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Verantwortung für sich und andere - AES 1

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Verantwortung für sich und andere - AES 1



Verantwortung für sich und andere - AES


Einleitung

Verantwortung bedeutet: Du denkst über die Folgen Deines Handelns nach und stehst zu Deinen Entscheidungen. Im Fach AES geht es dabei um Situationen aus Deinem Alltag: Gesundheit, Ernährung, Haushalt, Schule, Freundschaft, Medien, Konsum und Umwelt.

Du trägst Verantwortung für Dich selbst, wenn Du Deine Bedürfnisse wahrnimmst, Grenzen setzt, für Deine Gesundheit sorgst, zuverlässig handelst und Hilfe holst. Du trägst Verantwortung für andere, wenn Du respektvoll bist, Absprachen einhältst, Gefahren nicht ignorierst und Menschen unterstützt, ohne Dich selbst zu gefährden.

Verantwortung heißt nicht, alles allein schaffen zu müssen. Verantwortliches Handeln kann auch bedeuten, eine Aufgabe abzugeben, eine erwachsene Person anzusprechen oder professionelle Hilfe zu holen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Selbstverantwortung und Verantwortung für andere unterscheiden.
  2. eigene Bedürfnisse, Grenzen und Ressourcen wahrnehmen.
  3. Folgen von Entscheidungen für Dich, andere und die Umwelt einschätzen.
  4. Aufgaben im Haushalt und in Gruppen fair verteilen.
  5. in Konflikten respektvoll sprechen und aktiv zuhören.
  6. bei Gefahren Hilfe holen und Zivilcourage zeigen.
  7. Ernährung, Konsum und Mediennutzung verantwortungsvoll gestalten.


Was ist Verantwortung?

Verantwortung hat drei Seiten:

  1. Entscheiden: Du wählst zwischen Möglichkeiten.
  2. Handeln: Du setzt Deine Entscheidung um.
  3. Folgen tragen: Du erkennst Auswirkungen und verbesserst Fehler.

Verantwortung ist immer an eine Situation gebunden. Alter, Wissen, Fähigkeiten, Rolle und Handlungsmöglichkeiten spielen eine Rolle. Wer eine Gefahr nicht erkennen konnte, trägt nicht dieselbe Verantwortung wie eine Person, die sie kannte und trotzdem nichts tat.

Verantwortung blickt nicht nur zurück auf die Frage „Wer war schuld?“. Sie schaut auch nach vorn: „Was kann ich jetzt tun, damit es besser wird?“


Der Verantwortungs-Check

Vor einer Entscheidung kannst Du fünf Fragen nutzen:

  1. Was ist passiert?
  2. Wer ist betroffen?
  3. Welche Möglichkeiten habe ich?
  4. Welche Folgen sind wahrscheinlich?
  5. Welche Handlung ist fair, sicher und machbar?

Nach dem Handeln folgt die Auswertung: Was hat funktioniert? Was würde ich beim nächsten Mal ändern?


Verantwortung für sich selbst

Selbstfürsorge ist ein Teil von Selbstverantwortung. Sie bedeutet nicht Egoismus. Wer auf den eigenen Körper, die eigenen Gefühle und die eigene Belastung achtet, kann oft verlässlicher handeln.


= Bedürfnisse und Grenzen

Menschen brauchen unter anderem Nahrung, Schlaf, Bewegung, Sicherheit, Zugehörigkeit und Erholung. Bedürfnisse sind wichtig, aber nicht jeder Wunsch kann sofort erfüllt werden. Verantwortliches Handeln sucht einen guten Ausgleich.

Eine persönliche Grenze zeigt, was für Dich in Ordnung ist und was nicht. Du darfst „Nein“ sagen, Abstand nehmen und Unterstützung holen. Gleichzeitig musst Du die Grenzen anderer respektieren. Zustimmung muss freiwillig sein und kann zurückgenommen werden.


= Gesundheit und Alltag

Selbstverantwortung zeigt sich zum Beispiel durch:

  1. einen passenden Wechsel aus Lernen, Bewegung und Erholung.
  2. regelmäßiges Essen und Trinken.
  3. Hygiene und einen sicheren Umgang mit Lebensmitteln.
  4. einen bewussten Umgang mit Stress.
  5. das Einhalten medizinischer Absprachen mit Fachpersonen.
  6. rechtzeitiges Hilfeholen bei körperlichen oder seelischen Problemen.

