Sein und Zeit - Philosophie


Sein und Zeit - Philosophie
Sein und Zeit - Philosophie
Einleitung
Sein und Zeit ist das 1927 veröffentlichte Hauptwerk von Martin Heidegger. Es erneuert die Frage nach dem Sein, indem es zunächst das menschliche Dasein untersucht. Im Mittelpunkt stehen In-der-Welt-Sein, Sorge, Zeitlichkeit, Tod, Angst, Eigentlichkeit und das gesellschaftliche Man.
Der aiMOOC führt knapp in die Grundgedanken ein, zeigt Zusammenhänge und regt zu einer kritischen Auseinandersetzung an. Er eignet sich für die gymnasiale Oberstufe und das Studium.

Lernziele
Du kannst anschließend:
- Seinsfrage: den Unterschied zwischen Sein und Seiendem erläutern.
- Daseinsanalyse: zentrale Existenzialien erklären.
- Zeitlichkeit: Heideggers Zeitbegriff von der Uhrzeit unterscheiden.
- Textanalyse: Begriffe im Zusammenhang interpretieren.
- Philosophische Kritik: Wirkung, Grenzen und politischen Kontext reflektieren.
Werk und Ausgangsfrage
Sein und Zeit fragt nicht zuerst, was einzelne Dinge sind, sondern was es bedeutet, dass etwas ist. Heidegger unterscheidet:
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Seiendes | Einzelnes, das ist: Mensch, Werkzeug, Tier, Gedanke oder Institution |
| Sein | Das Dass und Wie des Seiendseins |
| Seinsfrage | Frage nach dem Sinn von Sein |
Die traditionelle Philosophie habe diese Frage häufig als selbstverständlich behandelt. Heidegger will sie durch eine Fundamentalontologie neu stellen.

Methode: Phänomenologie und Hermeneutik
Heidegger übernimmt von Edmund Husserl die Phänomenologie, verändert sie jedoch. Phänomene sollen sich aus der gelebten Erfahrung zeigen. Zugleich ist die Untersuchung hermeneutisch, weil das Dasein sich und seine Welt immer schon versteht und auslegt.
Grundidee: Philosophieren beginnt nicht bei einem isolierten Bewusstsein, sondern beim praktischen Leben in einer bedeutsamen Welt.

Das Dasein
Dasein bezeichnet bei Heidegger nicht einfach den Menschen als biologisches Wesen. Gemeint ist das Seiende, dem es in seinem Sein um dieses Sein selbst geht. Dasein verhält sich zu Möglichkeiten und kann fragen, wer es ist und wie es leben will.
Existenz und Möglichkeit
Das Dasein besitzt nicht nur feste Eigenschaften. Es entwirft sich auf Möglichkeiten. Deshalb ist seine Seinsweise Existenz.
- Faktizität: Du findest Dich bereits in einer Welt, Zeit und Geschichte vor.
- Entwurf: Du richtest Dich auf Möglichkeiten aus.
- Geworfenheit: Du hast Deinen Ausgangspunkt nicht selbst gewählt.
- Verfallen: Du gehst häufig in alltäglichen Aufgaben und öffentlichen Deutungen auf.
Geworfenheit und Entwurf gehören zusammen: Du beginnst unter Bedingungen, kannst Dich aber zu ihnen verhalten.
In-der-Welt-Sein
In-der-Welt-Sein ist eine Einheit. Das Dasein ist kein abgeschlossenes Subjekt, das nachträglich Kontakt zu einer Außenwelt aufnimmt. Es lebt bereits in Beziehungen, Tätigkeiten, Bedeutungen und gemeinsamen Praktiken.
Ein Raum wird etwa nicht zuerst als messbare Fläche erfahren, sondern als Klassenzimmer, Zuhause, Werkstatt oder Treffpunkt.
