Datenschutz und digitale Selbstbestimmung - Gemeinschaftskunde


Datenschutz und digitale Selbstbestimmung - Gemeinschaftskunde
Datenschutz und digitale Selbstbestimmung - Gemeinschaftskunde
Einleitung
Du hinterlässt beim Schreiben einer Nachricht, beim Nutzen einer Lernplattform, beim Streamen, Spielen oder Einkaufen digitale Spuren. Dabei entstehen Daten über Deine Interessen, Kontakte, Aufenthaltsorte und Gewohnheiten. Datenschutz soll verhindern, dass solche Informationen beliebig gesammelt, verknüpft oder gegen Dich verwendet werden.
Digitale Selbstbestimmung bedeutet, digitale Angebote informiert und möglichst eigenständig nutzen zu können. Dazu gehört, zu verstehen, welche Daten verarbeitet werden, welche Rechte Du hast und welche politischen Regeln notwendig sind. Das Thema betrifft deshalb nicht nur Technik, sondern auch Grundrechte, Demokratie, Macht, Freiheit und Verantwortung.

Das folgende Video gibt einen ersten Überblick über den Datenschutz:
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- Personenbezogene Daten erkennen und Beispiele erklären.
- Datenschutz und Datensicherheit unterscheiden.
- das Recht auf informationelle Selbstbestimmung erläutern.
- zentrale Grundsätze und Rechte der Datenschutz-Grundverordnung anwenden.
- Interessen von Staat, Unternehmen, Schulen und Bürgerinnen und Bürgern vergleichen.
- Maßnahmen für einen selbstbestimmteren digitalen Alltag entwickeln.
Grundbegriffe
Personenbezogene Daten
Personenbezogene Daten sind Informationen, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen. Dazu gehören zum Beispiel:
- Name, Adresse und Geburtsdatum
- Fotos, Stimmen und Videos
- Standort- und Bewegungsdaten
- IP-Adresse, Gerätekennung und Nutzerkonto
- Schulnoten, Gesundheitsdaten und politische Einstellungen
- Suchanfragen, Likes und Kontakte
Manche Daten wirken für sich allein unbedeutend. Durch die Verbindung vieler Einzelinformationen kann jedoch ein sehr genaues Profil entstehen.

Beispiel: Eine Lern-App kennt Deinen Namen, Deine Klasse, Deine Bearbeitungszeit und Deine Fehler. Aus diesen Angaben lassen sich Aussagen über Lernverhalten und Leistung ableiten.
Datenverarbeitung
Datenverarbeitung umfasst fast jeden Umgang mit Daten: Erheben, Speichern, Ordnen, Auswerten, Übermitteln, Verändern und Löschen. Auch eine Schule, ein Verein oder ein Onlineshop verarbeitet Daten.
Eine Verarbeitung ist nicht automatisch verboten. Sie benötigt jedoch eine rechtliche Grundlage und muss bestimmte Regeln einhalten. Eine Einwilligung ist nur eine mögliche Grundlage. Daten können beispielsweise auch verarbeitet werden, weil ein Vertrag erfüllt, eine gesetzliche Aufgabe wahrgenommen oder eine rechtliche Pflicht erfüllt werden muss.
Datenschutz und Datensicherheit
Datenschutz schützt Menschen und ihre Rechte. Die Leitfrage lautet: Wer darf welche Daten zu welchem Zweck verwenden?
Datensicherheit schützt Daten und technische Systeme. Die Leitfrage lautet: Wie werden Daten vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff geschützt?
Ein starkes Passwort verbessert die Datensicherheit. Es beantwortet aber noch nicht, ob ein Anbieter Deine Daten überhaupt sammeln darf.
Digitale Spuren und Profilbildung
Wie Datenspuren entstehen
Digitale Spuren entstehen bewusst und unbewusst. Ein veröffentlichter Kommentar ist eine bewusste Spur. Gerätekennungen, Zeitstempel oder Standortdaten können dagegen im Hintergrund übertragen werden.

