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Schmiedemeister als Künstler und Unternehmer - Schmied

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Schmiedemeister als Künstler und Unternehmer - Schmied




Schmiedemeister als Künstler und Unternehmer - Schmied


Einleitung

Ein Schmied verbindet Werkstoffkenntnis, handwerkliche Präzision und gestalterische Vorstellungskraft. Wer später als Meisterin oder Meister einen eigenen Betrieb führt, muss darüber hinaus Kundinnen und Kunden beraten, Aufträge planen, Preise kalkulieren, Mitarbeitende anleiten, Auszubildende fördern und die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens steuern. In diesem aiMOOC lernst Du deshalb den Schmiedemeister zugleich als Fachkraft, Gestalter, Künstler, Ausbilder und Unternehmer kennen.

Der Kurstitel verwendet den traditionsreichen Begriff Schmiedemeister. Im heutigen deutschen Berufsbildungssystem führt der einschlägige duale Ausbildungsweg in der Regel über den anerkannten Ausbildungsberuf Metallbauer/in mit der Fachrichtung Metallgestaltung. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt 42 Monate. Die darauf aufbauende handwerkliche Meisterqualifikation heißt Metallbauermeister/in. Die seit dem 1. Juli 2025 geltende Metallbauermeisterverordnung beschreibt die Anforderungen an die Teile I und II der Meisterprüfung neu. Die Meisterprüfung umfasst insgesamt fachpraktische, fachtheoretische, betriebswirtschaftlich-rechtliche sowie berufs- und arbeitspädagogische Kompetenzen. Der Hufbeschlag ist davon als eigenes rechtlich geregeltes Tätigkeitsfeld zu unterscheiden.


Lernziele

Nach diesem Lernkurs kannst Du die beruflichen Rollen eines Schmiedemeisters unterscheiden, Schmiedeverfahren fachsprachlich beschreiben, einen Kundenauftrag vom Entwurf bis zur Abnahme strukturieren und zentrale unternehmerische Entscheidungen begründen. Du beurteilst außerdem, wie sich künstlerischer Anspruch, Gebrauchstauglichkeit, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in einem Werkstück verbinden lassen.


Berufsbild und Bildungsweg

Metallbauerinnen und Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung fertigen und restaurieren geschmiedete Bauteile, Gebrauchsgegenstände und künstlerische Arbeiten. Typische Arbeitsorte sind Kunstschmiede, Metallbaubetriebe, Restaurierungswerkstätten und Werkstätten für individuelle Architektur- oder Designaufträge. Zur beruflichen Handlungskompetenz gehören das Planen von Arbeitsabläufen, das Lesen und Erstellen technischer Unterlagen, das Messen und Prüfen, das Herstellen lösbarer und unlösbarer Verbindungen, das Schmieden von Hand und mit Maschinen, die Oberflächenbehandlung, die Montage und die Qualitätssicherung.

Der Weg zur Meisterqualifikation erweitert die Gesellenkompetenz. Ein Meister muss komplexe Aufgaben selbstständig lösen, einen Betrieb organisieren, Verantwortung für Beschäftigte übernehmen und Ausbildung gestalten. Im zulassungspflichtigen Metallbauer-Handwerk ist für den selbstständigen Betrieb grundsätzlich die Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich. Die Meisterprüfung ist ein typischer Zugangsweg; daneben kennt die Handwerksordnung weitere gesetzliche Eintragungsmöglichkeiten und Ausnahmen, die mit der zuständigen Handwerkskammer zu klären sind.


Werkstoff und Schmiedetechnik

Beim Schmieden wird ein metallischer Werkstoff durch Druck- und Schlagkräfte plastisch umgeformt. In der Kunst- und Bauschmiede werden vor allem geeignete Stähle verarbeitet. Die konkrete Schmiedetemperatur hängt von Werkstoff, Querschnitt und Arbeitsgang ab. Die Glühfarbe kann eine ungefähre Orientierung geben, ersetzt aber keine Werkstoffkenntnis, Prozessvorgabe oder Temperaturmessung.

