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Werkstücke anreißen und körnen - Schmied

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Werkstücke anreißen und körnen - Schmied



Werkstücke anreißen und körnen - Schmied


Einleitung

Beim Schmieden entsteht die Grundform eines Werkstücks durch Umformen. Für Bohrungen, Aussparungen, Trennlinien, Biegelinien oder spätere Passungen müssen Maße und Konturen anschließend eindeutig auf das Werkstück übertragen werden. Genau dafür dienen Anreißen und Körnen. Beide Arbeitstechniken gehören zur metalltechnischen Grundausbildung und verbinden Technisches Zeichnen, Messen, Prüfen, Bohren und handwerkliche Ausführung.

Dieser Lernkurs richtet sich an Auszubildende im Schmiede- und Metallhandwerk. Du lernst, Bezugsflächen festzulegen, geeignete Anreiß- und Körnwerkzeuge auszuwählen, Maße aus einer Zeichnung zu übertragen, Bohrungsmittelpunkte zu sichern und das Ergebnis fachgerecht zu prüfen. Im Mittelpunkt stehen sauberes Arbeiten, richtige Fachbegriffe, Arbeitssicherheit und die Besonderheiten geschmiedeter Werkstücke.

Lernziele: Nach der Bearbeitung kannst Du den Arbeitsablauf planen, Anrisse aus einer gemeinsamen Bezugskante herstellen, Körnungen lagegenau setzen, typische Fehler erkennen und die Qualität Deiner Arbeit begründen.


Bedeutung im Schmiedehandwerk

Geschmiedete Rohlinge besitzen häufig Zunder, leichte Unebenheiten, Schmiederadien oder Maßzugaben für die weitere Bearbeitung. Deshalb wird nicht beliebig von irgendeiner Kante aus gemessen. Zuerst werden geeignete Bezugsflächen und Bezugskanten bestimmt oder hergestellt. Erst danach können Maße aus einer technischen Zeichnung sicher übertragen werden.

Ein Anriss ist eine feine Linie auf der Werkstückoberfläche. Er zeigt beispielsweise eine Schnittkante, die Mitte einer Bohrung oder den Verlauf einer Kontur. Eine Körnung ist eine kleine kegelförmige Vertiefung. Sie macht einen Punkt dauerhaft sichtbar und kann einen Bohrer beim Anbohren zentrieren. Anreißen und Körnen ersetzen jedoch nicht das abschließende Messen und Prüfen.


Fachbegriffe und Fertigungszusammenhang

  1. Bezugskante: Kante, von der aus Maße wiederholt übertragen werden, damit sich Messabweichungen nicht unnötig addieren.
  2. Bezugsfläche: Fläche, auf der ein Werkstück aufliegt oder von der Höhenmaße abgenommen werden.
  3. Anriss: Sichtbare, möglichst schmale Linie zur Kennzeichnung einer Bearbeitungsgrenze oder Lage.
  4. Körnung: Durch einen Körner erzeugte punktförmige Vertiefung.
  5. Bohrungsmittelpunkt: Schnittpunkt der Mittellinien, an dem die Bohrung vorgesehen ist.
  6. Maßzugabe: Zusätzliches Material, das für einen späteren Bearbeitungsschritt vorgesehen ist.

In der Arbeitsplanung folgt meist die Kette Zeichnung lesen – Werkstück vorbereiten – Bezug festlegen – messen – anreißen – körnen – prüfen – bearbeiten. Wird ein Fehler beim Anreißen übersehen, setzt er sich beim Bohren, Sägen oder Feilen fort.


Werkzeuge zum Anreißen

Zum Anreißen werden je nach Form, Werkstoff, Oberflächenzustand und geforderter Genauigkeit unterschiedliche Hilfsmittel verwendet.