Häufige Quellen digitaler Spuren sind:
- Suchmaschinen und Webseiten
- soziale Netzwerke und Messenger
- Smartphones, Fitnessuhren und Navigationsdienste
- Kundenkarten und Onlineshops
- Lernplattformen und Videokonferenzen
- vernetzte Haushaltsgeräte
Cookies, Tracking und Metadaten
Cookies können nützliche Funktionen ermöglichen, etwa einen gespeicherten Warenkorb. Sie können aber auch dazu dienen, Nutzungsverhalten über längere Zeit zu beobachten.
Tracking bezeichnet das Nachverfolgen von Aktivitäten. Dazu können Cookies, Gerätekennungen, Zählpixel oder andere Verfahren eingesetzt werden.

Metadaten sind Daten über Daten. Bei einer Nachricht können dazu Absender, Empfänger, Zeitpunkt, Gerät oder Standort gehören. Auch ohne den Inhalt einer Nachricht können Metadaten viel über Beziehungen und Tagesabläufe verraten.
Ein Selbstversuch zeigt, welche Informationen sich aus Datenspuren ableiten lassen:
Profiling und algorithmische Entscheidungen
Beim Profiling werden Daten ausgewertet, um Eigenschaften, Interessen oder wahrscheinliches Verhalten einer Person einzuschätzen. Profile können für personalisierte Werbung, Empfehlungen, Betrugserkennung oder Risikobewertungen genutzt werden.
Algorithmen können große Datenmengen schnell auswerten. Dabei entstehen jedoch politische und gesellschaftliche Fragen:
- Sind die verwendeten Daten korrekt?
- Werden bestimmte Gruppen benachteiligt?
- Ist die Entscheidung verständlich?
- Kann ein Mensch die Entscheidung überprüfen?
- Gibt es eine Möglichkeit zum Widerspruch?
Digitale Selbstbestimmung verlangt deshalb mehr als eine Einstellungsseite. Menschen benötigen verständliche Informationen, echte Wahlmöglichkeiten und wirksame Rechte.
Recht auf informationelle Selbstbestimmung
Das Volkszählungsurteil
Das Bundesverfassungsgericht entwickelte 1983 im sogenannten Volkszählungsurteil das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Es wird aus der Menschenwürde und dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht abgeleitet.
Der Grundgedanke lautet: Menschen sollen grundsätzlich selbst mitbestimmen können, wann und in welchem Umfang persönliche Informationen verwendet werden.
Dieses Recht gilt nicht unbegrenzt. Der Staat darf Daten verarbeiten, wenn dafür eine verfassungsgemäße gesetzliche Grundlage besteht und die Maßnahme verhältnismäßig ist.
Warum Privatsphäre Freiheit schützt
Privatsphäre ist nicht nur für Menschen wichtig, die etwas geheim halten möchten. Sie schafft Räume, in denen Du Dich entwickeln, informieren, ausprobieren und eine Meinung bilden kannst.
Wenn Menschen ständig damit rechnen müssen, beobachtet oder bewertet zu werden, können sie ihr Verhalten verändern. Datenschutz schützt deshalb auch politische Teilhabe, freie Kommunikation und eine offene Gesellschaft.
Datenschutz-Grundverordnung
Bedeutung der DSGVO
Die Datenschutz-Grundverordnung ist eine Verordnung der Europäischen Union. Sie legt gemeinsame Regeln für die Verarbeitung personenbezogener Daten fest und stärkt die Rechte betroffener Personen.

Die DSGVO gilt für viele Unternehmen, Behörden, Vereine und Einrichtungen, wenn sie personenbezogene Daten verarbeiten. Konkrete Fälle können rechtlich kompliziert sein. Für eine erste Beurteilung helfen die folgenden Grundsätze.
Grundsätze der Datenverarbeitung
- Rechtmäßigkeit und Transparenz: Die Verarbeitung braucht eine Rechtsgrundlage und muss verständlich erklärt werden.
- Zweckbindung: Daten dürfen nur für festgelegte und legitime Zwecke erhoben werden.
- Datenminimierung: Es sollen nur die tatsächlich notwendigen Daten verarbeitet werden.
- Richtigkeit: Unrichtige Daten sollen berichtigt werden.
- Speicherbegrenzung: Daten sollen nicht länger als nötig gespeichert werden.
