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Wirtschaftsland Baden-Württemberg

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Wirtschaftsland Baden-Württemberg




Einleitung

Baden-Württemberg gehört zu den wirtschaftsstärksten und am stärksten industrialisierten Regionen Europas. Das Land verbindet große, international bekannte Unternehmen mit einem breit aufgestellten Mittelstand, spezialisierten Zulieferern, Hochschulen, Forschungsinstituten, Handwerksbetrieben und Dienstleistungsunternehmen. Besonders wichtig sind Fahrzeugbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Informationstechnik, Pharma, Medizintechnik, Optik sowie unternehmensnahe Dienstleistungen.

Für Dich ist dabei wichtig: Ein Wirtschaftsland besteht nicht nur aus Fabriken. Wirtschaft entsteht durch das Zusammenspiel von Produktion, Dienstleistungen, Forschung, Verkehr, Handel, Ausbildung, Energieversorgung und politischen Rahmenbedingungen.

Baden-Württemberg liegt im Südwesten Deutschlands. Die Nähe zu Frankreich und zur Schweiz, die Lage im europäischen Binnenmarkt sowie Verkehrswege entlang von Rhein, Neckar und wichtigen Autobahn- und Schienenachsen begünstigen wirtschaftliche Verflechtungen.

Datenstand: Die folgenden aktuellen Kennzahlen beziehen sich überwiegend auf das Jahr 2025. Das nominale Bruttoinlandsprodukt Baden-Württembergs lag 2025 nach vorläufigen Berechnungen bei rund 667,1 Milliarden Euro. Preisbereinigt sank die Wirtschaftsleistung gegenüber 2024 um 0,6 %. Rund 6,41 Millionen Menschen waren erwerbstätig. Das Verarbeitende Gewerbe erzeugte weiterhin knapp ein Drittel der gesamten Bruttowertschöpfung des Landes. Damit ist Baden-Württemberg im deutschen Vergleich besonders stark von industrieller Produktion geprägt.


Was macht Baden-Württemberg zu einem Wirtschaftsland?

Ein wichtiger Begriff ist der Standortfaktor. Standortfaktoren sind Eigenschaften eines Ortes oder einer Region, die für Unternehmen wichtig sind. Dazu gehören zum Beispiel qualifizierte Arbeitskräfte, Hochschulen, Verkehrsanbindungen, verfügbare Flächen, Energieversorgung, digitale Netze, Nähe zu Zulieferern und Absatzmärkten sowie politische und rechtliche Rahmenbedingungen.

Baden-Württemberg besitzt eine lange industrielle Tradition. Gleichzeitig ist die Wirtschaft stark forschungsorientiert. Für Forschung und Entwicklung wurden im Jahr 2023 rund 5,6 % des Bruttoinlandsprodukts aufgewendet. Damit lag Baden-Württemberg im Vergleich der EU-Regionen auf NUTS-1-Ebene an der Spitze. Forschung findet dabei nicht nur an Universitäten statt, sondern zu einem großen Teil auch in Unternehmen.

Ein weiterer Grund für die wirtschaftliche Stärke ist die enge Vernetzung. Ein Fahrzeughersteller benötigt beispielsweise Software, Maschinen, Sensoren, Metallteile, Logistik, Energie, Finanzdienstleistungen und Forschung. Deshalb sind Branchen selten voneinander isoliert.


Die wichtigsten Branchen


Fahrzeugbau und Mobilität

Baden-Württemberg ist eng mit der Geschichte und Entwicklung des Automobils verbunden. In der Region Stuttgart sitzen große Fahrzeughersteller, zahlreiche Zulieferer, Entwicklungsdienstleister und Maschinenbauunternehmen. Die Branche befindet sich jedoch in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Elektromobilität, Software, automatisiertes Fahren, neue Batterietechnologien und strengere Klimaziele verändern Produkte und Arbeitsplätze.

Für ältere Schülerinnen und Schüler ist wichtig: Der Wandel betrifft nicht nur Endprodukte. Wenn sich beispielsweise ein Antriebssystem verändert, ändern sich auch Anforderungen an Zulieferer, Werkstoffe, Maschinen, Qualifikationen und Forschung. Das ist ein Beispiel für eine veränderte Wertschöpfungskette.


