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Bleche von Hand umformen - Schmied

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Bleche von Hand umformen - Schmied




Bleche von Hand umformen - Schmied


Einleitung

Beim Umformen von Blechen veränderst Du die Gestalt eines Blechzuschnitts, ohne dabei den Werkstoff wie beim Sägen, Feilen oder Bohren abzutragen. Die gewünschte Form entsteht durch eine plastische Verformung. Nach der Entlastung bleibt der größte Teil dieser Form erhalten. Ein kleiner elastischer Anteil kann jedoch als Rückfederung sichtbar werden.

Das Umformen von Blech gehört im schmiedetechnischen Arbeitsumfeld zu den grundlegenden handwerklichen Fertigkeiten. Es wird beispielsweise beim Herstellen von Schalen, Rosetten, Abdeckungen, Zierblechen, Beschlägen, Gefäßen und Bauteilen für die Metallgestaltung eingesetzt. Anders als beim klassischen Schmieden eines massiven Werkstücks wird das dünne oder flächige Halbzeug häufig kalt bearbeitet. Wärme kann bei geeigneten Werkstoffen zum Zwischenglühen oder für besondere Warmumformungen eingesetzt werden.

Beobachtungsauftrag: Betrachte das Bild. Überlege, welche Unterschiede zwischen dem Schmieden eines massiven, erhitzten Werkstücks und dem Umformen eines dünnen Blechs bestehen. Achte besonders auf Werkstückdicke, Temperatur, Werkzeugführung und Auflage.


Lernziele

Nach diesem Lernkurs kannst Du die wichtigsten Verfahren des manuellen Blechumformens unterscheiden, geeignete Werkzeuge und Unterlagen auswählen, einfache Arbeitsabläufe planen, typische Fehlerbilder beurteilen und die wesentlichen Regeln des Arbeits- und Gesundheitsschutzes anwenden.


Grundlagen der Blechumformung

Ein Blech ist ein flaches metallisches Halbzeug. Seine Umformbarkeit hängt unter anderem vom Werkstoff, von der Blechdicke, vom Werkstoffzustand, von der Walzrichtung, vom Biegeradius und von bereits vorhandenen Verformungen ab. Für handwerkliche Übungen werden häufig weiche Stahlbleche, Kupferbleche, Messingbleche oder Aluminiumbleche verwendet.

Bei jeder Umformung wirken Kräfte im Werkstoff. Wird die Elastizitätsgrenze überschritten, bleibt eine dauerhafte Formänderung zurück. Zu große Dehnungen, zu enge Radien, scharfe Kerben oder eine starke Kaltverfestigung können Risse verursachen.


Elastische und plastische Verformung

Elastische Verformung bildet sich nach dem Wegnehmen der Kraft zurück. Plastische Verformung bleibt bestehen. Beim praktischen Biegen treten beide Anteile gleichzeitig auf. Deshalb muss ein Blech häufig etwas über den gewünschten Winkel hinaus gebogen werden, damit es nach der Rückfederung das Sollmaß erreicht.

Beim Biegen werden die äußeren Werkstoffbereiche gedehnt und die inneren Bereiche gestaucht. Dazwischen liegt eine Zone, deren Länge sich nur wenig verändert. Für maßhaltige Werkstücke müssen Biegeradius, Blechdicke, Biegewinkel und die erforderliche Abwicklung berücksichtigt werden.


Kaltverfestigung und Zwischenglühen

Durch wiederholtes kaltes Umformen kann der Werkstoff härter und fester, zugleich aber weniger verformbar werden. Dieser Vorgang heißt Kaltverfestigung. Besonders bei Kupfer und bestimmten Kupferlegierungen kann ein fachgerecht ausgeführtes Zwischenglühen die weitere Umformung erleichtern. Glühtemperatur, Abkühlung und Oberflächenbehandlung müssen zum jeweiligen Werkstoff passen. Dabei gelten die betrieblichen Anweisungen sowie die Regeln für Brand-, Hitze- und Gesundheitsschutz.


