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Metallbauer und die Neuordnung der Berufsbilder - Schmied

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Metallbauer und die Neuordnung der Berufsbilder - Schmied




Metallbauer und die Neuordnung der Berufsbilder - Schmied


Einleitung

Der Schmied gehört zu den ältesten handwerklichen Berufen. Über Jahrhunderte wurden Werkzeuge, Beschläge, Waffen, landwirtschaftliche Geräte und Bauteile durch das Erwärmen und Umformen von Metall hergestellt. In Deutschland ist „Schmied“ heute jedoch keine eigenständige Bezeichnung eines anerkannten dualen Ausbildungsberufs mehr. Die schmiedetechnischen Kompetenzen leben vor allem im Ausbildungsberuf Metallbauer und Metallbauerin, Fachrichtung Metallgestaltung, weiter.

Die entscheidende berufsbildungsrechtliche Neuordnung erfolgte 1989: Die früher getrennten Ausbildungsberufe Schmied und Schlosser wurden unter der neuen Berufsbezeichnung Metallbauer zusammengeführt. Grundlage waren die großen Überschneidungen ihrer Kenntnisse, Fertigkeiten und Tätigkeitsfelder sowie technische und wirtschaftliche Veränderungen im Metallhandwerk. Der eigenständige Ausbildungsberuf Schmied wurde durch die Metallbauer-Ausbildungsverordnung vom 10. April 1989 aufgehoben.[1]

Die historische Darstellung aus dem Jahr 1568 zeigt typische Elemente einer Schmiede: Feuerstelle, Amboss, Hämmer, Zangen und das gemeinsame Bearbeiten eines erhitzten Werkstücks. Viele dieser Werkzeuge werden noch heute verwendet. Moderne Metallgestaltung verbindet sie jedoch mit Schweißtechnik, Maschinenarbeit, technischer Kommunikation, Arbeitsplanung, Qualitätsmanagement, Konstruktion und Kundenorientierung.


Lernziele

Nach diesem Lernkurs kannst Du

  1. Berufsbild: die Neuordnung vom Schmied zum Metallbauer zeitlich und fachlich einordnen.
  2. Duale Ausbildung: Aufbau, Dauer und Fachrichtungen der Metallbauer-Ausbildung erklären.
  3. Metallgestaltung: zentrale Arbeitsverfahren, Werkzeuge und Werkstoffe fachgerecht benennen.
  4. Schmieden: grundlegende Umformverfahren unterscheiden und einem Arbeitsablauf zuordnen.
  5. Arbeitssicherheit: typische Gefährdungen erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen ableiten.
  6. Berufliche Handlungskompetenz: historische Handwerkstechniken mit modernen Anforderungen an Planung, Qualität und Kundenauftrag verbinden.


Vom Schmied zum Metallbauer


Der frühere Ausbildungsberuf Schmied

Der Schmied bearbeitet Metalle durch Druckkräfte, vor allem durch Schläge oder Pressen. Das Schmieden gehört nach der Systematik der Fertigungsverfahren zum Umformen. Das Werkstück bleibt dabei grundsätzlich stofflich zusammenhängend; seine Form und seine Werkstoffeigenschaften werden gezielt verändert.

Der Ausbildungsberuf Schmied war in Deutschland über Jahrzehnte eigenständig geregelt. Das Berufsbild umfasste unter anderem das Einrichten und Bedienen der Schmiedefeuer, die Auswahl schmiedbarer Werkstoffe, das manuelle und maschinelle Schmieden sowie die Herstellung und Instandhaltung von Werkzeugen. Im allgemeinen Sprachgebrauch und im kulturellen Selbstverständnis vieler Fachleute wird die Bezeichnung Schmied weiterhin verwendet.


