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Geschmiedete Oberflächen schleifen - Schmied 1

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Geschmiedete Oberflächen schleifen - Schmied 1



Einleitung

Beim Schleifen geschmiedeter Oberflächen verbindest Du handwerkliches Formgefühl mit kontrolliertem Materialabtrag. Ziel ist nicht einfach eine möglichst glänzende Fläche. Je nach Zeichnung, Arbeitsauftrag und späterer Nutzung sollen Zunder, Grate, einzelne Hammerschläge oder Bearbeitungsspuren entfernt, Übergänge angeglichen, Maße eingehalten und Flächen für eine Beschichtung, Montage oder weitere Wärmebehandlung vorbereitet werden. Das Schleifen gehört zu den spanenden Fertigungsverfahren mit geometrisch unbestimmten Schneiden.

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in der Metalltechnik, insbesondere an angehende Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung sowie an Lernende in der Schmiedepraxis. Du lernst, geschmiedete Oberflächen zu beurteilen, geeignete Maschinen und Schleifmittel auszuwählen, einen Arbeitsablauf zu planen, typische Schleiffehler zu vermeiden und die Qualität fachgerecht zu prüfen.

Wichtig: Praktische Schleifarbeiten führst Du nur nach betrieblicher Unterweisung, gemäß Betriebsanweisung und unter Beachtung der Gefährdungsbeurteilung aus. Ein Video oder Lerntext ersetzt keine Einweisung an der konkreten Maschine.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses Lernkurses kannst Du:

  1. Schmiedeoberfläche beurteilen: Zunder, Grate, Schmiedespuren und mögliche Fehlstellen voneinander unterscheiden.
  2. Schleifmittel auswählen: Körnung, Bauform und Einsatzgebiet auf Werkstoff und Arbeitsziel abstimmen.
  3. Arbeitsablauf planen: Vom Grobschliff bis zur Qualitätskontrolle eine sichere Reihenfolge festlegen.
  4. Arbeitssicherheit: Gefährdungen durch Schleifkörperbruch, Rückschlag, Funken, Staub, Lärm und Vibrationen berücksichtigen.
  5. Qualitätssicherung: Maß, Form, Kanten, Übergänge und Oberflächenbild nach Vorgabe kontrollieren.


Fachlicher Input


Die geschmiedete Oberfläche beurteilen

Beim Schmieden entstehen charakteristische Oberflächen. Eine dunkle Oxidschicht heißt Zunder. Sie bildet sich, wenn der erwärmte Stahl mit Sauerstoff reagiert. Zusätzlich können Hammerschläge, Gesenkspuren, ein Schmiedegrat, kleine Vertiefungen oder bewusst erhaltene Strukturen sichtbar sein. Vor dem Schleifen klärst Du deshalb, welche Merkmale entfernt werden dürfen und welche zum gewünschten Erscheinungsbild gehören.

Eine fachgerechte Beurteilung beginnt mit dem Arbeitsauftrag. Prüfe Zeichnung, Maßtoleranzen, Bearbeitungszugaben, Sichtflächen, Funktionsflächen, spätere Fügestellen und die vorgesehene Beschichtung. Risse, Schmiedefalten, Überlappungen oder tiefe Fehlstellen dürfen nicht einfach „weggeschliffen“ werden. Sie müssen nach betrieblicher Vorgabe bewertet und gegebenenfalls der verantwortlichen Fachkraft gemeldet werden. Übermäßiger Abtrag kann den Querschnitt schwächen, Radien verändern oder ein Werkstück unter Maß bringen.


Schleifmaschinen und handwerkliche Werkzeuge

Für geschmiedete Bauteile kommen unterschiedliche Werkzeuge infrage. Entscheidend sind Werkstückgröße, Kontur, Zugänglichkeit, geforderte Abtragsleistung und gewünschtes Schliffbild.

Werkzeug oder Maschine Typischer Einsatz Fachlicher Hinweis
Winkelschleifer Grober und mittlerer Abtrag, Entgraten, Übergänge bearbeiten Nur zugelassene Schruppscheiben, Fiberscheiben, Fächerschleifscheiben oder Bürstwerkzeuge entsprechend Herstellerangabe verwenden
Bandschleifer Flächen, Kanten, Radien und gleichmäßige Übergänge Bandlauf, Auflage, Kontaktrolle, Bandgeschwindigkeit und Schleifband müssen zur Aufgabe passen
Geradschleifer Engstellen, Innenradien und schwer zugängliche Konturen Zulässige Drehzahl und Werkzeugaufnahme besonders sorgfältig prüfen
Schleifbock Kleine Werkstücke, Kanten und Werkzeugpflege Werkstückauflage und Schutzeinrichtungen nach Betriebsanweisung einstellen
Feile und Schleifleinen Kontrollierter Handabtrag, Nacharbeit und Finish Hieb, Form und Körnung passend zur Kontur wählen


Schleifmittel fachgerecht auswählen

Ein Schleifmittel wird nicht nur nach der Körnungszahl ausgewählt. Wichtig sind auch Schleifkorn, Bindung oder Unterlage, Bauform, Abmessung, zulässige Arbeitshöchstgeschwindigkeit und Eignung für den Werkstoff. Bei Stahl werden häufig Schleifmittel auf Basis von Aluminiumoxid, Zirkonkorund oder keramischem Korn eingesetzt. Maßgeblich bleiben die Herstellerkennzeichnung und die betriebliche Freigabe.

Eine kleine Körnungszahl steht für ein grobes Korn und hohen Materialabtrag. Eine größere Körnungszahl steht für ein feineres Korn und ein feineres Schliffbild. Die Körnungsfolge darf keine zu großen Sprünge enthalten, sonst bleiben tiefe Riefen des vorherigen Arbeitsgangs sichtbar. Für nichtrostende Stähle werden dafür vorgesehene, getrennt gelagerte Schleifmittel verwendet, damit eisenhaltige Fremdpartikel keine spätere Fremdrostbildung begünstigen.


Arbeit vorbereiten

Vor dem Einschalten der Maschine planst Du den gesamten Arbeitsgang. Eine sichere Vorbereitung verhindert Fehlbearbeitung und reduziert Unfallrisiken.

  1. Arbeitsunterlagen prüfen: Zeichnung, Arbeitsplan, Materialangabe, Toleranzen und gewünschte Oberflächenwirkung klären.
  2. Werkstück vorbereiten: Werkstück abkühlen lassen, lose Zunderschichten entfernen, Fehlstellen markieren und das Bauteil gegen Verrutschen sichern.
  3. Maschine kontrollieren: Schutzhaube, Zusatzhandgriff, Schalter, Leitung, Stecker, Werkzeugaufnahme und vorgeschriebene Prüfkennzeichnung kontrollieren.
  4. Schleifwerkzeug prüfen: Eignung, Beschädigungen, Abmessung, Verfalls- oder Verwendbarkeitsangaben und zulässige Drehzahl beachten.
  5. Arbeitsbereich sichern: Funkenflug lenken, brennbare Stoffe entfernen, Absaugung bereitstellen und betriebliche Brandschutzmaßnahmen umsetzen.
  6. Persönliche Schutzausrüstung anlegen: Augen- und Gesichtsschutz, Gehörschutz, geeignete Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe und erforderlichen Atemschutz verwenden.


Der fachgerechte Schleifablauf

Der Schleifablauf beginnt mit einem klaren Bezug: Welche Fläche oder Kontur ist maßgebend? Markiere die zu bearbeitenden Bereiche und kontrolliere die vorhandene Bearbeitungszugabe. Beim Schruppschleifen wird Zunder oder überschüssiges Material mit hoher Abtragsleistung entfernt. Beim Zwischenschliff werden Form und Übergänge vereinheitlicht. Der Feinschliff reduziert die Rautiefe und bereitet die Oberfläche auf den geforderten Endzustand vor.

Führe das Schleifwerkzeug ruhig und gleichmäßig. Vermeide langes Verweilen auf einer Stelle, überhöhten Anpressdruck und steile Werkzeugstellungen, die tiefe Riefen erzeugen. Überlappende Schleifbahnen helfen, Wellen zu vermeiden. Beim Wechsel zur nächsten Körnung kann eine geänderte Schleifrichtung sinnvoll sein: So erkennst Du, ob die Riefen des vorherigen Schleifgangs vollständig entfernt wurden.

Kontrolliere Maße und Konturen frühzeitig und wiederholt. Kurz vor dem Sollmaß wird mit geringerem Abtrag weitergearbeitet. Kanten werden nur entsprechend Zeichnung gebrochen oder verrundet. Bei wärmebehandelten oder härtbaren Werkstücken ist die Temperatur besonders kritisch. Scharfe Schleifmittel, angepasster Druck, kurze Kontaktzeiten und die vorgegebene Kühlstrategie verringern die Gefahr einer unzulässigen Erwärmung. Ein heißes Werkstück darf nicht eigenmächtig abgeschreckt werden, wenn dadurch Gefüge, Härte oder Form beeinflusst werden könnten.


Geschmiedete Struktur erhalten oder vollständig glätten

In der Metallgestaltung ist eine vollständig plane Fläche nicht immer das Ziel. Bei einem sichtbar handgeschmiedeten Geländer, Beschlag oder Werkzeug kann die gewollte Hammerschlagstruktur erhalten bleiben. Dann entfernst Du nur lose Oxidschichten, scharfe Grate und störende Spitzen. Funktionsflächen, Passflächen oder Schweißvorbereitungen verlangen dagegen oft einen klar definierten, gleichmäßigen Bearbeitungszustand.

Das gewünschte Finish muss deshalb vor Arbeitsbeginn feststehen. Eine dekorative Schleifstruktur darf keine Maßabweichung, Kerbwirkung oder verdeckte Fehlstelle erzeugen. Optische Muster werden gleichmäßig angelegt und an einem Probestück erprobt.


Qualität prüfen und dokumentieren

Eine gute Oberfläche wird nicht nur mit der Hand „glattgefühlt“. Du vergleichst das Ergebnis mit Zeichnung, Arbeitsanweisung und Referenzmuster.

Prüfmerkmal Geeignete Kontrolle Typische Abweichung
Maß Messschieber, Bügelmessschraube, Lehre Untermaß durch zu hohen Abtrag
Form und Kontur Richtkante, Radiuslehre, Schablone Wellen, Mulden oder ungleichmäßige Übergänge
Kanten Sicht- und Tastprüfung, Lehre Ungewolltes Verrunden oder scharfer Restgrat
Oberflächenbild Streiflicht, Vergleichsmuster, gegebenenfalls Rauheitsmessung Riefen, Restzunder, ungleichmäßige Schleifrichtung
Temperaturanzeichen Sichtprüfung und Prozessbeobachtung Anlauffarben als Warnzeichen für zu hohe Wärmeeinbringung
Fehlstellen Sichtprüfung und vorgeschriebenes Prüfverfahren Riss, Schmiedefalte oder nicht zulässige Vertiefung

Das Ergebnis wird nach betrieblicher Vorgabe dokumentiert. Dazu können Werkstücknummer, verwendete Körnungen, Prüfmittel, Messwerte, festgestellte Abweichungen und Freigabe gehören. Besonders bei sicherheitsrelevanten Schmiedeteilen darf eine Fehlstelle nicht durch Nacharbeit verdeckt werden.


Typische Schleiffehler und ihre Ursachen

Schleiffehler Mögliche Ursache Fachgerechte Reaktion
Tiefe Riefen Zu grobe Körnung, verschmutztes Schleifmittel oder verkantete Führung Ursache beseitigen und mit geeigneter Körnungsfolge nacharbeiten
Wellen und Mulden Ungleichmäßige Bewegung oder zu langes Verweilen Auflage und Führung verbessern, häufiger kontrollieren
Verrundete Kanten Werkzeug über die Kante kippen oder zu lange an der Kante schleifen Kante schützen und Bearbeitungswinkel stabil halten
Anlauffarben Zu hoher Druck, stumpfes Schleifmittel oder zu lange Kontaktzeit Arbeit stoppen, Ursache klären und Bauteilbewertung veranlassen
Restzunder Unzugängliche Kontur oder ungleichmäßige Bearbeitung Passendes Werkzeug für Radius oder Vertiefung auswählen
Fremdrostgefahr Gemeinsame Schleifmittel für Baustahl und nichtrostenden Stahl Werkstoffbezogene Schleifmittel trennen und kennzeichnen


Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Beim Schleifen können Schleifkörper oder Werkstückteile brechen und mit hoher Energie weggeschleudert werden. Weitere Gefährdungen entstehen durch Rückschlag, Funkenflug, Brand, scharfe Kanten, heiße Oberflächen, Lärm, Hand-Arm-Vibrationen und Schleifstaub. Die Schutzmaßnahmen richten sich nach Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Maschinenhersteller und Werkstoff.

Beim Winkelschleifer verwendest Du nur für Maschine und Aufgabe geeignete Werkzeuge. Die zulässige Drehzahl des Schleifwerkzeugs darf nicht überschritten werden. Schutzhaube und Zusatzhandgriff bleiben montiert. Das Werkstück wird sicher eingespannt und der Winkelschleifer mit beiden Händen geführt. Eine Trennschleifscheibe darf nicht zum Seitenschleifen verwendet werden. Vor Werkzeugwechsel, Reinigung oder Störungsbeseitigung wird die Energiezufuhr sicher unterbrochen.

Augen- und Gesichtsschutz schützen vor Funken und Partikeln, Gehörschutz vor schädlichem Lärm. Eng anliegende, schwer entflammbare Arbeitskleidung reduziert die Gefahr durch Funken. Atemschutz wird eingesetzt, wenn die Gefährdungsbeurteilung dies verlangt; vorrangig sind wirksame Absaugung und staubarme Verfahren. Handschuhe werden nur entsprechend Betriebsanweisung und Gefährdungsbeurteilung getragen. An Maschinen mit Einzugsgefahr können Handschuhe selbst eine zusätzliche Gefahr darstellen. Schleifstaub wird abgesaugt oder mit geeigneten Verfahren beseitigt, nicht unkontrolliert mit Druckluft verteilt.


Fachbegriffe kompakt

Fachbegriff Bedeutung
Zunder Oxidschicht auf Stahl, die bei hoher Temperatur entsteht
Schruppschleifen Schleifen mit hoher Abtragsleistung zur groben Formgebung
Feinschleifen Schleifen mit feinerer Körnung zur Verbesserung des Oberflächenbildes
Körnung Größenkennzeichnung der Schleifkörner
Anpressdruck Kraft, mit der Schleifwerkzeug und Werkstück aufeinander wirken
Arbeitshöchstgeschwindigkeit Maximal zulässige Umfangsgeschwindigkeit eines Schleifwerkzeugs
Rautiefe Kennwert zur Beschreibung der Unebenheiten einer Oberfläche
Anlauffarbe Farbige Oxidschicht, die nach Wärmeeinwirkung auf Metall entstehen kann
Fremdrost Korrosionserscheinung durch eingetragene eisenhaltige Partikel auf einer Oberfläche


Fachquellen und Vertiefung

  1. DGUV Information 209-002 Schleifen: Gefährdungen, Maschinen, Schleifwerkzeuge und Schutzmaßnahmen.
  2. BGHM Arbeitsschutz Kompakt 074 Winkelschleifer: Hinweise zur Auswahl, Prüfung und sicheren Benutzung.
  3. BGHM Themenfeld Schleifen: Praxishilfen, Regeln und Filme zur Oberflächenbearbeitung.
  4. Schleifen: Grundlagen des Fertigungsverfahrens.
  5. Schmieden: Werkstoffumformung, Werkzeuge und typische Schmiedemerkmale.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Zu welcher Hauptgruppe der Fertigungsverfahren gehört das Schleifen? (Spanen) (!Urformen) (!Fügen) (!Beschichten)




Wie heißt die Oxidschicht auf einer heiß geschmiedeten Stahloberfläche? (Zunder) (!Grat) (!Span) (!Flussmittel)




Was muss vor dem Schleifen zuerst geklärt werden? (Arbeitsauftrag und Bearbeitungszugabe) (!Möglichst hohe Drehzahl) (!Möglichst starker Anpressdruck) (!Glanzgrad ohne Zeichnung)




Welche Aussage zur Trennschleifscheibe ist richtig? (Sie darf nicht zum Seitenschleifen verwendet werden) (!Sie ersetzt jede Schruppscheibe) (!Sie wird ohne Schutzhaube benutzt) (!Sie darf über ihrer Höchstdrehzahl laufen)




Was kennzeichnet eine kleine Körnungszahl? (Grobes Korn und hoher Abtrag) (!Feines Korn und geringer Abtrag) (!Eine niedrige Motordrehzahl) (!Eine kleine Werkstückbreite)




Was kann auf eine zu hohe Wärmeeinbringung hinweisen? (Anlauffarben) (!Ein sauberer Radius) (!Eine korrekte Lehre) (!Ein gleichmäßiger Bandlauf)




Warum kann die Schleifrichtung beim Körnungswechsel geändert werden? (Alte Schleifriefen werden besser erkannt) (!Der Werkstoff wird dadurch weicher) (!Die Schutzhaube wird überflüssig) (!Die Körnung wird automatisch feiner)




Warum werden Schleifmittel für nichtrostenden Stahl getrennt gelagert? (Sie sollen Fremdrost vermeiden helfen) (!Sie sollen Zunder erzeugen) (!Sie sollen den Stahl magnetisch machen) (!Sie sollen die Drehzahl erhöhen)




Woran orientiert sich die Qualitätsprüfung? (Zeichnung und Arbeitsanweisung) (!Nur am Glanz der Fläche) (!Nur am Geräusch der Maschine) (!Nur an der Farbe des Schleifmittels)




Wie wird ein Winkelschleifer bei der Arbeit geführt? (Mit beiden Händen) (!Nur am Maschinengehäuse) (!Ohne Zusatzhandgriff) (!Mit einer Hand am Werkstück)





Memory

Zunder Oxidschicht auf heiß bearbeitetem Stahl
Schruppschleifen Hoher Materialabtrag
Feinschleifen Verfeinern des Schliffbildes
Körnung Größe der Schleifkörner
Schutzhaube Abschirmung gegen Partikel und Bruchstücke
Anpressdruck Kraft zwischen Werkzeug und Werkstück
Anlauffarbe Hinweis auf Wärmeeinwirkung
Fremdrost Eingetragene eisenhaltige Partikel





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Zunder Oxidschicht nach dem Erwärmen
Schruppschleifen Grober Materialabtrag
Feinschleifen Verfeinerung der Oberfläche
Körnungsfolge Wechsel von grob zu fein
Anpressdruck Kraft in der Kontaktzone
Qualitätsprüfung Vergleich mit Zeichnung und Vorgabe






Kreuzworträtsel

Zunder Wie heißt die Oxidschicht auf heiß bearbeitetem Stahl?
Körnung Welcher Begriff beschreibt die Größe der Schleifkörner?
Schutzhaube Welche Einrichtung schirmt Funken und Bruchstücke teilweise ab?
Bandschleifer Welche Maschine arbeitet mit einem umlaufenden Schleifband?
Entgraten Wie heißt das Entfernen scharfer Grate?
Anpressdruck Welche Kraft wirkt zwischen Schleifwerkzeug und Werkstück?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Schleifen ist ein spanendes Fertigungsverfahren mit geometrisch

Schneiden.
Die Oxidschicht einer heiß geschmiedeten Stahloberfläche heißt

.
Vor dem Materialabtrag muss die zulässige

geklärt werden.
Das Werkstück wird gegen Verrutschen sicher

.
Eine kleine Körnungszahl bezeichnet ein

Schleifkorn.
Die Bearbeitung erfolgt in der Regel von grob nach

.
Eine Trennschleifscheibe darf nicht zum

eingesetzt werden.
Anlauffarben können auf eine zu hohe

hinweisen.
Die Schutzhaube des Winkelschleifers muss korrekt

sein.
Das fertige Werkstück wird mit Zeichnung und

verglichen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Oberflächenmerkmale fotografieren: Fotografiere unter Anleitung drei geschmiedete Übungsstücke und kennzeichne Zunder, Grat, Hammerschlag und bereits geschliffene Bereiche.
  2. Fachwortkarten erstellen: Gestalte Karten zu Zunder, Körnung, Anpressdruck, Rautiefe, Anlauffarbe und Fremdrost.
  3. Werkzeugvergleich: Vergleiche Winkelschleifer, Bandschleifer und Feile in einer Tabelle nach Abtrag, Genauigkeit und Einsatzbereich.
  4. Sicherheitsplakat: Entwirf ein Werkstattplakat mit den wichtigsten Kontrollen vor dem Einsatz eines Winkelschleifers.


Standard

  1. Körnungsreihe untersuchen: Bearbeite unter Aufsicht Probestücke mit mehreren freigegebenen Körnungen und dokumentiere Schliffbild, Zeit und sichtbare Riefen.
  2. Arbeitsplan für einen Schmiedehaken: Plane die Oberflächenbearbeitung eines geschmiedeten Hakens vom Entfernen losen Zunders bis zur Endkontrolle.
  3. Fachinterview: Befrage eine erfahrene Fachkraft, wie sie gewollte Schmiedestruktur von unzulässigen Fehlstellen unterscheidet.
  4. Fehleranalyse im Video: Drehe ein kurzes Lehrvideo, in dem Du Schleiffehler an vorbereiteten Musterstücken erklärst, ohne laufende Maschinen zu bedienen.


Schwer

  1. Versuchsplan zum Wärmeeintrag: Entwickle mit Deiner Lehrkraft einen sicheren Versuchsplan, um den Einfluss von Anpressdruck und Kontaktzeit auf die Werkstücktemperatur zu vergleichen.
  2. Prüfplan entwickeln: Erstelle für ein geschmiedetes Bauteil einen Prüfplan mit Merkmal, Prüfmittel, Prüfhäufigkeit und Annahmekriterium.
  3. Gefährdungsbeurteilung modellieren: Analysiere einen Schleifarbeitsplatz nach technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.
  4. Oberflächenprojekt dokumentieren: Bearbeite unter Aufsicht ein Werkstück mit sichtbarer Schmiedestruktur und dokumentiere Entscheidungen, Körnungsfolge, Messungen, Fehlerkorrekturen und Endkontrolle.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Verfahrenswahl begründen: Ein geschmiedeter Geländerabschluss soll seine Hammerschlagstruktur behalten, aber keine scharfen Kanten aufweisen. Begründe Werkzeugwahl, Arbeitsfolge und Prüfkriterien.
  2. Wärmeschaden analysieren: Auf einem gehärteten Werkstück erscheinen beim Schleifen blaue Anlauffarben. Analysiere mögliche Ursachen, Risiken und das weitere Vorgehen.
  3. Fehlstelle bewerten: Eine Vertiefung könnte entweder ein tiefer Hammerschlag oder eine Schmiedefalte sein. Entwickle einen Entscheidungsweg, bevor Material abgetragen wird.
  4. Maschinen vergleichen: Vergleiche Bandschleifer und Winkelschleifer für eine lange, leicht gewölbte Fläche und begründe, welche Maschine Du für welche Teilaufgabe einsetzt.
  5. Sicherheitsfall lösen: In Richtung des Funkenflugs stehen Kartons und eine zweite Person arbeitet ohne Gesichtsschutz. Leite technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen ab.
  6. Qualitätsabweichung erklären: Ein Bauteil ist optisch glatt, liegt aber an einer Stelle unter Maß. Erkläre, warum die Oberfläche trotzdem nicht freigegeben werden darf und wie der Fehler künftig vermieden wird.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. den Zustand einer geschmiedeten Oberfläche fachsprachlich beschreibst.
  2. ein geeignetes Schleifverfahren und Schleifmittel begründet auswählst.
  3. einen sicheren Arbeitsablauf einschließlich Werkstückspannung und Schutzmaßnahmen planst.
  4. Maß, Form, Kanten und Oberflächenbild mit passenden Prüfmitteln bewertest.
  5. typische Schleiffehler analysierst und geeignete Korrekturmaßnahmen ableitest.
  6. Deine Arbeitsschritte, Messwerte und Entscheidungen nachvollziehbar dokumentierst.




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