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Zeitaufwand und Personalbedarf abschätzen - Schmied 1

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Zeitaufwand und Personalbedarf abschätzen - Schmied 1




Zeitaufwand und Personalbedarf abschätzen - Schmied


Einleitung

In einer Schmiede entscheidet nicht nur die handwerkliche Ausführung über den Erfolg eines Auftrags. Ebenso wichtig ist eine realistische Arbeitsplanung: Wie lange dauern die einzelnen Arbeitsschritte? Welche Tätigkeiten können parallel ausgeführt werden? Wann werden zwei Personen gleichzeitig benötigt? Welche Qualifikationen müssen im Team vorhanden sein? Und wie viel Zeit ist für Rüsten, Prüfen, Dokumentieren, Erholen und unvermeidbare Unterbrechungen einzuplanen?

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im Metallhandwerk, besonders an angehende Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung. Die traditionelle Bezeichnung Schmied wird im Kurs als Tätigkeitsbezeichnung verwendet. Im heutigen deutschen Ausbildungssystem sind typische Schmiedearbeiten vor allem Bestandteil der dualen Ausbildung im Metallbauerhandwerk, insbesondere in der Fachrichtung Metallgestaltung.

Du lernst, einen Schmiedeauftrag in Arbeitsschritte zu zerlegen, Zeitarten fachgerecht zu unterscheiden, den Arbeitsinhalt in Personenstunden zu berechnen und daraus einen quantitativen sowie qualitativen Personalbedarf abzuleiten. Dabei gilt immer: Eine knappe Kalkulation darf niemals zulasten von Arbeitsschutz, Qualität oder Ausbildung gehen.


Lernziele

Nach diesem Lernkurs kannst Du einen Kundenauftrag und technische Unterlagen auswerten, einen Arbeitsablauf strukturieren, Erfahrungs- und Betriebsdaten zur Zeitschätzung nutzen, Personenstunden berechnen, Engpässe erkennen und eine begründete Personalplanung erstellen. Außerdem kannst Du erklären, warum Durchlaufzeit, Maschinenbelegungszeit und Arbeitsinhalt nicht dasselbe sind.


Fachlicher Hintergrund


Schmiedearbeit in der Ausbildung

Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung fertigen unter anderem Gitter, Geländer, Beschläge, Einfassungen, Zierelemente und Gebrauchsgegenstände. Dabei bearbeiten sie Baustähle, legierte Stähle und Kupferlegierungen. Zu den Verfahren gehören beispielsweise Schmieden, Glühen, Härten, Treiben, Biegen, Löten, Nieten, Schweißen und das Behandeln von Oberflächen.

Die Ausbildungsordnung verlangt nicht nur handwerkliches Können. Arbeitsabläufe sollen unter wirtschaftlichen, technischen, organisatorischen und zeitlichen Vorgaben geplant, umgesetzt und dokumentiert werden. Deshalb gehört die Zeit- und Personalplanung zur beruflichen Handlungskompetenz.


Ausgangspunkt ist der Arbeitsauftrag

Bevor Du Zeiten schätzt, musst Du den Auftrag vollständig verstehen. Prüfe dazu Zeichnungen, Skizzen, Maße, Werkstoff, Stückzahl, Toleranzen, Oberflächenanforderungen, Liefertermin und Montagebedingungen. Unklare Angaben müssen vor Arbeitsbeginn geklärt werden.

Ein sinnvoll gegliederter Schmiedeauftrag umfasst häufig folgende Phasen:

  1. Auftragsanalyse: Kundenwunsch, Zeichnung, Maße, Werkstoff und Qualitätsanforderungen prüfen.
  2. Arbeitsvorbereitung: Material, Werkzeuge, Hilfsmittel, Prüfmittel, Esse und Maschinen bereitstellen.
  3. Fertigung: Erwärmen, Schmieden, Trennen, Lochen, Biegen, Richten und gegebenenfalls Wärmebehandeln.
  4. Fügen: Einzelteile ausrichten, heften, schweißen, nieten oder verschrauben.
  5. Nachbearbeitung: Zunder entfernen, schleifen, richten und Oberflächen schützen.
  6. Qualitätsprüfung: Maße, Form, Funktion, Oberfläche und sichere Ausführung kontrollieren.
  7. Dokumentation: Ist-Zeiten, Abweichungen, Prüfergebnisse und Verbesserungen festhalten.


