Erste Hilfe im Metallbaubetrieb - Schmied 1


Erste Hilfe im Metallbaubetrieb - Schmied 1
Erste Hilfe im Metallbaubetrieb - Schmied
Einleitung
In einem Metallbaubetrieb treffen hohe Temperaturen, große Kräfte, scharfe Kanten, rotierende Werkzeuge, elektrische Betriebsmittel und Gefahrstoffe aufeinander. Beim Schmieden kommen zusätzlich glühende Werkstücke, Zunder, Funkenflug, Amboss, Schmiedehammer, Gesenke, Zangen und Schmiedefeuer hinzu. Deshalb muss Erste Hilfe hier nicht nur schnell, sondern auch unter konsequentem Eigenschutz erfolgen.
Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im Metallbau, insbesondere an Lernende im Bereich Metallgestaltung, Warmumformung und Schmiedetechnik. Du lernst, Gefahren zu erkennen, die betriebliche Rettungskette auszulösen und typische Verletzungen fachgerecht erstzuversorgen. Der Kurs ersetzt keinen anerkannten Erste-Hilfe-Lehrgang und keine betriebliche Unterweisung. In einem realen Notfall gelten der betriebliche Alarmplan, die Anweisungen der Leitstelle und die Notrufnummer 112.

Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du eine Unfallstelle im Schmiedebereich absichern, Bewusstsein und Atmung beurteilen, einen vollständigen Notruf absetzen und lebensbedrohliche Blutungen durch direkten Druck versorgen. Du kannst außerdem Maßnahmen bei Verbrennungen, Augenverletzungen, Stromunfällen, Quetschungen, Amputationsverletzungen und Bewusstlosigkeit begründen. Darüber hinaus kennst Du zentrale Pflichten zur Organisation, Kennzeichnung und Dokumentation der Ersten Hilfe im Betrieb.
Gefahren im Schmiede- und Metallbaubereich
Typische Gefährdungen
Beim Schmieden wird Metall durch Warmumformung zwischen Werkzeugen oder Gesenken plastisch verformt. Ein handgeführter Hammer, ein Lufthammer oder ein maschineller Schmiedehammer überträgt erhebliche Energie. Am Schmiedehammer bewegen sich unter anderem der Bär, das Obergesenk und das Untergesenk. Fehlgriffe, verkantete Werkstücke oder Störungen können zu Quetsch-, Schnitt-, Riss- und Amputationsverletzungen führen.
Weitere Gefahren entstehen durch glühende Werkstücke, Zunder und Funkenflug, scharfkantige Halbzeuge, Schleifkörper, Bohrmaschinen, Schweiß- und Brennarbeiten, Druckgasflaschen, elektrische Leitungen, Öle, Reinigungsmittel und Schweißrauche. Kohlenmonoxid und andere Gase können unbemerkt zu Vergiftungen führen. Ein Werkstück kann noch heiß sein, obwohl es nicht mehr sichtbar glüht.
Unfallvermeidung bleibt vorrangig
Erste Hilfe beginnt mit Prävention. Dazu gehören die Gefährdungsbeurteilung, eine arbeitsplatzbezogene Betriebsanweisung, Unterweisungen, funktionsfähige Schutzeinrichtungen und geeignete Persönliche Schutzausrüstung. Im Schmiedebereich sind je nach Tätigkeit insbesondere Augen- und Gesichtsschutz, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe, geeignete Arbeitskleidung und korrekt ausgewählte Schutzhandschuhe erforderlich. Handschuhe dürfen jedoch nicht an Arbeitsplätzen getragen werden, an denen Einzugsgefahr durch rotierende Teile besteht.
Störungen an Schmiedehammer, Presse, Schleifbock oder Bohrmaschine dürfen nicht durch unbefugte Personen beseitigt werden. Arbeitsmittel werden stillgesetzt und gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten gesichert. Der zuständige Vorgesetzte oder die zuständige Fachkraft wird informiert.

Die betriebliche Rettungskette
Eigenschutz und Absichern
Bevor Du eine verletzte Person berührst, prüfst Du die Umgebung. Mögliche Gefahren sind nachlaufende Maschinen, herabfallende Werkstücke, elektrischer Strom, Feuer, heiße Metallteile, Druckgas, Rauch, austretende Chemikalien und ungesicherte Lasten. Nutze einen vorhandenen NOT-AUS oder Hauptschalter nur, wenn Du Dich dabei nicht selbst gefährdest. Bei elektrischen Anlagen darf eine Rettung erst erfolgen, wenn die Spannungsfreiheit sicher hergestellt ist. Bei Hochspannung hältst Du Abstand und wartest auf die Freigabe durch Fachkräfte.