Du musst gesundheitliche Probleme nicht allein lösen. Bei starken, anhaltenden oder beängstigenden Beschwerden wendest Du Dich an eine vertraute erwachsene Person oder eine geeignete Beratungs- beziehungsweise Fachstelle.


= Zeit, Geld und Medien

Auch Zeit, Geld und Aufmerksamkeit sind begrenzte Ressourcen. Verantwortung bedeutet, Prioritäten zu setzen. Ein einfacher Plan kann helfen: Aufgabe notieren, Zeit einschätzen, Pausen einplanen und rechtzeitig beginnen.

Beim Umgang mit Geld prüfst Du Bedarf, Preis, Qualität, Folgekosten und Alternativen. Bei digitalen Medien achtest Du auf Nutzungszeit, Datenschutz, respektvolle Kommunikation und glaubwürdige Quellen.


Verantwortung für andere

Verantwortung für andere beginnt mit Aufmerksamkeit. Du bemerkst, wenn jemand ausgeschlossen, überfordert oder gefährdet ist. Danach überlegst Du, welche Hilfe sinnvoll und sicher ist.

Du bist nicht für alle Gefühle und Entscheidungen anderer Menschen verantwortlich. Unterstützung bedeutet nicht, jede Aufgabe zu übernehmen. Gute Hilfe stärkt die andere Person und respektiert ihre Selbstbestimmung.


= Empathie und aktives Zuhören

Empathie bedeutet, die Sicht und Gefühle eines anderen Menschen nachzuvollziehen. Du musst nicht derselben Meinung sein.

Beim aktiven Zuhören:

  1. lässt Du die Person ausreden.
  2. fragst Du nach, statt vorschnell zu urteilen.
  3. fasst Du wichtige Aussagen in eigenen Worten zusammen.
  4. achtest Du auf Gefühle und Bedürfnisse.
  5. klärst Du, welche Unterstützung gewünscht ist.


= Respektvolle Kommunikation

Hilfreich sind Ich-Botschaften:

Beobachtung: „Die Küche ist nach dem Kochen noch nicht aufgeräumt.“

Gefühl: „Ich bin gestresst.“

Bedürfnis: „Mir ist eine faire Aufgabenverteilung wichtig.“

Bitte: „Räumst Du heute das Geschirr weg?“

Eine Bitte lässt Raum für eine Antwort. Eine klare Absprache hält fest, wer was bis wann erledigt.


Verantwortung in Haushalt und Familie

In einem Haushalt entstehen sichtbare Aufgaben wie Kochen, Putzen und Einkaufen. Es gibt auch weniger sichtbare Care-Arbeit: Termine merken, planen, trösten, an Bedürfnisse denken oder Verantwortung für jüngere und ältere Menschen übernehmen.

Aufgaben sollen nicht automatisch nach Geschlecht verteilt werden. Eine faire Verteilung berücksichtigt Zeit, Alter, Fähigkeiten, Belastung und gemeinsame Absprachen.


= Faire Aufgabenverteilung

Eine praktische Haushaltsbesprechung kann so ablaufen:

  1. Alle Aufgaben sammeln.
  2. Zeitaufwand und Häufigkeit einschätzen.
  3. Zuständigkeiten gemeinsam verteilen.
  4. Standards klären: Was bedeutet „erledigt“?
  5. Nach einer Woche prüfen und bei Bedarf neu verteilen.

Fair bedeutet nicht immer, dass alle genau dasselbe tun. Fair ist eine Verteilung, die begründet, transparent und veränderbar ist.


= Gemeinsame Mahlzeiten

Gemeinsame Mahlzeiten können Austausch und Zugehörigkeit fördern. Verantwortung zeigt sich bei der Planung, Zubereitung und Nachbereitung. Dazu gehören Rücksicht auf Allergien, religiöse oder ethische Essgewohnheiten, Hygiene und eine wertschätzende Gesprächskultur.


Verantwortung bei Ernährung und Konsum

Ernährungsentscheidungen betreffen Gesundheit, Genuss, Geld, Mitmenschen, Tiere und Umwelt. Es gibt selten nur eine perfekte Lösung. Verantwortliches Handeln wägt Kriterien ab.


= Sicher und ausgewogen handeln

Bei der Nahrungszubereitung schützt Du Dich und andere durch:

  1. saubere Hände und Arbeitsflächen.
  2. getrennte Verarbeitung geeigneter Lebensmittel.
  3. passende Kühlung und Erhitzung.
  4. Beachtung von Allergien und Unverträglichkeiten.
  5. sicheren Umgang mit Messern, Hitze und Elektrogeräten.

