Tiere zeichnen - Kunst


Tiere zeichnen - Kunst
Tiere zeichnen - Kunst
Einleitung
In diesem aiMOOC lernst Du, Tiere aufmerksam zu beobachten und mit einfachen Grundformen zu zeichnen. Du brauchst Papier, Bleistift, Radiergummi und auf Wunsch Buntstifte. Es geht nicht um ein „perfektes“ Bild, sondern um genaues Sehen, mutiges Skizzieren und eigene Ideen.

Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du Tiere aus Kreis, Oval und Linien aufbauen, Proportionen vergleichen, Bewegung darstellen, Oberflächen gestalten und eine eigene Tierzeichnung präsentieren.
Genau hinsehen
Beobachte zuerst die Silhouette: Ist das Tier lang, rund, hoch oder flach? Vergleiche Kopf, Rumpf und Beine. Achte dann auf typische Merkmale wie Ohren, Schnabel, Flossen, Hufe oder Schwanz.

Zeichentipp: Schaue häufiger auf das Tier oder die Bildvorlage als auf Dein Papier. Zeichne zunächst leicht, damit Du Linien verändern kannst.
Grundformen finden
Viele Tierkörper lassen sich vereinfachen:
- Kreis: zum Beispiel für Kopf, Auge oder Gelenk
- Oval: zum Beispiel für Rumpf, Schnauze oder Flügel
- Linie: zum Beispiel für Wirbelsäule, Beine oder Bewegungsrichtung
- Dreieck: zum Beispiel für Ohr, Schnabel oder Flosse

Schrittfolge
- Beobachtung: Erkenne Haltung, Richtung und besondere Merkmale.
- Skizze: Setze große Grundformen locker auf das Papier.
- Proportion: Prüfe Größen und Abstände.
- Kontur: Verbinde die Formen zu einer klaren Außenlinie.
- Detail: Ergänze Augen, Fell, Federn, Schuppen oder Muster.
- Schattierung: Zeige Licht, Schatten und Körpervolumen.
- Farbe: Nutze Farben naturgetreu oder frei.

Proportion und Bewegung
Eine Proportion beschreibt das Größenverhältnis von Teilen. Vergleiche zum Beispiel: Wie oft passt der Kopf in den Rumpf? Wo beginnen die Beine? Eine leichte Mittellinie zeigt, wohin Kopf und Körper gerichtet sind.

Für Bewegung helfen Aktionslinien. Eine gebogene Linie kann Springen, Schleichen oder Schwimmen sichtbar machen. Zeichne die Haltung zuerst, Details erst später.
Kontur, Oberfläche und Raum
Die Kontur ist die sichtbare Außenlinie einer Form. Unterschiedlich starke Linien können Nähe, Gewicht oder Bewegung betonen. Mit Schraffur, Punkten und kurzen Strichen gestaltest Du Fell, Federn, Schuppen oder Haut.

Lichtregel: Entscheide Dich für eine Lichtseite. Die abgewandte Seite wird dunkler. Ein kleiner Schatten unter dem Tier verbindet es mit dem Boden.

Realistisch oder erfunden?
Beim Beobachtungszeichnen versuchst Du, das Tier genau wiederzugeben. Bei einer Illustration darfst Du Formen vereinfachen, übertreiben oder neu kombinieren. Ein Fantasietier kann etwa Flügel, Schuppen und Pfoten verschiedener Arten verbinden. Trotzdem wirkt es überzeugend, wenn Haltung und Körperbau zusammenpassen.

Tiere in der Kunst
Künstlerinnen und Künstler nutzen Tiere als Naturstudie, Symbol, Figur oder Farbmotiv. Franz Marc stellte Tiere häufig mit kräftigen, frei gewählten Farben dar. Vergleiche solche Werke mit einer naturgetreuen Tierstudie: Was verändert die Farbe an der Wirkung?

Fair und tierfreundlich arbeiten
Beobachte Tiere ruhig und mit Abstand. Störe, füttere oder erschrecke kein Tier für eine Zeichnung. Bei einer fremden Bildvorlage prüfst Du die Nutzungsrechte. Bilder von Wikimedia Commons können je nach Lizenz weiterverwendet werden; die jeweilige Dateiseite nennt die Bedingungen.
Mini-Projekt: Dein Tierbild
Wähle ein Tier und fertige drei kleine Skizzen an. Entscheide Dich für eine Haltung. Entwickle daraus eine größere Zeichnung. Ergänze eine passende Umgebung und einen kurzen Bildtitel. Prüfe am Ende: Sind Grundformen, Proportion, Bewegung und Oberfläche erkennbar?

Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Womit beginnt eine Tierzeichnung sinnvollerweise? (Mit großen Grundformen) (!Mit winzigen Fellhaaren) (!Mit einem dunklen Hintergrund) (!Mit der Unterschrift)
Was beschreibt eine Proportion? (Das Größenverhältnis von Teilen) (!Die Härte des Bleistifts) (!Die Farbe des Papiers) (!Die Länge der Pause)
Welche Linie hilft, Bewegung sichtbar zu machen? (Eine Aktionslinie) (!Eine Tabellenlinie) (!Eine Seitenlinie) (!Eine Schnittlinie)
Was ist eine Kontur? (Die Außenlinie einer Form) (!Ein Klebstoff) (!Eine Farbmischung) (!Eine Papiergröße)
Wofür eignet sich Schraffur? (Für Schatten und Oberflächen) (!Für das Falten des Papiers) (!Für das Messen der Raumtemperatur) (!Für das Befestigen eines Rahmens)
Was solltest Du vor den Details prüfen? (Haltung und Proportionen) (!Nur den Bildtitel) (!Nur die Stiftmarke) (!Nur die Rückseite)
Wie wirkt ein Tier sicherer auf dem Boden? (Durch einen passenden Bodenschatten) (!Durch fehlende Füße) (!Durch zufällige Buchstaben) (!Durch einen weißen Rand im Körper)
Was darfst Du bei einer Illustration tun? (Formen bewusst vereinfachen) (!Jede Beobachtung vermeiden) (!Nur mit Lineal zeichnen) (!Alle Tiere gleich darstellen)
Wie beobachtest Du ein lebendes Tier verantwortungsvoll? (Ruhig und mit Abstand) (!Durch lautes Rufen) (!Durch Anfassen ohne Erlaubnis) (!Durch Erschrecken für eine Bewegung)
Was steht bei einer ersten Skizze im Mittelpunkt? (Die Gesamtform des Tieres) (!Jedes einzelne Haar) (!Ein fertiger Bilderrahmen) (!Eine lange Bildbeschreibung)
Memory
| Kreis | Kopf |
| Oval | Rumpf |
| Aktionslinie | Bewegung |
| Kontur | Außenform |
| Schraffur | Schatten |
| Textur | Oberfläche |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Arbeitsschritt |
|---|---|
| Beobachtung | Haltung und Merkmale erkennen |
| Grundform | Körper vereinfachen |
| Proportion | Größen und Abstände prüfen |
| Kontur | Außenlinie klären |
| Schattierung | Licht und Volumen zeigen |
Kreuzworträtsel
| Kontur | Wie heißt die Außenlinie einer Form? |
| Schraffur | Welche Zeichentechnik erzeugt Schatten mit Linien? |
| Proportion | Wie heißt das Größenverhältnis von Körperteilen? |
| Silhouette | Wie heißt die erkennbare Umrissform eines Tieres? |
| Textur | Welcher Begriff bezeichnet die sichtbare Oberflächenwirkung? |
| Skizze | Wie heißt eine schnelle vorbereitende Zeichnung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Grundformen-Tier: Zeichne ein Tier nur aus Kreisen, Ovalen, Dreiecken und Linien.
- Silhouetten-Spiel: Gestalte drei schwarze Tiersilhouetten, die eindeutig erkennbar sind.
- Oberflächen-Sammlung: Erprobe auf einem Blatt sechs Muster für Fell, Federn, Haut und Schuppen.
- Tierportrait: Zeichne den Kopf eines Tieres und betone ein typisches Merkmal.
Standard
- Bewegungsstudie: Zeichne dasselbe Tier beim Sitzen, Gehen und Springen.
- Bildvergleich: Vergleiche eine Tierfotografie mit einer Tierillustration und markiere Vereinfachungen.
- Farbexperiment: Gestalte ein Tier einmal naturgetreu und einmal mit frei gewählten Ausdrucksfarben.
- Lebensraum-Bild: Zeichne ein Tier in einer Umgebung, die zu seiner Lebensweise passt.
Schwer
- Beobachtungsprojekt: Fertige an einem sicheren Ort mehrere kurze Skizzen eines lebenden Tieres an, ohne es zu stören.
- Fantasietier: Verbinde Merkmale von drei Tierarten zu einem glaubwürdigen neuen Wesen und erkläre seinen Körperbau.
- Bildanalyse: Untersuche ein Tierbild von Franz Marc nach Form, Farbe, Raum und Wirkung.
- Zeichen-Tutorial: Produziere ein kurzes Lernplakat oder Video, das Deine Schrittfolge beim Tierzeichnen erklärt.


Lernkontrolle
- Transfer Grundformen: Erkläre an einem selbst gewählten Tier, welche Grundformen Du nutzt und warum.
- Fehlerdiagnose: Eine Tierzeichnung wirkt steif. Beschreibe zwei mögliche Ursachen und passende Verbesserungen.
- Proportionsvergleich: Vergleiche Katze und Pferd. Zeige, welche Körperverhältnisse Du beim Zeichnen unterschiedlich behandeln musst.
- Wirkung von Linien: Zeichne dieselbe Tierkontur einmal ruhig und einmal dynamisch. Begründe die unterschiedliche Wirkung.
- Licht und Volumen: Ergänze in einer vorgegebenen Tierzeichnung eine Lichtquelle, Schatten und Bodenkontakt.
- Gestaltungsentscheidung: Entscheide, ob ein Tierthema realistisch oder illustrativ besser wirkt, und begründe Deine Wahl mit mindestens drei Merkmalen.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis reichst Du ein kleines Portfolio ein:
- Skizzenblatt: mindestens drei Vorzeichnungen mit sichtbaren Grundformen
- Ausarbeitung: eine vollständige Tierzeichnung mit Kontur, Oberfläche und Raum
- Reflexion: ein kurzer Text zu Beobachtung, Proportion, Bewegung und Verbesserungen
- Präsentation: eine verständliche Vorstellung Deiner Bildidee und Arbeitsweise
- Urheberrecht: eine Quellenangabe, falls Du mit einer Bildvorlage gearbeitet hast
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