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Innen- und Außengewinde herstellen - Schmied

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Innen- und Außengewinde herstellen - Schmied




Innen- und Außengewinde herstellen - Schmied


Einleitung

Beim Schmieden und in der Metallgestaltung entstehen Bauteile, die dauerhaft, lösbar und maßhaltig verbunden werden müssen. Dazu gehören beispielsweise Beschläge, Spannvorrichtungen, Ziergitter, Halterungen, Zugstangen, Werkzeuge und Reparaturteile. Gewinde ermöglichen solche lösbaren Verbindungen. Ein Innengewinde befindet sich in einer Bohrung oder Mutter, ein Außengewinde auf einem Bolzen oder einer Schraube.

Dieser aiMOOC richtet sich an Lernende in der Ausbildung im Schmiede- und Metallbereich. Du lernst, metrische Innen- und Außengewinde von Hand herzustellen, Werkzeuge fachgerecht auszuwählen, Schmiedestücke für die Bearbeitung vorzubereiten, Arbeitsschritte zu planen und das Ergebnis zu prüfen. Die beschriebenen Handverfahren werden am abgekühlten, sicher eingespannten Werkstück ausgeführt.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses Lernkurses kannst Du:

  1. Gewindearten unterscheiden: Du erklärst den Unterschied zwischen Innengewinde und Außengewinde.
  2. Gewindebezeichnungen auswerten: Du bestimmst Nenndurchmesser, Steigung und Gewindeart aus einer Zeichnung.
  3. Kernlochdurchmesser auswählen: Du nutzt Tabellen und die Faustformel für geschnittene metrische Gewinde.
  4. Innengewinde herstellen: Du setzt Handgewindebohrer rechtwinklig an und führst die Arbeitsfolge sicher aus.
  5. Außengewinde herstellen: Du bereitest den Bolzen vor und arbeitest mit Schneideisen und Schneideisenhalter.
  6. Gewinde prüfen: Du beurteilst Maßhaltigkeit, Leichtgängigkeit, Flanken und Gewindeachse.
  7. Sicher arbeiten: Du beachtest Schutzmaßnahmen an Werkbank und Bohrmaschine.


Technische Grundlagen


Aufbau und Bezeichnung eines Gewindes

Ein Gewinde besteht aus einer schraubenförmig verlaufenden Profilrille. Beim in der Metalltechnik häufig verwendeten metrischen ISO-Gewinde beträgt der Flankenwinkel des Grundprofils 60 Grad. Die Bezeichnung beginnt mit dem Buchstaben M. Bei M10 beträgt der Nenndurchmesser 10 mm; die Regelsteigung wird nicht zusätzlich angegeben. Bei einem Feingewinde wie M10 × 1,25 bezeichnet 1,25 mm die Steigung.

Wichtige Kenngrößen sind der Nenndurchmesser, der Flankendurchmesser, der Kerndurchmesser und die Steigung. Für die Werkstattpraxis musst Du außerdem Gewindelänge, Toleranz, Durchgangsloch oder Sackloch sowie Werkstoff und Oberflächenzustand beachten. Die Zeichnung und die betriebliche Arbeitsanweisung sind verbindlich.

Merkmal Bedeutung in der Werkstatt
Nenndurchmesser Größenangabe des Gewindes, beispielsweise 8 mm bei M8
Steigung Axialer Abstand zwischen zwei benachbarten Gewindegängen
Innengewinde Gewinde in einer Bohrung, hergestellt mit Gewindebohrer oder maschinellem Verfahren
Außengewinde Gewinde auf einem Bolzen, hergestellt mit Schneideisen oder maschinellem Verfahren
Rechtsgewinde Übliche Ausführung, die sich beim Drehen im Uhrzeigersinn einschraubt
Sackloch Bohrung ohne Austritt; Spanraum und Werkzeuganschnitt müssen bei der Tiefe berücksichtigt werden
Durchgangsloch Bohrung mit Austritt; Späne können in Bearbeitungsrichtung austreten


Gewindeschneiden als Fertigungsverfahren

Das Schneiden von Gewinden ist ein spanendes Fertigungsverfahren aus der Hauptgruppe Trennen. Die Schneiden des Werkzeugs lösen Späne aus dem Werkstück. Davon ist das Gewindeformen zu unterscheiden: Beim Formen wird der Werkstoff ohne Spanabnahme verdrängt. Dieser Kurs behandelt vor allem das manuelle Gewindeschneiden.

