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Übergewicht und Untergewicht - AES

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Übergewicht und Untergewicht - AES



Einleitung

Übergewicht und Untergewicht beschreiben ein Körpergewicht, das im Verhältnis zu Körpergröße, Alter und Entwicklung außerhalb eines Orientierungsbereichs liegt. Gerade bei Kindern und Jugendlichen verändert sich der Körper während des Wachstums stark. Deshalb darf Gewicht nie isoliert bewertet werden.

Im Fach AES – Alltagskultur, Ernährung und Soziales geht es nicht darum, Körper zu beurteilen. Du lernst vielmehr, wie Ernährung, Bewegung, Gesundheit, Körperbild, Familie, Alltag und gesellschaftliche Bedingungen zusammenwirken. Wichtig ist ein respektvoller Blick auf unterschiedliche Körper.

Merke: Ein Körpergewicht allein sagt nicht, ob ein Mensch gesund, fit oder zufrieden ist. Bei gesundheitlichen Fragen ist eine fachliche Einschätzung wichtiger als Selbstdiagnosen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Übergewicht, Untergewicht und Adipositas voneinander unterscheiden. Du kannst erklären, warum der Body-Mass-Index bei Jugendlichen anders beurteilt wird als bei Erwachsenen, mehrere Einflussfaktoren auf das Körpergewicht nennen und alltagstaugliche Wege zu gesundheitsförderlichen Gewohnheiten entwickeln. Außerdem kannst Du Werbung, Schönheitsideale und Vorurteile kritisch betrachten.


Übergewicht, Untergewicht und Adipositas

Untergewicht bedeutet, dass das Körpergewicht für die jeweilige Situation sehr niedrig ist. Bei Kindern und Jugendlichen können Wachstumsschübe, Veranlagung, eine zu geringe Energie- oder Nährstoffzufuhr, Erkrankungen oder Essstörungen eine Rolle spielen.

Übergewicht bezeichnet ein im Verhältnis zur Körpergröße erhöhtes Körpergewicht. Adipositas ist starkes Übergewicht mit Krankheitswert. Die Entstehung ist meist nicht auf einen einzigen Grund zurückzuführen.

Begriff Vereinfacht erklärt Wichtig in der Schule
Untergewicht Das Gewicht liegt deutlich niedrig im Verhältnis zu Alter, Größe und Entwicklung. Nicht nach Aussehen beurteilen; Entwicklung fachlich einschätzen lassen.
Übergewicht Das Gewicht liegt erhöht im Verhältnis zu Alter, Größe und Entwicklung. Ursachen können körperlich, psychisch, sozial und alltagsbezogen sein.
Adipositas Starkes Übergewicht mit gesundheitlicher Bedeutung. Medizinische Diagnose und individuelle Behandlung gehören in Fachhände.


Körpergewicht richtig einordnen: BMI und Perzentilen

Der Body-Mass-Index wird aus Körpergewicht und Körpergröße berechnet:

BMI = Körpergewicht in Kilogramm / Körpergröße in Metern²

Bei Erwachsenen dienen BMI-Bereiche als grobe Orientierung. Der BMI unterscheidet aber nicht zwischen Muskelmasse, Fettmasse und anderen Körperbestandteilen.

Achtung: Die Erwachsenen-Grenzwerte in dieser Abbildung dürfen nicht einfach auf Kinder und Jugendliche übertragen werden. Bei Heranwachsenden verändern sich Körperzusammensetzung und BMI mit Alter und Entwicklung. Deshalb wird der BMI mit alters- und geschlechtsbezogenen Referenzkurven, sogenannten Perzentilen, verglichen.

Die beiden Abbildungen zeigen beispielhaft, wie BMI-Werte im Wachstum als Kurven dargestellt werden können. Für eine medizinische Beurteilung werden geeignete Referenzdaten und weitere Informationen zur Entwicklung verwendet.

Für den Unterricht gilt: Du musst Deinen eigenen BMI nicht berechnen und niemand sollte in der Klasse gewogen oder nach seinem Körper bewertet werden. Arbeite bei Rechenaufgaben mit erfundenen Beispieldaten.


Warum verändert sich das Körpergewicht?

Langfristig spielt die Energiebilanz eine Rolle: Der Körper nimmt über Lebensmittel und Getränke Energie auf und verbraucht Energie für Grundfunktionen, Wachstum, Verdauung, Bewegung und Alltag. Trotzdem ist Körpergewicht keine einfache Rechenaufgabe. Viele Faktoren beeinflussen Appetit, Stoffwechsel, Essverhalten und Energieverbrauch.