Zuhandenheit und Vorhandenheit
Im Alltag begegnen Dinge meist als zuhanden: Ein Hammer ist etwas zum Hämmern. Erst wenn er zerbricht, fehlt oder theoretisch untersucht wird, tritt er stärker als vorhandener Gegenstand hervor.
| Zugangsweise | Beispiel |
|---|---|
| Zuhandenheit | Du schreibst mit einem Stift, ohne ihn ständig zu betrachten. |
| Vorhandenheit | Du untersuchst Material, Gewicht und Form des Stifts. |
Heidegger kritisiert damit die Annahme, theoretisches Beobachten sei unser ursprünglichster Weltzugang.

Mitsein und das Man
Dasein ist immer auch Mitsein. Andere Menschen werden nicht erst erschlossen, sondern gehören zur gemeinsamen Welt.
Das Man bezeichnet anonyme Erwartungen: „Man macht das so“, „Man denkt so“, „Man urteilt so“. Diese Alltäglichkeit ist nicht bloß schlecht. Sie ermöglicht Orientierung, kann jedoch eigene Entscheidungen verdecken.
Fürsorge
Heidegger unterscheidet Formen der Fürsorge:
- Einspringende Fürsorge nimmt anderen Entscheidungen ab.
- Vorspringende Fürsorge unterstützt andere dabei, ihre Möglichkeiten selbst zu übernehmen.
Diese Unterscheidung lässt sich auf Erziehung, Freundschaft, Pflege und politische Verantwortung übertragen.
Erschlossenheit: Befindlichkeit, Verstehen und Rede
Die Welt ist dem Dasein durch drei miteinander verbundene Strukturen erschlossen:
| Existenzial | Funktion |
|---|---|
| Befindlichkeit | Stimmungen zeigen, wie Du Dich in Deiner Situation befindest. |
| Verstehen | Du entwirfst Möglichkeiten des Handelns und Seins. |
| Rede | Bedeutungen werden sprachlich gegliedert und mitgeteilt. |
Stimmungen sind nicht nur private Gefühle. Sie eröffnen eine Weise, in der Welt zu sein.
Angst
Die Angst unterscheidet sich bei Heidegger von der Furcht vor etwas Bestimmtem. In der Angst verlieren vertraute Dinge vorübergehend ihre selbstverständliche Bedeutung. Das Dasein wird auf seine eigene Möglichkeit und Endlichkeit zurückgeworfen.
Angst ist deshalb philosophisch bedeutsam, aber keine Empfehlung, psychische Belastungen zu romantisieren.
Sorge als Sein des Daseins
Heidegger fasst die Grundstruktur des Daseins als Sorge zusammen. Gemeint ist nicht bloß Besorgnis. Sorge bezeichnet den Zusammenhang von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft:
- Schon-sein-in-der-Welt: Das Dasein ist geworfen.
- Sein-bei: Es beschäftigt sich mit innerweltlich Begegnendem.
- Sich-vorweg-sein: Es entwirft sich auf Möglichkeiten.
Sorge verbindet Faktizität, Verfallen und Existenz.
Sein zum Tode
Der Tod ist für Heidegger nicht nur ein zukünftiges Ereignis. Als unausweichliche Grenze prägt er das gegenwärtige Leben. Das Sein zum Tode bedeutet, die eigene Endlichkeit als persönliche, nicht delegierbare Möglichkeit anzuerkennen.
Die Vorwegnahme des Todes soll nicht zu Resignation führen. Sie kann verdeutlichen, dass Entscheidungen nicht unbegrenzt aufschiebbar sind.
Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit
Eigentlichkeit bedeutet, eigene Möglichkeiten bewusst zu übernehmen. Uneigentlichkeit bezeichnet das Aufgehen in vorgegebenen Deutungen des Man.
Beide sind keine festen Persönlichkeitstypen. Das Dasein bewegt sich zwischen ihnen. Eigentlichkeit ist auch nicht automatisch moralische Güte. Ob Heideggers Analyse dennoch normative Wertungen enthält, bleibt umstritten.
Gewissen und Entschlossenheit
Der Ruf des Gewissens unterbricht die Selbstverständlichkeit des Man. Er ruft das Dasein dazu auf, die Verantwortung für sein eigenes Seinkönnen zu übernehmen.