Für Schmiedestücke ist die Vorbereitung besonders wichtig. Zunder, starke Unebenheiten und ovale Querschnitte können das Werkzeug beschädigen oder ein ungleichmäßiges Gewinde verursachen. Der Gewindebereich muss deshalb nach Zeichnung gerichtet, entzundert und auf das erforderliche Vorarbeitsmaß gebracht werden. Kerben am Gewindeauslauf und abrupte Querschnittsübergänge sind zu vermeiden, weil sie die Beanspruchbarkeit des Bauteils vermindern können.


Werkzeuge, Hilfsmittel und Prüfmittel

Werkzeug oder Hilfsmittel Verwendung
Spiralbohrer Herstellen des Kernlochs für ein Innengewinde
Kegelsenker Entgraten und leichtes Ansenken des Kernlochs
Handgewindebohrersatz Vorschneiden, Mittelschneiden und Fertigschneiden eines Innengewindes
Windeisen Aufnehmen und gleichmäßiges Drehen eines Handgewindebohrers
Schneideisen Schneiden eines Außengewindes
Schneideisenhalter Sicheres Aufnehmen und Führen des Schneideisens
Kühlschmierstoff Verringern von Reibung und Erwärmung sowie Unterstützen der Spanabfuhr
Anschlagwinkel Kontrollieren des rechtwinkligen Werkzeugansatzes
Messschieber Kontrollieren von Bohrungs-, Bolzen- und Längenmaßen
Gewindelehre Bestimmen oder Vergleichen der Gewindesteigung
Gewindegrenzlehrdorn Prüfen eines Innengewindes nach Gut- und Ausschussseite
Gewindegrenzlehrring Prüfen eines Außengewindes nach Gut- und Ausschussseite

Fachsprachlicher Hinweis: Der Schneidstoff ist der Werkstoff der Werkzeugschneide, beispielsweise Schnellarbeitsstahl. Der Kühlschmierstoff ist das flüssige oder pastöse Hilfsmittel, das Reibung und Erwärmung verringert. Beide Begriffe dürfen nicht verwechselt werden.


Handgewindebohrersatz

Ein dreiteiliger Handgewindebohrersatz für ein metrisches Regelgewinde besteht üblicherweise aus Vorschneider, Mittelschneider und Fertigschneider. Der Vorschneider trägt meist einen Ring, der Mittelschneider zwei Ringe und der Fertigschneider keinen Ring. Die Werkzeuge werden in dieser Reihenfolge verwendet. Dadurch verteilt sich die Zerspanungsarbeit auf mehrere Schritte und das erforderliche Drehmoment bleibt beherrschbar.


Schneideisen und Halter

Das runde Schneideisen besitzt mehrere Schneiden und Spanöffnungen. Es wird im Schneideisenhalter sicher befestigt. Die stärker angefaste Anschnittseite zeigt beim Beginn zum Werkstück. Der Bolzen erhält vorher einen passenden Vorarbeitsdurchmesser und eine gleichmäßige Fase. Bei geschmiedeten Rundstäben müssen Rundheit und Geradheit im Gewindebereich besonders sorgfältig kontrolliert werden.


Arbeitssicherheit

Beim Bohren und Gewindeschneiden entstehen scharfkantige Späne. Das Werkstück kann sich lösen, Werkzeuge können brechen und Kühlschmierstoffe können Haut oder Augen belasten. Beachte deshalb die Betriebsanweisung, die Unterweisung und die Regeln Deines Ausbildungsbetriebs.

