Tagebuch einer Biene

Tagebuch einer Biene
Einleitung
Tagebuch einer Biene ist ein deutsch-kanadischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2021. Regie führte Dennis Wells. Der Film begleitet eine Winterbiene und eine Sommerbiene so nah, als würdest Du selbst mit ihnen durch den Bienenstock und über die Wiesen fliegen. Die Bienen bekommen im Film Stimmen und erzählen aus ihrer Sicht. So entsteht eine Mischung aus Naturbeobachtung, wissenschaftlichen Informationen und einer spannenden Geschichte.
Dieser aiMOOC ist für Kinder ab 6 Jahren gestaltet. Du verfolgst das Leben einer Honigbiene, lernst den Bienenstaat kennen und erfährst, welche Aufgaben Königin und Arbeiterinnen haben. Du entdeckst, wie Bienen Nahrung finden, Pflanzen bestäuben, sich orientieren, miteinander kommunizieren und welche Gefahren Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten bedrohen können.

Filmsteckbrief
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Titel | Tagebuch einer Biene |
| Filmart | Dokumentarfilm und Naturfilm |
| Regie | Dennis Wells |
| Produktionsländer | Deutschland und Kanada |
| Erscheinungsjahr | 2021 |
| Länge | etwa 92 Minuten |
| Erzählweise | Die Geschichte wird aus der Sicht von Bienen erzählt |
| Stimmen | Anna Thalbach und Nellie Thalbach |
| Zielgruppe dieses aiMOOCs | Kinder ab 6 Jahren |
Der Film nutzt viele Makroaufnahmen und Zeitlupen. Dadurch kannst Du winzige Details sehen, die mit bloßem Auge leicht verborgen bleiben. Einige Szenen wurden zusätzlich mit computergenerierten Bildern gestaltet, wenn sie mit einer Kamera kaum oder gar nicht aufgenommen werden konnten.
Was Du in diesem aiMOOC lernst
Am Ende kannst Du erklären, wie eine Honigbiene vom Ei zur erwachsenen Biene wird, wie ein Bienenvolk zusammenarbeitet und warum die Königin nicht einfach eine „Chefin“ ist, die allen Befehle gibt. Du kannst den Unterschied zwischen Nektar und Pollen beschreiben, die Bestäubung erklären und erzählen, wie der Schwänzeltanz Informationen über eine Futterquelle weitergibt. Außerdem kannst Du Filmhandlung und biologische Wirklichkeit miteinander vergleichen.
Die Geschichte im Film
Winterbiene und Sommerbiene
Der Film beginnt im Winter. Im Bienenstock lebt eine Winterbiene, die den Nachwuchs versorgt. Später schlüpft eine junge Sommerbiene. Der Film begleitet sie auf ihrem Weg von der jungen Stockbiene bis zur Sammelbiene.
Sommer-Arbeiterinnen leben meist nur einige Wochen. Winterbienen können mehrere Monate alt werden. Sie müssen das Volk über die kalte Jahreszeit bringen, in der kaum Blüten zur Verfügung stehen.
Im Film erlebt die Sommerbiene viele typische Situationen aus einem Bienenleben. Sie muss fliegen lernen, Nahrung finden, schlechtes Wetter überstehen und immer wieder zum Bienenstock zurückfinden. Eine gemähte Wiese zeigt, wie schnell eine Nahrungsquelle verschwinden kann. Später erlebt das Volk auch das Schwärmen, bei dem ein Teil der Bienen mit einer Königin ein neues Zuhause sucht.
Eine Biene als Filmfigur
Eine echte Biene spricht natürlich nicht mit einer menschlichen Stimme. Der Film nutzt die Ich-Perspektive, damit Du Dich leichter in das Leben der Biene hineinversetzen kannst. Das nennt man Anthropomorphismus: Tiere bekommen dabei menschlich wirkende Gedanken, Gefühle oder Sprache.
Das bedeutet nicht, dass die biologischen Beobachtungen erfunden sind. Viele Vorgänge im Film beruhen auf echter Bienenbiologie. Trotzdem ist es wichtig, zwischen beobachtetem Verhalten und filmischer Erzählung zu unterscheiden.
