Van-der-Waals-Kräfte - Chemie


Van-der-Waals-Kräfte - Chemie
Van-der-Waals-Kräfte - Chemie
Einleitung
Van-der-Waals-Kräfte sind schwache Anziehungskräfte zwischen Atomen und Molekülen. Obwohl jede einzelne Wechselwirkung nur klein ist, beeinflussen viele dieser Kräfte gemeinsam wichtige Stoffeigenschaften: den Siedepunkt, den Schmelzpunkt, den Aggregatzustand, die Löslichkeit und die Form großer Moleküle.
Im Schulunterricht ist mit „Van-der-Waals-Kräften“ meist die London-Dispersionskraft gemeint. Sie entsteht durch kurzzeitige Verschiebungen der Elektronen. Im wissenschaftlich weiteren Sinn gehören auch Wechselwirkungen zwischen permanenten Dipolen und induzierten Dipolen zu den Van-der-Waals-Wechselwirkungen.
Du lernst in diesem aiMOOC, wie die Kräfte entstehen, wovon ihre Stärke abhängt und wie Du damit Stoffeigenschaften erklären kannst.

Johannes Diderik van der Waals gab den Wechselwirkungen ihren Namen. Seine Arbeiten halfen dabei, das Verhalten realer Gase und Flüssigkeiten besser zu verstehen.
Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du:
- London-Kräfte mit temporären und induzierten Dipolen erklären.
- die Begriffe Polarisierbarkeit, Elektronenfluktuation und Kontaktfläche verwenden.
- Trends bei den Siedepunkten von Alkanen begründen.
- den Einfluss von Molekülgröße und Molekülform unterscheiden.
- Van-der-Waals-Kräfte von Dipol-Dipol-Kräften und Wasserstoffbrückenbindungen abgrenzen.
- einfache Diagramme und Stoffdaten auswerten.
Was sind Van-der-Waals-Kräfte?
Zwischen Teilchen wirken nicht nur starke Bindungen wie Ionenbindung, Atombindung oder Metallbindung. Es gibt auch schwächere zwischenmolekulare Kräfte. Sie wirken zwischen bereits vorhandenen Atomen oder Molekülen.
Van-der-Waals-Kräfte treten grundsätzlich zwischen allen Atomen und Molekülen auf. Besonders deutlich werden sie bei unpolaren Stoffen, weil dort keine permanenten Dipole und keine Wasserstoffbrückenbindungen die Erklärung überlagern.
Schulbegriff und wissenschaftlicher Oberbegriff
| Verwendung | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Schulischer enger Sinn | Meist London-Dispersionskräfte zwischen temporären und induzierten Dipolen | Edelgase und Alkane |
| Wissenschaftlicher weiterer Sinn | Keesom-, Debye- und London-Wechselwirkungen | Wechselwirkungen zwischen permanenten, induzierten und momentanen Dipolen |
Im weiteren Sinn unterscheidet man:
| Wechselwirkung | Beteiligte Teilchen | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|
| Keesom-Wechselwirkung | permanenter Dipol und permanenter Dipol | Gegensätzliche Partialladungen richten sich günstig aus. |
| Debye-Wechselwirkung | permanenter Dipol und induzierter Dipol | Ein permanenter Dipol verformt die Elektronenhülle eines Nachbarteilchens. |
| London-Wechselwirkung | momentaner Dipol und induzierter Dipol | Eine zufällige Elektronenverschiebung löst eine kurzzeitige Anziehung aus. |
Merke: Im folgenden Lerntext steht der schulisch besonders wichtige London-Anteil im Mittelpunkt.
Wie entstehen London-Kräfte?
Elektronen bewegen sich ständig. Deshalb ist die negative Ladung in einer Elektronenhülle nicht in jedem Moment vollkommen gleichmäßig verteilt.
- Elektronenfluktuation: Für einen sehr kurzen Moment befinden sich mehr Elektronen auf einer Seite eines Teilchens.
