Betriebsmittel reinigen und vor Korrosion schützen - Schmied


Betriebsmittel reinigen und vor Korrosion schützen - Schmied
Betriebsmittel reinigen und vor Korrosion schützen - Schmied
Einleitung
In einer Schmiede sind Betriebsmittel hohen Belastungen ausgesetzt: Zunder, Metallstaub, Abrieb, Schmierstoffe, Feuchtigkeit und Handschweiß lagern sich auf Hämmern, Zangen, Gesenken, Ambossen, Vorrichtungen und Maschinen ab. Werden diese Rückstände nicht sachgerecht entfernt, können Werkzeuge schlechter greifen, Führungen schwergängig werden, Messungen ungenau ausfallen und Schäden unentdeckt bleiben. Feuchtigkeit und aggressive Rückstände fördern zusätzlich die Korrosion.
Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in der schmiedetechnischen und metallgestaltenden Ausbildung. Du lernst, Betriebsmittel sicher zu reinigen, ihren Zustand zu beurteilen, geeignete Maßnahmen gegen Korrosion auszuwählen und die Werkzeuge fachgerecht zu lagern. Maßgeblich sind immer die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, die Betriebsanweisung, das Sicherheitsdatenblatt des verwendeten Stoffes und die Herstellerangaben.

Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du typische Verschmutzungen und Korrosionserscheinungen erkennen, Reinigungsverfahren material- und bauteilgerecht auswählen, Gefährdungen vor Arbeitsbeginn beurteilen, Schmiedewerkzeuge kontrolliert konservieren und gereinigte Betriebsmittel sicher wieder in Betrieb nehmen.
Betriebsmittel in der Schmiede
Als Betriebsmittel gelten alle Werkzeuge, Geräte, Maschinen, Vorrichtungen und Hilfsmittel, die für die Arbeit eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Schmiedehämmer, Schmiedezangen, Ambosse, Gesenke, Lochplatten, Abschrote, Biegevorrichtungen, Schraubstöcke, Schleifmaschinen, Bohrmaschinen, Absauganlagen, Messmittel und Transporthilfen.

Reinigung ist nicht nur eine Frage der Ordnung. Sie unterstützt die Arbeitssicherheit, die Funktionsfähigkeit und die Qualität der Schmiedearbeit. Auf einer sauberen Oberfläche lassen sich Risse, Ausbrüche, Gratbildung, lose Stiele, ausgeschlagene Gelenke oder beginnende Korrosion deutlich besser erkennen.
Typische Verschmutzungen
| Verschmutzung | Entstehung | Mögliche Folge |
|---|---|---|
| Zunder und Schmiedehaut | Oxidation des erhitzten Werkstücks | Rutschige Auflagen, Eindrücke im Werkstück, erhöhter Verschleiß |
| Metallstaub und Schleifabrieb | Bürsten, Schleifen, Trennen und Nacharbeiten | Gesundheitsgefährdung, Schmutzeintrag in Führungen und Lager |
| Öl, Fett und Kühlschmierstoff | Schmierung, Bearbeitung oder Konservierung | Rutschgefahr, Brandlast, schlechte Haftung nachfolgender Beschichtungen |
| Feuchtigkeit und Handschweiß | Raumklima, nasse Werkstücke, Hautkontakt | Rostbildung auf ungeschützten Stahloberflächen |
| Alte Beschichtungen und Korrosionsprodukte | Alterung, Beschädigung oder mangelhafte Lagerung | Funktionsverlust, Maßänderung, weitere Unterwanderung |

Korrosion verstehen
Korrosion ist die Reaktion eines metallischen Werkstoffs mit seiner Umgebung. Dabei verändert sich der Werkstoff und seine Funktion kann beeinträchtigt werden. Bei Eisen und unlegiertem Stahl wird die sichtbare Korrosionserscheinung meist als Rost bezeichnet. Für die Rostbildung sind in der Praxis vor allem Wasser beziehungsweise Feuchtigkeit und Sauerstoff wichtig. Salze, Säuren, hohe Luftfeuchtigkeit und Schmutznester können den Vorgang beschleunigen.

Rost ist nicht Zunder
Rost entsteht bei der Korrosion von Eisen oder Stahl unter Einwirkung der Umgebung. Er ist meist porös und schützt die darunterliegende Oberfläche nicht zuverlässig.
