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Politische Akteure - Gemeinschaftskunde

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Politische Akteure - Gemeinschaftskunde




Politische Akteure - Gemeinschaftskunde


Einleitung

Politik entsteht nicht nur im Parlament. Viele Menschen, Gruppen und Institutionen wirken daran mit. Sie bringen Interessen ein, diskutieren Lösungen, treffen Entscheidungen oder kontrollieren staatliches Handeln. Solche Beteiligten nennt man politische Akteure.

In diesem aiMOOC lernst Du wichtige politische Akteure in Deutschland kennen. Du untersuchst ihre Aufgaben, ihre Mittel und ihren Einfluss. Außerdem erfährst Du, wie politische Entscheidungen im Zusammenspiel verschiedener Akteure entstehen.

Der Plenarsaal des Deutschen Bundestages ist ein wichtiger Ort politischer Entscheidungen. Doch auch außerhalb des Parlaments wird Politik gestaltet.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du:

  1. politische Akteure erkennen und einordnen.
  2. staatliche und gesellschaftliche Akteure unterscheiden.
  3. Aufgaben von Bundestag, Bundesregierung und Bundesrat erklären.
  4. den Einfluss von Parteien, Verbänden, Medien und Zivilgesellschaft beurteilen.
  5. politische Interessen, Machtmittel und Konflikte untersuchen.
  6. eigene Möglichkeiten der politischen Beteiligung entwickeln.


Was ist ein politischer Akteur?

Ein politischer Akteur ist eine Person, Gruppe oder Institution, die politische Ziele verfolgt oder politische Entscheidungen beeinflusst.

Politische Akteure können:

  1. Probleme öffentlich machen.
  2. Interessen vertreten.
  3. politische Programme entwickeln.
  4. Gesetze vorbereiten oder beschließen.
  5. Entscheidungen umsetzen.
  6. staatliches Handeln kontrollieren.
  7. Bürgerinnen und Bürger informieren oder mobilisieren.

Ein Akteur muss nicht selbst ein Gesetz beschließen können. Auch eine Jugendgruppe, eine Redaktion oder eine Bürgerinitiative kann politischen Einfluss gewinnen.


Arten politischer Akteure

Art Erklärung Beispiele
Staatliche Akteure Sie besitzen gesetzlich geregelte Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse. Bundestag, Bundesregierung, Bundesrat, Behörden, Gerichte
Gesellschaftliche Akteure Sie vertreten Interessen oder wirken auf Politik und Öffentlichkeit ein. Parteien, Verbände, Gewerkschaften, Unternehmen, Initiativen, Medien
Einzelne Akteure Einzelpersonen handeln politisch. Wählerinnen und Wähler, Abgeordnete, Ministerinnen und Minister
Kollektive Akteure Mehrere Menschen handeln gemeinsam. Parteien, Fraktionen, Verbände, soziale Bewegungen
Formelle Akteure Ihre Aufgaben sind durch Gesetze oder feste Regeln bestimmt. Parlamente, Regierungen, Verwaltungen
Informelle Akteure Ihr Einfluss entsteht vor allem durch Kontakte, Wissen oder Öffentlichkeit. Netzwerke, Protestgruppen, Fachleute, politische Influencer


Bürgerinnen und Bürger

Nach dem Grundgesetz geht die Staatsgewalt vom Volk aus. Bürgerinnen und Bürger sind deshalb die Grundlage der Demokratie. Sie wirken vor allem durch Wahlen, aber auch zwischen den Wahlen an Politik mit.

Möglichkeiten der Beteiligung sind zum Beispiel:

  1. Teilnahme an Wahlen.
  2. Mitarbeit in Parteien, Vereinen oder Initiativen.
  3. Einreichen einer Petition.
  4. Teilnahme an Demonstrationen.
  5. Kontakt zu Abgeordneten.
  6. Mitarbeit in der Schülervertretung oder im Jugendgemeinderat.
  7. Beteiligung an öffentlichen Diskussionen.
  8. Veröffentlichung eigener politischer Beiträge.

Ein Stimmzettel macht sichtbar: Wählerinnen und Wähler entscheiden, welche Personen und Parteien politische Verantwortung übernehmen sollen.


Wahlen und politische Beteiligung

Durch Wahlen erhalten Parlamente eine demokratische Legitimation. Die Gewählten handeln anschließend stellvertretend für die Bevölkerung. Diese Form nennt man Repräsentative Demokratie.

