Einsätze für Schmiedehämmer auswählen - Schmied

Einsätze für Schmiedehämmer auswählen - Schmied
Einsätze für Schmiedehämmer auswählen - Schmied
Einleitung
Beim Arbeiten am kraftbetriebenen Schmiedehammer wird die Form des glühenden Werkstücks nicht nur durch die Schlagenergie bestimmt. Entscheidend ist auch, welcher Einsatz zwischen Hammer und Werkstück wirkt. In der Fachsprache heißen solche austauschbaren Werkzeuge je nach Bauart und betrieblichem Sprachgebrauch Schmiedesattel, Hammerbahn, Schmiedegesenk oder kurz Gesenk. Sie werden als Ober- und Unterwerkzeug in Lufthämmern, Federhämmern, Fallhämmern oder Schmiedepressen eingesetzt.
Die richtige Auswahl beeinflusst den Werkstofffluss, die Maßhaltigkeit, die Oberflächengüte, die Arbeitszeit und die Sicherheit. Ein zu schmaler, beschädigter oder falsch ausgerichteter Einsatz kann unerwünschte Kerben, Falten, Versatz, starke Zunderabdrücke oder eine ungleichmäßige Umformung verursachen. Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im Schmiede- und Metallbereich. Du lernst, Einsätze fachgerecht zu unterscheiden, ihre Eignung für einen Arbeitsgang zu beurteilen und die Auswahl nachvollziehbar zu begründen.
Wichtiger Sicherheitshinweis: Auswahl, Einbau, Wechsel und Erprobung erfolgen ausschließlich nach Herstellerangaben, betrieblicher Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung. Der Gesenkwechsel darf nur am ausgeschalteten und gegen unbeabsichtigtes Anlaufen gesicherten Schmiedehammer vorgenommen werden. Dieser Lernkurs ersetzt keine praktische Unterweisung an der konkreten Maschine.
Lernziele
Nach der Bearbeitung dieses Kurses kannst Du die Begriffe Schmiedesattel, Gesenk, Oberwerkzeug, Unterwerkzeug, Bär und Schabotte fachgerecht verwenden. Du kannst typische Einsätze anhand ihrer Arbeitsfläche erkennen, den Zusammenhang zwischen Einsatzform und Werkstofffluss erklären, eine begründete Auswahl für verschiedene Schmiedeoperationen treffen und verschlissene oder ungeeignete Einsätze aussortieren. Außerdem kannst Du wesentliche Schutzmaßnahmen beim Gesenkwechsel und beim Betrieb eines Schmiedehammers erläutern.
Fachliche Grundlagen
Schmiedesattel, Gesenk und Hammerbahn
Ein Schmiedesattel ist ein austauschbares Werkzeug eines mechanischen Schmiedehammers. Meist wirken ein bewegtes Oberwerkzeug und ein feststehendes Unterwerkzeug zusammen. Das bewegte Maschinenteil wird als Bär bezeichnet. Das Unterwerkzeug sitzt auf der Schabotte oder in einer dafür vorgesehenen Werkzeugaufnahme.
Beim Freiformschmieden enthalten die Werkzeuge die endgültige Werkstückform nicht vollständig. Du erzeugst die Form durch Drehen, Verschieben und gezieltes Führen des Werkstücks sowie durch die Steuerung der Schlagenergie. Beim Gesenkschmieden liegt die gewünschte Form ganz oder teilweise als Negativform in der Gravur des Gesenks vor. In Betrieben werden die Wörter Sattel, Bahn, Einsatz und Gesenk teilweise unterschiedlich verwendet. Maßgeblich sind deshalb immer die Benennung in der Betriebsanweisung und die Angaben des Maschinen- beziehungsweise Werkzeugherstellers.
Wirkprinzip der Einsatzform
Die Form und Breite der Arbeitsfläche bestimmen die Größe der Kontaktfläche. Bei gleicher Schlagenergie erzeugt eine kleinere Kontaktfläche örtlich einen höheren Umformdruck. Ein schmaler oder stärker gewölbter Einsatz fördert deshalb den Werkstofffluss besonders in den angrenzenden freien Raum. Eine breite, ebene Bahn verteilt die Belastung großflächiger und eignet sich besser zum Schlichten, Planen und Maßhalten.
Scharfe Kanten sind an Schmiedebahnen meist unerwünscht, weil sie Kerben und Überfaltungen begünstigen können. Arbeitskanten werden deshalb passend zur Aufgabe gerundet beziehungsweise gebrochen. Größe und Radius müssen zum Werkstückquerschnitt und zum gewünschten Übergang passen.