Eine ausgewogene Ernährung besteht nicht aus einem einzelnen „guten“ Lebensmittel. Entscheidend sind Auswahl, Menge, Vielfalt und die persönliche Situation.


= Lebensmittel wertschätzen

Du kannst Lebensmittelverschwendung verringern, indem Du:

  1. Mahlzeiten planst und Vorräte prüfst.
  2. Einkaufslisten nutzt.
  3. Lebensmittel passend lagerst.
  4. Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum unterscheidest.
  5. Reste sicher weiterverwendest.
  6. Portionen passend wählst.


= Nachhaltiger Konsum

Vor einem Kauf helfen diese Fragen:

  1. Brauche ich das Produkt wirklich?
  2. Kann ich leihen, tauschen, reparieren oder gebraucht kaufen?
  3. Wie lange kann ich es nutzen?
  4. Unter welchen Bedingungen wurde es hergestellt?
  5. Welche Verpackung, Transportwege und Folgekosten entstehen?
  6. Wie kann es später weitergegeben oder entsorgt werden?

Nachhaltigkeit verbindet ökologische, soziale und wirtschaftliche Gesichtspunkte. Nicht jede Person hat dieselben finanziellen oder zeitlichen Möglichkeiten. Deshalb braucht verantwortungsvoller Konsum auch faire gesellschaftliche Rahmenbedingungen.


Verantwortung in Schule und Gemeinschaft

In Gruppen braucht es Regeln, Absprachen und Beteiligung. Verantwortung zeigt sich, wenn Du vorbereitet bist, Material sorgfältig nutzt, Aufgaben erledigst, Fehler zugibst und andere nicht ausgrenzt.


= Zusammenarbeit

Gute Teamarbeit braucht:

  1. ein gemeinsames Ziel.
  2. verständliche Rollen.
  3. realistische Termine.
  4. offene Kommunikation.
  5. gegenseitige Unterstützung.
  6. eine gemeinsame Auswertung.

Bei Gruppenarbeiten kann ein Aufgabenplan helfen. Er hält fest, wer eine Aufgabe übernimmt und wann sie fertig sein soll. Verantwortung bleibt trotzdem gemeinsam: Schwierigkeiten werden rechtzeitig mitgeteilt.


= Konflikte lösen

Konflikte sind normal. Entscheidend ist der Umgang damit.

  1. Problem beschreiben, ohne zu beleidigen.
  2. alle Beteiligten anhören.
  3. Bedürfnisse und Interessen klären.
  4. mehrere Lösungen sammeln.
  5. eine faire Vereinbarung treffen.
  6. später prüfen, ob sie funktioniert.

Bei Gewalt, Drohungen oder starker Angst ist ein direktes Gespräch nicht immer sicher. Dann holst Du Unterstützung bei Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Erziehungsberechtigten oder Beratungsstellen.


Zivilcourage und Hilfeholen

Zivilcourage bedeutet, für Menschenwürde und faire Regeln einzutreten. Mut heißt nicht, Dich selbst in Gefahr zu bringen.

Mögliche sichere Schritte sind:

  1. die Situation genau beobachten.
  2. andere Personen gezielt ansprechen.
  3. Hilfe über den Notruf oder zuständige Erwachsene holen.
  4. Betroffene an einen sicheren Ort begleiten.
  5. Vorfälle sachlich dokumentieren.
  6. als Zeugin oder Zeuge zur Verfügung stehen.


= Erste Hilfe

Bei einem Notfall gilt: Eigene Sicherheit beachten, Hilfe rufen und nicht wegsehen. In Deutschland erreichst Du Feuerwehr und Rettungsdienst über 112. Beschreibe ruhig den Ort, das Ereignis und die Zahl der betroffenen Personen. Beende das Gespräch erst, wenn die Leitstelle keine Fragen mehr hat.

Erste-Hilfe-Kenntnisse solltest Du in einem praktischen Kurs lernen und regelmäßig auffrischen.


Digitale Verantwortung

Auch online haben Handlungen Folgen. Bilder, Nachrichten und Kommentare können gespeichert, weitergeleitet und aus dem Zusammenhang gerissen werden.