Trage für die Versorgung möglichst Einmalhandschuhe aus dem Verbandkasten. Verschmutzte Arbeitshandschuhe sind kein hygienischer Ersatz. Weise weitere Personen gezielt ein: Eine Person setzt den Notruf ab, eine holt Verbandkasten und AED, eine weist den Rettungsdienst ein.
Notfallcheck
- Reaktion prüfen: Sprich die Person laut an und berühre sie vorsichtig an den Schultern.
- Hilfe rufen: Mache Umstehende aufmerksam und verteile klare Aufgaben.
- Atmung prüfen: Öffne die Atemwege und prüfe höchstens zehn Sekunden, ob eine normale Atmung vorhanden ist. Schnappatmung gilt nicht als normale Atmung.
- Notruf 112: Nenne Ort, Unfallart, Zahl der Betroffenen, Verletzungen und besondere Gefahren. Beantworte Rückfragen und lege erst auf, wenn die Leitstelle das Gespräch beendet.
- Lebensrettende Maßnahmen: Stille lebensbedrohliche Blutungen, beginne bei fehlender normaler Atmung sofort mit der Wiederbelebung oder bringe eine bewusstlose Person mit normaler Atmung in die stabile Seitenlage.
- Betreuen und überwachen: Schütze vor Wärmeverlust, beruhige die Person und kontrolliere Bewusstsein und Atmung wiederholt.
Organisation im Betrieb

Nach § 10 des Arbeitsschutzgesetzes und der DGUV Vorschrift 1 muss der Betrieb wirksame Notfallmaßnahmen organisieren. Dazu gehören erreichbare Meldeeinrichtungen, gekennzeichnete Erste-Hilfe-Mittel, ausgebildete Ersthelfende und aktuelle Angaben zu Notruf, Durchgangsarzt, Krankenhaus und Rettungseinrichtungen.
In einem gewerblichen Betrieb müssen bei zwei bis zwanzig anwesenden Versicherten mindestens eine Ersthelferin oder ein Ersthelfer zur Verfügung stehen. Bei mehr als zwanzig anwesenden Versicherten sind in sonstigen Betrieben grundsätzlich zehn Prozent erforderlich. Schichtbetrieb, Urlaub und Montageeinsätze müssen berücksichtigt werden. Ersthelfende werden in der Regel innerhalb von zwei Jahren fortgebildet.
Jede Erste-Hilfe-Leistung wird vertraulich dokumentiert und die Dokumentation fünf Jahre verfügbar gehalten. Auch eine kleine Schnittverletzung wird eingetragen, weil später auftretende Folgen dem Arbeitsunfall zugeordnet werden können. Verbrauchtes oder abgelaufenes Material wird unverzüglich ersetzt.
Typische Notfälle und richtige Maßnahmen
Starke Blutung und Schnittverletzung
Scharfe Bleche, Grate, Späne und Werkzeuge können tiefe Wunden verursachen. Bei einer starken Blutung hat die Blutstillung Vorrang. Ziehe Einmalhandschuhe an, lasse die Person möglichst liegen und drücke eine sterile Wundauflage oder notfalls ein sauberes, saugfähiges Tuch direkt auf die Wunde. Halte den Druck ohne unnötige Unterbrechung. Ist die Blutung an einer Extremität mit einem Druckverband beherrschbar, lege ihn fachgerecht an. Dringt Blut durch, entfernst Du die erste Auflage nicht, sondern legst weiteres Material darüber und verstärkst den Druck.
Fremdkörper, die tief in einer Wunde stecken, werden nicht herausgezogen. Sie werden möglichst druckfrei umpolstert und stabilisiert. Bei lebensbedrohlicher Blutung, Schockzeichen oder tiefer Verletzung rufst Du sofort 112. Die verletzte Person wird betreut, warm gehalten und bis zur Übergabe an den Rettungsdienst beobachtet.

Das Bild zeigt direkten Druck auf eine Wunde. Entscheidend ist der direkte Druck; ein bloßes Hochhalten ersetzt die Blutstillung nicht.