Typische Einsätze und ihre Verwendung
| Einsatz | Typische Arbeitsfläche | Geeignete Arbeitsgänge | Auswahlhinweis |
|---|---|---|---|
| Flachsattel oder Flachbahn | Breit und weitgehend eben, Kanten fachgerecht gerundet | Planen, Breiten, Stauchen, allgemeines Freiformschmieden | Für ebene Flächen und gleichmäßige Querschnitte; Breite und Kantenradius müssen zum Werkstück passen |
| Recksattel | Schmaler oder balliger als ein Flachsattel | Recken, Ausschmieden, Querschnitt vermindern und Länge vergrößern | Für schnellen Werkstofffluss in Längsrichtung; Werkstück regelmäßig drehen und versetzen |
| Schlichtsattel | Breit, glatt und nur schwach gewölbt | Schlichten, Richten, Glätten und Maßnähern | Meist am Ende der Arbeitsfolge verwenden; saubere Oberfläche verhindert unnötige Abdrücke |
| Rund-, Halbrund- oder Kehlgesenk | Runde oder halbrunde Kontur | Rundformen, Kalibrieren, Übergänge und Hälse ausformen | Radius passend zum Zielquerschnitt wählen; zu kleine Radien können einschnüren |
| Absetzgesenk | Kante, Stufe oder örtlich begrenzte Wirkfläche | Absätze, Schultern und Querschnittssprünge herstellen | Lage des Absatzes anreißen oder anderweitig sicher kennzeichnen; geeigneten Übergangsradius beachten |
| Abschrotgesenk | Schneidenförmige Arbeitskante | Warmtrennen oder Vorschroten | Nur bestimmungsgemäß einsetzen; gehärtete Schneiden nicht unkontrolliert gegeneinanderschlagen |
| Formgesenk | Teilweise oder vollständige Negativform des Werkstücks | Wiederholgenaues Gesenkschmieden von Serien- oder Wiederholteilen | Gravur, Teilung, Gratbahn, Werkstoffvolumen und Vorform müssen zusammenpassen |

Auswahl systematisch durchführen
Eine fachgerechte Auswahl beginnt nicht beim Werkzeugschrank, sondern bei der Arbeitsaufgabe. Gehe in einer festen Reihenfolge vor.
- Arbeitsziel bestimmen: Kläre, ob Du recken, stauchen, breiten, absetzen, runden, schlichten, trennen oder formgebunden schmieden sollst.
- Ausgangs- und Endquerschnitt vergleichen: Beurteile Form, Abmessungen, Werkstoffvolumen und erforderliche Übergänge.
- Schmiedefolge planen: Lege Vorformen, Zwischenformen und Fertigformen fest. Häufig sind mehrere Einsätze nacheinander erforderlich.
- Maschine berücksichtigen: Prüfe Werkzeugaufnahme, zulässige Einsatzabmessungen, Bärgewicht, Arbeitsraum und Herstellerfreigabe.
- Einsatzform auswählen: Ordne dem Werkstofffluss eine geeignete Bahnform, Breite und Rundung zu.
- Werkzeugpaar prüfen: Ober- und Untereinsatz müssen zueinander, zur Aufnahme und zum vorgesehenen Arbeitsgang passen.
- Zustand beurteilen: Kontrolliere Arbeitsfläche, Kanten, Schaft, Keilflächen und Befestigung auf Verschleiß und Beschädigung.
- Sicherheit freigeben lassen: Verwende nur gekennzeichnete, freigegebene und nach Betriebsanweisung montierte Werkzeuge.