Verfahren des manuellen Umformens


Biegen und Kanten

Beim Biegen wird ein Blechabschnitt gegenüber einem anderen Blechabschnitt abgewinkelt oder gekrümmt. Von Hand kann dies über einer Ambosskante, in einem Schraubstock mit geeigneten Schutzbacken, mit einer Biegevorrichtung oder durch kontrollierte Hammerschläge erfolgen.

Wichtige Qualitätsmerkmale sind ein gleichmäßiger Biegeradius, ein gerader Biegeverlauf, der richtige Winkel und eine unbeschädigte Oberfläche. Ein zu kleiner Innenradius kann Risse begünstigen. Eine ungeeignete Auflage oder Hammerschläge mit der Kante der Hammerbahn können Druckstellen verursachen.


Runden und Schweifen

Beim Runden wird ein flaches Blech in eine gleichmäßig gekrümmte Form gebracht. Beim handwerklichen Schweifen entstehen gewölbte oder geschwungene Formen durch gezielte Schlagfolgen auf einer geeigneten Unterlage. Die Schläge werden überlappend und systematisch gesetzt. Das Werkstück wird dabei regelmäßig gedreht und kontrolliert.

Beobachtungsauftrag: Achte im Video auf die Form der Unterlage, die Lage des Blechs, die Schlagrichtung und die Kontrolle der Rundung.


Treiben

Beim Treiben wird Blech durch Schläge mit Treibhammer, Schlegel oder Punze plastisch verformt. Häufig entsteht eine Hohlform oder ein Relief. Je nach Aufgabe arbeitest Du auf einer harten Formunterlage, einem Schweifstock, einer Treibfaust, einer Holzmulde, einem Sandsack oder einer nachgiebigen Treibunterlage.

Beim freien Treiben wird die Form schrittweise entwickelt. Starke Einzelschläge führen meist nicht schneller zum Ziel. Günstiger sind viele kontrollierte, gleichmäßig verteilte Schläge. Form und Oberfläche werden während der Arbeit wiederholt mit Schablone, Richtlatte, Radiuslehre oder durch Sichtprüfung kontrolliert.

Praxisbezug: Beobachte, wie eine flache Kupferplatine schrittweise zur Schale umgeformt wird. Achte auf die Entstehung von Falten und darauf, wie diese kontrolliert zurückgearbeitet werden.


Strecken

Beim Strecken wird ein örtlicher Bereich des Blechs verlängert. Die Oberfläche nimmt zu, während die Blechdicke in diesem Bereich abnehmen kann. Strecken entsteht beispielsweise durch Hammerschläge auf einer harten Gegenlage. Es wird verwendet, um Wölbungen aufzubauen oder bestimmte Bereiche einer Form zu erweitern.

Zu starkes Strecken führt zu Ausdünnung, Beulen oder Rissen. Deshalb müssen Schlagkraft, Werkzeugradius und Schlagverteilung an Blechdicke und Werkstoff angepasst werden.


Stauchen

Beim Stauchen wird ein Werkstoffbereich örtlich verkürzt und verdickt. Beim Formen einer Schale kann der Rand beispielsweise in kleine Falten gelegt und anschließend kontrolliert zusammengestaucht werden. Die Falten dürfen sich nicht überschlagen oder zu scharf einknicken, weil sonst Doppelungen und Risse entstehen können.

Strecken und Stauchen sind keine Gegensätze, die immer getrennt auftreten. Bei komplexen Blechformen können beide Vorgänge in unterschiedlichen Bereichen desselben Werkstücks notwendig sein.

Fachhinweis: Der Ausdruck Dengeln bezeichnet ursprünglich eine besondere Form der Kaltumformung, etwa beim Schärfen einer Sensenschneide. Er sollte nicht ungenau als Sammelbegriff für jede Treibarbeit verwendet werden.


Bördeln, Falzen und Sicken

Beim Bördeln wird ein Blechrand umgelegt oder aufgestellt. Dadurch kann eine Kante versteift, entschärft oder für eine Verbindung vorbereitet werden. Beim Falzen werden Blechkanten einfach oder mehrfach umgelegt und gegebenenfalls miteinander verbunden. Eine Sicke ist eine rinnen- oder rippenförmige Verformung, die ein Blech versteifen oder gestalterisch gliedern kann.

