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Diskriminierung erkennen - AES

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Diskriminierung erkennen - AES




Diskriminierung erkennen - AES

Zielgruppe: Schule, Fach AES – Alltagskultur, Ernährung und Soziales

Worum geht es? Diskriminierung kann im Schulalltag, beim Einkaufen, im Praktikum, in sozialen Medien, in der Freizeit oder bei Dienstleistungen vorkommen. In diesem aiMOOC lernst Du, Diskriminierung zu erkennen, Situationen genauer zu prüfen und Möglichkeiten für respektvolles Handeln zu entwickeln.


Einleitung

Menschen sind verschieden. Sie unterscheiden sich zum Beispiel in ihren Erfahrungen, Interessen, Sprachen, Lebensweisen, Religionen, körperlichen Voraussetzungen, Geschlechtern, ihrem Alter oder ihrer sexuellen Identität. Diese Vielfalt gehört zum Alltag.

Problematisch wird es, wenn Menschen wegen tatsächlicher oder zugeschriebener Merkmale benachteiligt, ausgeschlossen oder herabgewürdigt werden. Dann kann Diskriminierung vorliegen.

Im Fach AES ist das Thema besonders wichtig. AES beschäftigt sich mit Alltag, Konsum, Zusammenleben, Gesundheit, Arbeit, Lebensgestaltung und gesellschaftlicher Teilhabe. Wer Diskriminierung erkennt, kann Entscheidungen im Alltag bewusster treffen und zu einem respektvollen Zusammenleben beitragen.


Was bedeutet Diskriminierung?

Diskriminierung bedeutet vereinfacht: Eine Person oder Gruppe wird benachteiligt oder abgewertet, weil ihr ein bestimmtes Merkmal zugeschrieben wird.

Dabei ist wichtig: Nicht jede unterschiedliche Behandlung ist automatisch Diskriminierung. Manchmal gibt es einen sachlichen Grund für Unterschiede. Deshalb sollte eine Situation genau geprüft werden.

Beispiel: Eine Person mit Rollstuhl kann einen Raum nicht erreichen, weil nur eine Treppe vorhanden ist. Die Treppe beleidigt niemanden direkt. Trotzdem entsteht eine Barriere, die Teilhabe erschwert. Diskriminierung kann also auch durch Regeln, Abläufe oder bauliche Bedingungen entstehen.


Stereotyp, Vorurteil und Diskriminierung unterscheiden

Die Begriffe gehören zusammen, bedeuten aber nicht dasselbe.

Begriff Einfache Erklärung Beispiel
Stereotyp Ein vereinfachtes Bild über eine Gruppe. „Jungen interessieren sich immer für Technik.“
Vorurteil Eine Bewertung, bevor man eine Person wirklich kennt. „Sie ist bestimmt nicht belastbar.“
Diskriminierung Eine Benachteiligung oder Herabwürdigung, die mit einem tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmal zusammenhängt. Eine geeignete Person wird wegen ihres Alters nicht zum Bewerbungsgespräch eingeladen.

Stereotype und Vorurteile können Diskriminierung begünstigen. Sie führen aber nicht automatisch zu einer diskriminierenden Handlung.


Bewusste und unbewusste Vorannahmen

Menschen treffen viele schnelle Einschätzungen. Dabei können unbewusste Vorannahmen, sogenannte unbewusste Verzerrungen, eine Rolle spielen.

Ein Beispiel: Zwei Personen zeigen dieselbe Leistung. Trotzdem wird einer Person eher zugetraut, eine Gruppe zu führen, weil sie einem verbreiteten Bild von „Führung“ entspricht.

Solche Denkmuster kann man nicht einfach mit einem Schalter ausschalten. Man kann sie aber prüfen:

  1. Perspektivwechsel: Würde ich dieselbe Situation bei einer anderen Person gleich bewerten?
  2. Kriterien: Welche sachlichen Gründe sprechen wirklich für meine Entscheidung?
  3. Reflexion: Arbeite ich gerade mit einer Vermutung statt mit Informationen?
  4. Feedback: Können andere Personen meine Einschätzung überprüfen?