  1. Reißnadel: Erzeugt feine Linien auf metallischen Oberflächen. Die Spitze besteht meist aus gehärtetem Werkzeugstahl oder Hartmetall.
  2. Stahllineal: Dient zum Abnehmen einfacher Längenmaße und als Führung für gerade Risse.
  3. Anschlagwinkel: Überträgt rechte Winkel von einer geraden Bezugskante.
  4. Reißzirkel: Zeichnet Kreise und Kreisbögen oder überträgt Abstände.
  5. Höhenreißer: Erzeugt auf einer ebenen Anreißplatte Risse in einer festgelegten Höhe.
  6. Messschieber: Dient in erster Linie zum Messen und Prüfen. Seine Messschenkel sollen nur dann zum Anreißen benutzt werden, wenn das Werkzeug dafür vorgesehen und betrieblich freigegeben ist.
  7. Anreißschablone: Überträgt wiederkehrende Konturen und Lochbilder.

Ein sauberer Anschlagwinkel liegt ohne Spalt an der Bezugskante an. Zunder, Grate oder Schmutz zwischen Werkstück und Werkzeug verfälschen die Lage des Anrisses.

Eine Schmiege kann vorhandene Winkel aufnehmen und übertragen. Für prüfpflichtige Winkelmaße wird zusätzlich ein geeignetes Mess- oder Prüfmittel benötigt.

Der Höhenreißer arbeitet mit einer ebenen Bezugsfläche. Bei unregelmäßigen Schmiederohlingen muss vorher geklärt werden, an welchen Stellen das Werkstück sicher aufliegt.


Anreißmittel und Sichtbarkeit

Auf blankem Stahl kann ein feiner Riss je nach Lichteinfall schwer erkennbar sein. Eine dünn aufgetragene, dafür zugelassene Anreißfarbe erhöht den Kontrast. Die Fläche muss sauber und ausreichend trocken sein. Auf empfindlichen, beschichteten oder bereits fertig bearbeiteten Oberflächen kann statt einer Ritzlinie eine ablösbare Markierung, Kreide, ein geeigneter Stift oder aufgeklebtes Papier verwendet werden. So werden unerwünschte Kratzer und Kerbwirkungen vermieden.

Bei rauen Schmiedeoberflächen genügt eine feine Reißnadel oft nicht. Dann wird eine kleine Stelle entzundert, geglättet oder mit einer gut sichtbaren Markierung versehen. Welche Vorbereitung erlaubt ist, richtet sich nach Zeichnung, Bearbeitungszugabe und betrieblicher Arbeitsanweisung.


Werkstücke fachgerecht vorbereiten

Vor dem Anreißen wird das Werkstück vollständig abgekühlt, gereinigt und auf Verzug geprüft. Ein heißes Werkstück ist nicht nur gefährlich; seine Maße verändern sich beim Abkühlen. Lose Zunderschichten, Schmutz und Grate werden an den Mess- und Auflageflächen entfernt. Scharfe Kanten werden nur so weit entgratet, dass die festgelegte Bezugskante erhalten bleibt.

Prüffragen vor Arbeitsbeginn: Ist die Zeichnung eindeutig? Welche Fläche ist die Hauptbezugsfläche? Welche Kante ist die Bezugskante? Sind Maßzugaben und Toleranzen angegeben? Ist das Werkstück sicher aufzulegen oder einzuspannen? Sind Werkzeugspitzen, Skalen und Anschlagflächen unbeschädigt?


Arbeitsfolge beim Anreißen

  1. Zeichnung lesen: Maße, Toleranzen, Mittellinien, Bearbeitungszeichen und Bezugselemente erfassen.
  2. Werkstück prüfen: Werkstoff, Abmessungen, Form, Zunder, Verzug und Bearbeitungszugaben kontrollieren.
  3. Bezug festlegen: Eine geeignete Fläche und möglichst eine gemeinsame Bezugskante bestimmen.
  4. Oberfläche vorbereiten: Reinigen, bei Bedarf lokal glätten und Anreißmittel dünn auftragen.
  5. Maße übertragen: Möglichst alle Maße von derselben Bezugskante aus abtragen.
  6. Linien ziehen: Reißnadel einmal mit gleichmäßigem Druck an der Führung entlangziehen.
  7. Schnittpunkte prüfen: Lage der Bohrungsmittelpunkte und Konturen mit Zeichnung und Prüfmitteln vergleichen.
  8. Bearbeitungsseite kennzeichnen: Klar festlegen, auf welcher Seite gesägt, gefeilt oder Material abgenommen wird.

