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Sozialisation - Gemeinschaftskunde

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Sozialisation - Gemeinschaftskunde




Sozialisation - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Sozialisation beschreibt den lebenslangen Prozess, in dem Du lernst, in einer Gesellschaft zu leben und zu handeln. Dabei entwickelst Du Deine Identität, übernimmst Werte und Normen, lernst soziale Rollen kennen und gestaltest Deine Umwelt mit.

Sozialisation ist keine Einbahnstraße: Die Gesellschaft beeinflusst Dich, aber auch Du veränderst durch Dein Verhalten, Deine Entscheidungen und Deine Beteiligung die Gesellschaft. Für das Fach Gemeinschaftskunde ist das Thema wichtig, weil Sozialisation erklärt, wie politische Einstellungen, gesellschaftliche Regeln, Zugehörigkeit und demokratische Beteiligung entstehen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Sozialisation bedeutet, wichtige Sozialisationsinstanzen unterscheiden und Beispiele aus Deinem Alltag zuordnen. Du kannst außerdem untersuchen, wie Familie, Schule, Freundeskreis, Medien und politische Institutionen Deine Vorstellungen beeinflussen. Schließlich kannst Du beurteilen, warum Sozialisation für Demokratie, Zusammenleben und persönliche Freiheit bedeutsam ist.


Was bedeutet Sozialisation?

Menschen werden nicht mit fertigen Vorstellungen über richtiges Verhalten, Politik oder Zusammenleben geboren. Sie lernen Sprache, Regeln, Gewohnheiten, Werte und Rollen im Kontakt mit anderen Menschen.

Sozialisation umfasst:

  1. Persönlichkeit: Du entwickelst Interessen, Einstellungen, Fähigkeiten und Verhaltensweisen.
  2. Identität: Du bildest Vorstellungen darüber, wer Du bist und zu welchen Gruppen Du gehörst.
  3. Werte: Du lernst Leitideen wie Freiheit, Gerechtigkeit, Verantwortung oder Toleranz kennen.
  4. Normen: Du erfährst konkrete Erwartungen und Regeln für Dein Verhalten.
  5. Rollen: Du lernst, welche Erwartungen mit Positionen wie Schüler, Freundin, Teammitglied oder Bürger verbunden sind.
  6. Handlungsfähigkeit: Du lernst, Entscheidungen zu treffen, Konflikte auszutragen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.


Sozialisation und Erziehung

Erziehung ist ein Teil von Sozialisation. Erziehung geschieht meist absichtlich, zum Beispiel wenn Eltern Regeln erklären oder Lehrkräfte Verhalten besprechen. Sozialisation ist umfassender. Sie schließt auch ungeplante Einflüsse ein, etwa Beobachtungen, Gruppendruck, Vorbilder, Werbung oder Erfahrungen in sozialen Netzwerken.

Begriff Bedeutung Beispiel
Sozialisation Gesamter lebenslanger Lern- und Entwicklungsprozess Du lernst durch Familie, Schule, Freundeskreis, Medien und eigene Erfahrungen.
Erziehung Gezielte Einflussnahme auf Entwicklung und Verhalten Eltern vereinbaren Regeln für den Umgang mit dem Smartphone.
Bildung Entwicklung von Wissen, Fähigkeiten, Urteilsvermögen und Selbstständigkeit Du vergleichst politische Aussagen und bildest Dir ein begründetes Urteil.


Sozialisation als Wechselwirkung

Du bist nicht nur ein passiver Empfänger gesellschaftlicher Regeln. Du kannst Regeln hinterfragen, neue Ideen einbringen und Gruppen verändern. Sozialisation verbindet deshalb zwei Perspektiven:

  1. Vergesellschaftung: Du lernst, Dich in gesellschaftlichen Zusammenhängen zu orientieren.
  2. Individuation: Du entwickelst eine eigene Persönlichkeit und eigene Entscheidungen.

Ein Beispiel: In Deiner Klasse gibt es Gesprächsregeln. Du lernst diese Regeln kennen. Gleichzeitig kannst Du im Klassenrat vorschlagen, sie gerechter oder verständlicher zu gestalten.


Sozialisationsinstanzen

Sozialisationsinstanzen sind Personen, Gruppen und Einrichtungen, die Deine Entwicklung beeinflussen. Ihre Bedeutung kann sich im Laufe Deines Lebens verändern.


Familie

Die Familie ist für viele Menschen eine frühe und besonders wichtige Sozialisationsinstanz. Dort lernen Kinder häufig Sprache, Vertrauen, Regeln, Gewohnheiten und erste Vorstellungen von Gerechtigkeit oder Verantwortung. Familien sind vielfältig. Dazu gehören zum Beispiel Kernfamilien, Einelternfamilien, Patchworkfamilien, Pflegefamilien und Regenbogenfamilien.

Familien vermitteln nicht automatisch dieselben Werte. Auch innerhalb einer Familie können unterschiedliche Meinungen, Lebensstile und politische Einstellungen bestehen.


Schule

Die Schule vermittelt nicht nur Fachwissen. Du lernst dort auch Pünktlichkeit, Zusammenarbeit, Leistung, Regeln, Konfliktlösung und Mitbestimmung. Im Unterricht, auf dem Schulhof, in Projekten und im Klassenrat machst Du Erfahrungen mit Gemeinschaft.

Schule kann demokratische Sozialisation fördern, wenn Schülerinnen und Schüler diskutieren, Verantwortung übernehmen und echte Beteiligungsmöglichkeiten erhalten. Zugleich können Leistungsdruck, Ausgrenzung oder ungleiche Chancen die Sozialisation belasten.


Peergroup und Freundeskreis

Eine Peergroup ist eine Gruppe von Menschen mit ähnlichem Alter oder vergleichbarer sozialer Lage. Freundeskreise werden besonders im Jugendalter wichtig. Dort kannst Du Zugehörigkeit erleben, neue Rollen ausprobieren und Dich von Erwachsenen abgrenzen.

Peers können unterstützen und Selbstvertrauen stärken. Sie können aber auch Druck ausüben. Gruppennormen beeinflussen zum Beispiel Kleidung, Sprache, Freizeitverhalten oder politische Meinungen.


Medien und soziale Netzwerke

Medien liefern Informationen, Unterhaltung und Vorbilder. Nachrichten, Serien, Computerspiele, Influencer, Podcasts und soziale Netzwerke können Deine Vorstellungen über Erfolg, Geschlecht, Politik oder gesellschaftliche Gruppen beeinflussen.

Digitale Medien wirken nicht unabhängig von Dir. Du wählst Inhalte aus, kommentierst, teilst und produzierst selbst Beiträge. Gleichzeitig beeinflussen Plattformregeln und Empfehlungssysteme, welche Inhalte sichtbar werden.

Wichtige Fragen sind:

  1. Wer hat den Inhalt erstellt?
  2. Welche Interessen könnten dahinterstehen?
  3. Welche Informationen fehlen?
  4. Werden Gefühle gezielt angesprochen?
  5. Ist die Quelle überprüfbar?
  6. Wird eine Gruppe fair dargestellt?


Vereine, Religion, Ausbildung und Beruf

Auch Sportvereine, Jugendgruppen, Religionsgemeinschaften, Kulturangebote, Ausbildung und Beruf prägen Verhalten und Zugehörigkeit. Dort lernst Du spezielle Regeln, Rollen und Formen der Zusammenarbeit.

Der Eintritt in eine neue Gruppe kann eine erneute Anpassung erfordern. Du lernst neue Erwartungen kennen und entscheidest, welche davon Du übernehmen, verändern oder ablehnen möchtest.


Phasen der Sozialisation

In vielen Darstellungen wird zwischen verschiedenen Phasen unterschieden. Die genaue Einteilung kann je nach Theorie abweichen.

Phase Typischer Schwerpunkt Beispiele
Primäre Sozialisation Frühe Kindheit und grundlegende Orientierung Sprache, Vertrauen, erste Regeln, Bindungen
Sekundäre Sozialisation Erweiterung der sozialen Welt Schule, Peergroup, Verein, Ausbildung
Weitere Sozialisation im Lebenslauf Anpassung an neue Lebenssituationen Beruf, Partnerschaft, Elternschaft, Umzug, Ruhestand
Resozialisation Erlernen deutlich veränderter Regeln und Rollen Wechsel in eine stark veränderte soziale Umgebung

Sozialisation endet nicht mit dem Jugendalter. Neue Technologien, Berufe, Beziehungen, Krisen oder politische Veränderungen können auch Erwachsene dazu bringen, neue Fähigkeiten und Orientierungen zu entwickeln.


Werte, Normen und soziale Rollen


Werte

Werte sind allgemeine Vorstellungen darüber, was Menschen wichtig oder wünschenswert finden. Beispiele sind Freiheit, Sicherheit, Gleichheit, Solidarität, Leistung und Nachhaltigkeit.

Werte können miteinander in Konflikt geraten. Mehr Sicherheit kann zum Beispiel stärkere Kontrollen bedeuten und dadurch persönliche Freiheit einschränken. Gemeinschaftskunde untersucht solche Spannungen.


Normen

Normen sind konkrete Verhaltenserwartungen. Sie zeigen, was in einer bestimmten Situation getan oder unterlassen werden soll.

Art der Norm Beispiel Mögliche Reaktion bei Verletzung
Rechtliche Norm Eigentum anderer wird geschützt. Staatliche Sanktion
Schulische Regel Im Unterricht lässt man andere ausreden. Gespräch, Ermahnung oder schulische Maßnahme
Informelle Gruppennorm In einer Clique wird ein bestimmter Kleidungsstil erwartet. Anerkennung oder Ablehnung durch die Gruppe

Normen sind veränderbar. Was früher als selbstverständlich galt, kann heute kritisiert werden. Gesellschaftlicher Wandel entsteht häufig dadurch, dass Menschen bestehende Normen hinterfragen.


Soziale Rollen und Rollenkonflikte

Eine soziale Rolle umfasst Erwartungen, die mit einer sozialen Position verbunden sind. Du kannst gleichzeitig Schüler, Freund, Geschwisterkind, Vereinsmitglied und Bürger sein.

Ein Intrarollenkonflikt entsteht, wenn unterschiedliche Personen verschiedene Erwartungen an dieselbe Rolle stellen. Ein Interrollenkonflikt entsteht, wenn Erwartungen aus verschiedenen Rollen nicht zusammenpassen.

Beispiel: Du möchtest als Freund bei einem wichtigen Gespräch helfen, musst aber gleichzeitig als Schüler eine Prüfung vorbereiten.


Identität, Vielfalt und soziale Ungleichheit


Identität

Identität bezeichnet die Vorstellung, die Du von Dir selbst entwickelst. Sie entsteht im Austausch mit anderen Menschen. Du gehörst mehreren Gruppen an und kannst unterschiedliche Seiten Deiner Persönlichkeit zeigen.

Identität ist nicht vollständig festgelegt. Sie kann sich durch neue Erfahrungen, Beziehungen, Wissen und Entscheidungen verändern.


Vielfalt

Menschen wachsen unter unterschiedlichen Bedingungen auf. Herkunft, Sprache, Religion, Geschlecht, Behinderung, Wohnort und wirtschaftliche Lage können Erfahrungen beeinflussen. Vielfalt bedeutet nicht, dass alle Unterschiede automatisch zu Konflikten führen. Sie kann neue Perspektiven und Lernmöglichkeiten schaffen.

Eine demokratische Gesellschaft schützt die Würde jedes Menschen und soll Diskriminierung entgegenwirken.


Soziale Ungleichheit

Nicht alle Menschen haben dieselben Chancen. Einkommen, Bildung, Wohnumfeld oder familiäre Ressourcen können beeinflussen, welche Möglichkeiten jemand erhält. Sozialisation findet deshalb unter ungleichen Bedingungen statt.

Wichtig ist: Sozialisation erklärt Unterschiede, darf aber Menschen nicht auf ihre Herkunft festlegen. Menschen können handeln, Unterstützung erhalten, neue Wege gehen und gesellschaftliche Strukturen verändern.


Politische Sozialisation

Politische Sozialisation bezeichnet den Prozess, in dem Du Kenntnisse, Einstellungen und Handlungsmuster zu Politik und Gesellschaft entwickelst. Du lernst zum Beispiel, was Du unter Gerechtigkeit verstehst, wie Du staatliche Institutionen bewertest und ob Du Dir politische Beteiligung zutraust.

Politische Sozialisation geschieht durch Gespräche in der Familie, Erfahrungen in der Schule, Diskussionen mit Freunden, Medieninhalte und Begegnungen mit politischen Institutionen.


Politische Orientierung

Politische Einstellungen entstehen nicht durch einen einzigen Einfluss. Verschiedene Sozialisationsinstanzen können widersprüchliche Botschaften vermitteln. Deshalb ist politische Urteilsbildung wichtig.

Du solltest politische Aussagen prüfen, Interessen erkennen, mehrere Perspektiven vergleichen und zwischen Tatsache, Meinung und Manipulation unterscheiden.


Demokratie lernen

Demokratie wird nicht nur aus Büchern gelernt. Sie wird in sozialen Situationen erfahren. Wenn Du mitbestimmst, Regeln aushandelst, Minderheiten respektierst und Konflikte friedlich löst, übst Du demokratisches Handeln.

Möglichkeiten politischer und gesellschaftlicher Beteiligung sind zum Beispiel Klassenrat, Schülervertretung, Jugendgemeinderat, Petition, Verein, Demonstration oder ehrenamtliches Engagement.


Chancen und Risiken politischer Sozialisation

Politische Sozialisation kann Interesse, Wissen und Beteiligungsbereitschaft stärken. Sie kann aber auch Vorurteile, Feindbilder oder politische Gleichgültigkeit fördern.

Besonders wichtig sind daher:

  1. Politische Bildung und überprüfbares Wissen
  2. offene Diskussionen und Perspektivwechsel
  3. Medienkompetenz
  4. Schutz vor Diskriminierung und Einschüchterung
  5. reale Möglichkeiten zur Partizipation


Fallbeispiel: Eine neue Regel an der Schule

An einer Schule soll die private Smartphone-Nutzung während des Schultags stark eingeschränkt werden. Lehrkräfte begründen dies mit Konzentration und Schutz vor heimlichen Aufnahmen. Einige Schülerinnen und Schüler stimmen zu. Andere fordern freie Nutzung in den Pausen. Eltern vertreten unterschiedliche Meinungen.

An diesem Beispiel erkennst Du mehrere Aspekte der Sozialisation:

  1. Die Schule vermittelt Regeln und Verhaltenserwartungen.
  2. Peergroups beeinflussen, wie wichtig das Smartphone erlebt wird.
  3. Familien haben unterschiedliche Medienregeln.
  4. Schülerinnen und Schüler können politische Beteiligung üben.
  5. Werte wie Freiheit, Schutz, Verantwortung und Gleichbehandlung können miteinander in Konflikt geraten.

Eine demokratische Lösung sollte Interessen sichtbar machen, Betroffene beteiligen, Grundrechte beachten und die Regel nach einiger Zeit überprüfen.


Zusammenfassung

Sozialisation ist ein lebenslanger und wechselseitiger Prozess zwischen Mensch und Gesellschaft. Familie, Schule, Peergroup, Medien und weitere Gruppen vermitteln Werte, Normen, Rollen und Fähigkeiten. Menschen übernehmen Einflüsse nicht einfach, sondern können sie prüfen und verändern.

Für die Gemeinschaftskunde ist besonders die politische Sozialisation wichtig. Sie beeinflusst politisches Wissen, Einstellungen, Vertrauen, Beteiligung und demokratisches Handeln. Ziel politischer Bildung ist nicht eine vorgegebene Meinung, sondern die Fähigkeit zu einem selbstständigen und begründeten Urteil.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet Sozialisation? (Einen lebenslangen Lern- und Entwicklungsprozess) (!Nur die Erziehung in der Familie) (!Nur den Besuch einer Schule) (!Eine angeborene politische Meinung)




Welche Aussage beschreibt Sozialisation als Wechselwirkung? (Die Gesellschaft prägt Menschen und Menschen gestalten Gesellschaft) (!Nur Erwachsene beeinflussen Jugendliche) (!Menschen übernehmen alle Regeln unverändert) (!Gesellschaftliche Einflüsse enden nach der Kindheit)




Welche Instanz gehört häufig zur frühen Sozialisation? (Familie) (!Wetterdienst) (!Verkehrsampel) (!Industrieanlage)




Was ist eine Peergroup? (Eine Gruppe von Menschen ähnlichen Alters oder ähnlicher Lage) (!Eine staatliche Behörde) (!Ein schriftliches Gesetz) (!Eine einzelne Lehrperson)




Was sind Werte? (Allgemeine Vorstellungen darüber was wichtig und wünschenswert ist) (!Ausschließlich staatliche Strafen) (!Nur persönliche Hobbys) (!Technische Bedienungsanleitungen)




Was sind soziale Normen? (Konkrete Erwartungen an Verhalten) (!Biologische Eigenschaften) (!Zufällige Wetterereignisse) (!Unveränderliche Naturgesetze)




Wann entsteht ein Interrollenkonflikt? (Wenn Erwartungen aus verschiedenen Rollen nicht zusammenpassen) (!Wenn eine Person keine sozialen Kontakte hat) (!Wenn alle dieselbe Erwartung vertreten) (!Wenn eine Schulstunde ausfällt)




Was gehört zur politischen Sozialisation? (Die Entwicklung politischer Kenntnisse und Einstellungen) (!Das Erlernen einer einzelnen Sportart) (!Die Veränderung der Augenfarbe) (!Die Messung der Körpergröße)




Wie kann Schule demokratische Sozialisation fördern? (Durch Mitbestimmung Diskussion und Verantwortung) (!Durch das Verbot aller Meinungsunterschiede) (!Durch ausschließlich stilles Auswendiglernen) (!Durch die Abschaffung gemeinsamer Regeln)




Welche Fähigkeit gehört zur Medienkompetenz? (Quellen prüfen und Interessen erkennen) (!Jede Nachricht sofort weiterleiten) (!Nur Überschriften lesen) (!Unbekannte Behauptungen ungeprüft übernehmen)





Memory

Familie frühe Regeln und Bindungen
Schule Lernen und Mitbestimmung
Peergroup Orientierung an Gleichaltrigen
Medien Informationen und Vorbilder
Wert allgemeine Leitidee
Norm konkrete Verhaltenserwartung
Rolle gesellschaftliches Erwartungsbündel
Partizipation aktive Beteiligung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Primäre Sozialisation frühe grundlegende Orientierung
Sekundäre Sozialisation Erweiterung durch Schule und Gruppen
Politische Sozialisation Entwicklung politischer Orientierung
Intrarollenkonflikt widersprüchliche Erwartungen innerhalb einer Rolle
Interrollenkonflikt Konflikt zwischen verschiedenen Rollen
Internalisierung Verinnerlichung von Werten und Normen
Resozialisation Erlernen stark veränderter Regeln und Rollen





Kreuzworträtsel

Sozialisation Wie heißt der lebenslange Lernprozess zwischen Mensch und Gesellschaft?
Familie Welche Instanz vermittelt häufig frühe Regeln und Bindungen?
Peergroup Wie heißt eine Gruppe meist ähnlich alter Menschen?
Normen Wie heißen konkrete gesellschaftliche Verhaltenserwartungen?
Identität Wie heißt die Vorstellung eines Menschen von sich selbst?
Partizipation Wie heißt die aktive Beteiligung an gesellschaftlichen Entscheidungen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Sozialisation ist ein

Lern- und Entwicklungsprozess. Dabei wirkt die Gesellschaft auf das

ein. Gleichzeitig kann der Mensch seine soziale Umwelt aktiv

. Zu den wichtigen Sozialisationsinstanzen gehören Familie, Schule, Peergroup und

. Allgemeine Vorstellungen über wünschenswerte Ziele nennt man

. Konkrete Erwartungen an das Verhalten heißen

. Mit einer sozialen Position sind bestimmte

verbunden. Politische Sozialisation beeinflusst Wissen, Einstellungen und die Bereitschaft zur

. In einer Demokratie sind Urteilsfähigkeit und

besonders wichtig. Sozialisation endet nicht nach der Jugend, sondern begleitet den gesamten

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Sozialisationskarte: Zeichne eine Karte mit Personen, Gruppen und Medien, die Dich in Deinem Alltag beeinflussen. Erkläre drei Einflüsse.
  2. Werte-Tagebuch: Notiere einen Tag lang Situationen, in denen Werte wie Fairness, Freiheit oder Verantwortung eine Rolle spielen.
  3. Regeln im Alltag: Fotografiere oder beschreibe fünf Regeln aus Schule, Verkehr oder Freizeit und ordne sie rechtlichen oder informellen Normen zu.
  4. Rollenprofil: Beschreibe vier soziale Rollen, die Du im Alltag einnimmst, und nenne jeweils eine Erwartung.


Standard

  1. Medienanalyse: Untersuche einen Social-Media-Beitrag. Prüfe Quelle, Zielgruppe, Aussage, Bildwirkung und mögliche Interessen.
  2. Interview zur Jugendzeit: Befrage eine erwachsene Person dazu, welche Rolle Familie, Schule, Freunde und Medien in ihrer Jugend spielten. Vergleiche die Ergebnisse mit Deiner Gegenwart.
  3. Klassenrat beobachten: Untersuche, wie Entscheidungen in Deiner Klasse getroffen werden. Entwickle zwei Vorschläge für mehr Beteiligung.
  4. Rollenkonflikt als Szene: Schreibe und spiele eine kurze Szene zu einem Interrollen- oder Intrarollenkonflikt. Entwickle anschließend eine faire Lösung.


Schwer

  1. Sozialisationsvergleich: Vergleiche die Wirkung von Familie, Schule und sozialen Medien auf politische Einstellungen. Nutze mindestens drei begründete Beispiele.
  2. Schulregel entwickeln: Entwirf mit einer Gruppe eine demokratische Smartphone-Regel für die Schule. Begründet Ziele, Rechte, Pflichten und Ausnahmen.
  3. Podcast zur politischen Sozialisation: Produziere einen Podcast mit Interviews, Beispielen und einer kritischen Bewertung politischer Einflüsse auf Jugendliche.
  4. Forschungsprojekt Peergroup: Entwickle eine anonyme Befragung zu Gruppendruck und Zugehörigkeit. Werte die Antworten aus und beachte Datenschutz sowie Freiwilligkeit.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Sozialisation: Analysiere einen erfundenen Jugendlichen, der zu Hause, in der Schule und im Freundeskreis unterschiedliche Regeln erlebt. Zeige Wechselwirkungen und mögliche Konflikte.
  2. Urteil zur Medienwirkung: Beurteile die Aussage, soziale Medien bestimmten politische Einstellungen vollständig. Formuliere Pro- und Contra-Argumente und ein begründetes Urteil.
  3. Transfer auf Schulpolitik: Entwickle ein Beteiligungsverfahren für eine neue Schulregel. Erkläre, wie dadurch demokratische Sozialisation gefördert werden kann.
  4. Vergleich von Instanzen: Vergleiche Familie und Peergroup hinsichtlich Nähe, Einfluss, Regeln und Veränderbarkeit. Nutze Beispiele.
  5. Wertekonflikt lösen: Bearbeite einen Konflikt zwischen Freiheit und Sicherheit. Entwickle eine Lösung, die beide Werte berücksichtigt.
  6. Ungleichheit reflektieren: Erkläre, wie unterschiedliche Lebensbedingungen Sozialisation beeinflussen können, ohne Menschen auf ihre Herkunft festzulegen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:

  1. den Begriff Sozialisation fachlich richtig erklärst.
  2. Sozialisation von Erziehung und Bildung unterscheidest.
  3. Familie, Schule, Peergroup, Medien und weitere Sozialisationsinstanzen vergleichst.
  4. Werte, Normen, Rollen und Identität an Beispielen erläuterst.
  5. Interrollen- und Intrarollenkonflikte unterscheiden kannst.
  6. die Wechselwirkung zwischen Individuum und Gesellschaft beschreibst.
  7. politische Sozialisation mit Demokratie und Beteiligung verbindest.
  8. Medienwirkungen kritisch und differenziert beurteilst.
  9. soziale Ungleichheit und Vielfalt angemessen berücksichtigst.
  10. ein begründetes eigenes Urteil formulierst und auf neue Fälle überträgst.




OERs zum Thema



Weitere freie Informationen

  1. Politische Sozialisation bei der Bundeszentrale für politische Bildung
  2. Animationsvideo Sozialisation bei der Bundeszentrale für politische Bildung
  3. Schulische Sozialisation
  4. Politische Sozialisation
  5. Peergroup
  6. Soziale Rolle
  7. Medienkompetenz


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