Formen von Diskriminierung

Diskriminierung kann unterschiedlich auftreten.

Form Erkennungsmerkmal Beispiel aus dem Alltag
Unmittelbare Benachteiligung Eine Person wird direkt ungünstiger behandelt. Eine geeignete Bewerberin wird wegen ihres Geschlechts abgelehnt.
Mittelbare Benachteiligung Eine scheinbar neutrale Regel benachteiligt bestimmte Menschen besonders. Eine wichtige Information wird nur in einer Form angeboten, die für manche Menschen nicht zugänglich ist.
Belästigung Unerwünschtes Verhalten verletzt die Würde einer Person und schafft ein einschüchterndes oder abwertendes Umfeld. Wiederholte abwertende Kommentare über die Herkunft einer Person.
Strukturelle Diskriminierung Regeln, Gewohnheiten oder Strukturen führen dauerhaft zu ungleichen Chancen. Gebäude, Angebote oder Abläufe sind regelmäßig nicht barrierefrei.
Mehrfachdiskriminierung Mehrere Merkmale wirken bei einer Benachteiligung zusammen. Eine Person erlebt Nachteile, die gleichzeitig mit Geschlecht und Behinderung zusammenhängen.

Nicht jede unangenehme Situation lässt sich eindeutig einer Form zuordnen. Entscheidend ist, genau hinzusehen und nicht vorschnell zu urteilen.


Diskriminierung erkennen: Der 5-Fragen-Check

Mit fünf Fragen kannst Du eine Alltagssituation untersuchen:

  1. Situation prüfen: Wer wird wie behandelt?
  2. Merkmal prüfen: Hängt die Behandlung mit einem tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmal zusammen?
  3. Folge prüfen: Entsteht ein Nachteil, Ausschluss, eine Barriere oder Herabwürdigung?
  4. Vergleich prüfen: Würden andere Personen in einer vergleichbaren Situation anders behandelt?
  5. Begründung prüfen: Gibt es einen sachlichen und angemessenen Grund für die unterschiedliche Behandlung?

Der Check liefert nicht immer sofort eine eindeutige Antwort. Er hilft Dir aber, Beobachtungen von Vermutungen zu trennen.


Diskriminierung oder Konflikt?

Ein Streit ist nicht automatisch Diskriminierung.

Konflikt: Zwei Personen streiten zum Beispiel über eine Aufgabe, eine Regel oder ein Verhalten.

Diskriminierung: Eine Benachteiligung hängt mit einem tatsächlichen oder zugeschriebenen persönlichen oder gruppenbezogenen Merkmal zusammen.

Mobbing: Eine Person wird über längere Zeit wiederholt angegriffen, ausgegrenzt oder herabgesetzt. Mobbing kann zusätzlich diskriminierend sein, wenn sich die Angriffe zum Beispiel auf Herkunft, Religion, Geschlecht oder Behinderung beziehen.


Wo kann Diskriminierung im AES-Alltag vorkommen?


Haushalt und Familie

Aufgaben in Familie und Haushalt können durch Rollenbilder beeinflusst werden. Problematisch wird es, wenn Menschen Fähigkeiten abgesprochen oder Pflichten ausschließlich wegen ihres Geschlechts zugeschrieben werden.

Beispiel: „Du bist ein Junge, deshalb musst Du dich nicht um Wäsche kümmern.“ Eine solche Aussage arbeitet mit einem Geschlechterstereotyp. Im AES-Unterricht kannst Du prüfen, wie Hausarbeit fair und nach Fähigkeiten, Zeit und Absprachen verteilt werden kann.


Ernährung und Esskultur

Essen ist Teil von Kultur, Alltag und Identität. Menschen essen unterschiedlich – etwa aufgrund von Geschmack, Traditionen, Religion, Gesundheit oder ethischen Entscheidungen.

Es ist sinnvoll, Unterschiede zu besprechen. Abwertend wäre es dagegen, Menschen wegen ihrer Esskultur lächerlich zu machen oder sie pauschal als „komisch“ oder „falsch“ darzustellen.

