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Das Stauferland - Baden-Württemberg

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Das Stauferland - Baden-Württemberg



Einleitung

Das Stauferland liegt im östlichen Baden-Württemberg zwischen dem Nordrand der Schwäbischen Alb, dem Filstal und dem Remstal. Der Name erinnert an die Staufer, eine der bedeutendsten Herrscherfamilien des Mittelalters. Rund um den Berg Hohenstaufen, das Kloster Lorch, das Wäscherschloss, die Stadt Schwäbisch Gmünd und den Hohenrechberg kannst Du Geschichte direkt an historischen Orten untersuchen.

Wichtig ist: Das Stauferland war kein mittelalterlicher Staat mit festen Grenzen. Der Begriff wird heute für eine Kulturlandschaft verwendet, in der besonders viele Orte an die Staufer und ihre Zeit erinnern. Für den Geschichtsunterricht ist die Region deshalb spannend: Ruinen, Kirchen, Klöster, Burgen, Landschaften und moderne Denkmäler zeigen, wie Geschichte über viele Jahrhunderte erhalten, verändert und neu gedeutet wird.

Die drei markanten Berge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen werden heute oft als Dreikaiserberge bezeichnet. Sie helfen bei der Orientierung in der Landschaft. Zwischen ihnen und dem Remstal liegen wichtige Lernorte der Staufergeschichte.


Wer waren die Staufer?

Die Staufer waren ein schwäbisches Adelsgeschlecht. Ein wichtiger Schritt ihres Aufstiegs geschah 1079: Friedrich I. aus der Familie wurde Herzog von Schwaben. Er ließ auf dem Hohenstaufen eine Burg errichten. Um 1102 gründeten Friedrich I. und seine Familie das Benediktinerkloster Lorch, das als Hauskloster und Grablege der Familie diente.

Achtung bei den Namen: Herzog Friedrich I. von Schwaben ist nicht dieselbe Person wie der spätere Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Barbarossa lebte im 12. Jahrhundert, wurde 1152 zum römisch-deutschen König gewählt und 1155 zum Kaiser gekrönt. Unter ihm und weiteren Staufern reichte die Bedeutung der Dynastie weit über Schwaben hinaus.

Zu den bekannten Staufern gehören Konrad III., Friedrich I. Barbarossa, Heinrich VI. und Friedrich II.. Ihre Herrschaft gehörte zum Heiligen Römischen Reich. Dieses Reich war kein moderner Nationalstaat. Herrschaft beruhte unter anderem auf persönlichen Bindungen, Besitz, Rechten, Burgen, Städten, Klöstern und der Unterstützung von Fürsten, Bischöfen und Dienstleuten.


Warum gerade Burgen, Klöster und Städte?

Im Mittelalter gab es für Könige und Kaiser keine Hauptstadt im heutigen Sinn, von der aus sie ständig regierten. Herrscher reisten durch ihr Reich und hielten sich an verschiedenen Orten auf. Deshalb waren Burgen, Pfalzen, Klöster und Städte wichtige Stützpunkte.

Eine Burg konnte Schutz bieten, Herrschaft sichtbar machen und Verkehrswege oder Besitz sichern. Ein Kloster war ein religiöser Ort, konnte aber zugleich Grablege, Bildungsort, Grundherr und politischer Partner sein. Städte waren Zentren von Handel, Handwerk und Verwaltung. Im Stauferland liegen solche Orte dicht beieinander. Dadurch lässt sich gut erkennen, dass mittelalterliche Herrschaft aus einem Netz von Orten und Beziehungen bestand.


Historische Orte im Stauferland


Hohenstaufen – Stammburg und Namensgeber

Der Hohenstaufen ist ein 684 Meter hoher Berg bei Göppingen. Auf seinem Gipfel liegen die Reste der Burg Hohenstaufen. Die Burg wurde im späten 11. Jahrhundert zum Stammsitz der Familie. Der Berg und die Burg wurden später zum Namensgeber der Dynastie.

Heute siehst Du dort nur noch Mauerreste. Das ist selbst eine wichtige historische Information: Eine Ruine zeigt nicht einfach, wie eine Burg „früher aussah“. Sie zeigt, was nach Zerstörung, Abbruch, Wiederverwendung von Steinen, Ausgrabung und Sicherung übrig geblieben ist. Im Bauernkrieg wurde die Burg 1525 von Aufständischen erobert und zerstört. Später diente die Ruine lange als Steinbruch.

Auf dem Berg steht heute auch eine Stauferstele. Sie stammt nicht aus dem Mittelalter. Sie ist ein modernes Erinnerungszeichen. Das macht sie für den Unterricht besonders interessant: Du kannst unterscheiden zwischen einem Überrest aus der Vergangenheit und einem später errichteten Denkmal über die Vergangenheit.