Zunder entsteht dagegen bei hoher Temperatur während des Erwärmens und Schmiedens. Er besteht aus Eisenoxiden, kann abplatzen und muss von Werkzeugauflagen, Gesenken und Werkstücken entfernt werden. Obwohl Rost und Zunder beide Oxidationsprodukte enthalten, entstehen sie unter unterschiedlichen Bedingungen und werden betrieblich unterschiedlich behandelt.
Wichtige Korrosionsformen in der Werkstatt
- Flächenkorrosion: Eine größere Oberfläche wird relativ gleichmäßig angegriffen; typisch sind Rostschleier oder flächiger Rost auf ungeschütztem Stahl.
- Lochkorrosion: Der Angriff ist örtlich stark begrenzt und kann tiefe Vertiefungen bilden; die sichtbare Oberfläche unterschätzt dabei manchmal den Schaden.
- Spaltkorrosion: Feuchtigkeit bleibt in engen Fugen, unter Ablagerungen oder zwischen Bauteilen stehen; dort kann Korrosion unbemerkt fortschreiten.
- Kontaktkorrosion: Unterschiedliche Metalle stehen leitend miteinander in Verbindung und werden gleichzeitig von einem Elektrolyten wie Wasser benetzt; das unedlere Metall kann bevorzugt angegriffen werden.

Sicher arbeiten
Vor jeder Reinigung musst Du klären, welche Energiequellen, Stoffe und mechanischen Gefährdungen vorhanden sind. Eine Maschine wird vor dem Eingriff stillgesetzt, gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten gesichert und gegebenenfalls drucklos, spannungsfrei und ausreichend abgekühlt. Schutzeinrichtungen dürfen nur nach betrieblicher Freigabe entfernt und müssen vor der Wiederinbetriebnahme vollständig montiert werden.

Persönliche Schutzausrüstung und Gefahrstoffe
Die erforderliche Persönliche Schutzausrüstung ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Je nach Tätigkeit können Schutzbrille oder Gesichtsschutz, geeignete Schutzhandschuhe, Schutzkleidung, Sicherheitsschuhe, Gehörschutz und Atemschutz erforderlich sein. Handschuhe dürfen niemals dort getragen werden, wo sie von rotierenden Teilen erfasst werden können.
Bei Reinigungs- und Konservierungsmitteln beachtest Du Kennzeichnung, Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung. Du mischst keine Produkte, verwendest keine ungekennzeichneten Behälter und hältst Zündquellen von brennbaren Stoffen fern. Lösemittelhaltige Reiniger dürfen nur eingesetzt werden, wenn sie für den Zweck vorgesehen sind und die erforderlichen Schutzmaßnahmen umgesetzt sind. Hautreinigung mit technischen Lösemitteln ist unzulässig.
Druckluft und Staub vermeiden
Maschinen, Werkstücke, Arbeitsplatz und Arbeitskleidung werden nicht unkontrolliert mit Druckluft abgeblasen. Dadurch können Späne und Staub in Augen und Atemwege gelangen oder im Raum verteilt werden. Bevorzugt werden geeignete Industriesauger, Absaugungen, Bürsten, Schaber und gebundene Reinigungsverfahren. Ist Druckluft in einem freigegebenen Sonderfall erforderlich, gelten die betriebliche Betriebsanweisung und die festgelegte Schutzausrüstung.
Fachgerechter Arbeitsablauf
Ein sicherer Reinigungs- und Korrosionsschutzprozess folgt einer festen Reihenfolge. So verhinderst Du, dass Schmutz nur verteilt, Schäden übersehen oder empfindliche Funktionsflächen beeinträchtigt werden.
- Arbeitsvorbereitung: Auftrag, Herstellerangaben, Betriebsanweisung und Reinigungsplan prüfen; Reinigungsbereich absichern und geeignete Hilfsmittel bereitstellen.
- Sicherer Zustand: Betriebsmittel stillsetzen, abkühlen lassen, Energiezufuhr trennen und gegen Wiedereinschalten sichern.
- Grobreinigung: Lose Zunderstücke, Späne und grobe Rückstände mit geeigneter Bürste, Schaber, Kehrmittel oder Absaugung entfernen.
- Feinreinigung: Öl, Fett und anhaftende Verschmutzungen materialgerecht lösen; Reinigungsmittel sparsam und bestimmungsgemäß verwenden.
- Trocknung: Restfeuchte aus Fugen, Bohrungen, Gelenken und Vertiefungen entfernen; keine nassen Teile einlagern.
