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Qualitätsmängel beseitigen und dokumentieren - Schmied

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Qualitätsmängel beseitigen und dokumentieren - Schmied




Einleitung

Beim Schmieden entsteht Qualität nicht erst bei der Endkontrolle. Sie wird durch geeigneten Werkstoff, richtige Erwärmung, kontrollierte Umformung, saubere Werkzeuge, fachgerechtes Abkühlen und konsequentes Prüfen während des gesamten Arbeitsablaufs erzeugt. Für Auszubildende im Metallbau, Fachrichtung Metallgestaltung, in der Schmiedetechnik und in verwandten Metallberufen gehört deshalb nicht nur das Erkennen von Qualitätsmängeln zum Berufsalltag. Du musst Abweichungen sichern, sachlich bewerten, zulässige Nacharbeit durchführen oder veranlassen, das Ergebnis erneut prüfen und alle Schritte nachvollziehbar dokumentieren.

Eine Abweichung ist zunächst ein Unterschied zwischen Soll und Ist. Eine Nichtkonformität liegt vor, wenn eine festgelegte Anforderung nicht erfüllt ist. Von einem Mangel spricht man insbesondere dann, wenn die vorgesehene oder vereinbarte Verwendung beeinträchtigt ist. Ob ein Werkstück nachgearbeitet, repariert, zurückgestellt oder ausgesondert wird, entscheidet sich deshalb nicht nach dem äußeren Eindruck allein, sondern anhand von Zeichnung, Arbeitsauftrag, Prüfanweisung, Toleranzen, Sicherheitsanforderungen und betrieblicher Freigaberegel.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Qualitätsanforderungen aus technischen Unterlagen ableiten, typische Schmiedefehler fachsprachlich benennen, geeignete Messmittel und Prüfverfahren auswählen, zulässige von unzulässigen Nacharbeiten unterscheiden, Ursachen systematisch untersuchen und einen vollständigen Prüf- oder Abweichungsbericht erstellen. Außerdem kannst Du erklären, weshalb Rückverfolgbarkeit, Prüfmittelüberwachung und Arbeitssicherheit zur Qualitätssicherung gehören.


Qualität beim Schmieden planen

Vor der Fertigung musst Du klären, woran ein gutes Arbeitsergebnis erkannt wird. Maßgeblich sind beispielsweise:

  1. Technische Zeichnung: Maße, Form, Oberflächenangaben, Toleranzen und gegebenenfalls Passungen
  2. Arbeitsplan: Werkstoff, Ausgangsabmessung, Arbeitsschritte, Erwärmungsfolge und Prüfzeitpunkte
  3. Prüfplan: Prüfmerkmal, Prüfverfahren, Prüfmittel, Prüfumfang und Annahmekriterium
  4. Kundenauftrag: Funktion, Gestaltung, Einbausituation und besondere Anforderungen
  5. Arbeitssicherheit: sichere Handhabung heißer Werkstücke, Maschinen, Schleifmittel und Prüfchemikalien

Der Soll-Ist-Vergleich beginnt bereits beim Rohmaterial. Werkstoffkennzeichnung, Abmessungen, Oberflächenzustand und Zuordnung zum Auftrag müssen stimmen. Während des Schmiedens werden Form, Temperaturzustand, Materialfluss und Zwischenmaße beobachtet. Die Endprüfung bestätigt, ob alle festgelegten Merkmale erfüllt sind.


Prüfmittel richtig einsetzen

Ein Messschieber eignet sich für Außen-, Innen- und Tiefenmaße. Eine Messschraube wird eingesetzt, wenn kleinere Messunsicherheiten erforderlich sind und die Werkstückgeometrie dies zulässt. Lehren prüfen meist, ob ein Grenzmaß eingehalten wird, ohne einen vollständigen Zahlenwert zu liefern. Winkel, Schablonen und Richtplatten unterstützen die Form- und Lageprüfung.

