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Bedürfnisse von Kindern - AES

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Bedürfnisse von Kindern - AES




Einleitung

Kinder haben Bedürfnisse. Manche sind für den Körper besonders wichtig, zum Beispiel Essen, Trinken, Schlaf und Bewegung. Andere betreffen das Zusammenleben: Kinder brauchen Sicherheit, verlässliche Beziehungen, Zugehörigkeit, Anerkennung, Spiel, Lernen und Möglichkeiten zur Mitbestimmung.

Im Fach AES – Alltagskultur, Ernährung und Soziales kannst Du untersuchen, wie Bedürfnisse im Alltag erkannt und erfüllt werden. Dabei geht es nicht darum, jeden Wunsch sofort zu erfüllen. Wichtig ist, zwischen einem Bedürfnis und einer konkreten Wunschvorstellung zu unterscheiden.

Ein Beispiel: Ein Kind kann das Bedürfnis nach Nahrung haben und sich gleichzeitig Pizza wünschen. Das Bedürfnis ist Essen und Sättigung. Pizza ist eine mögliche Form, dieses Bedürfnis zu erfüllen.


Warum ist das Thema für AES wichtig?

Im Alltag von Familien, Schulen und Betreuungseinrichtungen müssen verschiedene Bedürfnisse miteinander abgestimmt werden. AES verbindet dabei die Bereiche Alltagskultur, Ernährung, Gesundheit, Soziales, Konsum und verantwortliches Handeln.

Du lernst in diesem aiMOOC:

  1. Bedürfnisse zu erkennen und von Wünschen zu unterscheiden.
  2. Grundbedürfnisse von Kindern verschiedenen Bereichen zuzuordnen.
  3. Zusammenhänge zwischen Ernährung, Schlaf, Bewegung und Wohlbefinden zu erklären.
  4. Bedeutung von Bindung, Sicherheit, Spiel, Lernen und Mitbestimmung zu beschreiben.
  5. Alltagssituationen aus der Sicht eines Kindes zu beurteilen.
  6. Möglichkeiten zu entwickeln, wie unterschiedliche Bedürfnisse fair berücksichtigt werden können.


Was ist ein Bedürfnis?

Ein Bedürfnis beschreibt vereinfacht einen empfundenen oder tatsächlichen Mangel und den Wunsch, diesen Zustand zu verändern. Bedürfnisse können körperlich, sozial oder seelisch sein.

Kinder können ihre Bedürfnisse nicht immer klar aussprechen. Besonders jüngere Kinder zeigen sie auch durch Verhalten, Körpersprache oder Gefühle. Müdigkeit kann zum Beispiel durch Gähnen, Rückzug oder Gereiztheit sichtbar werden.


Bedürfnis und Wunsch unterscheiden

Bedürfnisse und Wünsche hängen zusammen, sind aber nicht dasselbe.

Situation Mögliches Bedürfnis Möglicher Wunsch
Ein Kind hat Hunger. Nahrung und Sättigung Nudeln mit Tomatensoße
Ein Kind fühlt sich allein. Nähe und Zugehörigkeit Eine Freundin besuchen
Ein Kind ist erschöpft. Ruhe und Erholung Auf dem Sofa liegen
Ein Kind langweilt sich. Anregung, Spiel oder Kontakt Ein bestimmtes Spielzeug
Ein Kind möchte selbst entscheiden. Selbstständigkeit und Mitbestimmung Die Kleidung selbst auswählen

Ein Wunsch ist häufig eine konkrete Idee, wie ein Bedürfnis erfüllt werden könnte. Deshalb kann ein Bedürfnis auch erfüllt werden, ohne genau den zuerst genannten Wunsch zu erfüllen.


Wichtige Bedürfnisse von Kindern

Bedürfnisse wirken zusammen. Ein Kind kann gleichzeitig hungrig, müde und auf der Suche nach Nähe sein. Welche Bedürfnisse gerade besonders wichtig sind, hängt unter anderem vom Alter, von der Situation, von der Gesundheit und von der Persönlichkeit ab.


Körperliche Bedürfnisse

Zu den körperlichen Bedürfnissen gehören unter anderem Nahrung, Flüssigkeit, Schlaf, Wärme, Hygiene, Bewegung und gesundheitliche Versorgung.