Auswahlmatrix für häufige Arbeitsaufträge
| Arbeitsauftrag | Vorrangig geeigneter Einsatz | Begründung | Möglicher Folgeeinsatz |
|---|---|---|---|
| Einen Vierkantstab deutlich verlängern und den Querschnitt vermindern | Recksattel | Die begrenzte Kontaktfläche fördert das Ausweichen des Werkstoffs in Längsrichtung | Flach- oder Schlichtsattel |
| Eine geschmiedete Fläche richten und glätten | Schlichtsattel | Die breite, saubere Arbeitsfläche verteilt den Schlag und vermindert tiefe Werkzeugabdrücke | Kein Wechsel oder kontrolliertes Nachrichten |
| Einen runden Schaft maßnäher herstellen | Passendes Rund- oder Halbrundgesenk | Die Kontur unterstützt einen gleichmäßigen Rundquerschnitt | Schlichtsattel für Übergänge |
| Eine Schulter an einem Werkstück ausformen | Absetzgesenk | Die örtlich begrenzte Wirkfläche erzeugt einen definierten Querschnittsübergang | Recksattel zum Weiterrecken |
| Wiederkehrende Bauteile mit festgelegter Geometrie herstellen | Formgesenk | Die Gravur enthält die Bauteilgeometrie teilweise oder vollständig | Abgrat- oder Kalibrierwerkzeug nach Arbeitsplan |
| Warmes Material kontrolliert vortrennen | Abschrotgesenk | Die schneidende Kontur konzentriert die Wirkung auf die Trennstelle | Vollständiges Trennen nach Betriebsanweisung |
Beispiel einer Einsatzfolge
Ein Vierkantstab soll einen längeren runden Zapfen mit klarer Schulter erhalten. Zuerst wird der Querschnitt im Bereich des Zapfens mit einem Reck- oder Absetzwerkzeug vorbereitet. Danach formst Du den Zapfen mit einem passenden Rund- oder Halbrundgesenk. Die Schulter wird mit einem Absetzgesenk nachgearbeitet. Abschließend glättest und richtest Du Übergänge mit einem Schlicht- oder Flachsattel. Die konkrete Folge hängt von Werkstoff, Abmessungen, Temperaturbereich und betrieblichem Arbeitsplan ab.

Einsatz und Maschine aufeinander abstimmen
Ein Einsatz ist nur geeignet, wenn er sicher in die Werkzeugaufnahme passt. Prüfe deshalb Typ, Abmessungen, Einbaulage und Befestigungsart. Üblich sind je nach Maschine formschlüssige Aufnahmen, Schwalbenschwanzführungen, Keile oder herstellerspezifische Spannsysteme. Ein ähnlich aussehender Einsatz ist nicht automatisch kompatibel.
Auch die zulässige Werkzeugmasse und die Höhe des Werkzeugpaares sind zu beachten. Ein zu hohes Werkzeugpaar kann den Arbeitsraum verkleinern oder eine unzulässige Endstellung verursachen. Falsch sitzende Keile, Schmutz auf den Anlageflächen oder beschädigte Führungen können zu Versatz und zum Lösen des Einsatzes führen. Unbekannte, unmarkierte oder eigenmächtig veränderte Einsätze dürfen nicht ohne fachliche Prüfung eingesetzt werden.

Zustand der Einsätze beurteilen
Vor jeder Verwendung ist eine Sicht- und Funktionskontrolle erforderlich. Achte besonders auf:
- Risse und Anrisse an Arbeitsfläche, Kanten, Schaft und Übergängen
- Ausbrüche, Abplatzungen, Stauchwülste oder pilzförmig aufgetriebene Ränder
- tiefe Riefen, Zundereindrücke oder unzulässige Verschleißmulden
- beschädigte Keilflächen, Passungen oder Befestigungselemente
- verschmutzte Anlageflächen und festgebrannten Zunder
- eindeutige Kennzeichnung, richtige Einbaulage und passende Werkzeugpaarung
Beschädigte Einsätze werden gekennzeichnet, gesperrt und der zuständigen Fachkraft gemeldet. Nachschleifen, Schweißen, Aufpanzern oder Ändern der Wärmebehandlung darf nur nach einem freigegebenen Instandsetzungsverfahren erfolgen. Eigenmächtiges Anschleifen kann Geometrie, Härteverlauf und Betriebssicherheit verändern.
Gesenkwechsel und Arbeitsschutz
Kraftbetriebene Schmiedehämmer verursachen Quetschgefahr, Lärm, Funken- und Zunderflug, Verbrennungsgefahr und Vibrationen. Der Wechsel eines Einsatzes darf nur durch unterwiesene Personen nach der Betriebsanweisung erfolgen.
- Schmiedehammer ausschalten und gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern.
- Bewegliche Teile in die vorgeschriebene sichere Stellung bringen und gegen Absinken sichern.
- Heiße Einsätze nur mit geeigneten Hilfsmitteln handhaben und erforderliche Abkühlzeiten beachten.
- Werkzeugaufnahme, Anlageflächen, Keile und Einsätze reinigen und kontrollieren.
- Ober- und Untereinsatz in vorgeschriebener Richtung einsetzen, ausrichten und sichern.
- Befestigung nach Herstellerangabe prüfen; Hände bleiben außerhalb des Gefahrenbereichs.