Bei allen drei Verfahren ist auf gleichmäßige Radien und einen kontrollierten Verlauf zu achten. Scharfe Knicke und beschädigte Kanten können die Festigkeit herabsetzen.


Richten, Schlichten und Planieren

Beim Richten werden unbeabsichtigte Wellen, Verzüge oder Winkelabweichungen vermindert. Beim Schlichten oder Planieren werden Schlagspuren reduziert und die Form verfeinert. Dazu werden glatte, möglichst polierte Hammerbahnen und passende Gegenhalter verwendet.

Eine polierte Hammerbahn erzeugt nicht automatisch eine fehlerfreie Oberfläche. Entscheidend sind außerdem eine saubere Gegenlage, eine flach auftreffende Hammerbahn, eine angepasste Schlagkraft und eine gleichmäßige Schlagfolge.


Werkzeuge und Hilfsmittel


Hämmer

Für die Blechumformung werden je nach Aufgabe unterschiedliche Hammerformen eingesetzt. Dazu gehören Treibhammer, Schlichthammer, Kugelhammer, Schweifhammer, Sickenhammer sowie Holz-, Kunststoff- und Gummihämmer. Die Hammerbahn muss zur gewünschten Form passen. Beschädigte, raue oder verschmutzte Bahnen übertragen ihre Fehler auf das Werkstück.

Schonhämmer verformen das Blech mit geringerer Gefahr sichtbarer Stahlabdrücke. Sie ersetzen jedoch nicht die richtige Unterlage und eine kontrollierte Schlagtechnik.


Amboss, Treibfaust und Formunterlagen

Ein Amboss bietet harte Flächen, Kanten und Rundungen. Für Hohlformen werden außerdem Treibfäuste, Schweifstöcke, Kugelpfähle, Holzklötze mit Mulden, Sandsäcke und andere Formunterlagen verwendet. Die Unterlage bestimmt wesentlich, ob der Werkstoff gestreckt, gestaucht, gebogen oder nur geglättet wird.

Vor Arbeitsbeginn prüfst Du, ob Amboss, Einsatzwerkzeug und Unterlage standsicher befestigt sind. Lose Werkzeuge können verrutschen, zurückspringen oder zu Fehlerschlägen führen.


Anreiß-, Prüf- und Messmittel

Für maßhaltige Arbeiten werden Stahllineal, Winkel, Zirkel, Anreißnadel, Schablonen, Radiuslehren und Messschieber eingesetzt. Vor dem Umformen wird der Zuschnitt angerissen und entgratet. Während der Arbeit vergleichst Du den Istzustand wiederholt mit Zeichnung, Muster oder Schablone.


Arbeitsablauf in der Ausbildung

Ein geplanter Arbeitsablauf verbessert Sicherheit, Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität.

  1. Arbeitsauftrag analysieren: Prüfe Zeichnung, Maße, Toleranzen, Oberfläche und Verwendungszweck.
  2. Werkstoff auswählen: Beachte Werkstoffart, Blechdicke, Zustand und Walzrichtung.
  3. Zuschnitt vorbereiten: Übertrage die Kontur, schneide das Blech zu und entferne Grate.
  4. Werkzeuge auswählen: Stimme Hammerform, Unterlage und Prüfmittel auf das Verfahren ab.
  5. Umformfolge festlegen: Plane vom Grobformen zum Feinrichten und Schlichten.
  6. Zwischenprüfungen durchführen: Kontrolliere Maße, Symmetrie, Radien, Risse und Oberflächen.
  7. Werkstück fertigstellen: Richte Kanten, glätte die Oberfläche und dokumentiere das Ergebnis.


Schlagtechnik und Körperhaltung

Der Hammer wird sicher, aber nicht verkrampft geführt. Die Hammerbahn soll möglichst vollflächig auf das Werkstück treffen. Kantenschläge hinterlassen Kerben und können Risse einleiten. Die Schlagfolge wird so gewählt, dass sich die Verformung gleichmäßig aufbaut.

Ein stabiler Stand, eine passende Arbeitshöhe und ausreichend Bewegungsraum vermindern Fehlbelastungen. Das Werkstück muss sicher aufliegen und darf nicht mit den Fingern im Schlagbereich gehalten werden. Bei kleinen Werkstücken sind geeignete Haltehilfen zu verwenden.


