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Nachwuchsförderung im Kunstschmieden - Schmied

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Nachwuchsförderung im Kunstschmieden - Schmied




Einleitung

Nachwuchsförderung im Kunstschmieden - Schmied verbindet fachgerechte Berufsausbildung mit der Weitergabe eines jahrhundertealten Handwerks. Du lernst, wie junge Menschen für das Kunstschmieden begeistert, sicher eingearbeitet, systematisch qualifiziert und langfristig im Berufsfeld gehalten werden können. Der Kurs richtet sich an Auszubildende, Ausbildungspersonal und Teams in Metallbaubetrieben.

In Deutschland ist Kunstschmied eine gebräuchliche handwerkliche und kulturelle Bezeichnung. Der anerkannte duale Ausbildungsberuf heißt Metallbauer/in – Fachrichtung Metallgestaltung. Die Ausbildung dauert regulär dreieinhalb Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb sowie in der Berufsschule statt. Kunstschmiedearbeiten entstehen heute in diesem Berufsfeld, aber auch in spezialisierten Werkstätten, in der Restaurierung, in der Metallkunst und in verwandten Weiterbildungen.

Das Foto zeigt das kontrollierte Umformen eines erhitzten Werkstücks auf dem Amboss. Beobachte besonders Werkstückhaltung, Hammerführung, Abstand zum Arbeitsbereich und die eindeutige Rollenverteilung.

Das Video greift die heutige Berufsbezeichnung, Zugangswege und das Selbstverständnis von Schmieden und Metallgestaltenden auf.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du die heutige Berufsbezeichnung fachlich korrekt einordnen, zentrale Verfahren des Kunstschmiedens benennen und ein stufenweises Förderkonzept für Auszubildende entwickeln. Du kannst geeignete Lernprojekte auswählen, Arbeitsschutz in die Ausbildung integrieren, Feedback geben, Lernfortschritte dokumentieren und Kooperationen mit Schulen, Innungen, Berufsschulen und Wettbewerben planen.


Berufsbild und fachliche Einordnung

Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung fertigen und montieren unter anderem Gitter, Geländer, Tore, Beschläge, Leuchten, Gebrauchsgegenstände und künstlerische Einzelstücke. Sie arbeiten nach Kundenwunsch, technischen Zeichnungen oder eigenen Entwürfen. Verarbeitet werden insbesondere Baustähle, legierte Stähle und Kupferlegierungen. Zu den Tätigkeiten gehören Schmieden, Glühen, Härten geeigneter Stähle, Treiben, Biegen, Löten, Nieten, Schweißen, Montieren, Oberflächengestalten und Korrosionsschutz.

Wichtig ist eine präzise Werkstoffsprache: Nicht jedes Metall ist „Eisen“, nicht jeder Stahl lässt sich durch Abschrecken härten und der umgangssprachliche Ausdruck „Schmiedeeisen“ ersetzt keine eindeutige Werkstoffbezeichnung. Nachwuchsförderung beginnt deshalb mit sauberer Fachsprache, nachvollziehbarer Dokumentation und einem sicheren Verständnis der Werkstoffe.

Beim maschinellen Schmieden übernimmt ein Kraft- oder Lufthammer einen Teil der Umformarbeit. Auszubildende dürfen solche Maschinen erst nach Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Freigabe und unter geeigneter Aufsicht bedienen.


Ausbildungsinhalte der Fachrichtung Metallgestaltung

Die Ausbildungsordnung nennt für die Fachrichtung insbesondere das Herstellen von Flächen und Körpern durch Treiben, das Handhaben von Schmiedefeuern und schmiedbaren Werkstoffen, manuelles und maschinelles Schmieden, das Herstellen und Instandhalten von Schmiede- und Hilfswerkzeugen, das Fertigen und Montieren von Bauteilen, die Oberflächengestaltung sowie das Befestigen von Bauteilen. Fachliche Handlungskompetenz bedeutet dabei, Arbeitsaufträge möglichst selbstständig zu planen, durchzuführen und zu kontrollieren.