Der Bienenstaat
Ein Honigbienenvolk besteht aus vielen einzelnen Bienen, die eng zusammenarbeiten. In der Alltagssprache wird deshalb oft vom Bienenstaat gesprochen. Fachleute beschreiben ein Bienenvolk manchmal sogar als Superorganismus, weil das Volk viele Aufgaben gemeinsam löst.
In einem Bienenvolk gibt es eine Königin, sehr viele Arbeiterinnen und zu bestimmten Zeiten auch Drohnen.

Die Königin
Die Bienenkönigin ist größer und hat einen besonders langen Hinterleib. Ihre wichtigste Aufgabe ist das Eierlegen. In einem gesunden Bienenvolk legt normalerweise die Königin fast alle Eier.
Der Name „Königin“ kann ein bisschen täuschen. Sie sitzt nicht auf einem Thron und erteilt den Arbeiterinnen keine Befehle. Viele Entscheidungen entstehen aus dem Verhalten vieler Bienen gemeinsam. Die Königin ist also für die Fortpflanzung des Volkes besonders wichtig, aber sie „regiert“ nicht wie eine menschliche Königin.
Die Arbeiterinnen
Arbeiterinnen sind weibliche Bienen. Im Laufe ihres Lebens können sie verschiedene Aufgaben übernehmen. Welche Aufgabe gerade wichtig ist, hängt auch davon ab, was das Volk braucht.
| Aufgabe | Was die Arbeiterin dabei tut |
|---|---|
| Putzbiene | Sie reinigt Zellen im Bienenstock. |
| Ammenbiene | Sie versorgt junge Larven mit Futter. |
| Baubiene | Sie hilft beim Bau und Verschließen von Wachszellen. |
| Wächterin | Sie kontrolliert den Eingang des Bienenstocks. |
| Sammelbiene | Sie fliegt aus und sammelt Nektar, Pollen und Wasser. |
| Kundschafterin | Sie sucht besonders gute Futterplätze oder beim Schwärmen einen neuen Nistplatz. |

Die Drohnen
Drohnen sind die männlichen Honigbienen. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Paarung mit jungen Königinnen. Drohnen sammeln keinen Pollen und keinen Nektar. Sie besitzen auch keinen Giftstachel.
Vom Ei zur Biene
Das Leben einer Arbeiterin beginnt als Ei in einer Wabenzelle. Daraus schlüpft eine Larve. Die Larve wird von Arbeiterinnen gefüttert. Später wird die Zelle verschlossen. Darin entwickelt sich die Larve zur Puppe. Schließlich schlüpft die erwachsene Biene aus der Zelle.
Ei → Larve → Puppe → erwachsene Biene
Bei einer Arbeiterin dauert diese Entwicklung ungefähr 21 Tage. Genau dieser Übergang vom Nachwuchs zur jungen Biene spielt auch im Film eine wichtige Rolle.


Waben als Kinderzimmer und Vorratslager
Die sechseckigen Zellen einer Bienenwabe haben verschiedene Aufgaben. In manchen wächst die Brut heran. In anderen lagern die Bienen Pollen oder Honig. Wachs wird von Arbeiterinnen gebildet und zu Waben verbaut.
Ein Bienenstock ist deshalb gleichzeitig Kinderzimmer, Vorratskammer, Arbeitsplatz und Schutzraum für das ganze Volk.
Nahrungssuche
Wenn eine Arbeiterin zur Sammelbiene wird, fliegt sie aus dem Stock. Sie sucht Blüten und andere geeignete Nahrungsquellen.
| Stoff | Bedeutung für die Bienen |
|---|---|
| Nektar | Eine zuckerhaltige Flüssigkeit aus Blüten. Sie liefert vor allem Energie und kann zu Honig verarbeitet werden. |
| Pollen | Blütenstaub. Er enthält wichtige Nährstoffe und ist besonders für die Aufzucht der Brut bedeutsam. |
| Wasser | Wird unter anderem zum Kühlen und für Vorgänge im Bienenstock gebraucht. |
| Honigtau | Eine zuckerhaltige Flüssigkeit, die zum Beispiel von Blattläusen ausgeschieden wird. Bienen können sie sammeln; daraus kann unter anderem Waldhonig entstehen. |

Die Pollenpakete an den Hinterbeinen einer Honigbiene werden oft Pollenhöschen genannt. Die Biene streift Pollen aus ihrem Haarkleid zusammen und transportiert ihn in besonderen Sammelbereichen an den Hinterbeinen.