Amputationsverletzung
Bei einer vollständigen oder teilweisen Abtrennung eines Fingers oder einer anderen Körperpartie konzentrierst Du Dich zuerst auf die verletzte Person: Blutung durch direkten Druck stillen, 112 rufen, Wärmeerhalt sicherstellen und Vitalfunktionen überwachen. Gefäße werden nicht abgeklemmt und das Amputat wird nicht gereinigt.
Wickle das Amputat trocken und steril ein und lege es in einen wasserdichten Innenbeutel. Dieser verschlossene Beutel kommt in einen zweiten Beutel mit einem Wasser-Eis-Gemisch. Das Gewebe darf weder direkten Kontakt mit Eis noch mit Wasser haben. Das Amputat wird beschriftet und zusammen mit der verletzten Person dem Rettungsdienst übergeben.
Verbrennung, Verbrühung und Kleiderbrand
Bei einem Kleiderbrand musst Du die Flammen sofort löschen, beispielsweise mit Wasser oder einer geeigneten Löschdecke, ohne Dich selbst zu gefährden. Brennende Personen sollen nicht weiterlaufen. Entferne Schmuck und lose, heiße Kleidung vorsichtig, sofern nichts an der Haut festhaftet. Festgebrannte Kleidung bleibt an Ort und Stelle.
Kleinflächige Verbrennungen können sofort mit kühlem Leitungswasser gekühlt werden. Großflächige Verbrennungen, Verbrennungen am Körperstamm und schwere Verbrennungen werden wegen der Unterkühlungsgefahr nicht ausgedehnt gekühlt. Verwende kein Eis, keine Salben, kein Mehl und keine anderen Hausmittel. Öffne Brandblasen nicht. Decke die Brandwunde locker und steril ab, sorge für Wärmeerhalt und veranlasse bei schweren Verbrennungen den Notruf 112.

Augenverletzung durch Späne, Zunder oder Chemikalien
Bei Staub oder einem losen, oberflächlichen Fremdkörper kann eine Augenspülung sinnvoll sein. Bei einem fest sitzenden Metallspan, einer Stichverletzung oder einem eingedrungenen Fremdkörper darfst Du nicht reiben, drücken oder den Gegenstand entfernen. Decke beide Augen locker ab, beruhige die Person und organisiere unverzüglich augenärztliche Hilfe oder den Rettungsdienst.
Bei Chemikalienspritzern beginnt die Spülung sofort mit viel sauberem Wasser oder an der Augendusche. Halte die Lider vorsichtig offen und spüle vom inneren zum äußeren Augenwinkel, damit das unverletzte Auge nicht kontaminiert wird. Beachte die Angaben im Sicherheitsdatenblatt, ohne die Spülung dafür zu verzögern. Verätzungen des Auges sind dringliche Notfälle.


Quetschung, Fraktur und eingeklemmte Person
Schmiedehämmer, Pressen, Gesenke und schwere Werkstücke können Quetschungen und Knochenbrüche verursachen. Setze die Maschine sicher still, löse aber keine gefährliche Einklemmung eigenmächtig. Eine plötzlich befreite, lange eingeklemmte Person kann durch schwere innere Verletzungen und Stoffwechselstörungen zusätzlich gefährdet werden. Fordere Feuerwehr und Rettungsdienst über 112 an.
Bewege den verletzten Körperteil so wenig wie möglich und polstere ihn in der vorgefundenen Stellung. Versuche nicht, Fehlstellungen einzurenken. Offene Frakturen werden steril und ohne Druck auf hervorstehende Knochen bedeckt. Prüfe unterhalb der Verletzung wiederholt Durchblutung, Gefühl und Beweglichkeit, ohne die Person unnötig zu belasten.
Stromunfall und Lichtbogen
Berühre eine verunfallte Person nicht, solange sie möglicherweise unter Spannung steht. Unterbrich die Energiezufuhr über Hauptschalter, NOT-AUS oder Sicherung nur gefahrlos und entsprechend Deiner Unterweisung. Bei Hochspannungsanlagen und unbekannten elektrischen Gefahren hältst Du Abstand und alarmierst Fachkräfte sowie 112.