Vor jeder Messung prüfst Du Sauberkeit, Nullstellung, Beschädigungen, geeigneten Messbereich und den Status der Prüfmittelüberwachung. Ein betrieblich kalibriertes Messmittel wurde mit einem rückführbaren Normal verglichen. Der Begriff geeicht ist nur dann richtig, wenn eine gesetzlich vorgeschriebene Eichung vorliegt. Heiße Werkstücke werden nur mit dafür vorgesehenen Verfahren gemessen, weil Wärmeausdehnung, Zunder und Verbrennungsgefahr das Ergebnis und die Sicherheit beeinflussen.


Typische Qualitätsmängel an Schmiedeteilen

Schmiedefehler können aus Werkstoff, Erwärmung, Werkzeugzustand, Umformung, Abkühlung oder nachfolgenden Bearbeitungsschritten entstehen. Die folgende Übersicht nennt typische Zusammenhänge. Sie ersetzt keine betriebliche Prüfanweisung und keine bauteilspezifische Freigabe.

Fehlerbild Mögliche Ursachen Geeignete Prüfung Mögliche Maßnahme
Maß- oder Formabweichung Falsches Ausgangsmaß, ungleichmäßige Umformung, fehlerhaftes Anreißen, Rückfederung oder Verzug Maßprüfung, Schablone, Winkel, Richtplatte Richten oder Nachschmieden, wenn Werkstoffzustand, Mindestquerschnitt und Freigabe dies zulassen
Riss Zu niedrige Schmiedetemperatur, zu starke örtliche Umformung, scharfer Querschnittsübergang oder Werkstofffehler Sichtprüfung, Farbeindringprüfung oder bei ferromagnetischem Werkstoff Magnetpulverprüfung Werkstück sperren; Riss vollständig bewerten lassen. Nacharbeit nur nach freigegebenem Verfahren, sonst Ausschuss
Falte oder Überlappung Ungünstiger Materialfluss, zu großer Materialüberschuss oder ungeeignete Schlagfolge Sichtprüfung, gegebenenfalls Oberflächenrissprüfung Nur beseitigen, wenn die Fehlstelle vollständig entfernt werden darf und die Sollgeometrie erhalten bleibt
Zundereindrückung Zunder wurde vor oder während des Schmiedens nicht ausreichend entfernt Sicht- und Oberflächenprüfung Reinigen und oberflächlich nacharbeiten, sofern keine unzulässige Kerbe oder Maßunterschreitung entsteht
Unterfüllung oder Versatz Zu wenig Werkstoff, zu niedrige Temperatur, unzureichender Materialfluss oder fehlerhafte Werkzeugausrichtung Sichtprüfung, Schablone und Maßprüfung Prozessparameter korrigieren; Werkstück nur nacharbeiten, wenn die geforderte Kontur sicher erreicht werden kann
Überhitzung oder Verbrennung Zu hohe Temperatur oder zu lange Haltezeit Sichtprüfung, gegebenenfalls Härte- und Gefügeprüfung Stark geschädigtes oder verbranntes Material nicht weiterverwenden; Ursache an Feuerführung und Erwärmungszeit beseitigen
Härte- oder Gefügeabweichung Ungeeignete Wärmebehandlung, Entkohlung, falsches Abschrecken oder Werkstoffverwechslung Härteprüfung, Werkstoffnachweis und bei Bedarf metallografische Prüfung Wärmebehandlung nur nach freigegebenem Verfahren wiederholen; Werkstoffverwechslung eindeutig klären


Risse und oberflächennahe Fehlstellen

Eine gründliche Sichtprüfung erfolgt auf einer sauberen, ausreichend beleuchteten Oberfläche. Verdächtige Linien werden nicht vorschnell weggeschliffen, denn dadurch könnten Beweise für Lage und Ausdehnung der Fehlstelle verloren gehen. Die Farbeindringprüfung kann zur Anzeige oberflächenoffener Fehlstellen an geeigneten dichten Werkstoffen eingesetzt werden. Die Magnetpulverprüfung ist für ferromagnetische Werkstoffe geeignet und kann Oberflächenfehler sowie bestimmte oberflächennahe Fehlstellen sichtbar machen. Beide Verfahren müssen nach Prüfanweisung von qualifiziertem Personal durchgeführt und bewertet werden.