Honig entsteht aus gesammeltem Nektar
Sammelbienen bringen Nektar in den Stock. Dort wird er weitergegeben, verändert und eingedickt. Dabei wird Wasser entzogen. Schließlich lagern die Bienen den reifen Honig in Wabenzellen. Honig ist für das Volk ein wichtiger Energievorrat.
Honigbiene und Wildbiene sind nicht dasselbe
Im Film geht es um Honigbienen. Daneben gibt es sehr viele Wildbienenarten. Viele Wildbienen leben nicht in großen Staaten, sondern allein. Auch Hummeln gehören zu den Bienen.
Deshalb ist es wichtig, beim Schutz von „Bienen“ nicht nur an Honigbienenstöcke zu denken. Wildbienen brauchen passende Blüten und oft auch besondere Nistplätze.
Bestäubung
Wenn eine Biene eine Blüte besucht, bleibt Pollen an ihrem Körper hängen. Fliegt sie zur nächsten passenden Blüte, kann ein Teil dieses Pollens dort abgestreift werden. So trägt sie zur Bestäubung bei.
Nach erfolgreicher Bestäubung und Befruchtung können bei vielen Blütenpflanzen Samen und Früchte entstehen. Nicht jede Pflanze braucht Honigbienen, und Honigbienen sind nicht die einzigen Bestäuber. Auch Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, Käfer, Fliegen und andere Tiere können Pollen übertragen.

Warum Bestäubung so wichtig ist
Stell Dir einen Apfelbaum voller Blüten vor. In vielen dieser Blüten muss Pollen an die richtige Stelle gelangen, bevor sich später Äpfel entwickeln können. Bestäuber helfen bei diesem Vorgang. Deshalb sind vielfältige Bestäuber für viele Pflanzen und für ganze Ökosysteme wichtig.
Bestäubung bedeutet aber nicht einfach „Bienen machen unser Essen“. Die Natur ist vielfältiger: Manche Pflanzen werden durch Wind bestäubt, andere durch verschiedene Tierarten.
Orientierung und Tanzsprache
Eine Sammelbiene muss nach ihrem Ausflug wieder nach Hause finden. Dabei kann sie verschiedene Hinweise nutzen: den Stand der Sonne, Muster des Himmelslichts, auffällige Merkmale der Landschaft und Gerüche.
Bienen besitzen außerdem ein erstaunliches Kommunikationssystem. Hat eine Arbeiterin eine ergiebige Futterquelle gefunden, kann sie im Stock den Schwänzeltanz zeigen.

Was verrät der Schwänzeltanz?
Der Tanz übermittelt vor allem Informationen über Richtung und Entfernung einer Futterquelle. Die Richtung wird in Beziehung zum Sonnenstand angegeben. Andere Bienen können zusätzlich den Geruch der Sammlerin wahrnehmen und dadurch Hinweise auf die gefundene Nahrung bekommen.
Du kannst Dir den Schwänzeltanz wie eine Mischung aus Wegbeschreibung und Nachricht vorstellen: „Dort draußen gibt es etwas Lohnendes zu finden.“
Ein Himmelskompass
Bienen orientieren sich nicht nur an einer einzigen Sache. Die Sonne ist ein wichtiger Kompass. Auch bestimmte Eigenschaften des Himmelslichts können ihnen helfen, wenn die Sonne nicht direkt sichtbar ist. Zusätzlich lernen Bienen Landschaftsmerkmale und Gerüche ihrer Umgebung.
Darum ist die Orientierung einer Biene keine einfache eingebaute Karte, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Sinnesleistungen und gelernter Hinweise.
Schwärmen und ein neues Zuhause
Wenn sich ein Honigbienenvolk teilt, kann ein Bienenschwarm entstehen. Ein Teil des Volkes verlässt mit einer Königin den bisherigen Stock. Die Bienen sammeln sich oft zunächst als Traube.
