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Wahlkampf - Gemeinschaftskunde

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Wahlkampf - Gemeinschaftskunde




Einleitung

Wahlkampf bezeichnet die Zeit, in der Parteien, Kandidatinnen und Kandidaten um politische Unterstützung und Stimmen werben. Sie stellen Ziele vor, erklären ihre Vorhaben und versuchen, Menschen zur Teilnahme an einer Wahl zu bewegen. Wahlkampf gehört deshalb zur Demokratie: Bürgerinnen und Bürger sollen unterschiedliche politische Angebote kennenlernen, vergleichen und beurteilen können.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Wahlkampf funktioniert, welche Medien und Strategien genutzt werden und woran Du faire Information, Übertreibung oder mögliche Desinformation erkennen kannst. Im Mittelpunkt steht nicht die Werbung für eine bestimmte Partei, sondern Deine Fähigkeit zur eigenständigen politischen Urteilsbildung.

Arbeitsimpuls: Betrachte das Bild zunächst ohne Bewertung. Welche Farben, Personen, Symbole und kurzen Aussagen fallen Dir auf? Welche Wirkung könnten sie auf unterschiedliche Zielgruppen haben?


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du den Begriff Wahlkampf erklären, wichtige Akteure und Wahlkampfmittel benennen, politische Botschaften untersuchen und Informationen aus verschiedenen Quellen vergleichen. Du kannst außerdem Chancen und Risiken von sozialen Medien im Wahlkampf beurteilen und begründet erklären, welche Regeln für einen fairen demokratischen Wettbewerb wichtig sind.


Was ist Wahlkampf?

Wahlkampf findet vor Wahlen auf kommunaler, regionaler, nationaler oder europäischer Ebene statt. Sein direktes Ziel ist es, Stimmen zu gewinnen. Gleichzeitig erfüllt er in einer Demokratie weitere Aufgaben: Er informiert über politische Unterschiede, macht Kandidierende sichtbar, bringt Themen in die Öffentlichkeit und kann Menschen zur Beteiligung motivieren.

Parteien wirken nach dem Grundgesetz an der politischen Willensbildung mit. Im Wahlkampf wird diese Aufgabe besonders sichtbar. Parteien und Kandidierende übersetzen oft umfangreiche Programme in kurze Botschaften. Dadurch können Inhalte leichter verständlich werden. Allerdings können Vereinfachungen auch wichtige Zusammenhänge ausblenden.

Merksatz: Wahlkampf ist politische Information und politische Werbung zugleich. Deshalb solltest Du Aussagen nicht nur aufnehmen, sondern prüfen und mit anderen Quellen vergleichen.


Zentrale Funktionen

  1. Information: Parteien stellen Ziele, Programme und Kandidierende vor.
  2. Mobilisierung: Unterstützende und Unentschlossene sollen zur Wahlteilnahme bewegt werden.
  3. Orientierung: Politische Unterschiede werden sichtbar und vergleichbar.
  4. Legitimation: Der öffentliche Wettbewerb bereitet eine demokratische Entscheidung vor.
  5. Kommunikation: Bürgerinnen und Bürger können Fragen stellen, Kritik äußern und mit Kandidierenden diskutieren.

Diese Funktionen können sich ergänzen, aber auch in Spannung geraten. Eine besonders emotionale Botschaft kann Menschen mobilisieren, während sie gleichzeitig wenig sachliche Information enthält.


Akteure im Wahlkampf

Wahlkampf wird nicht nur von Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten geführt. Viele Beteiligte arbeiten zusammen:

  1. Parteien entwickeln Programme, Botschaften und Kampagnen.
  2. Kandidatinnen und Kandidaten treten bei Veranstaltungen, Interviews und Diskussionen auf.
  3. Parteimitglieder und freiwillig Engagierte verteilen Material, führen Gespräche und organisieren Termine.
  4. Medien berichten, prüfen Aussagen, führen Interviews und setzen eigene Themenschwerpunkte.
  5. Verbände, Initiativen und Interessengruppen bringen Forderungen in die öffentliche Diskussion ein.
  6. Bürgerinnen und Bürger reagieren, fragen nach, teilen Inhalte, widersprechen und treffen ihre Wahlentscheidung.

Auch Agenturen, Datenfachleute, Fotografierende, Redenschreibende und Social-Media-Teams können beteiligt sein. Je größer ein Wahlkampf ist, desto stärker werden Aufgaben geplant und professionell koordiniert.


