Erstelle mit Papierfiguren oder Knete eine sehr kurze Stop-Motion-Szene, in der zwei Figuren ein Vorurteil überwinden.
- Ausstellung der Vielfalt: Plant eine kleine Ausstellung mit Bildern, Musik, Texten oder Figuren zum Thema „Verschieden und trotzdem verbunden“. Erklärt den Besuchenden, was Akzeptanz bedeutet.


Lernkontrolle
- Brücke zwischen Gruppen: Zwei Gruppen in einer Schule sprechen kaum miteinander und erzählen schlechte Dinge übereinander. Entwickle drei Schritte, mit denen sie sich sicher und fair kennenlernen können.
- Faire Regel: Eine Gruppe darf bei einem Spiel grundsätzlich nicht mitmachen. Prüfe diese Regel mit den Fragen „Wen schützt sie?“, „Wem schadet sie?“ und „Wie könnte sie gerechter werden?“.
- Musik und Gefühl: Wähle für eine traurige, eine mutige und eine fröhliche Szene jeweils ein Instrument oder einen Klang. Begründe, warum der Klang zum Gefühl passt.
- Bildsprache: Gestalte dieselbe Figur einmal ängstlich und einmal mutig, ohne den Gesichtsausdruck zu verändern. Nutze dafür nur Farben, Linien, Größe und Bildaufteilung.
- Zwei Sichtweisen: Erzähle einen Streit zuerst aus Ernests Sicht und danach aus Célestines Sicht. Zeige dabei, dass dieselbe Situation unterschiedlich erlebt werden kann.
- Akzeptanz im Alltag: Beschreibe eine Situation aus Schule, Sport oder Freizeit, in der jemand anders ist als die Mehrheit. Erkläre, wie Du zeigen könntest, dass die Person dazugehört.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu Ernest & Célestine ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Fakten kennst, sondern Zusammenhänge erklären kannst.
- Du kannst beschreiben, warum die Freundschaft von Ernest und Célestine für ihre beiden Gruppen ungewöhnlich ist.
- Du kannst erklären, was ein Vorurteil ist und warum vorschnelle Urteile unfair sein können.
- Du kannst zeigen, wie Kennenlernen und Perspektivwechsel Vorurteile verändern können.
- Du kannst zwischen einer hilfreichen Regel und einer unfairen Ausgrenzung unterscheiden.
- Du kannst erklären, was Akzeptanz bedeutet.
- Du kannst beschreiben, wie Kunst und Aquarellstil die Wirkung des Films unterstützen.
- Du kannst erklären, wie Musik Gefühle und Figuren im Film begleitet.
- Du kannst eine Alltagssituation auf die Themen Freundschaft, Fairness und Zugehörigkeit übertragen.
- Du kannst Deine Meinung mit einem Beispiel begründen.
- Du kannst eine eigene kreative Arbeit zu einem der Themen vorstellen und erklären.
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