Kundschafterinnen suchen geeignete neue Nistplätze. Sie untersuchen zum Beispiel Hohlräume und informieren andere Bienen mit Tänzen über ihre Entdeckungen. Viele einzelne Bewertungen tragen dazu bei, dass sich der Schwarm schließlich auf einen neuen Ort einigt.
Im Film wird die Suche nach einem neuen Zuhause zu einem besonders spannenden Teil der Geschichte.

Die Königin entscheidet nicht allein
Auch beim Schwärmen zeigt sich: Ein Bienenvolk funktioniert nicht wie ein Königreich mit Befehlen von oben. Arbeiterinnen erkunden mögliche Nistplätze, werben mit Tänzen für gute Orte und beeinflussen gemeinsam die Entscheidung des Schwarms.
Gefahren für Bienen und andere Insekten
Bienen leben nicht in einer ungefährlichen Welt. Manche Gefahren gehören zur Natur, andere werden durch menschliche Veränderungen verstärkt.
Wetter und fehlende Nahrung
Starker Regen, Kälte oder Sturm können Sammelflüge erschweren. Der Film zeigt, wie gefährlich schlechtes Wetter für eine einzelne Biene sein kann.
Auch Nahrung kann plötzlich fehlen. Wird eine blühende Fläche großflächig gemäht, verschwinden viele Blüten auf einmal. Häufige oder sehr frühe Mahd kann deshalb dazu führen, dass Insekten zeitweise weniger Nahrung finden.
Die Varroamilbe
Eine wichtige Gefahr für Honigbienenvölker ist die Varroamilbe. Sie lebt als Parasit an Honigbienen und ihrer Brut und kann die Tiere schwächen. Außerdem kann sie die Ausbreitung von Krankheitserregern fördern. Imkerinnen und Imker müssen deshalb bei betreuten Honigbienenvölkern besonders auf Varroa achten.

Lebensraumverlust und Pflanzenschutzmittel
Für Insekten ist eine vielfältige Landschaft wichtig. Wenn blütenreiche Flächen, Hecken, Säume, Brachen oder geeignete Nistplätze verschwinden, verlieren viele Arten Nahrung und Lebensraum.
Auch Pflanzenschutzmittel können Insekten direkt oder indirekt schädigen. Besonders problematisch ist es, wenn Mittel nicht nur die eigentlich bekämpften Organismen treffen oder wenn durch Herbizide viele Blütenpflanzen verschwinden.
Der Klimawandel kann zusätzlich Blütezeiten, Wetterbedingungen und Lebensräume verändern. Welche Folgen das hat, ist je nach Insektenart unterschiedlich.
Hornissen sind keine „Bösewichte“
Im Film treten Hornissen als gefährliche Angreifer auf. Tatsächlich können Hornissen einzelne Honigbienen erbeuten. Trotzdem sind Hornissen nicht „böse“. Sie sind selbst Insekten und Teil von Nahrungsketten und Ökosystemen.
Für einen gesunden Blick auf Natur ist wichtig: Ein Tier kann für ein anderes Tier gefährlich sein und trotzdem eine wichtige Rolle in der Natur haben.
Honigbienen und Insektenschutz
Honigbienen werden häufig von Imkerinnen und Imkern betreut. Viele Wildbienen und andere Insekten haben dagegen keine menschliche Betreuung. Für ihren Schutz sind passende Lebensräume besonders wichtig.
Wenn Du Insekten helfen möchtest, ist deshalb eine vielfältige Umgebung mit unterschiedlichen Pflanzen und Nistmöglichkeiten oft hilfreicher als die einfache Idee, überall neue Honigbienenvölker aufzustellen.
So kannst Du Insekten helfen

| Idee | Warum sie hilft |
|---|---|
| Viele verschiedene Blüten | Unterschiedliche Pflanzen können zu verschiedenen Jahreszeiten Nahrung anbieten. |
| Blühende Ecken stehen lassen | Weniger häufig gemähte Flächen können Insekten länger Nahrung und Schutz bieten. |
| Heimische Pflanzen nutzen | Viele heimische Insekten sind an Pflanzen ihrer Region angepasst. |
| Nistplätze erhalten | Offene Bodenstellen, Totholz oder markhaltige Stängel können für bestimmte Wildbienen wichtig sein. |
| Auf Insektengifte verzichten | Bitte Erwachsene, im Garten möglichst ohne unnötige Insektizide auszukommen. |
| Ruhig beobachten | Beobachte Bienen, ohne Nester zu stören oder Tiere anzufassen. |
Filmsprache und Medienkompetenz
Ein Naturfilm zeigt Wirklichkeit, aber jede Aufnahme ist auch eine Auswahl. Kamera, Schnitt, Musik und Erzählstimme beeinflussen, wie Du eine Szene erlebst.