Mehrfaches Nachziehen verbreitert den Riss und verschlechtert seine Eindeutigkeit. Die Reißnadel wird so geführt, dass ihre Spitze sicher an der Führung anliegt. Das Stahllineal oder der Winkel darf beim Ziehen nicht verrutschen.


Körner und Körnwerkzeuge

Ein Körner besitzt einen Schaft, einen Schlagkopf und eine gehärtete kegelförmige Spitze. Je nach Aufgabe sind unterschiedliche Spitzenwinkel gebräuchlich, häufig 60° oder 90°. Entscheidend sind die betriebliche Werkzeugvorgabe, der Werkstoff und der folgende Bearbeitungsschritt. Ein Federkörner erzeugt den Schlag durch einen inneren Federmechanismus und benötigt keinen Hammer.

Zum Schlagen wird in der Ausbildung meist ein geeigneter Schlosserhammer verwendet. Hammerbahn, Stiel und Verbindung müssen unbeschädigt sein. Ein breit geschlagener oder rissiger Körnerkopf darf nicht weiterverwendet werden, weil Metallsplitter abspringen können.


Arbeitsfolge beim Körnen

  1. Schnittpunkt kontrollieren: Die beiden Anrisslinien müssen eindeutig und maßhaltig sein.
  2. Körnerspitze ansetzen: Den Körner zunächst leicht schräg halten, damit Du Spitze und Schnittpunkt sehen kannst.
  3. Aufrichten: Den Körner ohne seitliches Verrutschen senkrecht zur Oberfläche stellen.
  4. Vorkörnen: Mit einem leichten, kontrollierten Schlag eine kleine Markierung setzen.
  5. Lage prüfen: Kontrollieren, ob die Markierung genau im Schnittpunkt liegt.
  6. Fertigkörnen: Nur wenn nötig mit einem zweiten, angemessenen Schlag vertiefen.
  7. Ergebnis prüfen: Die Körnung muss eindeutig sein, darf das Werkstück aber nicht verformen oder aufreißen.

Bei dünnem Blech wird das Werkstück vollflächig und fest unterlegt. Zu kräftige Schläge können Beulen erzeugen. Bei harten oder spröden Werkstoffen ist besonders auf geeignete Werkzeuge und eine angepasste Schlagenergie zu achten. Eine falsch gesetzte Körnung darf nicht einfach durch viele Schläge vergrößert werden. Zuerst wird entschieden, ob eine fachgerechte Korrektur möglich ist oder das Werkstück neu angerissen werden muss.


Praxisbeispiel: Flachstahl-Lasche

Eine Flachstahl-Lasche soll nach Zeichnung zwei Bohrungen erhalten. Als Hauptbezugsfläche wird die ebene Seite gewählt, als Bezugskante eine gerade Längskante und als zweite Bezugskante eine rechtwinklig dazu bearbeitete Stirnkante.

  1. Von der Stirnkante werden beide Längenmaße abgetragen, nicht nacheinander von Bohrung zu Bohrung.
  2. Von der Längskante wird die halbe Werkstückbreite als Mittellinie angerissen.
  3. Die Schnittpunkte aus Längenrissen und Mittellinie ergeben die Bohrungsmittelpunkte.
  4. Beide Schnittpunkte werden leicht vorgekörnt und geprüft.
  5. Nach der Freigabe werden die Körnungen so vertieft, dass der folgende Bohrer sicher ansetzen kann.
  6. Vor dem Bohren werden Lochabstand, Randabstände und Bezug zur Werkstückkontur nochmals kontrolliert.

Diese Vorgehensweise verhindert eine unnötige Maßkettenbildung. Bei einem geschmiedeten Werkstück muss zusätzlich geprüft werden, ob die vorgesehene Bohrung vollständig innerhalb der bearbeitbaren Zone und außerhalb unzulässiger Randbereiche liegt.