Im AES-Unterricht kannst Du fragen: Sind Verpflegungsangebote so gestaltet, dass unterschiedliche Bedürfnisse möglichst mitgedacht werden? Werden Informationen über Allergene oder Zutaten verständlich angeboten? Werden kulturelle Essgewohnheiten respektvoll behandelt?


Konsum und Dienstleistungen

Diskriminierung kann bei sogenannten Alltagsgeschäften vorkommen, zum Beispiel beim Einkaufen, bei Freizeitangeboten, Versicherungen, Verträgen oder beim Zugang zu Dienstleistungen.

Ein mögliches Warnsignal ist, wenn vergleichbare Kundinnen und Kunden ohne nachvollziehbaren Grund unterschiedlich behandelt werden.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes nennt zum Beispiel Benachteiligungen beim Zugang zu Diskotheken, bei der Wohnungssuche oder bei Dienstleistungen als mögliche Fälle.


Mode, Körperbilder und Werbung

Werbung und soziale Medien vermitteln Vorstellungen davon, wie Menschen angeblich aussehen oder leben sollten. Solche Bilder können Stereotype verstärken.

Nicht jede Kritik an Aussehen oder Mode ist rechtlich Diskriminierung. Trotzdem können Bodyshaming, abwertende Kommentare und starre Schönheitsnormen Menschen verletzen und soziale Ausgrenzung fördern.

Im AES-Unterricht lohnt sich deshalb die Frage: Welche Körper, Lebensformen und Rollen werden sichtbar – und welche fehlen?


Praktikum, Ausbildung und Beruf

Bei Bewerbungen und im Arbeitsleben sollten Fähigkeiten, Anforderungen und nachvollziehbare Kriterien im Mittelpunkt stehen.

Problematische Aussagen wären zum Beispiel:

„Für diese Aufgabe nehmen wir lieber einen Mann.“

„Für diese Ausbildung bist Du zu alt.“

„Mit diesem Namen passt Du nicht zu unserer Kundschaft.“

Solche Aussagen können auf Benachteiligungen wegen geschützter Merkmale hinweisen.


Schule und Freizeit

Auch in Schule und Freizeit können Menschen ausgegrenzt oder herabgesetzt werden.

Beispiele sind rassistische Beleidigungen, sexistische Kommentare, abwertende Aussagen über Religion, das Lächerlichmachen einer Behinderung oder die Ausgrenzung wegen einer sexuellen Identität.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ist nicht für alle schulischen Situationen die zentrale Rechtsgrundlage. Für öffentliche Schulen gelten insbesondere auch Grundrechte sowie das jeweilige Schul- und Landesrecht. Unabhängig davon sollte die Schule ein sicherer Ort sein, an dem Diskriminierung ernst genommen wird.


Digitale Medien

Diskriminierung kann sich online schnell verbreiten. Abwertende Kommentare, Bilder oder Memes können viele Menschen erreichen und lange sichtbar bleiben.

Achte besonders auf:

  1. Pauschalisierung: Eine ganze Gruppe wird mit einer Eigenschaft beschrieben.
  2. Abwertung: Menschen werden als weniger wert dargestellt.
  3. Ausgrenzung: Bestimmte Menschen sollen nicht dazugehören.
  4. Stereotype: Rollenbilder werden ständig wiederholt.
  5. Algorithmen: Auch automatisierte Systeme können bestehende Verzerrungen übernehmen, wenn Daten oder Regeln einseitig sind.

Teile diskriminierende Inhalte nicht weiter, auch nicht „nur als Witz“. Durch das Teilen wird ihre Reichweite vergrößert.


Beispiele prüfen

Situation Mögliche Einordnung Warum?
Eine Schülerin bekommt wegen fehlender Hausaufgaben eine schlechtere Bewertung. Nicht automatisch Diskriminierung. Entscheidend ist, ob dieselben sachlichen Kriterien für alle gelten.
Ein Betrieb lehnt eine Person ausdrücklich wegen ihrer Herkunft ab. Hinweis auf Diskriminierung. Die Entscheidung knüpft direkt an die Herkunft an.
Ein Raum für eine Pflichtveranstaltung ist nur über Treppen erreichbar. Mögliche mittelbare oder strukturelle Benachteiligung. Eine Barriere kann Menschen mit bestimmten Behinderungen von Teilhabe ausschließen.
Zwei Jugendliche streiten darüber, wer zuerst ein Gerät benutzen darf. Zunächst ein Konflikt. Ein Zusammenhang mit einem Diskriminierungsmerkmal ist nicht erkennbar.
Eine Person wird immer wieder wegen ihrer Religion verspottet. Diskriminierende Belästigung möglich. Die Herabwürdigung knüpft an die Religion an.