Maschinenbau und Produktionstechnik

Der Maschinenbau ist eine zweite Schlüsselbranche. Baden-württembergische Unternehmen stellen unter anderem Werkzeugmaschinen, Fertigungsanlagen, Automatisierungstechnik und Spezialmaschinen her. Viele dieser Produkte werden von anderen Unternehmen benötigt, um selbst Waren herzustellen. Maschinen sind deshalb typische Investitionsgüter.

Gerade in kleineren Städten und ländlichen Räumen gibt es viele spezialisierte Mittelständler. Manche davon sind in einer engen Marktnische international führend und werden häufig als Hidden Champions bezeichnet.


Elektrotechnik, Optik und Präzisionstechnik

Elektrotechnik, Sensorik, Messgeräte und optische Systeme sind für Digitalisierung, Industrieproduktion, Medizin und Forschung wichtig. In Ostwürttemberg ist beispielsweise Oberkochen ein bedeutender Standort der Optik- und Präzisionstechnik.

Solche Branchen zeigen, warum Wissen ein Standortfaktor ist: Hochpräzise Produkte benötigen Forschung, spezialisierte Fachkräfte, hochwertige Maschinen und enge Kooperationen zwischen Unternehmen und Wissenschaft.


Software, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Mit SAP in Walldorf befindet sich eines der international bedeutenden Softwareunternehmen in Baden-Württemberg. Gleichzeitig gibt es in Karlsruhe, Stuttgart, Heidelberg, Mannheim und anderen Hochschulstandorten zahlreiche IT-Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen.

Künstliche Intelligenz, Cloud-Systeme und Datenanalyse verändern traditionelle Branchen. Ein Maschinenbauunternehmen verkauft heute beispielsweise nicht nur eine Maschine, sondern kann zusätzlich digitale Wartung, Sensorüberwachung und Software anbieten.


Forschung, Hochschulen und Technologietransfer

Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die Duale Hochschule Baden-Württemberg, Fraunhofer-Institute und andere Forschungseinrichtungen sind Teil des Wirtschaftsraums. Das Karlsruher Institut für Technologie steht beispielhaft für die Verbindung von Forschung, Ingenieurwissenschaften und technologischer Anwendung.

Wenn Wissen aus Forschung in neue Produkte, Verfahren oder Unternehmensgründungen übergeht, spricht man von Technologietransfer. Für ein innovationsorientiertes Land ist dieser Übergang besonders wichtig.


Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik

Gesundheitswirtschaft, Pharma, Biotechnologie und Medizintechnik bilden weitere bedeutende Felder. Besonders bekannt ist der Raum Tuttlingen für die Herstellung medizinischer Instrumente und Geräte. Auch die Universitätsregionen Heidelberg, Tübingen und Freiburg sind eng mit medizinischer und biowissenschaftlicher Forschung verbunden.

Medizintechnik zeigt typisch die Verbindung von Handwerkstradition, Präzisionsfertigung, Forschung und internationalem Handel.


Umwelttechnik, Energie und nachhaltige Produktion

Die Transformation zu einer klimaverträglicheren Wirtschaft schafft neue Märkte für Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Speichertechnik, Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonende Produktion. Freiburg ist beispielsweise für Forschung und Projekte im Bereich Solarenergie bekannt.

Auch auf landwirtschaftlichen Flächen werden neue Nutzungskonzepte erprobt, etwa die Verbindung von Landwirtschaft und Photovoltaik.


Landwirtschaft, Weinbau, Tourismus und Dienstleistungen

Industrie prägt das Land stark, aber sie ist nicht die gesamte Wirtschaft. Landwirtschaft, Weinbau, Einzelhandel, Banken, Versicherungen, Logistik, Gesundheitswesen, Bildung, Gastronomie und Tourismus tragen ebenfalls zur Wertschöpfung und Beschäftigung bei.

Touristisch bedeutend sind unter anderem Schwarzwald, Bodensee, Schwäbische Alb, Kurorte und historische Städte. Diese Bereiche zeigen, dass Landschaft, Kultur und Lebensqualität ebenfalls wirtschaftliche Bedeutung haben können.


Wirtschaftsregionen im Land

Wirtschaftliche Schwerpunkte sind räumlich ungleich verteilt. Unternehmen siedeln sich häufig dort an, wo bereits Zulieferer, Fachkräfte, Forschung oder passende Infrastruktur vorhanden sind. So entstehen Cluster.


