Schmiedekunst im öffentlichen Raum - Schmied


Schmiedekunst im öffentlichen Raum - Schmied
Einleitung
Schmiedekunst im öffentlichen Raum verbindet handwerkliche Metallgestaltung, Konstruktion, Gestaltung und Verantwortung für einen dauerhaft genutzten Ort. Geschmiedete Tore, Gitter, Geländer, Brunnen, Leuchten, Schilder, Denkmale und freie Skulpturen prägen Plätze, Parks, Wege und Gebäude. Sie müssen nicht nur gestalterisch überzeugen, sondern auch standsicher, dauerhaft, wartbar und für den vorgesehenen Standort geeignet sein.
Der traditionelle Begriff Schmied bezeichnet eine Fachkraft, die Metall vor allem durch Druck und Schlag umformt. In Deutschland ist der heutige anerkannte Ausbildungsbezug insbesondere der Ausbildungsberuf Metallbauerin beziehungsweise Metallbauer in der Fachrichtung Metallgestaltung. Die Ausbildung dauert regulär 42 Monate. Zum Berufsbild gehören unter anderem Entwerfen, Messen, Trennen, Warm- und Kaltumformen, Fügen, Montieren sowie das Behandeln und Schützen von Oberflächen.

Der gezielte Hammerschlag verformt das erwärmte Metall am Amboss. Form, Temperatur, Schlagrichtung und Auflagepunkt bestimmen das Ergebnis.
In diesem Lernkurs lernst Du, einen Auftrag für Schmiedekunst im öffentlichen Raum vom Standortbezug über Entwurf und Fertigung bis zur Montage und Instandhaltung fachlich zu beurteilen. Im Mittelpunkt stehen die typischen Aufgaben einer Fachkraft für Metallgestaltung.
Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du den Unterschied zwischen einer dekorativen Idee und einer fachgerecht geplanten Arbeit im öffentlichen Raum erklären. Du kannst geeignete Schmiedeverfahren und Verbindungen benennen, Werkstoff- und Oberflächenentscheidungen begründen, Gefährdungen einschätzen und einen einfachen Projektablauf dokumentieren.
Schmiedekunst und öffentlicher Raum
Kunst im öffentlichen Raum steht in einem räumlichen, sozialen und kulturellen Zusammenhang. Ein Werk wird von vielen Menschen aus unterschiedlichen Blickrichtungen, bei wechselndem Licht und über lange Zeit wahrgenommen. Es kann Orientierung geben, lokale Geschichte sichtbar machen, einen Zugang markieren oder einen Aufenthaltsort aufwerten. Gleichzeitig ist es Witterung, Berührung, Verschmutzung, Vandalismus und mechanischer Beanspruchung ausgesetzt.
Schmiedekunst kann dabei unterschiedliche Funktionen übernehmen:
- Tore und Zugänge: Sie markieren Übergänge und verbinden Gestaltung mit Schließ- und Schutzfunktionen.
- Geländer und Gitter: Sie sichern Bereiche und gliedern Räume, wobei Abstände, Höhen, Anschlüsse und mögliche Fangstellen fachgerecht geplant werden müssen.
- Skulpturen und Denkmale: Sie wirken als eigenständige Kunstwerke und benötigen ein abgestimmtes Trag-, Fundament- und Montagekonzept.
- Stadtmöbel und Ausstattung: Bänke, Leuchten, Wegweiser oder Fahrradständer verbinden Nutzung, Ergonomie und Gestaltung.
- Historische Schmiedearbeiten: Erhaltung, Ergänzung und Reparatur verlangen eine genaue Bestandsaufnahme und materialgerechte Verfahren.

Das geschmiedete Tor nutzt pflanzliche Formen. Die Gestaltung nimmt Bewegung und Wachstum als Motiv auf und bildet zugleich eine räumliche Grenze.
Fachbegriff Schmiedeeisen
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird fast jede geschmiedete Eisen- oder Stahlarbeit als Schmiedeeisen bezeichnet. Fachlich ist zu unterscheiden: Historisches Schmiedeeisen ist ein durch ältere Herstellungsverfahren entstandener, schmiedbarer Eisenwerkstoff mit charakteristischen Schlackeneinschlüssen. Moderne Schmiedearbeiten werden häufig aus geeigneten unlegierten oder niedrig legierten Stählen gefertigt. Bei Reparaturen an historischen Bauteilen darf deshalb nicht ohne Prüfung angenommen werden, dass Altmaterial und moderner Baustahl gleich reagieren.
