Maschinelles Schmieden mit Hilfswerkzeugen - Schmied

Maschinelles Schmieden mit Hilfswerkzeugen - Schmied
Maschinelles Schmieden mit Hilfswerkzeugen - Schmied
Einleitung
Beim maschinellen Schmieden mit Hilfswerkzeugen wird ein erwärmtes Werkstück durch die schnelle Schlagbewegung eines Maschinenhammers oder durch die Druckwirkung einer Schmiedepresse umgeformt. Hilfswerkzeuge übertragen, begrenzen oder führen die Umformkraft. Sie ermöglichen beispielsweise das Recken, Breiten, Stauchen, Absetzen, Kehlen, Lochen, Trennen, Schlichten und Richten.
Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im Metallhandwerk, besonders an angehende Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung, sowie an Lernende in verwandten metalltechnischen Berufen. Du lernst, Maschinen, Einsätze und Hilfswerkzeuge fachgerecht auszuwählen, einen Arbeitsablauf zu planen, typische Fehler zu beurteilen und die wesentlichen Regeln des Arbeits- und Gesundheitsschutzes anzuwenden. Praktische Arbeiten dürfen nur nach Unterweisung, entsprechend der Betriebsanweisung und unter Aufsicht einer fachkundigen Person durchgeführt werden.
Das Bild zeigt die Arbeit an einem Maschinenhammer. Entscheidend ist nicht nur die Kraft des Hammers, sondern das abgestimmte Zusammenspiel von Werkstücktemperatur, Werkzeugform, Werkstückführung, Schlagenergie und Vorschub.
Lernziele
Nach der Bearbeitung dieses Kurses kannst Du die Baugruppen eines Maschinenhammers benennen, geeignete Hilfswerkzeuge zuordnen und einen sicheren Schmiedeablauf erläutern. Du kannst außerdem Umformvorgänge anhand ihrer Materialbewegung unterscheiden, Qualitätsmerkmale prüfen und begründen, wann ein Werkstück erneut erwärmt, nachgerichtet oder ausgesondert werden muss.
Fachliche Grundlagen
Schmieden als Umformverfahren
Schmieden ist ein spanloses Umformen von Metallen. Das Werkstück wird durch Druck- oder Schlagkräfte plastisch verformt. Beim Warm- und Halbwarmumformen wird die Formänderung durch eine geeignete Werkstücktemperatur erleichtert. Der zulässige Temperaturbereich hängt vom Werkstoff ab. Anlass- oder Glühfarben können eine Orientierung geben, ersetzen aber keine Werkstoffangabe, Arbeitsanweisung oder Temperaturmessung.
Beim Freiformschmieden ist die Form nicht vollständig durch ein geschlossenes Gesenk vorgegeben. Das Werkstück wird zwischen Sätteln oder mit Hilfswerkzeugen schrittweise bewegt und umgeformt. Beim Gesenkschmieden füllt der Werkstoff eine vorgegebene Gravur. In der handwerklichen Metallgestaltung ist das maschinelle Freiformschmieden besonders wichtig, weil Einzelstücke und Kleinserien flexibel hergestellt werden können.

Maschinenhammer und Schmiedepresse
Ein Maschinenhammer gibt die Umformenergie in kurzen, schnellen Schlägen an das Werkstück ab. Eine Schmiedepresse wirkt dagegen mit einer vergleichsweise langsamen Druckbewegung. Beim Hammer beeinflussen unter anderem Bärmasse, Hub, Schlagenergie, Schlagfolge und Steuerung das Arbeitsergebnis. Das Bärgewicht ist nicht mit der tatsächlich übertragenen Schlagenergie gleichzusetzen.