Verantwortliches Verhalten bedeutet:

  1. persönliche Daten sparsam zu teilen.
  2. vor dem Veröffentlichen die Zustimmung abgebildeter Personen einzuholen.
  3. keine beleidigenden Inhalte weiterzuleiten.
  4. Quellen zu prüfen.
  5. starke Passwörter und Schutzfunktionen zu nutzen.
  6. problematische Inhalte zu sichern, zu melden und Hilfe zu holen.

Bei Cybermobbing ist die betroffene Person nicht schuld. Nicht antworten, Beweise sichern, blockieren, melden und Unterstützung holen sind mögliche Schritte. Bei Bedrohung oder strafbaren Inhalten müssen Erwachsene und gegebenenfalls die Polizei eingeschaltet werden.


Grenzen der Verantwortung

Verantwortung hat Grenzen. Du kannst nur übernehmen, was zu Deinem Alter, Deinem Wissen und Deinen Möglichkeiten passt.

Du solltest Hilfe holen, wenn:

  1. eine Person akut gefährdet ist.
  2. Gewalt, Missbrauch, Bedrohung oder Erpressung vorkommen.
  3. eine Belastung zu groß oder dauerhaft wird.
  4. Fachwissen nötig ist.
  5. Du Dich selbst gefährden würdest.

Hilfeholen ist kein Versagen. Es ist häufig die verantwortungsvollste Entscheidung.


Fallbeispiele


Fall 1: Die Gruppenarbeit

Eine Person erledigt fast alles, zwei andere melden sich kaum. Eine verantwortliche Lösung ist nicht, still weiterzuarbeiten. Die Gruppe benennt das Problem, verteilt kleine klare Aufgaben, setzt Termine und informiert die Lehrkraft, wenn Absprachen wiederholt nicht eingehalten werden.


Fall 2: Essen für die Klasse

Für ein Klassenfrühstück werden Lebensmittel vorbereitet. Verantwortliches Handeln umfasst Hygiene, eine Abfrage von Allergien und Essgewohnheiten, eine realistische Mengenplanung und die sichere Lagerung.


Fall 3: Gemeiner Klassenchat

Ein peinliches Bild wird ohne Zustimmung geteilt. Verantwortlich ist, es nicht weiterzuleiten, die Verbreitung zu stoppen, Beweise zu sichern, die betroffene Person zu unterstützen und eine erwachsene Vertrauensperson einzubeziehen.


Fall 4: Eine Person wirkt überfordert

Du bemerkst, dass eine Freundin oder ein Freund über längere Zeit sehr belastet wirkt. Du hörst zu, fragst nach gewünschter Unterstützung und hilfst beim Kontakt zu einer geeigneten erwachsenen oder professionellen Stelle. Du versprichst keine Geheimhaltung, wenn eine ernste Gefahr besteht.


Merksätze

  1. Verantwortung verbindet Entscheidung, Handlung und Folgen.
  2. Selbstfürsorge und Hilfeholen gehören zur Selbstverantwortung.
  3. Respekt bedeutet, Grenzen und Zustimmung zu beachten.
  4. Faire Aufgabenverteilung wird besprochen und überprüft.
  5. Hilfe ist gut, wenn sie sicher ist und Selbstständigkeit stärkt.
  6. Online gelten dieselben Regeln von Respekt und Verantwortung wie offline.
  7. Fehler können ein Anlass sein, Verantwortung zu übernehmen und etwas zu verbessern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gehört zur Selbstverantwortung? (Eigene Bedürfnisse wahrnehmen und bei Bedarf Hilfe holen) (!Anderen immer alle Entscheidungen abnehmen) (!Nie einen Fehler zugeben) (!Jede Aufgabe allein erledigen)




Welche Aussage beschreibt eine faire Aufgabenverteilung? (Aufgaben werden nach Zeit, Fähigkeiten und Belastung gemeinsam verteilt) (!Alle erhalten immer genau dieselbe Aufgabe) (!Nur die älteste Person entscheidet) (!Unbeliebte Aufgaben bleiben grundsätzlich liegen)




Was ist ein Merkmal aktiven Zuhörens? (Wichtige Aussagen in eigenen Worten zusammenfassen) (!Sofort eine Lösung vorgeben) (!Die andere Person häufig unterbrechen) (!Nur auf die eigene Antwort achten)




Was ist bei einer persönlichen Grenze wichtig? (Sie darf klar geäußert und verändert werden) (!Sie gilt nur gegenüber fremden Personen) (!Sie muss ausführlich begründet werden) (!Sie darf von Gruppen überstimmt werden)