Interessen und Zielgruppen

Wahlkämpfende richten Botschaften häufig an bestimmte Zielgruppen, etwa junge Erstwählende, Familien, Beschäftigte, Selbstständige oder Menschen in einer bestimmten Region. Dafür wählen sie Themen, Sprache und Medien passend zur vermuteten Lebenssituation der Zielgruppe.

Zielgruppenansprache ist nicht automatisch unfair. Problematisch wird sie, wenn verschiedene Gruppen widersprüchliche Botschaften erhalten, Werbung nicht klar erkennbar ist oder persönliche Daten ohne ausreichende Transparenz für politische Beeinflussung genutzt werden.


Phasen eines Wahlkampfs

Ein Wahlkampf beginnt meist lange vor dem Wahltag. Die Grenzen zwischen normaler politischer Arbeit und Wahlkampf sind oft fließend.

  1. Vorbereitung: Themen, Personal, Ziele, Budget und Zuständigkeiten werden festgelegt.
  2. Positionierung: Parteien beschließen ein Wahlprogramm und wählen Kandidierende.
  3. Kampagnenstart: Plakate, Internetseiten, Veranstaltungen und Werbemittel werden veröffentlicht.
  4. Intensivphase: Auftritte, Interviews, Haustürgespräche und digitale Kommunikation nehmen zu.
  5. Schlussmobilisierung: Kurz vor dem Wahltag wird besonders stark zur Stimmabgabe aufgerufen.
  6. Auswertung: Nach der Wahl werden Ergebnisse, Reichweite und Wirkung der Kampagne untersucht.

Das Bild aus dem Jahr 1990 kann als historische Quelle genutzt werden. Untersuche, welche Person, welche Botschaft und welches politische Ereignis in den Mittelpunkt gestellt werden. Vergleiche anschließend die Gestaltung mit einem heutigen digitalen Wahlkampfbeitrag.


Mittel und Formen des Wahlkampfs


Direkte Begegnung

Zur direkten Kommunikation gehören Informationsstände, Haustürgespräche, Bürgerdialoge, Kundgebungen und Podiumsdiskussionen. Diese Formen ermöglichen Rückfragen und persönliche Eindrücke. Gleichzeitig erreicht ein einzelnes Gespräch nur wenige Menschen und hängt stark von Ort, Zeit und Auftreten ab.


Wahlplakate und gedruckte Werbung

Wahlplakate arbeiten meist mit wenigen Elementen: einem Bild, einem Parteilogo, einer Farbe und einer kurzen Aussage. Sie müssen schnell erfasst werden können. Deshalb vereinfachen sie politische Inhalte besonders stark.

Bei der Analyse eines Wahlplakats kannst Du in vier Schritten vorgehen:

  1. Beschreiben: Was ist sachlich zu sehen und zu lesen?
  2. Untersuchen: Wie wirken Farbe, Bildausschnitt, Schrift, Symbol und Anordnung?
  3. Deuten: Welche Botschaft und welches Menschen- oder Gesellschaftsbild werden vermittelt?
  4. Bewerten: Ist die Aussage nachvollziehbar, überprüfbar, fair und passend zur Zielgruppe?


Wahlprogramm, Rede und Debatte

Ein Wahlprogramm enthält politische Ziele und geplante Maßnahmen. Es ist meist ausführlicher als ein Plakat oder ein kurzer Videoclip. Reden und Interviews verdichten diese Inhalte. In einer Wahldebatte treffen unterschiedliche Positionen öffentlich aufeinander.

Achte beim Vergleich darauf, ob eine Aussage ein Ziel, eine konkrete Maßnahme, eine Begründung oder nur eine allgemeine Wertvorstellung enthält. Die Aussage „Wir wollen bessere Bildung“ beschreibt ein Ziel. Erst Angaben zu Finanzierung, Zuständigkeit und Umsetzung machen daraus einen genauer prüfbaren Vorschlag.


Fernsehen, Radio und Presse

Journalistische Medien wählen Themen aus, fragen nach und ordnen Aussagen ein. Dadurch können sie zur Kontrolle politischer Macht beitragen. Medienberichte sind aber nie eine vollständige Abbildung aller Ereignisse. Auswahl, Überschrift, Bild und Sendezeit beeinflussen, was besonders wichtig erscheint.

Für eine begründete Meinung ist es sinnvoll, mehrere seriöse Quellen zu vergleichen und zwischen Nachricht, Kommentar, Analyse, Satire und bezahlter Werbung zu unterscheiden.


