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Treibwerkzeuge und Treibunterlagen - Schmied

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Treibwerkzeuge und Treibunterlagen - Schmied




Treibwerkzeuge und Treibunterlagen - Schmied


Einleitung

Das Treiben ist ein handwerkliches Umformverfahren, bei dem Metall durch gezielte Schläge plastisch verformt wird. In der schmiedischen und metallgestalterischen Ausbildung begegnet Dir das Treiben vor allem beim Herstellen von Schalen, Gefäßen, Reliefs, Beschlägen und plastischen Bauteilen aus Blech. Anders als beim spanenden Bearbeiten wird dabei kein Werkstoff abgetragen: Das Metall wird gestreckt, gestaucht, verdrängt oder geglättet.

Für ein kontrolliertes Arbeitsergebnis müssen Treibwerkzeug, Treibunterlage, Werkstoffzustand, Schlagrichtung und Schlagstärke zusammenpassen. Die Form der Hammerbahn oder Punze bestimmt, wie konzentriert der Schlag eingeleitet wird. Die Unterlage liefert den Gegenhalt und beeinflusst, ob das Blech großflächig gewölbt, örtlich vertieft oder fein modelliert wird.

Im Mittelpunkt dieses Lernkurses stehen die sichere Auswahl, Prüfung und Anwendung von Treibhämmern, Punzen, Stöckeln, Treibambossen, Treibsäcken, Holzmulden und Treibpech. Du lernst außerdem, typische Fehlerbilder zu beurteilen und einen Arbeitsablauf für eine einfache Treibarbeit fachgerecht zu planen.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du:

  1. Treibverfahren fachlich vom Schmieden, Ziselieren und spanenden Bearbeiten abgrenzen.
  2. wichtige Treibwerkzeuge nach Form, Wirkung und Einsatzgebiet unterscheiden.
  3. harte, formgebende, nachgiebige und plastische Treibunterlagen auswählen.
  4. Werkzeugflächen, Stiele, Werkstückauflage und Arbeitsplatz auf Sicherheit prüfen.
  5. Schlagfolge, Zwischenweichglühen und Schlichten für eine einfache Treibarbeit planen.
  6. Fehler wie Falten, Kerben, ungleichmäßige Wanddicke und Risse erklären und Gegenmaßnahmen ableiten.


Grundlagen des Treibens


Wirkprinzip

Beim Treiben wird die Kraft eines Schlages über eine Hammerbahn oder über ein zwischengeschaltetes Werkzeug in das Werkstück eingeleitet. Das Metall fließt örtlich. Auf einer harten Unterlage ist der Gegenhalt hoch; die Verformung wird klar begrenzt und die Oberfläche kann verdichtet oder geglättet werden. Auf einer nachgiebigen Unterlage kann das Blech ausweichen, sodass sich Wölbungen und Vertiefungen leichter entwickeln.

Die erreichbare Form hängt nicht nur von der Schlagkraft ab. Entscheidend sind auch:

  1. Werkstoff und Blechdicke.
  2. Größe, Wölbung und Politur der Werkzeugbahn.
  3. Härte und Kontur der Unterlage.
  4. Überdeckung und Rhythmus der Hammerschläge.
  5. Zustand des Metalls zwischen weich und kaltverfestigt.
  6. sichere Führung und ausreichende Auflage des Werkstücks.


Kaltverfestigung und Weichglühen

Viele Bleche werden beim Treiben kalt umgeformt. Durch die plastische Verformung steigt die Festigkeit, während die weitere Umformbarkeit abnimmt. Dieser Vorgang heißt Kaltverfestigung. Wird das Material zu hart weiterbearbeitet, können Risse entstehen. Besonders bei Kupfer und geeigneten Kupferlegierungen wird deshalb nach Bedarf weichgeglüht. Nach dem Glühen müssen Zunder, Oxide oder Verschmutzungen entsprechend dem betrieblichen Verfahren entfernt werden.

Merksatz: Nicht ein einzelner besonders starker Schlag erzeugt eine gute Treibform, sondern eine gleichmäßige Folge kontrollierter, überlappender Schläge auf einer passenden Unterlage.