Warum ist Gleichbehandlung nicht immer Gleichmacherei?

Gleichbehandlung bedeutet nicht, dass alle Menschen in jeder Situation exakt dasselbe bekommen müssen.

Manchmal brauchen Menschen unterschiedliche Unterstützung, damit sie tatsächlich teilnehmen können.

Beispiel: Eine Rampe behandelt nicht alle Menschen „gleich“, denn nicht jede Person benötigt sie. Sie kann aber eine Barriere abbauen und dadurch Teilhabe ermöglichen.

Das Ziel ist deshalb nicht Gleichmacherei, sondern möglichst faire und zugängliche Bedingungen.


Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist ein wichtiges deutsches Gesetz zum Schutz vor Benachteiligung.

Es soll Benachteiligungen aus bestimmten Gründen verhindern oder beseitigen. Dazu gehören nach dem Gesetz insbesondere rassistische Gründe beziehungsweise ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexuelle Identität.

Das AGG gilt vor allem im Arbeitsleben und in bestimmten Bereichen des Zivilrechts, zum Beispiel bei vielen Alltagsgeschäften. Es bedeutet nicht, dass jede unterschiedliche Behandlung automatisch verboten ist. Das Gesetz kennt auch sachlich begründete Ausnahmen.

Für eine genaue rechtliche Bewertung eines konkreten Falls sind Beratungsstellen oder fachkundige Personen wichtig.


Was kannst Du tun, wenn Du Diskriminierung beobachtest?

Du musst eine schwierige Situation nicht allein lösen. Je nach Situation helfen unterschiedliche Schritte.

  1. Wahrnehmen: Nimm abwertendes oder ausgrenzendes Verhalten ernst.
  2. Unterstützen: Frage die betroffene Person, was sie braucht.
  3. Grenzen setzen: Wenn es sicher ist, kannst Du ruhig widersprechen.
  4. Dokumentieren: Notiere Ort, Zeit, Beteiligte und möglichst genau, was passiert ist.
  5. Beweise sichern: Speichere gegebenenfalls Nachrichten, E-Mails oder Screenshots und beachte dabei Datenschutz und Persönlichkeitsrechte.
  6. Zeugen: Frage Personen, die die Situation beobachtet haben.
  7. Hilfe holen: Sprich mit Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Vertrauenspersonen, Beratungsstellen oder anderen zuständigen Stellen.

Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. In bedrohlichen Situationen ist es sinnvoll, Hilfe zu holen.


Was kannst Du tun, wenn Du selbst betroffen bist?

Du entscheidest selbst, wie Du mit einer Situation umgehen möchtest. Mögliche Schritte sind:

  1. Vertrauensperson: Sprich mit einer Person, der Du vertraust.
  2. Dokumentation: Halte fest, was passiert ist.
  3. Schule: Nutze Ansprechpersonen wie Klassenleitung, Vertrauenslehrkraft oder Schulsozialarbeit.
  4. Beratung: Beratungsstellen können helfen, die Situation einzuordnen.
  5. Beschwerde: In manchen Bereichen bestehen formelle Beschwerdemöglichkeiten.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bietet Informationen und Beratung zu Diskriminierung an.


Wie kannst Du Diskriminierung vorbeugen?

Ein respektvolles Umfeld entsteht nicht nur dadurch, dass Menschen auf Vorfälle reagieren. Wichtig ist auch Prävention.

Hilfreich sind klare Regeln, nachvollziehbare Kriterien, barrierearme Angebote, unterschiedliche Perspektiven, respektvolle Sprache und die Bereitschaft, eigene Vorannahmen zu prüfen.