Einflussbereich Beispiele
Körper und Entwicklung Wachstum, Veranlagung, Hormone, Erkrankungen, Medikamente
Ernährung Lebensmittelauswahl, Portionsgrößen, Getränke, Mahlzeitenrhythmus
Bewegung und Erholung Alltagsbewegung, Sport, Sitzzeiten, Schlaf
Psyche Stress, Stimmung, Selbstwert, belastendes Essverhalten
Soziales Umfeld Familie, Freundeskreis, Esskultur, Geld, Zeit, Einkaufsmöglichkeiten
Medien und Umwelt Werbung, soziale Medien, Schönheitsideale, Lebensmittelangebot

Die Dokumentation eignet sich für AES besonders, weil sie die Frage aufgreift, wie persönliche Entscheidungen und gesellschaftliche Bedingungen beim Thema Übergewicht zusammenhängen.


Mögliche Folgen von Untergewicht

Anhaltendes oder deutliches Untergewicht kann bedeuten, dass dem Körper zu wenig Energie oder bestimmte Nährstoffe zur Verfügung stehen. Mögliche Folgen sind Müdigkeit, geringere Leistungsfähigkeit, Konzentrationsprobleme, Nährstoffmängel und bei Heranwachsenden Beeinträchtigungen von Wachstum und Entwicklung.

Untergewicht kann aber auch vorübergehend auftreten, zum Beispiel in einem Wachstumsschub. Deshalb ist nicht jede schlanke Körperform krankhaft. Entscheidend sind Verlauf, Beschwerden und die fachliche Beurteilung.

Das Video zeigt, warum gesundes Zunehmen nicht einfach bedeutet, möglichst viele Süßigkeiten oder Fast Food zu essen. Bei deutlichem oder anhaltendem Untergewicht sollte eine Ärztin, ein Arzt oder eine qualifizierte Ernährungsfachkraft einbezogen werden.


Mögliche Folgen von Übergewicht und Adipositas

Besonders starkes und länger bestehendes Übergewicht kann das Risiko für gesundheitliche Probleme erhöhen. Dazu gehören unter anderem Störungen des Zucker- und Fettstoffwechsels, Bluthochdruck, Belastungen des Bewegungsapparats und eingeschränktes Wohlbefinden.

Auch die soziale Seite ist wichtig: Abwertende Kommentare, Hänseln oder Vorurteile können psychisch belasten. Niemand ist aufgrund seines Körpergewichts faul, undiszipliniert oder weniger wert. Stigmatisierung ist kein sinnvoller Weg zu Gesundheit.


Gesund essen statt Crash-Diät

Eine gesundheitsförderliche Ernährung soll den Körper mit Energie und Nährstoffen versorgen und im Alltag umsetzbar sein. Für Kinder und Jugendliche sind radikale Diäten oder starkes Kalorienzählen keine geeignete Selbstmaßnahme.

Hilfreich sind regelmäßige Mahlzeiten, abwechslungsreiche Lebensmittel, Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen sowie passende Eiweißquellen. Wasser und andere ungesüßte Getränke sind im Alltag eine gute Grundlage.

Für AES ist besonders wichtig: Eine ausgewogene Ernährung besteht nicht aus einzelnen „guten“ oder „schlechten“ Lebensmitteln. Entscheidend ist das gesamte Essmuster und ob es zu Alter, Alltag, Kultur, Vorlieben und Bedarf passt.


Trinken, Bewegung und Schlaf

Getränke können unbemerkt viel Energie liefern. Im Alltag sind Wasser und ungesüßte Getränke eine einfache Wahl. Auch Bewegung unterstützt Gesundheit, Muskulatur, Wohlbefinden und Stressabbau. Dabei zählt nicht nur Sport: Zu Fuß gehen, Rad fahren, Treppen nutzen oder draußen aktiv sein gehören ebenfalls dazu.

Auch Schlaf gehört zum Thema. Zu wenig oder unregelmäßiger Schlaf kann Wohlbefinden, Konzentration, Appetitregulation und Alltagsverhalten beeinflussen.


Was hilft bei Untergewicht?

Wenn Untergewicht fachlich festgestellt wurde, steht nicht „möglichst viel essen“ im Mittelpunkt, sondern eine passende Versorgung mit Energie und Nährstoffen. Regelmäßige Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten können sinnvoll sein. Speisen lassen sich zum Beispiel mit Pflanzenölen, Nüssen, Samen, Avocado, Milchprodukten oder passenden pflanzlichen Alternativen energiereicher gestalten.