Wäscherschloss – Burg der staufischen Dienstleute

Das Wäscherschloss bei Wäschenbeuren liegt nur wenige Kilometer vom Hohenstaufen entfernt. Es wird gern als „Wiege der Staufer“ bezeichnet. Diese Bezeichnung solltest Du aber nicht wörtlich nehmen. Die heute sichtbare Burganlage gehört in wesentlichen Teilen in das 13. Jahrhundert. 1271 wird in einer Urkunde ein Ritter namens Konrad der Wascher genannt.

Die Burg steht in engem Zusammenhang mit dem Umfeld der Staufer und ihrer Dienstleute. Solche Dienstleute werden in der Geschichtswissenschaft häufig als Ministeriale bezeichnet. Sie übernahmen militärische und verwaltende Aufgaben und konnten selbst zu einflussreichen Familien werden. Rund um den Hohenstaufen entstanden mehrere Burgen solcher staufischen Dienstleute.

Die Bezeichnung „Wiege der Staufer“ ist ein gutes Beispiel für Geschichtsbilder: Ein einprägsamer Name kann Interesse wecken, ersetzt aber keine genaue Prüfung von Bauzeit, Urkunden und archäologischen Befunden.


Kloster Lorch – Hauskloster, Grablege und Erinnerungsort

Das Kloster Lorch wurde um 1102 von der staufischen Familie gegründet. Es war ein Benediktinerkloster und sollte zugleich als Grablege der Familie dienen. Damit verband sich Religion mit der Erinnerung an Herkunft und Rang der Stifterfamilie.

In der Klosterkirche befindet sich eine Staufer-Tumba. Sie ist jedoch nicht gleichzeitig mit den frühesten Staufern entstanden, sondern wurde 1475 angelegt. Das ist für die Quellenkritik wichtig: Auch ein altes Grabmal kann deutlich jünger sein als die Personen, an die es erinnert.

Im Kapitelsaal befindet sich außerdem das Staufer-Rundbild des Künstlers Hans Kloss. Es entstand von 1998 bis 2002 und stellt auf einer großen Leinwand Szenen aus der Geschichte der Staufer dar. Das Rundbild ist keine mittelalterliche Quelle, sondern eine moderne künstlerische Darstellung. Du kannst daran untersuchen, wie Menschen viele Jahrhunderte später das Mittelalter sichtbar machen.


Schwäbisch Gmünd – Stadtgeschichte aus der Stauferzeit

Schwäbisch Gmünd gilt als älteste Stauferstadt. 1162 wird die Stadt erstmals urkundlich erwähnt; zu dieser Zeit besaß sie bereits Stadtrecht. Besonders auffällig ist die Johanniskirche, eine spätromanische Pfeilerbasilika, die im 13. Jahrhundert entstand.

An der Johanniskirche kannst Du Merkmale der Romanik untersuchen, zum Beispiel Rundbögen und massive Mauerformen. Gleichzeitig ist die Stadt ein Beispiel dafür, dass Staufergeschichte nicht nur auf Burgen stattfand. Handel, Handwerk, Kirchen, Märkte und städtische Rechte gehörten ebenfalls zur mittelalterlichen Lebenswelt.


Hohenrechberg – Dienstmannenburg und spätere Adelsgeschichte

Die Burg Hohenrechberg entstand vermutlich im 13. Jahrhundert als staufische Dienstmannenburg und wurde zum Stammsitz der Herren von Rechberg. Sie zeigt, wie sich adelige Herrschaft im Umfeld der Staufer weiterentwickelte. Nach vielen Umbauten wurde die Burg 1865 durch einen Brand schwer zerstört und blieb als Ruine erhalten.

Vom Hohenrechberg aus lässt sich die Landschaft mit Hohenstaufen und Stuifen gut überblicken. So wird sichtbar, warum Berge und Höhenburgen für Orientierung, Repräsentation und Kontrolle wichtig sein konnten.


Eine Lernroute zwischen Alb und Remstal

Eine mögliche historische Erkundung verbindet mehrere Orte. Die Route muss nicht an einem einzigen Tag vollständig besucht werden. Für Schulklassen ist es oft sinnvoller, zwei oder drei Lernorte auszuwählen und dort genauer zu arbeiten.