Zu den grundlegenden Schmiedeverfahren gehören das Ausschmieden oder Strecken, bei dem ein Werkstück länger und sein Querschnitt kleiner wird, sowie das Stauchen, bei dem sich die Länge verringert und der Querschnitt vergrößert. Beim Biegen wird die Werkstückachse gekrümmt. Beim Tordieren wird ein Abschnitt um seine Längsachse verdreht. Weitere Verfahren sind Spalten, Lochen, Absetzen, Treiben und das werkstoffgerechte Feuerschweißen. Für reproduzierbare Ergebnisse werden Lehren, Gesenke, Hilfswerkzeuge und gegebenenfalls Feder- oder Lufthämmer eingesetzt.

Die Wärmeführung beeinflusst Formbarkeit, Zunderbildung, Gefüge und Oberflächenqualität. Zu langes oder zu starkes Erwärmen kann den Werkstoff schädigen. Zu kaltes Schmieden kann hohe Umformkräfte, Risse oder unkontrollierte Verformungen verursachen. Nach dem Schmieden können je nach Werkstoff und Anforderung kontrolliertes Abkühlen, Normalisieren, Härten oder Anlassen notwendig sein. Solche Wärmebehandlungen müssen nach Werkstoffdaten und betrieblicher Verfahrensanweisung erfolgen.


Werkzeuge, Maschinen und Prüfen

Der Amboss bietet verschiedene Arbeitsflächen und Kanten. Schmiedehämmer werden nach Masse, Bahn und Finne passend zum Arbeitsgang gewählt. Zangen müssen den heißen Rohling sicher fassen, ohne die geplante Umformung zu behindern. Hinzu kommen Abschrot, Lochdorne, Setzhämmer, Gesenke, Messmittel und Anreißwerkzeuge. Maschinen wie Bandsäge, Bohrmaschine, Schweißgerät, Schleifmaschine und Kraft- oder Lufthammer erweitern die Fertigungsmöglichkeiten, verlangen aber eine eigene Einweisung und sichere Arbeitsorganisation.

Qualität entsteht nicht erst bei der Endkontrolle. Maße, Winkel, Symmetrie, Fügeflächen und Oberflächen werden während der Herstellung wiederholt geprüft. Bei Einzelstücken sind Schablonen, Bezugslinien und dokumentierte Zwischenmaße besonders hilfreich. Ein künstlerisch überzeugendes Werkstück ist nur dann professionell, wenn es zugleich stabil, funktionsgerecht, montierbar und dauerhaft ist.


Gestaltung und künstlerische Haltung

Schmiedekunst beginnt nicht am Feuer, sondern mit Beobachtung, Recherche und Entwurf. Ein Auftrag kann von einer Funktion ausgehen, etwa einem Tor, Geländer, Leuchter oder Möbelstück. Er kann aber auch als freie Skulptur entstehen. In beiden Fällen entwickelt der Gestalter eine Formensprache, die Material, Herstellungsverfahren, Proportion, Rhythmus, Oberfläche, Licht, Schatten und Umgebung berücksichtigt.

Ein guter Entwurf zeigt nicht nur eine schöne Ansicht. Er beantwortet auch technische Fragen: Wo wirken Kräfte? Wie werden Bauteile gefügt? Wie erfolgt die Montage? Welche Toleranzen sind nötig? Wie kann Wasser ablaufen? Welche Oberfläche passt zur Nutzung? Skizzen, Modelle, Musterstücke, technische Zeichnungen und CAD-Daten helfen, eine Idee prüfbar und mit dem Kunden besprechbar zu machen.

Die künstlerische Handschrift zeigt sich in der Auswahl und Kombination von Formen. Sichtbare Hammerschläge, Übergänge, Verjüngungen oder Schmiedeschweißungen können bewusst als Gestaltungsmittel eingesetzt werden. Ebenso kann eine ruhige, präzise Oberfläche gefordert sein. Meisterliches Arbeiten bedeutet, dass die Wirkung nicht zufällig entsteht, sondern aus einer nachvollziehbaren Entscheidung.


Vom Kundenwunsch zum fertigen Auftrag

Ein professioneller Auftrag beginnt mit einem strukturierten Kundengespräch. Dabei werden Nutzung, Maße, Einbauort, Stil, Budget, Termin, Pflege und rechtliche oder bauliche Rahmenbedingungen geklärt. Danach folgen Aufmaß, Entwurf, technische Prüfung und Kalkulation. Erst ein eindeutiges Angebot schafft eine belastbare Grundlage für die Beauftragung.