Im Lernprozess werden Grundoperationen schrittweise verbunden. Beim Recken wird ein Werkstück länger und sein Querschnitt kleiner. Beim Stauchen wird es kürzer und sein Querschnitt größer. Beim Absetzen entsteht ein örtlicher Querschnittswechsel mit einer Schulter. Weitere Verfahren sind Biegen, Torsieren, Spalten, Lochen, Abschroten, Nieten, Treiben und – bei geeigneten Werkstoffen und Prozessbedingungen – Feuerschweißen. Feuerschweißen ist ein Pressschweißverfahren im Schmiedefeuer und nicht mit Schmelzschweißverfahren wie MAG- oder WIG-Schweißen gleichzusetzen.

Das Zusammenspiel von Vorschmied und Zuschläger verlangt klare Kommandos, festgelegte Schlagfolgen und sichere Positionen. Diese Teamarbeit ist erst sinnvoll, wenn beide Personen die Abläufe beherrschen.


Warum Nachwuchsförderung notwendig ist

Kunstschmieden lebt von Erfahrungswissen: Feuerführung, Werkstoffgefühl, Schlagrhythmus, Proportion, Oberflächenwirkung und der wirtschaftliche Blick auf einen Auftrag lassen sich nicht allein aus Texten lernen. Gleichzeitig darf Wissen nicht nur durch Nachahmung weitergegeben werden. Gute Nachwuchsförderung verbindet Vormachen, begründetes Erklären, angeleitetes Üben, eigenständiges Problemlösen und reflektierte Auswertung.

Nachwuchsförderung umfasst eine durchgängige Kette:

  1. Begeistern: Sichtbare Werkstücke, Schulkooperationen, Praktika, Werkstatttage und glaubwürdige Berufsrollen eröffnen einen realistischen Zugang.
  2. Orientieren: Interessierte erhalten Einblick in Anforderungen, Ausbildungsweg, Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten.
  3. Sicher einarbeiten: Regeln, Wege, Zuständigkeiten, Notfallabläufe und Gefährdungen werden vor der ersten praktischen Tätigkeit geklärt.
  4. Kompetenzen aufbauen: Lernaufgaben steigen vom überschaubaren Übungsstück zum selbstständig geplanten Kunden- oder Gestaltungsauftrag.
  5. Leistung sichtbar machen: Portfolio, Ausstellung, Prüfungsarbeit, Wettbewerbe und Präsentationen würdigen Fortschritte.
  6. Binden und weiterentwickeln: Gespräche zu Spezialisierung, Meisterqualifikation, Gestaltung, Restaurierung oder Selbstständigkeit schaffen Perspektiven.

Der Beitrag über einen Nachwuchswettbewerb zeigt, wie Leistungsanreize, Teamgeist, Öffentlichkeit und internationale Begegnung die berufliche Identität stärken können.


Nachwuchs gewinnen

Eine Werkstatt gewinnt Nachwuchs nicht durch romantische Bilder allein. Funkenflug und Handarbeit wirken attraktiv, doch eine glaubwürdige Ansprache zeigt ebenso Planung, Zeichnung, Mathematik, digitale Entwurfswerkzeuge, Schweißen, Montage, Kundenkontakt, Arbeitsschutz und wirtschaftliche Verantwortung. Ein Schnuppertag sollte deshalb ein vollständiges, aber sicheres Berufsbild vermitteln.

Geeignete Zugänge sind Kooperationen mit allgemeinbildenden Schulen, Berufsschulen, Innungen, Jugendkunstschulen, Museen und regionalen Berufsorientierungsangeboten. Praktika und kurze Werkstattprojekte helfen Jugendlichen, ihre Interessen und körperlichen sowie gestalterischen Anforderungen realistisch einzuschätzen. Auswahlgespräche sollten nicht nur Schulnoten betrachten, sondern Motivation, Sorgfalt, räumliches Vorstellungsvermögen, Lernbereitschaft, Teamfähigkeit und gestalterisches Interesse.

Eine inklusive Ansprache vermeidet das Bild, Schmieden sei nur für besonders kräftige Männer geeignet. Hebezeuge, gute Ergonomie, geeignete Werkzeuge, planvolle Arbeit und moderne Maschinen reduzieren reine Kraftarbeit. Entscheidend sind Technik, Aufmerksamkeit, Ausdauer, Kreativität und verantwortliches Handeln.