Bei Kindern und Jugendlichen sollte eine gezielte Gewichtszunahme nicht allein geplant werden. Besonders bei schnellem Gewichtsverlust, anhaltender Appetitlosigkeit, Schwäche oder auffälligem Essverhalten ist fachliche Unterstützung wichtig.


Was hilft bei Übergewicht?

Gesundheitsförderliche Veränderungen funktionieren besser als kurzfristige Verbote. Sinnvoll können regelmäßige Mahlzeiten, eine abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl, Wasser als Alltagsgetränk, mehr Bewegung und ausreichend Schlaf sein.

Bei Kindern und Jugendlichen geht es nicht automatisch um schnelles Abnehmen. Wachstum und Entwicklung müssen berücksichtigt werden. Bei deutlichem Übergewicht oder Beschwerden sollte gemeinsam mit medizinischen und ernährungsbezogenen Fachkräften ein individuelles Vorgehen geplant werden.


Essstörungen erkennen und ernst nehmen

Untergewicht ist nicht automatisch eine Essstörung, und Essstörungen können auch bei Normalgewicht oder Übergewicht vorkommen. Warnzeichen können starke Angst vor Gewichtszunahme, extremes Einschränken des Essens, Essanfälle, selbst ausgelöstes Erbrechen, zwanghaftes Training oder ein dauerndes Kreisen der Gedanken um Essen und Körper sein.

Wenn Du Dich selbst betroffen fühlst oder Dir um eine andere Person Sorgen machst, wende Dich an eine erwachsene Vertrauensperson, die Schulsozialarbeit, eine Beratungsstelle oder eine Ärztin beziehungsweise einen Arzt. Eine Essstörung ist eine Erkrankung und sollte fachlich behandelt werden.


Körperbild, Werbung und soziale Medien

Bilder in Werbung und sozialen Medien zeigen oft nur einen kleinen Ausschnitt körperlicher Vielfalt. Fotos können außerdem ausgewählt, inszeniert oder digital bearbeitet sein. Dadurch können unrealistische Vorstellungen darüber entstehen, wie ein „richtiger“ Körper aussehen soll.

Im AES-Unterricht kannst Du solche Botschaften untersuchen: Wer möchte etwas verkaufen? Welche Körper werden gezeigt? Welche fehlen? Welche Gefühle soll die Werbung auslösen? Und wird Gesundheit mit Schlankheit, Fitness oder Konsum gleichgesetzt?


AES-Merksätze

Gesundheit ist mehr als Gewicht. Ernährung, Bewegung, Schlaf, Psyche, soziale Beziehungen und Lebensbedingungen wirken zusammen.

Körper sind verschieden. Aussehen ist keine sichere Grundlage für eine gesundheitliche Diagnose.

Jugendliche sind im Wachstum. BMI-Werte müssen alters- und entwicklungsbezogen eingeordnet werden.

Keine Crash-Diäten. Bei Gewichtsproblemen gehören Kinder und Jugendliche fachlich begleitet.

Respekt gehört zur Gesundheit. Beschämung und Stigmatisierung helfen nicht.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum werden BMI-Werte bei Jugendlichen anders beurteilt als bei Erwachsenen? (Weil Wachstum und Alter bei der Einordnung berücksichtigt werden müssen) (!Weil Jugendliche keinen Stoffwechsel haben) (!Weil Körpergröße bei Jugendlichen unwichtig ist) (!Weil der BMI nur bei älteren Menschen berechnet werden kann)




Was beschreibt der Body-Mass-Index? (Das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße) (!Den genauen Körperfettanteil) (!Die tägliche Trinkmenge) (!Die Muskelkraft einer Person)




Welche Aussage zu Übergewicht ist richtig? (Es kann durch mehrere körperliche, psychische und soziale Faktoren beeinflusst werden) (!Es entsteht immer nur durch fehlende Disziplin) (!Es wird allein durch die Körpergröße verursacht) (!Es ist bei jedem Menschen gleich zu behandeln)




Was ist bei anhaltendem Untergewicht bei Jugendlichen sinnvoll? (Eine fachliche Abklärung und passende Unterstützung) (!Eine zufällige Crash-Diät aus dem Internet) (!Mahlzeiten möglichst oft auslassen) (!Nur Süßigkeiten essen)




Welche Getränke eignen sich im Alltag besonders gut? (Wasser und ungesüßte Getränke) (!Energy-Drinks als Hauptgetränk) (!Limonade zu jeder Mahlzeit) (!Sirupgetränke statt Wasser)