Treibwerkzeuge

Treibwerkzeuge übertragen die Schlagenergie unmittelbar oder mittelbar auf das Werkstück. Ihre Arbeitsflächen müssen zur gewünschten Form passen und sauber, riefenfrei sowie ausreichend poliert sein. Jede Kerbe auf der Werkzeugbahn kann sich im Blech abzeichnen.


Treibhämmer

Ein Treibhammer besitzt eine oder mehrere geformte Bahnen. Die Hammermasse muss zum Werkstoff, zur Blechdicke und zur Größe der Arbeitsfläche passen. Ein zu schwerer Hammer erschwert die Kontrolle; ein zu leichter Hammer kann zu unnötig vielen Schlägen führen.

Werkzeug Kennzeichen Typische Wirkung Typischer Einsatz
Kugelhammer hochgewölbte, polierte Bahn punktuell bis kleinflächig streckend Vorformen, Wölben, Nieten
Treibhammer meist unterschiedlich gewölbte Bahnen kontrolliertes Vertiefen und Wölben Schalen, Gefäße, plastische Formen
Schweifhammer schmale, längliche oder gerundete Bahn gerichtetes Strecken in schmalen Zonen Übergänge, enge Radien, langgezogene Formen
Sickenhammer schmale, gerundete Bahn linienförmiges Ausformen Sicken, Rinnen und Randzonen
Spannhammer stark gewölbte, gut polierte Bahn örtliches Strecken und Spannen Ausbauchen und Korrigieren von Flächen
Schlichthammer breite, fein polierte Bahn glättend und verdichtend Schlichten, Planieren und Oberflächenangleichung
Holz- oder Kunststoffhammer weiche oder elastische Bahn geringe Oberflächenmarkierung Vorformen empfindlicher Oberflächen


Punzen, Stöckel und Hilfswerkzeuge

Nicht jede Stelle ist mit einer Hammerbahn direkt erreichbar. Dann wird die Schlagkraft über ein zwischengeschaltetes Werkzeug übertragen.

  1. Punzen: Werkzeuge mit verschieden geformten Arbeitsenden. Sie dienen zum örtlichen Vertiefen, Strukturieren oder Modellieren.
  2. Treibstöckel: Formwerkzeuge mit gerundeten, balligen oder profilierten Enden. Sie können in einer Aufnahme befestigt oder als Gegenform genutzt werden.
  3. Prelleisen: Gebogene Spezialwerkzeuge zum indirekten Ausformen schwer zugänglicher Bereiche, besonders bei engen Gefäßformen.
  4. Ziselierhammer: Leichter Hammer mit gut kontrollierbarer Schlagwirkung für Punzen und feine Modellierarbeiten.
  5. Schlichthammer und Polierwerkzeuge: Werkzeuge für die abschließende Verdichtung, Formkorrektur und Oberflächenberuhigung.

Beim Arbeiten mit Punzen muss das Werkzeug sicher geführt werden. Pilzförmig aufgestauchte Schlagköpfe, Ausbrüche und scharfe Grate sind gefährlich und müssen fachgerecht instand gesetzt oder ausgesondert werden.


Treibunterlagen

Die Treibunterlage stützt das Werkstück, nimmt den Schlagimpuls auf und beeinflusst die entstehende Form. Sie ist kein passiver Ablageplatz, sondern ein formbestimmender Teil des Werkzeugsystems.


Harte und formgebende Unterlagen

  1. Ambossbahn: Geeignet zum Strecken, Richten, Schlichten und Bearbeiten größerer Radien. Die Bahn muss sauber und unbeschädigt sein.
  2. Treibamboss: Besitzt ballige, gerundete oder speziell geformte Arbeitsflächen für Blech- und Gefäßformen.
  3. Treibstock oder Treibfaust: Meist stählerne, polierte Formkörper mit unterschiedlichen Radien. Sie dienen als Gegenform beim Aufziehen und Schlichten.
  4. Anke: Massiver Formblock mit halbkugeligen oder anders geformten Vertiefungen. In Verbindung mit passenden Punzen oder Kugeln entstehen definierte Wölbungen.
  5. Holzmulde oder Treibklotz: Formgebende Unterlage aus Hartholz. Sie ist weicher als Stahl und eignet sich gut zum groben Vorformen.