Der typische Auftragsablauf verbindet Gestaltung und Organisation: Nach Freigabe des Entwurfs werden Material und Fremdleistungen geplant, Arbeitsgänge vorbereitet, Fertigungszeiten dokumentiert und Prüfungen durchgeführt. Anschließend folgen Oberflächenbehandlung, Transport, Montage, Abnahme und gegebenenfalls eine Pflegeanleitung. Änderungen müssen schriftlich erfasst werden, weil sie Kosten, Termin und Ausführung beeinflussen können.


Kalkulation und Preisbildung

Ein Angebot muss Material, Arbeitszeit, Maschinenzeit, Energie, Oberflächenbehandlung, Zukaufteile, Transport, Montage, Fremdleistungen und betriebliche Gemeinkosten berücksichtigen. Hinzu kommen Wagnis und Gewinn. Der Verkaufspreis darf nicht allein nach Gefühl oder nach dem Preis eines Mitbewerbers festgelegt werden. Eine Nachkalkulation zeigt, ob die geplanten Zeiten und Kosten tatsächlich eingehalten wurden.

Der Deckungsbeitrag beschreibt vereinfacht den Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Erlös zur Deckung fixer Kosten und für den Gewinn verbleibt. Für Einzelanfertigungen ist außerdem wichtig, Entwurfs-, Beratungs- und Dokumentationsleistungen sichtbar zu machen. Künstlerische Arbeit besitzt einen Wert, aber sie muss für den Kunden verständlich beschrieben und für den Betrieb wirtschaftlich kalkuliert werden.


Geschäftsmodell und Markt

Ein Schmiedebetrieb kann mehrere Leistungsbereiche verbinden: individuelle Auftragsarbeiten, Architekturteile, Restaurierung, Kleinserien, freie Kunst, Reparaturen, Kurse oder Vorführungen. Nicht jede Kombination passt zu jedem Standort und jeder Werkstatt. Ein tragfähiges Geschäftsmodell benennt Zielgruppen, Nutzenversprechen, Vertrieb, Partner, Kostenstruktur und Einnahmequellen.

Als Zielgruppen kommen Privatkunden, Architekturbüros, Bauunternehmen, Kommunen, Museen, Denkmalpflege, Garten- und Landschaftsbau, Innenausbau, Galerien oder andere Handwerksbetriebe infrage. Kooperationen können neue Aufträge ermöglichen, etwa mit Steinmetzen, Tischlern, Glasern, Elektrikern, Designern oder Restauratoren. Ein klarer Schwerpunkt erleichtert die Positionierung, während ergänzende Leistungen die Auslastung stabilisieren können.


Portfolio, Marke und Verkauf

Ein Portfolio dokumentiert Entwurf, Fertigung und Ergebnis ausgewählter Arbeiten. Gute Fotografien zeigen Gesamtansicht, Details, Maßstab und Einbausituation. Kurze Projektbeschreibungen erläutern Aufgabe, Material, Verfahren und besondere Lösung. Für die Außendarstellung sind eine klare Bildsprache, verlässliche Kontaktdaten und ein realistisches Leistungsversprechen wichtiger als bloße Werbeslogans.

Kunden kaufen nicht nur Metall, sondern eine Lösung, Vertrauen und gestalterische Kompetenz. Deshalb gehören Beratung, Terminzuverlässigkeit, saubere Angebote, verständliche Kommunikation und professioneller Umgang mit Reklamationen zur handwerklichen Qualität. Auf Messen, Ausstellungen, Handwerkermärkten und digitalen Kanälen kann der Meisterbetrieb seine Arbeiten präsentieren. Dabei sind Urheber-, Persönlichkeits- und Nutzungsrechte an Entwürfen und Fotografien zu beachten.


Führung, Ausbildung und Organisation

Der Meister trägt Verantwortung für Arbeitsqualität, Wirtschaftlichkeit und Zusammenarbeit. Aufgaben müssen so verteilt werden, dass Zuständigkeiten, Termine und Prüfpunkte eindeutig sind. Kurze Arbeitsbesprechungen, Zeichnungen, Stücklisten und Fertigungsunterlagen verhindern Informationsverluste. Fehler sollten nicht verdeckt, sondern ausgewertet werden, damit Verfahren und Planung verbessert werden können.

Als Ausbilder plant der Meister Lernaufgaben, erklärt Arbeitsschritte, lässt Auszubildende zunehmend selbstständig handeln und gibt begründetes Feedback. Gute Ausbildung verbindet Vormachen, begleitetes Üben, Reflexion und Transfer. Besonders wichtig ist, dass Sicherheitsregeln nicht nur auswendig gelernt, sondern in jeder Arbeitssituation angewendet werden.


Arbeitsschutz, Qualität und Nachhaltigkeit

Schmieden bringt Gefährdungen durch Hitze, Funken, scharfe Kanten, Lärm, Rauch, Gase, schwere Lasten und bewegte Maschinen mit sich. Grundlage der sicheren Arbeit sind Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Unterweisung, geeignete persönliche Schutzausrüstung, wirksame Lüftung oder Absaugung, Brandschutz und eine geordnete Werkstatt. Schutzbrille oder Gesichtsschutz, Gehörschutz, geeignete Kleidung und Sicherheitsschuhe werden nach Tätigkeit und Gefährdung ausgewählt. Werkstück und Werkzeug müssen vor jedem Schlag sicher liegen; Verkehrs- und Fluchtwege bleiben frei.

Nachhaltigkeit bedeutet im Schmiedebetrieb mehr als Schrotttrennung. Sie beginnt mit langlebigem Entwurf, reparierbaren Verbindungen, materialgerechter Dimensionierung und sorgfältiger Fertigung. Verschnitt kann geplant, Restmaterial sinnvoll genutzt und Altbestand restauriert werden. Energieeffiziente Feuerführung, moderne Maschinen, kurze Transportwege und nachvollziehbare Materialbeschaffung senken Umweltbelastung und oft auch Kosten. Ein langlebiges Einzelstück kann besonders nachhaltig sein, wenn es über Jahrzehnte genutzt, gepflegt und repariert wird.


Künstler und Unternehmer zugleich

Die beiden Rollen widersprechen sich nicht. Die künstlerische Rolle fragt nach Ausdruck, Originalität und Wirkung. Die unternehmerische Rolle fragt nach Kundennutzen, Machbarkeit, Preis, Termin und Risiko. Meisterschaft entsteht, wenn beide Perspektiven zusammengeführt werden. Ein wirtschaftlich erfolgreicher Betrieb braucht unverwechselbare Qualität; eine künstlerische Werkstatt braucht verlässliche Prozesse und ausreichende Erträge.

Für Deine berufliche Entwicklung ist deshalb ein doppelter Blick hilfreich: Beurteile jedes Projekt als Werkstück und als Auftrag. Frage, was gestalterisch besonders ist, welche technischen Anforderungen gelten, wie viel Zeit und Material nötig sind, welche Risiken bestehen und wie Du den Wert der Arbeit kommunizierst. So wird aus handwerklichem Können eine verantwortete berufliche Praxis.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wie heißt der einschlägige anerkannte Ausbildungsberuf im heutigen deutschen Berufsbildungssystem? (Metallbauer Fachrichtung Metallgestaltung) (!Kunstschmied Fachrichtung Design) (!Schmiedetechniker Fachrichtung Feuer) (!Metallgestalter Fachrichtung Amboss)




Wie lange dauert die reguläre Ausbildung zum Metallbauer in der Fachrichtung Metallgestaltung? (42 Monate) (!24 Monate) (!30 Monate) (!60 Monate)




Welcher Schmiedevorgang verlängert ein Werkstück und verkleinert dabei seinen Querschnitt? (Ausschmieden) (!Stauchen) (!Tordieren) (!Anlassen)




Welcher Schmiedevorgang vergrößert den Querschnitt und verkürzt das Werkstück? (Stauchen) (!Strecken) (!Schlichten) (!Trennen)




Welche Aussage zur Glühfarbe ist fachlich richtig? (Sie ermöglicht nur eine ungefähre Temperatureinschätzung) (!Sie ersetzt jede Temperaturmessung) (!Sie zeigt unabhängig vom Werkstoff exakt dieselbe Temperatur) (!Sie bestimmt automatisch die notwendige Abkühlgeschwindigkeit)




Was muss vor der Fertigung eines individuellen Kundenauftrags geklärt werden? (Funktion Maße Gestaltung Budget und Termin) (!Nur die Farbe des Werkstücks) (!Nur die Masse des Rohmaterials) (!Nur der Name des Kunden)




Wozu dient eine Nachkalkulation? (Sie vergleicht geplante und tatsächliche Kosten) (!Sie ersetzt die Qualitätsprüfung) (!Sie legt die Glühfarbe fest) (!Sie bestimmt die Hammerform)




Welcher Teil der Meisterprüfung behandelt besonders betriebswirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse? (Teil III) (!Teil I) (!Teil II) (!Teil IV)




Welche Maßnahme unterstützt eine nachhaltige Betriebsführung? (Langlebige und reparierbare Produkte planen) (!Restmaterial grundsätzlich entsorgen) (!Jedes Werkstück stärker als nötig dimensionieren) (!Oberflächen ohne Nutzungsbezug auswählen)




Was kennzeichnet einen professionellen Schmiedemeister als Künstler und Unternehmer? (Er verbindet Gestaltung Technik Sicherheit und Wirtschaftlichkeit) (!Er bewertet nur die künstlerische Wirkung) (!Er kalkuliert ausschließlich nach Materialgewicht) (!Er überlässt die Qualität vollständig dem Zufall)





Memory

Ausschmieden Länge vergrößern und Querschnitt verkleinern
Stauchen Länge verkürzen und Querschnitt vergrößern
Tordieren Werkstück um die Längsachse verdrehen
Lochen Öffnung im warmen Werkstück herstellen
Deckungsbeitrag Erlös abzüglich variabler Kosten
Portfolio Ausgewählte Arbeiten professionell dokumentieren
Gefährdungsbeurteilung Risiken systematisch ermitteln und bewerten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Auftragsphase
Entwurf Gestaltungs- und Funktionsidee entwickeln
Kalkulation Kosten und Verkaufspreis bestimmen
Fertigung Werkstück nach freigegebenen Unterlagen herstellen
Qualitätsprüfung Maße Funktion und Oberfläche kontrollieren
Abnahme Werk übergeben und Ergebnis dokumentieren




...


Kreuzworträtsel

Amboss Wie heißt die feste Arbeitsunterlage beim Handschmieden?
Stauchen Welches Verfahren vergrößert den Querschnitt?
Portfolio Wie heißt die dokumentierte Auswahl eigener Arbeiten?
Kalkulation Wie heißt die Ermittlung von Kosten und Preis?
Tordieren Wie heißt das Verdrehen um die Längsachse?
Meisterstück Wie heißt die anspruchsvolle praktische Prüfungsarbeit?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der einschlägige Ausbildungsberuf heißt Metallbauer in der Fachrichtung

. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt

. Beim Ausschmieden wird das Werkstück länger und der

kleiner. Beim Stauchen wird der Querschnitt

. Das Verdrehen eines Werkstücks um seine Längsachse heißt

. Vor der Fertigung werden Kundenwunsch und technische Anforderungen in einem

zusammengeführt. Die Gegenüberstellung von geplanten und tatsächlichen Kosten heißt

. Ausgewählte Arbeiten werden in einem

dokumentiert. Risiken am Arbeitsplatz werden in der

ermittelt. Ein erfolgreicher Meisterbetrieb verbindet Gestaltung mit Sicherheit und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Werkzeugsteckbrief: Wähle ein Schmiedewerkzeug aus und dokumentiere Bezeichnung, Aufbau, Verwendung, Pflege und Sicherheitsregeln auf einer Seite.
  2. Formanalyse: Untersuche ein geschmiedetes Tor, Geländer oder Objekt und markiere Rhythmus, Symmetrie, Übergänge, Oberflächen und vermutete Schmiedeverfahren.
  3. Zielgruppenkarte: Erstelle eine Übersicht möglicher Zielgruppen eines Metallgestaltungsbetriebs und notiere zu jeder Zielgruppe einen typischen Bedarf.
  4. Sicherheitscheck: Prüfe anhand eines Werkstattfotos mögliche Gefährdungen und formuliere passende Schutzmaßnahmen.


Standard

  1. Schmiedeentwurf: Entwirf einen kleinen Gebrauchsgegenstand, etwa einen Haken oder Kerzenhalter, und ergänze Maße, Werkstoff, Arbeitsschritte und Prüfpunkte.
  2. Angebotskalkulation: Kalkuliere einen fiktiven Kundenauftrag mit Material, Arbeitszeit, Gemeinkosten, Fremdleistungen, Wagnis und Gewinn.
  3. Portfoliofotografie: Fotografiere ein Werkstück als Gesamtansicht, Detail und Nutzungssituation und verfasse eine kurze professionelle Projektbeschreibung.
  4. Kundengespräch: Entwickle einen Gesprächsleitfaden für einen Auftrag und spiele Beratung, Rückfrage, Änderungswunsch und Freigabe im Rollenspiel durch.


Schwer

  1. Meisterprojekt: Plane ein komplexes Werkstück von der gestalterischen Idee über Zeichnung und Arbeitsfolge bis zur Montage und Qualitätsdokumentation.
  2. Geschäftsmodell Schmiedebetrieb: Entwickle ein Geschäftsmodell mit Zielgruppe, Nutzenversprechen, Leistungen, Partnern, Vertrieb, Kosten und Einnahmequellen.
  3. Ausstellungskonzept: Konzipiere eine kleine Ausstellung geschmiedeter Arbeiten mit Titel, Raumplan, Werktexten, Beleuchtung, Preisstrategie und Kommunikationsplan.
  4. Nachhaltigkeitsaudit: Untersuche einen Werkstattprozess hinsichtlich Material, Energie, Transport, Reparierbarkeit und Abfall und entwickle drei messbare Verbesserungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Entwurf und Machbarkeit: Vergleiche zwei Entwürfe für dasselbe Tor und begründe, welcher Entwurf Funktion, Gestaltung, Fertigbarkeit und Wartung besser verbindet.
  2. Preisentscheidung: Ein Kunde hält ein Angebot für zu teuer. Entwickle eine fachlich und wirtschaftlich begründete Antwort und zeige zulässige Varianten zur Kostenreduzierung.
  3. Fehleranalyse Schmieden: Ein Bauteil ist verzogen und zeigt Risse. Entwickle mögliche Ursachen aus Wärmeführung, Umformung, Werkstoffwahl und Arbeitsfolge und schlage Prüfungen vor.
  4. Betriebsstrategie: Entscheide, ob sich ein kleiner Betrieb stärker auf Restaurierung, Architekturteile oder freie Kunst ausrichten sollte. Begründe Deine Wahl anhand eines selbst gewählten Standorts.
  5. Ausbildungssituation: Ein Auszubildender arbeitet schnell, prüft aber selten Zwischenmaße. Entwickle eine Lernaufgabe, die Selbstkontrolle und Qualitätsbewusstsein fördert.
  6. Nachhaltiger Kundenauftrag: Überarbeite einen fiktiven Entwurf so, dass Materialeinsatz, Lebensdauer, Reparierbarkeit und Transport verbessert werden, ohne die Gestaltungsidee aufzugeben.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Eine fachsprachlich korrekte Beschreibung zentraler Schmiedeverfahren.
  2. Ein nachvollziehbarer Entwurf mit Funktion, Maßen, Werkstoff und Arbeitsfolge.
  3. Eine begründete Auswahl von Werkzeugen, Maschinen und Prüfmitteln.
  4. Eine Kalkulation mit Material, Zeit, Gemeinkosten, Fremdleistungen und Gewinn.
  5. Eine Sicherheitsbetrachtung mit Gefährdungen und Schutzmaßnahmen.
  6. Eine Qualitätsdokumentation mit Zwischen- und Endprüfungen.
  7. Ein Portfolioeintrag mit geeigneten Bildern und Projektbeschreibung.
  8. Eine Reflexion darüber, wie künstlerischer Anspruch und unternehmerische Verantwortung verbunden wurden.




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