Prüfen und Qualität sichern

Ein guter Anriss ist schmal, durchgehend sichtbar und eindeutig der Zeichnung zuzuordnen. Ein guter Körnerpunkt liegt genau im Schnittpunkt und ist der Materialdicke sowie dem Folgewerkzeug angepasst. Zur Prüfung eignen sich Stahllineal, Anschlagwinkel, Messschieber, Höhenmessgerät oder Schablone – abhängig von Toleranz und Werkstückform.

Qualitätsmerkmale: gemeinsame Bezugskanten, keine unnötigen Maßketten, unverrutschte Anschläge, eindeutige Linien, lagegenaue Körnungen, keine Beulen, keine tiefen Fehlrisse und eine nachvollziehbare Kennzeichnung der Bearbeitungsseite.


Typische Fehler und ihre Ursachen

  1. Breiter Anriss: Reißnadel wurde mehrfach oder mit wechselnder Führung über dieselbe Stelle gezogen.
  2. Versetzter Anriss: Winkel oder Lineal lagen auf Grat, Zunder oder Schmutz.
  3. Kettenmaßfehler: Jedes neue Maß wurde vom vorherigen Riss statt von derselben Bezugskante aus abgetragen.
  4. Verlagerte Körnung: Körner wurde beim Aufrichten seitlich verschoben.
  5. Zu tiefe Körnung: Schlagenergie war zu groß oder das Werkstück zu dünn und schlecht unterlegt.
  6. Unsichere Kontur: Bearbeitungsseite, Maßzugabe oder Bezugskante wurden nicht eindeutig gekennzeichnet.
  7. Maßabweichung am Schmiederohling: Verzug, Schmiederadius oder unebene Auflage wurden nicht berücksichtigt.


Arbeitssicherheit und Ordnung

Beim Körnen können durch schadhafte Werkzeuge Partikel absplittern. Trage deshalb die vorgeschriebene Schutzbrille und beachte die betriebliche Gefährdungsbeurteilung. Lege das Werkstück stabil auf oder spanne es sicher. Halte die Finger außerhalb des Schlagbereichs und führe keine Schläge in Richtung anderer Personen aus.

Kontrolliere vor der Arbeit den festen Sitz des Hammerstiels, die unbeschädigte Hammerbahn und den Körnerkopf. Spitze Werkzeuge werden so abgelegt, dass niemand hineingreifen kann. Beim anschließenden Bohren wird das Werkstück gespannt; an rotierenden Maschinen werden keine Handschuhe getragen. Lange Haare, Schmuck und weite Kleidung sind zu sichern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wozu dient eine Bezugskante beim Anreißen? (Sie ermöglicht das Übertragen mehrerer Maße von einem gemeinsamen Ausgangspunkt) (!Sie ersetzt die technische Zeichnung) (!Sie vergrößert die Körnung) (!Sie bestimmt die Härte des Werkstoffs)




Welche Aufgabe hat eine Körnung vor dem Bohren? (Sie markiert den Bohrungsmittelpunkt und unterstützt das zentrierte Anbohren) (!Sie schärft die Schneiden des Bohrers) (!Sie ersetzt das Einspannen des Werkstücks) (!Sie vergrößert automatisch den Bohrungsdurchmesser)




Welches Werkzeug dient zum Anreißen von Kreisen und Kreisbögen? (Der Reißzirkel) (!Der Schlosserhammer) (!Der Durchtreiber) (!Die Flachfeile)




Warum sollte eine Anreißlinie nicht mehrfach nachgezogen werden? (Weil sie dadurch breiter und weniger eindeutig wird) (!Weil das Werkstück dadurch magnetisch wird) (!Weil der Körner dadurch weicher wird) (!Weil sich die Bezugskante verlängert)




Was ist vor dem Anreißen eines geschmiedeten Werkstücks besonders zu prüfen? (Bezugsflächen, Zunder, Verzug und Bearbeitungszugaben) (!Nur die Farbe des Werkstücks) (!Nur das Gewicht des Hammers) (!Nur die Länge der Reißnadel)




Wie wird der Körner lagegenau angesetzt? (Zunächst leicht schräg im Schnittpunkt und dann ohne Verrutschen aufgerichtet) (!Waagerecht auf die Werkstückkante gelegt) (!Mit der Hammerbahn über die Linie geschoben) (!Beliebig neben dem Anriss angesetzt)




