A Beautiful Planet

A Beautiful Planet
A Beautiful Planet
Einleitung
A Beautiful Planet ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2016, der die Erde aus einer besonderen Perspektive zeigt: Viele Aufnahmen wurden von Besatzungen der Internationalen Raumstation ISS im All gemacht. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit der NASA. Regie führte Toni Myers, die Erzählstimme stammt von Jennifer Lawrence. Der Film ist ungefähr 46 Minuten lang.
Für diesen aiMOOC brauchst Du keine Vorkenntnisse. Er ist besonders für Kinder ab etwa sechs Jahren gedacht. Du lernst, was Astronautinnen und Astronauten von oben erkennen können: die dünne Atmosphäre, große Kontinente und Ozeane, Lichter in der Nacht, Wolken und Stürme, aber auch die vielen Teile des Klimasystems. Gleichzeitig erfährst Du, wie Menschen auf einer Raumstation leben, forschen und filmen.

Wenn wir die Erde aus großer Entfernung betrachten, wirkt sie wie eine blaue Kugel mit weißen Wolken und braunen, grünen oder weißen Landflächen. Das berühmte Foto oben stammt nicht aus dem Film, hilft aber beim gleichen Blickwechsel: Von weit weg erscheint die Erde als ein zusammenhängender Planet.
Der Trailer gibt Dir einen ersten Eindruck von der Bildsprache des Films. Achte darauf, wie oft die Kamera zwischen der Erde und dem Leben auf der Raumstation wechselt.
Filmsteckbrief
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Titel | A Beautiful Planet |
| Filmart | IMAX-Dokumentarfilm |
| Erscheinungsjahr | 2016 |
| Regie | Toni Myers |
| Erzählstimme | Jennifer Lawrence |
| Entstehung | in Zusammenarbeit mit der NASA |
| Wichtiger Aufnahmeort | Internationale Raumstation ISS |
| Länge | ungefähr 46 Minuten |
Die Filmaufnahmen aus dem All entstanden über viele Monate hinweg. Astronautinnen und Astronauten wurden dabei selbst zu Kameraleuten. Der Film verbindet echte Aufnahmen aus der ISS mit erklärender Sprache, Musik und einigen computergenerierten Weltraumdarstellungen. Deshalb ist es wichtig zu unterscheiden: Ein Dokumentarfilm zeigt Wirklichkeit, gestaltet diese Wirklichkeit aber durch Auswahl, Schnitt, Musik und Erzählung.
Die Erde mit Astronautenaugen sehen
Auf der Erde stehen wir mitten in unserer Umgebung. Vom All aus verändert sich der Blick: Ozeane, Wolken, Gebirge und große Landflächen werden gleichzeitig sichtbar. Staatsgrenzen sind normalerweise nicht als Linien in die Landschaft gezeichnet. Für Astronautinnen und Astronauten wirkt unser Planet deshalb besonders zusammenhängend.

Die Cupola ist ein Fensterbereich der ISS mit sieben Fenstern. Von dort können Besatzungsmitglieder die Erde beobachten, fotografieren und auch Raumfahrzeuge oder Roboterarme im Blick behalten. Im Film spielt diese Aussicht eine wichtige Rolle.
Viele Menschen aus der Raumfahrt berichten, dass der Blick auf die ganze Erde ihr Denken verändert hat. Manchmal wird dieser Perspektivwechsel als Overview-Effekt bezeichnet. Dabei kann besonders deutlich werden, dass alle Menschen auf demselben Planeten leben und Luft, Wasser sowie ein gemeinsames Klimasystem teilen.
Die Atmosphäre: unsere dünne Lufthülle
Die Atmosphäre ist die Lufthülle der Erde. Sie hat keine harte obere Kante, sondern wird mit zunehmender Höhe immer dünner. Aus dem Weltraum kann sie am Rand der Erde wie ein schmaler leuchtender Saum aussehen. Das macht sichtbar, wie klein diese schützende Hülle im Vergleich zur ganzen Erde wirkt.

