Bauteile und Baugruppen aus- und einbauen - Schmied


Bauteile und Baugruppen aus- und einbauen - Schmied
Bauteile und Baugruppen aus- und einbauen - Schmied
Einleitung
Das fachgerechte Aus- und Einbauen von Bauteilen und Baugruppen gehört in einer Schmiede zu den grundlegenden Aufgaben der Instandhaltung. Es betrifft zum Beispiel Schmiedehämmer, Schmiedepressen, Antriebe, Führungen, Lagerungen, Kupplungen, Werkzeugaufnahmen, Schutzvorrichtungen und Hilfseinrichtungen. Du musst dabei technische Unterlagen lesen, Gefährdungen erkennen, geeignete Werkzeuge auswählen, die Demontage nachvollziehbar dokumentieren und die Funktion nach dem Einbau sicher prüfen.
Ein Bauteil ist ein einzelnes, technisch nicht weiter zerlegtes Teil, zum Beispiel eine Welle, Passfeder, Schraube, Dichtung oder Lagerschale. Eine Baugruppe besteht aus mehreren zusammenwirkenden Bauteilen, etwa einer Lagerung, Kupplung, Werkzeugaufnahme oder Hydraulikeinheit. In der Praxis ist nicht nur entscheidend, dass ein Teil wieder an seinen Platz kommt. Einbauposition, Passung, Oberflächenzustand, Schmierung, Anziehdrehmoment und Sicherung müssen ebenfalls stimmen.

Wichtig: Arbeiten an Maschinen dürfen nur im Rahmen des Arbeitsauftrags, der betrieblichen Unterweisung und der eigenen Qualifikation durchgeführt werden. Vor der Demontage müssen alle gefährlichen Energiequellen sicher getrennt, gespeicherte Energien abgebaut und bewegliche oder angehobene Teile gegen Absinken und Herabfallen gesichert werden.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- Bauteile und Baugruppen unterscheiden und ihre Funktion im Gesamtsystem beschreiben.
- Zeichnungen, Stücklisten, Montageanweisungen und Ersatzteilunterlagen für einen Arbeitsauftrag nutzen.
- Gefährliche Energiequellen erkennen und eine Maschine für Instandhaltungsarbeiten sicher stillsetzen.
- lösbare Verbindungen, Passungen, Lager, Dichtungen und Sicherungselemente fachgerecht aus- und einbauen.
- geeignete Handwerkzeuge, Abzieher, Pressvorrichtungen, Messmittel und Hebezeuge auswählen.
- Schäden und Verschleißmerkmale beurteilen sowie Messergebnisse dokumentieren.
- eine Baugruppe nach dem Einbau ausrichten, schmieren, sichern und kontrolliert in Betrieb nehmen.
Fachliche Grundlagen
Bauteile, Baugruppen und ihre Funktionen
In Schmiedemaschinen wirken hohe Kräfte, Stöße, Schwingungen, Temperaturen und Verschmutzungen. Deshalb müssen Bauteile nicht nur geometrisch passen, sondern auch die vorgesehene Belastung aufnehmen. Typische Funktionselemente sind:
- Welle und Achse: Sie führen oder übertragen Drehbewegungen und Kräfte.
- Wälzlager und Gleitlager: Sie lagern bewegte Teile und reduzieren Reibung.
- Kupplung: Sie verbindet Wellen und kann Drehmoment übertragen oder Fluchtungsfehler ausgleichen.
- Passfeder und Keilwelle: Sie übertragen Drehmomente zwischen Welle und Nabe.
- Sicherungsring: Er sichert Bauteile axial auf einer Welle oder in einer Bohrung.
- Dichtung: Sie verhindert den Austritt von Schmierstoff oder das Eindringen von Schmutz.
- Schraubenverbindung: Sie verbindet Bauteile lösbar durch Vorspannkraft.
- Führung: Sie bestimmt eine geradlinige oder rotatorische Bewegung, etwa die Bewegung eines Hammerbären.

Eine Baugruppe muss als funktionale Einheit betrachtet werden. Wird beispielsweise eine Kupplung ausgebaut, sind nicht nur die Kupplungshälften wichtig, sondern auch Wellenlage, Befestigung, Ausrichtung, Schutzhaube und gegebenenfalls Schmierung.