  1. Augenschutz: Trage beim Bohren und bei Spanflug eine geeignete Schutzbrille.
  2. Sicheres Spannen: Halte das Werkstück niemals mit der Hand fest, sondern spanne es form- und kraftschlüssig.
  3. Rotierende Maschinen: Trage eng anliegende Kleidung, sichere lange Haare und benutze an rotierenden Maschinenteilen keine Handschuhe.
  4. Spanentfernung: Entferne Späne nur bei stillstehender Maschine mit Pinsel, Bürste oder Spänehaken, niemals mit bloßen Fingern.
  5. Werkzeugzustand: Verwende keine rissigen, ausgebrochenen oder stumpfen Gewindewerkzeuge.
  6. Kühlschmierstoff: Nutze nur für Werkstoff und Verfahren geeignete Mittel und beachte Kennzeichnung sowie Hautschutzplan.
  7. Arbeitsplatz: Entferne Spannschlüssel sofort und halte Griffe, Werkstück und Boden frei von Öl.


Innengewinde von Hand herstellen


Kernloch bestimmen

Das Kernloch ist die Bohrung, in die das Innengewinde geschnitten wird. Ist das Kernloch zu klein, steigt das Drehmoment stark an und der Gewindebohrer kann brechen. Ist es zu groß, werden die Gewindeflanken unvollständig und die Verbindung trägt weniger. Den richtigen Wert entnimmst Du einer Gewindetabelle, der Werkzeugangabe oder dem Arbeitsplan.

Für geschnittene metrische Regelgewinde in üblichen Stählen dient die Faustformel als Näherung:

Kernlochdurchmesser ≈ Nenndurchmesser − Steigung

Für M8 mit der Regelsteigung 1,25 mm ergibt sich rechnerisch 6,75 mm; in der Werkstatt wird üblicherweise ein Kernlochbohrer mit 6,8 mm verwendet. Die Tabelle ist gegenüber der Faustformel maßgebend.

Gewinde Regelsteigung in mm Häufiger Kernlochdurchmesser in mm
M3 0,5 2,5
M4 0,7 3,3
M5 0,8 4,2
M6 1,0 5,0
M8 1,25 6,8
M10 1,5 8,5
M12 1,75 10,2


Arbeitsfolge für das Innengewinde

  1. Auftrag prüfen: Lies Gewindegröße, Steigung, Gewindelänge, Toleranz, Lage und Lochart aus Zeichnung oder Arbeitsplan.
  2. Bohrungsmitte festlegen: Reiße die Position an und körne bei Bedarf fachgerecht.
  3. Kernloch bohren: Wähle den Tabellenwert, richte das Werkstück aus und bohre mit geeigneter Drehzahl.
  4. Bohrtiefe berücksichtigen: Bohre bei einem Sackloch tiefer als die nutzbare Gewindelänge, damit Anschnitt und Späne Platz haben; beachte die Zeichnung und Werkzeugdaten.
  5. Ansenken und entgraten: Senke die Bohrung leicht an, damit der Gewindebohrer sauber ansetzt und kein Grat stehen bleibt.
  6. Vorschneider einsetzen: Spanne den Vierkant mittig im Windeisen und setze den Gewindebohrer rechtwinklig zur Werkstückoberfläche an.
  7. Schmieren: Gib einen geeigneten Kühlschmierstoff an Schneiden und Bohrung.
  8. Gewinde schneiden: Drehe mit gleichmäßigem Druck in Schneidrichtung. Drehe entsprechend Werkstoff, Werkzeugangabe und Spanbildung kontrolliert zurück, wenn Späne gebrochen und abgeführt werden müssen.
  9. Stufen fortsetzen: Verwende beim dreiteiligen Satz anschließend Mittelschneider und Fertigschneider.
  10. Reinigen und prüfen: Entferne Späne, reinige das Gewinde und prüfe es mit geeignetem Lehrmittel oder einer festgelegten Prüfschraube.

Während der ersten Umdrehungen kontrollierst Du den rechten Winkel aus zwei Blickrichtungen. Ein schräg angesetzter Gewindebohrer erzeugt ein schiefes Gewinde und kann abbrechen. Bei ungewöhnlich hohem Widerstand stoppst Du, drehst das Werkzeug vorsichtig zurück und suchst die Ursache. Gewalt ist keine fachgerechte Lösung.