Welche persönliche Schutzausrüstung ist beim Körnen besonders wichtig? (Eine geeignete Schutzbrille) (!Ein Schweißschild mit dunklem Filter) (!Ein Atemschutzgerät für Unterwasserarbeiten) (!Ein Gehörschutz ersetzt alle anderen Schutzmaßnahmen)




Warum werden Maße möglichst von derselben Bezugskante abgetragen? (Damit sich Einzelabweichungen nicht zu einer Maßkette addieren) (!Damit die Anreißfarbe schneller trocknet) (!Damit der Körner nicht gehärtet werden muss) (!Damit das Werkstück leichter wird)




Was kennzeichnet eine fachgerechte Körnung in dünnem Blech? (Sie ist lagegenau und verursacht bei angepasster Schlagenergie keine Beule) (!Sie durchschlägt das Blech vollständig) (!Sie liegt möglichst weit neben dem Anriss) (!Sie wird ohne feste Unterlage ausgeführt)




Was ist bei einem beschädigten oder breit geschlagenen Körnerkopf zu tun? (Das Werkzeug ist auszusondern oder fachgerecht instand zu setzen) (!Der Körner wird mit stärkerem Schlag weiterbenutzt) (!Der Körner wird am spitzen Ende gehalten) (!Der Schaden wird mit Anreißfarbe verdeckt)





Memory

Reißnadel Geradliniger Anriss
Reißzirkel Kreis und Kreisbogen
Anschlagwinkel Rechter Winkel
Höhenreißer Paralleler Höhenriss
Körner Punktförmige Vertiefung
Anreißfarbe Verbesserter Linienkontrast





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Reißnadel Feine Linie auf Metall
Reißzirkel Kreisförmige Kontur
Höhenreißer Maßübertragung von einer ebenen Bezugsfläche
Anschlagwinkel Rechtwinkliger Riss von einer Bezugskante
Körner Dauerhafte Markierung eines Bohrungsmittelpunkts




...


Kreuzworträtsel

Reissnadel Welches Werkzeug erzeugt eine feine Linie auf Metall?
Koerner Welches Werkzeug erzeugt eine punktförmige Vertiefung?
Bezugsflaeche Wie heißt die Fläche, von der Höhenmaße abgenommen werden?
Anreissfarbe Welches Hilfsmittel verbessert den Kontrast eines Risses?
Schutzbrille Was schützt die Augen beim Körnen?
Reisszirkel Welches Werkzeug überträgt Radien und zeichnet Kreise?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim Anreißen werden Maße und Konturen aus einer technischen

auf das Werkstück übertragen. Mehrere Maße werden möglichst von derselben

aus abgetragen. Eine feine Linie auf der Metalloberfläche heißt

. Kreise und Kreisbögen werden mit dem

hergestellt. Ein Höhenreißer benötigt eine ebene

. Vor dem Anreißen werden Grate, Schmutz und loser

an den Auflageflächen entfernt. Der Schnittpunkt zweier Linien kennzeichnet häufig den

. Beim Körnen entsteht eine kleine kegelförmige

. Der Körner wird nach dem sichtbaren Ansetzen ohne seitliches

aufgerichtet. Beim Körnen schützt eine geeignete

die Augen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugkarte Anreißen: Fotografiere oder zeichne fünf Anreißwerkzeuge aus Deiner Ausbildungswerkstatt und beschrifte ihre Funktion mit korrekten Fachbegriffen.
  2. Sicherheitscheck Körnen: Erstelle eine Checkliste zur Kontrolle von Hammer, Körner, Werkstückauflage, Arbeitsplatz und persönlicher Schutzausrüstung.
  3. Bezugsflächen erkennen: Markiere an drei einfachen Werkstückskizzen jeweils eine geeignete Hauptbezugsfläche und zwei Bezugskanten.
  4. Fehlerbild beschreiben: Fertige absichtlich einen sauberen und einen zu breiten Anriss auf einem Übungsstück an und beschreibe den Unterschied.