Lernort Leitfrage Was kannst Du untersuchen?
Hohenstaufen Wie wird aus einer Ruine ein Erinnerungsort? Mauerreste, Lage der Burg, Aussicht, Stauferstele
Wäscherschloss Was verrät eine Burg über Dienstleute und Herrschaft? Bauform, Hof, Mauern, Überlieferung um Konrad den Wascher
Kloster Lorch Wie verbinden sich Religion, Familie und Erinnerung? Klosterkirche, Grablege, Tumba, Rundbild
Schwäbisch Gmünd Wie zeigt sich die Stauferzeit in einer Stadt? Johanniskirche, Stadtstruktur, Markt, romanische Bauformen
Hohenrechberg Wie entwickelten sich adelige Burgen nach der Stauferzeit weiter? Ruine, Bauphasen, Lage in der Landschaft

Vor einer Exkursion sollten Öffnungszeiten, Zugänglichkeit, Führungsangebote und Regeln vor Ort aktuell geprüft werden.


Historische Spurensuche: So arbeitest Du wie eine Historikerin oder ein Historiker

Beim Besuch eines historischen Ortes reicht es nicht, nur zu fotografieren. Stelle Fragen an das, was Du siehst. Achte auf Unterschiede zwischen Originalsubstanz, späteren Umbauten, Rekonstruktionen und modernen Informationstafeln.

  1. Sachquelle: Beschreibe Mauerwerk, Steine, Fenster, Tore oder Grabmäler möglichst genau, bevor Du sie deutest.
  2. Schriftquelle: Prüfe, aus welcher Zeit eine Urkunde, Inschrift oder Chronik stammt und wer sie verfasst hat.
  3. Bildquelle: Frage, wann ein Bild entstand und ob es das Mittelalter direkt zeigt oder später rekonstruiert.
  4. Denkmal: Untersuche, welche Botschaft eine moderne Stele, Ausstellung oder Gedenktafel über die Vergangenheit vermittelt.
  5. Quellenkritik: Vergleiche mehrere Hinweise miteinander. Eine Sage oder ein Werbename kann spannend sein, ist aber nicht automatisch ein historischer Beweis.


Zeitleiste

Zeit Ereignis Bedeutung für das Stauferland
1079 Friedrich I. wird Herzog von Schwaben. Der politische Aufstieg der Familie wird deutlich.
spätes 11. Jahrhundert Die Burg auf dem Hohenstaufen wird errichtet. Der Berg wird zum Stammsitz und später zum Namensgeber.
um 1102 Kloster Lorch wird gegründet. Hauskloster und Grablege verbinden Religion und Familienerinnerung.
1138 Konrad III. wird römisch-deutscher König. Die Staufer steigen zur Königsdynastie auf.
1152 / 1155 Friedrich Barbarossa wird König und später Kaiser. Die Staufer prägen die Reichspolitik weit über Schwaben hinaus.
1162 Schwäbisch Gmünd wird erstmals urkundlich erwähnt. Die städtische Entwicklung der Region wird greifbar.
13. Jahrhundert Johanniskirche, Wäscherschloss und Hohenrechberg zeigen stauferzeitliche Bau- und Herrschaftsformen. Stadt, Kirche und Burgen ergänzen einander als historische Lernorte.
1268 Mit dem Tod Konradins endet die Stauferherrschaft als Dynastie. Andere Herrschaftsträger gewinnen in Südwestdeutschland an Bedeutung.
1525 Die Burg Hohenstaufen wird im Bauernkrieg zerstört; auch Kloster Lorch wird stark beschädigt. Die Orte verändern sich und bekommen neue historische Schichten.
20. und 21. Jahrhundert Stauferstelen, Ausstellungen und das Staufer-Rundbild entstehen. Erinnerungskultur deutet die Stauferzeit neu.


Was macht das Stauferland für Geschichte besonders?

Im Stauferland kannst Du lernen, dass Geschichte nicht nur aus Jahreszahlen besteht. Ein Ort kann mehrere Zeitschichten gleichzeitig enthalten. Auf dem Hohenstaufen findest Du mittelalterliche Mauerreste und eine moderne Stele. Im Kloster Lorch stehen ein mittelalterliches Kloster, eine spätmittelalterliche Tumba und ein modernes Rundbild nebeneinander. In Schwäbisch Gmünd ist die Johanniskirche selbst ein Bauwerk der Stauferzeit, während heutige Erklärungen und Denkmäler die Vergangenheit aus moderner Sicht vermitteln.