Eine regelmäßige und passende Versorgung unterstützt Wachstum, Konzentration und Wohlbefinden. Im AES-Unterricht kannst Du dabei besonders die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Trinken, Bewegung und Gesundheit untersuchen.

Beispiel: Ein Kind kommt müde und hungrig aus der Schule. Bevor es sich auf Hausaufgaben konzentrieren kann, können Essen, Trinken und eine kurze Pause wichtig sein.


Schlaf und Erholung

Schlaf und Erholung gehören zu den körperlichen Grundbedürfnissen. Kinder benötigen ausreichend Ruhe, damit sich Körper und Gehirn erholen können. Auch ruhige Zeiten am Tag können wichtig sein.

Erholung bedeutet nicht für jedes Kind dasselbe. Manche Kinder möchten ruhig lesen, andere hören Musik oder ziehen sich für eine Weile zurück.


Sicherheit und Schutz

Kinder brauchen Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung, gefährlichen Situationen und Überforderung. Sicherheit entsteht außerdem durch verlässliche Bezugspersonen, verständliche Regeln und einen Alltag, der Orientierung gibt.

Dabei können Regeln selbst ein Teil von Fürsorge sein. Eine Regel wie „Beim Fahrradfahren tragen wir einen Helm“ schränkt eine Handlung ein, dient aber dem Schutz.


Bindung, Nähe und Zugehörigkeit

Kinder brauchen Menschen, auf die sie sich verlassen können. Bindung, Zuwendung, Trost, Aufmerksamkeit, Freundschaften und Zugehörigkeit sind wichtige soziale Bedürfnisse.

Ein Kind muss dabei nicht ständig mit anderen zusammen sein. Auch das Bedürfnis nach Rückzug und Privatsphäre kann wichtig sein.


Spiel, Bewegung und Freizeit

Im Spiel können Kinder ausprobieren, entdecken, Regeln aushandeln, kreativ sein und soziale Erfahrungen machen. Bewegung unterstützt zusätzlich die körperliche Entwicklung.

Freies Spiel unterscheidet sich von einer vollständig vorgegebenen Aufgabe: Das Kind kann dabei eigene Ideen entwickeln und Entscheidungen treffen.


Lernen, Neugier und Entwicklung

Kinder wollen ihre Umwelt verstehen. Sie brauchen Anregungen, Bildung, Möglichkeiten zum Fragenstellen und passende Herausforderungen.

Auch Schule kann mehrere Bedürfnisse gleichzeitig ansprechen: Lernen, soziale Zugehörigkeit, Anerkennung, Sicherheit und Mitbestimmung.


Selbstständigkeit und Mitbestimmung

Mit zunehmendem Alter möchten Kinder immer mehr selbst entscheiden. Altersangemessene Mitbestimmung kann Selbstständigkeit, Verantwortungsgefühl und Selbstvertrauen fördern.

Beispiele sind die Auswahl zwischen zwei passenden Mahlzeiten, die Mitplanung eines Familienausflugs oder die Entscheidung, in welcher Reihenfolge Aufgaben erledigt werden.


Anerkennung und Wertschätzung

Kinder möchten wahrgenommen und ernst genommen werden. Wertschätzung bedeutet nicht, jede Leistung zu loben. Sie zeigt sich auch durch Zuhören, Interesse, respektvollen Umgang und ehrliche Rückmeldung.

Wichtig ist, das Kind nicht nur nach Leistung zu beurteilen. Ein Kind hat Wert unabhängig davon, welche Note es schreibt oder wie schnell es eine Aufgabe erledigt.


Bedürfnisse sind individuell

Nicht jedes Kind braucht in jeder Situation dasselbe. Alter, Entwicklungsstand, Temperament, Kultur, Gesundheit, Behinderung, Lebenssituation und persönliche Erfahrungen können beeinflussen, wie Bedürfnisse gezeigt und erfüllt werden.

Deshalb ist es sinnvoll, nicht vorschnell zu denken: „Alle Kinder brauchen jetzt dasselbe.“ Besser ist es, zu beobachten, zuzuhören und nachzufragen.