Zu den wichtigen Baugruppen eines Maschinenhammers gehören Hammergestell, Antrieb, Führung, Bär, Obersattel, Untersattel, Schabotte, Steuerung und Fundament. Die Schabotte trägt den Untersattel und leitet einen großen Teil der Schlagkräfte in das Fundament ein. Ober- und Untersattel müssen fest sitzen, zueinander ausgerichtet und für den Arbeitsgang geeignet sein.
| Maschine | Kennzeichen | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Lufthammer | Der Bär wird pneumatisch bewegt; die Schlagfolge lässt sich meist fein steuern. | Flexibles Freiformschmieden, Einzelstücke und Kleinserien |
| Federhammer | Ein mechanischer Antrieb bewegt den Bär über ein Federsystem. | Handwerkliche Schmiedearbeiten und wiederkehrende Umformschritte |
| Fallhammer | Die Umformenergie entsteht wesentlich durch die Fallbewegung des Bärs. | Freiform- oder Gesenkschmieden, je nach Bauart |
| Schmiedepresse | Das Werkstück wird durch eine langsamere Druckbewegung umgeformt. | Große Querschnitte, kontrollierte Umformung und Gesenkarbeiten |


Werkzeuge und Hilfswerkzeuge
Einsätze, Sättel und Gesenke
Sättel sind die unmittelbar am Maschinenhammer eingesetzten Arbeitsflächen. Flache Sättel eignen sich zum Schlichten und für gleichmäßige Querschnittsänderungen. Gewölbte oder entsprechend gerundete Sättel fördern eine stärkere Materialverdrängung und können das Recken unterstützen. Gesenke besitzen eine formgebende Kontur. Ober- und Untergesenk müssen zusammenpassen und sicher befestigt sein.

Handgeführte Hilfswerkzeuge
Handgeführte Hilfswerkzeuge werden zwischen Maschinensattel und Werkstück eingesetzt oder am Werkstück angesetzt. Sie müssen für die Verwendung am Maschinenhammer vorgesehen, unbeschädigt und betrieblich freigegeben sein. Ihre Arbeitsflächen dürfen keine gefährlichen Ausbrüche oder überstehenden Grate besitzen.
| Hilfswerkzeug | Hauptaufgabe | Fachlicher Hinweis |
|---|---|---|
| Schlichthammer | Flächen glätten und Unebenheiten ausgleichen | Mit maßvoller Schlagenergie und sauberer Bahn arbeiten |
| Setzhammer | Schultern und Absätze herstellen | Werkzeug rechtwinklig ansetzen und Maßzugabe berücksichtigen |
| Kehlwerkzeug oder Voller | Werkstoff örtlich verdrängen und einen Querschnitt zum Recken vorbereiten | Kerbwirkung und zu kleine Radien vermeiden |
| Schrotmeißel | Warmes Material trennen | Nicht vollständig auf dem gehärteten Untersattel durchschlagen |
| Lochwerkzeug und Dorn | Loch vorformen, aufweiten oder kalibrieren | Loch von beiden Seiten ausarbeiten und Zunder entfernen |
| Federgesenk oder Klappergesenk | Ober- und Unterform geführt zueinander halten | Führung, Federwirkung und Griffbereich vor Arbeitsbeginn prüfen |
| Richtwerkzeug | Verzug korrigieren und Bauteile ausrichten | Überrichten vermeiden und Zwischenkontrollen durchführen |

Schmiedezangen und Werkstückführung
Die Schmiedezange ist kein formgebendes Hilfswerkzeug, aber für die sichere Werkstückführung entscheidend. Maulform und Maulweite müssen zum Querschnitt passen. Eine ungeeignete Zange kann das Werkstück verkanten, herausrutschen lassen oder zu einer unsicheren Körperhaltung führen. Das Werkstück wird so geführt, dass Hände und Körper außerhalb des Gefahrenbereichs bleiben. Verlängerungen und Haltestangen dürfen nur nach betrieblicher Freigabe verwendet werden.
Grundlegende Umformvorgänge
| Umformvorgang | Materialbewegung | Typischer Einsatz von Hilfswerkzeugen |
|---|---|---|
| Recken oder Strecken | Länge nimmt zu, Querschnitt nimmt ab | Kehlwerkzeug, gewölbter Sattel oder Voller |
| Breiten | Breite nimmt zu, Dicke nimmt ab | Flachsattel oder Schlichthammer |
| Stauchen | Länge nimmt ab, Querschnitt nimmt zu | Stauchplatte, Setzwerkzeug oder geeigneter Sattel |
| Absetzen | Ein Querschnitt wird mit einer klaren Schulter abgestuft | Setzhammer, Absetzer oder passendes Gesenk |
| Kehlen | Eine örtliche Vertiefung wird eingearbeitet | Kehlwerkzeug oder Voller |
| Lochen und Dornen | Eine Öffnung wird hergestellt und auf Maß gebracht | Lochwerkzeug, Dorn und Lochplatte |
| Trennen | Das Werkstück wird warm eingeschnitten oder getrennt | Schrotmeißel oder Abschrotwerkzeug |
| Schlichten | Oberfläche und Form werden geglättet und maßlich angenähert | Schlichthammer oder flache Sättel |
Ein gleichmäßiges Ergebnis entsteht durch wiederholtes Drehen, Vorschieben und Wenden des Werkstücks. Beim Recken dürfen die Schläge nicht nur an einer Stelle wirken. Sonst entstehen Einschnürungen, Falten oder ungleichmäßige Querschnitte. Hilfswerkzeuge mit kleinen Radien konzentrieren die Umformung stark; zu scharfe Übergänge erhöhen jedoch die Gefahr von Kerben und Rissen.