Außengewinde von Hand herstellen


Bolzen vorbereiten

Für ein maßhaltiges Außengewinde muss der Bolzen im Gewindebereich gerade, rund und oberflächengeeignet sein. Der Vorarbeitsdurchmesser wird nach Gewindegröße, Toleranz, Werkstoff und Werkzeugtabelle festgelegt und liegt beim Schneiden meist geringfügig unter dem Nenndurchmesser. Ein zu großer Durchmesser erhöht die Schneidkräfte und kann das Schneideisen beschädigen. Ein zu kleiner Durchmesser führt zu unvollständigen Gewindespitzen.

Das Bolzenende erhält eine gleichmäßige Fase von ungefähr 45 Grad. Die Fase erleichtert den geraden Anschnitt. Bei einem Schmiedestück werden Zunder und grobe Unebenheiten im Bearbeitungsbereich entfernt. Ein ovaler oder konischer Bolzen muss vor dem Gewindeschneiden auf Maß gebracht werden.


Arbeitsfolge für das Außengewinde

  1. Auftrag prüfen: Bestimme Gewindegröße, Steigung, Länge, Toleranz und Gewindeauslauf.
  2. Vorarbeitsmaß kontrollieren: Miss den Bolzendurchmesser an mehreren Stellen und in verschiedenen Richtungen.
  3. Bolzen anfasen: Stelle eine gleichmäßige Anschnittfase her und entferne Grate.
  4. Werkstück spannen: Spanne den Bolzen senkrecht und beschädigungsarm; verwende bei Bedarf Schutzbacken.
  5. Schneideisen einsetzen: Befestige das passende Schneideisen sicher und richte die Anschnittseite zum Werkstück aus.
  6. Gerade ansetzen: Setze den Halter rechtwinklig zur Bolzenachse an und kontrolliere die Lage aus zwei Richtungen.
  7. Schmieren und schneiden: Verwende geeigneten Kühlschmierstoff und drehe beide Griffe gleichmäßig.
  8. Späne beherrschen: Drehe bei zähen oder langspanenden Werkstoffen nach Bedarf kurz zurück, ohne das Werkzeug zu verkanten.
  9. Länge einhalten: Schneide bis zur vorgegebenen Länge und berücksichtige den Gewindeauslauf.
  10. Prüfen: Reinige das Gewinde und kontrolliere Maß, Flanken, Oberfläche und Leichtgängigkeit mit dem vorgesehenen Prüfmittel.

Ein Schneideisen darf nicht schräg „zurechtgedrückt“ werden. Wird der Anschnitt schief, muss die Arbeit gestoppt und die Ursache beseitigt werden. Bei sicherheitsrelevanten Bauteilen genügt eine beliebige Mutter nicht als alleiniger Nachweis; dort sind Zeichnung, Toleranz und vorgeschriebene Grenzlehren entscheidend.


Qualitätsprüfung und Fehlerdiagnose

Ein gutes Gewinde ist maßhaltig, sauber, zur vorgesehenen Achse ausgerichtet und frei von Rissen, starken Riefen oder ausgebrochenen Flanken. Die Verbindung muss sich mit dem vorgesehenen Gegenstück fügen lassen, ohne dass übermäßiges Spiel oder Zwang entsteht.

Fehlerbild Mögliche Ursache Fachgerechte Abhilfe
Gewinde läuft schräg Werkzeug beim Anschnitt nicht rechtwinklig geführt Werkstückausrichtung, Fase und Führung verbessern; fehlerhaftes Teil nach Vorgabe bewerten
Gewindebohrer klemmt Kernloch zu klein, Späne gestaut, Werkzeug stumpf oder Kühlschmierstoff ungeeignet Maß und Werkzeug prüfen, Späne entfernen, geeignet schmieren und beschädigtes Werkzeug ersetzen
Gewindeflanken sind rau Stumpfe Schneiden, falsche Schnittbedingungen, unzureichende Schmierung oder Zunder Werkzeugzustand und Werkstückvorbereitung verbessern
Außengewinde ist unvollständig Vorarbeitsdurchmesser zu klein oder Bolzen oval Vorarbeitsmaß und Rundheit kontrollieren
Außengewinde lässt sich schwer fügen Bolzen zu groß, Grat vorhanden, Schneideisen schief oder falsche Steigung Maße, Fase, Werkzeugkennzeichnung und Gewindelehre prüfen
Werkzeugbruch Zu hohes Drehmoment, Verkanten, harter Einschluss, falsches Kernloch oder ungeeignetes Werkzeug Arbeit stoppen, Ursache analysieren und Bruchstück nur mit geeignetem Verfahren entfernen