Nach einem Stromdurchgang können Herzrhythmusstörungen, innere Verletzungen und Verbrennungen auftreten, auch wenn äußerlich wenig sichtbar ist. Prüfe Bewusstsein und Atmung. Bei fehlender normaler Atmung beginnst Du sofort mit der Wiederbelebung und setzt einen AED ein, sobald er verfügbar ist. Eine ärztliche Beurteilung ist nach einem relevanten Stromunfall erforderlich.
Rauch, Schweißrauch, Gas und Kohlenmonoxid
Betritt keinen verrauchten oder schadstoffbelasteten Bereich ohne geeigneten Atemschutz. Eigene Sicherheit geht vor. Stoppe die Freisetzung oder lüfte nur, wenn dies gefahrlos und betrieblich vorgesehen ist. Bringe die betroffene Person an die frische Luft, sofern dies ohne Risiko möglich ist, und rufe 112. Nenne der Leitstelle den vermuteten Stoff und halte Sicherheitsdatenblatt oder Produktbezeichnung bereit.
Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit und Bewusstlosigkeit können Zeichen einer Vergiftung sein. Gib nichts zu essen oder zu trinken und löse kein Erbrechen aus. Bei fehlender normaler Atmung ist die sofortige Wiederbelebung erforderlich.
Bewusstlosigkeit, Wiederbelebung und AED
Bewusstlos mit normaler Atmung
Ist eine Person bewusstlos, atmet aber normal, rufst Du 112 oder beauftragst eine andere Person damit. Bringe die betroffene Person in die stabile Seitenlage, halte die Atemwege frei und kontrolliere die Atmung fortlaufend. Schütze sie vor Auskühlung und lasse sie nicht allein. Nach einem Sturz, Stromunfall oder einer Gewalteinwirkung bewegst Du sie nur so weit, wie es für freie Atemwege und Lebensrettung erforderlich ist.
Keine normale Atmung
Fehlt eine normale Atmung, beginne unverzüglich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Lege den Handballen in die Mitte des Brustkorbs, den zweiten Handballen darauf und drücke mit gestreckten Armen 100 bis 120 Mal pro Minute etwa 5 bis 6 Zentimeter tief. Entlaste den Brustkorb nach jeder Kompression vollständig.
Wenn Du ausgebildet und zur Beatmung bereit bist, arbeitest Du im Verhältnis 30 Kompressionen zu 2 Beatmungen. Andernfalls führst Du ohne Unterbrechung kräftige Herzdruckmassagen durch. Wechsle Dich nach Möglichkeit mit einer zweiten Person ab und unterbrich nur so kurz wie unbedingt nötig.

AED einsetzen
Ein Automatisierter externer Defibrillator analysiert den Herzrhythmus und gibt nur dann einen Schock frei, wenn dieser angezeigt ist. Schalte das Gerät ein, entblöße und trockne den Brustkorb, klebe die Elektroden nach der Abbildung auf und folge den Sprachanweisungen. Während Analyse und Schock darf niemand die Person berühren. Die Herzdruckmassage wird unmittelbar danach fortgesetzt.
Ein AED ersetzt die Herzdruckmassage nicht. Er wird parallel zur Wiederbelebung geholt und so früh wie möglich angeschlossen. Entferne sichtbare Medikamentenpflaster mit Handschuhen und klebe Elektroden nicht direkt über auffällige Implantate oder Metallgegenstände.

Übergabe, Nachsorge und Dokumentation
Bei der Übergabe an den Rettungsdienst berichtest Du knapp und geordnet: Unfallzeit, Unfallmechanismus, Gefahrenlage, beobachtete Symptome, Veränderungen, durchgeführte Maßnahmen und bekannte Stoffe oder Energien. Bei Chemikalien gibst Du das Sicherheitsdatenblatt mit. Bei Amputationen übergibst Du das korrekt verpackte Amputat.
Nach dem Ereignis werden verwendete Erste-Hilfe-Mittel ergänzt, die Erste-Hilfe-Leistung vertraulich dokumentiert und der betriebliche Meldeweg eingehalten. Schwere oder belastende Ereignisse können auch psychische Folgen für Betroffene und Helfende haben. Nutze betriebliche Angebote zur Nachsorge und sprich frühzeitig mit einer Vertrauensperson, dem Betriebsarzt oder einer geeigneten Fachstelle.
