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Kinder- und Jugendgeschichten - Textsorten Deutsch

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Kinder- und Jugendgeschichten - Textsorten Deutsch




Einleitung

Kinder- und Jugendgeschichten sind Erzähltexte für junge Leserinnen und Leser. Sie sind oft erfunden oder nach echten Erlebnissen gestaltet. Häufig geht es um Freundschaft, Familie, Schule, Abenteuer oder Fantasiewelten. Du lernst hier, wie Du solche Geschichten erkennst, verstehst und selbst schreibst.

Ein Bild kann schon zeigen, worum es in einer Geschichte geht.


Lernziele

  1. Textsorte: Du erkennst Kinder- und Jugendgeschichten.
  2. Erzählung: Du beschreibst Figuren, Ort, Zeit und Handlung.
  3. Schreiben: Du planst und schreibst eine eigene Geschichte.


Was sind Kinder- und Jugendgeschichten?

Der Begriff ist ein Sammelbegriff. Dazu gehören viele Erzählungen für Kinder und Jugendliche. Manche Geschichten wirken wirklichkeitsnah. Andere enthalten Fantasie, Magie oder sprechende Tiere.

Geschichten können allein oder gemeinsam gelesen werden.


Häufige Themen

  1. Freundschaft: Menschen helfen einander oder streiten sich.
  2. Abenteuer: Eine Figur erlebt etwas Spannendes.
  3. Alltag: Schule, Familie oder Freizeit stehen im Mittelpunkt.
  4. Fantasie: Unmögliche Dinge werden möglich.
  5. Mut: Eine Figur überwindet Angst.


Merkmale einer Geschichte

Eine Geschichte hat meist Figuren, einen Schauplatz, eine Zeit und eine Handlung. Oft gibt es ein Problem. Die Figuren suchen nach einer Lösung.

Beim Lesen kannst Du nach Hinweisen im Text suchen.


Figuren

Die Hauptfigur steht im Mittelpunkt. Nebenfiguren helfen, stören oder begleiten sie. Eigenschaften erkennst Du an Taten, Gedanken und Gesprächen.


Handlung und Spannung

Die Handlung zeigt, was passiert. Spannung entsteht durch Fragen: Was wird geschehen? Schafft die Figur ihr Ziel? Eine Wendung kann alles verändern.


Erzähler und Perspektive

Ein Ich-Erzähler sagt „ich“. Ein Er-Erzähler oder eine Sie-Erzählerin erzählt von außen. Die Perspektive bestimmt, was Du über die Figuren weißt.


Aufbau

Eine einfache Geschichte hat drei Teile:

  1. Einleitung: Figuren, Ort und Ausgangslage werden gezeigt.
  2. Hauptteil: Ein Problem entsteht und wird bearbeitet.
  3. Schluss: Das Problem wird gelöst oder das Ende bleibt offen.

Eine Zeichnung kann beim Planen von Figuren und Schauplätzen helfen.


Sprache

Gute Geschichten nutzen passende Verben, genaue Adjektive und kurze Dialoge. Gefühle können gezeigt werden: „Mira ballte die Hände“ wirkt stärker als „Mira war wütend“.

Beim Vorlesen hörst Du, ob Sätze lebendig klingen.


Wörtliche Rede

Die Wörtliche Rede macht Figuren hörbar. Beispiel: „Komm schnell!“, rief Ben. Achte auf Anführungszeichen und Satzzeichen.


Verschiedene Formen

Kinder- und Jugendgeschichten können unterschiedliche Formen haben:

  1. Abenteuergeschichte: Eine Figur besteht Gefahren oder Aufgaben.
  2. Tiergeschichte: Tiere stehen im Mittelpunkt.
  3. Fantasiegeschichte: Magie oder erfundene Welten spielen eine Rolle.
  4. Alltagsgeschichte: Das Geschehen könnte wirklich passieren.
  5. Kurzgeschichte: Ein kurzer Ausschnitt und eine wichtige Wendung stehen im Mittelpunkt.
  6. Märchen: Magische Figuren und typische Formeln kommen häufig vor.


Geschichten verstehen

Lies zuerst die Überschrift. Markiere dann Figuren, Ort, Problem und Lösung. Frage Dich: Was verändert sich? Welche Botschaft könnte die Geschichte haben?

Im Gespräch entstehen oft neue Ideen zu einem Text.


Geschichten schreiben

Plane zuerst eine Hauptfigur, ein Ziel und ein Problem. Schreibe dann Anfang, Hauptteil und Schluss. Lies Deinen Text laut vor und verbessere unklare Stellen.

