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Inklusion - Gemeinschaftskunde

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Inklusion - Gemeinschaftskunde




Inklusion - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören von Anfang an zur Gemeinschaft. Alle sollen mitmachen, lernen, arbeiten, wählen und ihre Meinung sagen können. Unterschiede sind normal. Dazu gehören zum Beispiel unterschiedliche Fähigkeiten, Sprachen, Lebensweisen, Religionen, Geschlechter, soziale Lagen und Behinderungen.

Inklusion ist deshalb ein wichtiges Thema der Gemeinschaftskunde. Es geht um Menschenrechte, Demokratie, Gleichberechtigung, Sozialstaat und politische Entscheidungen. Eine inklusive Gesellschaft fragt nicht zuerst: „Was kann ein Mensch nicht?“ Sie fragt: „Welche Barrieren verhindern die Teilhabe, und wie können wir sie abbauen?“

Das Schaubild hilft Dir, Integration und Inklusion zu unterscheiden. Bei der Integration kommt eine bisher ausgeschlossene Gruppe in ein bestehendes System. Bei der Inklusion wird das System so gestaltet, dass Verschiedenheit von Anfang an mitgedacht wird.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Inklusion mit eigenen Worten erklären.
  2. Exklusion, Segregation, Integration und Inklusion unterscheiden.
  3. verschiedene Barrieren erkennen.
  4. wichtige Rechte aus dem Grundgesetz und der UN-Behindertenrechtskonvention nennen.
  5. erklären, warum Inklusion eine Aufgabe der Demokratie ist.
  6. Maßnahmen für mehr Teilhabe beurteilen.
  7. einen eigenen Vorschlag für eine inklusivere Schule oder Gemeinde entwickeln.


Was bedeutet Inklusion?

Inklusion heißt, dass jeder Mensch gleichberechtigt dazugehört. Menschen sollen nicht erst beweisen müssen, dass sie in eine Gruppe passen. Einrichtungen, Regeln und Angebote sollen so gestaltet sein, dass möglichst viele Menschen sie nutzen können.

Inklusion betrifft nicht nur Menschen mit Behinderungen. Sie richtet den Blick auf alle Menschen, die durch Regeln, Vorurteile, Armut, fehlende Zugänge oder unverständliche Informationen ausgeschlossen werden können. Im deutschen Recht und in der internationalen Politik ist die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein besonders wichtiger Bereich.


Vier Begriffe im Vergleich

  1. Exklusion: Menschen werden ausgeschlossen und können nicht teilnehmen.
  2. Segregation: Menschen werden getrennt und nutzen besondere Einrichtungen.
  3. Integration: Menschen dürfen in ein bestehendes System hinein, müssen sich aber oft stark anpassen.
  4. Inklusion: Das System verändert sich so, dass unterschiedliche Menschen gemeinsam teilnehmen können.

In der Wirklichkeit sind die Grenzen nicht immer eindeutig. Eine Maßnahme kann für eine Person hilfreich sein und für eine andere Person eine neue Barriere schaffen. Deshalb müssen Betroffene an Entscheidungen beteiligt werden.


Vielfalt und respektvolle Sprache

Menschen beschreiben sich unterschiedlich. Manche sagen „Menschen mit Behinderungen“. Andere sagen bewusst „behinderte Menschen“, weil sie betonen möchten, dass gesellschaftliche Barrieren sie behindern. Wichtig ist: Höre zu, frage respektvoll und übernimm die Selbstbezeichnung der Person.

Behinderung entsteht nicht nur durch eine körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigung. Sie entsteht auch in der Wechselwirkung mit Barrieren. Ein Beispiel: Eine Treppe wird zur Barriere, wenn es keinen Aufzug und keine Rampe gibt.

Das Rollstuhlsymbol ist ein bekanntes Zeichen für Zugänglichkeit. Barrierefreiheit betrifft aber viel mehr als Rollstühle.


Inklusion als Menschenrecht

Die Vereinten Nationen beschlossen 2006 die UN-Behindertenrechtskonvention, kurz UN-BRK. Für Deutschland ist sie seit dem 26. März 2009 verbindlich. Die Konvention schafft keine Sonderrechte. Sie konkretisiert bestehende Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen.

Wichtige Grundsätze der UN-BRK sind Menschenwürde, Selbstbestimmung, Nichtdiskriminierung, volle Teilhabe, Chancengleichheit, Zugänglichkeit und die Achtung von Vielfalt.

  1. Artikel 9 behandelt Zugänglichkeit.
  2. Artikel 19 behandelt selbstbestimmtes Leben und die Einbeziehung in die Gemeinschaft.
  3. Artikel 24 behandelt das Recht auf Bildung.
  4. Artikel 27 behandelt Arbeit und Beschäftigung.
  5. Artikel 29 behandelt die Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben.
  6. Artikel 30 behandelt Kultur, Freizeit und Sport.

Das Video erklärt die UN-BRK in Deutscher Gebärdensprache. Untertitel, Gebärdensprache und verständliche Texte sind Beispiele für kommunikative Barrierefreiheit.


Grundgesetz und deutsche Gesetze

Das Grundgesetz schützt die Würde und Gleichheit aller Menschen. Artikel 3 Absatz 3 enthält den Satz: Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Weitere wichtige Regeln sind:

  1. Behindertengleichstellungsgesetz: Es soll Benachteiligungen beseitigen und gleichberechtigte Teilhabe fördern. Es enthält Regeln zur Barrierefreiheit für den Bereich des Bundes.
  2. Neuntes Buch Sozialgesetzbuch: Es regelt Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.
  3. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz: Es schützt in bestimmten Lebensbereichen vor Benachteiligung, auch wegen einer Behinderung.
  4. Bundesteilhabegesetz: Es hat das Teilhaberecht schrittweise weiterentwickelt und stärker auf die einzelne Person ausgerichtet.

Gesetze allein machen eine Gesellschaft noch nicht inklusiv. Rechte müssen bekannt sein, finanziert, kontrolliert und praktisch umgesetzt werden.


Barrieren erkennen

Eine Barriere ist ein Hindernis, das Teilhabe erschwert oder verhindert. Manche Barrieren sind sichtbar. Andere bleiben leicht unbemerkt.


Arten von Barrieren

  1. Bauliche Barriere: Treppen ohne Rampe, schwere Türen, fehlende Aufzüge oder nicht zugängliche Toiletten.
  2. Kommunikationsbarriere: Informationen ohne Untertitel, Gebärdensprache, Brailleschrift oder verständliche Sprache.
  3. Digitale Barriere: Webseiten, die nicht mit Tastatur, Screenreader oder Vergrößerung bedient werden können.
  4. Soziale Barriere: Vorurteile, abwertende Sprache, Mobbing oder geringe Erwartungen.
  5. Institutionelle Barriere: Regeln, Öffnungszeiten oder Prüfungsformen, die bestimmte Menschen ohne guten Grund benachteiligen.
  6. Finanzielle Barriere: Gebühren, Fahrtkosten oder fehlende Unterstützung.

Taktile Bodenleitsysteme können blinden und sehbehinderten Menschen Orientierung geben. Sie helfen aber nur, wenn sie richtig geplant und nicht zugestellt werden.


Barrierefreiheit und angemessene Vorkehrungen

Barrierefreiheit bedeutet, dass Orte, Verkehrsmittel, Informationen und digitale Angebote für Menschen mit Behinderungen auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. Gute Barrierefreiheit hilft oft vielen Menschen: Eine Rampe nützt auch Personen mit Kinderwagen. Untertitel helfen auch in lauten Räumen. Klare Sprache hilft auch Menschen, die Deutsch lernen.

Angemessene Vorkehrungen sind passende Änderungen für eine einzelne Person. Beispiele sind mehr Zeit in einer Prüfung, ein ruhiger Raum, ein Gebärdensprachdolmetscher oder ein geeignetes Arbeitsgerät. Solche Vorkehrungen sollen Benachteiligung im konkreten Fall verhindern.


Inklusion in der Schule

Artikel 24 der UN-BRK verlangt ein inklusives Bildungssystem. Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen sollen gleichberechtigten Zugang zu Bildung haben. Sie benötigen je nach Situation unterschiedliche Unterstützung.

Eine inklusive Schule kann folgende Merkmale haben:

  1. Unterricht mit verschiedenen Zugängen, zum Beispiel Text, Bild, Ton, Handlung und Gespräch.
  2. verständliche Aufgaben und klare Strukturen.
  3. individuelle Hilfsmittel und Nachteilsausgleiche.
  4. Zusammenarbeit von Lehrkräften, Sonderpädagogik, Schulsozialarbeit, Assistenz und Eltern.
  5. barrierefreie Räume und digitale Angebote.
  6. Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler.
  7. Schutz vor Mobbing und Diskriminierung.

Inklusion bedeutet nicht, dass alle immer genau dieselbe Aufgabe bearbeiten. Gleichberechtigung kann unterschiedliche Unterstützung erfordern. Ziel ist, gemeinsam zu lernen, ohne einzelne Menschen auszugrenzen.


Eine politische Kontroverse

In Deutschland sind die Bundesländer für die Schulpolitik zuständig. Deshalb unterscheiden sich Regeln und Angebote. Diskutiert wird unter anderem:

  1. Wie schnell sollen allgemeine Schulen inklusiver werden?
  2. Welche Rolle sollen Förderschulen künftig haben?
  3. Wie werden Personal, Räume und Hilfsmittel finanziert?
  4. Wie werden das Wahlrecht der Familien und das Recht auf inklusive Bildung verbunden?
  5. Wie kann gute individuelle Förderung in gemeinsamen Lerngruppen gelingen?

Eine gute politische Beurteilung betrachtet Rechte, Erfahrungen, Kosten, Folgen und verschiedene Interessen. Menschen mit Behinderungen müssen an dieser Debatte wirksam beteiligt sein.


Inklusion in weiteren Lebensbereichen


Arbeit und Ausbildung

Inklusive Arbeit bedeutet: Menschen mit Behinderungen können eine Ausbildung wählen, einen Beruf ausüben, sich weiterbilden und beruflich aufsteigen. Dafür können barrierefreie Arbeitsplätze, technische Hilfen, Assistenz und flexible Arbeitsorganisation nötig sein.

Arbeitgeber, Interessenvertretungen, Sozialleistungsträger und Politik tragen Verantwortung. Eine Person soll nicht auf ihre Behinderung reduziert werden. Entscheidend sind Fähigkeiten, Interessen und passende Bedingungen.


Wohnen und öffentlicher Raum

Menschen sollen möglichst selbst entscheiden, wo und mit wem sie leben. Barrierefreie Wohnungen, persönliche Assistenz, erreichbare Geschäfte und ein zugänglicher Nahverkehr unterstützen Selbstbestimmung.

Eine inklusive Gemeinde plant Wege, Gebäude, Spielplätze, Jugendhäuser, Behörden und Veranstaltungen für unterschiedliche Menschen.


Sprache, Information und Medien

Informationen müssen verständlich und zugänglich sein. Dazu gehören klare Alltagssprache, Leichte Sprache, Untertitel, Audiodeskription, Gebärdensprache, Brailleschrift und gut bedienbare Webseiten.

Leichte Sprache folgt festen Regeln und wird möglichst von Menschen aus der Zielgruppe geprüft. Sie ist nicht dasselbe wie kurze oder einfache Alltagssprache.


Politik und Wahlen

Eine Demokratie ist nur dann wirklich offen, wenn alle Menschen ihre Interessen ausdrücken und an Entscheidungen teilnehmen können. Dazu gehören barrierefreie Wahllokale, verständliche Informationen, zugängliche Wahlunterlagen und die Möglichkeit, sich politisch zu organisieren.

Politische Teilhabe bedeutet mehr als Wählen. Sie umfasst auch Demonstrationen, Parteien, Bürgerinitiativen, Jugendgemeinderäte, Verbände, Petitionen und Gespräche mit Verantwortlichen.


Wer trägt Verantwortung?

Inklusion ist eine gemeinsame politische Aufgabe.

  1. Bund: Er beschließt Bundesgesetze und finanziert bestimmte Leistungen.
  2. Bundesländer: Sie sind besonders für Schule, Bildung und viele Verwaltungsregeln zuständig.
  3. Gemeinde: Sie gestaltet öffentliche Gebäude, Nahverkehr, Jugendangebote und Beteiligung vor Ort.
  4. Schule: Sie organisiert Unterricht, Unterstützung, Mitbestimmung und Schutz vor Diskriminierung.
  5. Unternehmen: Sie gestalten Arbeitsplätze, Produkte und Dienstleistungen zugänglich.
  6. Zivilgesellschaft: Verbände, Vereine und Initiativen machen Probleme sichtbar und vertreten Interessen.
  7. Einzelne Person: Jeder Mensch kann Barrieren ansprechen, Vorurteile prüfen und andere beteiligen.

Ein wichtiger Grundsatz lautet: Entscheidungen über Menschen sollen nicht ohne ihre Beteiligung getroffen werden. Beteiligung ist mehr als Anhörung. Sie braucht zugängliche Informationen, Zeit, Einfluss und eine Rückmeldung über das Ergebnis.


Fallbeispiel: Das neue Jugendhaus

Eine Gemeinde plant ein neues Jugendhaus. Der Eingang hat drei Stufen. Veranstaltungen werden nur über schnelle Social-Media-Videos angekündigt. Die Anmeldung ist in schwerer Verwaltungssprache geschrieben. Im Jugendrat sitzt kein Mensch mit Behinderung.

Prüfe den Fall:

  1. Welche baulichen, digitalen, sprachlichen und politischen Barrieren erkennst Du?
  2. Welche Menschen könnten ausgeschlossen werden?
  3. Welche Rechte und demokratischen Werte sind berührt?
  4. Welche Maßnahmen sollten zuerst umgesetzt werden?
  5. Wer muss an der Entscheidung beteiligt werden?
  6. Wie könnte die Gemeinde prüfen, ob die Änderungen wirklich helfen?

Dieses Beispiel zeigt: Inklusion entsteht durch konkrete Entscheidungen. Gute Absichten reichen nicht aus.


Chancen und Herausforderungen

Inklusion kann Zugehörigkeit, Selbstbestimmung und demokratische Beteiligung stärken. Gemeinsames Lernen und Arbeiten kann Vorurteile abbauen. Barrierefreie Angebote sind oft für viele Menschen nützlich.

Es gibt aber Herausforderungen. Dazu gehören fehlendes Personal, nicht zugängliche Gebäude, unklare Zuständigkeiten, Zeitdruck, Kosten und ablehnende Einstellungen. Manchmal werden Betroffene zu spät beteiligt. Manchmal gibt es ein barrierefreies Angebot, aber niemand kennt es.

Inklusion ist deshalb kein fertiger Zustand. Sie ist ein dauernder Prozess. Politik und Gesellschaft müssen Ziele festlegen, Maßnahmen finanzieren, Ergebnisse prüfen und aus Kritik lernen.


Gesicherte Quellen und Vertiefung

  1. Bundesministerium für Arbeit und Soziales: UN-Behindertenrechtskonvention
  2. Deutsches Institut für Menschenrechte: Recht auf inklusive Bildung
  3. Bundeszentrale für politische Bildung: inklusiv politisch bilden
  4. Behindertengleichstellungsgesetz
  5. Neuntes Buch Sozialgesetzbuch


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Inklusion? (Alle Menschen gehören von Anfang an dazu) (!Alle Menschen müssen gleich sein) (!Nur besonders leistungsstarke Menschen dürfen teilnehmen) (!Menschen mit Behinderungen leben immer getrennt)




Was ist eine bauliche Barriere? (Eine Treppe ohne zugängliche Alternative) (!Ein verständlicher Wegweiser) (!Ein Aufzug mit gut erreichbaren Tasten) (!Eine Rampe am Eingang)




Welche Aussage beschreibt Integration am besten? (Eine Person kommt in ein bestehendes System und muss sich oft anpassen) (!Das System ist von Anfang an für Vielfalt gestaltet) (!Menschen werden vollständig ausgeschlossen) (!Alle Gruppen leben dauerhaft getrennt)




Seit wann ist die UN Behindertenrechtskonvention für Deutschland verbindlich? (Seit dem 26. März 2009) (!Seit dem 3. Oktober 1990) (!Seit dem 23. Mai 1949) (!Seit dem 1. Januar 2002)




Welcher Artikel der UN Behindertenrechtskonvention behandelt Bildung? (Artikel 24) (!Artikel 1) (!Artikel 10) (!Artikel 40)




Was schützt Artikel 3 des Grundgesetzes? (Vor Benachteiligung wegen einer Behinderung) (!Vor jeder Schulaufgabe) (!Vor allen politischen Diskussionen) (!Vor der Teilnahme an Wahlen)




Was ist ein Beispiel für kommunikative Barrierefreiheit? (Untertitel für ein Video) (!Eine verschlossene Tür) (!Eine hohe Bordsteinkante) (!Ein fehlender Busfahrplan)




Was bedeutet politische Teilhabe? (Mitreden und an Entscheidungen mitwirken) (!Nur Nachrichten anschauen) (!Entscheidungen anderen überlassen) (!Kritik grundsätzlich vermeiden)




Warum sollen Betroffene beteiligt werden? (Weil ihre Erfahrungen für gute Entscheidungen wichtig sind) (!Weil nur Betroffene Gesetze beschließen dürfen) (!Weil Fachwissen dann unnötig ist) (!Weil politische Entscheidungen keine Folgen haben)




Welche Aussage zu Inklusion ist richtig? (Inklusion ist ein dauernder gesellschaftlicher Prozess) (!Inklusion betrifft nur den Schulbau) (!Inklusion ist allein Aufgabe einzelner Familien) (!Inklusion ist mit einem Gesetz vollständig erreicht)





Memory

Inklusion Alle gehören von Anfang an dazu
Barrierefreiheit Zugänge werden möglichst ohne Hindernisse nutzbar
Teilhabe Mitmachen und mitentscheiden
UN-BRK Vertrag über Rechte von Menschen mit Behinderungen
Assistenz Unterstützung für selbstbestimmtes Handeln
Antidiskriminierung Schutz vor Benachteiligung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Barriere wird abgebaut durch
Rampe baulicher Zugang
Untertitel verständlicher Videoinhalt
Leichte Sprache verständliche Information
Tastatursteuerung zugängliche Webseite
Mitbestimmung politische Beteiligung






Kreuzworträtsel

Teilhabe Wie heißt das Mitmachen am gesellschaftlichen Leben?
Barriere Wie heißt ein Hindernis für gleichberechtigte Teilnahme?
Inklusion Wie heißt das Prinzip, nach dem alle von Anfang an dazugehören?
Würde Welcher Wert steht am Anfang des Grundgesetzes?
Wahlrecht Welches Recht ermöglicht die Stimmabgabe bei einer Wahl?
Gebärdensprache Welche visuelle Sprache nutzen viele gehörlose Menschen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen von Anfang an

. Ein Hindernis für Teilhabe heißt

. Die UN-BRK ist für Deutschland seit dem 26. März 2009

. Das Recht auf Bildung steht in Artikel

. Das Grundgesetz verbietet die Benachteiligung wegen einer

. Untertitel bauen eine kommunikative Barriere

. Eine Rampe kann einen baulichen Zugang

. Menschen sollen an politischen Entscheidungen wirksam

werden. Barrierefreiheit hilft häufig auch Menschen ohne

. Inklusion ist kein fertiger Zustand, sondern ein dauernder

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Barrieren-Check: Untersuche einen Raum Deiner Schule. Notiere drei mögliche Barrieren und drei Verbesserungen.
  2. Begriffskarte: Gestalte eine Karte, die Exklusion, Segregation, Integration und Inklusion mit einfachen Bildern erklärt.
  3. Medienprüfung: Wähle ein kurzes Schulvideo. Prüfe, ob es Untertitel, klare Sprache und gut erkennbare Bilder hat.
  4. Perspektivwechsel: Beschreibe einen Schultag aus der Sicht einer Person, die auf einen Aufzug, Untertitel oder einen ruhigen Arbeitsraum angewiesen ist.


Standard

  1. Schulinterview: Befrage eine Person aus der Schulgemeinschaft zu gelungenen und fehlenden Maßnahmen der Inklusion.
  2. Jugendhaus-Plan: Zeichne einen inklusiven Grundplan für ein Jugendhaus und begründe fünf Entscheidungen.
  3. Politische Forderung: Formuliere eine kurze Petition für eine konkrete barrierefreie Verbesserung in Deiner Gemeinde.
  4. Informationsblatt: Erstelle ein verständliches Blatt über ein Recht aus der UN-BRK. Nutze klare Überschriften und kurze Sätze.


Schwer

  1. Kommunalpolitische Analyse: Untersuche, wie Deine Gemeinde Barrierefreiheit plant. Vergleiche Ziele, Maßnahmen und erkennbare Lücken.
  2. Kontroverse Debatte: Bereite eine Debatte über inklusive Schule und die zukünftige Rolle von Förderschulen vor. Stelle mehrere Positionen fair dar.
  3. Beteiligungsprojekt: Entwickle ein Verfahren, mit dem Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen an einer Schulentscheidung wirksam beteiligt werden.
  4. Inklusionsbericht: Erstelle einen Bericht über Schule, Arbeit, Wohnen und politische Teilhabe. Bewerte für jeden Bereich eine konkrete Maßnahme.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Jugendhaus: Analysiere das Fallbeispiel. Ordne jede Barriere einer Barriereart zu und entwickle einen begründeten Maßnahmenplan.
  2. Rechte und Wirklichkeit: Erkläre, warum ein gesetzliches Recht noch nicht automatisch zu tatsächlicher Teilhabe führt. Nutze zwei Beispiele.
  3. Politische Verantwortung: Vergleiche die Aufgaben von Bund, Ländern, Gemeinden und Schule bei der Umsetzung von Inklusion.
  4. Maßnahmen bewerten: Beurteile die Aussage „Eine Rampe macht ein Gebäude inklusiv“. Nenne mindestens drei weitere notwendige Perspektiven.
  5. Interessenkonflikt: Entwickle einen fairen Vorschlag für den Fall, dass eine Schule wenig Geld hat, aber mehrere Barrieren gleichzeitig abbauen muss.
  6. Demokratie und Inklusion: Erkläre, wie politische Beteiligung verbessert werden kann, wenn Informationen bisher nur in schwerer Sprache vorliegen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du erklärst Inklusion, Integration, Segregation und Exklusion sicher.
  2. Du erkennst bauliche, kommunikative, digitale, soziale und institutionelle Barrieren.
  3. Du stellst den Zusammenhang zwischen Menschenrechten, Demokratie und Teilhabe her.
  4. Du nennst zentrale Rechte aus Grundgesetz und UN-BRK.
  5. Du unterscheidest Barrierefreiheit von einer individuellen angemessenen Vorkehrung.
  6. Du beziehst verschiedene politische Ebenen und Interessen ein.
  7. Du entwickelst realistische Maßnahmen und begründest ihre Reihenfolge.
  8. Du verwendest respektvolle Sprache und beteiligst die Perspektiven Betroffener.
  9. Du beurteilst eine politische Kontroverse mit nachvollziehbaren Argumenten.




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