Wie handelst Du bei einer gefährlichen Situation verantwortungsvoll? (Du beachtest die eigene Sicherheit und holst gezielt Hilfe) (!Du greifst immer allein ein) (!Du filmst zuerst die Situation) (!Du gehst weg und informierst niemanden)




Welche Notrufnummer gilt in Deutschland für Feuerwehr und Rettungsdienst? (112) (!115) (!118) (!123)




Was hilft gegen Lebensmittelverschwendung? (Vorräte prüfen und Mahlzeiten planen) (!Grundsätzlich große Packungen kaufen) (!Lebensmittel sofort nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum wegwerfen) (!Reste nie weiterverwenden)




Was ist bei Bildern im Klassenchat zu beachten? (Vor dem Teilen die Zustimmung der abgebildeten Person einholen) (!Bilder dürfen in Gruppen immer geteilt werden) (!Nur lustige Bilder brauchen keine Zustimmung) (!Nachrichten in Chats haben keine Folgen)




Was bedeutet Zivilcourage? (Sicher und überlegt für andere und für faire Regeln eintreten) (!Jeden Streit selbst körperlich beenden) (!Nur die eigene Gruppe verteidigen) (!Probleme grundsätzlich ignorieren)




Welche Aussage über Verantwortung ist richtig? (Verantwortung richtet sich auch nach Wissen und Handlungsmöglichkeiten) (!Verantwortung bedeutet immer Schuld) (!Verantwortung haben nur Erwachsene) (!Verantwortung heißt, nie Hilfe anzunehmen)





Memory

Selbstfürsorge Eigene Gesundheit und Belastung beachten
Empathie Gefühle und Sichtweisen anderer nachvollziehen
Ich-Botschaft Eigene Wahrnehmung ohne Angriff ausdrücken
Care-Arbeit Für Menschen sorgen und Alltag organisieren
Zivilcourage Sicher für Menschenwürde und Fairness eintreten
Zustimmung Freiwilliges und veränderbares Einverständnis
Nachhaltigkeit Ökologische soziale und wirtschaftliche Folgen beachten
Aktives Zuhören Nachfragen und Aussagen zusammenfassen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Selbstverantwortung Eigene Bedürfnisse Grenzen und Folgen beachten
Aufgabenplan Zuständigkeit und Termin festhalten
Empathie Eine andere Perspektive nachvollziehen
Zivilcourage Sicher gegen Unrecht handeln
Datenschutz Persönliche Informationen schützen
Hilfeholen Geeignete Personen oder Stellen einschalten
Lebensmittelhygiene Speisen sicher vorbereiten und lagern
Reflexion Das eigene Handeln auswerten




...


Kreuzworträtsel

Empathie Wie heißt die Fähigkeit, Gefühle und Sichtweisen anderer nachzuvollziehen?
Zivilcourage Wie heißt mutiges und sicheres Eintreten gegen Unrecht?
Absprachen Was regelt Zuständigkeiten und Termine in einer Gruppe?
Grenzen Was darf jeder Mensch für sich setzen und verändern?
Nachhaltigkeit Welcher Begriff verbindet ökologische, soziale und wirtschaftliche Folgen?
Selbstfuersorge Wie heißt das achtsame Sorgen für die eigene Gesundheit und Belastung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Verantwortung verbindet eine Entscheidung mit einer

und ihren Folgen. Wer eigene Bedürfnisse und Belastungen beachtet, übt

. Eine persönliche

zeigt, was für einen Menschen in Ordnung ist. Beim aktiven Zuhören werden wichtige Aussagen in eigenen Worten

. Eine faire Aufgabenverteilung berücksichtigt Zeit, Fähigkeiten und

. Bei der Zubereitung von Speisen schützt gute

Dich und andere. Geplanter Einkauf kann Lebensmittelverschwendung

. Vor dem Teilen eines Fotos brauchst Du die

der abgebildeten Person. In gefährlichen Situationen hat die eigene

Vorrang. Feuerwehr und Rettungsdienst erreichst Du in Deutschland über die Nummer

. Sicheres Eintreten gegen Unrecht heißt

. Wenn Fachwissen oder Schutz nötig ist, gehört

zu verantwortlichem Handeln.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Verantwortungstagebuch: Notiere an drei Tagen je eine Situation, in der Du Verantwortung für Dich oder andere übernommen hast.
  2. Bedürfnis-Ampel: Gestalte eine Ampel mit grünen Zeichen für Wohlbefinden, gelben Warnzeichen und roten Signalen für nötige Hilfe.
  3. Haushaltsaufgaben: Sammle alle Aufgaben, die in einem Haushalt während einer Woche sichtbar und unsichtbar anfallen.
  4. Ich-Botschaft: Formuliere drei Vorwürfe aus dem Alltag als respektvolle Ich-Botschaften um.