Politische Beteiligung endet jedoch nicht am Wahltag. Bürgerinnen und Bürger können Themen setzen, Kritik äußern und eigene Vorschläge entwickeln. Besonders auf kommunaler Ebene sind die Wege oft kurz.


Parteien

Parteien verbinden Gesellschaft und Staat. Nach Artikel 21 des Grundgesetzes wirken sie an der politischen Willensbildung des Volkes mit.

Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören:

  1. Interessen und politische Ideen bündeln.
  2. Programme entwickeln.
  3. Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen.
  4. an Wahlen teilnehmen.
  5. politische Führungskräfte auswählen.
  6. Regierungsmehrheiten bilden oder als Opposition kontrollieren.
  7. Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit einladen.

Parteien vertreten unterschiedliche Werte und Ziele. Der Wettbewerb zwischen ihnen ermöglicht politische Auswahl. Gleichzeitig müssen Parteien ihre Finanzierung offenlegen und demokratische Regeln beachten.


Fraktionen

Abgeordnete derselben Partei oder politisch nahestehender Parteien schließen sich in einem Parlament meist zu einer Fraktion zusammen. Fraktionen koordinieren die parlamentarische Arbeit. Sie beraten über Gesetzentwürfe, verteilen Aufgaben und einigen sich auf gemeinsame Positionen.

Fraktionen sind nicht dasselbe wie Parteien. Eine Partei arbeitet in der Gesellschaft und nimmt an Wahlen teil. Eine Fraktion arbeitet innerhalb eines Parlaments.


Parlament und Abgeordnete

Der Bundestag wird von den Wahlberechtigten gewählt. Seine Abgeordneten sind Vertreterinnen und Vertreter des ganzen Volkes. Sie sind rechtlich nicht an Aufträge gebunden, sondern ihrem Gewissen verantwortlich.

Zentrale Aufgaben des Bundestages sind:

  1. Gesetze beraten und beschließen.
  2. die Bundesregierung kontrollieren.
  3. den Bundeshaushalt beschließen.
  4. die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler wählen.
  5. öffentliche politische Debatten führen.

Ein großer Teil der Arbeit findet in Ausschüssen statt. Dort beraten Abgeordnete einzelne Themen besonders gründlich. Fachleute und Interessenvertretungen können in Anhörungen ihre Sichtweisen darstellen.


Regierung und Opposition

Die Regierungsfraktionen unterstützen meist die Bundesregierung. Die Opposition entwickelt Alternativen und kontrolliert die Regierung besonders kritisch.

Zur Kontrolle gehören zum Beispiel parlamentarische Anfragen, Untersuchungsausschüsse und öffentliche Debatten. Kontrolle ist kein Hindernis für Demokratie, sondern ein wichtiger Teil demokratischer Machtbegrenzung.


Bundesregierung und Verwaltung

Die Bundesregierung besteht aus der Bundeskanzlerin oder dem Bundeskanzler und den Bundesministerinnen und Bundesministern. Sie gestaltet die politische Richtung, erarbeitet viele Gesetzesvorlagen und vertritt Deutschland auf internationaler Ebene.

Die Verwaltung setzt politische Entscheidungen praktisch um. Behörden bearbeiten Anträge, zahlen Leistungen aus, überwachen Regeln oder planen öffentliche Aufgaben.

Regierung und Verwaltung sind nicht identisch:

Akteur Hauptaufgabe
Bundesregierung politische Ziele setzen, Vorhaben planen und Entscheidungen vorbereiten
Verwaltung Gesetze und politische Beschlüsse nach festgelegten Regeln umsetzen


Bundesländer und Bundesrat

Deutschland ist ein Bundesstaat. Deshalb wirken auch die Länder an der Bundespolitik mit. Ihre Regierungen sind im Bundesrat vertreten.

Der Bundesrat beteiligt sich an der Gesetzgebung des Bundes. Bei Gesetzen, die die Interessen oder Aufgaben der Länder besonders betreffen, ist sein Einfluss besonders groß.

Die Länder sind außerdem für viele wichtige Bereiche zuständig, zum Beispiel für große Teile der Bildungspolitik, der Polizei und der Kulturpolitik.


Kommunen

Viele politische Entscheidungen betreffen den Alltag direkt. Städte und Gemeinden entscheiden zum Beispiel über Schulen, Jugendangebote, Buslinien, Baugebiete, Sportanlagen oder Radwege.

Wichtige kommunale Akteure sind:

  1. Gemeinderat oder Stadtrat.
  2. Bürgermeisterin oder Bürgermeister.
  3. kommunale Verwaltung.
  4. örtliche Parteien und Wählervereinigungen.
  5. Bürgerinitiativen, Vereine und Jugendvertretungen.

Kommunalpolitik zeigt besonders deutlich, dass Politik nicht nur in Berlin stattfindet.


Interessenverbände, Gewerkschaften und Unternehmen

Verbände bündeln gemeinsame Interessen. Wirtschaftsverbände vertreten Unternehmen. Gewerkschaften vertreten Beschäftigte. Umwelt-, Sozial- oder Berufsverbände setzen sich für weitere gesellschaftliche Gruppen und Ziele ein.

Verbände versuchen, politische Entscheidungen durch Argumente, Fachwissen, Gespräche, Stellungnahmen oder Kampagnen zu beeinflussen. Diese Interessenvertretung wird häufig als Lobbyismus bezeichnet.

Lobbyismus ist in einer pluralistischen Demokratie grundsätzlich erlaubt. Problematisch wird er, wenn Einfluss verborgen bleibt, einzelne Gruppen deutlich bessere Zugänge besitzen oder Entscheidungen einseitig bestimmt werden. Deshalb sind Transparenz, öffentliche Kontrolle und nachvollziehbare Regeln wichtig.

Gewerkschaften können Interessen durch Verhandlungen, öffentliche Aktionen und Demonstrationen vertreten.


Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen

Zur Zivilgesellschaft gehören freiwillige Zusammenschlüsse außerhalb staatlicher Einrichtungen. Dazu zählen Vereine, Initiativen, Nichtregierungsorganisationen, Kirchen, Hilfsorganisationen und soziale Bewegungen.

Sie können:

  1. auf Probleme aufmerksam machen.
  2. Betroffene unterstützen.
  3. Unterschriften sammeln.
  4. Demonstrationen organisieren.
  5. eigene Lösungsvorschläge veröffentlichen.
  6. Politik und Verwaltung beobachten.
  7. Menschen zur Beteiligung motivieren.

Demonstrationen machen Interessen und Forderungen öffentlich sichtbar. Sie ersetzen keine parlamentarische Entscheidung, können aber Debatten und politische Prioritäten beeinflussen.


Bürgerinitiativen und Petitionen

Eine Bürgerinitiative entsteht meist wegen eines konkreten Problems. Sie kann sich zum Beispiel für einen sicheren Schulweg, gegen ein Bauprojekt oder für den Schutz eines Naturgebiets einsetzen.

Eine Petition ist eine Bitte oder Beschwerde an eine zuständige staatliche Stelle oder ein Parlament. Petitionen ermöglichen es Einzelnen und Gruppen, ein Anliegen formal einzubringen.


Medien und digitale Plattformen

Medien informieren über politische Ereignisse, erklären Zusammenhänge und kontrollieren Mächtige durch Recherche. Sie wählen jedoch auch aus, welche Themen besonders sichtbar werden.

Medien sind keine staatliche Gewalt wie Parlament, Regierung oder Gerichte. Wegen ihrer Kontroll- und Öffentlichkeitsfunktion werden sie trotzdem manchmal als vierte Gewalt bezeichnet.

Mikrofone verschiedener Redaktionen stehen für eine vielfältige Medienlandschaft. Pressefreiheit und journalistische Sorgfalt sind wichtige Bedingungen einer Demokratie.

Digitale Plattformen ermöglichen schnelle Beteiligung. Gleichzeitig können dort Falschinformationen, Hassrede, Bots und stark vereinfachte Botschaften politische Debatten verzerren. Deshalb solltest Du Quellen prüfen und zwischen Nachricht, Meinung und Werbung unterscheiden.


Gerichte

Gerichte entscheiden nicht nach Parteiprogrammen, sondern auf Grundlage des Rechts. Trotzdem wirken ihre Entscheidungen auf Politik und Gesellschaft.

Das Bundesverfassungsgericht prüft besonders wichtige Fragen des Grundgesetzes. Es kann staatliche Maßnahmen beanstanden, wenn sie gegen die Verfassung verstoßen. Damit schützt es Grundrechte und begrenzt politische Macht.

Gerichte sollen unabhängig sein. Politische Mehrheiten dürfen deshalb nicht einfach festlegen, wie ein Gericht in einem einzelnen Fall entscheiden muss.


Wie politische Akteure zusammenwirken

Politische Entscheidungen entstehen meist in mehreren Schritten. Ein Beispiel ist die Forderung nach einem sichereren Schulweg:

Schritt Mögliche Akteure Handlung
Problem wird sichtbar Schülerinnen und Schüler, Eltern, Medien Gefahren dokumentieren und öffentlich machen
Interessen werden gebündelt Schülervertretung, Bürgerinitiative, Verein Forderungen und Vorschläge formulieren
Politik berät Parteien, Gemeinderat, Bürgermeisteramt verschiedene Lösungen und Kosten prüfen
Entscheidung fällt zuständiger Gemeinderat über Maßnahmen und Geld abstimmen
Umsetzung beginnt Verwaltung, Bauamt, beauftragte Unternehmen Beschluss praktisch ausführen
Ergebnis wird kontrolliert Öffentlichkeit, Medien, Rat, Betroffene prüfen, ob der Schulweg wirklich sicherer ist

Dieses Beispiel zeigt: Akteure arbeiten manchmal zusammen, konkurrieren aber auch um Geld, Aufmerksamkeit und politische Mehrheiten.


Macht, Interessen und Einfluss

Politische Akteure besitzen unterschiedliche Mittel. Dazu gehören:

Einflussmittel Beispiel
Stimmen und Mandate Wählerinnen und Wähler sowie Abgeordnete
Gesetzliche Zuständigkeit Parlamente, Regierungen, Verwaltungen und Gerichte
Fachwissen Wissenschaft, Verbände und Sachverständige
Geld und Personal große Organisationen, Unternehmen oder staatliche Stellen
Öffentliche Aufmerksamkeit Medien, Initiativen, Bewegungen und bekannte Einzelpersonen
Mitglieder und Mobilisierung Parteien, Gewerkschaften, Vereine und Kampagnen
Kontakte und Verhandlungen Regierungen, Verbände, Fraktionen und Netzwerke

Einfluss ist nicht dasselbe wie Entscheidungsmacht. Eine Initiative kann eine Debatte auslösen. Den verbindlichen Beschluss trifft jedoch das zuständige demokratisch legitimierte Organ.


Kriterien zur Beurteilung politischer Akteure

Du kannst einen politischen Akteur mit folgenden Fragen untersuchen:

  1. Welche Ziele verfolgt der Akteur?
  2. Wessen Interessen vertritt er?
  3. Welche Mittel nutzt er?
  4. Wie groß ist sein Zugang zu Entscheidungsträgern?
  5. Ist sein Handeln öffentlich und nachvollziehbar?
  6. Welche anderen Interessen stehen ihm gegenüber?
  7. Ist sein Handeln demokratisch legitimiert?
  8. Werden Grundrechte und demokratische Regeln beachtet?


Gesetzgebung als Zusammenspiel

An der Entstehung eines Bundesgesetzes können viele Akteure beteiligt sein. Bürgerinnen und Bürger, Medien und Verbände machen auf Probleme aufmerksam. Parteien und Ministerien entwickeln Vorschläge. Bundesregierung, Bundestag oder Bundesrat können Gesetzesvorlagen einbringen. Ausschüsse beraten Details. Bundestag und Bundesrat wirken an der Entscheidung mit. Behörden setzen das Gesetz später um. Gerichte können prüfen, ob die Regeln rechtmäßig sind.


Quellen und Vertiefung

  1. Grundgesetz Artikel 20 – Demokratie und Volkssouveränität
  2. Grundgesetz Artikel 21 – Politische Parteien
  3. Grundgesetz Artikel 38 – Abgeordnete und Wahl
  4. Deutscher Bundestag – Funktion und Aufgaben
  5. Deutscher Bundestag – Kontrolle der Regierung
  6. Bundeszentrale für politische Bildung – Rolle und Funktionen von Parteien
  7. Bundeszentrale für politische Bildung – Interessengruppen und Interessenverbände


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein politischer Akteur? (Eine Person, Gruppe oder Institution, die politische Ziele verfolgt oder Entscheidungen beeinflusst) (!Eine Person, die ausschließlich ein öffentliches Amt besitzt) (!Eine Behörde ohne eigene Aufgaben) (!Ein Unternehmen, das niemals gesellschaftliche Interessen verfolgt)




Von wem geht nach dem Grundgesetz die Staatsgewalt aus? (Vom Volke) (!Von den Medien) (!Von den Unternehmen) (!Von den Gerichten allein)




Welche Aufgabe haben politische Parteien? (Sie wirken an der politischen Willensbildung mit) (!Sie sprechen alle Gerichtsurteile) (!Sie ersetzen die öffentliche Verwaltung) (!Sie kontrollieren allein sämtliche Medien)




Welche zentrale Aufgabe hat der Bundestag? (Er beschließt Gesetze und kontrolliert die Bundesregierung) (!Er leitet alle Stadtverwaltungen) (!Er entscheidet allein über Gerichtsurteile) (!Er organisiert sämtliche Demonstrationen)




Was ist eine Aufgabe der Bundesregierung? (Sie gestaltet Politik und bereitet viele Gesetzesvorhaben vor) (!Sie wählt alle Abgeordneten) (!Sie entscheidet über jede kommunale Baugenehmigung) (!Sie führt private Vereine)




Wessen Interessen vertritt der Bundesrat auf Bundesebene? (Die Interessen der Bundesländer) (!Die Interessen der Zeitungsredaktionen) (!Die Interessen einzelner Unternehmen) (!Die Interessen ausländischer Parteien)




Was tun Interessenverbände? (Sie bündeln und vertreten gemeinsame Interessen) (!Sie ersetzen demokratische Wahlen) (!Sie verkünden verbindliche Gerichtsurteile) (!Sie leiten automatisch die Bundesregierung)




Welche politische Funktion können Medien erfüllen? (Sie informieren die Öffentlichkeit und kontrollieren Mächtige) (!Sie beschließen den Bundeshaushalt) (!Sie ernennen alle Ministerinnen und Minister) (!Sie setzen Gesetze als Behörde um)




Was gehört zur Zivilgesellschaft? (Freiwillige Vereine, Initiativen und soziale Bewegungen) (!Nur Bundesministerien) (!Nur Gerichte) (!Nur kommunale Verwaltungen)




Warum ist Transparenz bei politischem Einfluss wichtig? (Sie macht Interessen und Einflusswege nachvollziehbar) (!Sie verhindert jede politische Meinungsverschiedenheit) (!Sie ersetzt die Gewaltenteilung) (!Sie gibt einem Verband automatisch Recht)





Memory

Bürgerinnen und Bürger wählen und beteiligen sich
Partei entwickelt Programme und stellt Kandidierende auf
Bundestag beschließt Gesetze und kontrolliert die Regierung
Bundesregierung gestaltet und koordiniert die Bundespolitik
Bundesrat vertritt die Länder auf Bundesebene
Interessenverband bündelt gemeinsame Anliegen
Medien informieren und schaffen Öffentlichkeit
Verfassungsgericht prüft staatliches Handeln am Grundgesetz





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Form politischer Beteiligung
Wahl Vertreterinnen und Vertreter bestimmen
Petition eine Bitte oder Beschwerde formal einreichen
Demonstration eine Forderung öffentlich sichtbar machen
Parteiarbeit an Programmen und politischen Entscheidungen mitwirken
Bürgerinitiative sich gemeinsam für ein konkretes Anliegen einsetzen






Kreuzworträtsel

Partei Welche Organisation entwickelt politische Programme und nimmt an Wahlen teil?
Bundestag Welches Bundesorgan wird direkt vom Volk gewählt und beschließt Gesetze?
Bundesrat Welches Organ vertritt die Länder bei der Gesetzgebung des Bundes?
Petition Wie heißt eine formale Bitte oder Beschwerde an eine staatliche Stelle?
Medien Wer informiert die Öffentlichkeit und recherchiert politische Vorgänge?
Lobbyismus Wie heißt die gezielte Vertretung von Interessen gegenüber der Politik?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Person, Gruppe oder Institution mit politischem Einfluss heißt politischer

. Nach dem Grundgesetz geht die Staatsgewalt vom

aus. Politische

wirken an der Willensbildung mit. Der

beschließt Bundesgesetze und kontrolliert die Regierung. Die

gestaltet die politische Richtung und bereitet viele Vorhaben vor. Im

wirken die Länder an der Bundesgesetzgebung mit. Interessen werden häufig durch

gebündelt. Freie

informieren die Öffentlichkeit und kontrollieren Mächtige. Vereine, Initiativen und soziale Bewegungen gehören zur

. Offenheit über politische Kontakte und Interessen nennt man

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Akteurs-Steckbrief: Wähle einen politischen Akteur und gestalte einen Steckbrief mit Aufgaben, Zielen und Einflussmitteln.
  2. Begriffskarte: Zeichne eine Mindmap mit mindestens acht politischen Akteuren und verbinde zusammenarbeitende oder konkurrierende Akteure.
  3. Politik im Alltag: Fotografiere oder zeichne drei Orte in Deiner Umgebung, an denen politische Entscheidungen sichtbar werden.
  4. Nachrichtenbeobachtung: Suche eine politische Nachricht und markiere alle darin genannten Akteure.


Standard

  1. Rollenspiel Gemeinderat: Spielt eine Sitzung zu einem sicheren Schulweg. Verteilt Rollen für Rat, Verwaltung, Eltern, Jugendliche, Gewerbe und Presse.
  2. Medienvergleich: Vergleiche zwei Berichte über dasselbe politische Thema. Untersuche Auswahl, Sprache, Quellen und dargestellte Akteure.
  3. Interview zur Beteiligung: Befrage ein Mitglied einer Schülervertretung, eines Vereins, einer Partei oder einer Initiative zu seinen Erfahrungen.
  4. Interessenanalyse: Erstelle zu einem kommunalen Konflikt eine Tabelle mit Akteuren, Interessen, Argumenten und Einflussmitteln.


Schwer

  1. Planspiel Gesetzgebung: Entwickelt einen einfachen Gesetzentwurf und simuliert Beratung, Anhörung, Änderungsanträge und Abstimmung.
  2. Machtanalyse: Untersuche einen politischen Streitfall und bewerte, welche Akteure besonders viel Geld, Wissen, Öffentlichkeit oder Entscheidungsmacht besitzen.
  3. Transparenzprüfung: Recherchiere, wie eine politische Organisation ihre Ziele, Finanzierung und Kontakte offenlegt, und bewerte die Nachvollziehbarkeit.
  4. Policy Brief: Verfasse ein zweiseitiges Empfehlungspapier zu einem Problem an Deiner Schule oder Gemeinde und richte es an den zuständigen Akteur.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Akteursvergleich: Vergleiche eine Partei und eine Bürgerinitiative. Erkläre Gemeinsamkeiten, Unterschiede und mögliche Zusammenarbeit.
  2. Entscheidungsweg: Entwickle für ein selbst gewähltes Schulproblem einen realistischen politischen Entscheidungsweg mit mindestens fünf Akteuren.
  3. Einfluss und Legitimation: Beurteile die Aussage: Wer viel Einfluss besitzt, ist auch demokratisch legitimiert.
  4. Medienfall: Erkläre an einem Beispiel, wie Berichterstattung politische Aufmerksamkeit verändern kann, ohne selbst ein Gesetz zu beschließen.
  5. Interessenkonflikt: Entwickle einen Kompromiss zwischen zwei Gruppen mit gegensätzlichen Interessen und begründe, weshalb er fair sein könnte.
  6. Demokratiecheck: Prüfe einen erfundenen politischen Entscheidungsprozess auf Beteiligung, Transparenz, Kontrolle und Einhaltung der Grundrechte.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du:

  1. den Begriff politischer Akteur sicher erklären.
  2. staatliche und gesellschaftliche Akteure unterscheiden.
  3. Aufgaben von Bürgerinnen und Bürgern, Parteien, Bundestag, Bundesregierung, Bundesrat und Kommunen darstellen.
  4. Funktionen von Verbänden, Zivilgesellschaft, Medien und Gerichten erklären.
  5. Einflussmittel wie Stimmen, Ämter, Wissen, Geld, Kontakte und Öffentlichkeit erkennen.
  6. einen politischen Entscheidungsprozess mit mehreren Akteuren untersuchen.
  7. Interessen, Konflikte und Machtunterschiede begründet beurteilen.
  8. die Bedeutung von Legitimation, Transparenz und Kontrolle erklären.
  9. eigene demokratische Beteiligungsmöglichkeiten entwickeln.




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