So wird ein Grundprinzip der Geschichtswissenschaft deutlich: Vergangenheit ist das, was geschehen ist. Geschichte ist unsere auf Quellen gestützte Deutung dieser Vergangenheit. Je genauer Du Quellen, Bauwerke und spätere Erinnerungsformen unterscheidest, desto besser kannst Du historische Aussagen prüfen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet der Name Stauferland heute am besten? (Eine Kulturlandschaft mit vielen Orten der Staufergeschichte) (!Einen mittelalterlichen Staat mit festen Grenzen) (!Eine einzelne Burganlage) (!Ein ehemaliges Königreich im Remstal)




Welche Bedeutung hatte der Hohenstaufen für die Staufer? (Er war der Stammsitz der Familie) (!Er war der Sitz des Papstes) (!Er war ein römisches Legionslager) (!Er war die Hauptstadt Württembergs)




Welche Funktion hatte Kloster Lorch für die Staufer? (Es war Hauskloster und Grablege der Familie) (!Es war eine königliche Münzprägestätte) (!Es war ein Hafen am Rhein) (!Es war eine römische Festung)




Warum ist die Bezeichnung Wiege der Staufer für das Wäscherschloss kritisch zu prüfen? (Weil der einprägsame Name nicht automatisch ein historischer Beweis ist) (!Weil die Burg außerhalb Europas liegt) (!Weil es dort niemals mittelalterliche Mauern gab) (!Weil das Gebäude erst im zwanzigsten Jahrhundert errichtet wurde)




Welches Bauwerk in Schwäbisch Gmünd ist ein wichtiges Zeugnis der Stauferzeit? (Die Johanniskirche) (!Das Brandenburger Tor) (!Der Kölner Dom) (!Das Ulmer Rathaus)




Was waren Ministeriale im Umfeld mittelalterlicher Herrscher? (Dienstleute mit militärischen und verwaltenden Aufgaben) (!Ausschließlich wandernde Händler) (!Nur Mönche eines Benediktinerklosters) (!Gewählte Bürgermeister moderner Städte)




Was geschah 1525 mit der Burg Hohenstaufen? (Sie wurde im Bauernkrieg erobert und zerstört) (!Sie wurde erstmals erbaut) (!Sie wurde zum römischen Kastell) (!Sie wurde nach Italien versetzt)




Warum ist das Staufer-Rundbild keine mittelalterliche Quelle? (Es entstand erst um die Jahrtausendwende) (!Es besteht ausschließlich aus Schrift) (!Es wurde von Friedrich Barbarossa gemalt) (!Es lag jahrhundertelang unter einer Burgruine)




Welche Frage gehört zur historischen Quellenkritik? (Wann entstand die Quelle und wer stellte sie her) (!Welche Antwort klingt am spannendsten) (!Welche Sage ist am bekanntesten) (!Welche Burg hat den schönsten Ausblick)




Welcher Staufer wurde unter dem Beinamen Barbarossa bekannt? (Friedrich I.) (!Konradin) (!Heinrich der Löwe) (!Karl der Große)





Memory

Hohenstaufen Stammburg der Staufer
Kloster Lorch Hauskloster und Grablege
Wäscherschloss Burg im Umfeld staufischer Dienstleute
Johanniskirche Spätromanisches Bauwerk in Schwäbisch Gmünd
Ministeriale Dienstleute mit Herrschaftsaufgaben
Staufer-Rundbild Moderne Darstellung der Dynastiegeschichte





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Historische Bedeutung
Stammburg Hohenstaufen
Grablege Kloster Lorch
Dienstmannenburg Hohenrechberg
Stadtzeugnis Johanniskirche
Erinnerungskunst Staufer-Rundbild




...


Kreuzworträtsel

Hohenstaufen Wie heißt der Berg mit der Stammburg der Staufer?
Lorch In welchem Ort liegt das staufische Hauskloster?
Wäscherschloss Welche Burg wird häufig als Wiege der Staufer bezeichnet?
Johanniskirche Welche Kirche ist ein wichtiges stauferzeitliches Bauwerk in Schwäbisch Gmünd?
Ministeriale Wie nennt man mittelalterliche Dienstleute mit militärischen und verwaltenden Aufgaben?
Barbarossa Welcher Beiname gehört zu Kaiser Friedrich I.?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Stauferland erinnert an die Herrscherfamilie der

. Der Berg Hohenstaufen trug die

der Familie. Das Kloster Lorch wurde um 1102 als Hauskloster und

gegründet. Das Wäscherschloss steht in engem Zusammenhang mit staufischen

. Die Johanniskirche in Schwäbisch Gmünd ist ein Bauwerk der

. Im Bauernkrieg wurde die Burg Hohenstaufen 1525

. Das Staufer-Rundbild in Lorch ist eine

Darstellung der Dynastiegeschichte. Bei einer Exkursion untersuchst Du Bauwerke auch als historische