Arbeitsunterlagen und Vorbereitung
Vor Beginn prüfst Du den Arbeitsauftrag und beschaffst die erforderlichen Unterlagen. Dazu gehören technische Zeichnungen, Explosionsdarstellungen, Stücklisten, Montageanweisungen, Wartungspläne, Schmierpläne, Ersatzteillisten und Herstellerangaben. Besonders wichtig sind:
- Einbaulage und Reihenfolge der Bauteile
- Maß-, Form- und Lagetoleranzen
- Passungsangaben
- vorgeschriebene Schmierstoffe
- Anziehdrehmomente und Anziehreihenfolgen
- zulässige Verschleißgrenzen
- Prüf- und Einstellwerte
Vor dem Zerlegen reinigst Du den Arbeitsbereich, stellst geeignete Ablagen bereit und kennzeichnest zusammengehörige Teile. Fotos, Skizzen, Markierungen und nummerierte Behälter helfen, Leitungen, Distanzringe, Scheiben und Befestigungselemente später eindeutig zuzuordnen. Markierungen dürfen keine Funktionsflächen beschädigen.
Maschine sicher stillsetzen
Das Ausschalten an der Bedieneinrichtung reicht für Instandhaltungsarbeiten nicht aus. Elektrische, hydraulische, pneumatische, mechanische, thermische und durch Schwerkraft wirkende Energien müssen berücksichtigt werden. Ein sicherer Ablauf umfasst:
- Arbeitsbereich abstimmen und betroffene Personen informieren.
- Maschine bestimmungsgemäß stillsetzen.
- Energiezuführungen trennen und gegen Wiedereinschalten sichern.
- gespeicherte Energien abbauen oder sicher beherrschen.
- Druckfreiheit und Stillstand überprüfen.
- angehobene Lasten und bewegliche Maschinenteile absenken oder mechanisch abstützen.
- Gefahrbereich kennzeichnen und bei Bedarf absperren.
Bei hydraulischen Anlagen können Druckspeicher, Zylinder und hochgehaltene Lasten auch nach dem Abschalten gefährliche Energie enthalten. Unter Druck austretende Flüssigkeit kann die Haut durchdringen. Leckstellen werden deshalb niemals mit der Hand gesucht. Bei elektrischen Arbeiten gelten zusätzlich die hierfür vorgeschriebenen Qualifikationen und Sicherheitsregeln.
Demontage fachgerecht durchführen
Die Demontage erfolgt kontrolliert und in einer festgelegten Reihenfolge. Zuerst werden Schutzvorrichtungen und Anschlüsse nur soweit entfernt, wie es der Arbeitsauftrag erfordert. Leitungen werden gekennzeichnet, offene Anschlüsse gegen Verschmutzung verschlossen und austretende Betriebsstoffe aufgefangen. Schwere Baugruppen müssen vor dem Lösen ihrer Befestigungen mit geeigneten Hebezeugen oder Stützen gesichert sein.
Beim Lösen von Verbindungen gilt:
- passendes Werkzeug verwenden und Werkzeugangriff vollständig ansetzen.
- festsitzende Teile nicht unkontrolliert mit Hammer oder Brenner bearbeiten.
- Abzieh- und Presskräfte möglichst axial und an den dafür vorgesehenen Flächen einleiten.
- Lage von Distanzringen, Passscheiben und Sicherungselementen dokumentieren.
- beschädigte oder bestimmungsgemäß nur einmal verwendbare Sicherungsteile aussortieren.
- Teile nach Baugruppen geordnet, sauber und gegen Beschädigung geschützt ablegen.

Ein Abzieher erzeugt eine kontrollierte Zugkraft. Seine Spindel muss zur Welle fluchten, die Greifer müssen sicher anliegen und das Werkzeug muss für die erforderliche Kraft ausgelegt sein. Seitliches Verkanten kann Welle, Nabe und Werkzeug beschädigen.
Lösbare Verbindungen und Sicherungselemente
In Baugruppen werden häufig Schrauben, Muttern, Stifte, Passfedern, Keile, Splinte und Sicherungsringe verwendet. Vor dem Ausbau musst Du erkennen, welche Funktion das Element erfüllt:
- Zylinderstift: positioniert Bauteile genau.
- Kegelstift: zentriert und klemmt durch seine konische Form.
- Passfeder: überträgt Drehmoment formschlüssig.
- Splint: sichert beispielsweise eine Kronenmutter.
- Sicherungsring: verhindert axiale Verschiebung.