- Funktionsprüfung ausschließlich nach betrieblicher Vorgabe durchführen. Unzulässige Leerschläge und das direkte Zusammenschlagen gehärteter Werkzeugflächen vermeiden.
- Beim Schmieden Augen- und Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und die vorgeschriebene Schmiedeschürze tragen; Werkstücke mit geeigneter Schmiedezange führen.
Am Fußhebel arbeitet nur die dafür bestimmte Person. Zuschauer und unbeteiligte Beschäftigte halten den festgelegten Sicherheitsabstand ein. Brennbare Gegenstände dürfen sich nicht im gefährdeten Funkenbereich befinden.

Häufige Fehlentscheidungen
| Fehlentscheidung | Mögliche Folge | Fachgerechte Reaktion |
|---|---|---|
| Zu schmaler Einsatz für die Fertigbearbeitung | Tiefe Rillen, unruhige Oberfläche oder örtliche Einschnürung | Breiteren Schlichtsattel wählen und Übergänge kontrolliert überarbeiten |
| Zu kleiner Radius am Kehlgesenk | Kerbwirkung, ungleichmäßiger Materialfluss oder Überfaltung | Radius an Zielquerschnitt und Übergang anpassen |
| Verschlissene oder ausgebrochene Bahn | Fehler werden in die Werkstückoberfläche eingeprägt | Einsatz sperren und instand setzen beziehungsweise ersetzen lassen |
| Ober- und Unterwerkzeug nicht fluchtend | Versatz, einseitige Belastung und ungleichmäßige Umformung | Aufnahme reinigen, Werkzeugpaar neu ausrichten und Befestigung prüfen |
| Formgesenk ohne passende Vorform | Unterfüllung, Falten oder unnötig hoher Kraftbedarf | Vorform und Werkstoffvolumen nach Arbeitsplan anpassen |
| Einsatz nur nach äußerer Ähnlichkeit ausgewählt | Unpassende Aufnahme oder falsches Wirkprinzip | Kennzeichnung, Zeichnung, Werkzeugliste und Herstellerfreigabe prüfen |
Qualitätskontrolle am Werkstück
Nach dem Schmieden vergleichst Du das Ergebnis mit Zeichnung, Arbeitsplan oder Musterteil. Prüfe Querschnitt, Länge, Rundheit, Ebenheit, Lage von Absätzen und Übergängen sowie die sichtbare Oberfläche. Werkzeugabdrücke können Hinweise auf falsche Einsatzwahl, Verschleiß, Zunder zwischen Werkzeug und Werkstück oder eine ungünstige Werkstückführung geben.
Ein einzelner Fehler hat nicht immer nur eine Ursache. Eine Rille kann beispielsweise durch eine scharfe Werkzeugkante, eine verschlissene Bahn oder eine falsche Versetzbewegung entstehen. Gute Qualitätssicherung verbindet deshalb Werkstückprüfung, Werkzeugprüfung und Beobachtung des Arbeitsablaufs.
Datei:Smithy- steel forging (2).webm
Merkschema
A – Aufgabe klären: Welche Formänderung ist gefordert?
U – Umformrichtung bestimmen: Wohin soll der Werkstoff fließen?
S – Sattel oder Gesenk zuordnen: Welche Arbeitsfläche erzeugt diesen Werkstofffluss?
W – Werkzeugpaar und Aufnahme prüfen: Passen Ober- und Untereinsatz zur Maschine?
Z – Zustand kontrollieren: Sind Bahn, Kanten, Schaft und Befestigung einwandfrei?
S – Sicher wechseln: Ausschalten, sichern, montieren und nach Vorgabe prüfen.