Zeitaufwand abschätzen


Wichtige Zeitarten

Für eine nachvollziehbare Planung werden Zeiten nicht als eine einzige Gesamtschätzung angegeben. Du ordnest sie fachlichen Zeitarten zu. Die genaue Benennung kann im Betrieb unterschiedlich sein; entscheidend ist, dass das betriebliche System einheitlich verwendet wird.

Zeitart Bedeutung in der Schmiede Beispiel
Rüstzeit Einmaliger Aufwand zum Vorbereiten und Rücksetzen eines Arbeitsplatzes oder Auftrags Esse anfahren, Gesenke einbauen, Werkzeuge bereitstellen, Arbeitsplatz räumen
Ausführungszeit Zeit für die unmittelbare Bearbeitung des Werkstücks Vierkant ausrecken, Spitze schmieden, Blatt formen
Nebenzeit Erforderliche Handlungen, die die Bearbeitung unterstützen Werkstück greifen, wenden, messen, anreißen oder transportieren
Wartezeit Zeit, in der Werkstück oder Betriebsmittel einen Zustand erreichen Erwärmen, Abkühlen, Trocknen einer Beschichtung
Prüfzeit Zeit für Kontrolle und Dokumentation Maße prüfen, Sichtprüfung durchführen, Prüfprotokoll ausfüllen
Verteilzeit Zeitanteile für sachliche oder persönliche Unterbrechungen Kurze Abstimmung, Werkzeugausgabe, betriebsbedingte Störung
Erholungszeit Zeitanteil zum Ausgleich arbeitsbedingter Beanspruchung Erholung nach körperlich belastender oder hitzeintensiver Tätigkeit

Datei:Smithy- steel forging (2).webm

Beim Schmieden wechseln Erwärmen und Umformen häufig mehrfach. Deshalb muss die Schätzung den tatsächlichen Ablauf abbilden. Eine pauschale Zeit pro Werkstück ist nur brauchbar, wenn Werkstoff, Querschnitt, Form, Losgröße, Erwärmungsart und Qualifikation vergleichbar sind.


Einflussgrößen auf die Bearbeitungszeit

Die Dauer eines Schmiedeauftrags hängt unter anderem von der Werkstückmasse, dem Werkstoff, dem Ausgangsquerschnitt, der Umformung, der Zahl der Hitzen, der geforderten Maßgenauigkeit, der Oberflächenqualität und der Losgröße ab. Auch der Zustand von Esse, Lufthammer, Schmiedepresse, Amboss, Zangen und Gesenken beeinflusst die Zeit.

Bei Einzelstücken ist der Anteil für Entwurf, Abstimmung, Rüsten und Probieren meist höher als bei einer Serie. Bei Wiederholteilen können Schablonen, Anschläge, Gesenke und eine günstige Reihenfolge die Bearbeitungszeit senken. Eine solche Verbesserung muss jedoch fachlich erprobt sein und darf keine Schutzmaßnahme umgehen.


Methoden der Zeitschätzung

Eine belastbare Schätzung stützt sich möglichst auf mehrere Informationsquellen:

  1. Arbeitsplan: Jeder Arbeitsschritt erhält eine eigene Zeitposition.
  2. Erfahrungswert: Vergleich mit ähnlichen, dokumentierten Aufträgen.
  3. Zeitaufnahme: Beobachtung und Messung eines wiederholbaren Arbeitsablaufs.
  4. Betriebsdatenerfassung: Auswertung früherer Soll- und Ist-Zeiten.
  5. Probefertigung: Herstellung eines Musterteils bei neuen Formen oder unbekannten Werkstoffen.
  6. Expertenschätzung: Begründete Einschätzung durch erfahrene Fachkräfte.