Arbeitsplanung und Durchführung
Arbeitsauftrag auswerten
Vor dem Schmieden werden Zeichnung, Schablone oder Muster ausgewertet. Zu bestimmen sind Ausgangsquerschnitt, Werkstoff, Fertigmaß, Bearbeitungszugaben, Schmiedefolge, Hilfswerkzeuge, benötigte Erwärmungen und Prüfschritte. Bei komplexen Werkstücken wird die Reihenfolge so geplant, dass bereits fertige Bereiche nicht unnötig erneut verformt oder überhitzt werden.
Fachgerechter Arbeitsablauf
- Arbeitsvorbereitung: Zeichnung, Werkstoff, Ausgangsmaß, Schmiedefolge und Prüfmittel festlegen.
- Maschinenkontrolle: Sicht- und Funktionsprüfung nach Betriebsanweisung durchführen; Sättel, Gesenke und Schutzeinrichtungen kontrollieren.
- Werkzeugauswahl: Zange, Hilfswerkzeuge und Prüfmittel passend zum Querschnitt und zum Umformschritt bereitstellen.
- Erwärmen: Werkstück gleichmäßig und werkstoffgerecht erwärmen; Überhitzen, Verbrennen und unnötige Zunderbildung vermeiden.
- Greifen und Positionieren: Werkstück sicher fassen, auflegen und den Gefahrenbereich freihalten.
- Vorschmieden: Grobform mit geeigneten Sätteln herstellen und Material gezielt verteilen.
- Hilfswerkzeug einsetzen: Werkzeug rechtwinklig und stabil ansetzen; Schlagenergie dem Arbeitsgang anpassen.
- Zwischenprüfen: Maße, Geradheit, Oberfläche und Temperatur kontrollieren; bei Bedarf erneut erwärmen.
- Fertigstellen: Schlichten, Richten, Kanten und Übergänge prüfen, Werkstück sicher ablegen und Arbeit dokumentieren.
Zusammenarbeit und Kommunikation
Arbeiten mehrere Personen zusammen, muss vor Beginn feststehen, wer die Maschine bedient, wer das Werkstück führt und wer Hilfswerkzeuge ansetzt. Kommandos müssen eindeutig sein. Nur die vereinbarte Person gibt das Startsignal. Bei Unklarheit, verrutschtem Werkzeug, unsicherem Griff oder unerwartetem Maschinenverhalten wird der Arbeitsgang sofort unterbrochen.
Arbeitssicherheit
Maschinelles Schmieden verbindet Hitze, Lärm, Schwingungen, bewegte Massen, Zunderflug und hohe Umformkräfte. Deshalb haben Unterweisung, Betriebsanweisung, Gefährdungsbeurteilung und betriebliche Freigaben Vorrang vor allgemeinen Lehrbuchangaben.