Quellen und Vertiefung
- BGHM: Arbeitsschutz Kompakt Nr. 129 – Schmiedehammer
- Wikipedia: Schmiedesattel
- Wikipedia: Gesenk
- Wikipedia: Freiformschmieden
- Wikimedia Commons: Power hammers
- Wikimedia Commons: Forging
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welcher Einsatz eignet sich vorrangig zum schnellen Verlängern eines Werkstücks bei gleichzeitiger Querschnittsverminderung? (Recksattel) (!Schlichtsattel) (!Formgesenk für eine fertige Serienkontur) (!Breiter Flachsattel zum Planen)
Welche Aussage beschreibt ein Formgesenk richtig? (Es enthält die Werkstückform ganz oder teilweise als Negativform) (!Es wird ausschließlich zum Abkühlen des Werkstücks verwendet) (!Es ist immer eine völlig ebene Hammerbahn) (!Es darf in jede beliebige Werkzeugaufnahme eingesetzt werden)
Was muss vor einem Gesenkwechsel zuerst sichergestellt werden? (Der Schmiedehammer ist ausgeschaltet und gegen unbeabsichtigtes Anlaufen gesichert) (!Der Fußhebel wird dauerhaft niedergedrückt) (!Das Werkstück liegt glühend zwischen den Einsätzen) (!Ober- und Unterwerkzeug werden durch Leerschläge gelöst)
Welcher Einsatz wird typischerweise zum Glätten und Maßnähern am Ende einer Schmiedefolge verwendet? (Schlichtsattel) (!Abschrotgesenk) (!Recksattel) (!Lochdorn)
Welche Aufgabe erfüllt ein Absetzgesenk? (Es erzeugt Absätze und Schultern) (!Es misst die Werkstücktemperatur) (!Es entfernt den Hammerstiel) (!Es schützt ausschließlich vor Lärm)
Warum müssen die Kanten einer Schmiedebahn passend gerundet sein? (Sie vermindern unerwünschte Kerben und unterstützen einen gleichmäßigen Übergang) (!Sie erhöhen grundsätzlich die elektrische Leistung der Maschine) (!Sie ersetzen die Werkstückzeichnung) (!Sie machen jede Werkzeugprüfung überflüssig)
Was ist der Bär eines Schmiedehammers? (Das bewegte Maschinenteil mit dem Oberwerkzeug) (!Der Wasserbehälter neben der Esse) (!Die feststehende Werkbank) (!Ein ausschließlich handgeführter Hammer)
Welcher Zustand führt zur Sperrung eines Einsatzes? (Ein sichtbarer Riss an Arbeitsfläche oder Schaft) (!Eine lesbare Werkzeugkennzeichnung) (!Eine saubere Anlagefläche) (!Eine passende Einbaulage)
Woran orientiert sich die Auswahl eines Rund- oder Halbrundgesenks besonders? (Am gewünschten Werkstückradius und Zielquerschnitt) (!An der Farbe des Maschinengehäuses) (!An der Körpergröße der Bedienperson) (!An der Länge des Stromkabels)
Warum ist die Schmiedefolge bereits vor der Werkzeugauswahl zu planen? (Weil Vorformen, Zwischenformen und Fertigformen unterschiedliche Einsätze erfordern können) (!Weil grundsätzlich nur ein einziger Einsatz verwendet werden darf) (!Weil die Werkstücktemperatur keine Rolle spielt) (!Weil Formgesenke immer durch Handhämmer ersetzt werden)
Memory
| Flachsattel | Ebene Flächen herstellen |
| Recksattel | Querschnitt vermindern und Werkstück verlängern |
| Schlichtsattel | Oberfläche glätten und richten |
| Rundgesenk | Rundquerschnitt ausformen |
| Absetzgesenk | Schulter oder Stufe erzeugen |
| Abschrotgesenk | Warmes Material vortrennen |
| Hammerbär | Bewegtes Maschinenteil |
| Schabotte | Feststehende Unterlage des Unterwerkzeugs |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Geeigneter Einsatz |
|---|---|
| Recken | Recksattel |
| Schlichten | Schlichtsattel |
| Rundformen | Rundgesenk |
| Absetzen | Absetzgesenk |
| Warmtrennen | Abschrotgesenk |
Kreuzworträtsel
| Recksattel | Welcher Einsatz vermindert den Querschnitt und verlängert das Werkstück? |
| Schabotte | Wie heißt die feststehende Unterlage des Unterwerkzeugs? |
| Hammerbär | Wie heißt das bewegte Maschinenteil eines Schmiedehammers? |
| Flachsattel | Welcher breite Einsatz dient häufig zum Planen und allgemeinen Freiformschmieden? |
| Zunder | Welcher Oxidbelag kann sich auf heißem Stahl bilden und Werkzeugabdrücke verursachen? |
| Schmiedezange | Welches Werkzeug dient zum sicheren Führen heißer Werkstücke? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Werkzeugsteckbrief: Wähle vier Schmiedehammereinsätze aus Deiner Ausbildungswerkstatt und erstelle zu jedem einen Steckbrief mit Name, Arbeitsfläche, Einsatzgebiet und Prüfmerkmalen.
- Skizzenvergleich: Zeichne Flachsattel, Recksattel, Rundgesenk und Absetzgesenk im Querschnitt und markiere die jeweilige Wirkfläche.
