Mittelstand in Baden-Württemberg

Mittelstand in Baden-Württemberg
Einleitung
Mittelstand in Baden-Württemberg verbindet viele Bereiche, die Dir im Wirtschaftsunterricht begegnen: Unternehmen, Familienunternehmen, Duale Ausbildung, Regionale Wirtschaft, Innovation, Fachkräftesicherung und Strukturwandel. Baden-Württemberg ist stark industrialisiert, zugleich aber nicht nur von großen Konzernen geprägt. Kleine und mittlere Betriebe, Handwerksunternehmen, spezialisierte Zulieferer und Familienunternehmen bilden dichte wirtschaftliche Netzwerke in Städten und ländlichen Räumen.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums werden über 99 Prozent der Betriebe im Land dem Mittelstand zugerechnet. Sie stellen rund zwei Drittel der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze; für das Jahr 2022 nennt das Ministerium einen Umsatz von 565,7 Milliarden Euro. Solche Zahlen zeigen die Größenordnung, müssen aber sorgfältig gelesen werden: Mittelstand und KMU sind nicht exakt dasselbe.

Die Karte zeigt, dass Baden-Württemberg aus sehr unterschiedlichen Regionen besteht. Wirtschaftliche Schwerpunkte liegen nicht nur in Stuttgart, Mannheim oder Karlsruhe. Auch Orte wie Künzelsau, Waldachtal, Tuttlingen oder Ditzingen sind Standorte international tätiger Unternehmen. Genau diese Verbindung von regionaler Verwurzelung und überregionalen Märkten ist für den baden-württembergischen Mittelstand besonders interessant.
Was bedeutet Mittelstand?
Mittelstand und KMU sind nicht identisch
Im Alltag werden die Begriffe Mittelstand und KMU häufig gleich verwendet. Für eine wirtschaftliche Analyse lohnt sich jedoch die Unterscheidung.
Die europäische KMU-Abgrenzung arbeitet vor allem mit quantitativen Kriterien. Ein mittleres Unternehmen beschäftigt weniger als 250 Personen und bleibt innerhalb bestimmter Umsatz- oder Bilanzgrenzen. Bei der wissenschaftlichen Mittelstandsdefinition des IfM Bonn stehen dagegen qualitative Merkmale im Mittelpunkt. Entscheidend ist insbesondere die Verbindung von Eigentum und Leitung: Eigentümerinnen und Eigentümer beziehungsweise ihre Familien tragen einen wesentlichen Teil des unternehmerischen Risikos und wirken an der Führung mit.
Damit wird deutlich: Ein Unternehmen kann nach seiner Beschäftigtenzahl zu groß für die KMU-Kategorie sein und trotzdem Merkmale eines Familienunternehmens aufweisen. Umgekehrt kann ein kleines Unternehmen Teil eines großen Konzerns sein und deshalb nicht unabhängig sein.
Merksatz: KMU beschreibt vor allem eine Größenklasse. Mittelstand beschreibt je nach Definition zusätzlich Eigentum, Leitung, Unabhängigkeit und unternehmerische Verantwortung.

Das historische Bild der ersten Bosch-Werkstatt in Stuttgart von 1886 macht sichtbar, wie viele spätere Großunternehmen klein begonnen haben. Für die heutige Einordnung ist aber nicht die Gründungsgeschichte allein entscheidend, sondern die aktuelle Eigentums-, Leitungs- und Unternehmensstruktur.
Familienunternehmen als besondere Unternehmensform
Familienunternehmen sind für Baden-Württemberg wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsam. Typisch ist, dass eine Familie langfristig Eigentum hält, strategische Entscheidungen beeinflusst oder Führungsverantwortung übernimmt. Daraus können langfristige Planung, starke Bindung an einen Standort und eine ausgeprägte Unternehmenskultur entstehen.
Diese Eigenschaften sind jedoch keine Garantie für Erfolg. Ein Familienunternehmen muss ebenso wie jedes andere Unternehmen investieren, Fachkräfte gewinnen, Innovationen finanzieren, Konflikte lösen und auf Marktveränderungen reagieren. Eine besondere Herausforderung kann die Unternehmensnachfolge sein: Wer übernimmt Verantwortung, wenn die bisherige Generation ausscheidet?