Standard

  1. Lochbild übertragen: Übertrage ein vorgegebenes Lochbild auf Flachstahl, körne die Mittelpunkte und dokumentiere Deine Arbeitsfolge mit Fotos.
  2. Schmiederohling prüfen: Untersuche einen abgekühlten Schmiederohling auf Zunder, Verzug, Radien und brauchbare Bezugselemente. Begründe Deine Auswahl.
  3. Werkzeugvergleich: Vergleiche Körner und Federkörner hinsichtlich Handhabung, Wiederholbarkeit, Einsatzgrenzen und Arbeitssicherheit.
  4. Qualitätsprotokoll: Entwickle ein Prüfblatt für Anrissbreite, Lochabstände, Randabstände, Rechtwinkligkeit und Lage der Körnungen.


Schwer

  1. Arbeitsplanung Schmiedeteil: Plane das Anreißen und Körnen eines geschmiedeten Beschlags mit zwei Bohrungen, Langloch und schräger Trennkante. Lege Bezüge, Prüfmittel und Reihenfolge fest.
  2. Toleranzanalyse: Vergleiche Bezugsbemaßung und Kettenbemaßung an einem Lochbild. Erkläre, wie sich Einzelabweichungen auf die Endlage auswirken.
  3. Unterweisung erstellen: Produziere ein kurzes Ausbildungsvideo nach der Vier-Stufen-Methode zum lagegenauen Setzen einer Körnung.
  4. Fehlerdiagnose Werkstück: Analysiere ein Werkstück mit versetzten Körnungen und ungleichmäßigen Randabständen. Entwickle eine fachlich vertretbare Korrektur- oder Ausschussentscheidung.




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Lernkontrolle

  1. Arbeitsfolge begründen: Erkläre, warum das Festlegen von Bezugsflächen vor dem Übertragen der Maße erfolgen muss, und beschreibe die Folgen einer falschen Bezugsauswahl.
  2. Fehlerübertragung analysieren: Untersuche, wie ein um einen Millimeter versetzter Anriss die folgenden Arbeitsschritte Bohren, Feilen und Montage beeinflussen kann.
  3. Verfahren auswählen: Entscheide für eine raue Schmiedeoberfläche, eine fertig geschliffene Sichtfläche und ein dünnes Blech jeweils über ein geeignetes Markierverfahren. Begründe Deine Wahl.
  4. Qualität bewerten: Beurteile drei unterschiedlich tiefe Körnungen im Hinblick auf Werkstoff, Blechdicke, Bohrerführung und mögliche Verformung.
  5. Sicherheitskonzept übertragen: Entwickle aus den Gefährdungen beim Körnen ein Sicherheitskonzept für einen Ausbildungsarbeitsplatz mit mehreren gleichzeitig arbeitenden Personen.
  6. Zeichnung in Handlung übersetzen: Formuliere aus einer bemaßten Werkstückzeichnung einen vollständigen Arbeitsplan vom Prüfen des Rohlings bis zur Freigabe für das Bohren.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Du benennst Reißnadel, Reißzirkel, Anschlagwinkel, Höhenreißer, Körner, Federkörner und passende Prüfmittel fachgerecht.
  2. Du leitest Bezugsflächen, Bezugskanten und Bohrungsmittelpunkte aus einer technischen Zeichnung ab.
  3. Du bereitest ein abgekühltes geschmiedetes Werkstück unter Berücksichtigung von Zunder, Grat, Verzug und Maßzugabe vor.
  4. Du überträgst Maße ohne unnötige Maßketten und erzeugst schmale, eindeutige Anrisse.
  5. Du setzt lagegenaue Körnungen mit angepasster Schlagenergie und prüfst das Ergebnis.
  6. Du hältst die Regeln zu Schutzbrille, Werkzeugzustand, Werkstückauflage, Ordnung und sicherem Übergang zum Bohren ein.
  7. Du dokumentierst Messwerte, Abweichungen, Fehlerursachen und mögliche Korrekturmaßnahmen nachvollziehbar.




OERs zum Thema

  1. Körner als Werkzeug
  2. Metall – Ein Handbuch für Lehrkräfte der DGUV
  3. Grundausbildung Metall des IHK-Bildungszentrums



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