- Momentandipol: Eine Seite wird kurzzeitig partiell negativ, die andere partiell positiv.
- Induktion: Der Momentandipol verschiebt die Elektronen im Nachbarteilchen.
- Induzierter Dipol: Im Nachbarteilchen entsteht eine passende Ladungstrennung.
- Anziehung: Gegensätzliche Partialladungen ziehen sich schwach an.

Die Ladungsverteilung ändert sich sehr schnell. Trotzdem bleibt im zeitlichen Mittel eine anziehende Wirkung bestehen, weil benachbarte Elektronenbewegungen miteinander gekoppelt sind.
Wichtige Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Momentandipol | Sehr kurzzeitige Trennung positiver und negativer Ladungsschwerpunkte |
| Induzierter Dipol | Durch ein benachbartes Teilchen hervorgerufene Ladungstrennung |
| Polarisierbarkeit | Maß dafür, wie leicht sich eine Elektronenhülle verformen lässt |
| Dispersion | Bezeichnung für die London-Wechselwirkung aufgrund fluktuierender Elektronenverteilungen |
| Kontaktfläche | Bereich, in dem sich zwei Moleküle nahekommen können |
Wovon hängt die Stärke ab?
Zahl der Elektronen und Polarisierbarkeit
Große Elektronenhüllen sind meist leichter verformbar als kleine. Teilchen mit vielen Elektronen sind daher häufig stärker polarisierbar. Dadurch können ausgeprägtere Momentandipole entstehen.
Beispiel: In der homologen Reihe der Alkane steigen mit der Kettenlänge meist die Siedepunkte. Größere Moleküle besitzen mehr Elektronen und können stärker miteinander wechselwirken.

Molekülform und Kontaktfläche
Nicht nur die Molekülmasse, sondern auch die Form ist wichtig. Längliche Moleküle können sich über eine größere Fläche annähern. Stark verzweigte, kompakte Moleküle haben häufig eine kleinere wirksame Kontaktfläche.

Bei den drei Pentan-Isomeren ist die Summenformel gleich: . Trotzdem unterscheiden sich ihre Siedepunkte.
| Stoff | Form | Siedepunkt ungefähr | Deutung |
|---|---|---|---|
| n-Pentan | länglich und unverzweigt | 36 °C | große Kontaktfläche, stärkere London-Kräfte |
| Isopentan | einmal verzweigt | 28 °C | kleinere Kontaktfläche |
| Neopentan | stark verzweigt und kompakt | 9,5 °C | besonders kleine wirksame Kontaktfläche |
| n-Pentan | Isopentan | Neopentan |
|---|---|---|
Wichtig: Die Molekülform erklärt hier vor allem die Siedepunkte. Beim Schmelzen spielt zusätzlich eine Rolle, wie gut sich Moleküle in einem Kristallgitter anordnen. Deshalb verlaufen Schmelzpunkt-Trends nicht immer so regelmäßig.
Abstand der Teilchen
Die anziehende London-Wechselwirkungsenergie nimmt mit dem Abstand sehr schnell ab. Für zwei Teilchen kann man vereinfacht schreiben:
Dabei ist der Abstand und eine stoffabhängige Konstante. Das Minuszeichen steht für die anziehende Energie. Verdoppelt sich der Abstand, wird die Anziehung sehr viel kleiner.
Kommen sich die Elektronenhüllen dagegen zu nahe, entsteht eine starke Abstoßung. Ein gebräuchliches Modell ist das Lennard-Jones-Potential:
Der Term mit beschreibt die Anziehung, der Term mit modelliert die starke Abstoßung bei sehr kleinen Abständen.

Das Minimum der Kurve zeigt einen günstigen Gleichgewichtsabstand. Dort halten sich Anziehung und Abstoßung die Waage.
Folgen für Stoffeigenschaften
Siedepunkt und Verdampfung
Beim Sieden müssen Teilchen voneinander getrennt werden. Je stärker die zwischenmolekularen Kräfte sind, desto mehr Energie ist dafür nötig und desto höher liegt meist der Siedepunkt.