Arbeitssicherheit

Scharfe Blechkanten können schwere Schnittverletzungen verursachen. Beim Transport und Handhaben von Blechen sind geeignete, zur Gefährdung passende Schutzhandschuhe zu verwenden. Bei Hammerarbeiten schützen eine Schutzbrille und bei entsprechender Lärmbelastung ein geeigneter Gehörschutz. Sicherheitsschuhe schützen vor herabfallenden Werkstücken und Werkzeugen.

  1. Persönliche Schutzausrüstung: Trage Schutzbrille, geeigneten Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und an die Tätigkeit angepasste Handschuhe.
  2. Werkstückkontrolle: Entgrate scharfe Kanten und prüfe das Blech auf Risse, Beschichtungen und Verschmutzungen.
  3. Werkzeugkontrolle: Verwende nur fest eingestielte Hämmer und standsichere Unterlagen.
  4. Arbeitsbereich: Halte den Schlagraum frei und lagere Bleche kippsicher.
  5. Wärmebehandlung: Beachte bei Glüharbeiten Brandschutz, Lüftung, sichere Ablage und geeignete Greifwerkzeuge.

Handschuhe dürfen nicht pauschal bei jeder Metallbearbeitung getragen werden. An rotierenden Maschinen können sie erfasst werden. Für jede Tätigkeit gilt deshalb die betriebliche Gefährdungsbeurteilung.


Typische Fehler und ihre Ursachen

Risse entstehen häufig durch zu starke örtliche Dehnung, scharfe Kerben, zu kleine Radien oder einen stark kaltverfestigten Werkstoff. Falten entstehen, wenn beim Stauchen zu viel Material unkontrolliert zusammengeschoben wird. Dellen und Schlagmarken weisen auf ungeeignete Hammerbahnen, verschmutzte Unterlagen oder Kantenschläge hin. Asymmetrien entstehen durch ungleichmäßige Schlagfolgen oder fehlende Zwischenkontrollen. Maßabweichungen können durch Rückfederung, eine falsche Abwicklung oder eine ungeeignete Umformfolge verursacht werden.

Bei der Fehlerkorrektur wird nicht wahllos nachgeschlagen. Zuerst wird die Ursache bestimmt. Anschließend werden Werkzeug, Unterlage, Schlagrichtung oder Umformfolge gezielt angepasst.


Qualitätsprüfung

Ein fachgerecht umgeformtes Blechbauteil erfüllt die vorgegebenen Maße und zeigt einen gleichmäßigen Formverlauf. Kanten sind gratfrei, Radien verlaufen sauber und die Oberfläche weist keine unzulässigen Kerben, Risse, Doppelungen oder tiefen Schlagmarken auf. Bei symmetrischen Werkstücken werden beide Seiten mit einer Schablone oder durch Spiegelmessung verglichen.

Für die Ausbildungsdokumentation eignen sich eine Maßtabelle, Fotos der einzelnen Arbeitsstufen, eine Werkzeugliste und eine kurze Fehleranalyse.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was kennzeichnet das Umformen eines Blechs? (Die Form wird durch plastische Verformung geändert) (!Der Werkstoff wird vollständig aufgeschmolzen) (!Die Form entsteht nur durch Materialabtrag) (!Das Blech wird ausschließlich durch Kleben geformt)




Welche Beanspruchung wirkt beim Biegen auf der Außenseite des Blechs? (Zugbeanspruchung) (!Druckbeanspruchung ohne Dehnung) (!Keine mechanische Beanspruchung) (!Ausschließlich Scherbeanspruchung)




Was bedeutet Rückfederung? (Die elastische Formänderung nach dem Entlasten) (!Das Abplatzen einer Beschichtung) (!Das Zurückspringen eines Hammers) (!Das Schwingen eines Ambosses)




Welches Verfahren erzeugt häufig eine Hohlform durch gezielte Hammerschläge? (Treiben) (!Bohren) (!Sägen) (!Gewindeschneiden)