Nachgiebige und plastische Unterlagen

  1. Treibsack: Ein fest vernähter Ledersack mit geeignetem Füllstoff, häufig Sand. Er stützt das Blech, lässt aber eine räumliche Verformung zu.
  2. Treibpech oder Treibkitt: Erwärmte und formbare Einbettmasse für feine Relief- und Ziselierarbeiten. Nach dem Abkühlen hält sie das Werkstück flächig fest.
  3. Weiche Zwischenlagen: Je nach betrieblicher Aufgabe können geeignete Matten oder elastische Unterlagen zum schonenden Vorformen eingesetzt werden. Material und Temperaturbeständigkeit müssen zur Arbeit passen.
  4. Holzunterlage: Eine Mulde, ein Stirnholzklotz oder eine individuell ausgearbeitete Form ermöglicht großflächige Verformung mit geringerem Risiko tiefer Stahlabdrücke.

Wichtig: Blei wurde historisch als Treibunterlage verwendet. Wegen seiner Gesundheits- und Umweltgefahren ist es in der Ausbildung durch geeignete, sicherere Unterlagen zu ersetzen. Betriebliche Gefahrstoffregeln und Unterweisungen sind einzuhalten.


Auswahlhilfe

Arbeitsziel Geeignete Werkzeugform Geeignete Unterlage Begründung
grobe Wölbung gerundeter Treibhammer oder Holzhammer Treibsack oder Holzmulde das Blech kann kontrolliert ausweichen
definierte kleine Vertiefung Kugelpunze oder gerundeter Stöckel Anke oder passende Gegenform Werkzeug und Unterlage bilden ein abgestimmtes Formpaar
feines Relief kleine Punzen und Ziselierhammer Treibpech oder Treibkitt flächige Fixierung und fein dosierbarer Gegenhalt
Glätten Schlichthammer mit polierter Bahn polierter Treibstock oder Treibamboss hohe Auflage und geringe Oberflächenmarkierung
enge Innenform Prelleisen werkstückabhängige Außenabstützung indirekte Schlagübertragung erreicht schwer zugängliche Stellen


Werkzeugprüfung und Arbeitssicherheit

Vor Arbeitsbeginn führst Du eine Sicht- und Funktionsprüfung durch. Beschädigte Werkzeuge werden nicht weiterverwendet.

  1. Hammerkopf: fester Sitz, keine Risse, keine scharfkantigen Ausbrüche.
  2. Stiel: trocken, griffsicher, ohne Splitter oder Bruchstellen; Keilung und Sitz müssen einwandfrei sein.
  3. Arbeitsflächen: sauber, riefenfrei, passend gerundet und bei Schlichtarbeiten poliert.
  4. Punzenkopf: keine gefährliche Pilzbildung; Werkzeugkörper ohne Risse.
  5. Unterlage: kippsicher, ausreichend schwer oder sicher befestigt.
  6. Werkstück: entgratet, sicher geführt und so aufgelegt, dass es nicht wegspringen kann.
  7. Persönliche Schutzausrüstung: mindestens geeigneter Augen-, Gehör- und Fußschutz nach Gefährdungsbeurteilung; enganliegende Arbeitskleidung.
  8. Arbeitsumgebung: ausreichende Beleuchtung, freie Schlagzone und Schutz weiterer Personen vor Splittern und Lärm.

Treibpech und erwärmte Werkstücke erfordern zusätzliche Maßnahmen gegen Verbrennungen, Dämpfe und Brandgefahr. Wärmequellen dürfen nur nach Unterweisung genutzt werden. Beim Glühen gelten die betrieblichen Regeln für Feuerarbeit, Lüftung, Abschreckmedien und Umgang mit heißen Werkstücken.