| Gefährdung | Mögliche Folge | Schutzmaßnahme |
|---|---|---|
| Bewegter Bär und Werkzeugraum | Quetschen oder Scheren | Hände niemals in den Werkzeugraum bringen; geeignete Zangen und Hilfsmittel verwenden |
| Herausgeschleudertes Werkstück | Stoß-, Schnitt- oder Verbrennungsverletzung | Passende Zange verwenden, Werkstück sicher greifen und seitliche Auswurfrichtung meiden |
| Zunder und Funken | Augen- und Hautverletzung | Augen- oder Gesichtsschutz, geeignete Arbeitskleidung und geschlossene Sicherheitsschuhe tragen |
| Lärm und Schwingungen | Gehörschädigung und Belastung | Vorgeschriebenen Gehörschutz verwenden und Maschinenfundament instand halten |
| Fehlerhaftes Hilfswerkzeug | Abplatzen, Verkanten oder Rückschlag | Vor jeder Benutzung Stiel, Kopf, Arbeitsfläche und Führung prüfen |
| Zu kaltes oder überhitztes Werkstück | Risse, Bruch oder Werkstoffschädigung | Werkstoffgerechten Temperaturbereich einhalten und rechtzeitig nachwärmen |
| Unklare Zusammenarbeit | Fehlbetätigung und Kollision | Zuständigkeiten, Zeichen und Abbruchsignal vor Arbeitsbeginn vereinbaren |
Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören nach betrieblicher Festlegung Schutzbrille oder Gesichtsschutz, Gehörschutz, flammhemmende eng anliegende Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe und geeignete trockene Handschuhe. Schmuck, lose Kleidung und ungesicherte lange Haare sind im Arbeitsbereich unzulässig. Werkstücke werden nach dem Schmieden eindeutig als heiß gekennzeichnet oder in einem vorgesehenen Bereich abgelegt.
Qualität und typische Fehler
Qualitätsmerkmale
Ein gutes Schmiedeteil erfüllt die geforderten Maße, besitzt gleichmäßige Übergänge und zeigt keine Falten, Risse, tiefen Kerben oder unzulässigen Satteldrücke. Die Oberfläche darf die nachfolgende Bearbeitung nicht unnötig erschweren. Bei maßgebenden Bauteilen sind zusätzlich Werkstoffzustand, Faserverlauf, Prüfanforderungen und Dokumentation zu beachten.
Fehlerbilder und Ursachen
| Fehlerbild | Mögliche Ursache | Korrektur oder Vorbeugung |
|---|---|---|
| Einschnürung | Zu viele Schläge an derselben Stelle | Werkstück gleichmäßig vorschieben und drehen |
| Schiefe Schulter | Setzhammer verkantet oder Werkstück falsch aufgelegt | Werkzeug ausrichten und Auflage kontrollieren |
| Falte | Werkstoff wurde ungünstig gestaucht oder überlappt | Materialfluss früher korrigieren und kleinere Umformschritte wählen |
| Riss | Ungeeignete Temperatur, scharfer Radius oder zu starke Umformung | Werkstoffgerecht erwärmen, Übergänge abrunden und Umformgrad verteilen |
| Tiefer Werkzeugabdruck | Schlagenergie zu hoch oder Werkzeugfläche beschädigt | Schlagenergie reduzieren und Werkzeug instand setzen |
| Maßabweichung | Fehlende Zwischenprüfung oder falsche Zugabe | Frühzeitig messen und Schmiedeplan anpassen |
| Verzug | Ungleichmäßige Erwärmung oder einseitige Umformung | Gleichmäßig erwärmen, symmetrisch arbeiten und kontrolliert richten |
Werkzeugpflege und Instandhaltung
Hilfswerkzeuge werden gereinigt, auf Risse, Ausbrüche, Gratbildung, Verformung und lockere Stiele geprüft. Beschädigte Werkzeuge werden ausgesondert und fachgerecht instand gesetzt. Sättel und Gesenke müssen sauber aufliegen und korrekt befestigt sein. Wartungsarbeiten an Maschinen dürfen nur nach Herstellerangaben, betrieblichem Wartungsplan und gegen unbeabsichtigtes Anlaufen gesichert durchgeführt werden.
Werkzeuge aus geeigneten Werkzeugstählen benötigen eine zum Einsatzzweck passende Wärmebehandlung. Zu hohe Härte kann Ausbrüche begünstigen, zu geringe Härte führt zu plastischer Verformung. Die konkrete Werkstoffwahl und Wärmebehandlung richten sich nach Zeichnung, Herstellerangaben oder betrieblichem Standard.