Was geschieht beim örtlichen Stauchen eines Blechs? (Der Werkstoffbereich wird verkürzt und kann dicker werden) (!Der Werkstoff wird vollständig abgetragen) (!Das Blech wird nur erwärmt) (!Die Oberfläche wird chemisch beschichtet)




Warum werden Hammerbahnen für Schlichtarbeiten poliert? (Sie vermindern unerwünschte Abdrücke auf der Oberfläche) (!Sie erhöhen automatisch die Blechdicke) (!Sie verhindern jede Rückfederung) (!Sie ersetzen eine sichere Werkzeugbefestigung)




Welche Folge kann wiederholtes kaltes Umformen haben? (Der Werkstoff kann sich kaltverfestigen) (!Der Werkstoff wird automatisch flüssig) (!Die Walzrichtung verschwindet vollständig) (!Die Masse des Werkstücks verdoppelt sich)




Welche Schutzmaßnahme ist beim Handhaben scharfkantiger Bleche besonders wichtig? (Geeignete Schutzhandschuhe verwenden) (!Das Blech über dem Kopf tragen) (!Scharfe Kanten ungeschützt lagern) (!Das Werkstück im Schlagbereich festhalten)




Wozu dient ein Falz? (Zum Umlegen oder Verbinden von Blechkanten) (!Zum Bohren einer zylindrischen Öffnung) (!Zum Härten eines Hammerstiels) (!Zum Messen der Blechdicke)




Welche Prüfung ist während des Treibens sinnvoll? (Form und Maß regelmäßig mit einer Schablone vergleichen) (!Erst nach Abschluss der Arbeit prüfen) (!Nur die Farbe des Blechs betrachten) (!Das Werkstück ohne Unterlage bearbeiten)





Memory

Treibhammer plastisches Formen einer Hohlung
Schlichthammer Glätten von Schlagspuren
Bördeln Verstärken einer Blechkante
Sicke versteifende Rinne oder Rippe
Rückfederung elastische Winkeländerung nach Entlastung
Stauchen örtliche Verkürzung des Werkstoffs
Strecken örtliche Flächenvergrößerung des Werkstoffs
Amboss harte Formunterlage





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Treiben Erzeugen einer Hohlform durch gezielte Schläge
Schlichten Verfeinern und Glätten einer bereits erzeugten Form
Bördeln Umlegen oder Aufstellen eines Blechrandes
Richten Vermindern unerwünschter Wellen und Verzüge
Sicken Einbringen einer versteifenden Rinne oder Rippe






Kreuzworträtsel

Treiben Wie heißt das plastische Formen eines Blechs durch gezielte Schläge?
Amboss Welche harte Unterlage besitzt Flächen, Kanten und Rundungen?
Schlichten Wie heißt das Verfeinern und Glätten einer umgeformten Oberfläche?
Rückfederung Wie heißt die elastische Formänderung nach dem Entlasten?
Bördeln Wie heißt das Umlegen oder Aufstellen eines Blechrandes?
Sicke Wie heißt eine versteifende Rinne oder Rippe im Blech?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Bei der Blechumformung wird die Gestalt durch

dauerhaft verändert. Beim Biegen wird die Außenseite des Blechs auf

beansprucht. Nach dem Entlasten kann sich der Winkel durch die

verändern. Beim Treiben wird das Blech mit gezielten Schlägen in eine gewünschte

gebracht. Eine örtliche Flächenvergrößerung des Werkstoffs heißt

. Eine örtliche Verkürzung des Werkstoffs heißt

. Wiederholtes kaltes Umformen kann zur

führen. Zum Glätten feiner Schlagspuren wird häufig ein

verwendet. Eine rinnenförmige Versteifung im Blech wird als

bezeichnet. Scharfe Blechkanten müssen vor der weiteren Bearbeitung sorgfältig

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugkarte: Fotografiere fünf Werkzeuge zur manuellen Blechumformung und beschreibe jeweils Form, Einsatz und mögliche Fehler bei falscher Anwendung.
  2. Gefährdungscheck: Untersuche einen Übungsarbeitsplatz und markiere Gefahren durch scharfe Kanten, lose Werkzeuge, Stolperstellen und einen ungeeigneten Schlagraum.
  3. Schlagbild: Erzeuge auf einem Probestück mehrere kontrollierte Schlagreihen und vergleiche die Wirkung von flach auftreffenden Schlägen und Kantenschlägen.
  4. Videoanalyse: Wähle eines der eingebundenen Videos und notiere Werkzeug, Unterlage, Schlagrichtung, Prüfmethoden und sichtbare Sicherheitsmaßnahmen.