Härte und Werkstoffzustand

Die Härteprüfung kann Hinweise darauf geben, ob eine Wärmebehandlung das geforderte Ergebnis erreicht hat. Ein Härtewert allein beweist jedoch nicht, dass das gesamte Gefüge fehlerfrei ist. Prüfverfahren, Prüfkraft, Prüfstelle, Oberflächenvorbereitung und Bauteildicke müssen zum Werkstück und zur Vorgabe passen. Bei sicherheitsrelevanten Bauteilen können weitere Prüfungen erforderlich sein.


Qualitätsmängel sicher behandeln

Sobald Du eine mögliche Nichtkonformität feststellst, gilt ein geordneter Ablauf:

  1. Arbeit stoppen und sichern: Betroffenes Werkstück kennzeichnen, von Gutteilen trennen und unbeabsichtigte Weiterverarbeitung verhindern.
  2. Anforderung feststellen: Zeichnung, Toleranz, Prüfanweisung, Werkstoffvorgabe und Auftragsstand prüfen.
  3. Abweichung erfassen: Fehlerart, Lage, Ausdehnung, Messwert und Prüfbedingungen objektiv festhalten.
  4. Umfang klären: Prüfen, ob weitere Teile, derselbe Werkstoffposten oder derselbe Prozesszeitraum betroffen sein können.
  5. Entscheidung einholen: Berechtigte Person entscheidet über Nacharbeit, Reparatur, Sonderfreigabe, Rückstellung oder Ausschuss.
  6. Maßnahme durchführen: Nur freigegebene Verfahren, Werkzeuge und Parameter verwenden.
  7. Nachprüfung durchführen: Alle betroffenen Merkmale erneut prüfen, nicht nur die sichtbar bearbeitete Stelle.
  8. Freigeben und dokumentieren: Ergebnis, Verantwortliche, Datum und Rückverfolgbarkeit vollständig sichern.

Ein Sperrbestand verhindert, dass ein nicht geprüftes oder fehlerverdächtiges Teil versehentlich montiert oder ausgeliefert wird. Eine Nacharbeit führt ein nichtkonformes Werkstück wieder in den geforderten Zustand. Eine Reparatur stellt die Verwendbarkeit her, ohne zwingend jede ursprüngliche Anforderung zu erfüllen; sie benötigt daher eine ausdrückliche Bewertung und Freigabe. Eine eigenmächtige Maßänderung, Schweißung oder starke Querschnittsminderung ist keine zulässige Fehlerbeseitigung.


Beispiele für fachgerechte Nacharbeit

  1. Richten: Nur mit geeignetem Verfahren und unter Beachtung von Werkstoff, Temperatur, Querschnitt und Rissgefahr
  2. Entgraten: Scharfe Kanten oder unerwünschte Grate entfernen, ohne Funktionsflächen zu beschädigen
  3. Schleifen und Feilen: Oberflächenfehler vollständig und kerbarm ausarbeiten, sofern Mindestmaß und Festigkeit erhalten bleiben
  4. Nachschmieden: Nur im geeigneten Temperaturbereich und mit kontrolliertem Materialfluss
  5. Wärmebehandlung wiederholen: Nur nach festgelegter Anweisung und anschließender Eigenschaftsprüfung
  6. Aussortieren: Wenn Sicherheit, Werkstoffzustand oder Mindestquerschnitt nicht zuverlässig wiederhergestellt werden können


Ursachen ermitteln und Wiederholungen vermeiden

Die Beseitigung des sichtbaren Fehlers genügt nicht. Qualitätsarbeit fragt zusätzlich, warum der Fehler entstehen konnte. Bei der 5-Why-Methode wird eine beobachtete Abweichung schrittweise hinterfragt, bis eine beeinflussbare Grundursache erkennbar wird. Ein Ishikawa-Diagramm ordnet mögliche Ursachen beispielsweise den Bereichen Mensch, Maschine, Material, Methode, Milieu und Messung zu.

Beispiel: Eine Zundereindrückung wurde festgestellt. Die unmittelbare Ursache ist Zunder auf der Werkstückoberfläche. Dahinter können eine fehlende Reinigungsfolge, ein ungeeignetes Entzunderungswerkzeug, zu lange Erwärmungszeit, eine stark oxidierende Feuerführung oder eine unklare Arbeitsanweisung stehen. Eine wirksame Korrekturmaßnahme verändert deshalb den Prozess und wird anschließend auf Wirksamkeit geprüft.