Makroaufnahme
Bei einer Makroaufnahme wird etwas sehr Kleines groß gezeigt. So kannst Du Haare, Augen, Pollen oder Bewegungen einer Biene genauer erkennen.
Zeitlupe
Bienen bewegen ihre Flügel und Beine oft so schnell, dass unser Auge Einzelheiten kaum wahrnimmt. In Zeitlupe werden schnelle Bewegungen verlangsamt dargestellt.
Erzählstimme
Die Stimmen der Bienen machen aus Naturbeobachtungen eine persönliche Geschichte. Das hilft beim Mitfühlen. Gleichzeitig solltest Du fragen: Was wurde wirklich beobachtet und was erzählt der Film als mögliche Innenperspektive?
Computergenerierte Bilder
Manche Vorgänge lassen sich mit einer Kamera kaum verfolgen. Für solche Situationen wurden im Film auch computergenerierte Bilder eingesetzt. Das ist eine gute Gelegenheit, über Medienkompetenz zu sprechen: Dokumentarfilme können reale Aufnahmen, Rekonstruktionen und digitale Bilder miteinander verbinden.
Wörterkiste
| Wort | Einfache Erklärung |
|---|---|
| Bienenvolk | Viele Honigbienen, die zusammen in einem Nest leben. |
| Königin | Die Biene, die im Volk normalerweise fast alle Eier legt. |
| Arbeiterin | Eine weibliche Biene, die viele Aufgaben im Volk übernimmt. |
| Drohne | Eine männliche Honigbiene. |
| Larve | Eine junge Entwicklungsform der Biene nach dem Ei. |
| Puppe | Entwicklungsstadium zwischen Larve und erwachsener Biene. |
| Nektar | Zuckerhaltige Flüssigkeit, die Bienen an Blüten sammeln. |
| Pollen | Blütenstaub, der wichtige Nährstoffe enthält. |
| Bestäubung | Übertragung von Pollen auf den passenden Teil einer Blüte. |
| Schwänzeltanz | Tanz, mit dem Honigbienen Informationen über eine Futterquelle weitergeben. |
| Schwarm | Viele Bienen, die gemeinsam ausziehen, um ein neues Volk zu gründen. |
| Varroamilbe | Ein Parasit, der Honigbienen und ihre Brut schädigen kann. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Biene legt in einem gesunden Honigbienenvolk normalerweise fast alle Eier? (Die Königin) (!Die Drohne) (!Die Wächterin) (!Die Sammelbiene)
Welche Bienen fliegen aus und sammeln Nektar und Pollen? (Arbeiterinnen) (!Drohnen) (!Nur die Königin) (!Nur junge Larven)
Was ist Pollen? (Blütenstaub) (!Eine Bienenwabe) (!Ein Regentropfen) (!Ein Flügel)
Was geschieht bei der Bestäubung? (Pollen wird zu einer passenden Blüte übertragen) (!Honig wird zu Wachs) (!Eine Larve wird zur Königin) (!Ein Bienenstock wird gemäht)
Wozu dient der Schwänzeltanz? (Er gibt Hinweise auf Richtung und Entfernung einer Futterquelle) (!Er macht aus Pollen Honig) (!Er wärmt allein den ganzen Bienenstock) (!Er verwandelt eine Drohne in eine Arbeiterin)
Was hilft Honigbienen bei der Orientierung? (Sonne Himmelslicht Landschaftsmerkmale und Gerüche) (!Nur der Mond) (!Nur der Wind) (!Nur die Farbe des Bienenstocks)
Welche Reihenfolge beschreibt die Entwicklung einer Arbeiterin richtig? (Ei Larve Puppe erwachsene Biene) (!Larve Ei erwachsene Biene Puppe) (!Puppe erwachsene Biene Ei Larve) (!Erwachsene Biene Puppe Ei Larve)