Region Stuttgart

Die Region Stuttgart ist besonders durch Fahrzeugbau, Maschinenbau, Elektrotechnik, Engineering und industrienahe Dienstleistungen geprägt. Große Konzerne, zahlreiche Zulieferer und Forschungseinrichtungen bilden ein dichtes Netzwerk. Der aktuelle Umbau der Automobilwirtschaft macht die Region zugleich besonders abhängig vom Erfolg der Transformation.


Rhein-Neckar

Mannheim, Heidelberg und Walldorf gehören zu einem grenzüberschreitend verflochtenen Wirtschaftsraum. Wichtige Bereiche sind Industrie, Maschinenbau, Pharma, Life Sciences, Software, Handel und Dienstleistungen. Die Region ist außerdem eng mit Rheinland-Pfalz und Hessen verbunden.


Karlsruhe und Mittlerer Oberrhein

Karlsruhe verbindet IT, Software, Energietechnik, Forschung und Ingenieurwissenschaften. Die Nähe zum Rhein und zu Frankreich unterstützt internationale Verkehrs- und Handelsbeziehungen. Hochschulen und Forschungseinrichtungen stärken die Entwicklung neuer Technologien.


Heilbronn-Franken

Heilbronn-Franken ist durch viele mittelständische Industrieunternehmen, Handel, Logistik, Fahrzeugtechnik und Maschinenbau geprägt. Unternehmen wie Würth in Künzelsau oder große Handelsunternehmen im Raum Neckarsulm zeigen, dass wirtschaftliche Stärke nicht nur in den größten Städten entsteht.


Ostwürttemberg und Schwarzwald-Baar-Heuberg

Ostwürttemberg besitzt Schwerpunkte in Optik, Präzisionstechnik und Maschinenbau. Im Raum Schwarzwald-Baar-Heuberg und besonders um Tuttlingen ist die Medizintechnik stark vertreten. Solche Räume sind gute Beispiele für spezialisierte Industriecluster außerhalb großer Metropolen.


Bodensee-Oberschwaben und Donau-Iller

Im Südosten spielen Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Antriebssysteme, Luftfahrt- und Technologiebereiche sowie Logistik eine wichtige Rolle. Friedrichshafen ist eng mit der Geschichte von Zeppelinbau und Antriebstechnik verbunden.

Die Region Donau-Iller überschreitet die Landesgrenze nach Bayern. Das zeigt: Wirtschaftsregionen müssen nicht mit politischen Grenzen übereinstimmen.


Südlicher Oberrhein und Freiburg

Freiburg und der Südliche Oberrhein verbinden Dienstleistungen, Wissenschaft, Gesundheit, Tourismus, Umwelttechnik und grenzüberschreitende Beziehungen zu Frankreich und zur Schweiz. Die Lage im Oberrheingraben erleichtert Verkehr und wirtschaftlichen Austausch.


Internationale Verflechtungen

Baden-Württembergs Wirtschaft ist stark in den Welthandel eingebunden. 2025 exportierten Unternehmen Waren im Wert von rund 241,4 Milliarden Euro. Die Warenimporte lagen bei etwa 218,5 Milliarden Euro. Diese Zahlen zeigen, wie stark Produktion und Nachfrage über Landes- und Staatsgrenzen hinweg miteinander verbunden sind.

Die wichtigsten Exportgüter waren 2025 Kraftwagen und Kraftwagenteile mit rund 50,5 Milliarden Euro, Maschinen mit rund 45,9 Milliarden Euro sowie pharmazeutische Erzeugnisse mit rund 26,8 Milliarden Euro.

Das wichtigste einzelne Zielland baden-württembergischer Waren waren 2025 die USA mit einem Exportwert von rund 30,4 Milliarden Euro. Auf Rang zwei lag die Schweiz mit rund 24,6 Milliarden Euro. Danach folgten Frankreich und die Niederlande. China lag auf Rang fünf; dorthin wurden Waren im Wert von rund 13,4 Milliarden Euro geliefert.

Für Unternehmen bedeutet Internationalisierung mehr als Export. Rohstoffe, Vorprodukte, Bauteile, Software und Dienstleistungen können aus verschiedenen Ländern stammen. Ein Produkt kann daher mehrere Grenzen überschreiten, bevor es fertig ist. Diese räumlich aufgeteilte Produktion nennt man eine internationale Wertschöpfungskette.


Warum der EU-Binnenmarkt wichtig ist

Der EU-Binnenmarkt erleichtert den Handel zwischen Mitgliedstaaten, weil viele rechtliche und technische Regeln vereinheitlicht sind und innerhalb des Binnenmarktes grundsätzlich keine Zölle auf Waren erhoben werden. Für ein exportorientiertes Land in der Mitte Europas ist das besonders wichtig.