- Integrität und Vertraulichkeit: Daten müssen angemessen geschützt werden.
- Rechenschaftspflicht: Verantwortliche müssen die Einhaltung der Regeln nachweisen können.
Rechte betroffener Personen
Du kannst je nach Situation folgende Rechte haben:
- Information: Du sollst verständlich erfahren, wer welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet.
- Auskunft: Du kannst erfragen, welche personenbezogenen Daten über Dich gespeichert sind.
- Berichtigung: Falsche Daten können korrigiert werden.
- Löschung: Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du die Löschung verlangen.
- Einschränkung: Eine Verarbeitung kann in bestimmten Fällen begrenzt werden.
- Datenübertragbarkeit: Bestimmte Daten können in einem nutzbaren Format bereitgestellt werden.
- Widerspruch: Gegen bestimmte Verarbeitungen kannst Du widersprechen.
- Beschwerde: Du kannst Dich an eine Datenschutzaufsichtsbehörde wenden.
Das Recht auf Löschung gilt nicht immer. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten oder andere Rechte können einer Löschung entgegenstehen.

Einwilligung
Eine wirksame Einwilligung muss freiwillig, informiert, eindeutig und auf einen bestimmten Zweck bezogen sein. Sie darf nicht in unverständlichen Texten versteckt werden. Eine Einwilligung kann grundsätzlich für die Zukunft widerrufen werden.
Bei Kindern und Jugendlichen gelten besondere Schutzanforderungen. Dienste und Schulen müssen Informationen altersgerecht und verständlich bereitstellen.
Datenschutz als Thema der Gemeinschaftskunde
Interessen und Macht
Daten sind wirtschaftlich und politisch wertvoll. Unternehmen können mit Daten Angebote verbessern, Werbung verkaufen oder neue Produkte entwickeln. Behörden können Daten für Verwaltung, Sicherheit und Planung benötigen. Schulen verarbeiten Daten für Unterricht und Organisation.
Diesen Interessen stehen die Rechte der betroffenen Menschen gegenüber. Ein zentrales Problem ist das Machtungleichgewicht: Große Organisationen verfügen oft über mehr Wissen, Technik und Verhandlungsmacht als einzelne Nutzerinnen und Nutzer.
Wichtige Akteure
| Akteur | Interesse oder Aufgabe | Verantwortung |
|---|---|---|
| Bürgerinnen und Bürger | Kommunikation, Information und Teilhabe | bewusst handeln und Rechte kennen |
| Schulen | Bildung, Leistungsbewertung und Organisation | notwendige Daten schützen und transparent handeln |
| Unternehmen | Angebote, Gewinne und Innovation | Datenschutzregeln einhalten und faire Wahlmöglichkeiten schaffen |
| Staat | Verwaltung, Sicherheit und Gemeinwohl | Grundrechte achten und Eingriffe begründen |
| Datenschutzaufsicht | Kontrolle der Datenverarbeitung | beraten, prüfen und Verstöße verfolgen |
| Gerichte | Schutz der Rechtsordnung | Konflikte entscheiden und Grundrechte sichern |
Überwachung, Sicherheit und Freiheit
Videoüberwachung kann helfen, bestimmte Orte zu sichern oder Straftaten aufzuklären. Gleichzeitig greift sie in die Privatsphäre ein und kann das Verhalten von Menschen beeinflussen.

Eine politische Bewertung sollte mindestens folgende Fragen berücksichtigen:
- Welches konkrete Ziel wird verfolgt?
- Ist die Maßnahme geeignet?
- Gibt es ein milderes Mittel?
- Wer erhält Zugriff auf die Daten?
- Wie lange werden die Daten gespeichert?
- Wer kontrolliert die Maßnahme?
- Welche Gruppen sind besonders betroffen?
Die Aussage „Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten“ wird in diesem Beitrag kritisch geprüft:
Datenschutz und Demokratie
Datenschutz schützt die Möglichkeit, sich frei zu informieren und politische Überzeugungen zu entwickeln. Werden politische Interessen, Ängste oder soziale Merkmale ausgewertet, können Menschen gezielt angesprochen oder beeinflusst werden.
Für eine demokratische digitale Öffentlichkeit sind deshalb Transparenz, Kontrolle und faire Regeln wichtig. Dazu gehören unabhängige Gerichte, Datenschutzaufsichtsbehörden, Parlamente, kritische Medien und eine aktive Zivilgesellschaft.
Datenschutz in der Schule
Typische Situationen
In der Schule können personenbezogene Daten bei Klassenlisten, Lernplattformen, Schulclouds, Videokonferenzen, digitalen Prüfungen, Fotos oder Messenger-Gruppen entstehen.
Eine Schule sollte vor dem Einsatz eines digitalen Dienstes prüfen:
- Welche Daten werden benötigt?
- Zu welchem Zweck werden sie verwendet?
- Welche Rechtsgrundlage besteht?
- Wo und wie lange werden die Daten gespeichert?
- Wer kann auf die Daten zugreifen?
- Gibt es eine datensparsame Alternative?
- Werden Schülerinnen, Schüler und Eltern verständlich informiert?
Fallbeispiel Lern-App
Eine Schule möchte eine App einsetzen, die Aufgaben verteilt und Lernfortschritte auswertet. Die App verlangt Namen, Geburtsdatum, Standort, Kontakte und Mikrofonzugriff.
Bewertung: Name und Klassenzugehörigkeit können für die Zuordnung erforderlich sein. Standort und Kontakte wirken für die Aufgabenverteilung zunächst nicht notwendig. Die Schule müsste begründen, welche Daten wirklich gebraucht werden. Nach dem Grundsatz der Datenminimierung sollte sie unnötige Zugriffe ablehnen.
Digitale Selbstbestimmung im Alltag
Praktische Schutzmaßnahmen
Technische Maßnahmen lösen nicht alle politischen Probleme. Sie können Dir aber helfen, Risiken zu verringern.

- Nutze lange und unterschiedliche Passwörter sowie möglichst eine Zwei-Faktor-Authentisierung.
- Prüfe App-Berechtigungen und schalte unnötige Zugriffe ab.
- Installiere Sicherheitsupdates.
- Teile nur Daten, die für den jeweiligen Zweck nötig sind.
- Überprüfe die Sichtbarkeit von Profilen und Beiträgen.
- Lösche nicht mehr benötigte Konten und alte Inhalte.
- Öffne unbekannte Links und Anhänge nur mit Vorsicht.
- Frage nach, wenn eine Datenerhebung unklar oder übermäßig wirkt.
Der folgende Spot zeigt überspitzt, wie leicht persönliche Informationen im Netz zugänglich werden können:
Das Daten-Ampel-Modell
Vor dem Teilen einer Information kannst Du drei Fragen stellen:
- Grün: Ist die Information unkritisch und für den Zweck notwendig?
- Gelb: Könnte die Information später unangenehm, missverständlich oder nachteilig sein?
- Rot: Enthält sie intime, gesundheitliche, finanzielle oder sicherheitsrelevante Angaben?
Die Ampel ersetzt keine rechtliche Prüfung. Sie hilft Dir jedoch, kurz innezuhalten und Folgen abzuschätzen.
Kontroverse: Bequemlichkeit oder Kontrolle?
Viele digitale Angebote sind bequem, weil sie Daten speichern und auswerten. Personalisierte Navigation, automatische Übersetzungen oder Lernempfehlungen können nützlich sein. Gleichzeitig können Abhängigkeiten, Überwachung und unerwünschte Profile entstehen.
Digitale Selbstbestimmung bedeutet daher nicht, jede Datennutzung abzulehnen. Sie verlangt eine bewusste Abwägung:
- Welchen Nutzen habe ich?
- Welche Daten gebe ich preis?
- Ist die Nutzung freiwillig?
- Gibt es eine datensparsame Alternative?
- Kann ich meine Entscheidung später ändern?
- Werden auch Menschen ohne Zustimmung gleichberechtigt beteiligt?
Merksätze
- Datenschutz schützt Menschen, nicht Daten um ihrer selbst willen.
- Nicht jede Datenerhebung ist verboten, aber sie braucht Regeln und eine Rechtsgrundlage.
- Einwilligung ist nur dann sinnvoll, wenn sie informiert und freiwillig erfolgt.
- Datensicherheit und Datenschutz gehören zusammen, sind aber nicht dasselbe.
- Digitale Selbstbestimmung braucht persönliche Kompetenz und politische Rahmenbedingungen.
Quellen und Vertiefung
- Bundesverfassungsgericht: Volkszählungsurteil
- EUR-Lex: Datenschutz-Grundverordnung
- Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit: DSGVO und BDSG
- Bundeszentrale für politische Bildung: Datenspuren
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was sind personenbezogene Daten? (Informationen, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen) (!Nur geheime Passwörter) (!Nur Daten von Behörden) (!Alle Informationen ohne Personenbezug)
Was schützt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung? (Die Mitbestimmung über die Verwendung eigener personenbezogener Daten) (!Das Recht auf ein kostenloses Smartphone) (!Die unbegrenzte Nutzung fremder Fotos) (!Die Abschaffung aller staatlichen Statistiken)
Welcher Grundsatz verlangt möglichst wenige Daten? (Datenminimierung) (!Gewaltenteilung) (!Mehrheitsprinzip) (!Gewinnmaximierung)
Was ist ein Beispiel für Metadaten? (Der Zeitpunkt einer versendeten Nachricht) (!Der gedruckte Inhalt eines Schulbuchs) (!Die Farbe einer unbenutzten Tafel) (!Die Länge eines Sportplatzes)
Worin besteht der Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit? (Datenschutz schützt Menschenrechte und Datensicherheit schützt Daten und Systeme) (!Datenschutz gilt nur offline und Datensicherheit nur online) (!Datenschutz gilt nur für Behörden und Datensicherheit nur für Firmen) (!Es gibt keinen Unterschied)
Welches Recht erlaubt die Korrektur falscher personenbezogener Daten? (Das Recht auf Berichtigung) (!Das Wahlrecht) (!Das Demonstrationsrecht) (!Das Hausrecht)
Was bedeutet Zweckbindung? (Daten dürfen nur für festgelegte legitime Zwecke verwendet werden) (!Daten müssen immer öffentlich sein) (!Daten dürfen unbegrenzt gespeichert werden) (!Daten dürfen ohne Begründung weitergegeben werden)
Was beschreibt Profiling? (Die Auswertung von Daten zur Einschätzung von Eigenschaften oder Verhalten) (!Das Verschließen eines Smartphones) (!Das Drucken eines Formulars) (!Das Löschen eines Stromkabels)
Welche Aussage zur Einwilligung ist richtig? (Sie muss freiwillig informiert eindeutig und zweckbezogen sein) (!Sie darf unverständlich versteckt werden) (!Sie gilt immer unbegrenzt) (!Sie ist für jede Datenverarbeitung zwingend)
Warum ist Datenschutz für eine Demokratie wichtig? (Er schützt freie Meinungsbildung und politische Teilhabe) (!Er verhindert jede öffentliche Diskussion) (!Er ersetzt Wahlen und Parlamente) (!Er erlaubt unbegrenzte Überwachung)
Memory
| Datenminimierung | Nur notwendige Daten verarbeiten |
| Zweckbindung | Daten für einen festgelegten Zweck nutzen |
| Auskunft | Gespeicherte eigene Daten erfragen |
| Berichtigung | Unrichtige Angaben korrigieren |
| Tracking | Digitale Aktivitäten nachverfolgen |
| Profiling | Eigenschaften aus Daten ableiten |
| Verschlüsselung | Informationen technisch unlesbar machen |
| Datenschutzaufsicht | Einhaltung von Datenschutzregeln kontrollieren |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Transparenz | Verständliche Information über eine Datenverarbeitung |
| Speicherbegrenzung | Daten nicht länger als notwendig aufbewahren |
| Widerspruch | Sich gegen bestimmte Verarbeitungen wenden |
| Datensicherheit | Schutz vor Verlust Manipulation und unbefugtem Zugriff |
| Digitale Selbstbestimmung | Digitale Angebote informiert und möglichst eigenständig nutzen |
Kreuzworträtsel
| Datenschutz | Wie heißt der Schutz von Menschen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten? |
| Auskunft | Wie heißt das Recht zu erfahren welche eigenen Daten gespeichert sind? |
| Tracking | Wie heißt das Nachverfolgen digitaler Aktivitäten? |
| Profiling | Wie heißt die Bildung von Einschätzungen aus gesammelten Daten? |
| Einwilligung | Wie heißt eine freiwillige und informierte Zustimmung? |
| Verschluesselung | Wie heißt die technische Umwandlung von Informationen in eine geschützte Form? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Datenspuren-Tagebuch: Notiere einen Tag lang, bei welchen digitalen Handlungen Daten entstehen. Verwende keine echten Zugangsdaten oder privaten Inhalte.
- App-Berechtigungen: Prüfe die Berechtigungen einer App und begründe, welche Zugriffe für ihre Funktion notwendig erscheinen.
- Datenschutz-Plakat: Gestalte ein Plakat mit fünf verständlichen Regeln für einen datensparsamen Schulalltag.
- Begriffe erklären: Erstelle kurze Erklärungen für Datenschutz, Datensicherheit, Tracking und Profiling.
Standard
- Datenschutzerklärung untersuchen: Wähle die Datenschutzerklärung eines bekannten Dienstes und fasse Verantwortliche, Zwecke, Datenarten und Rechte zusammen.
- Lern-App bewerten: Entwickle einen Kriterienkatalog für die datenschutzgerechte Auswahl einer schulischen Lern-App.
- Rollenspiel Datenschutzkonferenz: Vertrete Schule, Schülerschaft, Eltern, App-Anbieter und Datenschutzaufsicht in einer Diskussion.
- Umfrage zur Privatsphäre: Führe eine anonyme Klassenumfrage zu Datenschutzeinstellungen durch und werte die Ergebnisse ohne Rückschluss auf Einzelpersonen aus.
Schwer
- Videoüberwachung Debatte: Erarbeite eine Pro-und-Kontra-Debatte zur Videoüberwachung auf einem Schulhof und formuliere ein begründetes Urteil.
- Auskunftsanfrage entwerfen: Formuliere eine sachliche Musteranfrage, mit der eine Person Auskunft über gespeicherte Daten verlangt.
- Datenflussdiagramm: Zeichne den möglichen Weg von Daten bei der Nutzung einer Lernplattform und markiere Risiken sowie Schutzmaßnahmen.
- Digitale Grundrechte Charta: Entwickle in einer Gruppe zehn Regeln für digitale Selbstbestimmung in einer demokratischen Schule.


Lernkontrolle
- Fallanalyse Lernplattform: Eine Plattform verlangt Standort, Kontakte und Mikrofonzugriff. Prüfe für jede Datenart Notwendigkeit, Zweck und mögliche Risiken.
- Grundrechtsabwägung: Bewerte eine geplante Videoüberwachung im Bahnhofsbereich anhand von Sicherheit, Privatsphäre, Verhältnismäßigkeit und Kontrolle.
- Akteursvergleich: Vergleiche die Interessen einer Schule, eines Plattformunternehmens und der Lernenden bei der Einführung einer digitalen Anwendung.
- Urteilsbildung: Nimm begründet Stellung zur Aussage „Bequemlichkeit ist wichtiger als Datenschutz“.
- Transferaufgabe: Übertrage die Grundsätze Zweckbindung und Datenminimierung auf eine digitale Klassenfahrt-Anmeldung.
- Demokratiebezug: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie umfassende Datensammlung politische Freiheit beeinflussen kann.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- personenbezogene Daten und Datenverarbeitung an Beispielen erkennst.
- Datenschutz und Datensicherheit unterscheiden kannst.
- das Recht auf informationelle Selbstbestimmung erklärst.
- wichtige Grundsätze und Betroffenenrechte der DSGVO anwendest.
- Interessen verschiedener gesellschaftlicher Akteure vergleichst.
- eine Grundrechtsabwägung nachvollziehbar durchführst.
- praktische und politische Schutzmaßnahmen begründet vorschlägst.
- Quellen prüfst und keine sensiblen Daten anderer Personen veröffentlichst.
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