. Eine Stauferstele ist ein Beispiel für heutige

. Historische Aussagen sollten durch sorgfältige

geprüft werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fotodokumentation: Suche an einem Stauferort fünf sichtbare Spuren verschiedener Zeiten und beschrifte Deine Fotos mit kurzen Beobachtungen.
  2. Burgen-Skizze: Zeichne die Lage einer Burg im Gelände und markiere, welche Vorteile die Höhe für Schutz, Sicht und Repräsentation bieten konnte.
  3. Begriffskarte: Gestalte eine kleine Begriffskarte zu Hohenstaufen, Kloster Lorch, Wäscherschloss und Schwäbisch Gmünd.
  4. Zeitstrahl: Erstelle einen bebilderten Zeitstrahl von 1079 bis zur modernen Erinnerungskultur und kennzeichne Mittelalter, Frühe Neuzeit und Gegenwart.


Standard

  1. Quellenvergleich: Vergleiche ein Foto einer Ruine mit einer modernen Rekonstruktionszeichnung und notiere, was sicher erkennbar und was ergänzt ist.
  2. Audioführung: Produziere eine zwei- bis dreiminütige Audioführung zu einem Lernort und erkläre dabei mindestens eine Quelle und eine offene Frage.
  3. Interview: Befrage eine Museumsführerin, einen Heimatforscher oder eine andere fachkundige Person dazu, wie Staufergeschichte heute vermittelt wird.
  4. Stadtspaziergang: Entwickle für Schwäbisch Gmünd einen kurzen Rundgang mit drei Stationen, Leitfragen und Aufgaben für eine Schulklasse.


Schwer

  1. Mythencheck: Untersuche die Aussage „Wäscherschloss – Wiege der Staufer“ und trenne belegbare Informationen, Vermutungen und spätere Deutungen.
  2. Erinnerungskultur: Vergleiche Stauferstele und Staufer-Rundbild und analysiere, welches Bild der Dynastie beide Formen der Erinnerung vermitteln.
  3. Exkursionskonzept: Plane einen halben oder ganzen Projekttag zwischen Alb und Remstal mit Lernzielen, Stationen, Quellenaufgaben und einer Ergebnissicherung.
  4. Historischer Film: Produziere ein kurzes Video mit dem Titel „Ein Ort – mehrere Zeiten“ und zeige an einem Beispiel, wie mittelalterliche, frühneuzeitliche und moderne Spuren zusammenwirken.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Herrschaftsnetz: Erkläre anhand von Hohenstaufen, Kloster Lorch und Schwäbisch Gmünd, warum mittelalterliche Herrschaft als Netz von Orten und Beziehungen verstanden werden kann.
  2. Quellenkritik am Wäscherschloss: Beurteile die Aussage „Hier begann die Geschichte der Staufer“ und formuliere, welche Belege Du für eine sichere Antwort benötigen würdest.
  3. Ruine als Quelle: Zeige am Beispiel Hohenstaufen, warum eine heutige Ruine nicht direkt mit dem Zustand einer Burg im 12. Jahrhundert gleichgesetzt werden darf.
  4. Kloster und Erinnerung: Vergleiche Klosteranlage, Tumba und Rundbild in Lorch und ordne sie unterschiedlichen Entstehungszeiten und Aussageabsichten zu.
  5. Stadt und Burg: Vergleiche die Johanniskirche in Schwäbisch Gmünd mit einer Burganlage und erkläre, welche unterschiedlichen Bereiche mittelalterlicher Gesellschaft sichtbar werden.
  6. Transfer: Wähle einen historischen Ort in Deiner eigenen Region und entwickle drei Fragen, mit denen Du Originalsubstanz, spätere Veränderungen und moderne Erinnerung unterscheiden kannst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Namen und Daten kennst, sondern historische Orte als Quellen untersuchen und miteinander verbinden kannst.

  1. Du kannst die wichtigsten Lernorte Hohenstaufen, Wäscherschloss, Kloster Lorch, Schwäbisch Gmünd und Hohenrechberg räumlich und historisch einordnen.
  2. Du kannst erklären, warum Burgen, Klöster und Städte für mittelalterliche Herrschaft wichtig waren.
  3. Du kannst den Unterschied zwischen einem mittelalterlichen Überrest, einem späteren Umbau und moderner Erinnerungskultur beschreiben.
  4. Du kannst einfache Quellenkritik anwenden und zwischen Beobachtung, Beleg, Vermutung und Legende unterscheiden.
  5. Du kannst die Staufergeschichte mit dem Heiligen Römischen Reich und ausgewählten Herrschern wie Friedrich Barbarossa verbinden.
  6. Du kannst Ergebnisse einer historischen Erkundung verständlich in Text, Bild, Karte, Audio oder Präsentation darstellen.




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