Signale erkennen

Ein Verhalten kann unterschiedliche Ursachen haben. Wenn ein Kind laut wird, kann dahinter zum Beispiel Müdigkeit, Hunger, Überforderung, Frust, Bewegungsdrang oder der Wunsch nach Aufmerksamkeit stehen.

Eine hilfreiche Frage lautet deshalb:

Welches Bedürfnis könnte hinter diesem Verhalten stehen?

Diese Frage bedeutet nicht, jedes Verhalten zu erlauben. Grenzen bleiben wichtig, besonders wenn andere Menschen verletzt oder gefährdet werden.


Bedürfnisse und Konflikte im Alltag

In Familien und Gruppen treffen unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander. Ein Kind möchte laut spielen, während ein anderes Ruhe braucht. Ein Elternteil möchte pünktlich losgehen, während das Kind noch Zeit zum Anziehen und selbstständigen Ausprobieren benötigt.

Eine faire Lösung versucht, mehrere Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Beispiel: Das laute Spiel wird in ein anderes Zimmer verlegt. So bekommt ein Kind Bewegung und Spiel, das andere Ruhe.


Bedürfnisse wahrnehmen – nicht jeden Wunsch erfüllen

Bedürfnisorientiertes Handeln bedeutet nicht, dass Kinder alles bekommen, was sie möchten. Erwachsene tragen Verantwortung für Schutz, Gesundheit, finanzielle Möglichkeiten und das Zusammenleben.

Ein möglicher Ablauf ist:

  1. Beobachtung: Was passiert gerade?
  2. Gefühl: Wie könnte sich das Kind fühlen?
  3. Bedürfnis: Was könnte es brauchen?
  4. Gespräch: Kann ich nachfragen?
  5. Lösung: Welche realistische Möglichkeit berücksichtigt möglichst viele Beteiligte?


Bedürfnisse und Konsum

Im Alltag werden Bedürfnisse häufig mit Produkten verbunden. Werbung kann den Eindruck erwecken, ein bestimmtes Spielzeug, Smartphone oder Kleidungsstück sei unbedingt notwendig.

Im AES-Unterricht ist deshalb die Frage wichtig:

Brauche ich etwas wirklich, oder ist es ein Wunsch, der durch Werbung, Trends oder andere Menschen verstärkt wird?

Ein echtes Bedürfnis kann oft auf verschiedene Arten erfüllt werden. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit braucht zum Beispiel nicht zwingend ein bestimmtes Markenprodukt.


Beispiel aus dem Alltag

Ein Kind sagt: „Ich brauche unbedingt dieses neue Smartphone, sonst gehöre ich nicht dazu.“

Dahinter können mehrere Dinge stehen:

  1. Zugehörigkeit: Das Kind möchte Teil der Gruppe sein.
  2. Anerkennung: Es möchte nicht ausgeschlossen werden.
  3. Kommunikation: Es möchte mit Freundinnen und Freunden in Kontakt bleiben.
  4. Konsumwunsch: Es möchte genau dieses Produkt besitzen.

Die Aufgabe besteht darin, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden und Lösungen zu prüfen.


Ein Modell: Maslows Bedürfnishierarchie

Der Psychologe Abraham Maslow entwickelte ein bekanntes Modell menschlicher Bedürfnisse. Häufig wird es als Pyramide dargestellt. Vereinfacht werden dabei körperliche Bedürfnisse, Sicherheit, soziale Zugehörigkeit, Wertschätzung und Selbstverwirklichung unterschieden.

Die Pyramide ist ein Modell und keine starre Regel für jedes Kind. Bedürfnisse können gleichzeitig auftreten, und Menschen müssen nicht immer eine feste Reihenfolge durchlaufen. Für den Unterricht kann das Modell helfen, verschiedene Bedürfnisbereiche zu sortieren und darüber zu diskutieren.


Bedürfnisse und Kinderrechte

Bedürfnisse und Kinderrechte sind nicht dasselbe. Kinderrechte legen fest, welche Rechte Kinder haben und welche Verantwortung Staaten und Erwachsene tragen.

Die UN-Kinderrechtskonvention schützt Kinder und betont unter anderem Rechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung. Dazu gehören zum Beispiel Gesundheit, Bildung, Schutz vor Gewalt, Freizeit und Spiel sowie die Berücksichtigung der Meinung des Kindes.