Die Luft in Bodennähe besteht hauptsächlich aus Stickstoff und Sauerstoff. Etwa 78 Prozent sind Stickstoff und etwa 21 Prozent Sauerstoff; dazu kommen kleine Mengen anderer Gase. Sauerstoff brauchen wir zum Atmen. Die Atmosphäre hilft außerdem, die Temperatur der Erde lebensfreundlich zu halten, und schützt uns vor einem Teil schädlicher Strahlung aus dem Weltraum.
Die unterste Schicht der Atmosphäre heißt Troposphäre. Dort leben wir und dort spielt sich fast das gesamte Wetter ab. Wolken, Regen, Schnee, Wind und viele Stürme entstehen in dieser Schicht.
Beim Anschauen kannst Du darauf achten, welche Aufgaben die Atmosphäre für das Leben auf der Erde erfüllt.
Kontinente, Ozeane und die Farbe der Erde
Die großen zusammenhängenden Landgebiete nennen wir Kontinente. In einer verbreiteten Einteilung unterscheiden wir Afrika, Antarktika, Asien, Europa, Nordamerika, Südamerika und Australien beziehungsweise Ozeanien. Zwischen und um diese Landmassen liegen riesige Ozeane.
Aus dem All fällt vor allem das viele Blau auf. Ein großer Teil der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt. Weiße Flächen können Wolken, Schnee oder Eis sein. Braune und grüne Töne zeigen verschiedene Landschaften. Bei genauer Beobachtung lassen sich Küsten, Inseln, Gebirge, Wüsten und Flüsse erkennen.
Ein wichtiges Forscherprinzip lautet: Erst beobachten, dann erklären. Wenn Du auf einem Weltraumbild eine helle, dunkle, grüne oder braune Fläche siehst, solltest Du zunächst beschreiben, was Du wirklich erkennst. Danach kannst Du mit einer Karte prüfen, was dort liegt.
Die Erde bei Nacht: Was verraten Lichter?
Wenn die ISS über die Nachtseite der Erde fliegt, sehen Astronautinnen und Astronauten viele Lichtpunkte und leuchtende Flächen. Ein großer Teil davon stammt von Städten, Straßen, Häfen oder anderen von Menschen genutzten Orten. Nachtbilder können deshalb Hinweise darauf geben, wo viel künstliches Licht verwendet wird.

Doch Vorsicht: Ein dunkler Ort bedeutet nicht automatisch, dass dort niemand lebt. Ozeane, Wälder, Wüsten und dünn besiedelte Gebiete sind oft dunkel. Auch unterschiedliche Stromversorgung, Beleuchtung und Aufnahmebedingungen verändern das Bild.

Nachtlichter zeigen also Spuren menschlicher Aktivität, aber sie erzählen nicht die ganze Geschichte eines Ortes. Gute Forschende vergleichen deshalb Bilder mit Karten und weiteren Informationen.
Das Video zeigt, wie die Erde bei Nacht aus Daten und Aufnahmen aus dem All dargestellt werden kann. Suche nach besonders hellen Regionen und nach großen dunklen Flächen.
Wetter aus dem Weltraum
Wetter beschreibt, wie die Atmosphäre an einem Ort zu einer bestimmten Zeit ist. Ist es sonnig, bewölkt, windig, regnerisch, heiß oder kalt? Wetter kann sich schnell verändern.
Von oben sind große Wolkenfelder besonders gut zu erkennen. Bei starken Wirbelstürmen können die Wolken spiralförmig um ein Zentrum angeordnet sein. Solche Bilder helfen Fachleuten, Stürme zu beobachten und ihre Entwicklung zu verfolgen.