Das Bild eignet sich zur Diskussion: Welche Aufgaben darf eine unerfahrene Person übernehmen? Welche Unterweisung, Schutzausrüstung, Aufsicht und Kommunikation wären notwendig?


Sicherer Einstieg in die Schmiede

Vor der ersten Schmiedearbeit stehen Betriebsordnung, Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung. Heiße Werkstücke, offene oder gasbetriebene Feuer, Kohlenmonoxid, Funken, Zunder, Lärm, Quetschstellen, scharfe Kanten, Lasten und Maschinen erzeugen unterschiedliche Gefährdungen. Sicherheitsregeln müssen begründet, demonstriert, eingeübt und kontrolliert werden.

Tätigkeitsgeeignete persönliche Schutzausrüstung kann Schutzbrille oder Gesichtsschutz, Gehörschutz, schwer entflammbare Arbeitskleidung und Sicherheitsschuhe umfassen. Handschuhe werden nach Tätigkeit und Gefährdungsbeurteilung ausgewählt; an rotierenden Maschinen dürfen keine Handschuhe getragen werden, wenn Einzugsgefahr besteht. Lüftung und Abgasführung müssen zum Feuer passen. Heiße Teile werden an festgelegten Orten abgelegt und eindeutig gekennzeichnet, denn Stahl kann noch gefährlich heiß sein, obwohl er nicht mehr glüht.

Werkzeuge werden vor Gebrauch geprüft. Hammerstiele müssen fest sitzen, Schlagflächen und Zangen müssen für den Einsatz geeignet sein, Arbeitswege bleiben frei und Maschinen dürfen nur mit funktionsfähigen Schutzeinrichtungen verwendet werden. Auszubildende sollen Gefährdungen nicht nur befolgen, sondern selbst erkennen, ansprechen und Verbesserungen vorschlagen.

Analysiere die Anordnung von Feuer, Amboss, Zangen und Verkehrswegen. Eine gute Werkstattorganisation verkürzt Wege, verhindert Stolperstellen und unterstützt einen sicheren Arbeitsrhythmus.


Didaktik in der Werkstatt

Gute Ausbildung ist mehr als „Zuschauen und nachmachen“. Eine vollständige Lernhandlung führt von der Auftragsklärung über Entwurf, Materialwahl, Arbeitsplanung und Fertigung bis zur Qualitätskontrolle, Kalkulation und Präsentation. Das Ausbildungspersonal gibt anfangs enge Orientierung und zieht Hilfen mit wachsender Kompetenz zurück.

Für neue Verfahren eignet sich eine strukturierte Unterweisung: Lernziel und Vorwissen klären, Tätigkeit langsam und fachsprachlich korrekt vormachen, kritische Punkte begründen, die lernende Person unter Erklärung nachmachen lassen und anschließend gezielt üben. Bei komplexeren Projekten sind Leitfragen, Arbeitsaufträge, Lerntandems, Fehleranalysen und Projektgespräche besonders wirksam. Fehler werden nicht versteckt, sondern sicher ausgewertet: Was war geplant? Was ist sichtbar? Welche Ursache ist wahrscheinlich? Welche Korrektur ist fachlich und wirtschaftlich vertretbar?

Werkzeugkunde sollte nicht beim Namen enden. Zu jedem Werkzeug gehören Funktion, geeigneter Werkstoff, Instandhaltung, sichere Handhabung und die Frage, ob ein Hilfswerkzeug selbst hergestellt werden kann.


Lernprojekte mit steigender Komplexität

Lernphase Geeigneter Projektcharakter Zentrale Kompetenzen Rolle des Ausbildungspersonals
Einstieg Einfacher Haken, Nagel, Blatt- oder Spiralübung Feuer beobachten, Werkstück sicher halten, Recken, Biegen, Messen Eng vormachen, begründen und beaufsichtigen
Aufbau Nietverbindung, Zierstab, einfache Zange oder kleines Rahmenelement Stauchen, Absetzen, Lochen, Nieten, Werkzeugpflege, Maßhaltigkeit Leitfragen geben und Zwischenergebnisse prüfen
Vertiefung Leuchter, Gittermodul, Kleinplastik oder Beschlag Entwurf, Vorrichtungsbau, wiederholbare Formen, Fügen, Oberfläche Varianten diskutieren und Qualität bewerten lassen
Transfer Kundenauftrag, Restaurierungsdokumentation oder Wettbewerbsarbeit Selbstständig planen, kalkulieren, fertigen, kontrollieren und präsentieren Als Lernbegleitung beraten und Freigabepunkte sichern