Kinderrechte zeigen: Viele wichtige Bedürfnisse von Kindern dürfen nicht nur von Zufall oder Wohlwollen abhängen.


Schutz, Förderung und Beteiligung

Bereich Einfach erklärt Beispiel
Schutz Kinder sollen vor Gefahren und Gewalt geschützt werden. Ein Kind erhält Hilfe, wenn es bedroht oder verletzt wird.
Förderung Kinder sollen sich gesund entwickeln und lernen können. Ein Kind erhält Zugang zu Bildung und gesundheitlicher Versorgung.
Beteiligung Kinder sollen bei Themen, die sie betreffen, gehört werden. Eine Klasse entscheidet bei der Gestaltung eines Projekts mit.


Bedürfnisse im AES-Alltag prüfen

Wenn Du eine Alltagssituation untersuchst, kannst Du Dir diese Fragen stellen:

  1. Körperliche Bedürfnisse: Gibt es ausreichend Essen, Trinken, Schlaf, Bewegung und Erholung?
  2. Sicherheit: Ist die Situation körperlich und seelisch sicher?
  3. Soziale Bedürfnisse: Gibt es verlässliche Beziehungen, Kontakt und Zugehörigkeit?
  4. Selbstständigkeit: Darf das Kind altersgerecht mitentscheiden und selbst handeln?
  5. Entwicklung: Gibt es Spiel, Lernen, Kreativität und passende Herausforderungen?
  6. Fairness: Werden auch die Bedürfnisse anderer Menschen berücksichtigt?
  7. Ressourcen: Welche Zeit, Räume, Lebensmittel, Geldmittel oder Unterstützungsangebote stehen zur Verfügung?


Merksätze

  1. Bedürfnis: Ein Bedürfnis ist nicht dasselbe wie ein konkreter Wunsch.
  2. Kindliche Entwicklung: Körperliche, soziale und seelische Bedürfnisse wirken zusammen.
  3. Individualität: Kinder können dasselbe Grundbedürfnis unterschiedlich zeigen.
  4. Grenzen: Bedürfnisse ernst zu nehmen bedeutet nicht, jedes Verhalten oder jeden Wunsch zu erlauben.
  5. Kinderrechte: Kinder haben Rechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung.
  6. AES: Im Alltag müssen Bedürfnisse, Gesundheit, Konsum, Ressourcen und soziales Miteinander gemeinsam betrachtet werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt am besten den Unterschied zwischen Bedürfnis und Wunsch? (Ein Bedürfnis ist grundlegend, ein Wunsch ist eine konkrete Möglichkeit zur Erfüllung) (!Ein Bedürfnis ist immer ein Produkt) (!Ein Wunsch ist immer lebensnotwendig) (!Bedürfnis und Wunsch bedeuten genau dasselbe)




Welches Beispiel gehört zu den körperlichen Bedürfnissen eines Kindes? (Schlaf und Erholung) (!Ein bestimmtes Markenhandy) (!Die teuersten Turnschuhe) (!Ein bestimmtes Computerspiel)




Was gehört besonders zum sozialen Bedürfnis nach Zugehörigkeit? (Verlässliche Beziehungen und Freundschaften) (!Eine bestimmte Süßigkeit) (!Ein neuer Fernseher) (!Eine längere Einkaufsliste)




Was bedeutet Mitbestimmung bei Kindern? (Kinder werden bei Themen gehört, die sie betreffen) (!Kinder entscheiden immer allein) (!Erwachsene geben jede Verantwortung ab) (!Regeln dürfen niemals gelten)




Warum kann eine Grenze trotzdem bedürfnisorientiert sein? (Sie kann Schutz und Sicherheit gewährleisten) (!Sie verhindert grundsätzlich jedes Lernen) (!Sie macht Gespräche unnötig) (!Sie erfüllt automatisch jeden Wunsch)




Welches Bedürfnis kann hinter dem Wunsch nach einem teuren Markenprodukt stehen? (Zugehörigkeit und Anerkennung) (!Nur das Bedürfnis nach Schlaf) (!Nur das Bedürfnis nach Wasser) (!Nur das Bedürfnis nach Wärme)