Schätzwerte müssen mit ihren Annahmen dokumentiert werden. Eine Angabe wie „drei Stunden“ ist wenig brauchbar, wenn nicht erkennbar ist, ob Rüsten, Prüfen, Wartezeit und Nacharbeit enthalten sind.


Personenzeit, Maschinenzeit und Durchlaufzeit

Diese drei Größen dürfen nicht verwechselt werden:

Personenzeit beschreibt, wie lange eine Person an einem Auftrag gebunden ist. Arbeiten zwei Personen eine Stunde gemeinsam, entstehen zwei Personenstunden.

Maschinenbelegungszeit beschreibt, wie lange eine Maschine oder Anlage für den Auftrag benötigt oder blockiert wird. Während ein Werkstück in der Esse erwärmt wird, kann eine Fachkraft möglicherweise eine andere Tätigkeit ausführen.

Durchlaufzeit ist die Zeit vom Beginn bis zum Abschluss eines Auftrags. Sie enthält auch Liege-, Warte-, Transport- und Abstimmungszeiten. Parallelarbeit kann die Durchlaufzeit verkürzen, ohne den Arbeitsinhalt zu verringern.

Arbeitsinhalt in Personenstunden = Summe aus Dauer eines Arbeitsschritts × Zahl der eingesetzten Personen

Beispiel: Zwei Personen richten und heften eine Baugruppe 45 Minuten lang gemeinsam. Der Arbeitsinhalt beträgt 1,5 Personenstunden, obwohl der Arbeitsschritt nur 45 Minuten Durchlaufzeit benötigt.


Personalbedarf abschätzen


Quantitativer Personalbedarf

Der quantitative Personalbedarf beantwortet die Frage: Wie viele Personen werden im betrachteten Zeitraum benötigt?

Eine einfache Planungsformel lautet:

Rechnerischer Personalbedarf = Arbeitsinhalt in Personenstunden ÷ verfügbare Nettoarbeitszeit je Person

Das Ergebnis wird für die Einsatzplanung grundsätzlich auf eine ganze Personenzahl aufgerundet. Vorher musst Du prüfen, ob Arbeitsschritte gleichzeitig auszuführen sind oder ob eine Mindestbesetzung vorgeschrieben beziehungsweise technisch erforderlich ist.

Beispiel: Ein Auftrag hat einen geplanten Arbeitsinhalt von 10,6 Personenstunden. Pro Person stehen in der vorgesehenen Schicht 6,5 produktiv einsetzbare Stunden zur Verfügung.

10,6 ÷ 6,5 = 1,63

Rechnerisch werden mindestens zwei Personen benötigt. Auch bei einem niedrigeren Durchschnittswert können zwei Personen notwendig sein, wenn ein Werkstück sicher nur gemeinsam transportiert, gehalten, gerichtet oder geschmiedet werden kann.


Qualitativer Personalbedarf

Der qualitative Personalbedarf beantwortet die Frage: Welche Kenntnisse, Fertigkeiten, Befugnisse und Erfahrungen müssen vorhanden sein?

Eine ausreichende Kopfzahl genügt nicht. Für den Auftrag können beispielsweise folgende Kompetenzen erforderlich sein: sicheres Führen von Schmiedehammer und Zange, Einrichten eines Lufthammers, Lesen technischer Zeichnungen, Schweißberechtigung, Prüfen von Maßen, Anschlagen von Lasten oder fachgerechte Oberflächenbehandlung.

Auszubildende werden entsprechend ihrem Ausbildungsstand eingesetzt. Lern-, Unterweisungs- und Kontrollzeiten gehören zum realen Zeitaufwand. Eine Auszubildende oder ein Auszubildender darf daher nicht automatisch wie eine vollständig selbstständig arbeitende Fachkraft eingeplant werden.