Wahlkampf im Internet und in sozialen Medien

Soziale Netzwerke ermöglichen schnelle Kommunikation, direkte Reaktionen und große Reichweiten. Parteien und Kandidierende können eigene Inhalte verbreiten, ohne dass eine Redaktion sie vorher auswählt. Unterstützende können Beiträge teilen und kommentieren.

Dabei entstehen besondere Risiken: verkürzte Botschaften, personalisierte Werbung, emotionalisierende Inhalte, manipulierte Bilder, Deepfakes, koordinierte Scheinunterstützung und falsche Behauptungen können sich schnell verbreiten. Empfehlungsalgorithmen können dazu führen, dass Du ähnliche Inhalte immer wieder siehst.

Prüffrage: Würde dieselbe Botschaft auf einem Straßenplakat, in einem längeren Interview und in einem kurzen Social-Media-Video gleich wirken? Begründe Deine Einschätzung.


Wahlkampfstrategien

Eine Strategie verbindet Ziele, Zielgruppen, Themen, Personen und Medien. Häufige strategische Elemente sind:

  1. Themensetzung: Bestimmte Probleme sollen die öffentliche Diskussion bestimmen.
  2. Personalisierung: Eine Kandidatin oder ein Kandidat steht besonders im Mittelpunkt.
  3. Mobilisierung: Eigene Unterstützende werden zur Teilnahme und Mitarbeit bewegt.
  4. Abgrenzung: Unterschiede zu politischen Mitbewerbenden werden betont.
  5. Emotionalisierung: Hoffnung, Stolz, Sorge oder Ärger sollen Aufmerksamkeit erzeugen.
  6. Wiederholung: Eine kurze Kernbotschaft wird in vielen Formaten wiederholt.

Eine Strategie ist nicht allein deshalb undemokratisch, weil sie Gefühle anspricht. Politische Entscheidungen haben immer auch mit Werten und Erfahrungen zu tun. Kritisch wird Emotionalisierung, wenn Angst erzeugt, Menschen abgewertet oder überprüfbare Tatsachen bewusst verzerrt werden.


Positive und negative Kampagnen

Positive Kampagnen stellen eigene Ziele, Personen und Erfolge in den Vordergrund. Negative Kampagnen kritisieren Gegnerinnen und Gegner. Kritik ist ein notwendiger Teil demokratischer Auseinandersetzung. Sie sollte sich jedoch auf überprüfbare Aussagen, Entscheidungen und Programme beziehen.

Persönliche Herabsetzung, erfundene Behauptungen und pauschale Feindbilder verschlechtern die politische Debatte. Prüfe deshalb, ob eine Kritik belegt ist und ob sie sich gegen eine Position oder gegen die Würde einer Person richtet.


Regeln, Fairness und Demokratie

Demokratischer Wahlkampf findet nicht in einem rechtsfreien Raum statt. Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und der Schutz der Persönlichkeit gelten auch im Wahlkampf. Parteien müssen sich an Gesetze halten. Für Plakate, Veranstaltungen, Datenschutz, Finanzierung und Medienauftritte bestehen unterschiedliche Vorgaben.

Ein fairer Wettbewerb braucht außerdem politische Regeln und demokratische Haltung. Dazu gehören die Anerkennung freier Wahlen, die Möglichkeit zu öffentlicher Kritik, die friedliche Auseinandersetzung und die Akzeptanz eines rechtmäßig festgestellten Wahlergebnisses.


Chancengleichheit und Transparenz

Parteien unterscheiden sich in Mitgliederzahl, Geld, Bekanntheit und medialer Aufmerksamkeit. Demokratische Chancengleichheit bedeutet nicht, dass alle Kampagnen gleich groß sind. Staatliche Stellen dürfen aber nicht willkürlich einzelne Parteien bevorzugen oder benachteiligen.

Transparenz hilft bei der Beurteilung politischer Kommunikation. Du solltest erkennen können, wer eine Anzeige finanziert, wer einen Beitrag veröffentlicht und ob ein Inhalt journalistisch, privat oder parteipolitisch ist.


Grenzen politischer Kommunikation

Meinungsfreiheit schützt auch zugespitzte und unbequeme Aussagen. Sie schützt jedoch nicht jede Form der Kommunikation. Bedrohung, Beleidigung, Volksverhetzung oder bewusst gefälschte amtliche Dokumente können rechtliche Grenzen überschreiten.