Standard

  1. Biegeprobe: Stelle drei Biegeproben mit unterschiedlichen Innenradien her und vergleiche Winkel, Oberfläche und Rückfederung.
  2. Treibschale: Fertige aus einer runden Platine eine kleine Schale und dokumentiere die Arbeitsschritte vom Anreißen bis zum Schlichten.
  3. Fehlerdiagnose: Erzeuge an Probestücken bewusst eine Delle, eine Falte und einen ungleichmäßigen Radius und entwickle für jedes Fehlerbild eine Korrekturstrategie.
  4. Berufsinterview: Befrage eine Fachkraft aus Schmiede, Metallgestaltung, Karosseriebau oder Spenglerei zu typischen manuellen Blechumformarbeiten.


Schwer

  1. Arbeitsplan: Erstelle für ein gewölbtes Zierblech einen vollständigen Arbeitsplan mit Werkstoff, Zuschnitt, Werkzeugen, Umformfolge, Prüfmitteln und Sicherheitsmaßnahmen.
  2. Materialvergleich: Forme gleich große Probestücke aus zwei unterschiedlichen Werkstoffen und vergleiche Kraftbedarf, Rückfederung, Oberfläche und Neigung zur Kaltverfestigung.
  3. Qualitätsprüfung: Entwickle einen Prüfplan für eine handgetriebene Schale mit messbaren Kriterien für Durchmesser, Höhe, Symmetrie, Randverlauf und Oberflächenqualität.
  4. Lehrvideo: Produziere ein kurzes Ausbildungsvideo, in dem Du eine Umformtechnik fachsprachlich erklärst, sicher vorführst und typische Fehler sichtbar machst.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Verfahrensauswahl: Für eine gewölbte Lampenabdeckung stehen Biegen, Treiben und Falzen zur Auswahl. Begründe, welche Verfahren Du in welcher Reihenfolge einsetzen würdest.
  2. Werkstoffentscheidung: Vergleiche ein weiches Kupferblech mit einem dünnen Stahlblech für eine Treibarbeit. Leite daraus Unterschiede bei Werkzeugwahl, Schlagkraft und Zwischenbehandlung ab.
  3. Rissanalyse: An einer gebogenen Blechkante entsteht ein Riss. Entwickle mindestens drei mögliche Ursachen und passende Maßnahmen zur Vermeidung.
  4. Formkorrektur: Eine getriebene Schale ist auf einer Seite höher als auf der anderen. Beschreibe, wie Du die Ursache prüfst und die Form kontrolliert korrigierst.
  5. Arbeitsschutzplanung: Erstelle für Transport, Zuschnitt, Treiben und mögliches Zwischenglühen eine tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung.
  6. Qualitätsentscheidung: Ein Werkstück erfüllt die Maße, besitzt aber tiefe Hammermarken. Beurteile, ob es verwendbar ist, und beziehe Funktion, Gestaltung und weitere Bearbeitung ein.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Fachbegriffe kennst, sondern eine Umformaufgabe sicher planen, ausführen und bewerten kannst.

  1. Arbeitsplanung: Zeichnung, Werkstoff, Zuschnitt und Umformfolge nachvollziehbar festlegen
  2. Werkzeugauswahl: Hammer, Unterlage und Prüfmittel fachlich begründet auswählen
  3. Fertigung: Ein einfaches Blechbauteil durch Biegen, Treiben oder Schweifen herstellen
  4. Arbeitssicherheit: Gefährdungen erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen anwenden
  5. Qualitätsprüfung: Maße, Form, Kanten und Oberfläche systematisch kontrollieren
  6. Fehleranalyse: Risse, Falten, Dellen oder Maßabweichungen erklären und Korrekturen vorschlagen
  7. Dokumentation: Arbeitsstufen, Messwerte und Lernergebnisse verständlich dokumentieren




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