Was ist eine sinnvolle Reaktion auf auffälliges Verhalten? (Beobachten, nachfragen und mögliche Bedürfnisse prüfen) (!Sofort annehmen, dass das Kind absichtlich stört) (!Jeden Wunsch ohne Prüfung erfüllen) (!Das Verhalten immer ignorieren)




Welche Aussage zu Maslows Bedürfnismodell ist sinnvoll? (Es ist ein Modell zur Ordnung verschiedener Bedürfnisbereiche) (!Es beweist eine starre Reihenfolge für jedes Kind) (!Es gilt nur für Erwachsene) (!Es beschäftigt sich nur mit Ernährung)




Welcher Bereich gehört zu den Kinderrechten? (Schutz vor Gewalt) (!Recht auf jedes gewünschte Spielzeug) (!Recht auf unbegrenzte Bildschirmzeit) (!Recht auf jede gewünschte Süßigkeit)




Was ist für eine faire Lösung bei Bedürfniskonflikten wichtig? (Möglichst mehrere Beteiligte und ihre Bedürfnisse berücksichtigen) (!Immer nur die lauteste Person beachten) (!Alle Bedürfnisse als unwichtig behandeln) (!Konflikte grundsätzlich vermeiden)





Memory

Körperliches Bedürfnis Schlaf
Soziales Bedürfnis Zugehörigkeit
Schutzbedürfnis Sicherheit
Entwicklungsbedürfnis Lernen
Autonomie Mitentscheiden
Erholung Ruhe
Gesundheit Ausgewogene Ernährung
Bindung Verlässliche Bezugsperson





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedürfnisbereich
Trinken Körperliche Versorgung
Freundschaft Soziale Zugehörigkeit
Mitentscheiden Partizipation
Schutz vor Gewalt Sicherheit
Freies Spiel Entwicklung
Rückzug Erholung





Kreuzworträtsel

Bindung Wie nennt man eine verlässliche emotionale Beziehung zu einer Bezugsperson?
Nahrung Was braucht der Körper zur Versorgung mit Energie und Nährstoffen?
Sicherheit Welches Bedürfnis wird durch Schutz und verlässliche Regeln unterstützt?
Teilhabe Wie heißt die Beteiligung an Entscheidungen und Gemeinschaft?
Erholung Was brauchen Kinder neben Aktivität und Leistung?
Bildung Welcher Bereich unterstützt Lernen und persönliche Entwicklung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein

beschreibt einen empfundenen oder tatsächlichen Mangel und den Wunsch, diesen Zustand zu verändern. Ein konkreter Gegenstand ist häufig eher ein

als ein Grundbedürfnis. Essen, Trinken und Schlaf gehören zu den

Bedürfnissen. Verlässliche Beziehungen unterstützen das Bedürfnis nach

. Schutz vor Gewalt gehört zum Bereich der

. Kinder brauchen außerdem Möglichkeiten zum Spielen und

. Wenn Kinder bei Entscheidungen gehört werden, spricht man von

. Das Modell von Maslow wird häufig als

dargestellt. Kinderrechte umfassen Schutz, Förderung und

. Im AES-Unterricht werden Bedürfnisse mit Gesundheit, Konsum und dem sozialen

verbunden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bedürfnis-Tagebuch: Beobachte einen Tag lang Situationen, in denen Du Bedürfnisse wie Hunger, Ruhe, Kontakt, Bewegung oder Sicherheit wahrnimmst. Notiere zu jeder Situation eine mögliche Form der Erfüllung.
  2. Wunsch oder Bedürfnis: Sammle zehn Aussagen wie „Ich brauche neue Schuhe“ oder „Ich möchte dazugehören“ und ordne sie als Bedürfnis, Wunsch oder Mischung ein. Begründe Deine Entscheidung.
  3. Bedürfnis-Collage: Gestalte eine Collage mit Bildern oder Symbolen zu körperlichen, sozialen und seelischen Bedürfnissen von Kindern.
  4. Gespräch über Alltag: Befrage eine vertraute Person dazu, welche Bedürfnisse von Kindern im Familienalltag besonders häufig miteinander in Konflikt geraten.