Für die politische Urteilsbildung ist zusätzlich eine ethische Frage wichtig: Selbst wenn eine Aussage rechtlich zulässig ist, ist sie auch sachlich fair, respektvoll und demokratiefördernd?


Desinformation erkennen

Desinformation ist eine absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Information. Davon zu unterscheiden sind Irrtum, Satire und eine politische Meinung. Besonders im Wahlkampf können falsche Inhalte Vertrauen zerstören, Gruppen gegeneinander aufbringen oder Zweifel am Wahlverfahren säen.

Nutze bei verdächtigen Behauptungen den Faktencheck in sechs Schritten:

  1. Suche nach der ursprünglichen Quelle.
  2. Prüfe Datum, Autorenschaft und vollständigen Zusammenhang.
  3. Vergleiche mehrere voneinander unabhängige seriöse Quellen.
  4. Unterscheide Tatsachenbehauptung, Prognose und Meinung.
  5. Prüfe Bilder mit einer Rückwärtssuche oder suche nach älteren Veröffentlichungen.
  6. Teile einen Inhalt erst, wenn Herkunft und Aussage ausreichend geklärt sind.


Typische Warnzeichen

Warnzeichen sind kein endgültiger Beweis, aber ein Anlass zur Prüfung. Dazu gehören eine extrem empörende Überschrift, fehlende Quellen, ein unbekanntes Konto, ein aus dem Zusammenhang geschnittener Ausschnitt, auffällige Bildfehler oder die Aufforderung, einen Beitrag sofort weiterzuleiten.

Auch echte Bilder können täuschen, wenn sie mit einem falschen Ort, Datum oder Ereignis verbunden werden. Deshalb reicht die Frage „Ist das Bild echt?“ nicht aus. Ebenso wichtig ist die Frage „Wird das Bild im richtigen Zusammenhang gezeigt?“.


Politische Urteilsbildung

Ein politisches Urteil verbindet Sachwissen, Werte und Folgenabschätzung. Es geht nicht nur darum, welcher Slogan Dir spontan gefällt.

Du kannst Wahlkampfaussagen mit folgenden Fragen prüfen:

  1. Problem: Welches gesellschaftliche Problem wird beschrieben?
  2. Ziel: Was soll erreicht werden?
  3. Maßnahme: Welche konkrete Handlung wird vorgeschlagen?
  4. Begründung: Welche Daten, Werte oder Erfahrungen werden genannt?
  5. Folgen: Wer profitiert, wer trägt Kosten und welche Nebenwirkungen sind möglich?
  6. Umsetzbarkeit: Welche politische Ebene ist zuständig und welche Mittel werden benötigt?
  7. Alternative: Welche anderen Lösungen gibt es?
  8. Quelle: Woher stammen die Informationen?


Beispiel für einen sachlichen Vergleich

Angenommen, zwei Parteien versprechen bessere Busverbindungen. Partei A fordert mehr Geld des Bundes. Partei B will, dass Landkreise zusätzliche Linien bestellen. Für einen sinnvollen Vergleich musst Du prüfen, welche Ebene zuständig ist, wie die Maßnahmen finanziert werden, wann sie wirken könnten und welche Regionen erreicht werden.

So wird aus einem Vergleich von Schlagworten eine politische Analyse. Du musst dabei nicht neutral gegenüber allen Zielen sein. Du solltest aber fair prüfen, Tatsachen von Bewertungen trennen und Gegenargumente berücksichtigen.


Zusammenfassung

Wahlkampf ist ein notwendiger Teil demokratischer Wahlen. Er informiert, mobilisiert und macht politische Unterschiede sichtbar. Gleichzeitig arbeitet er mit Auswahl, Vereinfachung, Wiederholung und Emotionen. Deshalb ist Medien- und Urteilskompetenz besonders wichtig.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Wahlkampf bedeutet: Programme vergleichen, Quellen prüfen, Werbung erkennen, andere Meinungen respektieren und die eigene Entscheidung begründen. Demokratie lebt nicht nur vom Wahltag, sondern auch von einer offenen und fairen Auseinandersetzung davor.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein zentrales Ziel von Wahlkampf? (Menschen über politische Angebote zu informieren und Stimmen zu gewinnen) (!Alle politischen Unterschiede zu beseitigen) (!Journalistische Medien zu ersetzen) (!Wahlen nachträglich zu verändern)




Welche Aussage beschreibt Mobilisierung im Wahlkampf? (Menschen zur politischen Beteiligung und Wahlteilnahme zu bewegen) (!Stimmzettel bereits vor dem Wahltag auszuzählen) (!Alle Wahlprogramme gleich zu formulieren) (!Kritische Fragen zu verbieten)