Welche Aussage über die Bienenkönigin stimmt? (Sie legt die Eier und gibt nicht einfach allen Arbeiterinnen Befehle) (!Sie sammelt jeden Tag allein den gesamten Pollen) (!Sie baut jede Wabe ohne Hilfe) (!Sie entscheidet allein über jeden neuen Nistplatz)
Welche Idee hilft vielen Insekten? (Verschiedene Blüten und geeignete Lebensräume erhalten) (!Alle Wiesen ständig sehr kurz mähen) (!Jede Wildbiene einfangen) (!Alle Hornissen vernichten)
Was ist eine Besonderheit von Tagebuch einer Biene? (Der Film zeigt Bienen aus großer Nähe und erzählt aus ihrer Perspektive) (!Der Film handelt nur von Robotern) (!Der Film zeigt keine echten Bienen) (!Der Film spielt vollständig unter Wasser)
Memory
| Königin | legt im Volk normalerweise die Eier |
| Arbeiterin | übernimmt Pflege Bau Wache und Sammeln |
| Pollen | nährstoffreicher Blütenstaub |
| Nektar | zuckerhaltige Flüssigkeit aus Blüten |
| Schwänzeltanz | Wegweiser zu einer Futterquelle |
| Bestäubung | Übertragung von Blütenstaub |
| Wabe | Bauwerk aus Wachszellen |
| Varroamilbe | Parasit der Honigbiene |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Aufgabe oder Bedeutung |
|---|---|
| Königin | legt im Volk normalerweise die Eier |
| Ammenbiene | versorgt junge Larven |
| Sammelbiene | sucht Nektar Pollen und Wasser |
| Schwänzeltanz | übermittelt Informationen über eine Futterquelle |
| Bestäubung | hilft vielen Blütenpflanzen bei der Fortpflanzung |
| Varroamilbe | lebt als Parasit an Honigbienen und ihrer Brut |
Kreuzworträtsel
| Königin | Welche Biene legt im Volk normalerweise fast alle Eier? |
| Wabe | Wie heißt das Bauwerk aus vielen Wachszellen? |
| Nektar | Welche zuckerhaltige Flüssigkeit sammeln Bienen an Blüten? |
| Pollen | Wie heißt der Blütenstaub? |
| Bestäubung | Wie heißt die Übertragung von Pollen auf den passenden Teil einer Blüte? |
| Schwänzeltanz | Wie heißt der Tanz mit Informationen über Futterquellen? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bienen-Tagebuch: Gestalte eine Tagebuchseite aus der Sicht einer jungen Arbeiterin. Male vier Bilder zu Schlüpfen, Arbeiten im Stock, erstem Flug und Heimkehr.
- Bienenzeichnung: Zeichne eine Honigbiene groß auf ein Blatt. Markiere Kopf, Brust, Hinterleib, Fühler, Beine und Flügel.
- Blütenbeobachtung: Beobachte mit einer erwachsenen Person zehn Minuten lang eine blühende Pflanze. Zeichne, welche Insekten Du siehst, ohne sie anzufassen.
- Rollenspiel Bienenstaat: Spielt Königin, Ammenbienen, Wächterinnen, Sammelbienen und Drohnen. Jede Person erklärt ihre Rolle mit einem Satz.
Standard
- Schwänzeltanz: Verstecke im Klassenraum eine gemalte Blüte. Erfinde mit Deiner Gruppe einen Tanz, der anderen Kindern Richtung und Entfernung verrät.
- Bestäubungsmodell: Bastle zwei Papierblüten und nutze kleine Papierpunkte als Pollen. Zeige, wie ein „Insekt“ Pollen von einer Blüte zur anderen tragen kann.
- Interview Imkerei: Bereitet Fragen für eine Imkerin oder einen Imker vor. Fragt nach den Aufgaben der Arbeiterinnen, nach Varroa und danach, wie Bienen im Winter leben.
- Filmbeobachtung: Wähle eine Szene aus Tagebuch einer Biene. Beschreibe, was die Kamera zeigt, was die Erzählerstimme sagt und welche Gefühle die Musik erzeugt.