Gründe für die Neuordnung

In der Begründung zur Neuordnung wurde festgestellt, dass Schmied und Schlosser umfassende Metallberufe mit breiten und stark übereinstimmenden Tätigkeitsfeldern waren. Die Beherrschung der wesentlichen Kenntnisse und Fertigkeiten des einen Handwerks ermöglichte in weiten Bereichen auch die fachgerechte Ausübung des anderen. Gleichzeitig nahm die Zahl klassischer Schmiedebetriebe ab, während sich Metallbau, Konstruktion, Montage und maschinelle Fertigung weiterentwickelten.[2]

Die Zusammenführung sollte deshalb

  1. Überschneidungen zwischen Schmiede- und Schlosserarbeiten berücksichtigen,
  2. eine breitere berufliche Grundqualifikation schaffen,
  3. neue Fertigungs-, Füge- und Montagetechniken einbeziehen,
  4. die Ausbildung an veränderte betriebliche Strukturen anpassen,
  5. Spezialisierungen innerhalb eines gemeinsamen Berufsbilds ermöglichen.

Die Neuordnung bedeutete nicht, dass Schmiedetechniken abgeschafft wurden. Sie wurden in ein umfassenderes Berufsprofil integriert und in der Fachrichtung Metallgestaltung fachlich vertieft.


Zeitleiste der Neuordnung

Zeitraum Entwicklung
Vor 1989 Schmied und Schlosser waren eigenständige handwerkliche Ausbildungsberufe.
1989 Der Ausbildungsberuf Schmied wurde aufgehoben. Schmied und Schlosser gingen im neu geordneten Ausbildungsberuf Metallbauer auf.
1998 Die BIBB-Berufsgenealogie dokumentiert zusätzlich die Zusammenfassung der Handwerke Schmiede und Schlosser zum Metallbauerhandwerk in Anlage A der Handwerksordnung.
2002 Die Ausbildung zum Metallbauer wurde erneut geordnet und inhaltlich an technische, organisatorische und wirtschaftliche Entwicklungen angepasst.
2008 Die heute maßgebliche Ausbildungsordnung trat in Kraft. Die gestreckte Gesellenprüfung wurde in Dauerrecht überführt.


Neuordnung und berufliche Identität

Eine Berufsbezeichnung erfüllt eine rechtliche und ordnungspolitische Funktion. Sie legt fest, in welchem anerkannten Ausbildungsberuf ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen und eine Gesellenprüfung abgelegt wird. Die berufliche Identität kann darüber hinausgehen. Eine ausgebildete Fachkraft der Fachrichtung Metallgestaltung kann sich im Alltag weiterhin als Schmied, Kunstschmied oder Metallgestalter verstehen.

Wichtig ist die fachliche Unterscheidung:

  1. Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung ist die anerkannte Ausbildungsbezeichnung.
  2. Schmied bezeichnet heute häufig die ausgeübte Tätigkeit oder die handwerkliche Identität.
  3. Industrieschmied beschreibt Tätigkeiten in industriellen Schmiede- und Umformbetrieben, ist aber nicht gleichbedeutend mit dem handwerklichen Ausbildungsprofil.
  4. Hufbeschlag ist ein gesondert geregelter Qualifikationsbereich und wird nicht allein durch die Metallbauer-Ausbildung abgedeckt.


Das heutige Berufsbild Metallbauer


Aufbau der Ausbildung

Die Ausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin dauert regulär 42 Monate und findet im dualen System in Ausbildungsbetrieb und Berufsschule statt. Sie gliedert sich in gemeinsame Ausbildungsinhalte und eine fachrichtungsspezifische Vertiefung.[3]

Die drei Fachrichtungen sind:

  1. Konstruktionstechnik: Herstellen, Montieren und Instandhalten von Metall- und Stahlbaukonstruktionen.
  2. Metallgestaltung: Entwerfen, Schmieden, Treiben, Montieren, Gestalten und Restaurieren von Metallgegenständen.
  3. Nutzfahrzeugbau: Herstellen, Prüfen, Umbauen und Instandsetzen von Fahrzeugrahmen, Aufbauten und Systemen.