Welches Medium gehört zur direkten Begegnung im Wahlkampf? (Ein Gespräch am Informationsstand) (!Eine geheime Datenbank) (!Ein amtlicher Gerichtsbescheid) (!Ein Schulzeugnis)




Was sollte bei einem Wahlplakat zuerst geschehen? (Bild und Text sachlich beschreiben) (!Sofort die Partei bewerten) (!Den Slogan ungeprüft übernehmen) (!Nur die Hintergrundfarbe beachten)




Was enthält ein Wahlprogramm typischerweise? (Politische Ziele und geplante Maßnahmen) (!Die amtliche Auszählung aller Stimmen) (!Private Nachrichten aller Kandidierenden) (!Eine Liste verbotener Meinungen)




Welche Möglichkeit bieten soziale Medien im Wahlkampf? (Schnelle direkte Kommunikation mit vielen Menschen) (!Automatisch geprüfte Wahrheit aller Beiträge) (!Vollständigen Schutz vor Manipulation) (!Gleiche Reichweite für jedes Konto)




Was ist Desinformation? (Absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Information) (!Jede politische Meinung) (!Jeder Schreibfehler) (!Jede satirische Darstellung)




Welche Frage hilft beim Prüfen einer Wahlkampfaussage? (Welche konkrete Maßnahme wird vorgeschlagen) (!Welche Farbe gefällt mir am besten) (!Wie oft wurde der Slogan wiederholt) (!Wie kurz ist der Name der Partei)




Woran kann bezahlte politische Werbung erkennbar sein? (An einer Kennzeichnung und einem benannten Absender) (!An besonders großen Buchstaben) (!An einer hohen Zahl von Kommentaren) (!An einem kurzen Videoformat)




Was gehört zu einem fairen demokratischen Wahlkampf? (Kritik an Positionen mit überprüfbaren Argumenten) (!Erfundene Behauptungen über Personen) (!Bedrohung politischer Mitbewerbender) (!Verheimlichung des Absenders jeder Anzeige)





Memory

Wahlprogramm Politische Ziele und geplante Maßnahmen
Mobilisierung Menschen zur Beteiligung bewegen
Zielgruppe Besonders angesprochener Teil der Bevölkerung
Wahldebatte Öffentlicher Vergleich politischer Positionen
Desinformation Absichtlich irreführende oder falsche Information
Transparenz Absender und Finanzierung nachvollziehbar machen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Information Politische Ziele und Kandidierende vorstellen
Mobilisierung Menschen zur Wahlteilnahme bewegen
Personalisierung Eine politische Person in den Mittelpunkt stellen
Emotionalisierung Gefühle zur Verstärkung einer Botschaft ansprechen
Faktencheck Herkunft und Richtigkeit einer Behauptung prüfen
Transparenz Absender und Finanzierung sichtbar machen






Kreuzworträtsel

Wahlprogramm Wie heißt das Dokument mit politischen Zielen und geplanten Maßnahmen?
Zielgruppe Wie heißt eine besonders angesprochene Bevölkerungsgruppe?
Plakat Welches gedruckte Wahlkampfmittel steht häufig an Straßen?
Debatte Wie heißt der öffentliche Austausch unterschiedlicher Positionen?
Reichweite Wie nennt man die Zahl oder Größe der erreichten Menschen?
Mobilisierung Wie heißt das Aktivieren von Menschen zur politischen Beteiligung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Wahlkampf findet vor einer

statt. Parteien stellen dabei ihre politischen Ziele in einem

vor. Eine wichtige Funktion ist die

über unterschiedliche politische Angebote. Das Aktivieren von Unterstützenden und Wahlberechtigten heißt

. Kurze Botschaften auf Straßen werden häufig durch ein

verbreitet. Die gezielte Ansprache einer Bevölkerungsgruppe richtet sich an eine

. Absichtlich verbreitete falsche oder irreführende Inhalte nennt man

. Beim Prüfen einer Behauptung sollte zuerst die ursprüngliche

gesucht werden. Die sichtbare Angabe von Absender und Finanzierung verbessert die

. Ein begründetes politisches Urteil berücksichtigt Ziele, Maßnahmen und mögliche

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wahlplakat beschreiben: Suche ein aktuelles oder historisches Wahlplakat und beschreibe Bild, Farben, Schrift und Slogan, ohne es zunächst zu bewerten.
  2. Slogan untersuchen: Wähle einen politischen Slogan und formuliere in drei Sätzen, welches Problem, welches Ziel und welche Zielgruppe angesprochen werden.
  3. Begriffe erklären: Erstelle fünf Lernkarten zu Wahlprogramm, Mobilisierung, Zielgruppe, Desinformation und Transparenz.
  4. Medienvergleich: Vergleiche einen gedruckten Wahlkampfbeitrag mit einem kurzen Social-Media-Beitrag und notiere zwei Unterschiede.