Welche Aussage zu Essstörungen stimmt? (Sie können bei unterschiedlichen Körpergewichten vorkommen) (!Sie treten nur bei Untergewicht auf) (!Sie betreffen ausschließlich Erwachsene) (!Sie sind immer am Aussehen sicher erkennbar)




Was gehört zu einer gesundheitsförderlichen Lebensweise? (Abwechslungsreiche Ernährung, Bewegung und ausreichend Schlaf) (!Tägliches extremes Kalorienzählen) (!Völliger Verzicht auf Fett) (!Möglichst wenig schlafen)




Warum ist Gewichtsstigmatisierung problematisch? (Sie kann Menschen psychisch belasten und ausgrenzen) (!Sie verbessert automatisch die Gesundheit) (!Sie ersetzt eine medizinische Beratung) (!Sie macht Ernährungswissen überflüssig)




Was ist eine Perzentilkurve? (Eine Vergleichskurve für Wachstum und Entwicklung) (!Eine Liste verbotener Lebensmittel) (!Ein Trainingsplan für Leistungssport) (!Eine Skala für den Wassergehalt von Getränken)




Welche Aussage passt zum Fach AES? (Alltag, Ernährung, Gesundheit und soziale Bedingungen werden gemeinsam betrachtet) (!Nur das Körpergewicht wird benotet) (!Nur Sport entscheidet über Gesundheit) (!Werbung hat keinen Einfluss auf Essentscheidungen)





Memory

Body-Mass-Index Verhältnis von Gewicht zu Körpergröße
Perzentilkurve Vergleich mit altersbezogenen Referenzwerten
Energiebilanz Verhältnis von Energieaufnahme und Energieverbrauch
Adipositas Starkes Übergewicht mit Krankheitswert
Untergewicht Für Alter und Entwicklung sehr niedriges Körpergewicht
Stigmatisierung Abwertung und Ausgrenzung wegen eines Merkmals
Alltagsbewegung Zu Fuß gehen, Rad fahren oder Treppen nutzen
Körperbild Eigene Vorstellung und Bewertung des eigenen Körpers





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Perzentilkurve Einordnung des BMI bei Heranwachsenden
Wasser Geeignetes Alltagsgetränk
Vollkorn Ballaststoffreiche Lebensmittelauswahl
Bewegung Unterstützt Fitness und Wohlbefinden
Schlaf Wichtiger Teil eines gesunden Alltags
Beratung Sinnvoll bei anhaltenden Gewichtsproblemen
Respekt Grundlage im Umgang mit Körpervielfalt




...


Kreuzworträtsel

Perzentile Wie heißt eine Vergleichsposition innerhalb einer Referenzgruppe?
Adipositas Wie heißt starkes Übergewicht mit Krankheitswert?
Bewegung Was stärkt Fitness und gehört neben Ernährung zu einem gesunden Alltag?
Wasser Welches Getränk eignet sich besonders gut als Alltagsgetränk?
Körperbild Wie nennt man die eigene Vorstellung vom eigenen Körper?
Beratung Was kann bei anhaltenden Gewichtsproblemen fachlich unterstützen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Body-Mass-Index beschreibt das Verhältnis von Gewicht zu

. Bei Kindern und Jugendlichen wird der BMI mit altersbezogenen

eingeordnet. Körpergewicht wird durch viele körperliche, psychische und

Faktoren beeinflusst. Eine langfristige Veränderung des Körpergewichts hängt unter anderem mit der

zusammen. Für den Alltag sind Wasser und andere

Getränke eine gute Grundlage. Regelmäßige

unterstützt Gesundheit und Wohlbefinden. Auch ausreichender

gehört zu einem gesundheitsförderlichen Alltag. Starkes Übergewicht mit Krankheitswert wird als

bezeichnet. Essstörungen können bei unterschiedlichen

vorkommen. Bei anhaltenden Gewichtsproblemen ist fachliche

sinnvoll.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Getränkecheck: Untersuche fünf typische Getränke aus Deinem Alltag nach Zutaten und Zuckergehalt. Formuliere zwei alltagstaugliche Alternativen.
  2. Bewegungsprotokoll: Sammle einen Tag lang Beispiele für Alltagsbewegung, ohne Schritte oder Kalorien zählen zu müssen. Überlege, was sich leicht erweitern ließe.
  3. Körpervielfalt: Gestalte ein Plakat mit der Botschaft, dass Gesundheit und Wert eines Menschen nicht am Aussehen festgemacht werden können.
  4. Frühstücksidee: Entwickle eine ausgewogene Frühstücksidee und begründe die Auswahl der Lebensmittel.