Die Unternehmenszentrale der Würth-Gruppe in Künzelsau zeigt, dass ein Familienunternehmen sehr groß und weltweit tätig sein kann. Familienbesitz und Unternehmensgröße sind daher zwei unterschiedliche Merkmale.

Auch die fischer-Unternehmensgruppe hat ihren Hauptsitz nicht in einer Großstadt, sondern in Waldachtal im Nordschwarzwald. Solche Standorte verdeutlichen, wie Unternehmen Arbeitsplätze, Ausbildung, Steuereinnahmen, Nachfrage und Zulieferbeziehungen in einer Region prägen können.
Der virtuelle Rundgang durch den fischer-Hauptsitz kann Dir helfen, räumliche Dimensionen eines Unternehmens zu erkennen: Produktion, Verwaltung, Entwicklung, Ausbildung und Logistik sind Teile einer gemeinsamen Wertschöpfung.
Mittelstand und regionale Wirtschaft
Wirtschaftsräume statt einzelner Betriebe
Ein Unternehmen arbeitet nie völlig isoliert. Es kauft Vorleistungen, nutzt Verkehrswege und digitale Infrastruktur, beschäftigt Fachkräfte, arbeitet mit Banken, Schulen, Hochschulen und Dienstleistungsunternehmen zusammen und verkauft Produkte an Kundinnen und Kunden. Dadurch entstehen Wertschöpfungsketten.
In Baden-Württemberg haben sich unterschiedliche regionale Spezialisierungen entwickelt. Die Region Stuttgart ist unter anderem durch Fahrzeugbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, IT und viele Zulieferer geprägt. In Heilbronn-Franken finden sich zahlreiche Industrie-, Handels- und Familienunternehmen. Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb spielen unter anderem Maschinenbau, Präzisionstechnik, Medizintechnik, Handwerk und Tourismus eine Rolle. Der Rhein-Neckar-Raum verbindet Industrie, Dienstleistungen, Wissenschaft und Logistik. Am Bodensee und in Oberschwaben treffen Maschinenbau, Technologieunternehmen, Landwirtschaft und Tourismus aufeinander.

Eine Region kann Vorteile gewinnen, wenn Unternehmen, Forschung, Ausbildung und Infrastruktur eng miteinander verbunden sind. Solche räumlichen Netzwerke werden häufig als Cluster bezeichnet. Wissen kann schneller weitergegeben werden, spezialisierte Zulieferer befinden sich in erreichbarer Nähe und Beschäftigte finden mehrere mögliche Arbeitgeber derselben Branche.
Gleichzeitig entsteht eine Abhängigkeit: Wenn eine dominante Branche in eine Krise gerät, kann dies Zulieferer, Handwerk, Handel und Kommunen zugleich treffen. Regionale Spezialisierung schafft daher Chancen und Risiken.
Von der Werkstatt zum Hightech-Unternehmen
Baden-Württemberg ist bekannt für Maschinenbau und industrielle Produktion. Mittelständische und familiengeprägte Unternehmen sind häufig hoch spezialisiert. Sie fertigen zum Beispiel Werkzeuge, Sensoren, Befestigungssysteme, Maschinenkomponenten oder Software, die Endkundinnen und Endkunden kaum kennen. Solche Unternehmen werden manchmal als Hidden Champions bezeichnet, wenn sie in einem engen Marktsegment international besonders erfolgreich sind.

Die Lasermaschine von TRUMPF steht beispielhaft für die Verbindung von Maschinenbau, Digitalisierung und automatisierter Produktion. Die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens hängt heute nicht nur von einer guten Maschine ab, sondern auch von Software, Daten, Energieeffizienz, qualifizierten Beschäftigten, Service und internationalen Lieferketten.
Die Geschichte von TRUMPF zeigt, wie sich aus einer Werkstatt ein international tätiges Hightech-Unternehmen entwickeln kann. Für die wirtschaftliche Analyse ist interessant, welche Faktoren Wachstum ermöglichen: Innovation, Kapital, Fachwissen, Marktkenntnis, Exportbeziehungen und die Fähigkeit, neue Technologien in Produkte umzusetzen.
Ausbildung als Standortfaktor
Das duale System
Die Duale Ausbildung verbindet zwei Lernorte: den Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule. Im Betrieb lernst Du praktische Abläufe, Maschinen, Kundenkontakte und betriebliche Prozesse kennen. In der Berufsschule werden fachtheoretische, allgemeinbildende und wirtschaftliche Inhalte vermittelt. Prüfungen und Ausbildungsordnungen sorgen dafür, dass die erworbenen Kompetenzen über einen einzelnen Betrieb hinaus verwendbar sind.