Vom Ort zum Entwurf
Eine überzeugende Arbeit beginnt nicht an der Esse, sondern mit dem Auftrag und dem Standort. Du klärst Zweck, Abmessungen, Nutzung, gewünschte Wirkung, Budget, Termin und Zuständigkeiten. Im öffentlichen Raum kommen weitere Beteiligte hinzu, etwa Auftraggebende, Kommune, Freiraumplanung, Architektur, Tragwerksplanung, Denkmalschutz, Tiefbau und Montagebetrieb.
Standortanalyse
Bei der Standortanalyse werden Maße, Untergrund, Gefälle, Sichtachsen, Verkehrswege, Beleuchtung, Vegetation und vorhandene Bauwerke erfasst. Ebenso wichtig sind die späteren Nutzerinnen und Nutzer. Ein Objekt darf Wege nicht ungewollt verengen, keine vermeidbaren Stolper-, Schnitt- oder Fangstellen schaffen und muss bei erforderlicher Berührung eine geeignete Oberflächenqualität besitzen.
Für die Dokumentation eignen sich Aufmaßskizzen, Fotos, Lageplan, Materialproben und ein kurzer Bericht. Messpunkte müssen eindeutig bezeichnet sein. Bei unebenem Gelände sind Höhenbezüge und Anschlussmaße besonders sorgfältig aufzunehmen.

Ein metallischer Zugang kann Kunstwerk, Wegmarke und ortsbezogene Erzählung zugleich sein.
Gestaltung und Formensprache
Schmiedegestaltung lebt von Materialquerschnitt, Rhythmus, Wiederholung, Kontrast und handwerklich erzeugten Übergängen. Eine Form wirkt anders, wenn sie aus einem massiven Stab ausgeschmiedet, aus Blech ausgeschnitten oder aus mehreren Teilen verschweißt wurde. Fachgerechte Gestaltung zeigt die Entstehung des Bauteils und nutzt das Verhalten des Werkstoffs.
Ein Entwurf wird über Freihandskizzen, Varianten, Ansichten, Schnitte, Details und gegebenenfalls Modelle entwickelt. Bei größeren Objekten helfen CAD-Daten und ein Modell im Maßstab, Proportionen, Blickrichtungen und Montageabschnitte zu prüfen. Künstlerische Freiheit ersetzt jedoch keine konstruktive Klärung.

Historische Gitterwerke zeigen, wie Ornament, Teilung, Rahmen und handwerkliche Verbindung zu einer Gesamtkomposition werden.
Werkstoffe und Schmiedeverfahren
Für geschmiedete Außenobjekte werden Werkstoffe nach Umformbarkeit, Festigkeit, Schweißbarkeit, Korrosionsverhalten, Oberflächenwirkung, Verfügbarkeit und Kosten gewählt. Baustähle lassen sich je nach Sorte gut schmieden und fügen. Nichtrostende Stähle, Kupferwerkstoffe oder wetterfeste Baustähle verlangen angepasste Verfahren und eine bewusste gestalterische Entscheidung. Werkstoffbezeichnungen und Lieferzustände sind aus den technischen Unterlagen zu übernehmen.
Beim Warmumformen wird das Werkstück in einem geeigneten Temperaturbereich plastisch verformt. Die Glühfarbe kann eine Orientierung geben, ersetzt aber keine sichere Prozesskenntnis. Werkstoff, Querschnitt, Beleuchtung, Erwärmungsart und Umformgrad beeinflussen das Verhalten.
Zentrale Schmiedeverfahren
- Strecken: Der Querschnitt wird verringert und das Werkstück verlängert.
- Stauchen: Das Werkstück wird verkürzt und der Querschnitt vergrößert.
- Biegen: Das Werkstück wird über Horn, Kante, Schablone oder Vorrichtung in eine gekrümmte Form gebracht.
- Tordieren: Ein Stab wird kontrolliert um seine Längsachse verdreht.
- Lochen und Aufdornen: Öffnungen werden hergestellt und mit Dornen auf Form und Maß gebracht.
- Spalten: Ein Querschnitt wird geteilt, um Verzweigungen oder Endformen zu erzeugen.
- Schmiedeschweißen: Erwärmte Fügeflächen werden unter geeigneten Bedingungen durch Druck und Schlag stoffschlüssig verbunden.