Entschlossenheit meint dabei kein starres Durchsetzen, sondern die offene Übernahme einer konkreten Situation und ihrer Möglichkeiten.
Zeitlichkeit
Die Zeitlichkeit ist der Sinn der Sorge. Heidegger versteht Zeit nicht zuerst als Abfolge messbarer Jetztpunkte. Dasein ist zeitlich, weil es aus einer Gewesenheit kommt, sich auf Zukunft entwirft und gegenwärtig handelt.
| Zeitdimension | Existenziale Bedeutung |
|---|---|
| Zukunft | Entwurf auf Möglichkeiten |
| Gewesenheit | Übernahme der Geworfenheit |
| Gegenwart | Umgang mit der aktuellen Welt |
Diese drei Dimensionen heißen Ekstasen der Zeitlichkeit. Sie bestehen nicht getrennt, sondern bilden eine Einheit. Die messbare Uhrzeit ist für Heidegger eine abgeleitete Form der Zeit.
Geschichtlichkeit
Weil Dasein zeitlich ist, ist es auch geschichtlich. Es übernimmt Möglichkeiten aus einer gemeinsamen Vergangenheit. Wiederholung bedeutet nicht Kopie, sondern eine neue Aneignung überlieferter Möglichkeiten.

Aufbau und Unvollständigkeit des Werkes
Das veröffentlichte Werk enthält eine Einleitung sowie zwei Abschnitte des angekündigten ersten Teils. Weitere Abschnitte und der geplante zweite Teil erschienen nicht in der vorgesehenen Form.
| Teil | Schwerpunkt |
|---|---|
| Einleitung | Aufgabe, Methode und Vorrang der Seinsfrage |
| Erster Abschnitt | Vorbereitende Fundamentalanalyse des Daseins |
| Zweiter Abschnitt | Dasein, Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit |
| Nicht ausgeführte Teile | Weitere Ausarbeitung von Zeit und Sein sowie Destruktion der Ontologiegeschichte |
Die Unvollständigkeit beeinflusst bis heute die Interpretation.
Wirkung und Kritik
Sein und Zeit prägte Existenzphilosophie, Hermeneutik, Phänomenologie, Dekonstruktion, Theologie, Literaturwissenschaft und Psychotherapie. Bedeutende Auseinandersetzungen finden sich unter anderem bei Hannah Arendt, Jean-Paul Sartre, Hans-Georg Gadamer, Emmanuel Levinas, Maurice Merleau-Ponty und Jacques Derrida.
Kritisiert werden unter anderem:
- die schwer zugängliche Begriffssprache,
- unklare normative Gehalte der Eigentlichkeit,
- die begrenzte Ausarbeitung von Körper, Geschlecht und gesellschaftlicher Macht,
- die Frage, ob Mitsein und Ethik ausreichend entwickelt werden,
- das Verhältnis von Heideggers Denken zu seiner politischen Biografie.
Politischer und ethischer Kontext
Sein und Zeit erschien 1927. Heidegger trat 1933 der NSDAP bei und wurde Rektor der Universität Freiburg. Seine Verstrickung in den Nationalsozialismus und antisemitische Passagen in später veröffentlichten Aufzeichnungen gehören unverzichtbar zur kritischen Auseinandersetzung.
Eine sachgerechte Lektüre vermeidet zwei Verkürzungen: Weder darf philosophische Bedeutung politische Verantwortung verdecken, noch ersetzt biografische Kritik die genaue Prüfung philosophischer Argumente.

Begriffe im Überblick
| Begriff | Kurzdefinition |
|---|---|
| Dasein | Seiende, das sich zu seinem eigenen Sein verhält |
| Existenzial | Grundstruktur des Daseins |
| In-der-Welt-Sein | ursprüngliche Einheit von Dasein und Weltbezug |
| Geworfenheit | Vorgefundensein in nicht selbst gewählten Bedingungen |
| Entwurf | Ausrichtung auf Möglichkeiten |
| Verfallen | Aufgehen in Alltag und öffentlicher Auslegung |
| Das Man | anonyme gesellschaftliche Normalität |
| Sorge | einheitliche Grundstruktur des Daseins |
| Sein zum Tode | existenzieller Bezug auf die eigene Endlichkeit |
| Zeitlichkeit | Einheit von Zukunft, Gewesenheit und Gegenwart |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Frage steht im Zentrum von Sein und Zeit? (Die Frage nach dem Sinn von Sein) (!Die Frage nach dem Aufbau der Materie) (!Die Frage nach dem besten Staat) (!Die Frage nach mathematischer Gewissheit)
Was bezeichnet Heidegger als Dasein? (Das Seiende, das sich zu seinem eigenen Sein verhält) (!Ein beliebiges vorhandenes Ding) (!Eine rein biologische Tierart) (!Eine zeitlose Idee außerhalb der Welt)
Was bedeutet In-der-Welt-Sein? (Dasein lebt ursprünglich in bedeutsamen Weltbezügen) (!Das Bewusstsein befindet sich räumlich in einem Behälter) (!Die Welt entsteht erst durch Naturwissenschaft) (!Der Mensch ist vollständig von anderen getrennt)
Wann begegnet ein Werkzeug vor allem als zuhanden? (Wenn es im praktischen Gebrauch funktioniert) (!Wenn nur sein Gewicht gemessen wird) (!Wenn es im Museum ausgestellt ist) (!Wenn es als chemische Substanz analysiert wird)
Was bezeichnet das Man? (Anonyme öffentliche Erwartungen und Deutungen) (!Eine bestimmte politische Partei) (!Ein einzelnes moralisches Vorbild) (!Die biologische Gattung Mensch)
Was meint Sorge bei Heidegger? (Die einheitliche Grundstruktur des Daseins) (!Nur ein Gefühl starker Besorgnis) (!Eine medizinische Diagnose) (!Eine Methode der Zeitmessung)
Wodurch unterscheidet sich Angst von Furcht? (Angst richtet sich nicht auf einen bestimmten Gegenstand) (!Angst ist immer körperlich ungefährlich) (!Angst betrifft nur zukünftige Ereignisse) (!Angst ist mit Freude identisch)
Was bedeutet Sein zum Tode? (Die eigene Endlichkeit als Möglichkeit zu übernehmen) (!Den Tod möglichst früh herbeizuführen) (!Jede Zukunftsplanung abzulehnen) (!Nur biologische Sterbevorgänge zu messen)
Was gehört zu Heideggers ursprünglicher Zeitlichkeit? (Zukunft Gewesenheit und Gegenwart) (!Sekunde Minute und Stunde) (!Raum Masse und Geschwindigkeit) (!These Antithese und Synthese)
Warum gilt Sein und Zeit als unvollendet? (Angekündigte Werkteile wurden nicht ausgeführt) (!Das Buch besitzt kein Vorwort) (!Der Text endet mitten in einem Wort) (!Die erste Ausgabe hatte keinen Autorennamen)
Memory
| Dasein | Verhält sich zu seinem eigenen Sein |
| Geworfenheit | Vorgefundene Lebensbedingungen |
| Entwurf | Ausrichtung auf Möglichkeiten |
| Zuhandenheit | Praktischer Werkzeuggebrauch |
| Man | Öffentliche Durchschnittlichkeit |
| Sorge | Grundstruktur der Existenz |
| Endlichkeit | Begrenztheit durch den Tod |
| Zeitlichkeit | Einheit zeitlicher Ekstasen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Seiendes | Etwas, das ist |
| Sein | Dass und Wie des Seiendseins |
| Befindlichkeit | Stimmungsmäßige Erschlossenheit |
| Verstehen | Entwurf von Möglichkeiten |
| Rede | Gliederung und Mitteilung von Bedeutungen |
| Eigentlichkeit | Übernahme eigener Möglichkeiten |
| Geschichtlichkeit | Zeitliche Aneignung von Überlieferung |
Kreuzworträtsel
| Dasein | Wie nennt Heidegger das Seiende, dem es um sein eigenes Sein geht? |
| Sorge | Wie heißt die einheitliche Grundstruktur des Daseins? |
| Geworfenheit | Welcher Begriff bezeichnet die nicht selbst gewählten Ausgangsbedingungen? |
| Zeitlichkeit | Was bildet nach Heidegger den Sinn der Sorge? |
| Zuhandenheit | Wie heißt die Seinsweise eines praktisch gebrauchten Werkzeugs? |
| Eigentlichkeit | Wie heißt die bewusste Übernahme eigener Möglichkeiten? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Begriffsnetz: Gestalte ein Schaubild mit Dasein, Welt, Sorge, Tod und Zeitlichkeit.