Gerade für mittelständische Betriebe ist Ausbildung ein wichtiges Instrument der Fachkräftesicherung. Ein Unternehmen kann Nachwuchskräfte früh an betriebliche Abläufe heranführen und Kompetenzen aufbauen, die genau zu seinen Technologien und Kundengruppen passen. Für Auszubildende eröffnet die Ausbildung einen direkten Einstieg in das Berufsleben und Möglichkeiten für Weiterbildung, Meisterqualifikation, Technikerabschluss oder späteres Studium.

Das historische Foto eines Schlosserlehrlings in Freiburg zeigt, dass berufliche Ausbildung eine lange Tradition hat. Die Inhalte haben sich stark verändert: Heute gehören in vielen Berufen digitale Steuerungen, computergestützte Planung, moderne Messverfahren und vernetzte Produktion zum Alltag.
Ausbildung in aktuellen Zahlen
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamts befanden sich Ende 2025 in Baden-Württemberg rund 172.660 Menschen in einer dualen Berufsausbildung. Der Bereich Industrie und Handel stellte mit rund 101.280 Auszubildenden den größten Ausbildungsbereich. Gleichzeitig ging die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2025 gegenüber dem Vorjahr zurück.
Diese Entwicklung zeigt einen wichtigen wirtschaftlichen Zusammenhang: Ein Unternehmen braucht nicht nur Aufträge und Kapital, sondern auch Menschen mit passenden Kompetenzen. Wenn Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben oder weniger junge Menschen bestimmte Berufe wählen, kann daraus ein Fachkräftemangel entstehen. Dieser kann Wachstum, Innovation, Lieferfähigkeit und Unternehmensnachfolge erschweren.
Die Ausbildungskampagne der IHK Ulm richtet den Blick auf die Perspektive junger Menschen. Für Deine Analyse solltest Du Werbung für Ausbildung immer von neutraler Information unterscheiden: Welche Vorteile werden betont? Welche Anforderungen, Belastungen oder Alternativen werden weniger sichtbar?
Ausbildung wirkt in die Region hinein
Wenn ein mittelständischer Betrieb ausbildet, wirkt das nicht nur im Unternehmen. Auszubildende besuchen regionale Berufsschulen, nutzen Verkehrsmittel, kaufen vor Ort ein und bleiben möglicherweise nach dem Abschluss in der Region. Betriebe kooperieren mit Kammern, Schulen und Bildungszentren. Dadurch entsteht ein Netzwerk zwischen Bildung und Wirtschaft.
Ein anschauliches Beispiel ist die überbetriebliche Ausbildung im Handwerk. Kleine Betriebe können nicht jede Spezialmaschine und jedes Verfahren selbst vorhalten. Bildungszentren ergänzen deshalb die betriebliche Ausbildung durch gemeinsame Kurse. Das ermöglicht auch kleinen Unternehmen eine breite und moderne Ausbildung.
Das Ausbildungsbeispiel aus Ilshofen macht deutlich, dass Mittelstand nicht nur Industrie bedeutet. Auch Hotels, Handel, Handwerk und Dienstleistungen bilden aus und tragen zur regionalen Wirtschaft bei.
Wie der Mittelstand eine Region beeinflusst
Ein mittelständisches Unternehmen kann mehrere wirtschaftliche Wirkungen auslösen. Zahlt es Löhne, entsteht Einkommen bei Beschäftigten. Ein Teil dieses Einkommens wird in der Region ausgegeben. Kauft das Unternehmen Leistungen bei örtlichen Zulieferern, entstehen weitere Umsätze. Investiert es in Gebäude, Maschinen oder digitale Systeme, profitieren Bauunternehmen, IT-Dienstleister oder Banken. Kommunen können über Steuern und Gebühren Einnahmen erhalten.