Standard

  1. Plakatanalyse: Analysiere ein Wahlplakat mit den Schritten Beschreiben, Untersuchen, Deuten und Bewerten.
  2. Quellencheck: Prüfe eine überprüfbare Aussage aus einem Wahlkampfbeitrag mithilfe von mindestens drei voneinander unabhängigen Quellen.
  3. Podiumsdiskussion planen: Entwickle sechs faire Fragen für eine schulische Diskussion mit Kandidierenden und begründe die Reihenfolge.
  4. Eigene Kampagne: Gestalte für ein erfundenes schulpolitisches Thema ein Plakat, einen kurzen Redetext und einen transparent gekennzeichneten Onlinebeitrag.


Schwer

  1. Wahlprogramme vergleichen: Vergleiche die Vorschläge mehrerer Parteien zu einem Thema anhand von Ziel, Maßnahme, Finanzierung, Zuständigkeit und möglichen Folgen.
  2. Algorithmus und Wahlkampf: Erkläre in einem Schaubild, wie Empfehlungssysteme politische Reichweite beeinflussen können, und entwickle Schutzmöglichkeiten.
  3. Interviewprojekt: Führe Interviews mit Menschen verschiedener Altersgruppen über ihre Wahrnehmung von Wahlkampf und werte Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede aus.
  4. Demokratiekodex: Entwickle einen begründeten Kodex für fairen digitalen Wahlkampf mit mindestens acht Regeln und wende ihn auf zwei Beispiele an.




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Lernkontrolle

  1. Strategievergleich: Zwei Kampagnen nutzen dieselbe politische Forderung, aber unterschiedliche Bilder und Zielgruppen. Analysiere, wie sich die Wirkung verändert.
  2. Konflikt zwischen Information und Werbung: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wann Vereinfachung hilfreich ist und wann sie zur Irreführung werden kann.
  3. Transfer auf die Schule: Entwirf Regeln für einen fairen Wahlkampf bei einer Schülersprecherwahl und begründe jede Regel.
  4. Fallanalyse Desinformation: Entwickle ein Vorgehen für eine Klasse, die kurz vor einer Wahl einen ungeprüften politischen Beitrag erhält.
  5. Urteilsaufgabe: Beurteile die Aussage „Emotionen haben im Wahlkampf nichts zu suchen“ mit Argumenten dafür, dagegen und einem begründeten Schluss.
  6. Medienverantwortung: Erkläre, wie Parteien, Plattformen, Journalismus und Nutzende gemeinsam zu einem fairen Informationsraum beitragen können.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du politische Kommunikation nicht nur wiedergeben, sondern untersuchen und beurteilen kannst.

  1. Du erklärst Funktionen, Akteure und Formen des Wahlkampfs mit passenden Fachbegriffen.
  2. Du analysierst mindestens ein Wahlkampfmedium methodisch und nachvollziehbar.
  3. Du trennst Tatsachenbehauptungen, Meinungen, Ziele und konkrete Maßnahmen.
  4. Du vergleichst unterschiedliche politische Quellen fair und quellenkritisch.
  5. Du erkennst mögliche Desinformation und dokumentierst Deine Prüfschritte.
  6. Du entwickelst ein begründetes Urteil, berücksichtigst Gegenargumente und formulierst respektvoll.
  7. Du kennzeichnest eigene politische Medien transparent und beachtest Urheberrechte.




OERs zum Thema


Weitere freie Lernzugänge

  1. Wahl: Grundbegriffe demokratischer Wahlen und Wahlgrundsätze.
  2. Partei: Aufgaben und Bedeutung politischer Parteien.
  3. Wahlprogramm: Aufbau, Funktion und Vergleich politischer Programme.
  4. Medienkompetenz: Informationen finden, prüfen und bewerten.
  5. Desinformation: Formen, Wirkungen und Gegenstrategien.
  6. Politische Partizipation: Möglichkeiten demokratischer Beteiligung.


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