Zum Inhalt springen

Einfache Kadenzen verstehen - Akkorde und Harmonie

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 5. Juli 2026, 13:20 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Einfache Kadenzen verstehen - Akkorde und Harmonie



Einleitung

Einfache Kadenzen verstehen – Akkorde und Harmonie führt Dich in einen Grundbaustein der Harmonielehre ein: die Kadenz. Eine Kadenz ist eine sinnvolle Folge von Akkorden, die eine Tonart bestätigt, Spannung aufbaut und wieder in Ruhe auflöst. In der einfachen Dur-Kadenz begegnen Dir vor allem drei Hauptfunktionen: Tonika, Subdominante und Dominante. Wenn Du diese drei Funktionen hörst, liest, spielst und selbst anwendest, verstehst Du viele Lieder, Choräle, Popsongs, klassische Stücke und Jazz-Standards deutlich besser.

Datei:Perfect authentic cadence in C major.png

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=HacsNvs-0pc |500|center}}


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine Kadenz ist, wie Dreiklänge auf den Stufen einer Tonleiter entstehen und warum Tonika, Subdominante und Dominante als harmonische Orientierungspunkte wirken. Du kannst einfache Kadenzen in C-Dur, G-Dur, F-Dur und a-Moll lesen, hören, spielen, vergleichen und auf kleine musikalische Ideen übertragen.

  1. Akkord: Du erkennst, dass ein Akkord aus mehreren gleichzeitig klingenden Tönen besteht und als harmonische Einheit wirkt.
  2. Dreiklang: Du bildest Dur- und Moll-Dreiklänge aus Grundton, Terz und Quinte.
  3. Stufe: Du beschreibst Akkorde mit römischen Stufenzahlen wie I, IV und V.
  4. Funktion: Du deutest Akkorde als Tonika, Subdominante und Dominante.
  5. Schlusswirkung: Du unterscheidest Ganzschluss, Halbschluss, Plagalschluss und Trugschluss.
  6. Praxis: Du spielst, singst oder programmierst einfache Kadenzen und gestaltest daraus eigene Begleitungen.


Grundlagen: Akkorde, Tonleiter und Dreiklänge


Die Tonleiter als Material der Harmonie

Eine Tonleiter liefert das Tonmaterial, aus dem Melodien und Akkorde gebildet werden. In C-Dur lauten die Töne C, D, E, F, G, A, H und C. Wenn Du auf ausgewählten Stufen dieser Tonleiter Dreiklänge baust, entstehen die wichtigsten Akkorde der Tonart. Die einfache Kadenz in C-Dur verwendet die Dreiklänge auf der ersten, vierten und fünften Stufe: C-Dur, F-Dur und G-Dur.


\version "2.22.0"
\score {
  \new Staff \relative c' {
    \key c \major
    \time 4/4
    c4 d e f g a b c
    c b a g f e d c
    \bar "|."
  }
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 72 }
}

In der Notenschrift oben hörst Du zuerst die aufsteigende und danach die absteigende C-Dur-Tonleiter. Spiele oder singe sie langsam. Achte besonders auf den Ton H, denn er zieht stark zum Zielton C. Dieser Zug ist für die Wirkung der Dominante wichtig.


Dreiklänge bilden

Ein Dreiklang entsteht, wenn Du über einem Grundton zwei weitere Töne im Terzabstand ergänzt. In C-Dur ist der Dreiklang auf der ersten Stufe C-E-G. Auf der vierten Stufe entsteht F-A-C, auf der fünften Stufe G-H-D. Diese drei Akkorde enthalten zusammen alle Töne der C-Dur-Tonleiter und geben der Tonart dadurch ein klares harmonisches Zentrum.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { c1 f g c }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \relative c' {
      \key c \major
      \time 4/4
      <c e g>1
      <f a c>1
      <g b d>1
      <c e g>1
      \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 64 }
}


Stufen und Funktionen

In der Stufentheorie werden Akkorde nach ihrer Position in der Tonleiter benannt. Die erste Stufe heißt I, die vierte Stufe IV und die fünfte Stufe V. In der Funktionstheorie werden dieselben Akkorde nach ihrer musikalischen Rolle beschrieben: I ist die Tonika, IV ist die Subdominante, V ist die Dominante. Beide Sichtweisen helfen Dir, Kadenzen zu verstehen.

