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Eine digitale Präsentation erstellen - Präsentieren Deutsch

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Eine digitale Präsentation erstellen - Präsentieren Deutsch



Eine digitale Präsentation erstellen - Präsentieren Deutsch


Einleitung

Eine digitale Präsentation verbindet Sprechen, Bilder und kurze Texte. Du erklärst ein Thema so, dass andere es gut verstehen.

In diesem aiMOOC lernst Du Schritt für Schritt:

  1. Thema: Du findest eine klare Leitfrage.
  2. Gliederung: Du ordnest Deine Inhalte.
  3. Folien: Du gestaltest sie einfach und übersichtlich.
  4. Medien: Du nutzt Bilder, Ton oder Video sinnvoll.
  5. Urheberrecht: Du nennst Quellen und Lizenzen.
  6. Vortrag: Du sprichst frei, deutlich und sicher.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

Bereich Das kannst Du
Planen Thema, Ziel und Publikum bestimmen
Gestalten klare Folien mit wenig Text erstellen
Prüfen Quellen, Technik und Lesbarkeit kontrollieren
Präsentieren frei sprechen und Blickkontakt halten
Auswerten Rückmeldungen nutzen


1. Auftrag verstehen

Bevor Du eine Datei öffnest, klärst Du den Auftrag.

Frage Beispiel
Was ist mein Thema? Plastik im Meer
Was ist mein Ziel? Ursachen erklären und Lösungen zeigen
Wer hört zu? Meine Klasse
Wie viel Zeit habe ich? Fünf Minuten
Was soll am Ende klar sein? Jede Person kann etwas tun

Merksatz: Eine gute Präsentation beginnt mit einem klaren Ziel.


Eine Leitfrage finden

Eine Leitfrage gibt Deiner Präsentation eine Richtung.

Zu groß: Was ist Klimawandel?

Besser: Wie verändert der Klimawandel unseren Schulalltag?

Gut: Welche drei Maßnahmen kann unsere Schule gegen Hitze umsetzen?


2. Informationen sammeln

Nutze wenige, verlässliche Quellen. Vergleiche wichtige Aussagen.

  1. Sachbuch: Passt das Buch zum Thema und zum Alter?
  2. Webseite: Wer hat die Seite veröffentlicht?
  3. Lexikon: Ist der Text sachlich und verständlich?
  4. Interview: Ist die befragte Person fachkundig?
  5. Statistik: Sind Datum und Herkunft genannt?

Prüffragen: Wer? Wann? Warum? Woher?


Notizen statt Kopieren

Schreibe Inhalte in eigenen Worten auf. Notiere sofort die Quelle.

Notiz Quelle Verwendung
Kurzer Gedanke Autor, Titel, Seite oder Link Folie oder Sprechtext

Wichtig: Kopiere keinen fremden Text ohne Kennzeichnung. Das gilt auch für Bilder.


3. Die Präsentation gliedern

Eine einfache Präsentation hat drei Teile.

Teil Aufgabe Mögliche Folie
Einstieg Interesse wecken und Thema nennen Titelfolie mit Frage oder Bild
Hauptteil Wichtiges erklären und belegen Drei bis fünf Inhaltsfolien
Schluss Ergebnis sichern und Frage öffnen Fazitfolie

Datei:Presentation & public speaking skills.pdf


Der rote Faden

Der rote Faden verbindet alle Folien.

Beispiel:

  1. Problem zeigen
  2. Ursache erklären
  3. Beispiel geben
  4. Lösung vorstellen
  5. Fazit ziehen

Jede Folie beantwortet nur eine Hauptfrage.


4. Folien gestalten

Eine Folie ist keine Buchseite. Sie unterstützt Deinen Vortrag.


Wenig Text

Nutze:

  1. eine kurze Überschrift
  2. wenige Stichpunkte
  3. große Schrift
  4. einfache Wörter
  5. ein passendes Bild oder Diagramm

Vermeide:

  1. lange Absätze
  2. sehr kleine Schrift
  3. viele Farben
  4. unnötige Animationen
  5. überladene Folien

Merksatz: Du sprichst. Die Folie zeigt.


Gut lesbar

Gestaltung Gute Lösung
Schrift klar, groß und einheitlich
Kontrast dunkle Schrift auf hellem Grund oder umgekehrt
Farben wenige, gut unterscheidbare Farben
Abstand genug freie Fläche
Ausrichtung Elemente sauber anordnen
Barrierefreiheit Informationen nicht nur durch Farbe zeigen


Bilder und Diagramme

Ein Bild hilft nur, wenn es etwas erklärt.