- Sicht- und Funktionsprüfung: Risse, Ausbrüche, Grat, Verformungen, lose Verbindungen, Verschleiß und Korrosion beurteilen.
- Konservierung: Geeignetes Schutzmittel dünn und gleichmäßig auf die dafür vorgesehenen Flächen auftragen.
- Abschluss: Überschuss entfernen, Funktionsflächen freihalten, Schutzeinrichtungen montieren, Probelauf nach Vorgabe durchführen und Maßnahme dokumentieren.
Mechanische Reinigung
Zur mechanischen Reinigung gehören Abbürsten, Abschaben, Schleifvlies, geeignete Strahlverfahren und maschinelles Bürsten. Das Verfahren muss zum Werkstoff, zur Oberflächenqualität und zur Funktion passen. Eine zu aggressive Bearbeitung kann Maße verändern, Kanten verrunden oder gehärtete Funktionsflächen beschädigen.

Handdrahtbürsten eignen sich häufig zum Entfernen von losem Zunder und lockerem Rost. Die Bürste wird vor der Benutzung auf festen Sitz, gebrochene Drähte und einen sicheren Griff geprüft. Bei angetriebenen Bürsten sind zulässige Drehzahl, Schutzhaube, Werkstückspannung und Augen- beziehungsweise Gesichtsschutz besonders wichtig. Die Bürstenwerkstoffe müssen zur Oberfläche passen, damit keine unerwünschten Fremdpartikel eingetragen werden.
Nass- und chemische Reinigung
Wässrige Reiniger können öligen oder haftenden Schmutz lösen, müssen aber vollständig entfernt und die Oberflächen anschließend getrocknet werden. Organische Lösemittel oder Kaltreiniger können gesundheitsschädlich und brennbar sein. Deshalb werden bevorzugt weniger gefährliche, für den Anwendungsfall geeignete Produkte und geschlossene oder abgesaugte Systeme verwendet.
Korrosionslöser, Rostumwandler oder Beizmittel sind keine Universalreiniger. Sie verändern die Oberfläche chemisch und dürfen nur nach festgelegtem Verfahren eingesetzt werden. Besonders bei gehärteten Werkzeugen, hochfesten Bauteilen, Messflächen oder unbekannten Werkstoffen ist eine eigenmächtige chemische Behandlung zu vermeiden.
Schmiedewerkzeuge reinigen und pflegen
Schmiedehammer
Hammerbahn und Finne müssen sauber, trocken und frei von gefährlichen Ausbrüchen oder aufgeworfenem Grat sein. Leichter Schmutz wird mit Bürste und Tuch entfernt. Der Stiel wird auf Risse, Splitter, festen Sitz und eine sichere Verkeilung geprüft. Öl oder Fett gehört weder auf die Grifffläche noch auf die Schlagfläche, weil dadurch die sichere Handhabung beeinträchtigt werden kann. Ein beschädigter Hammer wird gekennzeichnet und aus der Benutzung genommen.
Schmiedezange
Zangenbacken müssen das Werkstück sicher greifen. Zunder, Grate und anhaftende Rückstände werden entfernt, ohne die Backengeometrie unkontrolliert zu verändern. Das Gewerbe beziehungsweise Gelenk wird gereinigt und nach betrieblicher Vorgabe sparsam geschmiert. Überschüssiger Schmierstoff wird abgewischt, damit er nicht auf Griff- oder Greifflächen gelangt und am Schmiedefeuer unnötig Rauch oder Brandgefahr erzeugt.
Amboss, Lochplatte und Gesenke
Die Ambossbahn wird von losem Zunder befreit und auf Ausbrüche, Risse, scharfe Grate und lockeren Stand geprüft. Arbeits- und Schlagflächen bleiben vor der Benutzung sauber, trocken und frei von Öl. Für längere Stillstandszeiten kann auf dafür geeigneten, kalten Stahlflächen ein dünner temporärer Korrosionsschutz aufgebracht werden. Vor dem nächsten Schmieden muss der Schutzfilm von Arbeitsflächen vollständig entfernt werden.

Gesenke, Abschrote, Dorne und Lochwerkzeuge werden nach dem Abkühlen gereinigt. Vertiefungen und Übergänge sind besonders sorgfältig zu prüfen, weil sich dort Zunder und Feuchtigkeit sammeln. Risse, plastische Verformungen und Ausbrüche dürfen nicht durch Schleifen oder Aufschweißen ohne festgelegtes Instandsetzungsverfahren „repariert“ werden.