Diese Zusammenhänge werden oft mit Multiplikatoreffekten beschrieben. Sie sind aber nicht automatisch gleich groß. Wenn Vorleistungen aus dem Ausland bezogen werden oder Beschäftigte weit entfernt wohnen und konsumieren, fließt ein Teil der Nachfrage aus der Region ab.
| Entscheidung eines Unternehmens | Mögliche regionale Wirkung | Mögliches Risiko |
|---|---|---|
| Ausbildung neuer Fachkräfte | Qualifikation und langfristige Beschäftigung | Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt |
| Einkauf bei regionalen Zulieferern | Zusätzliche regionale Wertschöpfung | Abhängigkeit von wenigen Partnern |
| Export in andere Länder | Einkommen fließt von außen in die Region | Abhängigkeit von Weltkonjunktur und Handel |
| Investition in neue Technik | Produktivität und Innovationsfähigkeit steigen | Hohe Kosten und technologisches Risiko |
| Übergabe an nächste Generation | Standort und Wissen können erhalten bleiben | Fehlende oder ungeklärte Nachfolge |
Stärken und Herausforderungen
Mittelständische Unternehmen können kurze Entscheidungswege, spezialisiertes Wissen, enge Kundenbeziehungen und langfristige Bindungen an Beschäftigte und Standorte nutzen. Familienunternehmen planen häufig in längeren Zeiträumen, weil Eigentum über Generationen erhalten werden soll. Viele Betriebe sind außerdem in Nischen aktiv, in denen besondere technische oder handwerkliche Kompetenzen wichtiger sind als Massenproduktion.
Gleichzeitig stehen sie vor großen Aufgaben. Digitalisierung verlangt Investitionen in Software, Automatisierung und Cybersicherheit. Der Übergang zu klimaverträglicher Produktion verändert Energieversorgung, Materialien und Prozesse. Der demografische Wandel erschwert teilweise die Suche nach Nachwuchs. Internationale Konflikte, Handelshemmnisse oder Lieferengpässe können exportorientierte Firmen treffen. Hinzu kommen Finanzierung, Bürokratie und die Frage, wie eine geeignete Unternehmensnachfolge organisiert wird.
Für den Wirtschaftsunterricht ist wichtig: Diese Herausforderungen hängen zusammen. Wer in Digitalisierung investiert, benötigt dafür Kapital und qualifizierte Beschäftigte. Wer neue Fachkräfte gewinnen will, muss Ausbildung, Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten attraktiv gestalten. Wer international verkauft, profitiert von großen Märkten, wird aber zugleich stärker von globalen Entwicklungen abhängig.
Wirtschaftliche Zusammenhänge als Wirkungskette
Eine mögliche Wirkungskette lautet:
Ausbildung → Fachkompetenz → Produktivität und Innovation → Wettbewerbsfähigkeit → Beschäftigung und Einkommen → regionale Nachfrage.
Diese Kette ist kein Naturgesetz. Jeder Pfeil muss begründet werden. Gute Ausbildung kann beispielsweise nur dann zu höherer Innovation beitragen, wenn ein Unternehmen neue Ideen auch aufnimmt, Investitionen finanziert und Beschäftigten Verantwortung überträgt.
Eine zweite Wirkungskette zeigt ein Risiko:
Fachkräftemangel → offene Stellen → geringere Produktionskapazität → längere Lieferzeiten → schwächere Wettbewerbsposition.
Für eine gute wirtschaftliche Analyse solltest Du deshalb nicht nur einzelne Fakten nennen, sondern Ursache, Wirkung, Gegenwirkung und mögliche Alternativen untersuchen.