Das Foto zeigt den Hurrikan Isabel aus der Perspektive der ISS. Ein Hurrikan ist ein sehr starker tropischer Wirbelsturm. Nicht jede große Wolke ist ein Sturm, und nicht jeder Sturm sieht gleich aus. Weltraumbilder sind deshalb nur ein Teil der Wetterbeobachtung; Messungen von Temperatur, Luftdruck, Wind und Niederschlag gehören ebenfalls dazu.
Auch Polarlichter können von der ISS aus besonders eindrucksvoll aussehen. Sie sind kein gewöhnliches Wetterphänomen. Sie entstehen hoch in der Atmosphäre, wenn geladene Teilchen von der Sonne mit Teilchen der Erdatmosphäre wechselwirken.

Wetter und Klima sind nicht dasselbe
Wetter beschreibt, was gerade oder in den nächsten Tagen passiert. Klima beschreibt typische Wetterverhältnisse und ihre Schwankungen über einen langen Zeitraum. Ein einzelner kalter Tag sagt deshalb nicht, dass sich das Klima nicht erwärmt. Um Klima zu untersuchen, braucht man viele Messungen über viele Jahre.
Beim Vergleich kannst Du Dir merken: Wetter ist wie die Kleidung, die Du heute auswählst. Klima ist eher wie die ganze Sammlung an Kleidung, die Du an einem Ort über die Jahreszeiten hinweg normalerweise brauchst. Der Vergleich ist vereinfacht, hilft aber beim ersten Unterscheiden.
Das Klimasystem: Viele Teile wirken zusammen
Das Klimasystem der Erde ist wie ein großes Zusammenspiel. Dazu gehören die Atmosphäre, die Ozeane und andere Gewässer, Eis und Schnee, der Boden und die Landflächen sowie Pflanzen, Tiere und andere Lebewesen. Die Sonne liefert fast die gesamte Energie, die dieses System antreibt.
Wasser verbindet viele Teile miteinander. Sonnenwärme lässt Wasser verdunsten. Wasserdampf kann zu Wolken werden. Aus Wolken fällt Niederschlag. Wasser fließt über Flüsse zurück ins Meer oder wird im Boden und in Eis gespeichert. Dieser Wasserkreislauf verbindet Ozean, Land und Atmosphäre.

Auch Wärme bewegt sich durch das Klimasystem. Ozeane können viel Wärme speichern und mit Strömungen verteilen. Helle Eisflächen werfen einen großen Teil des Sonnenlichts zurück. Dunklere Flächen nehmen mehr Strahlungsenergie auf.
Ein natürlicher Treibhauseffekt hält die Erde warm genug für Leben. Bestimmte Gase in der Atmosphäre halten einen Teil der Wärme zurück. Durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas steigt die Menge wichtiger Treibhausgase, besonders Kohlendioxid. Dadurch wird zusätzliche Wärme im Klimasystem gehalten. Der Film lenkt den Blick deshalb nicht nur auf die Schönheit der Erde, sondern auch auf Veränderungen und menschliche Einflüsse.
Achte im Video darauf, wie Ozean und Atmosphäre zusammenwirken. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Klima nicht von einem einzigen Teil der Erde bestimmt wird.
Raumfahrt: Die ISS als Beobachtungsposten
Die ISS ist ein großes Forschungslabor im All. Sie fliegt in ungefähr 400 Kilometern Höhe um die Erde. Für eine Umrundung braucht sie etwa 90 Minuten. Dadurch erleben Menschen an Bord ungefähr 16 Sonnenaufgänge und 16 Sonnenuntergänge in 24 Stunden.

Die ISS fällt ständig um die Erde herum. Deshalb schweben Menschen und Gegenstände im Inneren scheinbar schwerelos. Fachleute sprechen meist von Mikrogravitation. Die Erdanziehung ist dort nämlich nicht verschwunden; Station und Besatzung befinden sich gemeinsam im freien Fall um die Erde.
Große Solarflächen sammeln Energie aus Sonnenlicht und erzeugen Strom für die Raumstation.