Fachliche und rechtliche Grundlagen
- § 10 Arbeitsschutzgesetz: Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen
- DGUV Vorschrift 1: Grundsätze der Prävention
- DGUV Information 204-007: Handbuch zur Ersten Hilfe
- DGUV Information 204-022: Erste Hilfe im Betrieb
- DGUV Regel 109-607: Branche Metallbau
- DGUV Information 209-076: Hufbeschlag und Schmiedearbeiten
- Reanimationsleitlinien 2025 des Deutschen Rates für Wiederbelebung
- Erste-Hilfe-Informationen des Deutschen Roten Kreuzes
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was steht an einer Unfallstelle im Schmiedebereich zuerst im Mittelpunkt? (Der Eigenschutz) (!Das Aufräumen des Arbeitsplatzes) (!Die Suche nach der Unfallursache) (!Das Ausfüllen der Dokumentation)
Welche Nummer gilt für den europaweiten Notruf? (112) (!110) (!116117) (!19222)
Welche Maßnahme hat bei einer lebensbedrohlichen äußeren Blutung Vorrang? (Direkter Druck auf die Wunde) (!Sofortiges Reinigen mit Desinfektionsmittel) (!Entfernen aller Fremdkörper) (!Einreiben der Wunde mit Salbe)
Was geschieht mit einem tief in der Wunde steckenden Metallteil? (Es bleibt in der Wunde und wird stabilisiert) (!Es wird sofort herausgezogen) (!Es wird tiefer hineingedrückt) (!Es wird mit Wasser ausgespült)
Wie wird ein Amputat richtig vorbereitet? (Trocken steril verpacken und indirekt kühlen) (!Direkt auf Eis legen) (!In Wasser reinigen) (!Ohne Verpackung warm halten)
Was gilt bei einem fest sitzenden Fremdkörper im Auge? (Nicht entfernen und unverzüglich Fachhilfe veranlassen) (!Mit einer Pinzette herausziehen) (!Das Auge kräftig reiben) (!Eine Salbe auftragen)
Wie tief wird der Brustkorb bei der Wiederbelebung eines Erwachsenen gedrückt? (Etwa fünf bis sechs Zentimeter) (!Etwa ein Zentimeter) (!Etwa zehn Zentimeter) (!Nur so weit bis Schmerzen entstehen)
Welche Druckfrequenz ist bei der Herzdruckmassage richtig? (Einhundert bis einhundertzwanzig pro Minute) (!Vierzig bis sechzig pro Minute) (!Zweihundert bis zweihundertvierzig pro Minute) (!Zehn bis zwanzig pro Minute)
Was ist während der Rhythmusanalyse eines AED zu beachten? (Niemand berührt die betroffene Person) (!Die Person wird aufgesetzt) (!Die Elektroden werden entfernt) (!Die Herzdruckmassage wird auf dem Gerät fortgesetzt)
Wie lange muss die Dokumentation einer Erste-Hilfe-Leistung verfügbar bleiben? (Fünf Jahre) (!Einen Monat) (!Sechs Monate) (!Zehn Tage)
Memory
| Eigenschutz | Unfallstelle gefahrlos betreten |
| NOT-AUS | Gefährliche Maschinenbewegung stoppen |
| Direkter Druck | Lebensbedrohliche Blutung eindämmen |
| Augendusche | Chemischen Stoff ausspülen |
| Stabile Seitenlage | Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung |
| Herzdruckmassage | Fehlende normale Atmung |
| AED | Herzrhythmus analysieren |
| Meldeblock | Erste-Hilfe-Leistung dokumentieren |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Energiezufuhr sicher unterbrechen | Stromunfall |
| Direkten Druck ausüben | Starke Blutung |
| Sofort mit Wasser spülen | Chemikalienspritzer im Auge |
| Stabile Seitenlage durchführen | Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung |
| Herzdruckmassage beginnen | Fehlende normale Atmung |
...
Kreuzworträtsel
| Eigenschutz | Was hat vor jeder Hilfeleistung an einer gefährlichen Unfallstelle Vorrang? |
| Notruf | Wie heißt die telefonische Alarmierung der Rettungsleitstelle? |
| Druckverband | Welcher Verband kann eine starke Blutung an einer Extremität kontrollieren? |
| Augendusche | Welche Einrichtung dient zum sofortigen Ausspülen des Auges? |
| Seitenlage | Welche Lagerung erhält bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung die Atemwege frei? |
| Defibrillator | Welches Gerät analysiert den Herzrhythmus und kann einen Schock freigeben? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Rettungszeichen: Fotografiere oder skizziere die Rettungszeichen für Erste Hilfe, Augendusche, Notdusche und AED in Deinem Ausbildungsbetrieb und beschreibe ihre Standorte.