Maschinen, Vorrichtungen und Messmittel
Bei Maschinen gilt die Wartungs- und Reinigungsanleitung des Herstellers. Führungen, Lager, elektrische Bauteile, Bremsen und Antriebe dürfen nicht mit ungeeigneten Reinigern oder Schutzölen behandelt werden. Reinigungsmittel werden niemals direkt in Motoren, Schalter, Steckverbindungen oder gekapselte Lager gesprüht.
Messmittel wie Messschieber, Winkel oder Lehren werden mit sauberen, nicht kratzenden Tüchern gereinigt. Messflächen erhalten nur den vom Hersteller vorgesehenen Schutz. Vor der Messung wird ein temporärer Ölfilm entfernt, damit das Messergebnis nicht verfälscht wird.
Korrosionsschutz auswählen
Korrosionsschutz kann die Metalloberfläche vom Korrosionsmedium trennen, die Werkstoffoberfläche verändern oder die Lagerbedingungen verbessern. Für Schmiedewerkzeuge ist häufig ein temporärer Schutz ausreichend, während Bauteile im Außenbereich dauerhafte Beschichtungen oder metallische Überzüge benötigen.
| Maßnahme | Geeigneter Einsatz | Wichtiger Hinweis |
|---|---|---|
| Dünner Öl- oder Wachsfilm | Lagerung blanker Werkzeuge und Maschinenteile | Vor Erwärmung, Lackierung oder Nutzung auf Arbeitsflächen entfernen |
| Fett | Geschützte Lagerstellen, Gewinde oder längere Einlagerung | Nicht auf Griffe, Bremsflächen oder Schlagflächen bringen |
| Lack- oder Pulverbeschichtung | Dauerhafter Schutz nicht arbeitender Außenflächen | Untergrund muss sauber, trocken und tragfähig sein |
| Metallischer Überzug | Bauteile mit erhöhtem Schutzbedarf | Verfahren und Werkstoffpaarung fachgerecht festlegen |
| Brünieren oder Phosphatieren | Definierte Oberflächenbehandlung geeigneter Stahlteile | Nur nach festgelegtem Prozess; Schutzwirkung oft mit Öl ergänzen |
| Trockene Lagerung | Alle empfindlichen Betriebsmittel | Kondenswasser, Salze und aggressive Dämpfe vermeiden |
Lagerung und Dokumentation
Saubere Werkzeuge werden trocken, übersichtlich und gegen Herabfallen gesichert gelagert. Sie liegen nicht auf feuchten Böden und werden nicht gemeinsam mit offenen Säuren, Laugen oder Salzresten aufbewahrt. Selten benutzte Werkzeuge erhalten einen kontrollierbaren Schutzfilm und werden in festgelegten Abständen geprüft.
Verbrauchte Reinigungsflüssigkeiten, ölhaltige Rückstände und getränkte Tücher werden nach Betriebsanweisung gesammelt und entsorgt. Sie gehören nicht in den Ausguss oder in ungeeignete Abfallbehälter. Festgestellte Mängel werden dokumentiert; nicht sichere Betriebsmittel werden eindeutig gekennzeichnet und der weiteren Benutzung entzogen.
Qualitätskontrolle nach der Arbeit
Eine Reinigung ist erst abgeschlossen, wenn das Betriebsmittel sauber, trocken, geprüft und sicher gelagert beziehungsweise wieder betriebsbereit ist. Prüfe, ob alle Schutzeinrichtungen montiert sind, kein Werkzeug im Maschinenraum liegt, Schmierstellen korrekt versorgt sind und Schutzmittel nicht auf Griffflächen, Schlagflächen, Bremsen oder Messflächen gelangt ist.