Stufe Funktion Beispiel in C-Dur Wirkung
I Tonika C-Dur Ruhe, Ziel, harmonisches Zuhause
IV Subdominante F-Dur Öffnung, Vorbereitung, Bewegung weg vom Zuhause
V Dominante G-Dur Spannung, Erwartung, Rückkehrdrang zur Tonika

Die einfache Kadenz I-IV-V-I wird in Funktionszeichen als T-S-D-T beschrieben. Sie beginnt in der Tonika, öffnet sich zur Subdominante, steigert die Spannung in der Dominante und kehrt zur Tonika zurück. Dadurch entsteht ein verständlicher musikalischer Bogen.


Die einfache Kadenz in Dur


Das Grundmodell T-S-D-T

Die Vollkadenz T-S-D-T ist ein besonders klares Modell tonaler Harmonie. Sie zeigt den Weg von Ruhe über Bewegung und Spannung zurück zur Ruhe. In C-Dur lautet sie C-Dur, F-Dur, G-Dur, C-Dur. Du kannst sie auf dem Klavier, auf der Gitarre, mit einem Keyboard, mit einer Musik-App oder mit der Stimme erarbeiten.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { c1 f g c }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new PianoStaff <<
      \new Staff \relative c' {
        \key c \major
        \time 4/4
        <e g c>1
        <f a c>1
        <g b d>1
        <e g c>1
        \bar "|."
      }
      \new Staff \relative c {
        \clef bass
        \key c \major
        c1
        f1
        g1
        c1
      }
    >>
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 72 }
}

Beim Spielen solltest Du zuerst nur die Basstöne C-F-G-C verwenden. Danach ergänzt Du die Akkordtöne. So spürst Du, dass die Bassbewegung eine Richtung vorgibt und die Akkorde diese Richtung harmonisch ausfüllen.


Die Dominante als Spannungsträger

Die Dominante steht auf der fünften Stufe. In C-Dur ist das G-Dur. Besonders stark wird die Spannung, wenn aus G-Dur ein Dominantseptakkord wird: G-H-D-F. Der Ton F ist die kleine Septime über G und will sich im klassischen Satz meist nach E abwärts bewegen. Der Ton H wirkt als Leitton und will nach C aufwärts. Zusammen erzeugen diese Töne einen deutlichen Rückkehrdrang zur Tonika.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { g1:7 c }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \relative c' {
      \key c \major
      \time 4/4
      <g b d f>1
      <c e g>1
      \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 60 }
}
Datei:Cadence parfaite and same, drawn out.png


Der authentische Schluss: V-I

Ein authentischer Schluss entsteht durch die Verbindung Dominante-Tonika. In C-Dur ist das G-Dur nach C-Dur oder G7 nach C-Dur. Diese Verbindung wirkt wie ein klarer Punkt am Satzende. In vielen Liedern, Chorälen und klassischen Stücken endet ein Abschnitt mit dieser Bewegung.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { g1 c }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new PianoStaff <<
      \new Staff \relative c' {
        \key c \major
        \time 4/4
        <d g b>1
        <e g c>1
        \bar "|."
      }
      \new Staff \relative c {
        \clef bass
        \key c \major
        g1
        c1
      }
    >>
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 64 }
}
Datei:Beethoven - Piano Sonata, Op. 13 perfect authentic cadence.png


Schlusswirkungen vergleichen


Ganzschluss, Halbschluss, Plagalschluss und Trugschluss

Nicht jede Kadenz endet gleich. Ein Ganzschluss führt zur Tonika zurück und wirkt abgeschlossen. Ein Halbschluss endet auf der Dominante und wirkt offen. Ein Plagalschluss führt von der Subdominante zur Tonika und klingt oft ruhig oder feierlich. Ein Trugschluss lässt nach der Dominante eine erwartete Tonika aus und führt stattdessen häufig zur sechsten Stufe. Gerade der Vergleich dieser Schlusswirkungen schärft Dein musikalisches Hören.