- Notruf: Formuliere für einen angenommenen Unfall am Schmiedehammer eine vollständige Notrufmeldung.
- Verbandkasten: Ordne zehn Bestandteile eines Betriebsverbandkastens ihrem Einsatzzweck zu und prüfe, welche davon steril verpackt sind.
- Gefahrenstelle: Markiere auf einer Skizze einer Schmiede mindestens sechs Gefahrenquellen und einen sicheren Zugangsweg für Rettungskräfte.
Standard
- Druckverband: Übe unter Anleitung an einer Trainingsperson das Anlegen eines Druckverbandes und erstelle eine bebilderte Schrittfolge ohne echte Wunde.
- Betriebsanweisung: Analysiere die Betriebsanweisung eines Schmiedehammers und ergänze die Abschnitte Verhalten bei Störungen und Verhalten bei Unfällen.
- Rettungskette: Spiele im Team ein Szenario mit Schnittverletzung durch und werte Rollenverteilung, Kommunikation und Zeitablauf aus.
- Augenverletzung: Entwickle eine Entscheidungshilfe, die zwischen losem Fremdkörper, fest sitzendem Metallspan und Chemikalienspritzer unterscheidet.
Schwer
- Gefährdungsbeurteilung: Erstelle für einen Schmiedearbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung mit technischen, organisatorischen und personenbezogenen Schutzmaßnahmen.
- Unfallsimulation: Plane eine realistische Übung zu einem Stromunfall am Schweißarbeitsplatz mit Beobachtungsbogen und sicherer Übungsdurchführung.
- Erste-Hilfe-Organisation: Prüfe anhand eines fiktiven Schichtplans, ob genügend Ersthelfende anwesend sind, und begründe notwendige Änderungen.
- Unterweisung: Produziere ein kurzes Lehrvideo zur Rettungskette im Metallbaubetrieb und lasse Fachleute die fachliche Richtigkeit bewerten.


Lernkontrolle
- Fallanalyse Schmiedehammer: Ein Werkstück verkantet, eine Hand wird gequetscht und die Maschine läuft nach. Entwickle eine sichere Handlungsfolge und begründe jeden Schritt.
- Prioritäten setzen: Vergleiche die Versorgung einer stark blutenden Schnittwunde mit der Versorgung einer kleinflächigen Verbrennung und erkläre, warum sich die Reihenfolge der Maßnahmen unterscheidet.
- Kommunikation im Notfall: Entwirf eine klare Aufgabenverteilung für vier anwesende Beschäftigte bei einer bewusstlosen Person ohne normale Atmung.
- Fehleranalyse: Beurteile die Aussage, ein AED ersetze die Herzdruckmassage, und korrigiere sie fachlich.
- Transfer auf Montage: Übertrage die betriebliche Rettungskette auf eine Baustelle ohne festen Erste-Hilfe-Raum und benenne notwendige organisatorische Anpassungen.
- Nachbereitung: Entwickle Maßnahmen, mit denen ein Betrieb aus einem Beinaheunfall mit Funkenflug und Augenverletzung lernen kann, ohne einzelne Personen zu beschuldigen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern sichere Entscheidungen triffst und praktisch handeln kannst.
- Du sicherst eine simulierte Unfallstelle und beachtest den Eigenschutz.
- Du prüfst Reaktion und Atmung in korrekter Reihenfolge.
- Du setzt einen vollständigen Notruf ab und weist Aufgaben zu.
- Du demonstrierst an geeignetem Übungsmaterial direkten Druck, Druckverband, stabile Seitenlage und Wiederbelebung mit AED-Trainer.
- Du erklärst fachgerecht das Vorgehen bei Verbrennung, Augenverletzung, Stromunfall, Quetschung und Amputationsverletzung.
- Du dokumentierst eine simulierte Erste-Hilfe-Leistung vollständig und datenschutzgerecht.
- Du reflektierst die Zusammenarbeit im Team und leitest Verbesserungen für den Betrieb ab.
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