Merksatz: Erst sichern, dann reinigen, anschließend prüfen, gezielt konservieren und fachgerecht lagern.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Warum werden Betriebsmittel vor der Konservierung gereinigt? (Damit Schmutz und Feuchtigkeit entfernt und Schäden sichtbar werden) (!Damit jede Oberfläche möglichst rau wird) (!Damit Herstellerangaben nicht mehr beachtet werden müssen) (!Damit Schutzmittel auf Zunder besonders dick aufgetragen werden können)
Wodurch unterscheidet sich Zunder von Rost? (Zunder entsteht vor allem bei hoher Temperatur) (!Zunder entsteht nur durch Handschweiß) (!Zunder ist ein Schmierstoff) (!Zunder ist immer eine Lackschicht)
Was ist vor der Reinigung einer Maschine zuerst erforderlich? (Die Maschine sicher stillsetzen und gegen Wiedereinschalten sichern) (!Die Maschine mit Öl einsprühen) (!Alle Schutzeinrichtungen bei laufendem Antrieb entfernen) (!Die Drehzahl erhöhen)
Welche Unterlagen sind bei einem Reinigungsmittel besonders wichtig? (Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung) (!Nur der Kaufbeleg) (!Nur die Farbe des Behälters) (!Nur die Werbung des Herstellers)
Wie muss eine Ambossbahn vor dem Schmieden beschaffen sein? (Sauber trocken und frei von Öl) (!Dick eingefettet) (!Mit losem Zunder bedeckt) (!Mit Wasser benetzt)
Wo wird eine Schmiedezange bei Bedarf sparsam geschmiert? (Am Gelenk nach betrieblicher Vorgabe) (!An den Greifflächen) (!An der gesamten Griffzone) (!Auf dem erhitzten Werkstück)
Warum soll Staub nicht unkontrolliert mit Druckluft abgeblasen werden? (Weil Staub und Späne gefährlich verteilt werden können) (!Weil Druckluft Rost immer vollständig entfernt) (!Weil Druckluft jedes Metall weich macht) (!Weil Druckluft Schutzbrillen beschädigt)
Welcher Faktor beschleunigt die Korrosion von Stahl häufig? (Feuchtigkeit zusammen mit Salzrückständen) (!Trockene saubere Lagerung) (!Ein geeigneter geschlossener Schutzfilm) (!Regelmäßige Zustandskontrolle)
Was folgt nach der Reinigung und Trocknung? (Sichtprüfung und geeignete Konservierung) (!Sofortige Einlagerung ohne Kontrolle) (!Entfernung aller Herstellerkennzeichnungen) (!Auftragen von Öl auf jede Grifffläche)
Wie wird mit einem Hammer mit Riss oder lockerem Stiel umgegangen? (Er wird gekennzeichnet und aus der Benutzung genommen) (!Er wird bis zum Schichtende weiterbenutzt) (!Er wird nur stärker eingeölt) (!Er wird beim nächsten Schmieden mit erhitzt)
Memory
| Zunder | Oxidschicht aus dem Warmumformen |
| Korrosion | Reaktion eines Werkstoffs mit seiner Umgebung |
| Konservierungsöl | Temporärer Schutzfilm für blanken Stahl |
| Schmiedezange | Greifwerkzeug für heiße Werkstücke |
| Sichtprüfung | Kontrolle auf Risse Verschleiß und Verformung |
| Trocknung | Entfernen korrosionsfördernder Restfeuchte |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Drahtbürste | Losen Zunder entfernen |
| Industriesauger | Staub gebunden aufnehmen |
| Sicherheitsdatenblatt | Gefahren und Schutzmaßnahmen prüfen |
| Konservierungswachs | Blanke Flächen zeitweise schützen |
| Sichtprüfung | Beschädigungen nach der Reinigung erkennen |
| Trockenlager | Kondenswasser und Feuchtigkeit vermeiden |
Kreuzworträtsel
| Korrosion | Wie heißt die schädigende Reaktion eines Metalls mit seiner Umgebung? |
| Zunder | Wie heißt die Oxidschicht die beim Erwärmen von Stahl entsteht? |
| Drahtbürste | Welches Handwerkzeug entfernt häufig losen Rost und Schmiedehaut? |
| Schutzbrille | Welche persönliche Schutzausrüstung schützt die Augen? |
| Konservierung | Wie heißt das gezielte zeitweise Schützen gereinigter Metallflächen? |
| Lagerung | Welcher Arbeitsschritt hält gereinigte Werkzeuge trocken und geordnet? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Werkzeugcheck: Wähle drei Schmiedewerkzeuge aus und notiere typische Verschmutzungen sowie sichtbare Prüfpunkte.
- Fotodokumentation: Erstelle eine Bildfolge mit den Zuständen vor der Reinigung, nach der Reinigung und nach der Konservierung.
- Gefahrstoffkennzeichnung: Suche im Betrieb ein freigegebenes Reinigungs- oder Schutzmittel und erkläre die Bedeutung seiner wichtigsten Kennzeichnungselemente.