Der Kraft- oder Lufthammer unterstützt bei großen Querschnitten und wiederholbaren Umformschritten. Das Werkstück muss sicher geführt und der Arbeitsbereich freigehalten werden.
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Handwerkliche Verbindungen
Für Schmiedearbeiten sind sichtbare Verbindungen oft Teil der Gestaltung. Typisch sind Nieten, Bunde, Laschen, Ösen, Zapfen, Keile und Durchsteckverbindungen. Ergänzend werden Schweiß-, Schraub- oder Klemmverbindungen eingesetzt. Die Verbindung muss Kräfte sicher übertragen, montierbar sein und zur geplanten Oberfläche passen.
Eine Schweißnaht kann technisch sinnvoll sein, darf aber nicht unüberlegt an einer stark sichtbaren Stelle liegen. Ein Niet ist gestalterisch überzeugend, wenn Lochung, Schaftlänge, Setzkopf und Schließkopf fachgerecht ausgeführt sind. Bei lösbaren Verbindungen sind Sicherung, Zugänglichkeit und Korrosionsschutz mitzudenken.
Konstruktion, Fertigung und Qualität
Eine Schmiedearbeit im öffentlichen Raum ist häufig eine Baugruppe aus geschmiedeten Einzelteilen, Profilen, Blechen, Normteilen und Befestigungselementen. Vor der Fertigung werden Einzelteilzeichnungen, Stückliste, Arbeitsfolge und Prüfmerkmale festgelegt. Große Objekte werden in transportierbare und montierbare Abschnitte geteilt.
Wichtige Qualitätsmerkmale sind Maßhaltigkeit, Symmetrie oder bewusst geplante Abweichung, saubere Übergänge, sichere Verbindungen, geeignete Kanten, durchgängiger Korrosionsschutz und eine kontrollierte Oberflächenwirkung. Handwerkliche Spuren dürfen sichtbar sein, wenn sie Teil des Entwurfs sind. Unbeabsichtigte Kerben, Risse, scharfe Grate oder unvollständige Verbindungen sind dagegen Mängel.
Probemontage und Dokumentation
Vor der Auslieferung wird die Baugruppe möglichst vollständig oder abschnittsweise probeweise montiert. Dabei prüfst Du Passungen, Bohrbilder, Bewegungsfunktionen, Diagonalen, Anschlüsse und Montagefolge. Kennzeichnungen an Einzelteilen erleichtern den Aufbau vor Ort.
Zur Projektdokumentation gehören je nach Auftrag Entwurf, Freigabe, Zeichnungen, Stückliste, Werkstoffnachweise, Prüfprotokolle, Angaben zum Oberflächensystem, Fotos, Montageanweisung und Pflegehinweise. Änderungen sind nachvollziehbar einzutragen.
Oberfläche und Korrosionsschutz
Die Oberfläche bestimmt Aussehen, Haptik und Dauerhaftigkeit. Zunder, Schmiedespuren und Bürststrukturen können gestalterisch gewollt sein. Trotzdem muss die Oberfläche so vorbereitet werden, dass das gewählte Schutzsystem haftet und Fehlstellen erkannt werden.
Mögliche Systeme sind geeignete Beschichtungen, Feuerverzinken, Metallisieren, Brünieren oder Patinieren mit anschließendem Schutzaufbau sowie Duplexsysteme aus Zinküberzug und Beschichtung. Nicht jedes Verfahren passt zu jeder Form. Spalte, Sackräume, überlappende Bleche und schlecht entwässerte Hohlräume erhöhen das Korrosionsrisiko. Bei hohlen Bauteilen müssen Entlüftungs- und Ablauföffnungen bereits konstruktiv berücksichtigt werden.

Oberflächenwirkung und Schutz sind gemeinsam zu planen. Feine Details dürfen durch Vorbereitung und Beschichtung nicht ungewollt verloren gehen.
Montage im öffentlichen Raum
Die Montage ist Teil der Gestaltung und der technischen Verantwortung. Vor Beginn werden Zufahrt, Hebezeuge, Absperrung, Untergrund, Leitungen, Fundament, Ankerpunkte und Wetterbedingungen geprüft. Anschlagmittel müssen zum Gewicht und zur Geometrie passen. Empfindliche Oberflächen werden durch geeignete Zwischenlagen geschützt.