- selbstsichernde Mutter: verhindert unbeabsichtigtes Lösen und muss je nach Ausführung und Herstellervorgabe ersetzt werden.
Sicherungsringe werden mit der passenden Innen- oder Außensicherungsringzange montiert. Überdehnen, schräges Einsetzen oder beschädigte Nuten führen zu unsicherem Sitz.


Wälzlager aus- und einbauen
Wälzlager sind empfindliche Präzisionsbauteile. Vor dem Ausbau werden Lagerart, Einbaulage, Fest- und Loslagerfunktion sowie die Art der Passung bestimmt. Bei einer strammen Passung sitzt ein Lagerring mit Übermaß auf der Welle oder im Gehäuse.
Beim Aus- und Einbau darf die Kraft nicht über die Wälzkörper geleitet werden. Die Montagekraft wird auf den Ring übertragen, der den strammen Sitz hat. Sitzt der Innenring fest auf der Welle, wirkt die Kraft auf den Innenring. Sitzt der Außenring fest im Gehäuse, wirkt sie auf den Außenring. Sind beide Ringe gleichzeitig stramm gepasst, ist ein geeignetes Montageverfahren erforderlich.

Für die Montage können mechanische, hydraulische oder thermische Verfahren eingesetzt werden. Beim thermischen Fügen wird ein Lager nach Herstellervorgabe gleichmäßig erwärmt, häufig mit einem Induktionsanwärmgerät. Eine offene Flamme ist ungeeignet, weil sie zu örtlicher Überhitzung und Werkstoffschäden führen kann. Nach dem Einbau sind Lagersitz, Leichtgängigkeit, Lagerluft oder Vorspannung und Schmierung zu prüfen.
Dichtungen und Funktionsflächen
Dichtflächen, Wellenlaufflächen und Nuten müssen sauber, gratfrei und unbeschädigt sein. O-Ringe dürfen nicht verdreht oder über scharfe Kanten gezogen werden. Radial-Wellendichtringe werden mit einer geeigneten Montagehülse oder einem ebenen Eindrückwerkzeug eingesetzt. Die Dichtlippe zeigt entsprechend der Bauart in Richtung des abzudichtenden Mediums. Schmier- und Montagehilfsmittel müssen mit Dichtungswerkstoff und Betriebsstoff verträglich sein.
Dichtungen werden vor dem Wiedereinbau auf Risse, Verformung, Verhärtung und Verschleiß geprüft. Viele Dichtungen sind Verschleißteile und werden bei einer Instandsetzung nach Vorgabe ersetzt.
Schraubenverbindungen montieren
Eine Schraubenverbindung hält durch die erzeugte Vorspannkraft. Das vorgeschriebene Anziehdrehmoment ist nur dann aussagekräftig, wenn Schraubengröße, Festigkeitsklasse, Gewindezustand, Schmierung und Auflageflächen der Vorgabe entsprechen. Du verwendest den vorgesehenen Drehmomentschlüssel, ziehst gleichmäßig und bei Flanschverbindungen häufig über Kreuz oder in mehreren Stufen an.

Ein Drehmomentschlüssel wird am vorgesehenen Griffpunkt gleichmäßig belastet. Nach dem Auslösen wird nicht weitergezogen. Einstellbare Werkzeuge werden nach Herstellerangabe entspannt und regelmäßig geprüft. Verlängerungen oder anders angeordnete Werkzeuge können das wirksame Drehmoment verändern.
Prüfen, Messen und Beurteilen
Nach der Reinigung werden Bauteile geprüft. Typische Merkmale sind Risse, Fressspuren, Riefen, Korrosion, Verformung, eingelaufene Dichtflächen, ausgeschlagene Nuten, Pitting an Verzahnungen, Verfärbungen durch Überhitzung und ungewöhnliches Lagerspiel. Je nach Auftrag verwendest Du Messschieber, Bügelmessschraube, Messuhr, Fühlerlehre, Haarlineal oder Oberflächenvergleichsmittel.
Messwerte werden mit Zeichnung, Herstellerangabe oder Verschleißgrenze verglichen. Ein Bauteil darf nicht allein deshalb wiederverwendet werden, weil es äußerlich noch vollständig ist. Die Entscheidung muss technisch begründet und dokumentiert sein.