Mindestbesetzung und Teamarbeit

Bestimmte Arbeiten verlangen eine abgestimmte Zusammenarbeit. Beispiele sind das Schmieden mit Zuschläger, das Führen langer oder schwerer Werkstücke, das Einrichten schwerer Gesenke, der Transport von Bauteilen sowie das Ausrichten größerer Konstruktionen.

Die Teamplanung muss Rollen eindeutig festlegen. Beim Zuschlagen führt eine Person das Werkstück und gibt klare Zeichen; die zweite Person führt den Vorschlaghammer. Unklare Kommandos, wechselnde Zuständigkeiten oder Zeitdruck erhöhen das Unfallrisiko.


Beispiel: Zeit- und Personalplanung für ein Ziergitter

Ein Betrieb soll ein kleines Ziergitter mit acht geschmiedeten Blättern, einem Rahmen und geschweißten Verbindungen herstellen. Die folgende Tabelle zeigt eine vereinfachte Vorkalkulation. Die Werte sind Übungswerte und müssen im Betrieb durch eigene Daten ersetzt werden.

Arbeitsschritt Besetzung Geplante Dauer Arbeitsinhalt
Auftrag, Zeichnung und Material prüfen eine Person 0,75 Stunden 0,75 Personenstunden
Arbeitsplatz, Esse und Werkzeuge rüsten eine Person 0,50 Stunden 0,50 Personenstunden
Acht Blätter erwärmen und ausschmieden eine Person 3,20 Stunden 3,20 Personenstunden
Blätter lochen und nachsetzen zwei Personen 0,60 Stunden 1,20 Personenstunden
Rahmen fertigen und anpassen eine Person 1,50 Stunden 1,50 Personenstunden
Teile ausrichten, heften und schweißen zwei Personen 0,75 Stunden 1,50 Personenstunden
Reinigen, prüfen und dokumentieren eine Person 0,80 Stunden 0,80 Personenstunden
Summe 9,45 Personenstunden

Für das Übungsbeispiel wird ein betrieblicher Planungszuschlag von zwölf Prozent angesetzt:

9,45 Personenstunden × 1,12 = 10,58 Personenstunden

Gerundet werden 10,6 Personenstunden geplant. Dieser Zuschlag ist kein allgemeingültiger Wert. In der Praxis gelten betriebliche Vorgaben, ausgewertete Ist-Daten, Tarifregelungen oder systematisch ermittelte Zeitanteile.

Mit zwei qualifizierten Personen können einzelne Arbeiten parallel ausgeführt werden. Während eine Person Blätter schmiedet, kann die zweite Person den Rahmen vorbereiten, sofern Arbeitsraum, Aufsicht, Maschinenbelegung und Sicherheit dies zulassen. Dadurch sinkt die Durchlaufzeit, während der Arbeitsinhalt weitgehend gleich bleibt.


Soll-Ist-Vergleich

Nach Abschluss des Auftrags werden die geplanten Zeiten mit den tatsächlich benötigten Zeiten verglichen. Abweichungen sind nicht automatisch Fehler. Sie können durch Materialschwankungen, Werkzeugverschleiß, zusätzliche Kundenwünsche, Nacharbeit, Lernzeiten, Maschinenstörungen oder eine ungenaue Ausgangsschätzung entstehen.

Ein guter Soll-Ist-Vergleich beantwortet drei Fragen:

  1. Abweichungsanalyse: Wo und warum entstand eine Abweichung?
  2. Qualitätsprüfung: Wurde das Ergebnis trotz Zeitabweichung fachgerecht erreicht?
  3. Prozessverbesserung: Welche Erkenntnis wird für den nächsten Arbeitsplan übernommen?


Sicherheit, Qualität und Wirtschaftlichkeit

Zeitplanung ist nur dann fachgerecht, wenn Schutzmaßnahmen vollständig berücksichtigt werden. Dazu gehören je nach Arbeitsplatz Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, persönliche Schutzausrüstung, sichere Werkzeugzustände, Absaugung, Brandschutz, freie Verkehrswege und geprüfte Maschinen.