Auch die Schweiz ist trotz ihrer Nichtmitgliedschaft in der EU ein bedeutender Handelspartner. Die Grenzräume am Hochrhein und Oberrhein zeigen, wie eng Arbeitsmärkte, Verkehr und Unternehmen über Staatsgrenzen hinweg verflochten sein können.


Chancen und Risiken der Globalisierung

Internationale Verflechtung vergrößert Absatzmärkte und ermöglicht Spezialisierung. Gleichzeitig entstehen Abhängigkeiten. Handelskonflikte, Zölle, Kriege, unterbrochene Transportwege, Rohstoffknappheit oder Wechselkursschwankungen können Unternehmen direkt treffen.

Für Baden-Württemberg ist dieses Spannungsfeld besonders sichtbar: Die starke Exportorientierung kann in guten Zeiten Wachstum ermöglichen, macht Unternehmen aber empfindlich gegenüber Schwächen der Weltwirtschaft.


Strukturwandel und aktuelle Herausforderungen

Die baden-württembergische Wirtschaft befindet sich in einer Phase starken Wandels. 2025 sank das reale Bruttoinlandsprodukt des Landes um 0,6 %. Im Verarbeitenden Gewerbe ging die reale Wirtschaftsleistung um 2,6 % zurück, während die Dienstleistungsbereiche leicht zulegten. Diese Entwicklung macht deutlich, dass wirtschaftliche Stärke nicht automatisch dauerhaft gesichert ist.

Besonders wichtig sind folgende Zusammenhänge: Die Automobilindustrie muss den Übergang zu neuen Antrieben und softwarebestimmten Fahrzeugen bewältigen. Energiepreise und Klimaschutz erhöhen den Druck zu effizienterer Produktion. Der demografische Wandel verschärft in vielen Berufen den Fachkräftebedarf. Digitalisierung und KI verändern Tätigkeiten und Geschäftsmodelle. Gleichzeitig müssen Unternehmen ihre Lieferketten widerstandsfähiger gegen internationale Krisen machen.

Der Strukturwandel ist deshalb weder nur Krise noch nur Chance. Manche Tätigkeiten verlieren an Bedeutung, andere entstehen neu. Entscheidend ist, ob Unternehmen, Beschäftigte, Schulen, Hochschulen und Politik rechtzeitig auf neue Anforderungen reagieren.


Ein Wirtschaftsraum als Netzwerk

Du kannst Baden-Württemberg als wirtschaftliches Netzwerk betrachten. Eine Hochschule bildet Fachkräfte aus und betreibt Forschung. Ein Start-up entwickelt daraus eine neue Technologie. Ein Maschinenbauer baut Produktionsanlagen. Ein Zulieferer stellt Präzisionsteile her. Ein Logistikunternehmen transportiert sie. Banken finanzieren Investitionen. Handwerksbetriebe warten Gebäude und Anlagen. Exportfirmen erschließen internationale Märkte.

So entsteht Wertschöpfung nicht an einem einzigen Ort, sondern durch viele miteinander verbundene Akteure.

Für die Oberstufe ist zusätzlich wichtig: Eine Region ist wirtschaftlich besonders widerstandsfähig, wenn sie einerseits spezialisiert genug ist, um besondere Kompetenzen aufzubauen, andererseits aber nicht vollständig von einer einzelnen Branche abhängt. Dieses Spannungsfeld zwischen Spezialisierung und Diversifizierung ist zentral für die Bewertung von Wirtschaftsregionen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt einen Standortfaktor am besten? (Eine Eigenschaft eines Ortes, die für wirtschaftliche Entscheidungen wichtig ist) (!Ein einzelnes Produkt eines Unternehmens) (!Eine Steuer, die nur beim Export anfällt) (!Eine Grenze zwischen zwei Landkreisen)




Welche Branche gehört zu den besonders wichtigen Industriebranchen Baden-Württembergs? (Maschinenbau) (!Hochseefischerei) (!Diamantenbergbau) (!Tropenholzgewinnung)




Was bedeutet Export? (Verkauf von Waren oder Dienstleistungen ins Ausland) (!Kauf von Waren ausschließlich im Inland) (!Stilllegung eines Produktionsstandorts) (!Ausbildung neuer Beschäftigter)