Menschen aus verschiedenen Ländern arbeiten auf der ISS zusammen. Sie führen Experimente durch, warten die Station, treiben Sport, essen, schlafen, beobachten die Erde und dokumentieren ihre Arbeit. Für A Beautiful Planet wurden ISS-Besatzungen zusätzlich zu Kameraleuten.
In diesem ESA-Video bekommst Du einen Eindruck davon, wie ein Alltag an Bord der ISS aussehen kann.
Wie entstand der besondere Filmlook?
Für A Beautiful Planet wurden digitale IMAX-Kameras eingesetzt. Digitale Kameras konnten auch schwache Lichter in der Nacht gut aufnehmen. Dadurch wurden Bilder von Städten, Sternen, Blitzen und Polarlichtern möglich, die für die Wirkung des Films besonders wichtig sind.
Die Kamera zeigt dabei nicht einfach nur was da ist. Sie entscheidet auch, wohin wir schauen. Der Schnitt bestimmt, welche Bilder nacheinander erscheinen. Musik beeinflusst die Stimmung. Eine Erzählstimme verbindet die Bilder mit Informationen. So kannst Du beim Filmschauen gleichzeitig Naturwissenschaft und Medienkompetenz üben.
Der Film enthält außerdem computergenerierte Reisen durch den Weltraum. Sie beruhen auf astronomischen Daten, sind aber keine Kameraflüge, die eine Person wirklich so gefilmt hat. Auch in einem Dokumentarfilm lohnt es sich deshalb zu fragen: Welche Bilder sind direkte Aufnahmen und welche sind Visualisierungen?
Beobachtungsaufträge zum Film
- Farbenforscher: Suche im Film nach Blau, Weiß, Grün und Braun. Überlege, welche Erdoberflächen oder Wettererscheinungen dazu passen könnten.
- Lichterdetektiv: Beobachte eine Nachtaufnahme und beschreibe, wo Lichter dicht beieinander liegen und wo große dunkle Flächen zu sehen sind.
- Wolkenforscher: Suche nach Wolkenformen. Welche wirken ruhig, welche drehen sich oder bilden große Wirbel?
- ISS-Entdecker: Achte darauf, wie Menschen, Gegenstände und Wasser in Mikrogravitation reagieren.
- Filmforscher: Finde eine Stelle, an der Musik, Schnitt oder Erzählstimme Deine Gefühle oder Deine Aufmerksamkeit besonders stark lenken.
Merksätze für junge Weltraumforschende
Die Erde ist unser Heimatplanet. Ihre Atmosphäre ist im Verhältnis zum Planeten dünn und lebenswichtig. Ozeane, Land, Eis, Luft und Lebewesen beeinflussen einander. Wetter verändert sich schnell; Klima erkennt man erst über lange Zeiträume. Nachtlichter zeigen manche Spuren menschlicher Aktivität. Die ISS ermöglicht einen besonderen Blick auf diese Zusammenhänge. Genau diese Perspektive macht A Beautiful Planet zu einem Film über Raumfahrt und gleichzeitig zu einem Film über die Erde.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wo entstanden viele Aufnahmen für A Beautiful Planet? (Auf der Internationalen Raumstation) (!Auf dem Meeresboden) (!In einer Wüstenhöhle) (!Auf dem Mond)
Wie heißt die Lufthülle der Erde? (Atmosphäre) (!Kontinent) (!Ozeanboden) (!Umlaufbahn)
Was erkennt man auf vielen Nachtbildern der Erde als helle Punkte und Flächen? (Künstliche Lichter von Städten und anderen genutzten Orten) (!Nur das Licht des Mondes) (!Nur Polarlichter) (!Leuchtende Kontinentränder)
Was beschreibt das Wetter? (Den Zustand der Atmosphäre an einem Ort zu einer bestimmten Zeit) (!Die Form aller Kontinente) (!Die Entfernung der Erde zur Sonne) (!Die Größe einer Raumstation)
Was beschreibt Klima am besten? (Typische Wetterverhältnisse über einen langen Zeitraum) (!Nur das Wetter von heute) (!Nur einen einzelnen Sturm) (!Nur die Temperatur am Mittag)
Welche Energiequelle treibt fast das gesamte Klimasystem der Erde an? (Die Sonne) (!Die ISS) (!Die Straßenbeleuchtung) (!Der Mond allein)
Woraus bestehen Wolken vor allem? (Aus winzigen Wassertröpfchen oder Eiskristallen) (!Aus festem Stein) (!Aus Straßenlicht) (!Aus trockenem Sand)
Was ist die Cupola der ISS? (Ein Fensterbereich zum Beobachten) (!Ein Ozean auf der Erde) (!Ein Wettersatellit) (!Ein Kontinent)