Bei Schmiedepressen und Schmiedehämmern können Unfälle besonders schwere Folgen haben. Einrichten, Prüfen und Störungsbeseitigung dürfen deshalb nur nach betrieblichen Vorgaben und durch entsprechend befähigte Personen erfolgen. Schutzvorrichtungen, sichere Betriebsarten und Kontrollschritte sind feste Bestandteile des Arbeitsplans und keine vermeidbaren Zeitverluste.

Wirtschaftlichkeit bedeutet nicht, möglichst wenige Personen in möglichst kurzer Zeit einzuplanen. Wirtschaftlich ist ein Ablauf, der die geforderte Qualität sicher, termingerecht, ressourcenschonend und mit möglichst wenig Nacharbeit erreicht.


Häufige Planungsfehler

  1. Pauschalschätzung: Der gesamte Auftrag erhält nur einen groben Zeitwert ohne Arbeitsschritte.
  2. Rüstzeit vergessen: Esse, Gesenke, Werkzeuge und Prüfmittel werden nicht berücksichtigt.
  3. Personenstunden verwechselt: Gemeinsame Arbeit wird nur als verstrichene Zeit gerechnet.
  4. Wartezeit falsch bewertet: Jede Erwärmungs- oder Abkühlzeit wird vollständig als Personenzeit angesetzt.
  5. Qualifikation übersehen: Die Zahl der Personen stimmt, aber notwendige Fachkunde fehlt.
  6. Lernzeit ignoriert: Unterweisung und Kontrolle von Auszubildenden werden nicht eingeplant.
  7. Sicherheitszeit gestrichen: Prüfungen oder Schutzmaßnahmen werden aus Termindruck verkürzt.
  8. Ist-Zeiten nicht genutzt: Erfahrungen aus abgeschlossenen Aufträgen fließen nicht in neue Kalkulationen ein.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt der Arbeitsinhalt eines Auftrags? (Die Summe der benötigten Personenstunden) (!Nur die Laufzeit der Esse) (!Nur die Lieferfrist des Kunden) (!Die Zahl der Werkstücke ohne Zeitbezug)




Was gehört typischerweise zur Rüstzeit? (Das Bereitstellen und Einrichten von Werkzeugen) (!Das endgültige Prüfen der Maßhaltigkeit) (!Das Lackieren des fertigen Werkstücks) (!Das Schreiben der Kundenrechnung)




Zwei Personen arbeiten eine Stunde gemeinsam. Wie groß ist der Arbeitsinhalt? (Zwei Personenstunden) (!Eine Personenstunde) (!Eine halbe Personenstunde) (!Vier Personenstunden)




Welche Größe kann durch Parallelisierung sinken? (Die Durchlaufzeit) (!Die Werkstoffdichte) (!Die Zahl der Qualitätsanforderungen) (!Die notwendige Fachkunde)




Warum reicht die reine Personenzahl für eine Einsatzplanung nicht aus? (Weil auch Qualifikationen und Befugnisse passen müssen) (!Weil Werkzeuge keine Rolle spielen) (!Weil jede Person alle Tätigkeiten ausführen darf) (!Weil Arbeitszeiten grundsätzlich nicht geschätzt werden können)




Welche Grundlage ist für eine Zeitschätzung besonders geeignet? (Dokumentierte Daten vergleichbarer Aufträge) (!Eine beliebige spontane Vermutung) (!Nur der gewünschte Liefertermin) (!Nur die Masse des fertigen Werkstücks)




Wie wird der rechnerische Personalbedarf vereinfacht ermittelt? (Arbeitsinhalt geteilt durch verfügbare Nettozeit je Person) (!Materialmenge geteilt durch Werkstücklänge) (!Durchlaufzeit geteilt durch Maschinenzahl) (!Rüstzeit multipliziert mit dem Verkaufspreis)




Was ist bei der Erwärmungszeit eines Werkstücks zu prüfen? (Ob die Arbeitskraft währenddessen andere Aufgaben ausführen kann) (!Ob jede Wartezeit vollständig entfällt) (!Ob das Werkstück ohne Aufsicht im Verkehrsweg liegt) (!Ob Prüfzeiten gestrichen werden können)