- Lagerordnung: Skizziere einen trockenen und übersichtlichen Lagerplatz für Hammer, Zange, Dorn und Gesenk.
Standard
- Reinigungsplan: Entwickle für einen Schmiedehammer, eine Zange und ein Gesenk einen kurzen Plan mit Verfahren, Hilfsmitteln, Schutzmaßnahmen und Prüfkriterien.
- Vergleich von Reinigungsverfahren: Vergleiche Bürsten, Schleifvlies und wässrige Reinigung hinsichtlich Wirkung, Risiken und geeigneter Oberflächen.
- Korrosionsversuch: Beobachte unter Anleitung mehrere Stahlproben bei trockener Lagerung, mit Wasser und mit Salzwasser und dokumentiere die Unterschiede.
- Betriebsinterview: Befrage eine Fachkraft zu Reinigungsintervallen, häufigen Werkzeugschäden und der betrieblichen Entsorgung von Rückständen.
Schwer
- Gefährdungsbeurteilung: Erstelle für die Reinigung einer stillgesetzten Schmiedemaschine eine tätigkeitsbezogene Gefährdungsanalyse mit technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen.
- Korrosionsschutzkonzept: Plane die sechsmonatige Einlagerung eines Satzes aus Gesenken, Dornen und Zangen einschließlich Vorbereitung, Schutzstoff, Kennzeichnung und Kontrollintervall.
- Fehleranalyse: Untersuche einen dokumentierten Korrosionsschaden und leite aus Ursache, Lagerbedingungen und Werkstoffpaarung geeignete Vorbeugemaßnahmen ab.
- Unterweisungsvideo: Produziere ein kurzes fachliches Video, das den Ablauf Sichern, Reinigen, Prüfen, Konservieren und Lagern an einem Betriebsmittel erklärt.


Lernkontrolle
- Arbeitsplanung: Begründe für ein stark verzundertes Gesenk eine sichere Reihenfolge von Stillsetzen, Reinigen, Prüfen, Konservieren und Freigeben.
- Verfahrensauswahl: Entscheide für Hammerbahn, Zangengelenk, Messschieber und lackierte Maschinenverkleidung jeweils über ein geeignetes Reinigungsverfahren und begründe die Unterschiede.
- Gefahrenbewertung: Erkläre, welche zusätzlichen Gefährdungen entstehen, wenn ein lösemittelhaltiger Reiniger in der Nähe einer Feuerstelle eingesetzt wird, und entwickle eine sichere Alternative.
- Schadensdiagnose: Eine Zange weist Rost im Gelenk, ölverschmierte Backen und Spiel im Niet auf. Beurteile die Mängel und beschreibe das weitere Vorgehen.
- Transferaufgabe: Übertrage die Grundsätze dieses Lernkurses auf die Pflege einer Bohrmaschine und benenne Gemeinsamkeiten sowie notwendige Unterschiede.
- Qualitätssicherung: Entwickle fünf nachvollziehbare Freigabekriterien, mit denen eine gereinigte und konservierte Vorrichtung wieder für die Produktion zugelassen werden kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Fachbegriffe nennst, sondern einen vollständigen und sicheren Arbeitsprozess begründest.
- Du erkennst typische Verschmutzungen, Rost, Zunder und relevante Werkzeugschäden.
- Du wählst ein material- und funktionsgerechtes Reinigungsverfahren aus.
- Du leitest Schutzmaßnahmen aus Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Sicherheitsdatenblatt ab.
- Du führst Reinigung, Trocknung, Sichtprüfung und Konservierung in sinnvoller Reihenfolge durch.
- Du hältst Griff-, Schlag-, Brems- und Messflächen frei von ungeeigneten Schutzstoffen.
- Du kennzeichnest mangelhafte Betriebsmittel und entziehst sie der Benutzung.
- Du dokumentierst Ergebnis, verwendete Stoffe, festgestellte Mängel und nächste Prüftermine.
OERs zum Thema
Fachliche Quellen und Vertiefung
- DGUV Information 209-088: Reinigen von Werkstücken mit Reinigungsflüssigkeiten
- DGUV Regel 109-607: Branche Metallbau
- BGHM: Grundlegende Maßnahmen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
- Wikipedia: Korrosion
- Wikipedia: Rost
- Wikimedia Commons: Blacksmithing
- Wikimedia Commons: Wire brushes
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