Einbau, Ausrichtung und Wiederinbetriebnahme
Vor dem Einbau werden alle Teile gereinigt, geprüft und eindeutig zugeordnet. Funktionsflächen werden geschützt, vorgeschriebene Schmierstoffe bereitgestellt und neue Dicht- oder Sicherungselemente verwendet. Die Montage erfolgt ohne Zwang und in dokumentierter Reihenfolge.
Bei Kupplungen, Lagergehäusen und Führungen ist die Ausrichtung besonders wichtig. Fluchtungsfehler können Schwingungen, Erwärmung, erhöhten Verschleiß und Lagerausfälle verursachen. Nach dem Einbau werden:
- alle Befestigungen und Sicherungen kontrolliert.
- Schmierstellen versorgt und Betriebsstoffe ergänzt.
- Leitungen korrekt angeschlossen und auf Dichtheit geprüft.
- Werkzeuge, Hilfsmittel und lose Teile entfernt.
- Schutzvorrichtungen vollständig montiert.
- der Arbeitsbereich freigegeben.
- ein kontrollierter Probelauf nach betrieblicher Vorgabe durchgeführt.
Beim Probelauf achtest Du auf ungewöhnliche Geräusche, Schwingungen, Erwärmung, Leckage, Druck, Bewegungsrichtung und Funktion der Schutzeinrichtungen. Abweichungen führen zum sicheren Stillsetzen und zu einer erneuten Prüfung.
Praxisbeispiel: Lagerbaugruppe an einem Schmiedehammer
An einer Lagerstelle des Antriebs treten erhöhte Geräusche und Temperatur auf. Der Arbeitsauftrag sieht die Prüfung und gegebenenfalls den Austausch des Wälzlagers vor.
- Du wertest Zeichnung, Ersatzteilliste, Schmierplan und Arbeitsauftrag aus.
- Du stellst die Maschine still, trennst alle Energiequellen, sicherst gegen Wiedereinschalten und prüfst den sicheren Zustand.
- Du entfernst die Schutzhaube, markierst Kupplungslage und Anschlusspositionen und sicherst schwere Teile.
- Du löst die Kupplung und ziehst die Nabe mit einem geeigneten Abzieher ab.
- Du baust Sicherungselemente und Lagergehäusedeckel in dokumentierter Reihenfolge aus.
- Du entnimmst das Lager mit geeignetem Werkzeug, ohne die Kraft über die Wälzkörper zu leiten.
- Du reinigst und prüfst Welle, Gehäusesitz, Dichtflächen und Schmierwege.
- Du vergleichst Maße und Verschleißbilder mit den Vorgaben.
- Du montierst das freigegebene oder neue Lager mit dem passenden Montageverfahren.
- Du baust Dichtungen, Sicherungen, Kupplung und Schutzhaube ein, richtest die Baugruppe aus und ziehst Schrauben mit Vorgabewerten an.
- Du stellst Schmierung und Anschlüsse wieder her und führst eine dokumentierte Funktionsprüfung durch.
Häufige Fehler und ihre Folgen
- Unzureichende Energietrennung: unerwarteter Maschinenanlauf, Druckbewegung oder Absinken schwerer Teile.
- Fehlende Kennzeichnung: vertauschte Leitungen, falsche Einbaulage oder verlorene Einstellwerte.
- Hammer statt Abzieher: beschädigte Wellenenden, Lager, Gewinde oder Gehäuse.
- Montagekraft über Wälzkörper: Laufbahnschäden und vorzeitiger Lagerausfall.
- Falsches Anziehdrehmoment: zu geringe Vorspannung, Losdrehen, Überdehnung oder Gewindeschaden.
- Wiederverwendung beschädigter Dichtungen: Leckage, Schmutzeintritt und Schmierstoffverlust.
- Fehlende Ausrichtung: Schwingungen, Erwärmung und schneller Verschleiß.
- Probelauf ohne Schutzvorrichtung: unmittelbare Gefährdung durch bewegte Teile.