Prüfen mit Lehren und Gegenstücken

Für die Ausbildung ist das Prüfen genauso wichtig wie das Schneiden. Ein Messschieber kontrolliert Vorarbeitsmaße, ersetzt aber keine Gewindegrenzlehre. Ein Innengewinde wird je nach Anforderung mit einem Gewindegrenzlehrdorn geprüft, ein Außengewinde mit einem Gewindegrenzlehrring. Die Gutseite muss sich nach Prüfvorschrift fügen lassen; die Ausschussseite darf nur im zulässigen Umfang greifen. Bei einfachen Übungsstücken kann zusätzlich eine eindeutig passende Schraube oder Mutter zur Funktionskontrolle dienen.

Dokumentiere Gewindegröße, Werkzeug, Kernloch- oder Vorarbeitsdurchmesser, verwendeten Kühlschmierstoff, Prüfergebnis und festgestellte Abweichungen. So wird aus einer Werkstattübung ein nachvollziehbarer Fertigungsnachweis.


Bedeutung für das Schmiedehandwerk

Geschmiedete Bauteile verbinden oft hohe Belastbarkeit mit individueller Formgebung. Gewinde ergänzen diese Eigenschaften um eine lösbare Montage. Typische Anwendungen sind Spannschrauben, Zuganker, verstellbare Füße, Gelenkbolzen, Werkzeugaufnahmen, Klemmen und demontierbare Zierelemente. Die Gewindezone wird häufig nach dem Schmieden spanend fertigbearbeitet.

Bei der Gestaltung musst Du beachten, dass das Gewinde nicht in einem stark gekerbten, rissigen oder ungleichmäßig geschmiedeten Bereich liegt. Übergänge werden nach Zeichnung gestaltet, Oberflächenfehler werden vor der Bearbeitung beurteilt und sicherheitsrelevante Teile werden nicht ohne Freigabe nachgearbeitet. Handwerkliches Können zeigt sich nicht nur am sichtbaren Schmiedestück, sondern auch an passgenauen und prüfbaren Verbindungselementen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Werkzeug wird zum manuellen Schneiden eines Innengewindes verwendet? (Gewindebohrer) (!Schneideisen) (!Reibahle) (!Flachmeißel)




Welches Werkzeug schneidet ein Außengewinde auf einen Bolzen? (Schneideisen) (!Spiralbohrer) (!Kegelsenker) (!Gewindelehrdorn)




Welcher Kernlochdurchmesser ist für ein geschnittenes M8 Regelgewinde in üblichen Stählen gebräuchlich? (6,8 mm) (!5,0 mm) (!8,0 mm) (!10,2 mm)




Was bezeichnet die Zahl 1,25 bei M10 × 1,25? (Die Gewindesteigung in Millimetern) (!Die Gewindelänge in Millimetern) (!Den Kerndurchmesser in Millimetern) (!Die Anzahl der Schneiden)




Welcher Gewindebohrer wird bei einem dreiteiligen Handgewindebohrersatz zuerst eingesetzt? (Vorschneider) (!Mittelschneider) (!Fertigschneider) (!Gewindeformer)




Wie ist der Mittelschneider eines üblichen dreiteiligen Handgewindebohrersatzes gekennzeichnet? (Mit zwei Ringen) (!Mit einem Ring) (!Ohne Ring) (!Mit einem Linksgewinde)