Fachgerechter Arbeitsablauf


Beispiel: Eine einfache Schale treiben

  1. Arbeitsauftrag auswerten: Maße, Werkstoff, Blechdicke, Oberfläche und zulässige Abweichungen klären.
  2. Ronde herstellen: Kontur anreißen, ausschneiden und Kanten sorgfältig entgraten.
  3. Werkzeug auswählen: Treibhammer, Schlichthammer, Treibsack oder Holzmulde sowie geeigneten Treibstock bereitstellen.
  4. Werkzeug prüfen: Stiele, Bahnen, Unterlagen und Arbeitsplatz kontrollieren.
  5. Vorformen: Mit gleichmäßigen, sich überdeckenden Schlägen arbeiten und das Werkstück regelmäßig drehen.
  6. Form kontrollieren: Tiefe, Rundlauf, Randverlauf und Wanddicke wiederholt prüfen.
  7. Zwischenglühen: Bei deutlicher Kaltverfestigung nach Werkstoffvorgabe weichglühen und weiterbearbeiten.
  8. Schlichten: Auf einer passenden harten, polierten Gegenform Schlagmarken angleichen und die Kontur präzisieren.
  9. Nacharbeit: Kanten, Oberfläche und Maßhaltigkeit prüfen; Werkstück reinigen und dokumentieren.


Schlagtechnik

Der Hammer wird locker, aber sicher geführt. Die Schlagbewegung soll rhythmisch und wiederholbar sein. Die Bahn trifft möglichst vollflächig entsprechend ihrer Form auf. Seitliches Verkanten verursacht Halbmondabdrücke, Kerben oder unkontrolliertes Wandern des Werkstoffs. Statt einzelne Stellen mit Gewalt zu bearbeiten, verteilst Du die Umformung in geordneten Schlagbahnen.

Beim Treiben eines Gefäßes wird das Werkstück ständig gedreht und in kurzen Abständen kontrolliert. Dadurch erkennst Du frühzeitig, ob die Form aus der Achse läuft, der Rand wellig wird oder sich eine Zone zu stark verdünnt.


Typische Fehler und Korrekturen

Fehlerbild Mögliche Ursache Geeignete Maßnahme
tiefe einzelne Schlagmarken zu kleine Bahn, zu schwere Schläge oder beschädigte Werkzeugfläche Bahn prüfen, Schlagstärke reduzieren, gleichmäßiger überdecken
Falten am Rand zu schnelle Formänderung oder ungleichmäßige Materialverteilung kleinere Umformschritte, Falten frühzeitig zurückarbeiten, Arbeitsfolge anpassen
Risse starke Kaltverfestigung, Kerbe oder zu große örtliche Dehnung rechtzeitig weichglühen, Kerben vermeiden, Umformung verteilen
ungleichmäßige Wanddicke wiederholte Bearbeitung derselben Zone Schlagbahnen kennzeichnen, häufiger messen und Werkstück drehen
matte oder zerkratzte Oberfläche raue Hammerbahn, Schmutz oder harte Partikel auf der Unterlage Werkzeug und Unterlage reinigen und polieren
asymmetrische Form unregelmäßige Drehung oder schiefe Auflage Bezugslinien nutzen, Rundlauf prüfen, in kleinen Schritten korrigieren


Qualität beurteilen

Eine fachgerecht ausgeführte Treibarbeit wird nicht nur nach ihrem Aussehen bewertet. In der Ausbildung solltest Du folgende Kriterien nachvollziehbar prüfen:

  1. Formtreue: Maße, Tiefe, Radius und Symmetrie entsprechen der Zeichnung oder Vorlage.
  2. Wanddicke: Keine unzulässig dünnen Bereiche; Materialverteilung ist gleichmäßig.
  3. Oberfläche: Keine tiefen Kerben, Risse, scharfen Grate oder ungewollten Werkzeugabdrücke.
  4. Randverlauf: Rand ist gleichmäßig, frei von Falten und sauber nachgearbeitet.
  5. Werkstoffzustand: Keine Überhitzung, keine unzulässige Versprödung und keine verdeckten Anrisse.
  6. Dokumentation: Werkzeugwahl, Arbeitsfolge, Prüfungen und Abweichungen sind verständlich festgehalten.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aufgabe erfüllt eine Treibunterlage hauptsächlich? (Sie liefert Gegenhalt und beeinflusst die Form) (!Sie kühlt das Werkstück automatisch) (!Sie ersetzt jede Werkzeugprüfung) (!Sie verhindert grundsätzlich Kaltverfestigung)