Quellen und Vertiefung
- Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg: Der Mittelstand in Baden-Württemberg
- Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg: Wirtschaftsstruktur
- Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg: Berufliche Ausbildung
- Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Duale Berufsausbildung 2025
- Institut für Mittelstandsforschung Bonn: Mittelstandsdefinition
- IHK Baden-Württemberg: Ausbildung
- Wikipedia: Wirtschaft Baden-Württembergs
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welches Merkmal ist für die Mittelstandsdefinition des IfM Bonn besonders wichtig? (Einheit von Eigentum und Leitung) (!Mindestens 1000 Beschäftigte) (!Ein Börsengang) (!Ein Unternehmenssitz in einer Großstadt)
Welche Beschäftigtengrenze gehört zur europäischen Definition eines mittleren Unternehmens? (Weniger als 250 Beschäftigte) (!Weniger als 25 Beschäftigte) (!Mindestens 500 Beschäftigte) (!Genau 1000 Beschäftigte)
Welche zwei Lernorte verbindet die duale Ausbildung? (Betrieb und Berufsschule) (!Universität und Rathaus) (!Betrieb und Finanzamt) (!Berufsschule und Börse)
Warum bildet ein mittelständischer Betrieb häufig selbst aus? (Um Fachkräfte für den eigenen zukünftigen Bedarf zu entwickeln) (!Um keine Löhne mehr zahlen zu müssen) (!Um auf Kundschaft verzichten zu können) (!Um alle Aufgaben an Schulen abzugeben)
Was beschreibt eine regionale Wertschöpfungskette? (Verbundene wirtschaftliche Leistungen mehrerer Akteure in einer Region) (!Nur den Gewinn eines einzelnen Unternehmens) (!Nur die Steuerzahlung einer Gemeinde) (!Ausschließlich den Export eines Großkonzerns)
Was kann ein Familienunternehmen von einem KMU unterscheiden? (Eigentums- und Leitungsstruktur) (!Die Postleitzahl) (!Die Farbe des Firmenlogos) (!Die Länge des Firmennamens)
Welcher Vorteil kann aus einem regionalen Cluster entstehen? (Spezialisiertes Wissen und Zulieferer liegen räumlich näher beieinander) (!Jede Konkurrenz verschwindet) (!Alle Unternehmen stellen dasselbe Produkt her) (!Internationale Märkte werden bedeutungslos)
Was ist bei einem Familienunternehmen mit Unternehmensnachfolge gemeint? (Übergang von Eigentum oder Führung auf eine neue Generation oder andere Nachfolger) (!Austausch aller Produkte) (!Verlegung jeder Firma ins Ausland) (!Abschaffung der Ausbildung)
Welche Größenordnung nennt das Wirtschaftsministerium für den Anteil mittelständischer Betriebe in Baden-Württemberg? (Über 99 Prozent) (!Etwa 10 Prozent) (!Etwa 25 Prozent) (!Unter 1 Prozent)
Welche Aussage beschreibt wirtschaftlichen Strukturwandel am besten? (Branchen Technologien und Qualifikationsanforderungen verändern sich) (!Unternehmen verändern sich grundsätzlich nie) (!Ausbildung wird dadurch überflüssig) (!Regionale Wirtschaft besteht nur aus Landwirtschaft)
Memory
| Mittelstand | Einheit von Eigentum und Leitung |
| KMU | Quantitative Größenkriterien |
| Duale Ausbildung | Betrieb und Berufsschule |
| Wertschöpfungskette | Verbund wirtschaftlicher Leistungen |
| Fachkräftesicherung | Ausbildung und Weiterbildung |
| Unternehmensnachfolge | Übergang von Verantwortung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Eigentum und Leitung | Mittelstand |
| Betrieb und Berufsschule | Duale Ausbildung |
| Lieferant Produktion Kunde | Wertschöpfungskette |
| Regionales Unternehmensnetzwerk | Cluster |
| Generationenwechsel im Betrieb | Unternehmensnachfolge |
...
Kreuzworträtsel
| Mittelstand | Wie heißt die Unternehmensgruppe, bei der häufig Eigentum und Leitung verbunden sind? |
| Ausbildung | Wie heißt die berufliche Qualifizierung von Nachwuchskräften? |
| Cluster | Wie nennt man ein räumlich konzentriertes Netzwerk spezialisierter Unternehmen und Einrichtungen? |
| Nachfolge | Wie heißt der Übergang von Unternehmensverantwortung auf neue Personen? |
| Innovation | Wie heißt die wirtschaftliche Einführung neuer Produkte oder Verfahren? |
| Region | Wie nennt man einen räumlich zusammenhängenden Wirtschaftsraum? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Unternehmensporträt: Suche einen mittelständischen Betrieb in Deiner Umgebung und stelle Branche, Produkte, Standort und Ausbildungsberufe auf einer Seite dar.
- Berufsorientierung: Wähle einen Ausbildungsberuf aus einem regionalen Unternehmen und erkläre, welche Kompetenzen im Betrieb und welche in der Berufsschule erworben werden.
- Wirtschaftskarte: Markiere fünf mittelständische oder familiengeprägte Unternehmen aus Baden-Württemberg auf einer Karte und notiere ihre Branchen.
- Medienanalyse: Untersuche eines der eingebetteten Ausbildungsvideos. Notiere, welche Vorteile der Ausbildung gezeigt werden und welche Informationen fehlen.