Gemeinsame berufliche Kompetenzen

Unabhängig von der Fachrichtung erwerben Metallbauer grundlegende berufliche Handlungskompetenzen. Dazu gehören das Lesen und Anfertigen technischer Unterlagen, das Planen von Arbeitsabläufen, das Messen und Prüfen, das manuelle und maschinelle Bearbeiten, das Herstellen lösbarer und unlösbarer Verbindungen, das Schweißen, das thermische Trennen, das Umformen von Blechen und Profilen sowie das Behandeln und Schützen von Oberflächen.

Hinzu kommen betriebliche Kommunikation, Qualitätssicherung, wirtschaftliches Handeln, Umweltschutz, Arbeitssicherheit und die Dokumentation von Arbeitsergebnissen. Diese Breite unterscheidet das moderne Berufsbild von einem ausschließlich auf das Schmieden begrenzten Tätigkeitsverständnis.


Fachrichtung Metallgestaltung

In der Fachrichtung Metallgestaltung werden die klassischen Schmiedekompetenzen besonders deutlich weitergeführt. Das offizielle Berufsprofil nennt unter anderem das Handhaben von Schmiedefeuern, das Auswählen schmiedbarer Werkstoffe, das manuelle und maschinelle Schmieden, das Herstellen und Instandsetzen von Schmiedewerkzeugen, das Treiben von Flächen und Körpern, die Oberflächengestaltung sowie das Restaurieren von Bauteilen und Baugruppen.[4]

Typische Erzeugnisse sind Geländer, Gitter, Tore, Beschläge, Leuchten, Möbelteile, Skulpturen, Grabzeichen, historische Bauteile und individuell entworfene Gebrauchsgegenstände. Dabei reicht die Arbeit vom Kundengespräch über Entwurf und Kalkulation bis zur Fertigung, Montage und abschließenden Qualitätskontrolle.


Schmiedetechnik in der Metallgestaltung


Schmiedefeuer und Erwärmung

Beim Warmschmieden wird ein geeigneter Werkstoff auf eine verfahrensgerechte Temperatur gebracht. Die genaue Temperatur hängt von Werkstoff, Querschnitt und Bearbeitungsschritt ab. Eine pauschale Temperaturangabe für alle Stähle wäre fachlich falsch. In der Praxis werden Werkstofftabellen, betriebliche Vorgaben und die Beurteilung der Glühfarbe miteinander verbunden.

Zu niedrige Temperaturen können hohe Umformkräfte, Risse oder unzureichende Formänderungen verursachen. Zu hohe Temperaturen können zu starkem Zunder, Entkohlung, Kornwachstum oder sogar zum Verbrennen des Werkstoffs führen. Das Werkstück muss deshalb gleichmäßig erwärmt, sicher gehalten und zügig bearbeitet werden.


Werkzeuge und Betriebsmittel

Zu den typischen Werkzeugen und Betriebsmitteln gehören Schmiedefeuer oder Gasofen, Amboss, Handhammer, Vorschlaghammer, Schmiedezangen, Abschrot, Lochwerkzeuge, Gesenke, Richtplatte, Schraubstock und Messmittel. In modernen Betrieben kommen zusätzlich Lufthämmer, Federhämmer, hydraulische Pressen, Bandsägen, Schweißgeräte, Schleifmaschinen und digitale Entwurfswerkzeuge zum Einsatz.

Der Amboss besitzt verschiedene Funktionsflächen. Die Bahn dient als Hauptarbeitsfläche, das Horn unterstützt Biege- und Rundarbeiten, und Öffnungen können Werkzeuge aufnehmen oder beim Lochen und Durchtreiben verwendet werden.