Welches Werkzeug eignet sich besonders zum abschließenden Glätten? (Schlichthammer) (!Abschrot) (!Schraubenschlüssel) (!Bohrmeißel)




Warum werden Werkzeugbahnen beim Treiben sauber und poliert gehalten? (Damit sich keine Kerben und Riefen im Blech abzeichnen) (!Damit der Hammerkopf leichter wird) (!Damit das Blech magnetisch wird) (!Damit keine Werkstückprüfung nötig ist)




Welche Unterlage ist für grobes räumliches Vorformen besonders geeignet? (Treibsack) (!Flachfeile) (!Messschieber) (!Schweißwinkel)




Was beschreibt Kaltverfestigung? (Die Festigkeit steigt durch plastische Kaltumformung) (!Das Metall schmilzt durch Hammerschläge) (!Das Werkstück verliert jede Form) (!Der Hammerstiel wird härter)




Wann kann Zwischenweichglühen erforderlich werden? (Wenn der Werkstoff durch Umformung deutlich verfestigt ist) (!Wenn der Hammer frisch gereinigt wurde) (!Wenn die Unterlage besonders schwer ist) (!Wenn das Werkstück noch unbearbeitet ist)




Welcher Mangel macht eine Punze gefährlich? (Ein pilzförmig aufgestauchter Schlagkopf) (!Eine eindeutige Werkzeugkennzeichnung) (!Eine saubere polierte Arbeitsfläche) (!Eine passende Werkzeugablage)




Was ist beim Schlichten besonders wichtig? (Eine passende harte Gegenform und eine glatte Hammerbahn) (!Ein möglichst scharfkantiger Hammer) (!Eine lose aufgestellte Unterlage) (!Ein stark verschmutztes Werkstück)




Wodurch entsteht häufig eine asymmetrische Schale? (Durch unregelmäßiges Drehen und schiefe Auflage) (!Durch regelmäßige Zwischenkontrolle) (!Durch saubere Werkzeugbahnen) (!Durch gleichmäßige Schlagüberdeckung)




Welche Aussage zum Treibpech ist richtig? (Es fixiert das Werkstück für feine Modellierarbeiten) (!Es dient als Schneidmittel) (!Es ersetzt den Augen- und Gehörschutz) (!Es wird als Hammerstiel verwendet)





Memory

Kugelhammer punktuelles Wölben
Schlichthammer Glätten der Oberfläche
Treibsack nachgiebige Unterlage
Anke Formblock mit Vertiefungen
Treibpech Einbettung für feine Reliefarbeit
Prelleisen indirektes Formen enger Bereiche
Kaltverfestigung zunehmende Festigkeit beim Umformen
Weichglühen Wiederherstellung besserer Umformbarkeit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion
Treibhammer kontrolliertes Wölben und Vertiefen
Schlichthammer Glätten und Angleichen der Oberfläche
Treibstock harte polierte Gegenform
Treibsack nachgiebiger Gegenhalt zum Vorformen
Treibpech flächige Fixierung für feine Modellierung






Kreuzworträtsel

Treibhammer Welches Werkzeug formt Blech durch gezielte Schläge?
Treibsack Welche nachgiebige Unterlage ist häufig mit Sand gefüllt?
Treibpech Welche erwärmbare Masse fixiert Blech für Reliefarbeiten?
Kugelhammer Welcher Hammer besitzt eine stark gewölbte Bahn?
Anke Welcher Formblock besitzt verschieden geformte Vertiefungen?
Schlichthammer Welcher Hammer dient dem Glätten und Verdichten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Treiben gehört zu den spanlosen

. Eine gewölbte Hammerbahn kann das Blech örtlich

. Der mit Sand gefüllte

dient als nachgiebige Unterlage. Zum Glätten einer Oberfläche wird häufig ein

verwendet. Durch wiederholte Kaltumformung entsteht die

. Bei nachlassender Umformbarkeit kann ein

notwendig werden. Eine raue Werkzeugbahn überträgt unerwünschte

auf das Werkstück. Vor Arbeitsbeginn müssen Hammerstiel und Hammerkopf auf sicheren

geprüft werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugsteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einem Treibhammer mit Skizze, Bahnform, Einsatzgebiet und Sicherheitsprüfung.
  2. Unterlagenvergleich: Fotografiere oder zeichne Treibsack, Holzmulde und Treibstock und beschreibe jeweils den Gegenhalt.
  3. Fehlerbilder: Ordne fünf vorgegebene Oberflächenfehler möglichen Werkzeug- oder Anwendungsfehlern zu.
  4. Sicherheitscheck: Entwickle eine Checkliste für die Prüfung eines Treibarbeitsplatzes vor Arbeitsbeginn.