Qualitätsmängel dokumentieren

Eine gute Dokumentation ist knapp, eindeutig und rückverfolgbar. Sie trennt Beobachtung, Bewertung, Ursache und Maßnahme voneinander. Formulierungen wie „sieht schlecht aus“ reichen nicht. Besser ist: „Oberflächenriss an der Innenrundung, Beginn 18 mm vom Bauteilende, sichtbare Länge 7 mm; Werkstück gesperrt und zur Magnetpulverprüfung weitergeleitet.“

Ein vollständiger Prüf- oder Abweichungsbericht enthält je nach Betrieb:

  1. Auftrag, Bauteilbezeichnung, Zeichnungsnummer und Änderungsstand
  2. Werkstoff, Charge oder Materialkennzeichnung
  3. Datum, Arbeitsplatz, Bearbeitungsschritt und prüfende Person
  4. Prüfmerkmal, Sollwert, Toleranz und gemessenen Istwert
  5. Prüfverfahren, Prüfmittelnummer und Status der Prüfmittelüberwachung
  6. Fehlerart, genaue Lage, Ausdehnung und gegebenenfalls Foto oder Skizze
  7. Sofortmaßnahme und Kennzeichnung des Sperrbestands
  8. ermittelte Ursache und betroffener Teileumfang
  9. freigegebene Nacharbeit, Reparaturentscheidung oder Ausschussentscheidung
  10. Ergebnis der Nachprüfung, Freigabe und verantwortliche Person


Muster für einen Abweichungsbericht

Feld Beispiel
Bauteil Geschmiedeter Wandhaken, Auftrag WH-24
Anforderung Schaftdurchmesser 20,0 mm mit Toleranz ± 0,3 mm
Istwert 20,5 mm an der markierten Prüfstelle
Feststellung Maßüberschreitung um 0,2 mm gegenüber der oberen Toleranzgrenze
Sofortmaßnahme Werkstück gekennzeichnet und in Sperrbereich abgelegt
Entscheidung Kontrolliertes Nacharbeiten nach betrieblicher Freigabe
Nachprüfung 20,2 mm, Oberfläche ohne unzulässige Kerbe, Ergebnis freigegeben
Vorbeugung Zwischenmaß früher prüfen und Anschlag der Schablone kontrollieren


Arbeitssicherheit und Umweltschutz

Qualitätsprüfung darf keine neue Gefährdung erzeugen. Heiße Werkstücke müssen eindeutig gekennzeichnet und mit geeigneter Zange abgelegt werden. Beim Schleifen sind Funkenflug, Werkstückspannung, Schutzhaube und persönliche Schutzausrüstung zu beachten. Chemische Prüfmittel dürfen nur nach Betriebsanweisung verwendet werden; Hautkontakt, Brandgefahr, Lüftung und Entsorgung sind zu berücksichtigen. Vor einer Prüfung an Maschinen müssen gefährliche Bewegungen verhindert sein. Gehörschutz, Schutzbrille, Sicherheitsschuhe und geeignete Arbeitskleidung gehören entsprechend der Gefährdungsbeurteilung zur Grundausstattung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Unterlage ist für den Soll-Ist-Vergleich eines Schmiedeteils besonders wichtig? (Die freigegebene technische Zeichnung) (!Eine beliebige Handskizze) (!Die Werkzeugrechnung) (!Der Pausenplan)




Was ist der erste Schritt bei einem fehlerverdächtigen Werkstück? (Werkstück sichern und von Gutteilen trennen) (!Werkstück sofort ausliefern) (!Fehlerstelle ohne Dokumentation überschleifen) (!Kennzeichnung entfernen)




Welche Ursache kann einen Schmiederiss begünstigen? (Eine zu niedrige Schmiedetemperatur) (!Eine lesbare Zeichnung) (!Ein sauberer Messschieber) (!Eine vollständige Dokumentation)




Was kennzeichnet eine Nacharbeit? (Sie führt das Werkstück wieder in den geforderten Zustand) (!Sie ersetzt jede Nachprüfung) (!Sie erlaubt jede beliebige Maßänderung) (!Sie macht eine Freigabe überflüssig)




Welches Prüfmittel eignet sich für Außen-, Innen- und Tiefenmaße? (Der Messschieber) (!Der Schmiedehammer) (!Die Drahtbürste) (!Die Kohleschaufel)




Für welche Werkstoffe ist die Magnetpulverprüfung geeignet? (Für ferromagnetische Werkstoffe) (!Für alle Kunststoffe) (!Für Glasbauteile) (!Für Holzwerkstücke)




Was beschreibt eine Unterfüllung? (Die geforderte Kontur wurde nicht vollständig ausgeformt) (!Das Werkstück wurde vollständig dokumentiert) (!Das Prüfmittel wurde kalibriert) (!Die Oberfläche wurde poliert)




Warum ist nach einer Nacharbeit eine Nachprüfung erforderlich? (Um die Erfüllung der Anforderungen erneut nachzuweisen) (!Um die Zeichnung zu ersetzen) (!Um den Werkstoffnamen zu ändern) (!Um den Auftrag ohne Prüfung zu schließen)




Welche Angabe gehört in einen Abweichungsbericht? (Sollwert, Toleranz und Istwert) (!Die private Telefonnummer aller Beschäftigten) (!Die Farbe der Werkstattwand) (!Der Musikgeschmack der prüfenden Person)




Wozu dient die Ursachenanalyse? (Sie soll Wiederholungen des Fehlers verhindern) (!Sie soll nur Schuldige benennen) (!Sie ersetzt die Werkstückprüfung) (!Sie hebt Toleranzen auf)





Memory

Riss Zu niedrige Schmiedetemperatur
Falte Ungünstiger Materialfluss
Zundereindrückung Fehlendes Entzundern
Unterfüllung Zu wenig Werkstoff
Verzug Ungleichmäßige Abkühlung
Messschieber Maßkontrolle
Magnetpulverprüfung Oberflächennahe Fehlstellen
Nachprüfung Freigabe nach Nacharbeit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Prüfergebnis
Sichtprüfung Risse und Oberflächenfehler
Maßprüfung Istmaß und Toleranzlage
Funktionsprüfung Beweglichkeit und Passung
Härteprüfung Werkstoffzustand
Dokumentation Rückverfolgbarkeit






Kreuzworträtsel

Messschieber Welches Prüfmittel erfasst Außen-, Innen- und Tiefenmaße?
Toleranz Wie heißt der zulässige Bereich um ein Sollmaß?
Zunder Welche Oxidschicht entsteht beim Erwärmen von Stahl?
Nacharbeit Welche Maßnahme führt ein Werkstück wieder zur Anforderung zurück?
Sperrbestand Wie heißt die getrennte Ablage fehlerverdächtiger Teile?
Rückverfolgbarkeit Welche Eigenschaft verbindet Bauteil, Auftrag, Werkstoff und Prüfergebnis?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim Prüfen wird der Istzustand mit einer festgelegten

verglichen.
Ein nicht erfülltes Prüfmerkmal wird als

bezeichnet.
Oberflächenfehler werden zuerst mit einer sorgfältigen

gesucht.
Für Außen-, Innen- und Tiefenmaße wird häufig ein

verwendet.
Oberflächennahe Fehler in ferromagnetischem Stahl können durch die

angezeigt werden.
Fehlerverdächtige Werkstücke kommen zunächst in den

.
Eine Maßnahme, die das Werkstück wieder vollständig anforderungsgerecht macht, heißt

.
Nach der Fehlerbeseitigung bestätigt die

das Ergebnis.
Bauteilkennzeichnung, Werkstoffcharge und Prüfbericht sichern die

.
Eine systematische

soll verhindern, dass derselbe Fehler erneut entsteht.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fehlerbild-Kartei: Zeichne oder fotografiere fünf ungefährliche Übungsbeispiele für Oberflächen- und Formabweichungen und beschrifte sichtbare Merkmale fachsprachlich.
  2. Prüfmittelsteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu Messschieber oder Messschraube mit Einsatzbereich, Ablesung, Pflege und typischen Messfehlern.
  3. Soll-Ist-Vergleich: Miss drei Merkmale eines Übungswerkstücks, vergleiche sie mit einer vorgegebenen Zeichnung und markiere die Toleranzlage.
  4. Sicherheitscheck: Entwickle eine kurze Sichtkontrolle für den sicheren Prüfplatz nach dem Schmieden.


Standard

  1. Prüfplan: Erstelle für einen geschmiedeten Wandhaken einen Prüfplan mit Prüfmerkmal, Zeitpunkt, Prüfmittel, Prüfumfang und Annahmekriterium.
  2. Abweichungsbericht: Dokumentiere einen erfundenen Maßfehler so genau, dass eine andere Fachkraft das Werkstück eindeutig identifizieren und bewerten kann.
  3. 5-Why-Methode: Untersuche die Ursache einer Zundereindrückung mit fünf aufeinander aufbauenden Warum-Fragen und leite eine Vorbeugungsmaßnahme ab.
  4. Nacharbeitsentscheidung: Vergleiche Richten, Schleifen, Nachschmieden und Aussortieren für vier Fehlerfälle und begründe jeweils Deine Entscheidung.


Schwer

  1. Prüfvideo: Produziere ein Lehrvideo, in dem Du die sichere Sicht- und Maßprüfung eines abgekühlten Schmiedeteils erklärst und typische Fehlerquellen zeigst.
  2. Prozessanalyse: Untersuche an einer kleinen Serie, an welchem Arbeitsschritt Maßabweichungen entstehen, und entwickle einen zusätzlichen Zwischenprüfpunkt.
  3. Qualitätszirkel: Simuliere im Team eine Besprechung zu wiederkehrenden Schmiederissen und dokumentiere Sofortmaßnahme, Grundursache, Korrekturmaßnahme und Wirksamkeitsprüfung.
  4. Digitale Rückverfolgbarkeit: Entwirf ein einfaches digitales Formular, das Auftrag, Werkstoffcharge, Messwerte, Bilder, Nacharbeit und Freigabe manipulationsarm verbindet.




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Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Riss: Ein geschmiedeter Haken zeigt an einem scharfen Übergang eine feine Linie. Entwickle einen sicheren Prüf- und Entscheidungsablauf und begründe, warum bloßes Überschleifen nicht genügt.
  2. Toleranzentscheidung: Werte eine Messreihe mit vorgegebenem Sollmaß und Toleranz aus, kennzeichne Gutteile und Sperrteile und formuliere die erforderlichen Folgeschritte.
  3. Nacharbeit oder Reparatur: Erkläre anhand eines Beispiels den Unterschied und beurteile, wann eine zusätzliche Kunden- oder Fachfreigabe erforderlich ist.
  4. Ursache und Wirkung: Erstelle für eine Unterfüllung eine Ursache-Wirkungs-Kette von der Erwärmung bis zur Endkontrolle und leite zwei vorbeugende Maßnahmen ab.
  5. Prüfbericht bewerten: Untersuche einen unvollständigen Abweichungsbericht, benenne fehlende Angaben und überarbeite ihn so, dass Rückverfolgbarkeit entsteht.
  6. Transfer Sicherheitsbauteil: Übertrage den Prüfablauf auf ein sicherheitsrelevantes Schmiedeteil und begründe, welche Entscheidungen nicht allein von Auszubildenden getroffen werden dürfen.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Qualitätsanforderungen aus Zeichnung, Arbeitsauftrag und Prüfanweisung ableiten kannst
  2. Abweichung, Nichtkonformität, Mangel, Nacharbeit, Reparatur und Ausschuss fachlich unterscheidest
  3. typische Schmiedefehler anhand von Merkmalen und möglichen Ursachen einordnest
  4. geeignete Mess- und Prüfmittel auswählst und sicher einsetzt
  5. ein fehlerverdächtiges Werkstück kennzeichnest, sperrst und seinen Umfang bewertest
  6. eine zulässige Maßnahme begründest und anschließend eine Nachprüfung planst
  7. Grundursachen systematisch untersuchst und vorbeugende Maßnahmen formulierst
  8. Messwerte, Fehlerlage, Prüfmittel, Entscheidung und Freigabe rückverfolgbar dokumentierst
  9. Arbeitssicherheit und Umweltschutz während Prüfung und Nacharbeit berücksichtigst




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