Ankerplatten, Einbauteile, Schraubverbindungen und Vergussbereiche übertragen die Lasten in Fundament oder Baukörper. Ihre Ausführung richtet sich nach Planung und statischen Vorgaben. Ein Kunstobjekt darf nicht allein nach Gefühl befestigt werden. Nach dem Ausrichten werden Verbindungen kontrolliert, Schutzstellen nachgearbeitet und der Montagebereich sauber übergeben.

Freistehende Metallkunst benötigt ein abgestimmtes System aus Objekt, Fußpunkt, Verbindung und Untergrund.
Nutzung, Wartung und Instandhaltung
Öffentliche Objekte werden regelmäßig beobachtet und bei Bedarf geprüft. Zu achten ist auf lockere Verbindungen, Beschädigungen, Risse, scharfe Kanten, Korrosionsstellen, stehendes Wasser, Verschmutzung und Veränderungen am Fundament. Kleine Beschichtungsschäden sollten frühzeitig nach dem vorgesehenen System ausgebessert werden.
Pflegehinweise müssen verständlich beschreiben, welche Reinigungsmittel, Werkzeuge und Reparaturmaterialien zulässig sind. Eine gute Konstruktion ermöglicht Kontrolle und Wartung, ohne das Werk unnötig zu zerlegen.

Große Metallkunstwerke wirken aus der Ferne anders als im Detail. Die Kontrolle muss deshalb sowohl Gesamtform als auch Anschlüsse und Oberflächen erfassen.
Arbeitsschutz und Umweltschutz
Beim Schmieden entstehen Gefährdungen durch Hitze, Wärmestrahlung, Funken, Zunder, Lärm, Vibration, Quetschstellen, schwere Lasten und gegebenenfalls Rauche oder Gase. Schutzmaßnahmen werden aus der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung, den Betriebsanweisungen und dem konkreten Arbeitsverfahren abgeleitet.
Wesentlich sind ein geordneter Arbeitsplatz, sichere Werkstückablagen, geeignete Zangen, geprüfte Maschinen, wirksame Lüftung, Brandschutz und passende persönliche Schutzausrüstung. Dazu können Augen- oder Gesichtsschutz, Gehörschutz, Schutzschuhe sowie geeignete, eng anliegende Arbeits- und Schutzkleidung gehören. Lose Kleidung, Schmuck und unkontrolliert abgelegte heiße Werkstücke sind zu vermeiden. Vor Montagearbeiten werden Verkehrs- und Gefahrenbereiche abgesperrt.
Umweltschutz beginnt bei der Materialplanung. Verschnitt wird reduziert, Stähle werden sortenrein getrennt, Beschichtungsstoffe fachgerecht verarbeitet und Abfälle entsprechend den betrieblichen Vorgaben entsorgt. Dauerhafte, reparierbare Konstruktionen schonen Ressourcen.
Projektbeispiel: Geschmiedete Wegmarke
Eine Kommune beauftragt eine geschmiedete Wegmarke für den Zugang zu einem historischen Handwerksquartier. Das Motiv soll auf Wasser, Hammer und Ortsgeschichte verweisen. Der Standort liegt an einem gepflasterten Weg.
Zuerst werden Sichtachsen, Wegbreite, Untergrund und mögliche Leitungen erfasst. Danach entstehen mehrere Entwurfsvarianten. Der ausgewählte Entwurf besteht aus einem tragenden Rahmen, geschmiedeten Wellenformen, einem stilisierten Hammer und einer beschrifteten Tafel. Für jedes Bauteil werden Werkstoff, Querschnitt, Verbindung und Oberfläche festgelegt.
Die Wellen werden gestreckt, gebogen und teilweise tordiert. Das Hammermotiv wird aus einem stärkeren Querschnitt ausgeschmiedet. Sichtbare Niete verbinden die Motive mit dem Rahmen. Eine verdeckte Schraubverbindung koppelt das Objekt an eine geplante Ankerplatte. Nach Probemontage und Maßkontrolle erfolgt der vorgesehene Korrosionsschutz. Auf der Baustelle wird das Objekt mit geeignetem Hebezeug gesetzt, ausgerichtet und nach Plan befestigt. Die Dokumentation enthält Fotos, Prüfmaße und Pflegehinweise.
Dieses Beispiel zeigt: Die Qualität entsteht nicht nur durch einen gelungenen Schmiedevorgang, sondern durch die Verbindung von Gestaltung, Werkstoffkunde, Konstruktion, Arbeitsschutz, Montage und Dokumentation.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welcher anerkannte Ausbildungsberuf ist in Deutschland besonders eng mit moderner Schmiedegestaltung verbunden? (Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung) (!Metallbauer Fachrichtung Nutzfahrzeugbau) (!Zerspanungsmechaniker) (!Gießereimechaniker)
Was bewirkt das Strecken beim Schmieden? (Der Querschnitt wird kleiner und das Werkstück länger) (!Der Querschnitt wird größer und das Werkstück kürzer) (!Das Werkstück wird nur oberflächlich beschichtet) (!Zwei Bauteile werden verschraubt)
Welche Aufgabe gehört zur Standortanalyse? (Sichtachsen Wege Untergrund und Anschlüsse erfassen) (!Nur die Hammerform auswählen) (!Ausschließlich die Werkstatt reinigen) (!Nur das fertige Objekt fotografieren)
Was ist beim öffentlichen Raum zusätzlich zur Gestaltung besonders wichtig? (Standsicherheit Dauerhaftigkeit und sichere Nutzung) (!Möglichst viele scharfe Spitzen) (!Eine verdeckte Dokumentation) (!Der Verzicht auf Wartung)
Welche Verbindung ist typisch für sichtbare traditionelle Schmiedearbeiten? (Nietverbindung) (!Klebebandverbindung) (!Steckverbindung aus Karton) (!Kabelbinderverbindung)
Warum wird eine Probemontage durchgeführt? (Um Passungen Anschlüsse und Montagefolge zu prüfen) (!Um Werkstoffnachweise zu ersetzen) (!Um den Korrosionsschutz zu entfernen) (!Um Maße zufällig zu verändern)
Was bezeichnet ein Duplexsystem beim Korrosionsschutz? (Einen Zinküberzug mit zusätzlicher Beschichtung) (!Zwei ungeschützte Stahlbleche) (!Eine doppelte Hammerschlagfolge) (!Zwei verschiedene Ambosse)
Was muss bei hohlen Bauteilen vor dem Feuerverzinken konstruktiv bedacht werden? (Entlüftungs- und Ablauföffnungen) (!Eine vollständig geschlossene Luftkammer) (!Eine Beschriftung mit Filzstift) (!Ein Verzicht auf jede Bohrung)
Welche Aussage zur Glühfarbe ist fachlich richtig? (Sie ist nur eine Orientierung und ersetzt keine Prozesskenntnis) (!Sie zeigt bei jedem Stahl exakt dieselbe Temperatur) (!Sie ist bei jeder Beleuchtung gleich zu beurteilen) (!Sie macht Werkstoffangaben überflüssig)
Was gehört zur Instandhaltung eines Metallobjekts im Außenraum? (Verbindungen Oberflächen Entwässerung und Fundament prüfen) (!Korrosionsstellen grundsätzlich übersehen) (!Pflegehinweise vernichten) (!Lockere Bauteile nur neu lackieren)
Memory
| Strecken | Querschnitt verringern und Länge erhöhen |
| Stauchen | Querschnitt vergrößern und Länge verkürzen |
| Tordieren | Werkstück um die Längsachse verdrehen |
| Aufdornen | Eine Öffnung mit einem Dorn erweitern |
| Schmiedeschweißen | Erwärmte Fügeflächen durch Druck stoffschlüssig verbinden |
| Duplexsystem | Zinküberzug und Beschichtung kombinieren |
| Ankerplatte | Kräfte in Fundament oder Baukörper einleiten |
| Probemontage | Passung und Aufbau vor der Auslieferung prüfen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Projektphase |
|---|---|
| Standortanalyse | Maße Wege Sichtachsen und Untergrund erfassen |
| Entwurfsplanung | Formensprache Varianten und Proportionen entwickeln |
| Arbeitsvorbereitung | Zeichnungen Stückliste und Fertigungsfolge festlegen |
| Werkstattfertigung | Umformen Fügen Prüfen und Oberfläche vorbereiten |
| Baustellenmontage | Absperren Anschlagen Ausrichten und Befestigen |
...
Kreuzworträtsel
| Amboss | Worauf wird das erwärmte Werkstück beim Handschmieden häufig aufgelegt? |
| Stauchen | Welches Verfahren verkürzt ein Werkstück und vergrößert seinen Querschnitt? |
| Tordieren | Wie heißt das kontrollierte Verdrehen eines Stabes um seine Längsachse? |
| Zunder | Wie heißt die Oxidschicht die sich beim Erwärmen auf Stahl bilden kann? |
| Patina | Wie heißt eine bewusst erzeugte oder natürlich entstandene Oberflächenwirkung? |
| Verzinken | Wie heißt das Aufbringen eines Zinküberzugs zum Korrosionsschutz? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Formensprache: Fotografiere drei Metallobjekte im öffentlichen Raum und beschreibe Linienführung, Rhythmus und Wirkung.
- Schmiedewerkzeug: Erstelle eine beschriftete Skizze von Amboss, Hammer, Zange und Esse und erkläre ihre Aufgaben.
- Standortanalyse: Untersuche einen Platz oder Schulhof und markiere geeignete sowie ungeeignete Standorte für ein Metallobjekt.
- Oberfläche: Lege eine kleine Bildsammlung zu gebürsteten, verzinkten, beschichteten und patinierten Metalloberflächen an.
Standard
- Entwurf: Entwickle drei Varianten für eine geschmiedete Wegmarke mit Bezug zu Deinem Ort und begründe die Auswahl einer Variante.
- Arbeitsplanung: Erstelle für ein einfaches Gitterfeld eine Arbeitsfolge mit Werkstoffen, Werkzeugen, Prüfmaßen und Schutzmaßnahmen.
- Verbindungstechnik: Baue ein Modell aus Karton oder weichem Draht, das Niet, Bund, Lasche und Schraubverbindung gestalterisch vergleicht.
- Instandhaltung: Entwirf eine Prüfliste für ein geschmiedetes Tor im Außenbereich und ordne die Prüfpunkte nach Dringlichkeit.
Schwer
- Projektplanung: Plane ein kleines Kunstobjekt für einen realen öffentlichen Ort einschließlich Aufmaß, Entwurf, Stückliste, Montageidee und Pflegehinweisen.
- Konstruktionskritik: Analysiere ein vorhandenes Metallobjekt auf mögliche Korrosionsfallen, Fangstellen, Wartungsprobleme und konstruktive Verbesserungen.
- Kooperation: Führe ein Interview mit einer Metallgestalterin, einem Metallgestalter oder einer kommunalen Fachperson über Entwurf, Genehmigung und Wartung.
- Präsentation: Produziere ein kurzes Fachvideo, in dem Du den Weg von der Idee über ein Schmiedeverfahren bis zur sicheren Montage erklärst.


Lernkontrolle
- Entwurfsbeurteilung: Vergleiche zwei Entwürfe für ein öffentliches Geländer und entscheide anhand von Gestaltung, Sicherheit, Herstellbarkeit und Wartung, welcher Entwurf weiterentwickelt werden sollte.
- Werkstoffauswahl: Begründe für ein Außenobjekt die Wahl eines geeigneten Werkstoffs und eines passenden Oberflächensystems unter Berücksichtigung von Standort und gewünschter Wirkung.
- Fertigungsstrategie: Entwickle für ein Motiv aus Rahmen, Spirale und Blatt eine sinnvolle Reihenfolge aus Erwärmen, Umformen, Fügen, Prüfen und Oberflächenbehandlung.
- Fehleranalyse: Ein montiertes Objekt zeigt Rost an einer Überlappung und lockere Schrauben am Fußpunkt. Leite wahrscheinliche Ursachen und geeignete Maßnahmen ab.
- Montageplanung: Erstelle ein Sicherheits- und Ablaufkonzept für das Versetzen einer schweren Skulptur an einem öffentlich zugänglichen Platz.
- Transfer: Erkläre, wie sich derselbe Entwurf verändern muss, wenn er statt in einem überdachten Innenhof an einer stark bewitterten Uferpromenade aufgestellt wird.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind besonders wichtig:
- Eine nachvollziehbare Standortanalyse mit Aufmaß und Nutzungskontext.
- Ein gestalterisch begründeter Entwurf mit Ansichten und Details.
- Die korrekte Verwendung von Fachbegriffen zu Schmiedeverfahren und Verbindungstechniken.
- Eine begründete Werkstoff- und Oberflächenwahl.
- Eine realistische Fertigungs- und Montageplanung.
- Die Berücksichtigung von Arbeitsschutz, Dauerhaftigkeit und Wartung.
- Eine Dokumentation, die Entscheidungen, Prüfungen und Änderungen sichtbar macht.
OERs zum Thema
- BIBB: Metallbauerin und Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung
- BERUFENET: Metallbauerin und Metallbauer Metallgestaltung
- Wikimedia Commons: Medien zu Schmieden und Schmiedenberufen
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