Warum wird das Ende eines Bolzens vor dem Außengewindeschneiden angefast? (Damit das Schneideisen leichter und gerade ansetzt) (!Damit der Bolzen absichtlich oval wird) (!Damit die Gewindesteigung größer wird) (!Damit kein Kühlschmierstoff benötigt wird)




Welche Maßnahme hilft beim geraden Anschnitt eines Handgewindebohrers? (Die Rechtwinkligkeit aus zwei Richtungen kontrollieren) (!Das Windeisen nur an einem Griff drehen) (!Das Kernloch kleiner als den Tabellenwert bohren) (!Den Gewindebohrer mit Hammerschlägen eintreiben)




Welche Schutzregel gilt an einer laufenden Bohrmaschine? (Keine Handschuhe an rotierenden Maschinenteilen tragen) (!Späne mit den Fingern entfernen) (!Das Werkstück mit der Hand festhalten) (!Den Spannschlüssel im Bohrfutter lassen)




Welches Prüfmittel ist für die Grenzprüfung eines Außengewindes vorgesehen? (Gewindegrenzlehrring) (!Gewindegrenzlehrdorn) (!Körner) (!Kegelsenker)





Memory

Kernloch Vorbohrung für ein Innengewinde
Gewindebohrer Werkzeug für das Innengewinde
Schneideisen Werkzeug für das Außengewinde
Windeisen Halter für einen Handgewindebohrer
Schneideisenhalter Aufnahme für ein rundes Schneideisen
Steigung Abstand benachbarter Gewindegänge
Vorschneider Erste Stufe des Handgewindebohrersatzes
Gewindelehre Hilfsmittel zum Bestimmen der Teilung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Gewindebohrer Innengewinde
Schneideisen Außengewinde
Kernloch Vorbohrung
Fase Anschnitthilfe
Kühlschmierstoff Reibungsminderung
Lehrring Außengewindeprüfung




...


Kreuzworträtsel

Kernloch Wie heißt die Bohrung, in die ein Innengewinde geschnitten wird?
Steigung Welche Kenngröße beschreibt den Abstand benachbarter Gewindegänge?
Schneideisen Welches Werkzeug stellt ein Außengewinde her?
Windeisen Wie heißt der Halter für einen Handgewindebohrer?
Vorschneider Welches Werkzeug beginnt die Arbeit im dreiteiligen Handgewindebohrersatz?
Schutzbrille Welcher Augenschutz ist bei Spanflug erforderlich?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Gewinde in einer Bohrung heißt

.
Ein Gewinde auf einem Bolzen heißt

.
Das Werkzeug für ein Innengewinde ist der

.
Das Werkzeug für ein Außengewinde ist das

.
Vor dem Innengewindeschneiden wird ein

gebohrt.
Für ein M8 Regelgewinde wird häufig ein Bohrer mit

Durchmesser verwendet.
Der erste Gewindebohrer eines dreiteiligen Satzes heißt

.
Der Halter für den Handgewindebohrer heißt

.
Eine Fase am Bolzen erleichtert den

.
Ein geeigneter Kühlschmierstoff vermindert

.
Späne werden bei stillstehender Maschine mit einer

entfernt.
Ein Außengewinde kann mit einem Gewindegrenzlehrring

werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeuge zuordnen: Fotografiere oder skizziere Gewindebohrer, Windeisen, Schneideisen und Schneideisenhalter und beschrifte ihre Funktion.
  2. Zeichnungsangaben lesen: Erkläre an den Beispielen M6, M10 und M10 × 1,25, welche Informationen die Bezeichnungen enthalten.
  3. Kernlöcher bestimmen: Ermittle für fünf vorgegebene Regelgewinde die Näherungswerte mit Nenndurchmesser minus Steigung und vergleiche sie mit einer Tabelle.
  4. Sicherheitsplakat gestalten: Erstelle ein übersichtliches Plakat mit den wichtigsten Regeln für Bohren, Spannen, Spanentfernung und Kühlschmierstoff.