Wie lange braucht die ISS ungefähr für eine Runde um die Erde? (Etwa 90 Minuten) (!Etwa 90 Tage) (!Etwa ein Jahr) (!Etwa zehn Jahre)
Warum wirkt die Erde aus dem All oft besonders blau? (Weil große Teile der Oberfläche von Ozeanen bedeckt sind) (!Weil die Kontinente blau leuchten) (!Weil die ISS blaues Licht aussendet) (!Weil Wolken immer blau sind)
Memory
| Atmosphäre | Lufthülle der Erde |
| Cupola | Fensterbereich der ISS |
| Wetter | Zustand der Luft zu einer bestimmten Zeit |
| Klima | Typische Wetterverhältnisse über lange Zeit |
| Kontinent | Große zusammenhängende Landfläche |
| Ozean | Riesiges zusammenhängendes Meer |
| Mikrogravitation | Schwebezustand im freien Fall |
| Nachtlicht | Sichtbare Spur künstlicher Beleuchtung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Atmosphäre | Lufthülle |
| Wolke | Wassertröpfchen und Eiskristalle |
| Wetter | Kurzfristiger Luftzustand |
| Klima | Langfristige Wetterverhältnisse |
| Cupola | Beobachtungsfenster |
| Umlaufbahn | Weg um die Erde |
| Ozean | Große Wasserfläche |
| Kontinent | Große Landfläche |
...
Kreuzworträtsel
| Atmosphaere | Wie heißt die Lufthülle der Erde? |
| Kontinent | Wie heißt eine sehr große zusammenhängende Landfläche? |
| Cupola | Wie heißt der Fensterbereich der ISS? |
| Hurrikan | Wie heißt ein sehr starker tropischer Wirbelsturm? |
| Klimasystem | Wie heißt das Zusammenspiel von Luft, Wasser, Eis, Land und Leben? |
| Raumstation | Wie nennt man ein bewohnbares Forschungslabor in einer Umlaufbahn? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Erde zeichnen: Male die Erde so, wie Du sie Dir aus der Cupola der ISS vorstellst. Verwende Blau, Weiß, Grün und Braun bewusst und erkläre anschließend zwei Deiner Farbentscheidungen.
- Wolken beobachten: Schau zehn Minuten lang in den Himmel und zeichne zwei verschiedene Wolkenformen. Beschreibe, ob sie sich bewegen oder verändern.
- Nachtlichter: Zeichne eine einfache Karte Deines Wohnortes bei Nacht. Markiere Orte, an denen wahrscheinlich besonders viel künstliches Licht zu sehen ist.
- Astronautentagebuch: Schreibe oder diktiere fünf Sätze aus der Sicht eines Kindes, das zum ersten Mal aus der ISS auf die Erde schaut.
Standard
- Atmosphäre: Lege einen großen Ball als Erde vor Dich und markiere mit einem sehr schmalen Band außen die Atmosphäre. Erkläre, warum die Darstellung nur ein Modell ist.
- Wettertagebuch: Beobachte fünf Tage lang Wolken, Temperaturgefühl, Wind und Niederschlag. Vergleiche Deine Einträge und erkläre, warum das Wetter nicht jeden Tag gleich ist.
- Kontinente: Erstelle aus Papier ein einfaches Kontinent-Puzzle. Ordne die Teile auf einer Weltkarte zu und prüfe, welche Kontinente Du auf einem Weltraumbild erkennen kannst.
- Wasserkreislauf: Baue mit Unterstützung ein einfaches Modell des Wasserkreislaufs, zum Beispiel mit einer Schale Wasser und einer transparenten Abdeckung. Beobachte Verdunstung und Tropfenbildung.
Schwer
- Klimasystem: Stelle Sonne, Atmosphäre, Ozean, Eis, Land und Pflanzen als Karten dar. Verbinde die Karten mit Schnüren und erkläre an drei Verbindungen, wie sich die Teile gegenseitig beeinflussen.
- Bildvergleich: Suche zwei freie Weltraumbilder derselben Region zu unterschiedlichen Zeiten oder unter unterschiedlichen Lichtbedingungen. Beschreibe zuerst nur Beobachtungen und formuliere danach mögliche Erklärungen.
- Filmkritik: Wähle eine Szene aus A Beautiful Planet und untersuche Bild, Musik, Erzählstimme und Schnitt. Erkläre, wie diese Mittel Deine Wahrnehmung der Erde beeinflussen.
- Raumfahrtprojekt: Plane eine eigene Mini-Mission für die ISS. Formuliere eine Frage über Erde, Wetter oder Klima und beschreibe, welche Bilder oder Messungen Astronautinnen und Astronauten dafür sammeln sollten.