Gute Fragen:

  1. Was zeigt das Bild?
  2. Warum passt es zu meiner Aussage?
  3. Ist es scharf und gut erkennbar?
  4. Darf ich es verwenden?
  5. Habe ich die Quelle notiert?

Ein Diagramm eignet sich für Zahlen. Beschrifte Achsen und Einheiten. Erkläre die wichtigste Aussage mündlich.


5. Freie Medien und Quellen

Nutze möglichst freie Bildungsmaterialien oder Medien mit einer passenden Creative-Commons-Lizenz.

Eine Quellenangabe kann enthalten:

  1. Name der Urheberin oder des Urhebers
  2. Titel des Werks
  3. Fundort oder Link
  4. Lizenz
  5. Datum des Abrufs

Beispiel: Foto: Name, Titel, Wikimedia Commons, CC BY-SA.


Datenschutz

Zeige keine privaten Daten ohne Erlaubnis. Dazu gehören:

  1. vollständige Namen
  2. private Fotos
  3. Adressen
  4. Telefonnummern
  5. persönliche Nachrichten
  6. Zugangsdaten

Frage vor einer Aufnahme immer nach Zustimmung.


6. Ein Präsentationsprogramm nutzen

Ein Präsentationsprogramm erstellt und zeigt Folien. Beispiele sind LibreOffice Impress, Microsoft PowerPoint, Google Präsentationen oder Keynote.

Wichtige Schritte:

  1. Datei sinnvoll benennen
  2. passendes Folienformat wählen
  3. ein ruhiges Layout nutzen
  4. Text und Medien einfügen
  5. Reihenfolge prüfen
  6. Datei speichern
  7. eine Sicherungskopie anlegen
  8. bei Bedarf als PDF exportieren

Dateiname: Thema_Name_Klasse_Datum


Animationen und Übergänge

Nutze Effekte sparsam. Ein Effekt ist sinnvoll, wenn er beim Verstehen hilft. Zu viele Effekte lenken ab.


7. Sprechtext vorbereiten

Schreibe keinen langen Text zum Ablesen. Nutze Stichwörter.

Ein guter Sprechzettel enthält:

  1. Foliennummer
  2. drei bis fünf Stichwörter
  3. schwierige Namen oder Zahlen
  4. Hinweis auf Bild oder Diagramm
  5. Übergang zur nächsten Folie

Beispiel für einen Übergang: Jetzt kennst Du die Ursache. Als Nächstes zeige ich eine mögliche Lösung.


8. Sicher präsentieren

Beim Präsentieren zählt nicht nur die Folie. Deine Stimme und Dein Körper helfen beim Verstehen.

Bereich Tipp
Stimme laut, deutlich und nicht zu schnell sprechen
Pause nach wichtigen Aussagen kurz warten
Blick verschiedene Personen ansehen
Stand ruhig und offen stehen
Hände natürlich bewegen
Sprache kurze und klare Sätze nutzen


Lampenfieber nutzen

Lampenfieber ist normal. Es zeigt, dass Dir die Aufgabe wichtig ist.

Hilfreich sind:

  1. langsam ausatmen
  2. den ersten Satz üben
  3. früh im Raum sein
  4. Wasser bereitstellen
  5. freundlich ins Publikum schauen
  6. kleine Pausen zulassen


Mit Fragen umgehen

Höre die Frage ganz an. Wiederhole sie kurz. Antworte knapp.

Du darfst sagen: Das weiß ich gerade nicht sicher. Ich prüfe es.


9. Proben und verbessern

Übe laut. Stoppe die Zeit. Zeige die Präsentation einer Testperson.

Nutze diese Rückfragen:

  1. War der Aufbau klar?
  2. Waren die Folien lesbar?
  3. Habe ich frei gesprochen?
  4. War das Tempo passend?
  5. Wurde das Ziel erreicht?
  6. Welche Stelle soll ich verbessern?


Die Drei-Proben-Methode

Probe Schwerpunkt
Erste Probe Inhalt und Reihenfolge
Zweite Probe Sprache, Zeit und Übergänge
Dritte Probe Technik, Auftreten und Schluss


10. Technik prüfen

Prüfe die Technik vor dem Vortrag.