Vielfalt und Inklusion

Inklusion bedeutet, dass Menschen von Anfang an selbstverständlich dazugehören und teilnehmen können. Dafür müssen Hindernisse erkannt und abgebaut werden.

Vielfalt allein verhindert noch keine Diskriminierung. Entscheidend ist, ob Menschen tatsächlich respektiert werden, Zugang haben, mitentscheiden können und faire Chancen erhalten.


Merksätze

  1. Diskriminierung: Benachteiligung oder Herabwürdigung kann mit tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmalen zusammenhängen.
  2. Vorurteil: Eine vorschnelle Bewertung ist nicht dasselbe wie eine diskriminierende Handlung, kann sie aber begünstigen.
  3. Barrierefreiheit: Auch Regeln, Räume und technische Systeme können Teilhabe erschweren.
  4. Zivilcourage: Unterstützen ist wichtig, ohne sich selbst unnötig in Gefahr zu bringen.
  5. AES: Alltag, Konsum, Zusammenleben und Arbeitswelt bieten viele Situationen, in denen faire Teilhabe gestaltet werden kann.


Verlässliche Informationen und Vertiefung

  1. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Diskriminierungsformen
  2. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Diskriminierung an Schulen
  3. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
  4. Bildungsplan Baden-Württemberg: AES
  5. Wikipedia: Diskriminierung


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein wichtiges Kennzeichen von Diskriminierung? (Eine Person wird wegen eines tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmals benachteiligt oder herabgewürdigt) (!Zwei Menschen haben unterschiedliche Hobbys) (!Eine Regel gilt für alle und führt zu keinerlei Nachteil) (!Zwei Personen sind unterschiedlicher Meinung)




Was ist ein Stereotyp? (Ein vereinfachtes Bild über eine Gruppe) (!Eine gerichtliche Entscheidung) (!Eine körperliche Barriere) (!Eine Beschwerdestelle)




Was beschreibt ein Vorurteil am besten? (Eine Bewertung, bevor ausreichende Informationen über eine Person vorliegen) (!Eine sachlich begründete Sicherheitsregel) (!Eine barrierefreie Gestaltung) (!Eine schriftliche Dokumentation)




Was kann auf eine unmittelbare Benachteiligung hinweisen? (Eine Person wird direkt wegen eines Merkmals schlechter behandelt) (!Eine Person erhält Hilfe nach einem Unfall) (!Eine Gruppe plant gemeinsam ein Klassenfest) (!Eine Information wird für alle verständlich erklärt)




Was ist eine mittelbare Benachteiligung? (Eine scheinbar neutrale Regel benachteiligt bestimmte Menschen besonders) (!Eine Person beleidigt eine andere einmal wegen eines verlorenen Spiels) (!Alle erhalten dieselbe verständliche Information) (!Eine Rampe erleichtert den Zugang zu einem Gebäude)




Was ist beim Erkennen von Diskriminierung sinnvoll? (Die Situation, das mögliche Merkmal, die Folge und die Begründung prüfen) (!Sofort jede unterschiedliche Behandlung Diskriminierung nennen) (!Nur auf die Absicht einer Person achten) (!Ausschließlich danach entscheiden, ob jemand laut gesprochen hat)




Was solltest Du bei einem beobachteten diskriminierenden Vorfall tun? (Die betroffene Person unterstützen und bei Bedarf Hilfe holen) (!Den Vorfall aus Spaß weiterverbreiten) (!Beweise absichtlich löschen) (!Die betroffene Person zum Schweigen auffordern)




Was bedeutet Inklusion? (Menschen sollen selbstverständlich teilhaben können und Barrieren werden abgebaut) (!Alle Menschen müssen dieselben Interessen haben) (!Unterschiede zwischen Menschen werden verboten) (!Nur besonders leistungsstarke Menschen dürfen teilnehmen)




In welchem Bereich ist das AGG besonders wichtig? (Im Arbeitsleben und bei bestimmten Alltagsgeschäften) (!Nur bei Hausaufgaben) (!Nur bei Sportregeln) (!Ausschließlich bei Wahlen)