Beruflicher Bezug
Die Inhalte gehören besonders zur Ausbildung im Metallbau mit der Fachrichtung Metallgestaltung. Im beruflichen Alltag werden geschmiedete Einzelteile, Beschläge, Gitter, Geländer, Werkzeuge und Gestaltungselemente hergestellt, repariert oder restauriert. Das selbstständige Planen, Durchführen und Kontrollieren ist ebenso wichtig wie die sichere Bedienung der Schmiedeeinrichtung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aufgabe hat ein Kehlwerkzeug beim maschinellen Schmieden? (Es verdrängt Werkstoff örtlich und bereitet häufig das Recken vor) (!Es misst die Werkstücktemperatur) (!Es kühlt den Untersattel) (!Es befestigt die Schabotte)
Welcher Umformvorgang verlängert ein Werkstück und verkleinert seinen Querschnitt? (Recken) (!Stauchen) (!Schlichten) (!Richten)
Welche Baugruppe trägt am Maschinenhammer den Untersattel? (Schabotte) (!Zange) (!Dorn) (!Schrotmeißel)
Wozu dient ein Schlichthammer? (Zum Glätten und Ausgleichen von Flächen) (!Zum Erwärmen des Werkstücks) (!Zum Messen der Schlagenergie) (!Zum Befestigen des Fundaments)
Was ist vor dem Einsatz eines handgeführten Hilfswerkzeugs zu prüfen? (Zustand, Eignung und sichere Handhabung) (!Nur die Farbe des Stiels) (!Nur das Gewicht des Werkstücks) (!Nur die Raumtemperatur)
Welche Maßnahme hilft gegen Einschnürungen beim Recken? (Das Werkstück gleichmäßig drehen und vorschieben) (!Alle Schläge auf eine Stelle konzentrieren) (!Das Werkstück möglichst kalt bearbeiten) (!Die Zange während des Schlages öffnen)
Was unterscheidet eine Schmiedepresse grundsätzlich vom Maschinenhammer? (Sie formt überwiegend durch eine langsamere Druckbewegung um) (!Sie arbeitet ohne Werkzeug) (!Sie kann nur kalte Werkstücke bearbeiten) (!Sie besitzt grundsätzlich keine Steuerung)
Welche Aussage zur Zusammenarbeit am Maschinenhammer ist richtig? (Die Rollen und Signale werden vor Arbeitsbeginn eindeutig vereinbart) (!Jede Person darf unabhängig ein Startsignal geben) (!Kommandos sind bei erfahrenen Personen unnötig) (!Das Hilfswerkzeug wird ohne Blickkontakt angesetzt)
Welche Folge kann ein zu scharfer Werkzeugradius haben? (Eine erhöhte Kerb- und Rissgefahr) (!Eine sichere Temperaturmessung) (!Eine automatische Maßkorrektur) (!Eine geringere Zunderbildung)
Wann muss ein Schmiedevorgang unterbrochen werden? (Bei unsicherem Griff oder verrutschtem Werkzeug) (!Erst nach Abschluss aller Schläge) (!Nur bei vollständigem Stromausfall) (!Nur wenn das Werkstück bereits kalt ist)
Memory
| Lufthammer | Pneumatisch bewegter Maschinenhammer |
| Schabotte | Träger des Untersattels |
| Recken | Verlängern bei kleiner werdendem Querschnitt |
| Setzhammer | Herstellen einer Schulter |
| Schrotmeißel | Trennen von warmem Metall |
| Schlichthammer | Glätten einer Fläche |
| Schmiedezange | Sicheres Führen des Werkstücks |
| Federgesenk | Geführtes Werkzeugpaar |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Schrotmeißel | Trennen |
| Lochdorn | Aufweiten |
| Schlichthammer | Glätten |
| Kehlwerkzeug | Örtliches Verdrängen |
| Setzhammer | Absetzen |
...
Kreuzworträtsel
| Lufthammer | Welcher Maschinenhammer bewegt den Bär pneumatisch? |
| Schabotte | Welche Baugruppe trägt den Untersattel? |
| Setzhammer | Welches Hilfswerkzeug erzeugt eine deutliche Schulter? |
| Schrotmeißel | Welches Werkzeug trennt warmes Metall? |
| Untersattel | Welcher Einsatz liegt unter dem Werkstück? |
| Zunder | Wie heißt die Oxidschicht auf der heißen Werkstückoberfläche? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Werkzeugsteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einem Hilfswerkzeug mit Aufgabe, Aufbau, typischem Einsatz und zwei Prüfpunkten.
- Gefahrenkarte: Markiere auf einer Skizze des Maschinenhammers Werkzeugraum, sicheren Standbereich und mögliche Auswurfrichtungen.