Quellen und Vertiefung
- Betriebssicherheitsverordnung, § 10 Instandhaltung und Änderung von Arbeitsmitteln
- DGUV Information 209-015: Instandhaltung – sicher und praxisgerecht durchführen
- DGUV/IFA: Sicherer Umgang mit hydraulischen Anlagen
- BGHM: Sichere Instandhaltung an Maschinen – 4-Rang-Methode
- Instandhaltung
- Wälzlager
- Drehmomentschlüssel
- Schmieden
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist vor dem Lösen einer schweren Baugruppe zuerst sicherzustellen? (Die Baugruppe ist gegen Absinken und Herabfallen gesichert) (!Die Schrauben sind vollständig entfernt) (!Die Schutzhaube ist lackiert) (!Der Probelauf ist gestartet)
Was kennzeichnet eine Baugruppe? (Sie besteht aus mehreren zusammenwirkenden Bauteilen) (!Sie ist immer aus einem einzigen Werkstoff) (!Sie besitzt grundsätzlich keinen Verschleiß) (!Sie kann nicht ausgebaut werden)
Wohin muss die Montagekraft bei einem stramm auf der Welle sitzenden Wälzlager eingeleitet werden? (Auf den Innenring) (!Auf den Käfig) (!Auf die Wälzkörper) (!Auf die Dichtung)
Welches Werkzeug eignet sich zum kontrollierten Abziehen einer Nabe von einer Welle? (Ein Abzieher) (!Eine Reißnadel) (!Ein Körner) (!Eine Drahtbürste)
Welche Aufgabe hat eine Passfeder? (Sie überträgt Drehmoment zwischen Welle und Nabe) (!Sie dichtet eine Hydraulikleitung ab) (!Sie misst die Oberflächenrauheit) (!Sie ersetzt ein Wälzlager)
Warum werden Leitungen vor dem Ausbau gekennzeichnet? (Damit sie eindeutig und richtig wieder angeschlossen werden) (!Damit der Betriebsdruck steigt) (!Damit Schrauben leichter lösbar werden) (!Damit kein Messwerkzeug nötig ist)
Was ist bei hydraulischen Anlagen vor der Demontage erforderlich? (Druckfreiheit herstellen und überprüfen) (!Den Druckspeicher zusätzlich laden) (!Leckstellen mit der Hand suchen) (!Die Anlage ohne Sicherung einschalten)
Wozu dient ein Drehmomentschlüssel? (Zum kontrollierten Anziehen mit einem vorgegebenen Drehmoment) (!Zum Prüfen einer Dichtung auf Risse) (!Zum Abziehen eines Zahnrads) (!Zum Messen eines Wellendurchmessers)
Was muss vor einem Probelauf vollständig montiert sein? (Die vorgesehenen Schutzvorrichtungen) (!Nur die Werkzeugablage) (!Nur die Kennzeichnungsschilder) (!Nur die ausgebauten Altteile)
Welche Beobachtung ist bei einem Probelauf ein Warnzeichen? (Ungewöhnliche Erwärmung oder Schwingung) (!Ruhiger Lauf innerhalb der Vorgaben) (!Dichte Leitungsverbindungen) (!Vollständig montierte Schutzhauben)
Memory
| Bauteil | einzelnes technisch nicht weiter zerlegtes Teil |
| Baugruppe | mehrere funktional zusammenwirkende Bauteile |
| Abzieher | Werkzeug zum kontrollierten Lösen eines Presssitzes |
| Drehmomentschlüssel | Werkzeug für ein vorgegebenes Anziehdrehmoment |
| Passfeder | formschlüssige Drehmomentübertragung |
| Sicherungsring | axiale Sicherung in einer Nut |
| Messuhr | Messmittel für kleine Weg- und Rundlaufabweichungen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Anwendung |
|---|---|
| Abzieher | Nabe kontrolliert von einer Welle lösen |
| Sicherungsringzange | Sicherungsring fachgerecht einsetzen oder entfernen |
| Drehmomentschlüssel | Schraubenverbindung mit Vorgabewert anziehen |
| Messuhr | Rundlauf oder Ausrichtung prüfen |
| Induktionsanwärmgerät | Wälzlager gleichmäßig thermisch montieren |
Kreuzworträtsel
| Abzieher | Welches Werkzeug löst eine Nabe kontrolliert von einer Welle? |
| Drehmoment | Welche physikalische Größe wird beim kontrollierten Schraubenanzug vorgegeben? |
| Passfeder | Welches Maschinenelement überträgt formschlüssig Drehmoment zwischen Welle und Nabe? |
| Baugruppe | Wie heißt eine funktionale Einheit aus mehreren Bauteilen? |
| Schmierung | Welche Maßnahme reduziert Reibung und Verschleiß an Lagerstellen? |
| Schutzhaube | Welche Abdeckung trennt Personen von bewegten Maschinenteilen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bauteile erkennen: Fotografiere oder skizziere fünf Bauteile aus einer freigegebenen Baugruppe und beschreibe jeweils ihre Funktion.