Für unverzweigte Alkane gilt als grober Trend:
- längere Kohlenstoffkette,
- mehr Elektronen,
- höhere Polarisierbarkeit,
- stärkere London-Kräfte,
- höherer Siedepunkt.
Dieser Trend ist eine Regel mit Begründung und keine reine Auswendiglernfolge.
Aggregatzustände unpolarer Stoffe
Auch unpolare Teilchen können flüssig oder fest werden. London-Kräfte erklären zum Beispiel, warum Edelgase bei ausreichend tiefen Temperaturen kondensieren und warum längere Alkane bei Raumtemperatur flüssig oder fest sein können.
Vergleich mit anderen zwischenmolekularen Kräften

| Kraft | Typische Voraussetzung | Beispiel | Schulische Einordnung |
|---|---|---|---|
| London-Kräfte | alle Teilchen, besonders sichtbar bei unpolaren Stoffen | Methan oder Pentan | schwache, kurzzeitige Dipolwechselwirkung |
| Dipol-Dipol-Kräfte | permanente molekulare Dipole | Chlorwasserstoff | zusätzliche elektrostatische Anziehung |
| Wasserstoffbrückenbindungen | Wasserstoff an stark elektronegativem Atom und passendes freies Elektronenpaar | Wasser oder Ethanol | besonders starke und gerichtete zwischenmolekulare Wechselwirkung |
Alle drei Wechselwirkungsarten können gleichzeitig vorhanden sein. Bei polaren Molekülen verschwinden die London-Kräfte also nicht. Sie werden lediglich durch weitere Kräfte ergänzt.
Anwendungen und Beispiele
Van-der-Waals-Kräfte sind in vielen Bereichen wichtig:
- Chromatographie: Wechselwirkungen mit einer stationären Phase beeinflussen die Trennung von Stoffen.
- Polymere: Viele schwache Kontakte stabilisieren Kunststoffe und Fasern.
- Biomoleküle: Passgenaue Oberflächen können durch zahlreiche schwache Kontakte stabilisiert werden.
- Adsorption: Teilchen können an Oberflächen haften.
- Materialwissenschaft: Molekülform und Oberflächenstruktur beeinflussen Reibung und Haftung.
Häufige Fehlvorstellungen
| Fehlvorstellung | Korrektur |
|---|---|
| Van-der-Waals-Kräfte wirken nur zwischen unpolaren Molekülen. | London-Kräfte wirken zwischen allen Atomen und Molekülen. Bei unpolaren Stoffen sind sie nur besonders wichtig. |
| Ein unpolares Molekül besitzt niemals einen Dipol. | Es besitzt keinen dauerhaften Dipol, kann aber kurzzeitig ein Momentandipol sein. |
| Höhere molare Masse ist die einzige Ursache für stärkere Kräfte. | Entscheidend sind vor allem Polarisierbarkeit, Elektronenzahl, Form, Kontaktfläche und Abstand. |
| Verzweigung erhöht immer den Siedepunkt. | Bei vergleichbaren Alkan-Isomeren führt stärkere Verzweigung meist zu kleinerer Kontaktfläche und niedrigerem Siedepunkt. |
| Zwischenmolekulare Kräfte sind chemische Bindungen im Molekül. | Sie wirken zwischen Teilchen und sind von den Bindungen innerhalb eines Moleküls zu unterscheiden. |
Zusammenfassung
Van-der-Waals-Kräfte sind schwache Wechselwirkungen zwischen Teilchen. Im Schulunterricht sind damit meist London-Kräfte gemeint. Sie entstehen durch fluktuierende Elektronenverteilungen, Momentandipole und induzierte Dipole. Ihre Stärke wächst häufig mit der Polarisierbarkeit und der Zahl der Elektronen. Molekülform, Kontaktfläche und Teilchenabstand sind ebenfalls entscheidend. So lassen sich Siedepunkte, Aggregatzustände und Unterschiede zwischen Isomeren erklären.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was verursacht einen Momentandipol? (Eine kurzzeitig ungleichmäßige Elektronenverteilung) (!Eine dauerhafte Ionenbindung) (!Eine Kernspaltung) (!Eine Protonenübertragung)