Standard

  1. Werbeanalyse: Analysiere eine Lebensmittelwerbung. Untersuche Zielgruppe, Versprechen, Bilder, Körperdarstellungen und Verkaufsstrategie.
  2. Fallbeispiel Ernährung: Entwickle für eine erfundene Schülerin oder einen erfundenen Schüler mit unregelmäßigen Mahlzeiten einen realistischen Tagesplan mit Essen, Trinken, Bewegung und Erholung.
  3. Einkaufsvergleich: Vergleiche zwei Frühstücks- oder Snackvarianten hinsichtlich Nährstoffqualität, Preis, Verpackung und Alltagstauglichkeit.
  4. Podcast Gesundheit: Produziere einen kurzen Podcast darüber, warum Körpergewicht nicht nur von persönlicher Disziplin abhängt.


Schwer

  1. Schulumgebung: Untersuche, welche Bedingungen an Deiner Schule gesundheitsförderliche Entscheidungen erleichtern oder erschweren. Entwickle drei konkrete Verbesserungsvorschläge.
  2. Interview Ernährungsberatung: Bereite Fragen für ein Interview mit einer qualifizierten Ernährungsfachkraft vor und werte die Antworten zu Gewichtsproblemen im Jugendalter aus.
  3. Medienprojekt Körperbild: Erstelle ein Video oder eine digitale Präsentation darüber, wie soziale Medien Körperbilder beeinflussen können. Entwickle Regeln für einen kritischen Umgang.
  4. AES-Projekt Gesundheit: Plane eine schulische Aktion, die Ernährung, Bewegung, psychisches Wohlbefinden und respektvolle Körpervielfalt miteinander verbindet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Gewichtsentwicklung: Eine fiktive 14-jährige Person hat innerhalb kurzer Zeit deutlich an Gewicht verloren und wirkt häufig müde. Erkläre, warum eine reine BMI-Berechnung nicht genügt, und beschreibe sinnvolle nächste Schritte.
  2. Transfer Energiebilanz: Erkläre anhand eines selbst gewählten Alltagsbeispiels, warum Energiebilanz zwar wichtig ist, Körpergewicht aber trotzdem nicht nur durch „mehr essen“ oder „mehr bewegen“ erklärt werden kann.
  3. Bewertung Diätwerbung: Eine Werbung verspricht „fünf Kilogramm weniger in zehn Tagen“. Beurteile die Aussage aus gesundheitlicher und verbraucherbezogener Sicht.
  4. Soziale Faktoren: Zeige an drei Beispielen, wie Einkommen, Zeit, Familie, Werbung oder Wohnumfeld Ernährungs- und Bewegungsentscheidungen beeinflussen können.
  5. Körperbild und Gesundheit: Begründe, warum zwei Menschen mit ähnlichem BMI unterschiedliche gesundheitliche Situationen haben können.
  6. Handlungsplan AES: Entwickle für einen erfundenen Schulalltag drei Maßnahmen, die gesundheitsförderliche Ernährung, Bewegung und Erholung ermöglichen, ohne Gewicht oder Aussehen zu bewerten.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. Begriffe erklären: Übergewicht, Untergewicht, Adipositas, BMI und Perzentilkurve verständlich unterscheiden kannst.
  2. Zusammenhänge darstellen: körperliche, psychische, soziale und alltagsbezogene Einflussfaktoren auf das Körpergewicht verknüpfen kannst.
  3. Jugendliche berücksichtigen: erklären kannst, warum Erwachsenen-Grenzwerte des BMI nicht direkt auf Heranwachsende übertragen werden.
  4. Gesundheitsverhalten beurteilen: ausgewogene Ernährung, Trinken, Bewegung und Schlaf als gemeinsame Bausteine einordnen kannst.
  5. Medien kritisch prüfen: Werbung und Schönheitsideale auf Interessen, Wirkung und mögliche Verzerrungen untersuchen kannst.
  6. Respektvoll kommunizieren: auf stigmatisierende Aussagen reagieren und Körpervielfalt wertschätzend thematisieren kannst.
  7. Hilfe einordnen: erkennst, wann Gewichtsveränderungen oder problematisches Essverhalten fachliche Unterstützung erfordern.




OERs zum Thema




Verknüpfte Lernbereiche


Quellen und weiterführende Informationen

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Übergewicht und Adipositas
  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Bewegung und Gewicht
  3. kindergesundheit-info.de: Gewichtsentwicklung von Kindern
  4. kindergesundheit-info.de: Untergewicht bei Kindern
  5. gesund.bund.de: Übergewicht
  6. gesund.bund.de: Essstörungen
  7. Weltgesundheitsorganisation: BMI-for-age 5 bis 19 Jahre


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