Wann kann Mobbing zusätzlich diskriminierend sein? (Wenn die wiederholten Angriffe an ein persönliches oder gruppenbezogenes Merkmal anknüpfen) (!Wenn zwei Freunde einmal über einen Film streiten) (!Wenn jemand eine Aufgabe vergessen hat) (!Wenn zwei Mannschaften gegeneinander spielen)





Memory

Diskriminierung Benachteiligung wegen eines zugeschriebenen Merkmals
Stereotyp Vereinfachtes Bild über eine Gruppe
Vorurteil Vorschnelle Bewertung
Barriere Hindernis für Teilhabe
Zivilcourage Unterstützend und verantwortungsvoll handeln
Inklusion Selbstverständliche Teilhabe
AGG Gesetzlicher Schutz vor Benachteiligung in bestimmten Bereichen
Mehrfachdiskriminierung Zusammenwirken mehrerer Benachteiligungsmerkmale





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Unmittelbare Benachteiligung Direkte Schlechterbehandlung wegen eines Merkmals
Mittelbare Benachteiligung Scheinbar neutrale Regel mit benachteiligender Wirkung
Stereotyp Vereinfachte Vorstellung über eine Gruppe
Vorurteil Ungeprüfte oder vorschnelle Bewertung
Zivilcourage Unterstützendes Handeln gegen Herabwürdigung
Inklusion Barrieren abbauen und Teilhabe ermöglichen




...


Kreuzworträtsel

Respekt Welche Haltung zeigt, dass Du die Würde anderer Menschen achtest?
Vielfalt Wie nennt man das Nebeneinander unterschiedlicher Lebensweisen und Eigenschaften?
Teilhabe Wie heißt die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben mitzumachen?
Vorurteil Wie nennt man eine vorschnelle Bewertung ohne ausreichende Prüfung?
Barriere Wie heißt ein Hindernis, das Zugang oder Mitwirkung erschwert?
Inklusion Wie heißt das Prinzip, bei dem Menschen selbstverständlich dazugehören und teilnehmen können?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Benachteiligung wegen eines tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmals kann

sein.
Ein vereinfachtes Bild über eine Gruppe nennt man

.
Eine vorschnelle Bewertung ohne ausreichende Prüfung nennt man

.
Eine scheinbar neutrale Regel kann zu einer

Benachteiligung führen.
Ein Hindernis, das Menschen von Teilnahme ausschließt, nennt man

.
Die selbstverständliche Teilnahme möglichst aller Menschen wird als

bezeichnet.
Das deutsche Gesetz zum Schutz vor Benachteiligung in bestimmten Lebensbereichen wird mit

abgekürzt.
Bei einem Vorfall können Aussagen von

für die Dokumentation hilfreich sein.
Wer andere unterstützt und respektvoll gegen Ausgrenzung handelt, zeigt

.
Im Fach AES wird untersucht, wie verantwortungsbewusstes Handeln den

beeinflusst.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Diskriminierungs-Check: Beobachte drei erfundene Alltagssituationen und notiere jeweils, ob Du eher einen Konflikt, ein Vorurteil oder eine mögliche Diskriminierung erkennst. Begründe Deine Entscheidung.
  2. Werbung untersuchen: Suche eine Werbeanzeige und beschreibe, welche Menschen dargestellt werden und welche möglicherweise fehlen.
  3. Barrieren finden: Untersuche einen Bereich Deiner Schule auf mögliche bauliche, sprachliche oder digitale Barrieren und dokumentiere Deine Beobachtungen.
  4. Respektvolle Sprache: Formuliere fünf abwertende oder pauschalisierende Beispielsätze so um, dass sie sachlich und respektvoll werden.