Welche Aussage zur Planung mit Auszubildenden ist richtig? (Unterweisung und Kontrolle müssen zeitlich berücksichtigt werden) (!Auszubildende werden immer als volle Fachkraft gerechnet) (!Auszubildende benötigen keine Sicherheitsunterweisung) (!Ausbildungszeit ist für den Auftrag grundsätzlich bedeutungslos)




Was ist das Ziel eines Soll-Ist-Vergleichs? (Abweichungen verstehen und künftige Planungen verbessern) (!Abweichungen unabhängig von ihrer Ursache bestrafen) (!Alle Ist-Zeiten nachträglich an den Sollwert anpassen) (!Qualitätsprüfungen durch Zeitschätzungen ersetzen)





Memory

Rüstzeit Arbeitsplatz und Betriebsmittel vorbereiten
Ausführungszeit Werkstück unmittelbar bearbeiten
Nebenzeit Werkstück greifen und wenden
Verteilzeit Sachliche oder persönliche Unterbrechung
Arbeitsinhalt Summe der Personenstunden
Durchlaufzeit Zeitraum vom Start bis zum Abschluss
Kapazität Verfügbare Arbeitsleistung im Planungszeitraum
Qualifikationsbedarf Erforderliche Fachkunde für den Auftrag





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Auftragsanalyse Zeichnung und Anforderungen prüfen
Rüsten Esse und Werkzeuge vorbereiten
Warmumformen Werkstoff erwärmen und schmieden
Fügen Einzelteile zu einer Baugruppe verbinden
Qualitätsprüfung Maße Funktion und Oberfläche kontrollieren






Kreuzworträtsel

Arbeitsplan Welches Dokument ordnet Arbeitsschritte Werkzeuge und Zeiten?
Rüstzeit Welche Zeitart umfasst das Einrichten des Arbeitsplatzes?
Kapazität Wie heißt die verfügbare Arbeitsleistung in einem Zeitraum?
Fachkraft Wer besitzt die erforderliche berufliche Qualifikation für selbstständige Facharbeit?
Verteilzeit Welche Zeitart berücksichtigt bestimmte Unterbrechungen?
Durchlaufzeit Welche Zeit reicht vom Auftragsbeginn bis zum Abschluss?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Vor einer Zeitschätzung wird der

vollständig analysiert.
Das Einrichten von Esse Werkzeugen und Hilfsmitteln gehört zur

.
Die unmittelbare Bearbeitung eines Werkstücks wird der

zugeordnet.
Arbeiten zwei Personen eine Stunde gemeinsam entstehen zwei

.
Die Zeit vom Beginn bis zum Abschluss eines Auftrags heißt

.
Der quantitative Personalbedarf beschreibt die benötigte

.
Der qualitative Personalbedarf berücksichtigt besonders die erforderliche

.
Unterweisung und Kontrolle von Auszubildenden gehören zum realen

.
Nach Abschluss eines Auftrags werden Soll- und Ist-Zeiten in einer

verglichen.
Arbeitsschutz und Qualitätsprüfung sind feste Bestandteile des

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Arbeitsplatzanalyse: Fotografiere oder skizziere einen Schmiedearbeitsplatz und kennzeichne fünf Tätigkeiten, für die Zeit eingeplant werden muss.
  2. Zeitarten: Ordne zehn beobachtete Tätigkeiten aus einer Werkstatt den Zeitarten Rüsten, Ausführen, Nebenzeit, Warten und Prüfen zu.
  3. Fachwortkarte: Gestalte eine Lernkarte zu den Begriffen Personenstunde, Durchlaufzeit und Kapazität.
  4. Interview: Befrage eine Fachkraft, welcher Arbeitsschritt bei einem typischen Schmiedeauftrag am häufigsten unterschätzt wird.