Welches Land war 2025 das wichtigste einzelne Zielland baden-württembergischer Warenexporte? (USA) (!Brasilien) (!Indien) (!Australien)




Was ist ein wirtschaftlicher Cluster? (Eine räumliche Konzentration miteinander vernetzter Unternehmen und Einrichtungen) (!Eine zufällige Ansammlung von Wohnhäusern) (!Eine Steuer auf industrielle Produktion) (!Ein Zusammenschluss aller Bundesländer)




Welche Region ist besonders mit Fahrzeugbau und Maschinenbau verbunden? (Region Stuttgart) (!Nordsee) (!Mecklenburgische Seenplatte) (!Ruhrmündung in den Niederlanden)




Wofür ist der Raum Tuttlingen besonders bekannt? (Medizintechnik) (!Schiffbau für Hochseefrachter) (!Braunkohletagebau) (!Baumwollplantagen)




Warum ist Forschung für Baden-Württemberg wirtschaftlich wichtig? (Sie unterstützt Innovationen und neue Produkte) (!Sie ersetzt den gesamten Außenhandel) (!Sie verhindert jeden Strukturwandel) (!Sie macht Infrastruktur überflüssig)




Was ist eine internationale Wertschöpfungskette? (Eine Produktion, deren einzelne Stufen auf mehrere Länder verteilt sein können) (!Eine Liste aller Steuersätze eines Staates) (!Ein Verzeichnis von Schulabschlüssen) (!Eine Rangfolge deutscher Bundesländer nach Fläche)




Welche Aussage beschreibt ein Risiko starker internationaler Verflechtung? (Lieferketten können durch internationale Krisen gestört werden) (!Unternehmen benötigen keine Absatzmärkte mehr) (!Alle Güter werden automatisch billiger) (!Standortfaktoren verlieren jede Bedeutung)





Memory

Export Verkauf an ausländische Märkte
Import Bezug von Gütern aus dem Ausland
Cluster Räumliches Netzwerk spezialisierter Akteure
Mittelstand Kleine und mittlere Unternehmen sowie mittelständisch geprägte Firmen
Standortfaktor Merkmal eines Wirtschaftsstandorts
Wertschöpfungskette Abfolge wirtschaftlicher Produktionsstufen
Innovation Umsetzung neuer Ideen in nutzbare Lösungen
Transformation Grundlegender wirtschaftlicher Wandel





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Region Stuttgart Fahrzeugbau und Maschinenbau
Rhein-Neckar Software, Pharma und Industrie
Karlsruhe Informationstechnik und Forschung
Tuttlingen Medizintechnik
Ostwürttemberg Optik und Präzisionstechnik
Bodensee-Oberschwaben Antriebstechnik und Maschinenbau
Freiburg Umwelttechnik und Wissenschaft






Kreuzworträtsel

Maschinenbau Welche Industriebranche stellt viele Produktionsanlagen und Werkzeugmaschinen her?
Stuttgart Welche Region ist besonders stark vom Fahrzeugbau geprägt?
Walldorf In welcher Stadt hat SAP seinen Hauptsitz?
Tuttlingen Welche Stadt gilt als bedeutender Standort der Medizintechnik?
Export Wie nennt man den Verkauf von Waren ins Ausland?
Forschung Was bildet eine wichtige Grundlage für Innovation?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Baden-Württemberg besitzt einen besonders hohen Anteil industrieller Wertschöpfung und ist deshalb ein bedeutendes

in Deutschland.
Ein wichtiges Maß für die gesamte Wirtschaftsleistung ist das

.
Die räumliche Konzentration miteinander verbundener Unternehmen und Forschungseinrichtungen wird als

bezeichnet.
Der Verkauf von Waren ins Ausland heißt

.
Der Bezug von Waren aus anderen Staaten heißt

.
Eine Eigenschaft eines Ortes, die für Unternehmen wichtig ist, nennt man

.
Die Region Stuttgart ist besonders stark mit dem

verbunden.
Tuttlingen ist für die Branche der

bekannt.
Die Aufteilung verschiedener Produktionsstufen auf mehrere Länder bildet eine internationale

.
Der grundlegende Wandel von Technologien, Produkten und Beschäftigung wird als

bezeichnet.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Standortfaktoren-Check: Untersuche Deinen Wohnort und finde fünf Merkmale, die für Unternehmen günstig oder ungünstig sein könnten. Halte Deine Ergebnisse auf einem Plakat oder einer digitalen Karte fest.
  2. Branchen-Safari: Suche in Deiner Umgebung Beispiele aus Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Fotografiere oder beschreibe sie und ordne sie Wirtschaftsbereichen zu.
  3. Produktreise: Wähle ein Alltagsprodukt und zeichne eine mögliche Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Verkauf.
  4. Exportdetektiv: Suche fünf Produkte oder Marken aus Baden-Württemberg, die international verkauft werden, und markiere mögliche Absatzländer auf einer Weltkarte.