Standard

  1. Rollenspiel Diskriminierung: Entwickelt in einer Kleingruppe eine kurze Szene aus Schule, Einkauf oder Praktikum. Zeigt zuerst die problematische Situation und anschließend eine mögliche faire Reaktion.
  2. Esskultur und Respekt: Erstellt ein Poster über unterschiedliche Gründe für Ernährungsweisen und zeigt, wie man darüber sprechen kann, ohne Menschen abzuwerten.
  3. Praktikumsanzeige prüfen: Entwerft eine fiktive Stellenanzeige mit problematischen Formulierungen und überarbeitet sie anschließend nach sachlichen und fairen Kriterien.
  4. Medienanalyse: Analysiere Kommentare unter einem öffentlichen Beitrag auf Stereotype, Pauschalisierungen und respektvolle Gegenrede. Verwende keine persönlichen Daten.


Schwer

  1. Schulcheck Teilhabe: Entwickelt Kriterien für eine diskriminierungssensible Schule und überprüft einen ausgewählten Bereich wie Mensa, Informationswege oder Veranstaltungen.
  2. Interview Zivilcourage: Führt ein Interview mit einer geeigneten Fachperson, zum Beispiel aus Schulsozialarbeit, Jugendvertretung oder Beratung. Fragt nach Möglichkeiten, Betroffene zu unterstützen.
  3. Projekt Antidiskriminierung: Plant eine kleine schulische Aktion gegen Ausgrenzung, zum Beispiel eine Ausstellung, einen Aktionstag oder eine Informationskampagne. Begründet Zielgruppe, Botschaft und Methode.
  4. Fallanalyse AES: Entwickle einen komplexen Fall aus Konsum, Ernährung, Familie oder Arbeitswelt, in dem verschiedene Interessen aufeinandertreffen. Prüfe mögliche Diskriminierung, sachliche Gründe und Handlungsoptionen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallvergleich: Zwei Jugendliche bewerben sich für dasselbe Praktikum. Eine Person wird wegen ihrer Leistungen abgelehnt, die andere ausdrücklich wegen ihrer Herkunft. Erkläre, warum die beiden Ablehnungen unterschiedlich bewertet werden müssen.
  2. Regelanalyse: Eine Schule veröffentlicht wichtige Informationen ausschließlich als schwer lesbare Bilddateien. Untersuche, für wen daraus Barrieren entstehen könnten und schlage bessere Lösungen vor.
  3. Konsum und Diskriminierung: Entwickle ein Beispiel aus einem Alltagsgeschäft, bei dem eine unterschiedliche Behandlung sachlich begründet sein könnte, und ein zweites Beispiel, bei dem sie diskriminierend wirken könnte. Vergleiche beide.
  4. Vorurteil und Handlung: Erkläre anhand eines eigenen Beispiels, wie aus einem Stereotyp ein Vorurteil und daraus schließlich eine diskriminierende Handlung entstehen kann.
  5. Zivilcourage planen: Du beobachtest in einer Gruppe eine abwertende Bemerkung über die Religion eines Mitschülers. Entwickle drei Reaktionsmöglichkeiten und bewerte deren Chancen und Risiken.
  6. AES-Transfer: Zeige an einem Bereich aus Ernährung, Haushalt, Konsum oder Praktikum, wie Barrierefreiheit, faire Kriterien und Perspektivwechsel Diskriminierung vorbeugen können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Situationen begründet beurteilen kannst.

  1. Begriffe unterscheiden: Stereotyp, Vorurteil, Diskriminierung, Mobbing, Barriere und Inklusion unterscheiden.
  2. Diskriminierung erkennen: Situationen mit dem 5-Fragen-Check untersuchen.
  3. Formen erklären: Unmittelbare und mittelbare Benachteiligung sowie strukturelle Aspekte an Beispielen erklären.
  4. AES-Bezug herstellen: Beispiele aus Konsum, Ernährung, Haushalt, Medien, Schule oder Praktikum untersuchen.
  5. Perspektiven berücksichtigen: Auswirkungen einer Situation aus Sicht verschiedener Beteiligter beschreiben.
  6. Handlungsoptionen entwickeln: Angemessene Möglichkeiten für Unterstützung, Dokumentation und Hilfe benennen.
  7. Begründet urteilen: Zwischen sachlich begründeter unterschiedlicher Behandlung und möglicher Diskriminierung unterscheiden.
  8. Prävention planen: Vorschläge für faire, zugängliche und respektvolle Alltagsbedingungen entwickeln.




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