- Fehlersuche: Fotografiere nach Freigabe zwei gebrauchte Einsätze und beschreibe sichtbare Verschleißmerkmale, ohne die Werkzeuge selbst zu verändern.
- Fachwortkarte: Gestalte eine Lernkarte mit den Begriffen Bär, Schabotte, Oberwerkzeug, Unterwerkzeug und Werkzeugaufnahme.
Standard
- Auswahlmatrix: Entwickle für fünf typische Ausbildungswerkstücke eine Tabelle mit Arbeitsgang, geeignetem Einsatz, Begründung und möglichem Folgewerkzeug.
- Arbeitsablauf: Plane die Einsatzfolge für einen Vierkantstab mit rundem Zapfen und Schulter und begründe jeden Werkzeugwechsel.
- Sicherheitsunterweisung: Erstelle gemeinsam mit einer Fachkraft ein Plakat zum sicheren Gesenkwechsel an der in Deinem Betrieb verwendeten Maschine.
- Qualitätsanalyse: Untersuche ein Werkstück mit Werkzeugabdrücken und formuliere mindestens drei mögliche Ursachen sowie passende Prüfmaßnahmen.
Schwer
- Werkzeugkonzept: Entwickle ein Werkzeugkonzept für eine Kleinserie und vergleiche Freiformschmieden mit dem Einsatz eines Formgesenks hinsichtlich Zeit, Wiederholgenauigkeit und Aufwand.
- Gefährdungsbeurteilung: Analysiere den Gesenkwechsel an einem konkreten Schmiedehammer und ordne Gefährdungen geeigneten technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen zu.
- Versuchsplanung: Plane unter Anleitung einen Vergleich zwischen breitem Flachsattel und schmalem Recksattel. Lege Beobachtungskriterien für Längenänderung, Oberflächenbild und benötigte Hübe fest.
- Fachgespräch: Interviewe eine erfahrene Schmiedin oder einen erfahrenen Schmied zur Auswahl von Einsätzen, dokumentiere betriebliche Fachbegriffe und gleiche sie mit Herstellerunterlagen ab.


Lernkontrolle
- Fallanalyse Recken: Ein Auszubildender verwendet zum starken Recken einen sehr breiten Schlichtsattel. Erkläre die Folgen für Werkstofffluss, Arbeitszeit und Oberflächenbild und schlage eine bessere Werkzeugfolge vor.
- Werkzeugentscheidung: Für einen runden Zapfen mit Schulter stehen Flachsattel, Recksattel, Rundgesenk und Absetzgesenk bereit. Entwickle eine begründete Reihenfolge und beschreibe die Werkstückbewegungen.
- Schadensbewertung: An einem Einsatz sind eine kleine Ausbruchstelle und eine Stauchwulst erkennbar. Entscheide, wie vorzugehen ist, und begründe, warum eigenmächtiges Nachschleifen problematisch sein kann.
- Maschinenkompatibilität: Zwei Einsätze besitzen ähnliche Arbeitsflächen, aber unterschiedliche Schäfte. Erkläre, welche Unterlagen und Merkmale Du vor einer Freigabe prüfen musst.
- Qualitätsproblem: Nach dem Rundformen zeigt das Werkstück längs verlaufende Riefen und einen ungleichmäßigen Durchmesser. Entwickle eine Prüfkette für Einsatz, Ausrichtung, Zunder und Werkstückführung.
- Transferaufgabe: Vergleiche die Auswahl eines Schmiedehammereinsatzes mit der Auswahl eines Schneidwerkzeugs an einer Werkzeugmaschine. Arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.
Lernnachweis
Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- die wichtigsten Einsätze fachgerecht benennen und anhand ihrer Arbeitsfläche unterscheiden kannst,
- den Zusammenhang zwischen Kontaktfläche, Umformdruck und Werkstofffluss erklärst,
- für einen vorgegebenen Schmiedeauftrag eine geeignete Einsatzfolge auswählst und begründest,
- Maschinenkompatibilität, Einbaulage, Werkzeugpaarung und Befestigung prüfst,
- Risse, Ausbrüche, Verschleiß und beschädigte Passflächen als Ausschlussmerkmale erkennst,
- die Schutzmaßnahmen beim Gesenkwechsel und beim Betrieb des Schmiedehammers sicher beschreibst,
- das Schmiedeergebnis beurteilst und Werkzeugfehler von Führungs- oder Prozessfehlern abgrenzt,
- Deine Entscheidung in einem Fachgespräch mit Zeichnung, Arbeitsplan und Betriebsanweisung belegen kannst.
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