Standard

  1. Arbeitsplan erstellen: Zerlege die Herstellung eines einfachen geschmiedeten Hakens in mindestens acht Arbeitsschritte und schätze die Zeiten.
  2. Soll-Ist-Vergleich: Fertige ein Übungswerkstück, dokumentiere Soll- und Ist-Zeiten und erkläre drei Abweichungen.
  3. Personalplanung: Plane die Herstellung von zwölf gleichen Zierelementen mit einer und mit zwei Personen und vergleiche Arbeitsinhalt und Durchlaufzeit.
  4. Medienanalyse: Untersuche ein Schmiedevideo und protokolliere Rüstvorgänge, direkte Bearbeitung, Wartezeiten und Prüfungen.


Schwer

  1. Kapazitätsplanung: Entwickle einen Wochenplan für drei parallele Schmiedeaufträge mit begrenzter Maschinen- und Personalkapazität.
  2. Qualifikationsmatrix: Erstelle für ein Werkstattteam eine anonymisierte Matrix aus Tätigkeiten, Qualifikationen, Unterweisungen und Einsatzmöglichkeiten.
  3. Prozessoptimierung: Entwirf zwei Varianten eines Arbeitsablaufs und bewerte sie nach Sicherheit, Qualität, Zeit, Energiebedarf und Lernwert.
  4. Betriebsprojekt: Entwickle gemeinsam mit Deinem Ausbildungsbetrieb ein einfaches digitales Formular zur Erfassung von Soll-Zeit, Ist-Zeit, Störgrund und Verbesserungsvorschlag.




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Lernkontrolle

  1. Auftragsänderung bewerten: Ein Kunde erhöht die Stückzahl von acht auf zwanzig Zierelemente. Erkläre, welche Zeiten proportional steigen, welche einmalig bleiben und welche neu bewertet werden müssen.
  2. Teamentscheidung begründen: Vergleiche eine Fertigung mit einer erfahrenen Fachkraft und einer Fertigung mit Fachkraft plus Auszubildendem. Berücksichtige Lernzeit, Aufsicht, Sicherheit und mögliche Parallelisierung.
  3. Engpassanalyse: In einer Werkstatt stehen zwei Fachkräfte, aber nur ein Lufthammer zur Verfügung. Entwickle einen Ablauf, der Wartezeiten sinnvoll nutzt.
  4. Fehlerfall untersuchen: Bei einem Auftrag steigt die Ist-Zeit wegen mehrfacher Nacharbeit um drei Stunden. Analysiere mögliche Ursachen in Planung, Fertigung und Prüfung.
  5. Sicherheitskonflikt lösen: Ein Liefertermin kann nur eingehalten werden, wenn eine vorgesehene Kontrollzeit entfällt. Begründe fachlich, wie der Betrieb stattdessen handeln muss.
  6. Transferaufgabe: Übertrage die Methode der Personenstunden auf einen Montageauftrag außerhalb der Schmiede und erläutere Gemeinsamkeiten und Unterschiede.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Ein vollständig gegliederter Arbeitsplan mit fachlich sinnvollen Arbeitsschritten.
  2. Eine nachvollziehbare Trennung von Rüstzeit, Ausführungszeit, Nebenzeit, Wartezeit und Prüfzeit.
  3. Eine korrekte Berechnung des Arbeitsinhalts in Personenstunden.
  4. Eine begründete Ermittlung des quantitativen und qualitativen Personalbedarfs.
  5. Die Berücksichtigung von Arbeitsschutz, Maschinenbelegung, Qualifikation und Ausbildungsstand.
  6. Ein Soll-Ist-Vergleich mit Ursachenanalyse und konkretem Verbesserungsvorschlag.
  7. Eine fachsprachlich klare Präsentation der Annahmen, Berechnungen und Entscheidungen.




OERs zum Thema


Fachliche Grundlagen und Vertiefung

  1. Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin
  2. BERUFENET: Metallbauerin und Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung
  3. BGHM: Pressen und Schmieden
  4. REFA-Lexikon: Verteilzeiten
  5. Wikimedia Commons: Blacksmiths


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