Lernkontrolle
- Perspektivwechsel: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, welche Information über die Erde aus dem Weltraum leichter zu erkennen ist als vom Boden und welche Information vom Boden besser untersucht werden kann.
- Wetter und Klima: Eine Woche ist ungewöhnlich kalt. Erkläre, warum diese Beobachtung allein noch keine Aussage über eine langfristige Klimaentwicklung erlaubt.
- Nachtlichter deuten: Zwei Regionen erscheinen auf einem Nachtbild unterschiedlich hell. Nenne mindestens drei mögliche Gründe und erkläre, warum Helligkeit nicht einfach mit der Zahl der dort lebenden Menschen gleichgesetzt werden darf.
- Klimasystem verstehen: Beschreibe eine Wirkungskette, die bei der Sonne beginnt und mindestens drei Teile des Klimasystems verbindet, zum Beispiel Ozean, Atmosphäre, Wolken, Eis oder Pflanzen.
- Dokumentarfilm prüfen: Erkläre, warum echte Weltraumaufnahmen in einem Dokumentarfilm trotzdem durch Auswahl, Musik, Schnitt und Erzählstimme gestaltet werden.
- ISS als Forschungsposten: Entwirf eine Beobachtung, für die die Perspektive der ISS besonders nützlich ist, und begründe Deine Entscheidung.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis ist wichtig, dass Du zeigen kannst, wie die besondere Weltraumperspektive des Films mit naturwissenschaftlichem Wissen zusammenhängt. Du solltest erklären können, was Atmosphäre, Kontinent, Wetter, Klima und Klimasystem bedeuten. Du solltest auf einem Weltraumbild Wasser, Land, Wolken und künstliche Nachtlichter unterscheiden und vorsichtig deuten können. Außerdem solltest Du beschreiben können, warum die ISS ein guter Ort für Erdbeobachtung ist, warum Menschen dort scheinbar schweben und wie Bildauswahl, Musik und Erzählstimme einen Dokumentarfilm gestalten.
Für einen gelungenen Lernnachweis kannst Du ein Plakat, ein kleines Forscherheft, eine Audioerklärung, eine Bildgeschichte oder eine kurze Präsentation erstellen. Wichtig ist nicht nur, einzelne Begriffe zu nennen, sondern Zusammenhänge zu erklären und Beobachtung von Vermutung zu unterscheiden.
OERs zum Thema
Zum Film gibt es einen englischsprachigen Wikipedia-Artikel:
Verknüpfte Lernbereiche
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