Bilder können eine eigene Geschichte erzählen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Kinder- oder Jugendgeschichte? (Ein Erzähltext für junge Leserinnen und Leser) (!Eine Liste mit Einkaufssachen) (!Eine reine Rechenaufgabe) (!Ein Fahrplan)




Welche Figur steht meist im Mittelpunkt? (Die Hauptfigur) (!Die Randnummer) (!Die Überschrift) (!Die Seitenzahl)




Was gehört oft in die Einleitung? (Figuren und Ausgangslage) (!Nur die Lösung) (!Nur eine Quellenliste) (!Nur die letzte Szene)




Was geschieht meist im Hauptteil? (Ein Problem wird bearbeitet) (!Alle Figuren verschwinden sofort) (!Die Überschrift wird erklärt) (!Es stehen nur einzelne Wörter)




Wodurch kann Spannung entstehen? (Durch ein Ziel und ein Hindernis) (!Durch leere Seiten) (!Durch eine alphabetische Liste) (!Durch immer gleiche Sätze)




Was macht ein Ich-Erzähler? (Er erzählt mit dem Wort ich) (!Er nennt nur Zahlen) (!Er schreibt nur Überschriften) (!Er erklärt eine Landkarte)




Was ist ein Dialog? (Ein Gespräch zwischen Figuren) (!Eine Bildunterschrift) (!Eine Seitenzahl) (!Ein Inhaltsverzeichnis)




Welche Textsorte enthält oft Magie? (Eine Fantasiegeschichte) (!Ein Wetterbericht) (!Eine Gebrauchsanweisung) (!Ein Stundenplan)




Was hilft beim Überarbeiten? (Den Text laut vorzulesen) (!Alle Satzzeichen zu löschen) (!Jeden Satz gleich zu beginnen) (!Nur den Titel zu lesen)




Was kann am Ende einer Geschichte stehen? (Eine Lösung oder ein offenes Ende) (!Nur eine Telefonnummer) (!Nur eine Tabelle) (!Nur das Alphabet)





Memory

Hauptfigur wichtigste Person
Handlung Geschehen
Schauplatz Ort der Erzählung
Erzähler Stimme des Textes
Konflikt zentrales Problem
Wendung überraschende Veränderung
Dialog Gespräch
Botschaft Gedanke zum Nachdenken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Frage an den Text
Figur Wer handelt?
Schauplatz Wo spielt die Geschichte?
Zeit Wann geschieht etwas?
Problem Was muss gelöst werden?
Lösung Wie endet der Konflikt?






Kreuzworträtsel

Handlung Wie heißt das Geschehen einer Geschichte?
Erzähler Wer vermittelt die Geschichte?
Figuren Wer handelt in einer Erzählung?
Konflikt Wie heißt das zentrale Problem?
Schauplatz Wie heißt der Ort des Geschehens?
Wendung Wie heißt eine überraschende Veränderung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Kinder- und Jugendgeschichten sind meist

. Im Mittelpunkt steht oft eine

. Der Ort der Handlung heißt

. Ein zentrales Problem wird auch

genannt. Ein Gespräch zwischen Figuren ist ein

. Ein Ich-Erzähler verwendet das Wort

. Spannung kann durch ein Hindernis oder eine

entstehen. Am Ende steht eine Lösung oder ein

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Lieblingsfigur: Zeichne eine Figur und notiere drei Eigenschaften.
  2. Buchtitel: Erfinde fünf Titel für Kinder- oder Jugendgeschichten.
  3. Schauplatz: Beschreibe einen spannenden Ort in vier Sätzen.
  4. Dialog: Schreibe ein kurzes Gespräch zwischen zwei Figuren.


Standard

  1. Geschichtenplan: Plane Anfang, Problem, Wendung und Ende.
  2. Perspektivwechsel: Schreibe eine Szene aus der Sicht einer anderen Figur.
  3. Bildergeschichte: Gestalte sechs Bilder und schreibe passende Sätze dazu.
  4. Hörgeschichte: Nimm eine selbst geschriebene Geschichte als Audio auf.


Schwer

  1. Textvergleich: Vergleiche eine Alltagsgeschichte mit einer Fantasiegeschichte.
  2. Interview: Befrage eine Person zu ihrer Lieblingsgeschichte aus der Jugend.
  3. Kurzfilm: Verfilme eine eigene Szene mit klarer Handlung und Dialog.
  4. Lesung: Plane eine kleine Lesung und begründe Deine Gestaltung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Figurenanalyse: Erkläre, wie sich eine Figur durch ein Problem verändert. Nutze Textbelege.
  2. Spannung: Überarbeite eine ruhige Szene so, dass Spannung entsteht. Begründe drei Änderungen.
  3. Perspektive: Schreibe dieselbe Szene als Ich-Erzählung und als Er-Erzählung. Vergleiche die Wirkung.
  4. Textsorte: Ordne eine unbekannte Geschichte einer Form zu und begründe Deine Entscheidung.
  5. Transfer: Verwandle einen kurzen Bericht in eine lebendige Jugendgeschichte.
  6. Medienvergleich: Vergleiche eine gelesene Szene mit ihrer Film- oder Hörfassung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Merkmale von Kinder- und Jugendgeschichten erkennst.
  2. Figuren, Ort, Zeit, Problem und Lösung untersuchst.
  3. Erzählperspektiven unterscheiden kannst.
  4. die Wirkung von Sprache und Dialog erklärst.
  5. eine eigene Geschichte planst, schreibst und überarbeitest.
  6. Deine Entscheidungen verständlich begründest.




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