- Werkzeugzuordnung: Erstelle eine Tabelle mit sechs Montagewerkzeugen und je einer fachgerechten Anwendung.
- Sicherheitscheck: Formuliere eine Checkliste für das sichere Stillsetzen einer Schmiedemaschine vor einer mechanischen Demontage.
- Demontageordnung: Entwickle ein System aus Markierungen und Ablagebehältern, mit dem Kleinteile eindeutig zugeordnet werden können.
Standard
- Explosionszeichnung auswerten: Wähle eine Baugruppe und leite aus einer Explosionsdarstellung die sinnvolle Demontage- und Montagereihenfolge ab.
- Wälzlager beurteilen: Untersuche ein ausgebautes Übungslager und dokumentiere sichtbare Verschleißmerkmale mit Skizzen oder Fotos.
- Schraubenmontage planen: Erstelle für einen Flansch eine Montageanweisung mit Werkzeug, Anziehfolge, Drehmomentvorgabe und Abschlusskontrolle.
- Arbeitsunterweisung: Produziere ein kurzes Lernvideo zur richtigen Anwendung eines Abziehers an einem ungefährlichen Übungsaufbau.
Schwer
- Instandhaltungsauftrag planen: Plane den Ausbau einer Lagerbaugruppe an einem Schmiedehammer einschließlich Gefährdungsbeurteilung, Hilfsmitteln, Messungen und Dokumentation.
- Fehleranalyse: Entwickle aus den Symptomen Erwärmung, Schwingung und Schmierstoffaustritt mindestens drei mögliche Fehlerursachen und passende Prüfungen.
- Ausrichtung prüfen: Entwirf einen Messplan zur Kontrolle der Fluchtung zweier gekuppelter Wellen und begründe die gewählten Messpunkte.
- Fachgespräch führen: Interviewe eine Fachkraft über einen realen Baugruppentausch in der Schmiede und vergleiche den betrieblichen Ablauf mit den Regeln dieses Kurses.


Lernkontrolle
- Demontagestrategie: Eine Kupplungsnabe sitzt fest auf einer Welle. Entwickle ein sicheres Vorgehen und begründe, weshalb unkontrollierte Hammerschläge ungeeignet sind.
- Energieanalyse: Analysiere eine hydraulische Schmiedepresse und beschreibe, welche gespeicherten Energien nach dem Ausschalten noch vorhanden sein können und wie sie beherrscht werden.
- Lagerfehler: Ein neues Wälzlager wird nach kurzer Laufzeit laut und warm. Leite mögliche Montagefehler ab und ordne jedem Fehler eine geeignete Prüfung zu.
- Schraubenverbindung: Erkläre, warum derselbe Drehmomentwert bei trockenen und geschmierten Gewinden zu unterschiedlichen Vorspannkräften führen kann und welche Konsequenz das für die Montage hat.
- Wiederinbetriebnahme: Entwirf eine Freigabe- und Prüfreihenfolge für eine instand gesetzte Hammerbaugruppe. Begründe, warum jede Stufe vor der nächsten abgeschlossen sein muss.
- Qualitätsentscheidung: Eine Welle zeigt leichte Riefen im Bereich der Dichtlippe. Entwickle Kriterien für die Entscheidung zwischen Weiterverwendung, Nacharbeit und Austausch.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:
- Du kannst Bauteile, Baugruppen und ihre Funktionen fachsprachlich korrekt benennen.
- Du kannst einen Arbeitsauftrag mit Zeichnung, Stückliste und Montageangaben vorbereiten.
- Du kannst ein sicheres Stillsetz- und Sicherungskonzept erläutern.
- Du kannst eine fachgerechte Demontage- und Montagereihenfolge begründen.
- Du kannst geeignete Werkzeuge, Messmittel, Hilfsmittel und Hebezeuge auswählen.
- Du kannst Passungen, Lager, Dichtungen, Schrauben und Sicherungselemente sachgerecht behandeln.
- Du kannst Verschleißbilder und Messwerte bewerten.
- Du kannst Ausrichtung, Schmierung, Schutzvorrichtungen und Probelauf kontrollieren.
- Du kannst Deine Arbeit nachvollziehbar dokumentieren und in einem Fachgespräch vertreten.
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