Das konkrete Projekt wird an Ausbildungsstand, Werkstattausstattung, Gefährdungsbeurteilung und Ausbildungsrahmenplan angepasst. Ein spektakuläres Werkstück ist nicht automatisch ein gutes Lernprojekt. Entscheidend ist, ob der Lernende die wesentlichen Arbeitsschritte versteht, zunehmend selbstständig ausführt und die Qualität begründet beurteilt.


Gestaltungskompetenz fördern

Kunstschmieden verbindet Funktion, Konstruktion und Gestaltung. Nachwuchskräfte sollen Proportion, Rhythmus, Linie, Fläche, Volumen, Materialwirkung und Bezug zum Einbauort untersuchen. Skizzen, Modelle, Materialproben und digitale Entwürfe helfen, Varianten früh zu vergleichen. Ein guter Entwurf berücksichtigt nicht nur Schönheit, sondern auch Herstellbarkeit, Statik, Befestigung, Nutzung, Korrosionsschutz, Montage und Kosten.

Untersuche die Wiederholung der Ornamente, die Übergänge zwischen Stäben und Blättern sowie das Verhältnis von tragender Struktur und Dekor.

Ein Detail wie dieser Drachenkopf eignet sich für eine Formanalyse: Welche Volumen wurden gestaucht, gereckt, gespalten, gebogen oder durch Werkzeuge geprägt? Welche Spuren sind gewollte Gestaltung, welche wären Fertigungsfehler?

Der Werkstattbeitrag verdeutlicht den Zusammenhang von Entwurf, handwerklicher Ausführung, Erfahrung und individueller Formensprache.


Feedback, Mentoring und Lernkultur

Wirksames Feedback ist zeitnah, konkret und auf beobachtbares Handeln bezogen. Statt „Das ist schlecht“ lautet eine fachliche Rückmeldung beispielsweise: „Der Querschnitt ist an der Schulter ungleichmäßig; prüfe Erwärmung, Auflagepunkt und Schlagrichtung.“ Danach beschreibt die lernende Person selbst Ursache, Korrekturmöglichkeit und nächsten Versuch.

Ein festes Mentoring ergänzt die tägliche Unterweisung. Regelmäßige kurze Gespräche klären Lernziele, Belastung, Zusammenarbeit und Perspektiven. Ein Lernportfolio sammelt Skizzen, Fotos, Arbeitspläne, Materialangaben, Zeitansätze, Messwerte, Fehleranalysen und Reflexionen. Es macht Fortschritt sichtbar und unterstützt Prüfungsvorbereitung, Bewerbungen und Wettbewerbsteilnahmen.

Eine konstruktive Lernkultur erlaubt Fragen und das rechtzeitige Stoppen unsicherer Abläufe. Niemand wird wegen fehlender Erfahrung verspottet. Zugleich bleiben Qualitätsmaßstäbe verbindlich: Maßhaltigkeit, Funktion, Oberfläche, sichere Ausführung, wirtschaftlicher Materialeinsatz, Dokumentation und termingerechte Fertigstellung.


Lernortkooperation und Netzwerke

Nachwuchsförderung wird stärker, wenn Ausbildungsbetrieb, Berufsschule und überbetriebliche Bildungsstätte Lernziele abstimmen. Eine solche Lernortkooperation kann gemeinsame Projekte, abgestimmte Bewertungsbögen, Werkstattbesuche, digitale Portfolios oder Präsentationstage umfassen. Innungen, Handwerkskammern, Fachgruppen, Museen, Denkmalpflege, Gestaltungsakademien und regionale Kunstinitiativen erweitern das Netzwerk.

Wettbewerbe wie „Die Gute Form“ oder Leistungswettbewerbe können besondere Leistungen sichtbar machen. Sie ersetzen aber nicht die reguläre Ausbildung und dürfen nicht nur wenige Spitzenkräfte fördern. Auch Lernende mit langsamerem Einstieg brauchen passende Aufgaben, nachvollziehbare Ziele und echte Entwicklungschancen.


Nachwuchs halten und Perspektiven eröffnen

Bindung entsteht durch verlässliche Ausbildung, respektvolle Kommunikation, anspruchsvolle Aufgaben und sichtbare Entwicklungsmöglichkeiten. Junge Fachkräfte bleiben eher, wenn sie Verantwortung übernehmen dürfen, ihre Ideen ernst genommen werden und Weiterbildung planbar ist. Mögliche Wege führen zur Meisterqualifikation im Metallbauer-Handwerk, zur Gestaltung im Handwerk, zu restauratorischen Spezialisierungen, zur Betriebsleitung, zur Selbstständigkeit oder zu angrenzenden Bereichen wie Metallbildhauerei und Denkmalpflege.

Betriebe sollten Entwicklung nicht erst kurz vor Ausbildungsende besprechen. Ein Perspektivgespräch kann bereits nach größeren Lernprojekten klären, welche Stärken erkennbar sind: Gestaltung, präzise Fertigung, Montage, Restaurierung, Kundenkommunikation, digitale Planung oder Organisation.

Der Film über mehrere Schmiedewerkstätten bietet Anlass, Tradition, moderne Betriebspraxis und unterschiedliche Berufsbiografien zu vergleichen.


Qualität der Nachwuchsförderung prüfen

Eine gute Förderstrategie wird nicht nur an fertigen Werkstücken gemessen. Sinnvolle Kriterien sind Ausbildungsplanerfüllung, sichere Arbeitsweise, wachsende Selbstständigkeit, Qualität der Lernaufgaben, regelmäßiges Feedback, Dokumentation, Kooperation der Lernorte, Prüfungserfolg, Übernahmechancen und Zufriedenheit beider Seiten. Auch Beinaheunfälle, Ausbildungsabbrüche oder wiederkehrende Fehler müssen ohne Schuldzuweisung ausgewertet werden.

Prüffeld Leitfrage Möglicher Nachweis
Fachkompetenz Kann die lernende Person Verfahren auswählen und begründen? Arbeitsprobe, Fachgespräch, Portfolio
Selbstständigkeit Plant, fertigt und kontrolliert sie zunehmend eigenständig? Projektauftrag mit Freigabepunkten
Sicherheit Erkennt und meldet sie Gefährdungen? Unterweisungsnachweis, Sicherheitsbeobachtung
Gestaltung Kann sie Varianten entwickeln und beurteilen? Skizzenfolge, Modell, Entwurfspräsentation
Ausbildungsqualität Erhält sie passende Aufgaben, Zeit und Feedback? Monatsgespräch, Ausbildungsplan, Rückmeldung
Bindung Kennt sie realistische Entwicklungswege im Betrieb und Beruf? Perspektivgespräch, Weiterbildungsplan


Fachliche Grundlagen und Quellen

  1. Ausbildungsordnung Metallbauer/Metallbauerin beim Bundesinstitut für Berufsbildung
  2. BERUFENET-Steckbrief Metallbauer/in der Fachrichtung Metallgestaltung
  3. Bundesfachgruppe Metallgestaltung des Bundesverbands Metall
  4. DGUV Regel 109-607 Branche Metallbau
  5. Berufsprofil Metallbauer/in auf handwerk.de


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wie heißt der anerkannte Ausbildungsberuf für kunstschmiedische Arbeiten in Deutschland? (Metallbauer oder Metallbauerin Fachrichtung Metallgestaltung) (!Kunstschmied oder Kunstschmiedin Fachrichtung Feuertechnik) (!Metallbildner oder Metallbildnerin Fachrichtung Gießerei) (!Schlosser oder Schlosserin Fachrichtung Kunsthandwerk)




Wie lange dauert die reguläre duale Ausbildung zum Metallbauer oder zur Metallbauerin? (Dreieinhalb Jahre) (!Zwei Jahre) (!Drei Jahre) (!Fünf Jahre)




Welche Abfolge kennzeichnet vollständige berufliche Handlungskompetenz? (Planen durchführen und kontrollieren) (!Beobachten kopieren und vergessen) (!Zeichnen verkaufen und montieren) (!Erhitzen schlagen und abkühlen)




Was geschieht beim Recken eines Werkstücks? (Es wird länger und sein Querschnitt kleiner) (!Es wird kürzer und sein Querschnitt größer) (!Es wird vollständig aufgeschmolzen) (!Es wird ausschließlich oberflächenbehandelt)




Was geschieht beim Stauchen eines Werkstücks? (Es wird kürzer und sein Querschnitt größer) (!Es wird länger und sein Querschnitt kleiner) (!Es wird spanend gebohrt) (!Es wird durch Löten verbunden)




Was ist Feuerschweißen? (Ein Pressschweißverfahren mit stark erwärmten Fügeflächen) (!Ein Schutzanstrich gegen Korrosion) (!Ein Trennverfahren mit einer Säge) (!Ein Gießverfahren für flüssiges Metall)




Welche Maßnahme gehört an den Beginn praktischer Schmiedearbeit? (Eine verständliche Sicherheitsunterweisung) (!Eine sofortige Bedienung des Krafthammers) (!Ein unbeaufsichtigter Kundenauftrag) (!Ein Wettbewerb ohne Übungsphase)




Wozu dient ein Lernportfolio besonders? (Zur Dokumentation und Reflexion des Lernfortschritts) (!Zum Ersatz aller praktischen Übungen) (!Zur Lagerung heißer Werkstücke) (!Zur automatischen Benotung durch Maschinen)




Welche Rückmeldung ist fachlich hilfreich? (Eine konkrete Beobachtung mit Ursache und nächstem Schritt) (!Eine pauschale Abwertung der Person) (!Schweigen trotz eines Sicherheitsrisikos) (!Nur Lob ohne Bezug zur Arbeit)




Welches Merkmal spricht für gute Nachwuchsförderung? (Wachsende Selbstständigkeit bei sicherer Arbeitsweise) (!Möglichst viele ausbildungsfremde Hilfsarbeiten) (!Ausschließlich besonders schwere Werkstücke) (!Verzicht auf Berufsschule und Dokumentation)





Memory

Amboss Feste Unterlage zum Umformen
Esse Einrichtung für das Schmiedefeuer
Schmiedezange Sicheres Halten des Werkstücks
Recken Verlängern bei kleinerem Querschnitt
Stauchen Verkürzen bei größerem Querschnitt
Treiben Umformen von Blech zu Fläche oder Körper
Feuerschweißen Fügen stark erwärmter Flächen unter Druck
Mentoring Regelmäßige persönliche Lernbegleitung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Berufserkundung Schulkooperation Praktikum und Werkstatttag
Sicherer Einstieg Unterweisung Werkstattordnung und Aufsicht
Grundlagenphase Überschaubare Übungsstücke und enge Lernbegleitung
Vertiefungsphase Eigenständige Entwürfe und komplexere Projekte
Beruflicher Übergang Gesellenprüfung Übernahme und Weiterbildung






Kreuzworträtsel

Metallgestaltung Wie heißt die Fachrichtung des Metallbauerberufs für kunstschmiedische Arbeiten?
Amboss Auf welchem Werkzeug wird das Werkstück häufig umgeformt?
Recken Wie heißt das Verlängern bei gleichzeitiger Verringerung des Querschnitts?
Stauchen Wie heißt das Verkürzen bei gleichzeitiger Vergrößerung des Querschnitts?
Treiben Wie heißt das Umformen von Blech zu Flächen oder Körpern?
Mentoring Wie heißt eine regelmäßige persönliche Lernbegleitung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der anerkannte Ausbildungsberuf heißt Metallbauer oder Metallbauerin der Fachrichtung

. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt

Jahre. Betrieb und Berufsschule wirken im

System zusammen. Vor der ersten praktischen Arbeit ist eine verständliche

erforderlich. Beim

wird ein Werkstück länger und sein Querschnitt kleiner. Beim

wird es kürzer und sein Querschnitt größer. Das Fügen stark erwärmter Flächen unter Druck heißt

. Ein

dokumentiert Skizzen Arbeitspläne Ergebnisse und Reflexionen. Die abgestimmte Zusammenarbeit verschiedener Ausbildungsorte heißt

. Gute Förderung führt zu wachsender beruflicher

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugkunde: Erstelle einen Steckbrief zu einem Schmiedehammer, einer Zange oder einem Hilfswerkzeug mit Funktion, Pflege, Gefährdungen und einem Foto oder einer Zeichnung.
  2. Arbeitsschutz: Gestalte ein Werkstattplakat mit fünf Regeln für den sicheren Umgang mit heißen Werkstücken.
  3. Formanalyse: Wähle ein geschmiedetes Detail aus Deiner Umgebung und markiere vermutete Umformschritte in einer Skizze.
  4. Berufsorientierung: Produziere einen einminütigen Audio- oder Videobeitrag, der den Ausbildungsberuf realistisch und ohne Klischees erklärt.


Standard

  1. Lernprojekt: Plane ein geeignetes Einstiegswerkstück mit Lernziel, Material, Werkzeugen, Prüfkriterien und Freigabepunkten.
  2. Interview: Befrage eine ausbildende Person oder eine Auszubildende beziehungsweise einen Auszubildenden zu gelungenem Feedback und typischen Lernhürden.
  3. Werkstatttag: Entwickle einen sicheren Ablauf für einen Berufsorientierungstag mit Begrüßung, Unterweisung, Demonstration, Praxisanteil und Reflexion.
  4. Lernportfolio: Dokumentiere ein Werkstück von der ersten Skizze bis zur Qualitätskontrolle und ergänze eine ehrliche Fehleranalyse.


Schwer

  1. Ausbildungskonzept: Entwirf einen Jahresplan zur Nachwuchsförderung mit Rekrutierung, Lernprojekten, Gesprächen, Lernortkooperation und Evaluation.
  2. Restaurierung: Untersuche ein historisches Metallobjekt und entwickle eine Dokumentation, die Bestand, Schäden, vermutete Verfahren und schonende Maßnahmen trennt.
  3. Wettbewerb: Konzipiere eine Teamarbeit für einen Nachwuchswettbewerb und begründe Gestaltung, Arbeitsteilung, Sicherheitskonzept, Zeitplan und Bewertung.
  4. Qualitätsmanagement: Entwickle ein Kennzahlensystem, das Fachfortschritt, Sicherheit, Feedbackqualität, Zufriedenheit und berufliche Perspektiven berücksichtigt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferprojekt: Ein Auszubildender beherrscht einzelne Schmiedeverfahren, kann aber keinen vollständigen Auftrag planen. Entwickle eine Lernaufgabe, die ihn vom Entwurf bis zur Qualitätskontrolle führt.
  2. Fehleranalyse: Ein Zierstab ist nach dem Recken ungleichmäßig. Formuliere mögliche Ursachen, geeignete Prüfungen und eine sichere Strategie für den nächsten Versuch.
  3. Ausbildungsqualität: Vergleiche zwei Betriebe, von denen einer viele Übungsstücke fertigen lässt und der andere wenige vollständige Projekte durchführt. Beurteile beide Konzepte anhand fachlicher Handlungskompetenz.
  4. Sicherheitskultur: In einer Werkstatt werden heiße Reststücke ohne Kennzeichnung abgelegt. Entwickle technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen und begründe ihre Reihenfolge.
  5. Nachwuchsgewinnung: Plane eine Ansprache für Jugendliche, die Kreativität, Technik und reale Arbeitsbedingungen gleichermaßen sichtbar macht.
  6. Berufliche Entwicklung: Entwickle für eine fiktive Auszubildende mit Stärken in Gestaltung und Dokumentation zwei realistische Entwicklungswege nach der Gesellenprüfung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Eine fachlich korrekte Einordnung des Berufs Metallbauer oder Metallbauerin der Fachrichtung Metallgestaltung
  2. Die sichere Verwendung zentraler Fachbegriffe wie Recken Stauchen Absetzen Treiben und Feuerschweißen
  3. Ein begründetes Konzept zur Gewinnung Einarbeitung Qualifizierung und Bindung von Nachwuchskräften
  4. Die Planung eines stufenweisen Lernprojekts mit Lernzielen Sicherheitsmaßnahmen und Qualitätskriterien
  5. Eine dokumentierte Reflexion zu Feedback Mentoring Lernortkooperation und beruflichen Perspektiven
  6. Ein Portfolio oder eine Präsentation mit Entwurf Arbeitsplan Fertigungsnachweisen Qualitätskontrolle und Verbesserungen




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