Standard
- Wertschöpfungskette: Rekonstruiere für ein Produkt aus Baden-Württemberg eine vereinfachte Kette aus Rohstoffen, Zulieferern, Produktion, Vertrieb und Kundschaft.
- Interview: Befrage eine Ausbilderin, einen Ausbilder oder eine auszubildende Person zu Fachkräftesicherung, Berufsschule und betrieblichen Anforderungen. Werte das Gespräch schriftlich aus.
- Familienunternehmen: Vergleiche ein Familienunternehmen mit einem konzernabhängigen Unternehmen. Untersuche Eigentum, Leitung, Standortbindung und Entscheidungswege.
- Regionalanalyse: Untersuche Deine Region auf wirtschaftliche Schwerpunkte. Erstelle dazu eine Karte, ein Diagramm oder eine digitale Pinnwand mit Unternehmen, Schulen und Infrastruktur.
Schwer
- Strukturwandel: Entwickle drei Szenarien dafür, wie Digitalisierung und Klimaschutz einen mittelständischen Maschinenbaubetrieb bis 2035 verändern könnten.
- Unternehmensnachfolge: Entwirf für einen fiktiven Familienbetrieb einen Nachfolgeplan und berücksichtige Eigentum, Finanzierung, Wissenstransfer und Beschäftigte.
- Wirtschaftspolitik: Verfasse ein kurzes Positionspapier mit drei Maßnahmen, durch die das Land Baden-Württemberg mittelständische Unternehmen und berufliche Ausbildung stärken könnte. Begründe auch mögliche Nachteile.
- Planspiel: Simuliere in einer Gruppe die Entscheidung eines mittelständischen Unternehmens über einen neuen Produktionsstandort. Verteilt Rollen für Geschäftsführung, Auszubildende, Gemeinde, Bank, Zulieferer und Umweltinitiative.


Lernkontrolle
- Transfer Mittelstand und KMU: Ein Unternehmen beschäftigt 400 Personen, ist vollständig in Familienbesitz und wird von Familienmitgliedern geführt. Erkläre, warum die Einordnung als KMU und als Familienunternehmen unterschiedlich ausfallen kann.
- Regionale Wirkung: Ein Betrieb mit 180 Beschäftigten schließt in einer Kleinstadt. Analysiere mindestens vier mögliche Folgen für Beschäftigte, Handel, Kommune und Zulieferer.
- Ausbildung und Fachkräfte: Ein Maschinenbaubetrieb findet drei Jahre lang kaum Auszubildende. Entwickle eine Wirkungskette vom Ausbildungsmarkt bis zur Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs.
- Clusteranalyse: Erkläre, warum ein Unternehmen von einem regionalen Branchennetzwerk profitieren kann und warum dasselbe Netzwerk in einer Krise zum Risiko werden kann.
- Unternehmensnachfolge: Beurteile zwei Nachfolgemodelle für einen Familienbetrieb: Übergabe an ein Familienmitglied oder Verkauf an einen externen Investor. Formuliere Kriterien für Deine Bewertung.
- Standortentscheidung: Ein Betrieb kann entweder am bisherigen Standort modernisieren oder in eine andere Region umziehen. Entwickle eine Nutzwertanalyse mit wirtschaftlichen und regionalen Kriterien.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du wirtschaftliche Begriffe nicht nur auswendig kennst, sondern anwenden kannst.
- Begriffsverständnis: Du kannst Mittelstand, KMU und Familienunternehmen unterscheiden.
- Ausbildungsbezug: Du kannst erklären, wie duale Ausbildung zur Fachkräftesicherung beiträgt.
- Regionalwirtschaft: Du kannst direkte und indirekte Wirkungen eines Unternehmens auf eine Region erläutern.
- Wertschöpfung: Du kannst eine regionale Wertschöpfungskette darstellen und Abhängigkeiten erkennen.
- Analysefähigkeit: Du kannst Chancen und Risiken von Clustern, Exportorientierung und Spezialisierung abwägen.
- Transfer: Du kannst wirtschaftliche Entscheidungen zu Digitalisierung, Investitionen oder Unternehmensnachfolge begründet beurteilen.
- Medienkompetenz: Du kannst Unternehmens- und Ausbildungsvideos auf Perspektive, Aussageabsicht und fehlende Informationen untersuchen.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
NEWSLernweltNOAH fragen