Zwischen welchen Teilchen können London-Kräfte auftreten? (Zwischen grundsätzlich allen Atomen und Molekülen) (!Nur zwischen Ionen) (!Nur zwischen Wassermolekülen) (!Nur zwischen Metallen)
Was bedeutet Polarisierbarkeit? (Verformbarkeit einer Elektronenhülle) (!Anzahl der Atomkerne) (!Temperatur eines Stoffes) (!Farbe einer Verbindung)
Wie verändert sich der Siedepunkt unverzweigter Alkane meist mit wachsender Kettenlänge? (Er steigt) (!Er sinkt immer auf null) (!Er bleibt exakt gleich) (!Er wird unabhängig von Kräften)
Warum sieden stark verzweigte Pentan-Isomere meist niedriger? (Sie besitzen eine kleinere wirksame Kontaktfläche) (!Sie enthalten weniger Kohlenstoffatome) (!Sie sind ionisch aufgebaut) (!Sie bilden stärkere Wasserstoffbrücken)
Was meint der Schulunterricht oft mit Van-der-Waals-Kräften? (London-Dispersionskräfte) (!Ionenbindungen) (!Metallbindungen) (!Kovalente Bindungen)
Was ist ein induzierter Dipol? (Eine durch ein Nachbarteilchen hervorgerufene Ladungstrennung) (!Ein dauerhaft geladenes Ion) (!Ein Atomkern ohne Elektronen) (!Eine kovalente Doppelbindung)
Wie hängt die London-Anziehung vom Abstand ab? (Sie nimmt mit wachsendem Abstand sehr schnell ab) (!Sie wächst unbegrenzt mit dem Abstand) (!Sie bleibt bei jedem Abstand gleich) (!Sie wirkt nur bei einem Meter Abstand)
Welches Pentan-Isomer besitzt den höchsten Siedepunkt? (n-Pentan) (!Isopentan) (!Neopentan) (!Alle besitzen exakt denselben Siedepunkt)
Was zeigt das Minimum im Lennard-Jones-Potential? (Einen günstigen Gleichgewichtsabstand) (!Eine vollständige Ionisierung) (!Eine Kernreaktion) (!Einen unendlich großen Abstand)
Memory
| Momentandipol | kurzzeitige Ladungstrennung |
| induzierter Dipol | durch ein Nachbarteilchen hervorgerufen |
| Polarisierbarkeit | Verformbarkeit der Elektronenhülle |
| Kontaktfläche | Bereich naher Molekülannäherung |
| London-Kraft | Dispersionswechselwirkung |
| Siedepunkt | Übergang von Flüssigkeit zu Gas |
| Verzweigung | oft kleinere wirksame Oberfläche |
| Lennard-Jones-Potential | Modell aus Anziehung und Abstoßung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Vorgang |
|---|---|
| Elektronenfluktuation | kurzzeitige ungleichmäßige Ladungsverteilung |
| Momentandipol | vorübergehende Trennung der Ladungsschwerpunkte |
| Induktion | Verformung einer benachbarten Elektronenhülle |
| Anziehung | Wechselwirkung entgegengesetzter Partialladungen |
| Sieden | Trennung vieler Teilchen voneinander |
Kreuzworträtsel
| London | Welcher Physiker gab der Dispersionskraft ihren gebräuchlichen Namen? |
| Dipol | Wie heißt ein Teilchen mit zwei getrennten Ladungsschwerpunkten? |
| Elektronen | Welche Teilchen verursachen durch ihre Bewegung Ladungsfluktuationen? |
| Polarisierbarkeit | Wie heißt die Verformbarkeit einer Elektronenhülle? |
| Siedepunkt | Welche Temperatur kennzeichnet den Übergang einer Flüssigkeit zum Gas? |
| Neopentan | Welches Pentan-Isomer ist besonders kompakt? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffskartei: Erstelle acht Karteikarten zu Momentandipol, induziertem Dipol, Polarisierbarkeit, London-Kraft, Kontaktfläche, Siedepunkt, Verzweigung und Teilchenabstand.