- Fachwortsammlung: Erkläre zehn Fachbegriffe des Kurses in eigenen Worten und ergänze zu jedem Begriff ein Anwendungsbeispiel.
- Bildanalyse: Wähle ein eingebettetes Bild aus und beschreibe Maschine, Werkstückführung, sichtbare Werkzeuge und mögliche Schutzmaßnahmen.
Standard
- Schmiedeplan: Plane die Herstellung eines einfachen Absatzes an einem Vierkantstab mit Arbeitsschritten, Werkzeugen, Prüfpunkten und Sicherheitsmaßnahmen.
- Fehlerdiagnose: Entwickle für die Fehler Einschnürung, schiefe Schulter und Werkzeugabdruck jeweils eine plausible Ursache und eine Gegenmaßnahme.
- Werkzeugvergleich: Vergleiche Setzhammer, Kehlwerkzeug und Schlichthammer hinsichtlich Materialbewegung, Werkzeugansatz und möglicher Fehler.
- Unterweisungsvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder Storyboard zur sicheren Kommunikation zwischen Maschinenbedienung und Werkstückführung.
Schwer
- Arbeitsversuch: Entwirf unter Anleitung einer Fachkraft einen dokumentierten Schmiedeversuch, bei dem der Einfluss von Vorschub und Werkstückdrehung auf die Gleichmäßigkeit untersucht wird.
- Gesenkkonzept: Entwickle eine Skizze für ein Federgesenk, begründe Form, Radien und Griffbereich und beschreibe notwendige Prüfungen vor dem Einsatz.
- Qualitätsprüfung: Erstelle einen Prüfplan für ein geschmiedetes Bauteil mit Maßen, Toleranzen, Sichtprüfung, Dokumentation und Annahmekriterien.
- Betriebsvergleich: Führe ein Interview in einem Metallgestaltungs- oder Schmiedebetrieb über Maschinenhämmer, Hilfswerkzeuge, Wartung und Arbeitsschutz und werte die Aussagen fachlich aus.


Lernkontrolle
- Prozessbegründung: Begründe für ein Werkstück mit Absatz, Loch und verjüngtem Ende eine sinnvolle Reihenfolge der Umformschritte.
- Werkzeugentscheidung: Wähle für drei vorgegebene Formänderungen jeweils ein Hilfswerkzeug aus und erläutere, wie es den Materialfluss beeinflusst.
- Sicherheitsanalyse: Beurteile eine Arbeitssituation, in der Zange, Werkzeug und Rollenverteilung ungeeignet sind, und entwickle einen sicheren Ablauf.
- Fehlertransfer: Leite aus einem tiefen Werkzeugabdruck mindestens zwei mögliche Ursachen ab und entscheide, welche Prüfung zuerst erfolgen sollte.
- Maschinenvergleich: Vergleiche Maschinenhammer und Schmiedepresse für ein Einzelstück mit großem Querschnitt und begründe eine Auswahl.
- Qualitätsentscheidung: Entscheide anhand einer Fallbeschreibung, ob ein rissverdächtiges Schmiedeteil nachgearbeitet, geprüft oder ausgesondert werden muss, und begründe Deine Entscheidung.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis sind eine nachvollziehbare Arbeitsplanung, die richtige Zuordnung von Maschine und Hilfswerkzeug, die fachsprachlich korrekte Beschreibung des Materialflusses, eine begründete Sicherheitsanalyse und die Bewertung des Arbeitsergebnisses wichtig. Ein geeigneter Lernnachweis kann aus einem Schmiedeplan, einer Werkzeugskizze, einem Prüfprotokoll und einer kurzen Reflexion bestehen. Bewertet werden Fachrichtigkeit, Sicherheit, Maß- und Qualitätsbewusstsein, nachvollziehbare Entscheidungen sowie die Fähigkeit, Fehlerursachen und Verbesserungen abzuleiten.
OERs zum Thema
Fachliche Grundlagen und Mediennachweise
- Ausbildungsordnung Metallbauer und Metallbauerin
- BERUFENET Metallbauer und Metallbauerin Fachrichtung Metallgestaltung
- Wikipedia Lufthammer
- Wikimedia Commons Power hammers
- Wikimedia Commons Blacksmith's tools
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