  1. Datei lässt sich öffnen.
  2. Schrift und Bilder werden richtig gezeigt.
  3. Video und Ton funktionieren.
  4. Internet ist nur nötig, wenn es sicher verfügbar ist.
  5. Adapter, Kabel und Lautsprecher sind vorhanden.
  6. Eine Ersatzdatei liegt auf einem zweiten Speicherort.
  7. Eine PDF-Version ist gespeichert.

Notfallplan: Du solltest Dein Thema auch ohne Internet erklären können.


11. Gute und schwache Folien vergleichen

Schwache Folie Gute Folie
langer Absatz wenige Stichwörter
kleine Schrift große Schrift
viele Farben ruhige Gestaltung
Bild ohne Aussage Bild erklärt einen Inhalt
Quelle fehlt Quelle ist genannt
Vortrag wird abgelesen frei mit Stichwörtern gesprochen


12. Kurz-Check vor dem Start

Prüffrage Erledigt
Ist die Leitfrage klar?
Hat jede Folie eine Aufgabe?
Ist der Text kurz und groß?
Sind Bilder und Quellen passend?
Habe ich laut geprobt?
Passt die Dauer?
Funktioniert die Technik?
Habe ich eine Sicherung?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was klärst Du zuerst? (Thema, Ziel und Publikum) (!Schriftfarbe und Animation) (!Musik und Übergang) (!Dateigröße und Drucker)




Wozu dient eine Leitfrage? (Sie gibt der Präsentation eine klare Richtung) (!Sie ersetzt alle Quellen) (!Sie verlängert den Vortrag) (!Sie bestimmt die Schriftart)




Was gehört zu einer einfachen Gliederung? (Einstieg, Hauptteil und Schluss) (!Bild, Musik und Video) (!Maus, Tastatur und Drucker) (!Farbe, Form und Bewegung)




Wie viel Inhalt sollte eine Folie vor allem haben? (Eine klare Hauptaussage) (!Einen vollständigen Aufsatz) (!Möglichst viele Nebenthemen) (!Alle Quellen im Fließtext)




Welche Gestaltung verbessert die Lesbarkeit? (Große Schrift und starker Kontrast) (!Viele kleine Texte) (!Bunte Muster hinter jedem Satz) (!Mehrere ähnliche Schriftarten)




Wann ist ein Bild sinnvoll? (Wenn es eine Aussage erklärt) (!Wenn noch Platz frei ist) (!Wenn es besonders lustig ist) (!Wenn seine Quelle unbekannt ist)




Was gehört zu einer Quellenangabe? (Urheber, Titel, Fundort und Lizenz) (!Nur die Farbe des Bildes) (!Nur der Name der Datei) (!Nur das Datum des Vortrags)




Womit bereitest Du freies Sprechen vor? (Mit einem Stichwortzettel) (!Mit einem langen Vorlesetext) (!Mit sehr kleinen Notizen auf der Folie) (!Mit einer zufälligen Reihenfolge)




Was hilft bei Lampenfieber? (Langsam ausatmen und den Einstieg üben) (!Schneller sprechen) (!Das Publikum nie ansehen) (!Die Präsentation nicht proben)




Was gehört zum Technikcheck? (Datei, Bild, Ton und Ersatzkopie prüfen) (!Nur die Titelfolie ansehen) (!Alle Quellen löschen) (!Die Schrift verkleinern)





Memory

Leitfrage gibt die Richtung vor
Titelfolie nennt Thema und Namen
Stichwortzettel hilft beim freien Sprechen
Kontrast verbessert die Lesbarkeit
Quellenangabe zeigt die Herkunft
Probelauf prüft Zeit und Ablauf
Blickkontakt verbindet mit dem Publikum
Sicherungskopie hilft bei Technikproblemen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Leitfrage Ziel der Präsentation
Gliederung Reihenfolge der Inhalte
Folie sichtbare Unterstützung
Sprechzettel Hilfe beim freien Vortrag
Probelauf Prüfung vor dem Auftritt






Kreuzworträtsel

Gliederung Wie heißt die geordnete Folge der Teile einer Präsentation?
Titelfolie Welche Folie nennt meist Thema und Namen?
Stichpunkte Welche kurzen Notizen ersetzen lange Sätze?
Blickkontakt Wie heißt das bewusste Ansehen des Publikums?
Quellen Was nennt die Herkunft von Texten, Bildern und Daten?
Probelauf Wie heißt das Üben vor dem echten Vortrag?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine gute Präsentation beginnt mit einem klaren

. Eine passende

gibt dem Vortrag eine Richtung. Der Einstieg, der Hauptteil und der Schluss bilden die