- Teilchenzeichnung: Zeichne zwei unpolare Moleküle in drei Bildern: gleichmäßige Elektronenverteilung, Momentandipol und induzierter Dipol.
- Alltagsvergleich: Formuliere eine kurze Erklärung, warum längere Alkane oft höhere Siedepunkte besitzen.
- Fehlerdetektiv: Korrigiere den Satz „Unpolare Moleküle können niemals Dipole sein“ und begründe Deine Korrektur.
Standard
- Molekülmodelle: Baue Modelle von n-Pentan, Isopentan und Neopentan und vergleiche ihre mögliche Kontaktfläche.
- Diagrammauswertung: Beschreibe den Verlauf der Alkansiedepunkte und erkläre ihn mit Elektronenzahl und Polarisierbarkeit.
- Erklärplakat: Gestalte ein Plakat, das Bindungen innerhalb eines Moleküls und Kräfte zwischen Molekülen klar trennt.
- Audioerklärung: Produziere eine zweiminütige Audioerklärung zur Entstehung einer London-Kraft und verwende alle Fachbegriffe korrekt.
Schwer
- Datenprojekt: Recherchiere Stoffdaten der drei Pentan-Isomere, stelle sie grafisch dar und bewerte, welche Unterschiede durch Molekülform erklärt werden können.
- Modellkritik: Erkläre, welche Aspekte das einfache Bild verschobener Elektronenwolken gut darstellt und welche quantenmechanischen Details es auslässt.
- Lennard-Jones-Analyse: Beschreibe die drei Bereiche des Lennard-Jones-Potentials und leite daraus einen Gleichgewichtsabstand ab.
- Unterrichtsvideo: Plane ein kurzes Lernvideo mit Storyboard, Sprechertext, Teilchenanimation und einer Transferfrage zu Alkanen.


Lernkontrolle
- Stoffvergleich: Zwei unpolare Stoffe besitzen ähnlich geformte Moleküle, aber unterschiedlich viele Elektronen. Begründe, welcher Stoff vermutlich höher siedet.
- Isomerie und Siedepunkt: Erkläre, warum n-Pentan trotz gleicher Summenformel höher siedet als Neopentan.
- Diagrammtransfer: Ein Diagramm zeigt steigende Siedepunkte in einer homologen Reihe. Formuliere eine fachliche Erklärung und nenne eine mögliche Einschränkung.
- Kräftevergleich: Beurteile, warum Wasser einen deutlich höheren Siedepunkt als Methan besitzt, obwohl in beiden Stoffen London-Kräfte wirken.
- Modellgrenze: Erkläre, warum die Regel „größere molare Masse bedeutet immer höheren Siedepunkt“ nicht ohne Betrachtung der Molekülform verwendet werden darf.
- Potentialdeutung: Ordne große Anziehung, Gleichgewicht und starke Abstoßung den passenden Bereichen einer Lennard-Jones-Kurve zu und begründe Deine Zuordnung.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis sind besonders wichtig:
- eine korrekte Erklärung von Elektronenfluktuation, Momentandipol und induziertem Dipol,
- die sichere Verwendung des Begriffs Polarisierbarkeit,
- die Begründung von Siedepunkt-Trends bei Alkanen,
- die Erklärung des Form- und Kontaktflächeneffekts bei Isomeren,
- die Abgrenzung zu Dipol-Dipol-Kräften und Wasserstoffbrückenbindungen,
- die Auswertung eines Stoffdaten- oder Potentialdiagramms,
- eine Transferleistung auf ein neues Molekülbeispiel.
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