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Macht und Herrschaft - Gemeinschaftskunde

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Macht und Herrschaft - Gemeinschaftskunde




Macht und Herrschaft - Gemeinschaftskunde

Das Reichstagsgebäude steht für parlamentarische Demokratie und die politische Herrschaft des Volkes durch gewählte Vertreterinnen und Vertreter.


Einleitung

Macht begegnet Dir überall: in der Familie, in der Schule, in sozialen Netzwerken, in Unternehmen und in der Politik. Menschen können Entscheidungen beeinflussen, Regeln festlegen oder andere zu einem bestimmten Verhalten bewegen. Dabei ist Macht nicht automatisch schlecht. Eine Gesellschaft braucht Macht, damit gemeinsame Entscheidungen getroffen und Regeln durchgesetzt werden können.

Entscheidend ist jedoch, wer Macht ausübt, woher diese Macht kommt, wie sie begrenzt wird und ob sie als rechtmäßig anerkannt ist. Dauerhafte und anerkannte Machtausübung wird als Herrschaft bezeichnet.

In diesem aiMOOC lernst Du die Unterschiede zwischen Macht, Herrschaft, Legitimität und Gewalt kennen. Du untersuchst, wie politische Herrschaft in einer Demokratie begründet, kontrolliert und begrenzt wird.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du Macht und Herrschaft unterscheiden, die drei Herrschaftstypen nach Max Weber erklären und Beispiele aus Alltag und Politik einordnen. Du kannst außerdem zeigen, wie Wahlen, Gewaltenteilung, Grundrechte, Rechtsstaat, Föderalismus, Opposition, freie Medien und Zivilgesellschaft politischen Machtmissbrauch begrenzen.


Was ist Macht?

Der Soziologe Max Weber beschrieb Macht als die Möglichkeit, den eigenen Willen auch gegen Widerstand durchzusetzen. Macht zeigt sich also dann, wenn eine Person oder Gruppe Einfluss auf andere nehmen kann.

Macht kann auf unterschiedlichen Mitteln beruhen. Wer ein politisches Amt besitzt, über Geld, Wissen, Kontakte, Informationen oder öffentliche Aufmerksamkeit verfügt, hat häufig größere Einflussmöglichkeiten. Auch Belohnungen, Strafen und körperlicher Zwang können Machtmittel sein.

Machtquelle Beispiel
Amt und Regeln Eine Bürgermeisterin darf bestimmte Entscheidungen treffen.
Wissen und Information Eine Fachperson beeinflusst eine politische Debatte durch Sachkenntnis.
Geld und Eigentum Ein Unternehmen finanziert eine große Werbekampagne.
Organisation und Kontakte Ein Verband vertritt gemeinsam die Interessen vieler Mitglieder.
Öffentlichkeit Ein Beitrag in sozialen Medien erreicht sehr viele Menschen.
Sanktionen Eine Behörde kann bei einem Gesetzesverstoß ein Bußgeld verhängen.

Merksatz: Macht ist die Fähigkeit, Verhalten oder Entscheidungen zu beeinflussen. Sie kann anerkannt, umstritten, begrenzt oder missbraucht werden.


Macht im Schulalltag

Auch die Schule ist ein Ort mit unterschiedlichen Machtpositionen. Lehrkräfte dürfen Leistungen bewerten und Regeln durchsetzen. Die Schulleitung organisiert den Schulbetrieb. Schülerinnen und Schüler können über Klassensprecher, Schülervertretung, Schulkonferenz, Gespräche oder Protest Einfluss nehmen.

Macht ist hier an Aufgaben und Regeln gebunden. Eine Lehrkraft darf nicht beliebig handeln. Schulgesetz, Prüfungsordnung, Beschwerdemöglichkeiten und Mitwirkungsrechte begrenzen ihre Befugnisse. Das Beispiel zeigt: Macht wird eher akzeptiert, wenn sie nachvollziehbar, regelgebunden und kontrollierbar ist.


Was ist Herrschaft?

Herrschaft ist eine dauerhafte Form von Macht. Sie besteht nicht nur in einer einzelnen Situation, sondern beruht auf festen Rollen, Regeln und Institutionen. Die Beherrschten folgen Anweisungen, weil sie die Ordnung zumindest grundsätzlich als rechtmäßig anerkennen oder weil sie sich an die bestehende Ordnung gebunden sehen.

Begriff Kennzeichen Beispiel
Macht Einfluss oder Durchsetzung, auch gegen Widerstand Eine Gruppe setzt ihre Forderung durch.
Herrschaft Dauerhafte und geordnete Machtausübung Ein gewähltes Parlament beschließt Gesetze.
Legitimität Glaube an die Rechtmäßigkeit einer Ordnung Bürgerinnen und Bürger erkennen eine demokratische Wahl an.
Gewalt Körperlicher Zwang oder dessen Androhung Die Polizei greift auf gesetzlicher Grundlage ein.

Wichtig: Macht und Gewalt sind nicht dasselbe. Gewalt ist ein mögliches Machtmittel. Politische Macht kann aber auch durch Argumente, Wahlen, Recht, Wissen, Geld oder öffentliche Zustimmung entstehen.


Legale und legitime Herrschaft

Legal bedeutet, dass etwas mit geltendem Recht übereinstimmt. Legitim bedeutet, dass eine Entscheidung oder Ordnung als berechtigt und rechtmäßig anerkannt wird.

In einer Demokratie soll politische Herrschaft beides sein: legal und legitim. Eine Regierung braucht eine rechtliche Grundlage, demokratische Zustimmung und die Bindung an Grundrechte. Ein Gesetz kann formal korrekt beschlossen worden sein und trotzdem öffentlich als ungerecht kritisiert werden. Dann entsteht eine Debatte über seine Legitimität.


Die Herrschaftstypen nach Max Weber

Max Weber unterschied drei idealtypische Gründe, aus denen Menschen Herrschaft anerkennen. Idealtypen sind vereinfachte Modelle. In der Wirklichkeit treten sie häufig als Mischformen auf.

Herrschaftstyp Grundlage der Anerkennung Einfaches Beispiel
Traditionale Herrschaft Glaube an überlieferte Ordnungen und Gewohnheiten Eine erbliche Monarchie wird mit Tradition begründet.
Charismatische Herrschaft Vertrauen in die besonderen Fähigkeiten einer Person Eine Bewegung folgt einer als außergewöhnlich angesehenen Führungsperson.
Legale Herrschaft Vertrauen in Regeln, Gesetze und Ämter Eine gewählte Regierung handelt auf Grundlage der Verfassung.


Traditionale Herrschaft

Traditionale Herrschaft wird anerkannt, weil eine Ordnung schon lange besteht. Gehorsam richtet sich häufig an eine Person, Familie oder gesellschaftliche Stellung. Typische Begründungen lauten: „Das war schon immer so“ oder „Dieses Amt wird vererbt“.

Tradition allein garantiert jedoch keine gerechte Herrschaft. In modernen Demokratien müssen politische Entscheidungen zusätzlich mit Verfassung, Grundrechten und demokratischer Zustimmung vereinbar sein.


Charismatische Herrschaft

Charismatische Herrschaft beruht auf der besonderen Ausstrahlung einer Person. Anhängerinnen und Anhänger schreiben ihr außergewöhnliche Fähigkeiten, Mut, Klugheit oder eine besondere Mission zu.

Charisma kann Menschen zu gemeinsamem Handeln motivieren. Es birgt aber Risiken, wenn Kritik unterdrückt, die Führungsperson über Regeln gestellt oder ein Personenkult aufgebaut wird. Demokratische Institutionen sollen verhindern, dass politische Macht allein von der Beliebtheit einer Person abhängt.


Legale Herrschaft

Legale Herrschaft beruht auf allgemein geltenden Regeln. Gehorsam gilt nicht einer Person als solcher, sondern einem rechtmäßig vergebenen Amt und seinen begrenzten Zuständigkeiten.

Eine Polizistin, ein Richter oder eine Ministerin darf deshalb nur im Rahmen des Rechts handeln. Ämter sind zeitlich, sachlich und rechtlich begrenzt. Entscheidungen können kontrolliert und vor Gerichten überprüft werden.


Historischer Blick auf staatliche Macht

Das Titelbild von Thomas Hobbes’ Werk Leviathan zeigt einen mächtigen Herrscher, dessen Körper aus vielen Menschen besteht. Das Bild verdeutlicht eine wichtige Frage politischer Theorie: Warum übertragen Menschen einem Staat Macht?

Thomas Hobbes begründete starke Staatsmacht mit dem Schutz vor Unsicherheit und Gewalt. Spätere Denker der Aufklärung betonten stärker die Begrenzung staatlicher Macht, die Freiheit des Einzelnen und die Aufteilung politischer Zuständigkeiten.

Montesquieu prägte die moderne Idee, staatliche Macht auf verschiedene Gewalten zu verteilen. Keine einzelne Person und keine einzelne Institution soll die gesamte politische Macht kontrollieren.


Demokratische Herrschaft

In einer Demokratie geht die politische Herrschaft vom Volk aus. Für Deutschland formuliert Artikel 20 des Grundgesetzes: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“

Die Bürgerinnen und Bürger übertragen politische Entscheidungsbefugnisse durch freie, gleiche und geheime Wahlen. Gewählte Abgeordnete beraten öffentlich, beschließen Gesetze und kontrollieren die Regierung. Politische Ämter werden nur für einen begrenzten Zeitraum vergeben.

Demokratische Legitimation entsteht nicht allein durch Mehrheiten. Auch Minderheitenschutz, Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit, politische Beteiligung und faire Verfahren gehören dazu. Eine Mehrheit darf nicht jede beliebige Entscheidung treffen.


Volkssouveränität und Wahlen

Volkssouveränität bedeutet, dass staatliche Macht letztlich auf den Bürgerinnen und Bürgern beruht. Wahlen erfüllen dabei mehrere Aufgaben: Sie vergeben politische Ämter, ermöglichen einen Regierungswechsel, schaffen Zustimmung und erlauben die Bewertung bisheriger Politik.

Eine demokratische Wahl muss frei von Zwang sein. Unterschiedliche Parteien und Kandidierende müssen antreten können. Die Stimmen müssen nach klaren Regeln gezählt werden. Eine unabhängige Öffentlichkeit muss über politische Alternativen informieren können.


Gewaltenteilung und Machtkontrolle

Gewaltenteilung verteilt staatliche Aufgaben auf verschiedene Institutionen. Dadurch soll verhindert werden, dass eine Stelle Gesetze beschließt, sie ausführt und gleichzeitig allein über ihre Rechtmäßigkeit entscheidet.

Gewalt Aufgabe Beispiele in Deutschland
Legislative Gesetze beraten und beschließen Bundestag und Bundesrat
Exekutive Gesetze ausführen und staatliche Aufgaben erledigen Bundesregierung, Ministerien, Verwaltung und Polizei
Judikative Recht sprechen und staatliches Handeln kontrollieren Unabhängige Gerichte

In Deutschland sind die Gewalten nicht vollständig voneinander getrennt. Sie arbeiten zusammen und kontrollieren sich gegenseitig. Diese Verbindung wird Gewaltenverschränkung genannt. Die Bundesregierung benötigt beispielsweise Unterstützung im Bundestag, wird aber zugleich vom Parlament kontrolliert.


Horizontale und vertikale Gewaltenteilung

Horizontale Gewaltenteilung bezeichnet die Aufteilung in Legislative, Exekutive und Judikative.

Vertikale Gewaltenteilung verteilt politische Macht auf unterschiedliche Ebenen. In Deutschland teilen sich Bund, Länder und Kommunen staatliche Aufgaben. Der Föderalismus verhindert, dass alle Entscheidungen an einer einzigen Stelle getroffen werden.


Das politische System Deutschlands

Das politische System besteht aus mehreren miteinander verbundenen Institutionen. Der Bundestag wird vom Volk gewählt. Der Bundestag wählt den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin. Die Bundesregierung führt Gesetze aus und entwickelt politische Vorhaben. Der Bundesrat beteiligt die Länder an der Gesetzgebung. Das Bundesverfassungsgericht kontrolliert die Einhaltung des Grundgesetzes.


Rechtsstaat und Grundrechte

Ein Rechtsstaat bindet alle staatliche Macht an Recht und Gesetz. Auch Regierung, Polizei und Behörden dürfen nicht beliebig handeln. Betroffene können Entscheidungen überprüfen lassen und Gerichte anrufen.

Grundrechte schützen den Einzelnen vor staatlichen Eingriffen. Dazu gehören unter anderem Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und Versammlungsfreiheit.

Das Bundesverfassungsgericht kontrolliert, ob staatliches Handeln mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Seine Unabhängigkeit ist ein wichtiger Schutz gegen Machtmissbrauch.


Staatliches Gewaltmonopol

Der Staat beansprucht das Monopol legitimer körperlicher Gewalt. Das bedeutet nicht, dass staatliche Gewalt immer richtig ist. Polizei und andere staatliche Stellen dürfen Zwang nur auf gesetzlicher Grundlage, für einen zulässigen Zweck und in angemessener Weise einsetzen.

Das staatliche Gewaltmonopol soll private Selbstjustiz verhindern. Gleichzeitig müssen Gerichte, Parlamente, Öffentlichkeit und unabhängige Kontrollstellen staatliche Zwangsmaßnahmen überprüfen können.


Öffentlichkeit, Medien und Gegenmacht

Politische Herrschaft wird nicht nur durch staatliche Institutionen kontrolliert. Freie Medien berichten über Entscheidungen, decken Missstände auf und ermöglichen öffentliche Kritik. Sie werden deshalb manchmal als vierte Gewalt bezeichnet. Verfassungsrechtlich gehören sie jedoch nicht zu den drei Staatsgewalten.

Auch Opposition, Verbände, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bilden Gegenmacht. Sie können Informationen bereitstellen, Interessen vertreten, Demonstrationen organisieren oder politische Alternativen entwickeln.

Demonstrationen zeigen, dass politische Macht nicht nur in Regierung und Parlament entsteht. Bürgerinnen und Bürger können Themen öffentlich machen und Entscheidungsträger unter Druck setzen. Protest bleibt demokratisch, wenn er friedlich ist und die Rechte anderer achtet.


Macht in digitalen Medien

Digitale Plattformen haben neue Machtzentren geschaffen. Plattformbetreiber entscheiden über Regeln, Reichweite und Moderation. Algorithmen beeinflussen, welche Beiträge sichtbar werden. Personen mit vielen Followern können politische Debatten prägen.

Digitale Macht ist oft schwer erkennbar. Deshalb sind Transparenz, Datenschutz, Medienbildung und die Prüfung von Quellen wichtig. Du solltest fragen: Wer bestimmt die Regeln? Wer profitiert? Welche Informationen fehlen? Kann eine Entscheidung angefochten werden?


Machtmissbrauch und autoritäre Herrschaft

Machtmissbrauch liegt vor, wenn Macht gegen Regeln, Rechte oder den vorgesehenen Zweck eingesetzt wird. Beispiele sind Korruption, Einschüchterung, willkürliche Bestrafung, Zensur, Wahlmanipulation oder die persönliche Bereicherung durch ein Amt.

In autoritären Systemen wird politische Macht stark konzentriert. Opposition, Medien und Gerichte können ihre Kontrollfunktion nur eingeschränkt ausüben. Wahlen sind häufig nicht frei oder bieten keinen echten politischen Wettbewerb.

Eine Demokratie bleibt deshalb auf aktive Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Demokratische Institutionen wirken nur, wenn Menschen ihre Rechte kennen, Informationen prüfen, sich beteiligen und Macht kritisch beobachten.


Zusammenfassung

Macht ist die Fähigkeit, Entscheidungen und Verhalten zu beeinflussen. Herrschaft ist dauerhafte, institutionalisierte und als rechtmäßig anerkannte Machtausübung. Max Weber unterschied traditionale, charismatische und legale Herrschaft.

Demokratische Herrschaft beruht auf Volkssouveränität, Wahlen und rechtlich begrenzten Ämtern. Gewaltenteilung, Föderalismus, Grundrechte, Gerichte, Opposition, freie Medien und Zivilgesellschaft verhindern eine unkontrollierte Konzentration von Macht.

Leitfrage: Nicht nur wer Macht besitzt ist wichtig, sondern auch, wie diese Macht entstanden ist, wie sie genutzt wird und wer sie kontrolliert.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet Macht im politischen Sinn? (Die Möglichkeit, Entscheidungen oder Verhalten zu beeinflussen) (!Die vollständige Abwesenheit von Regeln) (!Eine ausschließlich körperliche Handlung) (!Eine private Meinung ohne Wirkung)




Wodurch unterscheidet sich Herrschaft von einer einmaligen Machtausübung? (Sie ist dauerhaft geordnet und institutionell abgesichert) (!Sie findet immer ohne Regeln statt) (!Sie besteht nur für wenige Sekunden) (!Sie ist immer gewaltsam)




Was bedeutet Legitimität? (Die Anerkennung einer Ordnung als rechtmäßig) (!Die Größe eines Staatsgebietes) (!Die Anzahl der Behörden) (!Die Höhe einer Strafe)




Worauf beruht legale Herrschaft nach Max Weber? (Auf Regeln Gesetzen und rechtmäßig vergebenen Ämtern) (!Auf der körperlichen Stärke einer Person) (!Auf zufälligen Entscheidungen) (!Auf einer geheimen Familienabstammung)




Worauf beruht traditionale Herrschaft? (Auf dem Glauben an überlieferte Ordnungen) (!Auf täglich wechselnden Regeln) (!Auf unabhängigen Gerichten) (!Auf wissenschaftlichen Experimenten)




Was kennzeichnet charismatische Herrschaft? (Der Glaube an besondere Fähigkeiten einer Führungsperson) (!Die ausschließliche Bindung an schriftliche Gesetze) (!Die Wahl aller Ämter durch Los) (!Die vollständige Bedeutungslosigkeit von Personen)




Welche Aufgabe hat die Legislative? (Sie berät und beschließt Gesetze) (!Sie führt Gerichtsurteile aus) (!Sie leitet alle Medien) (!Sie ersetzt politische Wahlen)




Was ist ein wichtiges Merkmal des Rechtsstaates? (Auch staatliche Stellen sind an Recht und Gesetz gebunden) (!Die Regierung darf jedes Gericht auflösen) (!Gesetze gelten nur für Privatpersonen) (!Kritik an Behörden ist grundsätzlich verboten)




Wie wird politische Herrschaft in einer Demokratie legitimiert? (Durch Wahlen rechtsstaatliche Verfahren und die Bindung an Grundrechte) (!Durch die dauerhafte Herrschaft einer Familie) (!Durch die Abschaffung der Opposition) (!Durch die Kontrolle aller Nachrichten)




Welche Funktion können freie Medien erfüllen? (Sie informieren die Öffentlichkeit und kontrollieren politische Macht) (!Sie ersetzen alle Gerichte) (!Sie ernennen die Bundesregierung) (!Sie beschließen eigenständig Gesetze)





Memory

Macht Durchsetzungsfähigkeit
Herrschaft Dauerhafte Ordnung
Legitimität Anerkannte Rechtmäßigkeit
Legislative Gesetzgebung
Exekutive Ausführung
Judikative Rechtsprechung
Volkssouveränität Ausgangspunkt staatlicher Gewalt
Öffentlichkeit Politische Kontrolle





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Aufgabe bei der Machtbegrenzung
Bundestag Gesetze beraten und die Regierung kontrollieren
Bundesregierung Gesetze ausführen und politische Vorhaben umsetzen
Bundesverfassungsgericht Staatliches Handeln am Grundgesetz prüfen
Wahlen Politische Ämter demokratisch legitimieren
Freie Medien Entscheidungen öffentlich beobachten und kritisieren






Kreuzworträtsel

Legitimität Wie heißt die Anerkennung einer Ordnung als rechtmäßig?
Parlament Welche Institution berät und beschließt Gesetze?
Exekutive Wie heißt die ausführende Staatsgewalt?
Judikative Wie heißt die rechtsprechende Staatsgewalt?
Charisma Welcher Begriff bezeichnet eine als außergewöhnlich wahrgenommene persönliche Ausstrahlung?
Rechtsstaat Wie heißt ein Staat in dem auch die Staatsgewalt an Gesetze gebunden ist?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Macht bezeichnet die Möglichkeit, Entscheidungen oder Verhalten zu

. Eine dauerhafte und geordnete Form der Machtausübung heißt

. Die Anerkennung einer Ordnung als rechtmäßig wird

genannt. Max Weber unterschied traditionale, charismatische und

Herrschaft. In einer Demokratie geht die Staatsgewalt vom

aus. Die gesetzgebende Gewalt wird als

bezeichnet. Gerichte gehören zur

. Die Bindung staatlichen Handelns an Recht und Gesetz kennzeichnet den

. Die Aufteilung staatlicher Aufgaben verhindert eine zu starke Konzentration von

. Freie Medien und Zivilgesellschaft schaffen politische

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Macht im Alltag: Sammle fünf Situationen aus Schule, Familie oder Freizeit, in denen Menschen Einfluss auf andere ausüben, und erkläre das jeweilige Machtmittel.
  2. Begriffsplakat: Gestalte ein Plakat, das Macht, Herrschaft, Legitimität und Gewalt mit eigenen Beispielen unterscheidet.
  3. Gewaltenteilung erklären: Zeichne Legislative, Exekutive und Judikative als drei Bereiche und ergänze jeweils eine Aufgabe.
  4. Medienbeobachtung: Suche eine aktuelle politische Nachricht und markiere, welche Personen oder Institutionen darin Macht ausüben.


Standard

  1. Schulordnung untersuchen: Prüfe an einem Beispiel, wer an Deiner Schule Regeln festlegt, wer sie ausführt und wie Entscheidungen kontrolliert werden.
  2. Herrschaftstypen vergleichen: Entwickle zu jedem Herrschaftstyp nach Max Weber ein selbst erfundenes Beispiel und begründe Deine Zuordnung.
  3. Interview zur Demokratie: Befrage eine Person dazu, wodurch politische Entscheidungen ihrer Meinung nach legitim werden, und werte die Antwort aus.
  4. Machtlandkarte: Erstelle zu einem kommunalen Thema eine Karte der beteiligten Akteure, ihrer Interessen und ihrer Machtmittel.


Schwer

  1. Fallanalyse Machtmissbrauch: Untersuche einen historischen oder aktuellen Fall von Machtmissbrauch anhand der Fragen nach Regeln, Kontrolle, Betroffenen und Folgen.
  2. Planspiel Gesetzgebung: Simuliere in einer Gruppe die Beratung eines Gesetzes mit Regierung, Opposition, Bundesrat, Medien und Verfassungsgericht.
  3. Digitale Plattformmacht: Analysiere, wie ein soziales Netzwerk durch Algorithmen, Moderation und Reichweite politische Meinungen beeinflussen kann.
  4. Demokratieprojekt: Entwickle einen konkreten Vorschlag, wie politische Mitbestimmung an Deiner Schule oder in Deiner Gemeinde verbessert werden kann.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Machtanalyse: Analysiere eine schulische Konfliktsituation und unterscheide zwischen Macht, Herrschaft, Legitimität und Gewalt.
  2. Legitimitätsprüfung: Beurteile, ob eine Mehrheitsentscheidung automatisch legitim ist, und berücksichtige dabei Grundrechte und Minderheitenschutz.
  3. Institutionenvergleich: Erkläre an einem politischen Beispiel, wie Parlament, Regierung und Gericht zusammenarbeiten und sich kontrollieren.
  4. Demokratie und Autoritarismus: Vergleiche den Umgang mit Opposition und Medien in einer Demokratie und einem autoritären System.
  5. Transfer digitale Macht: Bewerte, ob große Plattformunternehmen politische Macht besitzen, obwohl sie keine staatlichen Ämter ausüben.
  6. Urteilsaufgabe: Nimm begründet Stellung zu der Aussage, dass Macht nur dann demokratisch ist, wenn sie sichtbar, begrenzt und überprüfbar bleibt.




Lernnachweis

Für einen gelungenen Lernnachweis solltest Du:

  1. die Begriffe Macht, Herrschaft, Legitimität und Gewalt sicher unterscheiden,
  2. die drei Herrschaftstypen nach Max Weber erklären und auf Beispiele anwenden,
  3. demokratische Legitimation durch Wahlen, Recht und Grundrechte darstellen,
  4. horizontale und vertikale Gewaltenteilung erläutern,
  5. die Bedeutung von Rechtsstaat, Opposition, Medien und Zivilgesellschaft beurteilen,
  6. einen Fall von Machtausübung selbstständig analysieren und ein begründetes Urteil formulieren.




OERs zum Thema

  1. Bundeszentrale für politische Bildung: Macht
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Herrschaft
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  5. Herrschaft
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