Standard

  1. Aufgabenplan: Entwickle für eine Lerngruppe einen fairen Wochenplan mit Zuständigkeiten, Terminen und Vertretung.
  2. Lebensmittelrettung: Plane eine Mahlzeit aus geeigneten Resten und erkläre Hygiene, Lagerung und Mengenplanung.
  3. Medienregeln: Entwirf fünf begründete Regeln für einen respektvollen und datensparsamen Klassenchat.
  4. Interview zur Care-Arbeit: Befrage eine Person zu sichtbarer und unsichtbarer Sorgearbeit und werte die Verteilung aus.


Schwer

  1. Fallanalyse Verantwortung: Untersuche einen Konflikt mit dem Verantwortungs-Check und vergleiche mindestens drei Handlungsmöglichkeiten.
  2. Zivilcourage-Projekt: Entwickle mit einer Beratungsstelle oder Schulsozialarbeit einen sicheren Handlungsleitfaden für Ausgrenzung.
  3. Nachhaltiger Konsumvergleich: Vergleiche zwei Alltagsprodukte nach Preis, Nutzungsdauer, Herstellung, Verpackung und Entsorgung.
  4. Erklärvideo Verantwortung: Produziere ein kurzes Video mit einem realistischen AES-Fall, einer Entscheidung und deren Folgen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Konflikt bewerten: Eine Wohngemeinschaft streitet über Putzen und Einkaufen. Entwickle eine faire Lösung und begründe die Kriterien.
  2. Entscheidungsmatrix Ernährung: Vergleiche drei Möglichkeiten für ein Klassenfrühstück nach Gesundheit, Kosten, Aufwand, Allergien und Nachhaltigkeit.
  3. Digitale Fallanalyse: Beurteile einen Klassenchat-Fall mit unerlaubtem Bildteilen. Leite sichere Schritte für Beteiligte und Zuschauende ab.
  4. Grenzen der Hilfe: Erkläre an einem Beispiel, wann persönliche Unterstützung ausreicht und wann erwachsene oder professionelle Hilfe nötig ist.
  5. Verantwortung übertragen: Plane eine Gruppenaufgabe so, dass alle selbstständig arbeiten können und trotzdem gemeinsam verantwortlich bleiben.
  6. Fehlerkultur: Entwickle einen Ablauf, wie eine Gruppe nach einem Fehler Verantwortung übernimmt, Schaden begrenzt und Verbesserungen festhält.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. Selbstverantwortung und Verantwortung für andere an Beispielen erklärst.
  2. Bedürfnisse, Grenzen, Rechte und Pflichten in Entscheidungen einbeziehst.
  3. Folgen für Gesundheit, Mitmenschen, Gesellschaft und Umwelt abwägst.
  4. eine faire Aufgabenverteilung entwickeln und begründen kannst.
  5. Kommunikationsstrategien wie aktives Zuhören und Ich-Botschaften anwendest.
  6. sichere Schritte bei Konflikten, Cybermobbing und Notfällen kennst.
  7. die Grenzen eigener Verantwortung erkennst und geeignete Hilfe auswählst.
  8. Dein Handeln auswertest und begründete Verbesserungen vorschlägst.




OERs zum Thema



Medien und Quellenhinweise

  1. Bildungsplan Baden-Württemberg – Leitgedanken AES: Verantwortliches Alltagshandeln und gesellschaftliche Teilhabe.
  2. Bildungsplan Baden-Württemberg – Gesundheitsmanagement im Alltag: Selbstwahrnehmung, Belastungen und Gesundheitsressourcen.
  3. Bildungsplan Baden-Württemberg – Haushalt und Familie: Alltag, Lebensformen und Haushaltsführung.
  4. Verantwortung: Grundbegriff zu Entscheidung, Handlung und Folgen.
  5. Alltagskompetenz: Fähigkeiten zur selbstständigen und verantwortlichen Lebensgestaltung.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte