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Oberflächen durch Auftragschweißen gestalten - Schmied

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Oberflächen durch Auftragschweißen gestalten - Schmied




Oberflächen durch Auftragschweißen gestalten - Schmied


Einleitung

Beim Auftragschweißen trägst Du einen metallischen Werkstoff durch Schweißen auf die Oberfläche eines Bauteils auf. Anders als beim Verbindungsschweißen steht nicht das Fügen zweier Bauteile im Mittelpunkt, sondern der gezielte Aufbau einer funktionsgerechten Schicht. Diese Schicht kann verschlissene Bereiche wieder auf Maß bringen, die Lebensdauer eines Werkzeugs verlängern oder den Widerstand gegen Verschleiß, Korrosion und thermische Beanspruchung erhöhen. Für angehende Schmiedinnen und Schmiede ist das Verfahren besonders wichtig, weil Gesenke, Ambosse, Zangen, Schneiden, Führungen und Maschinenteile häufig hohen Druck-, Schlag- und Reibbeanspruchungen ausgesetzt sind.

Das Bild zeigt das Hartauftragen an einer Extruderschnecke. Der Auftragwerkstoff bildet nach dem Erstarren eine widerstandsfähige Funktionsschicht.

In diesem aiMOOC lernst Du, die Beanspruchung einer Oberfläche zu beurteilen, einen geeigneten Schichtaufbau zu planen, das Bauteil fachgerecht vorzubereiten, Schweißraupen kontrolliert aufzutragen und das Ergebnis zu prüfen. Der Kurs richtet sich an Lernende in der beruflichen Ausbildung der Metalltechnik, besonders im Schmiedehandwerk und in der Instandhaltung.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du:

  1. Auftragschweißen erklären: Du unterscheidest Auftragschweißen vom Verbindungsschweißen und von anderen Beschichtungsverfahren.
  2. Beanspruchungen beurteilen: Du erkennst Abrasion, Adhäsion, Erosion, Korrosion, Schlag- und Temperaturbeanspruchung.
  3. Auftragwerkstoffe auswählen: Du begründest die Wahl eines geeigneten Zusatzwerkstoffs und eines passenden Schweißverfahrens.
  4. Arbeitsabläufe planen: Du legst Vorbereitung, Vorwärmen, Raupenfolge, Zwischenlagentemperatur und Nacharbeit fest.
  5. Qualität prüfen: Du bewertest Schichtdicke, Oberflächenbild, Anbindung, Rissfreiheit und Maßhaltigkeit.
  6. Sicher arbeiten: Du beachtest Schweißrauch, Strahlung, elektrische Gefährdungen, Brandgefahr und heiße Werkstücke.


Fachliche Grundlagen


Was bedeutet Auftragschweißen?

Auftragschweißen ist das Beschichten eines Werkstücks durch Schweißen. Der Volumenaufbau entsteht überwiegend durch den zugeführten Auftragwerkstoff, beispielsweise als Stabelektrode, Massivdraht, Fülldraht oder Pulver. Die Oberfläche des Grundwerkstoffs wird dabei so weit aufgeschmolzen, dass eine metallurgische Verbindung zwischen Grundwerkstoff und Auftrag entsteht. Dadurch haftet die Schicht sehr fest, das Bauteil wird jedoch auch thermisch beeinflusst.

In der Praxis werden drei wichtige Zielrichtungen unterschieden:

  1. Panzern: Eine verschleißbeständige Schicht schützt gegen Abrasion, Erosion, Schlag oder eine Kombination dieser Beanspruchungen.
  2. Plattieren: Eine korrosions- oder hitzebeständige Schicht schützt den Grundwerkstoff vor chemischem oder thermischem Angriff.
  3. Puffern: Eine Zwischenschicht gleicht ungünstige Werkstoffkombinationen aus, vermindert Spannungen oder schafft einen geeigneten Untergrund für die Decklage.

Die Abbildung zeigt eine Plattierung in einem Rohr. Solche Schichten können einen tragfähigen Grundwerkstoff mit einer korrosionsbeständigen Oberfläche kombinieren.


Typische Aufgaben im Schmiede- und Instandhaltungsbereich

Beim Schmieden wirken hohe Kräfte, wechselnde Temperaturen und wiederholte Schläge. Deshalb können Kanten ausbrechen, Flächen einlaufen oder Werkzeugkonturen ihr Sollmaß verlieren. Auftragschweißen ist sinnvoll, wenn der Grundkörper noch ausreichend tragfähig ist und eine Reparatur technisch sowie wirtschaftlich vertretbar bleibt.

Typische Anwendungen sind das Wiederherstellen verschlissener Gesenkkonturen, das Verstärken beanspruchter Führungen, der Aufbau von Schneid- und Scherflächen, der Schutz von Greifer- und Zangenbereichen sowie die Instandsetzung von Walzen, Wellen, Schnecken, Baggerzähnen oder Förderschnecken. Bei sicherheitsrelevanten Bauteilen darf jedoch nur nach freigegebenen Arbeitsanweisungen, Schweißanweisungen und betrieblichen Vorgaben gearbeitet werden.


Verschleißarten erkennen

Die Auswahl des Auftragwerkstoffs beginnt mit der Frage: Welche Beanspruchung zerstört die Oberfläche?

  1. Abrasion: Harte Partikel oder raue Gegenkörper ritzen, schneiden oder pflügen Material aus der Oberfläche.
  2. Adhäsion: Gleitende Metallflächen haften örtlich aneinander; beim Weiterbewegen werden Werkstoffteilchen herausgerissen.
  3. Erosion: Strömende Gase, Flüssigkeiten oder Partikel tragen die Oberfläche ab.
  4. Schlagverschleiß: Stoßartige Belastungen können plastische Verformung, Risse oder Ausbrüche verursachen.
  5. Korrosion: Chemische oder elektrochemische Reaktionen greifen den Werkstoff an.
  6. Thermische Ermüdung: Wiederholtes Erwärmen und Abkühlen erzeugt Spannungen und kann ein Netz feiner Risse verursachen.

Eine sehr harte Schicht ist nicht automatisch die beste Lösung. Bei hoher Schlagbeanspruchung kann eine zu spröde Hartschicht ausbrechen. Häufig ist deshalb ein zäher Grund- oder Pufferauftrag mit einer darauf abgestimmten verschleißfesten Decklage erforderlich.


Werkstoffe und Schichtaufbau


Grundwerkstoff, Pufferlage und Decklage

Der Grundwerkstoff trägt die mechanische Belastung des Bauteils. Seine Werkstoffgruppe, sein Kohlenstoffgehalt, sein vorhandener Wärmebehandlungszustand und mögliche Vorschädigungen beeinflussen die Schweißbarkeit. Unbekannte Werkstoffe müssen vor der Reparatur möglichst eindeutig bestimmt werden, zum Beispiel anhand von Zeichnungen, Werkstoffkennzeichnungen, Funkenprobe als Orientierung oder betrieblicher Werkstoffanalyse.

Die Pufferlage liegt zwischen Grundwerkstoff und Decklage. Sie kann Spannungen aufnehmen, Rissausbreitung bremsen und die Verbindung zwischen unterschiedlichen Werkstoffen verbessern. Die Decklage erzeugt die gewünschte Oberflächenfunktion. Je nach Beanspruchung kommen unter anderem eisenbasierte, nickelbasierte oder kobaltbasierte Auftragwerkstoffe sowie Legierungen mit eingelagerten Hartphasen infrage.

Für stark abrasiven Verschleiß werden häufig harte eisenbasierte Legierungen mit Karbiden eingesetzt. Bei Schlagbeanspruchung ist eine zähere, weniger spröde Lösung erforderlich. Nickel- und kobaltbasierte Systeme können Vorteile bei Korrosion, hohen Temperaturen oder kombinierten Beanspruchungen bieten. Die endgültige Auswahl muss sich nach Herstellerdaten, Werkstoffverträglichkeit, Bauteiltemperatur, Nachbearbeitbarkeit und betrieblicher Schweißanweisung richten.


Aufmischung und Wärmeeinfluss

Als Aufmischung wird der Anteil des aufgeschmolzenen Grund- oder Lagenwerkstoffs im neu erstarrten Schweißgut bezeichnet. Eine zu starke Aufmischung kann die chemische Zusammensetzung der Funktionsschicht verändern und damit Härte, Korrosionsbeständigkeit oder Verschleißverhalten verschlechtern. Zu wenig Einbrand kann dagegen zu Bindefehlern führen. Ziel ist daher eine sichere metallurgische Anbindung bei kontrollierter Aufmischung.

Die Wärmeeinbringung beeinflusst außerdem die Wärmeeinflusszone, den Verzug und die Eigenspannungen. Stromstärke, Lichtbogenspannung, Schweißgeschwindigkeit, Elektroden- oder Drahtdurchmesser, Raupenbreite und Pendelbewegung müssen aufeinander abgestimmt sein. Vorwärmtemperatur und Zwischenlagentemperatur richten sich nach Grundwerkstoff, Bauteildicke, Legierung, Wasserstoffangebot und gewünschter Gefügeausbildung. Pauschale Temperaturwerte sind deshalb ungeeignet; maßgeblich sind die freigegebene Schweißanweisung und die Angaben des Zusatzwerkstoffherstellers.


Geeignete Schweißverfahren


Lichtbogenhandschweißen mit Stabelektrode

Das Lichtbogenhandschweißen mit umhüllter Stabelektrode, Prozess 111, ist flexibel und für Reparaturen gut einsetzbar. Die Umhüllung bildet Schutzgas und Schlacke. Nach jeder Raupe muss die Schlacke vollständig entfernt werden. Das Verfahren eignet sich für schwer zugängliche Bereiche und wechselnde Einsatzorte, verlangt aber eine sichere Elektrodenführung und sorgfältige Zwischenreinigung.

Die Darstellung zeigt den Lichtbogen, die abschmelzende Stabelektrode, das Schmelzbad und die erstarrende Schlacke.


MAG-Schweißen mit Massiv- oder Fülldraht

Beim MAG-Schweißen wird der Zusatzwerkstoff kontinuierlich als Draht zugeführt. Für Stahlwerkstoffe werden unter anderem Prozess 135 mit Massivdraht und Prozess 136 mit Fülldraht eingesetzt. Fülldrähte können hohe Abschmelzleistungen und speziell abgestimmte Legierungen für Puffer-, Aufbau- oder Hartlagen bieten. Schutzgasmenge, Brennerhaltung, Stick-out, Drahtvorschub und Fahrgeschwindigkeit müssen stabil gehalten werden.

Das Schema verdeutlicht Drahtführung, Schutzgas, Schmelzbad und erstarrtes Schweißgut beim Metall-Schutzgasschweißen.


Plasma-Pulver- und Laserauftragschweißen

Beim Plasma-Pulver-Auftragschweißen wird ein Metallpulver in einen konzentrierten Plasmalichtbogen eingebracht. Das Verfahren ermöglicht gut steuerbare Schichten und ist besonders für automatisierte Anwendungen geeignet. Beim Laserauftragschweißen erzeugt ein Laser ein kleines Schmelzbad; Pulver oder Draht werden gezielt zugeführt. Die örtlich begrenzte Wärmeeinbringung kann Verzug und Wärmeeinfluss reduzieren, verlangt jedoch präzise Prozessführung und aufwendige Anlagentechnik.

Für die Ausbildung im Schmiedehandwerk stehen meist E-Hand- und MAG-Verfahren im Vordergrund. Plasma- und Laserverfahren zeigen jedoch, wie Auftragschweißen in automatisierten Reparatur- und Beschichtungsprozessen weiterentwickelt wird.


Arbeitsablauf in der Werkstatt


Auftrag prüfen und Schweißfolge planen

Vor Arbeitsbeginn werden Bauteilfunktion, Grundwerkstoff, Schadensbild, Sollkontur und spätere Beanspruchung geklärt. Zeichnung, Reparaturvorgabe und Schweißanweisung bestimmen, welche Bereiche abgetragen, gepuffert, aufgebaut und fertigbearbeitet werden. Zusätzlich ist zu prüfen, ob Risse, starke Verformungen oder eine unzulässige Gefügeänderung gegen eine Reparatur sprechen.

Eine sinnvolle Arbeitsfolge lautet:

  1. Bauteil beurteilen: Schadensursache, Restquerschnitt, Werkstoff und Reparaturgrenzen feststellen.
  2. Oberfläche vorbereiten: Öl, Fett, Rost, Zunder, Farbe und beschädigtes Material vollständig entfernen; Risse fachgerecht ausarbeiten.
  3. Bauteil temperieren: Vorgeschriebene Vorwärmtemperatur gleichmäßig herstellen und kontrollieren.
  4. Puffer- oder Aufbaulage schweißen: Raupenfolge, Überlappung und Zwischenreinigung einhalten.
  5. Funktionslage auftragen: Wärmeeinbringung und Schichtdicke kontrollieren; unnötige Verdünnung vermeiden.
  6. Abkühlen und nacharbeiten: Vorgeschriebene Abkühlbedingungen einhalten, anschließend schleifen, fräsen, drehen oder schmieden, soweit freigegeben.
  7. Prüfen und dokumentieren: Sichtprüfung, Maßprüfung und erforderliche Zusatzprüfungen durchführen.


Raupenführung und Verzug beherrschen

Schmale, gleichmäßige Raupen sind meist leichter zu kontrollieren als sehr breite Pendelraupen. Benachbarte Raupen müssen so überlappen, dass keine tiefen Täler oder Bindefehler entstehen. Bei größeren Flächen können versetzte Raupenfolgen, Gegenlagen oder abschnittsweises Arbeiten den Verzug verringern. Jede Lage muss von Schlacke, Spritzern und Schleifstaub befreit werden, bevor die nächste Lage folgt.

Die Zwischenlagentemperatur ist regelmäßig zu prüfen. Wird das Bauteil zu heiß, können Gefüge, Härte und Verzug ungünstig beeinflusst werden. Kühlt es zu stark ab, kann das Risiko harter Gefügebereiche oder wasserstoffunterstützter Risse steigen. Eine kontrollierte Arbeitsweise ist daher wichtiger als eine möglichst hohe Schweißgeschwindigkeit.


Arbeitsschutz und Umweltschutz

Beim Auftragschweißen entstehen intensive optische Strahlung, Schweißrauch, heiße Metalloberflächen, Spritzer und elektrische Gefährdungen. Beim Schleifen kommen Funken, Staub, Lärm und wegfliegende Partikel hinzu. Bestimmte Legierungsbestandteile können gesundheitsschädliche Rauche bilden. Deshalb sind Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und betriebliche Schutzmaßnahmen verbindlich.

Wichtige Maßnahmen sind eine wirksame Erfassung des Schweißrauchs an der Entstehungsstelle, geeigneter Schweißhelm, Schutzkleidung, Schweißerhandschuhe, Sicherheitsschuhe, Gehör- und Augenschutz bei der Nacharbeit sowie Brand- und Explosionsschutz. Beschichtete oder verunreinigte Bauteile dürfen erst geschweißt werden, wenn gefährliche Rückstände fachgerecht entfernt und die Risiken bewertet wurden. Heiße Werkstücke sind zu kennzeichnen und gegen unbeabsichtigtes Berühren zu sichern.


Qualität prüfen und Fehler vermeiden


Prüfkriterien

Eine brauchbare Auftragsschicht muss fest angebunden, rissarm beziehungsweise entsprechend der Verfahrensvorgabe rissfrei, gleichmäßig und maßhaltig sein. Je nach Auftrag werden folgende Prüfungen kombiniert:

  1. Sichtprüfung: Raupenbild, Risse, Poren, Einbrandkerben, Bindefehleranzeichen und Spritzer beurteilen.
  2. Maßprüfung: Schichtdicke, Höhe, Breite, Kontur und Bearbeitungszugabe messen.
  3. Oberflächenprüfung: Farbeindring- oder Magnetpulverprüfung nach Vorgabe einsetzen.
  4. Härteprüfung: Härteverlauf oder Oberflächenhärte mit geeigneter Methode kontrollieren.
  5. Dokumentation: Zusatzwerkstoff, Charge, Parameter, Temperaturen, Raupenfolge und Prüfergebnis festhalten.


Häufige Fehlerursachen

Risse können durch einen ungeeigneten Zusatzwerkstoff, zu hohe Härte, mangelndes Vorwärmen, schnelle Abkühlung, Wasserstoff oder ungünstige Eigenspannungen entstehen. Poren werden unter anderem durch Feuchtigkeit, Schmutz, ungeeigneten Gasschutz oder einen instabilen Lichtbogen begünstigt. Bindefehler können aus zu geringer Energie, falschem Brennerwinkel, zu hoher Schweißgeschwindigkeit oder mangelhafter Zwischenreinigung entstehen. Zu starke Aufmischung entsteht häufig durch unnötig tiefen Einbrand oder übermäßige Wärmeeinbringung.

Ein Fehler darf nicht nur zugeschliffen und verdeckt werden. Zuerst muss seine Ursache geklärt werden. Danach wird der fehlerhafte Bereich vollständig entfernt und nach einer freigegebenen Reparaturfolge neu aufgebaut.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das Hauptziel des Auftragschweißens? (Eine funktionsgerechte metallische Schicht aufbauen) (!Zwei Bauteile ausschließlich durch Druck verbinden) (!Ein Werkstück ohne Wärmeeinwirkung lackieren) (!Nur die Farbe einer Oberfläche verändern)




Welche Aufgabe hat eine Pufferlage? (Sie verbessert die Verträglichkeit zwischen Grundwerkstoff und Decklage) (!Sie ersetzt grundsätzlich jede Vorwärmung) (!Sie verhindert ohne weitere Maßnahmen jeden Verzug) (!Sie dient nur zur optischen Kennzeichnung)




Welche Beanspruchung beschreibt Abrasion? (Harte Teilchen tragen Material durch Ritzen oder Pflügen ab) (!Eine Flüssigkeit löst den Werkstoff ausschließlich chemisch) (!Das Bauteil wird nur durch Zug gedehnt) (!Die Oberfläche wird ohne Kontakt magnetisiert)




Was bedeutet Aufmischung beim Auftragschweißen? (Anteil aufgeschmolzenen Grund- oder Lagenwerkstoffs im Schweißgut) (!Mischung verschiedener Schutzhelme) (!Reinigung des Bauteils mit Wasser) (!Abkühlung des Werkstücks an der Luft)




Welches Verfahren wird mit der Prozessnummer 111 bezeichnet? (Lichtbogenhandschweißen mit umhüllter Stabelektrode) (!MAG-Schweißen mit Massivdraht) (!Laserauftragschweißen mit Pulver) (!Widerstandspunktschweißen)




Warum wird die Zwischenlagentemperatur kontrolliert? (Um Gefüge, Rissrisiko und Wärmeeinbringung zu beherrschen) (!Um die Farbe des Schutzgases festzulegen) (!Um die Länge des Massekabels zu bestimmen) (!Um das Werkstück absichtlich zu verunreinigen)




Was muss vor dem Überschweißen einer E-Hand-Raupe entfernt werden? (Die Schlacke) (!Die Werkstückkennzeichnung) (!Das Massekabel) (!Der gesamte Grundwerkstoff)




Welche Prüfung gehört zur unmittelbaren Qualitätskontrolle? (Sicht- und Maßprüfung der Auftragsschicht) (!Wiegen der persönlichen Schutzausrüstung) (!Messen der Raumhöhe) (!Zählen aller Werkzeuge im Betrieb)




Welche Maßnahme reduziert die Belastung durch Schweißrauch besonders wirksam? (Erfassung des Rauchs nahe an der Entstehungsstelle) (!Öffnen des Schweißhelms während des Schweißens) (!Verlängern des Lichtbogens ohne Prozessprüfung) (!Abdecken der Absaugöffnung)




Welche Aussage zur Werkstoffwahl ist fachlich richtig? (Die Beanspruchung und der Grundwerkstoff bestimmen den Schichtaufbau) (!Die härteste Elektrode ist für jedes Bauteil optimal) (!Der Grundwerkstoff spielt bei Reparaturen keine Rolle) (!Eine Decklage kann ohne Vorbereitung auf jede Oberfläche geschweißt werden)





Memory

Panzern Schutz gegen Verschleiß
Plattieren Schutz gegen Korrosion oder Hitze
Puffern Ausgleich zwischen Werkstoffen
Aufmischung Vermischung mit aufgeschmolzenem Grundwerkstoff
Abrasion Materialabtrag durch harte Teilchen
Zwischenlagentemperatur Temperatur vor der nächsten Schweißlage





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bauteil beurteilen Schadensursache und Grundwerkstoff klären
Oberfläche vorbereiten Schmutz und geschädigtes Material entfernen
Vorwärmen Vorgeschriebene Bauteiltemperatur herstellen
Funktionslage auftragen Verschleiß- oder Korrosionsschutz erzeugen
Qualität prüfen Schicht und Kontur kontrollieren






Kreuzworträtsel

Aufmischung Wie heißt die Vermischung von Auftragwerkstoff und aufgeschmolzenem Grundwerkstoff?
Abrasion Wie heißt der Verschleiß durch harte Teilchen, die ritzen oder pflügen?
Panzern Wie heißt das Auftragschweißen zum Schutz gegen Verschleiß?
Plattieren Wie heißt das Auftragen einer korrosionsbeständigen Schicht?
Puffern Wie heißt das Aufbringen einer ausgleichenden Zwischenschicht?
Vorwärmen Wie heißt das kontrollierte Erwärmen des Bauteils vor dem Schweißen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim Auftragschweißen wird eine metallische

auf einem Grundwerkstoff aufgebaut. Eine Schicht gegen starken Verschleiß wird als

bezeichnet. Eine Zwischenschicht zum Ausgleich unterschiedlicher Werkstoffe heißt

. Der Anteil aufgeschmolzenen Grundwerkstoffs im Schweißgut wird

genannt. Vor dem Schweißen müssen Öl, Rost, Zunder und beschädigtes Material von der

entfernt werden. Beim Lichtbogenhandschweißen wird nach jeder Raupe die

beseitigt. Die Temperatur vor dem Schweißen wird als

bezeichnet. Nach dem Auftrag werden Raupenbild, Schichtdicke und

geprüft.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Verschleißbilder sammeln: Fotografiere drei verschlissene Metalloberflächen in der Werkstatt und beschreibe, ob Abrasion, Schlag, Adhäsion oder Korrosion wahrscheinlich ist.
  2. Begriffskarten erstellen: Gestalte Karten zu Grundwerkstoff, Auftragwerkstoff, Pufferlage, Decklage, Aufmischung und Wärmeeinflusszone.
  3. Schutzmaßnahmen prüfen: Erstelle für einen Auftragschweißplatz eine Checkliste mit Absaugung, persönlicher Schutzausrüstung, Brandschutz und Kennzeichnung heißer Teile.
  4. Raupenbilder vergleichen: Skizziere eine gleichmäßige Raupenfolge und eine fehlerhafte Raupenfolge und markiere Überlappung, Täler und mögliche Bindefehler.


Standard

  1. Schaden analysieren: Untersuche ein ausgemustertes Werkzeug und entwickle eine begründete Vermutung zur Schadensursache.
  2. Arbeitsplan erstellen: Plane die Instandsetzung einer verschlissenen Zangen- oder Gesenkfläche vom Reinigen bis zur Endkontrolle.
  3. Zusatzwerkstoff auswählen: Vergleiche zwei Herstellerdatenblätter für Auftragwerkstoffe und begründe, welcher Werkstoff besser zu Abrasion oder Schlagbeanspruchung passt.
  4. Probeschweißung dokumentieren: Fertige unter Aufsicht eine Probefläche an und dokumentiere Strom, Spannung, Drahtvorschub oder Elektrodendurchmesser, Raupenfolge und Temperaturführung.


Schwer

  1. Reparaturkonzept entwickeln: Entwirf für ein verschlissenes Schmiedewerkzeug einen mehrlagigen Aufbau aus Puffer-, Aufbau- und Decklage und begründe jede Lage.
  2. Prüfplan erstellen: Lege Sichtprüfung, Maßprüfung, Härteprüfung und gegebenenfalls eine Oberflächenrissprüfung für eine Auftragsschicht fest.
  3. Reparatur oder Ersatz bewerten: Vergleiche Reparatur und Neubeschaffung hinsichtlich Material, Arbeitszeit, Stillstand, Lebensdauer und Risiko.
  4. Lernvideo produzieren: Drehe ein kurzes Fachvideo, das Vorbereitung, Vorwärmen, Raupenfolge, Zwischenreinigung und Prüfung einer Auftragsschweißung erklärt, ohne reale Schweißarbeiten ungeschützt zu filmen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fall Gesenkverschleiß: Ein Gesenk zeigt tiefe Riefen und einzelne Kantenausbrüche. Erkläre, welche Verschleißarten zusammenwirken könnten und welche Eigenschaften die Auftragsschicht besitzen muss.
  2. Pufferlage begründen: Begründe anhand eines Werkstoffwechsels, warum eine Pufferlage technisch sinnvoller sein kann als das direkte Aufbringen einer sehr harten Decklage.
  3. Temperaturabweichung beurteilen: Beschreibe mögliche Folgen, wenn die vorgeschriebene Vorwärm- oder Zwischenlagentemperatur deutlich unter- beziehungsweise überschritten wird.
  4. Rissursache ermitteln: Nach dem Abkühlen entstehen Querrisse in der Auftragsschicht. Entwickle eine strukturierte Ursachenanalyse und schlage geeignete Gegenmaßnahmen vor.
  5. E-Hand und MAG vergleichen: Wähle für eine schwer zugängliche Einzelreparatur und für eine große Serienfläche jeweils ein Verfahren und begründe Deine Entscheidung.
  6. Prüfergebnis bewerten: Eine Schicht ist maßhaltig, weist aber Poren und ungleichmäßige Raupenübergänge auf. Entscheide, ob eine Nacharbeit genügt oder der Bereich entfernt werden muss, und begründe das weitere Vorgehen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du:

  1. die Funktion des Auftragschweißens und die Begriffe Panzern, Plattieren und Puffern fachgerecht erklärst,
  2. Verschleiß- und Korrosionsbeanspruchungen an einem Bauteil erkennst,
  3. Grundwerkstoff, Auftragwerkstoff und Schichtaufbau aufeinander abstimmst,
  4. einen sicheren und nachvollziehbaren Arbeitsplan erstellst,
  5. Aufmischung, Wärmeeinbringung, Vorwärm- und Zwischenlagentemperatur in ihrer Wirkung beurteilst,
  6. typische Fehlerbilder analysierst und geeignete Gegenmaßnahmen begründest,
  7. eine Auftragsschicht nach Sicht, Maß und gegebenenfalls Härte oder Oberflächenrissen prüfst,
  8. Arbeitsschutz, Absaugung, Brandschutz und persönliche Schutzausrüstung konsequent einplanst,
  9. Deine Arbeitsparameter und Prüfergebnisse vollständig dokumentierst.




OERs zum Thema


Weitere frei zugängliche Medien

  1. Wikimedia Commons: Hardface Welding
  2. Wikimedia Commons: Cladding-Auftragschweißung
  3. Wikimedia Commons: Principle of laser cladding
  4. Wikimedia Commons: Schweißkabine mit lokaler Absaugung



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte