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Politisches Engagement - Gemeinschaftskunde

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Politisches Engagement - Gemeinschaftskunde



Politisches Engagement - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Politisches Engagement bedeutet, dass Menschen freiwillig versuchen, öffentliche Entscheidungen und das Zusammenleben mitzugestalten. Das kann allein oder gemeinsam geschehen: durch Wahlen, Gespräche, Mitarbeit in der Schülervertretung, eine Petition, eine Bürgerinitiative, eine Demonstration, ein Ehrenamt, die Mitgliedschaft in einer Partei oder die Kandidatur für ein politisches Amt.

Du musst nicht volljährig sein, um politisch aktiv zu werden. Auch in der Schule, im Jugendhaus, im Verein, in der Gemeinde und im Internet kannst Du Interessen vertreten, Vorschläge machen und Verantwortung übernehmen. Entscheidend ist, dass Du Dich informierst, andere Meinungen respektierst und demokratische Regeln beachtest.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was politisches Engagement ist, verschiedene Beteiligungsformen unterscheiden und beurteilen, welche Form zu einem Anliegen passt. Du kennst wichtige Grundrechte, kannst Chancen und Grenzen digitaler Beteiligung einschätzen und einen eigenen Beteiligungsplan entwickeln.


Politisches Engagement verstehen

Politische Entscheidungen betreffen viele Bereiche des Alltags: Schule, Verkehr, Umwelt, Wohnen, Freizeitangebote, Ausbildung, soziale Gerechtigkeit oder digitale Regeln. In einer Demokratie werden solche Fragen nicht nur von Regierungen und Parlamenten bestimmt. Bürgerinnen und Bürger können ihre Interessen äußern, politische Personen kontrollieren, Themen öffentlich machen und selbst Verantwortung übernehmen.

Politisches Engagement ist mehr als eine einzelne Meinung. Es verbindet eine Haltung mit einer Handlung. Wer nur unzufrieden ist, hat noch keinen Einfluss ausgeübt. Wer Informationen sammelt, ein Gespräch organisiert, einen Antrag stellt oder Unterstützende gewinnt, beginnt politisch zu handeln.


Merkmale politischen Engagements

  1. Freiwilligkeit: Du entscheidest selbst, ob und wie Du Dich beteiligst.
  2. Gemeinwohl: Politisches Handeln betrifft öffentliche Fragen und nicht nur private Wünsche.
  3. Einflussnahme: Ziel ist, Entscheidungen, Regeln oder gesellschaftliche Einstellungen mitzugestalten.
  4. Öffentlichkeit: Anliegen werden sichtbar, diskutiert oder an zuständige Stellen gerichtet.
  5. Verantwortung: Demokratisches Engagement achtet Menschenwürde, Grundrechte und faire Verfahren.


Warum Beteiligung wichtig ist

Demokratie lebt davon, dass Menschen ihre Rechte kennen und nutzen. Beteiligung kann neue Probleme sichtbar machen, Interessen ausgleichen und politische Entscheidungen verbessern. Sie hilft außerdem dabei, Verantwortung zu lernen und Konflikte ohne Gewalt auszutragen.

Politisches Engagement garantiert jedoch keinen sofortigen Erfolg. Andere Menschen dürfen widersprechen, Mehrheiten können anders entscheiden und staatliche Stellen müssen Gesetze beachten. Demokratische Beteiligung bedeutet deshalb auch, Niederlagen auszuhalten, Argumente zu prüfen und weiter im Gespräch zu bleiben.


Formen politischen Engagements

Es gibt institutionelle und nicht institutionelle Beteiligungsformen. Institutionelle Formen sind fest in politischen Verfahren vorgesehen, zum Beispiel Wahlen, Petitionen oder Bürgerentscheide. Nicht institutionelle Formen entstehen stärker aus der Gesellschaft heraus, zum Beispiel Demonstrationen, Kampagnen oder Boykotte. Beide Bereiche können sich ergänzen.


Wahlen und Abstimmungen

Bei Wahlen entscheiden Wahlberechtigte, welche Personen und Parteien politische Verantwortung übernehmen. Wahlen ermöglichen friedlichen Machtwechsel und politische Kontrolle. Für Bundestagswahlen gilt grundsätzlich ein Wahlalter von 18 Jahren. Bei Europawahlen in Deutschland dürfen Wahlberechtigte seit 2024 ab 16 Jahren abstimmen. Das Wahlalter bei Landtags- und Kommunalwahlen ist je nach Bundesland unterschiedlich.

Bürgerbegehren und Bürgerentscheide ermöglichen in vielen Kommunen eine direkte Entscheidung über eine konkrete Sachfrage. Die genauen Regeln legt das jeweilige Landes- oder Kommunalrecht fest.


Petitionen und Eingaben

Eine Petition ist eine Bitte oder Beschwerde an eine zuständige staatliche Stelle oder an eine Volksvertretung. Artikel 17 des Grundgesetzes schützt dieses Recht. Petitionen können auf ein persönliches Problem hinweisen oder eine politische Veränderung anregen. Eine Petition ersetzt keine Gerichtsentscheidung, kann aber Aufmerksamkeit schaffen und parlamentarische Prüfung auslösen.

Eine gute Petition nennt das Problem, die zuständige Stelle, ein klares Ziel und nachvollziehbare Gründe. Persönliche Angriffe und unbelegte Behauptungen schwächen das Anliegen.


Demonstrationen und öffentlicher Protest

Demonstrationen machen Interessen sichtbar. Sie können zeigen, dass viele Menschen ein Thema wichtig finden. Artikel 8 des Grundgesetzes schützt friedliche Versammlungen. Für Versammlungen unter freiem Himmel können gesetzliche Regeln gelten, etwa eine Anmeldung bei der zuständigen Behörde.

Friedlicher Protest darf deutlich und kritisch sein. Gewalt, Bedrohung oder die Verletzung der Rechte anderer gehören nicht zu demokratischem Engagement.


Bürgerinitiativen, Verbände und Nichtregierungsorganisationen

Eine Bürgerinitiative entsteht meist wegen eines konkreten Problems, etwa einer Straßenplanung oder fehlender Grünflächen. Verbände vertreten längerfristig gemeinsame Interessen. Nichtregierungsorganisationen arbeiten unabhängig vom Staat zu Themen wie Menschenrechten, Umwelt oder Entwicklungszusammenarbeit.

Solche Gruppen sammeln Fachwissen, organisieren Öffentlichkeit und sprechen mit Politik und Verwaltung. Dabei sollte erkennbar sein, wer die Gruppe finanziert, welche Ziele sie verfolgt und wie Entscheidungen getroffen werden.


Parteien und politische Ämter

Parteien bündeln politische Interessen, entwickeln Programme und stellen Kandidatinnen und Kandidaten für Wahlen auf. Jugendliche können sich häufig in Jugendorganisationen engagieren. Wer später selbst kandidiert, übernimmt besondere Verantwortung und muss öffentliche Entscheidungen begründen.

Parteiarbeit ist nur eine von vielen Beteiligungsformen. Auch parteiunabhängige Initiativen, Vereine und Einzelpersonen tragen zur politischen Willensbildung bei.


Ehrenamt und Zivilgesellschaft

Nicht jedes Ehrenamt ist automatisch politisch. Es wird politisch, wenn es öffentliche Probleme bearbeitet, Rechte stärkt oder gesellschaftliche Regeln mitgestaltet. Beispiele sind die Mitarbeit in einer Flüchtlingshilfe, einer Umweltgruppe, einem Jugendverband, einer Freiwilligen Feuerwehr oder einer Menschenrechtsorganisation.

Die Zivilgesellschaft verbindet Menschen außerhalb von Staat, Familie und Wirtschaft. Sie schafft Räume, in denen Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsame Interessen vertreten.


Engagement in Schule und Kommune

Schule ist ein wichtiger Lernort für Demokratie. In Klassenrat, Schülervertretung, Schulkonferenz oder Projektgruppen kannst Du lernen, Anträge zu formulieren, Mehrheiten zu suchen und Entscheidungen zu begründen. Dabei gelten schulische Regeln und die Zuständigkeiten des jeweiligen Bundeslandes.

In der Kommune werden viele alltagsnahe Fragen entschieden: Busverbindungen, Sportplätze, Jugendräume, Radwege, Bibliotheken oder öffentliche Plätze. Gemeinderäte oder Stadträte beraten und beschließen solche Themen. Jugendgemeinderäte, Jugendforen und Beteiligungswerkstätten geben jungen Menschen zusätzliche Möglichkeiten zur Mitsprache.


Ein schulisches Anliegen bearbeiten

Ein mögliches Vorgehen besteht aus fünf Schritten: Zuerst beschreibst Du das Problem genau. Danach sammelst Du Informationen und prüfst die Zuständigkeit. Dann entwickelst Du eine realistische Forderung. Anschließend suchst Du Unterstützende und führst Gespräche. Zum Schluss wertest Du die Reaktion aus und entscheidest über weitere Schritte.

Beispiel: Du möchtest mehr sichere Fahrradabstellplätze an der Schule. Zuständig können Schulleitung, Schulträger und Kommune sein. Eine Umfrage belegt den Bedarf. Die Schülervertretung formuliert einen Antrag, schlägt geeignete Standorte vor und bittet um ein Gespräch.


Rechtlicher Rahmen

Politisches Engagement ist durch Grundrechte geschützt, aber nicht grenzenlos. Grundrechte schützen auch Menschen mit anderen Meinungen. Gesetze, Jugendschutz, Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und schulische Regeln müssen beachtet werden.

Recht Bedeutung für Engagement
Meinungsfreiheit Du darfst politische Meinungen äußern und verbreiten. Beleidigungen, Bedrohungen und bestimmte rechtswidrige Inhalte sind nicht geschützt.
Versammlungsfreiheit Du darfst Dich friedlich mit anderen versammeln. Für Versammlungen können gesetzliche Vorgaben gelten.
Vereinigungsfreiheit Du darfst Vereine und Gruppen bilden, solange deren Ziele und Tätigkeit nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder Strafgesetze gerichtet sind.
Petitionsrecht Du darfst Dich allein oder gemeinsam mit Bitten und Beschwerden an zuständige Stellen und Volksvertretungen wenden.
Wahlrecht Wahlberechtigte dürfen in freien, gleichen und geheimen Wahlen politische Vertretungen bestimmen.


Demokratische Grenzen

Politisches Engagement ist demokratisch, wenn es die Menschenwürde achtet, friedlich bleibt und anderen dieselben Rechte zugesteht. Extremistische Gruppen können Beteiligungsformen benutzen, um Freiheit und Gleichheit abzuschaffen. Deshalb ist nicht jede politische Aktivität automatisch demokratisch.

Prüfe Ziele, Sprache und Methoden einer Gruppe. Warnzeichen sind Menschenfeindlichkeit, Gewaltverherrlichung, Führerkult, Feindbilder, bewusste Desinformation oder die Ablehnung freier Wahlen.


Digitales politisches Engagement

Im Internet lassen sich Informationen schnell teilen, Veranstaltungen organisieren und Unterstützende erreichen. Online-Petitionen, Hashtags, Videos, Messenger-Gruppen und Beteiligungsplattformen senken manche Zugangshürden. Digitale Aufmerksamkeit kann politischen Druck erzeugen, ersetzt aber nicht immer Gespräche, Anträge oder Entscheidungen in zuständigen Gremien.

Risiken sind Falschinformationen, manipulierte Bilder, Hassrede, Datenmissbrauch und sogenannte Echokammern. Prüfe deshalb Quelle, Datum, Urheberschaft und Belege. Teile keine privaten Daten anderer Personen und frage vor der Veröffentlichung von Fotos nach einer Erlaubnis.


Quellen prüfen

  1. Autorität: Ist erkennbar, wer die Information veröffentlicht?
  2. Beleg: Werden überprüfbare Quellen oder Dokumente genannt?
  3. Aktualität: Ist die Information noch gültig?
  4. Absicht: Soll informiert, überzeugt, verkauft oder provoziert werden?
  5. Gegenprüfung: Bestätigen unabhängige seriöse Quellen die Aussage?


Von der Idee zur Wirkung

Erfolgreiches Engagement beginnt mit einem konkreten Ziel. Die Forderung sollte verständlich, rechtlich möglich und an die richtige Stelle gerichtet sein. Gute Argumente verbinden Fakten, Werte und praktische Folgen.

Schritt Leitfrage
Problem klären Was genau soll sich ändern?
Zuständigkeit prüfen Wer darf oder muss entscheiden?
Informationen sammeln Welche Fakten, Regeln und Betroffenenperspektiven sind wichtig?
Ziel formulieren Welche konkrete und überprüfbare Veränderung wird verlangt?
Beteiligungsform wählen Passt ein Gespräch, Antrag, eine Petition, Aktion oder Demonstration?
Unterstützende gewinnen Wer ist betroffen und wer kann helfen?
Wirkung auswerten Was wurde erreicht und was ist der nächste Schritt?


Beispiel: Jugendtreff am Abend länger öffnen

Eine Jugendgruppe stellt fest, dass es nach Schulschluss wenige kostenfreie Treffpunkte gibt. Sie befragt Jugendliche, dokumentiert Nutzungswünsche und prüft, wer den Jugendtreff betreibt. Danach entwickelt sie einen zeitlich begrenzten Testbetrieb, klärt Aufsicht und Kosten und stellt den Vorschlag im Jugendforum sowie beim zuständigen Ausschuss vor.

Das Beispiel zeigt: Eine Forderung wird überzeugender, wenn sie Daten, Zuständigkeiten, mögliche Einwände und einen realistischen Lösungsvorschlag berücksichtigt.


Chancen und Herausforderungen

Politisches Engagement kann Selbstwirksamkeit, Wissen und Zusammenhalt stärken. Menschen lernen, Interessen auszuhandeln und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig sind Zeit, Bildung, Geld, Sprache und soziale Kontakte ungleich verteilt. Dadurch haben nicht alle Menschen dieselben Beteiligungschancen.

Demokratische Institutionen sollten deshalb verständliche Informationen, barrierearme Zugänge und echte Rückmeldungen anbieten. Engagierte Gruppen sollten auf Vielfalt achten und Betroffene nicht nur als Symbol verwenden, sondern an Entscheidungen beteiligen.


Kontroversen fair austragen

Ein politischer Konflikt ist nicht automatisch schlecht. Streit kann unterschiedliche Interessen sichtbar machen. Wichtig sind klare Regeln: zuhören, Behauptungen belegen, Personen nicht abwerten, zwischen Meinung und Tatsache unterscheiden und Kompromisse prüfen.

Ein Kompromiss ist nicht immer möglich. Grund- und Menschenrechte dürfen nicht gegen Mehrheiten verrechnet werden. Trotzdem können demokratische Verfahren helfen, Entscheidungen nachvollziehbar und friedlich zu treffen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt politisches Engagement am besten? (Freiwillige Einflussnahme auf öffentliche Entscheidungen) (!Private Freizeitgestaltung ohne gesellschaftlichen Bezug) (!Ausschließlich die Arbeit gewählter Abgeordneter) (!Jede Form persönlicher Meinungsänderung)




Welche Beteiligungsform richtet eine Bitte oder Beschwerde an eine zuständige Stelle? (Petition) (!Koalition) (!Fraktion) (!Ministerium)




Welches Grundrecht schützt friedliche Versammlungen? (Versammlungsfreiheit) (!Berufsfreiheit) (!Eigentumsfreiheit) (!Freizügigkeit)




Welche Ebene entscheidet häufig über Jugendräume und Radwege vor Ort? (Kommune) (!Vereinte Nationen) (!Bundesverfassungsgericht) (!Europäische Zentralbank)




Was gehört zu einer guten politischen Forderung? (Ein klares und überprüfbares Ziel) (!Möglichst viele unbelegte Behauptungen) (!Persönliche Angriffe auf Verantwortliche) (!Eine unklare Zuständigkeit)




Was ist ein mögliches Warnzeichen für undemokratische Gruppen? (Gewaltverherrlichung) (!Begründete Kritik) (!Friedliche Diskussion) (!Transparente Abstimmung)




Welche Aussage über digitales Engagement ist richtig? (Online-Aktivität kann Aufmerksamkeit schaffen, ersetzt aber nicht jedes formale Verfahren) (!Jede häufig geteilte Nachricht ist zuverlässig) (!Datenschutz spielt bei Kampagnen keine Rolle) (!Ein Hashtag führt automatisch zu einem Gesetz)




Was sollte vor der Wahl einer Beteiligungsform geklärt werden? (Die Zuständigkeit für das Anliegen) (!Die Lieblingsfarbe der Beteiligten) (!Die Zahl aller Internetnutzer weltweit) (!Der Wohnort aller Abgeordneten)




Was kennzeichnet einen demokratischen Konflikt? (Er wird friedlich und regelgebunden ausgetragen) (!Die stärkste Gruppe darf andere bedrohen) (!Gegenargumente werden grundsätzlich verboten) (!Fakten sind weniger wichtig als Gerüchte)




Welche Beteiligungsmöglichkeit gibt es bereits in der Schule? (Schülervertretung) (!Bundeskabinett) (!Bundesrat) (!Europäischer Rat)





Memory

Petition Bitte oder Beschwerde an eine zuständige Stelle
Demonstration Öffentliche friedliche Versammlung
Schülervertretung Gewählte Interessenvertretung der Lernenden
Bürgerinitiative Zusammenschluss zu einem konkreten örtlichen Anliegen
Gemeinderat Politische Vertretung einer Kommune
Zivilgesellschaft Gesellschaftlicher Bereich außerhalb staatlicher Institutionen
Wahl Auswahl politischer Vertretungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Petition Bitte oder Beschwerde an eine Volksvertretung
Demonstration Sichtbarer öffentlicher Protest
Bürgerentscheid Direkte Abstimmung über eine kommunale Sachfrage
Schülervertretung Interessenvertretung innerhalb der Schule
Partei Organisation zur politischen Willensbildung und Wahlteilnahme




...


Kreuzworträtsel

Petition Wie heißt eine schriftliche Bitte oder Beschwerde an eine zuständige Stelle?
Demonstration Wie heißt eine öffentliche Versammlung, die ein Anliegen sichtbar macht?
Wahlrecht Welches Recht ermöglicht die Teilnahme an politischen Wahlen?
Gemeinderat Welches gewählte Gremium entscheidet über viele kommunale Fragen?
Grundgesetz Wie heißt die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland?
Zivilgesellschaft Wie heißt der gesellschaftliche Bereich freiwilliger Organisationen außerhalb des Staates?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Politisches Engagement versucht, öffentliche Entscheidungen zu

. Eine schriftliche Bitte oder Beschwerde heißt

. Friedliche öffentliche Versammlungen werden durch die

geschützt. Viele alltagsnahe Entscheidungen trifft die

. Die Interessen der Lernenden vertritt häufig die

. Vor einer Aktion sollte die politische

geprüft werden. Eine gute Forderung braucht ein klares

. Im Internet müssen Informationen sorgfältig auf ihre

geprüft werden. Demokratische Beteiligung respektiert die

. Nach einer Aktion sollte ihre politische

ausgewertet werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Engagement-Tagebuch: Beobachte eine Woche lang, wo Dir politische Entscheidungen im Schulalltag begegnen, und notiere drei Beispiele.
  2. Beteiligungslandkarte: Zeichne eine Karte Deiner Schule oder Gemeinde und markiere Orte, an denen Beteiligung möglich ist.
  3. Mediencheck: Prüfe einen politischen Social-Media-Beitrag nach Autor, Datum, Belegen, Absicht und Gegenquellen.
  4. Mini-Interview: Befrage eine Person aus Deiner Klasse, welches Thema sie gern verändern würde, und fasse ihre Gründe neutral zusammen.


Standard

  1. Antrag an die Schülervertretung: Formuliere zu einem realistischen Schulthema einen Antrag mit Problem, Ziel, Begründung und gewünschter Entscheidung.
  2. Kommunalrecherche: Ermittle, welches Gremium in Deiner Gemeinde für ein selbst gewähltes Jugendthema zuständig ist.
  3. Pro-und-Kontra-Debatte: Entwickle zu einer Beteiligungsform jeweils drei Chancen und drei Grenzen und diskutiere sie in der Klasse.
  4. Petitionsentwurf: Entwirf eine sachliche Petition, ohne sie abzusenden, und prüfe Ziel, Zuständigkeit und Belege.


Schwer

  1. Beteiligungskampagne: Plane eine demokratische Kampagne für ein schulisches oder kommunales Anliegen mit Zielgruppe, Botschaft, Zeitplan und Datenschutzregeln.
  2. Planspiel Gemeinderat: Simuliere eine Ratssitzung zu einem Jugendprojekt und verteile Rollen für Fraktionen, Verwaltung, Jugendvertretung und Öffentlichkeit.
  3. Wirksamkeitsanalyse: Untersuche ein reales Beispiel politischen Engagements und bewerte Ziele, Methoden, Reichweite, Gegenargumente und Ergebnisse.
  4. Videoprojekt Demokratie: Produziere ein kurzes Erklärvideo, das zeigt, wie Jugendliche ein Anliegen von der Idee bis zur zuständigen Entscheidung bringen können.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Schulhof: Eine Schülergruppe fordert mehr Schattenplätze. Entwickle einen Beteiligungsweg und begründe, welche Personen und Gremien einbezogen werden müssen.
  2. Vergleich Beteiligungsformen: Vergleiche Petition, Demonstration und persönliches Gespräch hinsichtlich Aufwand, Öffentlichkeit, Verbindlichkeit und möglicher Wirkung.
  3. Quellenbewertung: Beurteile zwei widersprüchliche Online-Beiträge zu einem kommunalen Thema und erkläre, welcher Beitrag glaubwürdiger ist.
  4. Konfliktlösung: Entwickle Regeln für eine faire Debatte, wenn zwei Gruppen gegensätzliche Interessen an einem öffentlichen Platz haben.
  5. Transfer Demokratie: Erkläre, warum Beteiligung auch dann wichtig sein kann, wenn eine Forderung nicht durchgesetzt wird.
  6. Inklusionsprüfung: Untersuche einen Beteiligungsprozess darauf, welche Gruppen leicht oder schwer teilnehmen können, und schlage Verbesserungen vor.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du politische Beteiligungsformen nicht nur benennen, sondern passend zu einem konkreten Problem auswählen und begründen kannst.

  1. Du erklärst den Unterschied zwischen Meinung, Engagement und politischer Entscheidung.
  2. Du ordnest ein Anliegen der zuständigen politischen Ebene oder Institution zu.
  3. Du entwickelst eine klare, realistische und demokratische Forderung.
  4. Du nutzt überprüfbare Informationen und kennzeichnest Unsicherheiten.
  5. Du berücksichtigst Gegenargumente, Grundrechte und Interessen anderer.
  6. Du reflektierst Chancen, Grenzen und mögliche Nebenwirkungen Deiner Strategie.
  7. Du dokumentierst Deinen Arbeitsprozess und bewertest die erreichte Wirkung.




OERs zum Thema


Seriöse Quellen und Vertiefung

  1. Bundeszentrale für politische Bildung: Politische Partizipation
  2. Deutscher Bundestag: Petitionen
  3. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
  4. Bundeswahlleiterin: Wahlalter
  5. Bundeszentrale für politische Bildung: Digitale Teilhabe


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