Grundlegende Umformverfahren

Verfahren Fachliche Wirkung Typisches Beispiel
Strecken Der Querschnitt wird kleiner, die Werkstücklänge nimmt zu. Ausformen eines langen Zapfens
Stauchen Der Querschnitt wird größer, die Werkstücklänge nimmt ab. Verdicken eines Werkstückendes
Breiten Das Werkstück wird in einer Richtung verbreitert. Herstellen einer blattförmigen Fläche
Absetzen Ein Querschnitt wird örtlich und mit einer deutlich erkennbaren Stufe verändert. Herstellen eines Absatzes
Biegen Die Werkstückachse wird gezielt gekrümmt. Formen eines Hakens oder Bogens
Lochen Eine Öffnung wird durch Verdrängen des Werkstoffs hergestellt. Herstellen eines Hammerauges
Treiben Blech wird durch Schlagarbeit räumlich geformt. Herstellen einer Schale
Gesenkschmieden Der Werkstoff wird in einem formgebenden Werkzeug umgeformt. Wiederholgenaue Fertigung eines Formteils


Werkstoffe und Schmiedbarkeit

Nicht jedes Metall und nicht jede Legierung eignet sich in gleicher Weise zum Schmieden. Entscheidend sind unter anderem chemische Zusammensetzung, Gefüge, Temperaturführung, Umformgrad und Abkühlbedingungen. Unlegierte und niedriglegierte Stähle lassen sich je nach Sorte häufig gut warm umformen. Höher legierte Stähle oder Werkzeugstähle verlangen genauere Prozesskenntnisse.

Eine Fachkraft muss deshalb Werkstoffbezeichnungen lesen, Lieferzustände beachten und das vorgesehene Bauteil mit dem geeigneten Fertigungsverfahren verbinden. Nach dem Schmieden können Wärmebehandlungen wie Normalisieren, Härten oder Anlassen erforderlich sein. Diese dürfen nicht nach Gefühl, sondern müssen entsprechend dem Werkstoff und der geforderten Bauteileigenschaft geplant werden.


Qualität beim Schmieden

Ein fachgerecht geschmiedetes Bauteil erfüllt funktionale, maßliche und gestalterische Anforderungen. Kontrolliert werden unter anderem Form, Maße, Oberflächenzustand, Symmetrie, Übergänge, Rissfreiheit und Passung. Typische Fehler sind Falten, Überlappungen, Risse, ungleichmäßige Querschnitte, tiefe Hammerschläge oder übermäßiger Zunder.

Die Qualitätsprüfung beginnt nicht erst am fertigen Werkstück. Bereits Werkstoffauswahl, Erwärmung, Werkzeugzustand, Schlagführung, Zwischenmessung und Abkühlung beeinflussen das Ergebnis. Damit wird deutlich, warum die moderne Ausbildung das selbstständige Planen, Durchführen, Kontrollieren und Dokumentieren besonders betont.


Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Beim Schmieden wirken hohe Temperaturen, Funkenflug, Lärm, Schlagkräfte, Rauch, scharfe Kanten und bewegte Werkstücke zusammen. Arbeitsabläufe müssen deshalb auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung, der Betriebsanweisungen und der Unterweisung organisiert werden.

Zentrale Schutzmaßnahmen sind:

  1. Persönliche Schutzausrüstung: geeigneter Augen- oder Gesichtsschutz, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und zweckmäßige Schutzkleidung.
  2. Brandschutz: brennbare Stoffe aus dem Gefahrenbereich entfernen und geeignete Löschmittel bereithalten.
  3. Lüftung: Abgase, Rauch und Stäube wirksam erfassen und abführen.
  4. Werkzeugprüfung: Hammerköpfe, Stiele, Zangen, Gesenke und Maschinen vor der Verwendung kontrollieren.
  5. Arbeitsorganisation: eindeutige Kommandos und sichere Abstände bei gemeinsamer Hammerarbeit einhalten.
  6. Ergonomie: Werkstückhöhe, Hammergewicht, Körperhaltung und Arbeitsrhythmus an die Tätigkeit anpassen.

Ein glühendes Werkstück ist nach dem Abkühlen äußerlich nicht immer eindeutig von kaltem Metall zu unterscheiden. In der Werkstatt muss deshalb eine klare Ablage- und Kennzeichnungspraxis eingehalten werden.


Prüfung und berufliche Handlungsfähigkeit

Die Gesellenprüfung besteht aus zwei zeitlich auseinanderfallenden Teilen. Teil 1 wird mit 30 Prozent und Teil 2 mit 70 Prozent für das Gesamtergebnis gewichtet.[5]

In der Fachrichtung Metallgestaltung umfasst Teil 2 die Prüfungsbereiche Kundenauftrag, Metallgestaltung, Arbeitsplanung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Beim Kundenauftrag müssen Arbeitsabläufe geplant, Werkstoffe disponiert, Bauteile hergestellt und montiert, Ergebnisse dokumentiert und fachlich erläutert werden. Ein Fachgespräch prüft dabei nicht nur Einzelwissen, sondern auch die Fähigkeit, Kundenwünsche zu erfassen und Lösungen nachvollziehbar darzustellen.

Die Prüfung bildet damit das Leitbild der vollständigen beruflichen Handlung ab:

  1. Auftrag analysieren
  2. Lösung entwerfen
  3. Arbeit planen
  4. Werkstück herstellen
  5. Qualität prüfen
  6. Ergebnis dokumentieren
  7. Vorgehen fachlich begründen


Bedeutung der Neuordnung für die Ausbildung

Die Neuordnung zeigt, wie sich traditionelle Handwerke verändern, ohne ihre fachlichen Kerne zu verlieren. Das Schmieden bleibt eine anspruchsvolle Umformtechnik, wird aber heute in einen größeren betrieblichen Zusammenhang eingeordnet. Metallgestalter müssen nicht nur einen Hammer sicher führen, sondern auch technische Zeichnungen verstehen, Konstruktionen planen, Werkstoffe auswählen, Schweißverbindungen herstellen, Oberflächen behandeln, Kosten berücksichtigen und mit Kunden kommunizieren.

Für Auszubildende bedeutet dies eine breitere berufliche Einsatzfähigkeit. Für Betriebe erleichtert das gemeinsame Berufsbild die Verbindung von traditioneller Handarbeit, Einzelanfertigung, Restaurierung, Konstruktion, Montage und moderner Fertigungstechnik. Die Fachrichtung bewahrt zugleich die Spezialisierung auf gestalterische und schmiedetechnische Aufgaben.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche früheren Ausbildungsberufe wurden 1989 zum Metallbauer zusammengeführt? (Schmied und Schlosser) (!Schmied und Tischler) (!Schlosser und Elektroniker) (!Gießer und Maurer)




Wie lange dauert die reguläre Ausbildung zum Metallbauer? (42 Monate) (!24 Monate) (!30 Monate) (!48 Monate)




In welcher Fachrichtung werden Schmiedetechniken besonders vertieft? (Metallgestaltung) (!Konstruktionstechnik) (!Nutzfahrzeugbau) (!Zerspanungstechnik)




Zu welcher Hauptgruppe der Fertigungsverfahren gehört Schmieden? (Umformen) (!Urformen) (!Trennen) (!Beschichten)




Welche Wirkung hat das Strecken eines Werkstücks? (Die Länge nimmt zu und der Querschnitt ab) (!Die Länge nimmt ab und der Querschnitt zu) (!Das Werkstück wird ausschließlich getrennt) (!Das Werkstück wird vollständig geschmolzen)




Welche Wirkung hat das Stauchen eines Werkstücks? (Der Querschnitt nimmt zu und die Länge ab) (!Der Querschnitt nimmt ab und die Länge zu) (!Die Oberfläche wird nur poliert) (!Das Werkstück wird spanend gebohrt)




Welche Aufgabe erfüllt ein Amboss beim Schmieden hauptsächlich? (Er dient als feste Unterlage zum Umformen) (!Er misst die Werkstoffhärte automatisch) (!Er ersetzt den Schmiedeofen) (!Er schützt das Werkstück vor Erwärmung)




Wie werden die beiden Teile der Gesellenprüfung gewichtet? (Teil eins mit dreißig Prozent und Teil zwei mit siebzig Prozent) (!Beide Teile mit fünfzig Prozent) (!Teil eins mit siebzig Prozent und Teil zwei mit dreißig Prozent) (!Nur Teil zwei wird bewertet)




Was kennzeichnet die berufliche Neuordnung von 1989? (Traditionelle Schmiedekompetenzen wurden in ein breiteres Berufsbild integriert) (!Schmiedearbeiten wurden vollständig verboten) (!Metallgestaltung wurde aus der Ausbildung entfernt) (!Die Ausbildung wurde auf ein Jahr verkürzt)




Welche Fähigkeit gehört zur modernen Metallgestaltung? (Kundenaufträge planen herstellen dokumentieren und erläutern) (!Nur vorgefertigte Teile ohne Prüfung transportieren) (!Ausschließlich theoretische Texte auswendig lernen) (!Werkstoffe ohne technische Unterlagen auswählen)





Memory

Schmiedefeuer Erwärmen des Werkstücks
Amboss Feste Unterlage zum Umformen
Strecken Länge vergrößern und Querschnitt verkleinern
Stauchen Querschnitt vergrößern und Länge verkleinern
Treiben Räumliches Formen von Blech
Gesenk Formgebendes Schmiedewerkzeug
Zunder Oxidschicht auf heißem Metall





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Schmied Früher eigenständiger Ausbildungsberuf
Metallbauer Gemeinsames modernes Berufsbild
Metallgestaltung Schmieden Gestalten und Restaurieren
Konstruktionstechnik Metall- und Stahlbaukonstruktionen
Nutzfahrzeugbau Fahrzeugrahmen Aufbauten und Systeme






Kreuzworträtsel

Metallbauer Wie heißt der anerkannte Ausbildungsberuf seit der Neuordnung?
Amboss Welche feste Unterlage wird beim Schmieden verwendet?
Stauchen Welches Verfahren vergrößert den Querschnitt und verkürzt das Werkstück?
Treiben Wie heißt das räumliche Formen von Blech durch Schlagarbeit?
Zunder Wie heißt die Oxidschicht auf erhitztem Metall?
Fachgespräch Wie heißt der mündliche Prüfungsteil zum begründeten beruflichen Handeln?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der frühere Ausbildungsberuf

wurde im Jahr 1989 in das Berufsbild Metallbauer überführt. Die für das Schmieden besonders wichtige Fachrichtung heißt

. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt

. Schmieden gehört zur Hauptgruppe der Fertigungsverfahren

. Beim Strecken nimmt die Länge zu und der

ab. Beim Stauchen wird der Querschnitt größer und die Länge

. Die feste Arbeitsunterlage des Schmieds heißt

. Teil eins der Gesellenprüfung wird mit

gewichtet. Moderne Metallgestaltung verbindet handwerkliche Fertigung mit Planung, Qualitätsprüfung und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugkunde: Fotografiere oder skizziere fünf Werkzeuge einer Schmiede und beschrifte ihre jeweilige Funktion.
  2. Berufsgeschichte: Erstelle eine Zeitleiste vom eigenständigen Schmied bis zum heutigen Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung.
  3. Arbeitssicherheit: Untersuche eine dargestellte Schmiedesituation und kennzeichne Gefahrenbereiche sowie notwendige Schutzmaßnahmen.
  4. Fachbegriffe: Erstelle ein bebildertes Glossar zu Strecken, Stauchen, Biegen, Lochen, Treiben und Gesenkschmieden.


Standard

  1. Arbeitsplanung: Entwickle einen Arbeitsplan für einen einfachen geschmiedeten Haken mit Werkstoff, Werkzeugen, Arbeitsschritten und Prüfkriterien.
  2. Berufsinterview: Befrage eine Fachkraft aus Metallgestaltung oder Metallbau zu Veränderungen des Berufsbilds und werte die Antworten aus.
  3. Werkstoffauswahl: Vergleiche zwei geeignete Stahlwerkstoffe für ein geschmiedetes Gebrauchsbauteil und begründe Deine Auswahl.
  4. Kundenauftrag: Entwirf einen Kerzenhalter, fertige eine bemaßte Skizze an und beschreibe Herstellung, Oberfläche und Qualitätskontrolle.


Schwer

  1. Prozessanalyse: Analysiere, welche Folgen eine zu niedrige oder zu hohe Schmiedetemperatur für Werkstoff, Werkzeug und Bauteilqualität haben kann.
  2. Restaurierung: Entwickle ein Konzept zur Instandsetzung eines historischen Gitters unter Beachtung von Bestandsschutz, Werkstoffverträglichkeit und Dokumentation.
  3. Berufsbildungsordnung: Vergleiche das frühere Schmiedebild mit dem heutigen Ausbildungsrahmen und bewerte fachliche Gewinne sowie mögliche Verluste der Neuordnung.
  4. Ausbildungsprojekt: Plane ein vollständiges Lernprojekt, in dem Auszubildende einen Kundenauftrag von der Bedarfsklärung bis zur Präsentation des fertigen Metallobjekts durchführen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Neuordnung bewerten: Erläutere anhand eines betrieblichen Beispiels, warum eine Zusammenführung von Schmiede- und Schlosserkompetenzen sinnvoll sein konnte.
  2. Verfahren auswählen: Entscheide für drei unterschiedliche Bauteilformen, ob Strecken, Stauchen, Biegen, Treiben oder Gesenkschmieden geeignet ist, und begründe Deine Wahl.
  3. Fehleranalyse: Ein geschmiedetes Bauteil zeigt Risse und starken Zunder. Entwickle mögliche Ursachen und einen verbesserten Arbeitsablauf.
  4. Kundenauftrag planen: Ein Kunde wünscht ein handgeschmiedetes Geländer mit wiederholten Ornamenten. Vergleiche freie Handarbeit und Gesenkarbeit hinsichtlich Gestaltung, Zeit und Wiederholgenauigkeit.
  5. Sicherheitskonzept: Erstelle für eine gemeinsame Hammerarbeit mit zwei Personen eine kurze Gefährdungsbeurteilung mit technischen, organisatorischen und persönlichen Maßnahmen.
  6. Berufliche Identität: Beurteile die Aussage „Den Schmied gibt es nicht mehr“ und unterscheide dabei Ausbildungsrecht, Tätigkeit und Selbstverständnis.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du

  1. die Neuordnung zeitlich korrekt einordnest,
  2. die Begriffe Schmied, Metallbauer und Metallgestaltung fachlich unterscheidest,
  3. Aufbau und Dauer der Ausbildung erläuterst,
  4. grundlegende Schmiedeverfahren sicher anwendest oder nachvollziehbar planst,
  5. Werkzeuge und Werkstoffe passend auswählst,
  6. Arbeitssicherheit in die Planung integrierst,
  7. Prüf- und Qualitätskriterien formulierst,
  8. einen Kundenauftrag strukturiert dokumentierst,
  9. Deine Entscheidungen in einem Fachgespräch begründest,
  10. historische Handwerkstechniken mit modernen beruflichen Anforderungen verknüpfst.




OERs zum Thema


Quellen und Vertiefung

  1. BIBB: Genealogie des Berufs Schmied
  2. BIBB: Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung
  3. Metallbauer-Ausbildungsverordnung 2008
  4. KMK: Rahmenlehrplan Metallbauer
  5. Bundesrat-Drucksache 60/89 zur Neuordnung der Metallhandwerke


Verknüpfte Lernbereiche


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