Standard

  1. Innengewinde fertigen: Plane und fertige unter Aufsicht ein M8-Innengewinde in einem Übungsstück und dokumentiere jeden Arbeitsschritt.
  2. Außengewinde fertigen: Bereite einen Rundstab nach Vorgabe vor, schneide ein Außengewinde und prüfe es mit dem vorgesehenen Lehrmittel.
  3. Fehlerbilder untersuchen: Vergleiche ein gerades, ein schräges und ein raues Gewinde und ordne jedem Fehler mögliche Ursachen und Gegenmaßnahmen zu.
  4. Oberflächen vorbereiten: Untersuche an einem geschmiedeten Probestück, welche Bereiche vor dem Gewindeschneiden entzundert, gerichtet oder auf Maß gebracht werden müssen.


Schwer

  1. Schmiedebauteil konstruieren: Entwirf eine geschmiedete Klemme mit einer lösbaren Gewindeverbindung und begründe Gewindegröße, Lage, Gewindelänge und Prüfverfahren.
  2. Sacklochprozess entwickeln: Erstelle einen Arbeitsplan für ein Sacklochgewinde und berücksichtige Bohrtiefe, Anschnittlänge, Spanraum, Werkzeugauswahl und Reinigung.
  3. Prüfplan erstellen: Entwickle einen Prüfplan für zehn gleichartige Gewindeteile mit Merkmalen, Prüfmitteln, Prüfreihenfolge und Dokumentation.
  4. Erklärvideo produzieren: Produziere in einer Kleingruppe ein kurzes Ausbildungsvideo, das einen sicheren Arbeitsablauf zeigt und typische Fehler fachlich kommentiert.




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Lernkontrolle

  1. Transfer Innengewinde: Ein Schmiedestück soll ein M10-Sacklochgewinde mit 18 mm nutzbarer Gewindelänge erhalten. Entwickle eine begründete Arbeitsfolge und erläutere, welche zusätzlichen Tiefenanteile Du berücksichtigen musst.
  2. Werkstoffvergleich: Vergleiche das manuelle Gewindeschneiden in einem kurzspanenden und einem langspanenden Werkstoff. Leite Folgen für Werkzeugausführung, Kühlschmierstoff und Spanbehandlung ab.
  3. Fehlersuche: Ein M12-Außengewinde lässt sich nur zwei Umdrehungen in den passenden Lehrring drehen. Formuliere eine systematische Diagnose, ohne das Teil mit Gewalt weiterzudrehen.
  4. Konstruktion bewerten: Beurteile eine Zeichnung, bei der ein Gewinde direkt in einem stark gekerbten Übergang eines Schmiedestücks endet. Beschreibe Risiken und schlage eine verbesserte Gestaltung vor.
  5. Prüfmittel auswählen: Entscheide für Einzelanfertigung, Kleinserie und sicherheitsrelevante Serie, welche Prüfmittel und Dokumentationen angemessen sind, und begründe Deine Auswahl.
  6. Verfahren vergleichen: Stelle manuelles Gewindeschneiden, maschinelles Gewindebohren und Gewindeformen gegenüber. Entscheide für drei unterschiedliche Fertigungsaufträge jeweils begründet, welches Verfahren geeignet ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Fachsprache: Innengewinde, Außengewinde, Nenndurchmesser, Steigung, Kernloch, Anschnitt, Gewindeauslauf und Toleranz korrekt verwenden.
  2. Planung: Gewindeangaben aus einer Zeichnung entnehmen und Werkzeuge, Maße, Reihenfolge sowie Schutzmaßnahmen festlegen.
  3. Ausführung: Ein Innen- und ein Außengewinde unter Aufsicht rechtwinklig, sauber und ohne Werkzeugschaden herstellen.
  4. Prüfung: Geeignete Prüfmittel auswählen, anwenden und das Ergebnis nachvollziehbar dokumentieren.
  5. Fehleranalyse: Typische Abweichungen erkennen, Ursachen eingrenzen und sichere Korrekturmaßnahmen vorschlagen.
  6. Transfer: Die Gewindeherstellung auf ein geeignetes geschmiedetes Bauteil übertragen und die Bauteilgestaltung begründen.
  7. Sicherheit: Werkstück sicher spannen, Späne gefahrlos entfernen und Regeln für rotierende Maschinen einhalten.




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