- Alltagsanalyse: Beschreibe eine Situation, in der ein Werkzeug zuerst zuhanden und später vorhanden begegnet.
- Das Man: Sammle fünf typische Sätze mit „man“ und untersuche ihre soziale Wirkung.
- Zeitprotokoll: Vergleiche einen Tag lang erlebte Zeit mit gemessener Uhrzeit.
Standard
- Textinterpretation: Analysiere einen kurzen Abschnitt aus Sein und Zeit und erläutere drei Schlüsselbegriffe.
- Philosophischer Dialog: Schreibe ein Gespräch zwischen Dasein und dem Man über eine schwierige Entscheidung.
- Medienprojekt: Produziere ein Erklärvideo zur Struktur von Geworfenheit, Entwurf und Verfallen.
- Fallanalyse: Untersuche eine Bildungs-, Pflege- oder Freundschaftssituation mit Heideggers Formen der Fürsorge.
Schwer
- Vergleichende Philosophie: Vergleiche Heideggers Zeitlichkeit mit dem Zeitbegriff von Augustinus, Kant oder Bergson.
- Kritische Erörterung: Prüfe, ob Eigentlichkeit als ethischer Maßstab verstanden werden kann.
- Rezeptionsanalyse: Untersuche eine Kritik von Emmanuel Levinas, Hannah Arendt oder Jean-Paul Sartre an Heidegger.
- Forschungsprojekt: Entwickle eine begründete Position zum Verhältnis zwischen Heideggers Philosophie und seiner politischen Biografie.


Lernkontrolle
- Smartphone und Zuhandenheit: Erkläre, wie ein technischer Defekt den Wechsel von Zuhandenheit zu Vorhandenheit sichtbar macht.
- Berufswahl und Geworfenheit: Analysiere, wie Herkunft, Möglichkeiten und eigene Entscheidungen zusammenwirken.
- Soziale Medien und das Man: Prüfe, ob Trends und Empfehlungsalgorithmen die öffentliche Durchschnittlichkeit verstärken.
- Endlichkeit und Verantwortung: Erörtere, wie das Wissen um begrenzte Lebenszeit Entscheidungen verändern kann.
- Zeitdruck: Vergleiche Heideggers Zeitlichkeit mit einem ausschließlich durch Termine bestimmten Zeitverständnis.
- Kritische Lektüre: Entwickle Kriterien dafür, wie ein bedeutendes Werk eines politisch belasteten Autors gelesen werden sollte.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis sind wichtig:
- Du verwendest die Grundbegriffe sachlich korrekt.
- Du erklärst Zusammenhänge statt nur Definitionen wiederzugeben.
- Du unterscheidest Sein, Seiendes und Dasein.
- Du erläuterst Sorge aus Geworfenheit, Entwurf und Verfallen.
- Du grenzt Zeitlichkeit von bloßer Uhrzeit ab.
- Du wendest Begriffe auf neue Situationen an.
- Du belegst Interpretationen an Textstellen.
- Du reflektierst Wirkung, Kritik und politischen Kontext.
- Du formulierst eine eigenständige philosophische Position.
Quellen und Vertiefung
- Sein und Zeit in der deutschsprachigen Wikipedia
- Martin Heidegger in der Stanford Encyclopedia of Philosophy
- Martin Heidegger im Deutschen Historischen Museum
- Freie Medien zu Martin Heidegger auf Wikimedia Commons
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