Standard

  1. Alltagssituation analysieren: Untersuche einen Fall, in dem ein Kind nach der Schule müde, hungrig und gereizt ist. Entwickle eine sinnvolle Reihenfolge möglicher Unterstützungen.
  2. Werbung und Bedürfnisse: Wähle drei Werbeanzeigen für Produkte für Kinder oder Jugendliche. Analysiere, welche Bedürfnisse oder Wünsche die Werbung anspricht.
  3. Kinderfreundlicher Tagesablauf: Entwirf einen Tagesablauf, der Essen, Trinken, Bewegung, Lernen, soziale Kontakte, Freizeit und Erholung ausgewogen berücksichtigt.
  4. Bedürfniskonflikt lösen: Entwickle ein Rollenspiel zu einem Konflikt zwischen Ruhebedürfnis und Bewegungsdrang. Zeige mindestens zwei faire Lösungsmöglichkeiten.


Schwer

  1. Kinderrechte und Bedürfnisse: Wähle drei Kinderrechte aus und erkläre jeweils, welche Bedürfnisse von Kindern dadurch geschützt oder gefördert werden.
  2. AES-Fallstudie: Entwickle eine Fallstudie zu einer Familie mit begrenztem Zeit- oder Geldbudget. Zeige, wie Bedürfnisse priorisiert werden können, ohne Wünsche und Bedürfnisse gleichzusetzen.
  3. Schulumgebung untersuchen: Führe eine kleine Untersuchung an Deiner Schule durch. Prüfe, welche Räume oder Angebote Bewegung, Rückzug, Essen, Gemeinschaft und Mitbestimmung unterstützen. Entwickle Verbesserungsvorschläge.
  4. Informationsvideo erstellen: Produziere ein kurzes Erklärvideo mit dem Titel „Was Kinder wirklich brauchen“. Verwende Beispiele aus den Bereichen Ernährung, Sicherheit, Beziehungen, Spiel, Bildung und Mitbestimmung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Bedürfniskonflikt: Zwei Geschwister möchten dasselbe Zimmer gleichzeitig unterschiedlich nutzen: Eine Person will Musik hören, die andere lernen. Analysiere die Bedürfnisse beider und entwickle zwei faire Lösungen.
  2. Konsumentscheidung: Ein Kind möchte ein teures Markenprodukt, weil viele in der Klasse es besitzen. Erkläre mögliche Bedürfnisse hinter dem Wunsch und entwickle Alternativen zum Kauf.
  3. Tagesstruktur: Beurteile einen Tagesablauf mit wenig Schlaf, unregelmäßigen Mahlzeiten und langer Bildschirmzeit. Erkläre mögliche Auswirkungen auf mehrere Bedürfnisbereiche und schlage Veränderungen vor.
  4. Mitbestimmung: Entwickle ein Beispiel, wie ein Kind in einer Familie mitentscheiden kann, ohne dass Erwachsene ihre Schutzverantwortung abgeben.
  5. Kinderrechte: Zeige an einem selbst gewählten Fall, wie Schutz, Förderung und Beteiligung miteinander verbunden sein können.
  6. AES-Transfer: Plane ein Angebot für eine Schulklasse, das mindestens vier unterschiedliche Bedürfnisse gleichzeitig berücksichtigt. Begründe Deine Entscheidungen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. Bedürfnis und Wunsch unterscheiden und mit eigenen Beispielen erklären kannst.
  2. Körperliche Bedürfnisse wie Nahrung, Trinken, Schlaf, Bewegung und Erholung beschreiben kannst.
  3. Soziale Bedürfnisse wie Bindung, Zugehörigkeit, Anerkennung und Kommunikation erklären kannst.
  4. Sicherheit und Schutz als wichtige Voraussetzungen für Entwicklung einordnen kannst.
  5. Mitbestimmung und Selbstständigkeit altersangemessen beurteilen kannst.
  6. Kinderrechte mit Bedürfnissen von Kindern in Verbindung bringen kannst.
  7. Konsum kritisch daraufhin untersuchen kannst, welche Bedürfnisse und Wünsche angesprochen werden.
  8. Bedürfniskonflikte analysieren und faire Lösungsmöglichkeiten entwickeln kannst.
  9. Maslows Bedürfnishierarchie als Modell beschreiben kannst, ohne sie als starre Regel zu verstehen.
  10. AES-Zusammenhänge zwischen Alltag, Ernährung, Gesundheit, Ressourcen und sozialem Handeln darstellen kannst.




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