. Eine Folie enthält am besten nur eine wichtige

. Große Schrift und ein deutlicher

verbessern die Lesbarkeit. Bei fremden Bildern musst Du die

nennen. Ein

hilft beim freien Sprechen. Vor dem Auftritt prüfst Du die Technik in einem

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Titelfolie gestalten: Erstelle eine Titelfolie zu einem Thema Deiner Wahl. Nutze Titel, Namen und ein passendes freies Bild.
  2. Leitfrage formulieren: Schreibe drei mögliche Leitfragen. Markiere die Frage, die am klarsten ist.
  3. Folien-Check: Untersuche eine vorhandene Folie. Finde drei Stellen, die Du einfacher machen kannst.
  4. Sprechübung: Erkläre eine Folie in 30 Sekunden. Nutze nur fünf Stichwörter.


Standard

  1. Mini-Präsentation: Erstelle eine Präsentation mit fünf Folien: Titel, Einstieg, zwei Inhaltsfolien und Fazit.
  2. Quellenwerkstatt: Suche zwei freie Bilder. Notiere Urheber, Titel, Fundort und Lizenz.
  3. Diagramm erklären: Wähle ein einfaches Diagramm. Formuliere eine Kernaussage und erkläre sie mündlich.
  4. Feedback-Tandem: Präsentiere zwei Minuten vor einer Partnerperson. Nutzt drei Kriterien und verbessert danach eine Folie.


Schwer

  1. Erklärpräsentation: Plane einen fünfminütigen Vortrag für eine jüngere Klasse. Verwende einfache Sprache und höchstens sechs Folien.
  2. Medienvergleich: Erstelle zwei Versionen derselben Folie. Vergleiche Bildwirkung, Lesbarkeit und Verständlichkeit.
  3. Interview einbauen: Führe ein kurzes Interview mit einer fachkundigen Person. Nutze eine Aussage mit Erlaubnis in Deiner Präsentation.
  4. Technik-Notfallplan: Entwickle eine Präsentation, die auch ohne Internet, Video oder Beamer verständlich bleibt. Begründe Deine Entscheidungen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Adressatengerechte Gestaltung: Eine Klasse 5 und ein Elternabend erhalten dieselbe Information. Entwirf für beide Gruppen je eine Folie und begründe die Unterschiede.
  2. Roter Faden: Du hast sechs Folien ohne klare Reihenfolge. Ordne sie sinnvoll und formuliere passende Übergänge.
  3. Medienentscheidung: Entscheide bei drei Aussagen, ob Text, Bild, Diagramm oder Ton am besten geeignet ist. Begründe jede Wahl.
  4. Quellenproblem: Eine Präsentation enthält ein fremdes Bild ohne Angabe. Erkläre das Problem und beschreibe eine korrekte Lösung.
  5. Überarbeitung: Eine Folie enthält zwölf Stichpunkte, vier Farben und drei Animationen. Entwickle eine bessere Version und begründe Deine Änderungen.
  6. Vortragssituation: Während des Vortrags fällt das Internet aus. Zeige, wie Du ruhig weiterarbeiten und Dein Ziel trotzdem erreichen kannst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis erstellst und hältst Du eine eigene digitale Präsentation.

Wichtig sind:

  1. eine klare Leitfrage
  2. ein erkennbarer roter Faden
  3. ein verständlicher Einstieg
  4. wenige, gut lesbare Folien
  5. passende Bilder oder Diagramme
  6. vollständige Quellenangaben
  7. einfache und richtige Sprache
  8. freies Sprechen mit Stichwörtern
  9. Blickkontakt und passende Lautstärke
  10. Einhaltung der Zeit
  11. funktionierende Technik und Sicherung
  12. eine kurze Auswertung des Feedbacks

Mögliche Bewertung:

Bereich Anteil
Inhalt und Aufbau 30 Prozent
Foliengestaltung und Medien 25 Prozent
Sprache und Vortrag 25 Prozent
Quellen und Technik 10 Prozent
Reflexion und Verbesserung 10 Prozent




OERs zum Thema


Weitere freie Lernwege

  1. Wikimedia Commons: Suche freie Bilder und prüfe die Lizenz.
  2. Open Educational Resources: Lerne, wie freie Materialien genutzt und geteilt werden.
  3. Creative Commons: Verstehe Lizenzangaben.
  4. Rhetorik: Übe Stimme, Sprache und Wirkung.
  5. Medienkompetenz: Bewerte digitale Quellen und Medien.


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