Schwer
- Insektenzählung: Vergleicht zwei Orte, zum Beispiel eine häufig gemähte Rasenfläche und eine blütenreiche Ecke. Beobachtet gleich lange und notiert, wie viele verschiedene Insektentypen Ihr erkennt.
- Schulhof für Insekten: Entwerft einen Plan für einen insektenfreundlicheren Schulhof. Berücksichtigt Blüten zu verschiedenen Jahreszeiten, Nistmöglichkeiten und weniger häufiges Mähen.
- Film und Wirklichkeit: Wählt drei Aussagen oder Szenen aus dem Film und prüft mit seriösen Quellen, was daran beobachtete Biologie und was filmische Gestaltung ist.
- Mini-Dokumentarfilm: Produziert in einer Gruppe einen kurzen Naturfilm über Bestäuber. Nutzt eigene Aufnahmen, eine sachliche Erzählstimme und kennzeichnet deutlich, wenn etwas nachgestellt oder gezeichnet ist.


Lernkontrolle
- Bienenstaat erklären: Ein Kind sagt: „Die Königin ist die Chefin und befiehlt allen anderen Bienen, was sie tun sollen.“ Erkläre, was an diesem Satz irreführend ist und wie ein Bienenvolk stattdessen zusammenarbeitet.
- Folgen einer Mahd: Eine Wiese voller Blüten wird an einem Tag vollständig gemäht. Erkläre eine mögliche Kette von Folgen für Sammelbienen, Larven und andere Insekten.
- Bestäubung übertragen: Stelle Dir einen Obstbaum mit vielen Blüten vor. Beschreibe Schritt für Schritt, wie ein Insekt zur Entstehung von Früchten beitragen kann.
- Orientierung anwenden: Eine Kundschafterin findet eine gute Futterquelle und kehrt in den dunklen Stock zurück. Erkläre, welche Informationen sie anderen Bienen vermitteln muss, damit diese die Stelle finden können.
- Filmische Perspektive beurteilen: Erkläre einen Vorteil und eine mögliche Schwierigkeit davon, dass Tagebuch einer Biene die Bienen mit menschlichen Stimmen erzählen lässt.
- Hornissen im Ökosystem: Im Film wirken Hornissen bedrohlich. Erkläre, warum ein Tier gleichzeitig für eine Biene gefährlich und trotzdem ein natürlicher Teil eines Ökosystems sein kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu Tagebuch einer Biene ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und nicht nur einzelne Wörter auswendig nennen kannst.
- Lebensweg der Honigbiene: Du kannst die Entwicklung von Ei über Larve und Puppe bis zur erwachsenen Biene erklären.
- Bienenstaat: Du kennst die Rollen von Königin, Arbeiterinnen und Drohnen und weißt, dass die Königin nicht einfach alle Entscheidungen befiehlt.
- Arbeitsteilung: Du kannst mehrere Aufgaben von Arbeiterinnen beschreiben und erklären, warum Zusammenarbeit wichtig ist.
- Nahrungssuche: Du kannst Nektar und Pollen unterscheiden und ihre Bedeutung für das Bienenvolk erklären.
- Bestäubung: Du kannst darstellen, wie Pollen übertragen wird und warum Bestäuber für viele Pflanzen bedeutsam sind.
- Tanzsprache: Du kannst erklären, dass der Schwänzeltanz Informationen über Richtung und Entfernung einer Futterquelle vermittelt.
- Orientierung: Du kannst mehrere Orientierungshilfen der Bienen nennen und miteinander in Beziehung setzen.
- Insektenschutz: Du kannst natürliche Gefahren von menschengemachten Belastungen unterscheiden und sinnvolle Schutzideen entwickeln.
- Medienkompetenz: Du kannst beschreiben, wie Makroaufnahme, Zeitlupe, Erzählstimme und computergenerierte Bilder die Wirkung des Films verändern.
Quellen und weiterführende Informationen
- Wikipedia: Tagebuch einer Biene
- Offizielle Filmwebseite
- VISION KINO: Tagebuch einer Biene
- Planet Schule: Bienen – fleißige Honigsammler und Bestäuber
- Wikipedia: Westliche Honigbiene
- Wikipedia: Tanzsprache der Bienen
- Umweltbundesamt: Pflanzenschutzmittel und Biodiversität
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