Standard

  1. Arbeitsplan: Plane die Herstellung einer kleinen Schale aus Kupferblech mit Arbeitsschritten, Werkzeugen, Prüfmitteln und Sicherheitsmaßnahmen.
  2. Werkzeugauswahl: Begründe für drei unterschiedliche Formzonen eines Werkstücks jeweils die Wahl von Hammer und Unterlage.
  3. Praxisversuch: Vergleiche an Probestücken die Wirkung einer harten Stahlunterlage, einer Holzmulde und eines Treibsacks.
  4. Videodokumentation: Produziere ein kurzes Lehrvideo über gleichmäßige Schlagüberdeckung und sichere Hammerführung.


Schwer

  1. Fehleranalyse: Untersuche ein gerissenes oder stark gefaltetes Übungsstück und entwickle eine fachlich begründete Korrekturstrategie.
  2. Werkzeugentwicklung: Entwirf einen Treibstöckel für eine vorgegebene Kontur und begründe Werkstoff, Radius, Befestigung und Oberflächengüte.
  3. Prozessvergleich: Vergleiche handwerkliches Treiben mit Tiefziehen und Gesenkschmieden hinsichtlich Werkzeugbindung, Stückzahl und Formfreiheit.
  4. Ausbildungsstation: Konzipiere eine vollständige Lernstation mit Musterstück, Arbeitsauftrag, Gefährdungsbeurteilung, Bewertungsbogen und Reflexionsfragen.




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Lernkontrolle

  1. Auswahl begründen: Für ein Relief, eine Schale und eine enghalsige Form wählst Du jeweils Werkzeug und Unterlage aus und begründest die Unterschiede.
  2. Arbeitsfehler übertragen: Eine Werkstatt meldet Risse nach mehreren Treibgängen. Entwickle eine Prüfreihenfolge, die Werkstoff, Werkzeug und Arbeitsweise berücksichtigt.
  3. Prozess planen: Erstelle aus einer technischen Skizze einen Arbeitsablauf mit Zwischenprüfungen und Entscheidungspunkten für das Weichglühen.
  4. Qualität bewerten: Vergleiche zwei Werkstücke anhand von Symmetrie, Wanddicke, Randverlauf und Oberflächenzustand und formuliere eine fachliche Freigabeentscheidung.
  5. Sicherheit entscheiden: Beurteile einen Arbeitsplatz mit losem Amboss, beschädigtem Hammerstiel und aufgestauchter Punze. Leite konkrete Sofortmaßnahmen ab.
  6. Verfahren abgrenzen: Erkläre an einem selbst gewählten Bauteil, welche Formbereiche durch Treiben, Ziselieren, Biegen oder Schmieden zweckmäßig hergestellt werden.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind besonders wichtig:

  1. sichere Benennung und Zuordnung der wesentlichen Treibwerkzeuge.
  2. begründete Auswahl einer geeigneten Treibunterlage.
  3. fachgerechte Prüfung von Hammer, Punze, Unterlage und Arbeitsplatz.
  4. nachvollziehbarer Arbeitsplan mit Werkzeugfolge und Zwischenprüfungen.
  5. kontrollierte, gleichmäßige Schlagtechnik an einem Übungsstück.
  6. Erkennen von Kaltverfestigung und begründete Entscheidung zum Zwischenweichglühen.
  7. Qualitätsprüfung von Form, Oberfläche, Wanddicke und Rand.
  8. Dokumentation typischer Fehler sowie geeigneter Korrekturmaßnahmen.
  9. konsequente Einhaltung der betrieblichen Arbeitsschutzvorgaben.




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