Standard

  1. Clusterkarte: Erstelle eine Karte Baden-Württembergs mit mindestens sechs Wirtschaftsregionen und ihren Branchenschwerpunkten.
  2. Unternehmensporträt: Untersuche ein Unternehmen aus Baden-Württemberg hinsichtlich Standort, Produkte, Beschäftigung, Forschung und internationalen Märkten.
  3. Transformationsinterview: Befrage eine Person aus einem Betrieb, einer Kammer oder einer Gewerkschaft dazu, wie Digitalisierung, Klimaschutz oder Fachkräftemangel die Arbeit verändern.
  4. Handelsdaten erklären: Stelle aktuelle Exportdaten Baden-Württembergs in einem Diagramm dar und erläutere, warum einzelne Zielländer oder Warengruppen besonders wichtig sind.


Schwer

  1. Lieferketten-Simulation: Entwickle für ein fiktives Unternehmen eine internationale Lieferkette und simuliere, was bei einem Ausfall eines wichtigen Zulieferlandes passiert.
  2. Standortvergleich: Vergleiche Baden-Württemberg mit einer anderen europäischen Wirtschaftsregion anhand selbst gewählter Standortfaktoren und begründe ein Gesamturteil.
  3. Transformationskonzept: Entwickle für eine stark vom Fahrzeugbau abhängige Region ein Konzept, wie neue Arbeitsplätze und Branchen entstehen könnten.
  4. Wirtschaftsdebatte: Produziere eine Podcast- oder Videodebatte zur Frage, ob eine starke Exportorientierung für Baden-Württemberg eher Stärke oder Risiko ist.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Standortentscheidung: Ein internationales Unternehmen sucht einen Standort für ein Forschungs- und Produktionszentrum. Begründe, welche Standortfaktoren Baden-Württemberg attraktiv machen und welche dagegen sprechen könnten.
  2. Automobilregion im Wandel: Erkläre, wie der Wechsel vom Verbrennungsantrieb zu elektrischen und softwarebasierten Fahrzeugen mehrere Branchen gleichzeitig verändern kann.
  3. Störung einer Lieferkette: Ein wichtiger Elektronikbaustein aus dem Ausland fällt für mehrere Monate aus. Analysiere mögliche Folgen für Hersteller, Zulieferer, Beschäftigte und Kunden im Land.
  4. Clusterwirkung: Beurteile, warum die räumliche Nähe von Forschung, Fachkräften, Zulieferern und Unternehmen Innovation beschleunigen kann, aber auch Abhängigkeiten erzeugt.
  5. Exportabhängigkeit: Erkläre, warum ein Rückgang der Nachfrage in einem großen Absatzmarkt Auswirkungen auf Beschäftigung und Investitionen in Baden-Württemberg haben kann.
  6. Ungleiche Räume: Vergleiche eine große Wirtschaftsregion mit einem ländlich geprägten Industrieraum und leite ab, warum beide wirtschaftlich erfolgreich sein können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. die Bedeutung von Bruttoinlandsprodukt, Industrie, Dienstleistungen und Forschung für die Wirtschaftsstruktur erklären kannst,
  2. wichtige Branchen Baden-Württembergs kennst und ihre Vernetzung beschreiben kannst,
  3. mehrere Wirtschaftsregionen räumlich zuordnen und typische Schwerpunkte nennen kannst,
  4. Export, Import, Cluster, Standortfaktor und Wertschöpfungskette sicher anwenden kannst,
  5. internationale Verflechtungen anhand konkreter Beispiele erklären kannst,
  6. Chancen und Risiken einer starken Exportorientierung abwägen kannst,
  7. aktuelle Herausforderungen wie Digitalisierung, Dekarbonisierung, Fachkräftemangel und Lieferkettenrisiken miteinander in Beziehung setzen kannst,
  8. wirtschaftliche Daten aus Karten, Tabellen oder Diagrammen interpretieren und zu einem begründeten Urteil nutzen kannst.




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