Schlussart Typische Folge in C-Dur Funktionsfolge Wirkung
Ganzschluss G-Dur nach C-Dur D-T abgeschlossen, eindeutig, zielgerichtet
Halbschluss C-Dur nach F-Dur nach G-Dur T-S-D offen, fragend, weiterführend
Plagalschluss F-Dur nach C-Dur S-T ruhig, bestätigend, feierlich
Trugschluss G-Dur nach a-Moll D-Tp überraschend, verzögert, erzählerisch


Halbschluss: Spannung bleibt stehen

Beim Halbschluss endet die Folge auf der Dominante. Dadurch klingt der Abschnitt nicht vollständig beendet. Du kannst Dir das wie ein Komma in einem Satz vorstellen: Es geht weiter.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { c1 f g }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \relative c' {
      \key c \major
      \time 4/4
      <c e g>1
      <f a c>1
      <g b d>1
      \bar "||"
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 72 }
}


Plagalschluss: die ruhige Rückkehr

Der Plagalschluss führt von der Subdominante zur Tonika. In C-Dur ist das F-Dur nach C-Dur. Er hat weniger Zug als der authentische Schluss, kann aber besonders warm und bestätigend wirken.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { c1 f c }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new PianoStaff <<
      \new Staff \relative c' {
        \key c \major
        \time 4/4
        <e g c>1
        <f a c>1
        <e g c>1
        \bar "|."
      }
      \new Staff \relative c {
        \clef bass
        \key c \major
        c1
        f1
        c1
      }
    >>
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 60 }
}


Trugschluss: Erwartung wird umgelenkt

Beim Trugschluss erwartest Du nach der Dominante die Tonika. Stattdessen folgt häufig die Tonikaparallele, in C-Dur also a-Moll. Das klingt nicht falsch, sondern überraschend. Der Trugschluss verlängert den musikalischen Verlauf und kann Gefühle wie Offenheit, Nachdenklichkeit oder Verzögerung erzeugen.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { c1 f g a:m }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \relative c' {
      \key c \major
      \time 4/4
      <c e g>1
      <f a c>1
      <g b d>1
      <a c e>1
      \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 66 }
}
Datei:Deceptive cadence in C.png


Kadenzen in Moll, Pop und Jazz


Einfache Kadenz in Moll

In Moll bleibt die Grundidee gleich: Tonika, Subdominante und Dominante ordnen die Harmonie. In c-Moll lautet eine einfache Kadenz c-Moll, f-Moll, G-Dur, c-Moll. Die Dominante wird häufig als Dur-Akkord gebildet, weil der erhöhte Leitton H stärker nach C zieht.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { c1:m f:m g c:m }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new PianoStaff <<
      \new Staff \relative c' {
        \key c \minor
        \time 4/4
        <c ees g>1
        <f aes c>1
        <g b d>1
        <c ees g>1
        \bar "|."
      }
      \new Staff \relative c {
        \clef bass
        \key c \minor
        c1
        f1
        g1
        c1
      }
    >>
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 64 }
}


Pop-Kadenz und harmonisches Ostinato

Viele Popsongs verwenden wiederholte Akkordfolgen. Eine Akkordfolge wie I-V-vi-IV in C-Dur lautet C-Dur, G-Dur, a-Moll, F-Dur. Sie ist keine einfache Schulbuchkadenz T-S-D-T, zeigt aber ebenfalls das Wechselspiel von Tonika, Dominante, Parallele und Subdominante. Solche Folgen können als harmonisches Ostinato mehrfach wiederholt werden.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { c1 g a:m f c g a:m f }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \relative c' {
      \key c \major
      \time 4/4
      <c e g>1
      <g b d>1
      <a c e>1
      <f a c>1
      <c e g>1
      <g b d>1
      <a c e>1
      <f a c>1
      \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 92 }
}


II-V-I: die Kadenz des Jazz

In der Jazz-Harmonik ist die II-V-I-Kadenz besonders wichtig. In C-Dur lautet sie d-Moll7, G7, Cmaj7. Sie arbeitet mit einer Vorbereitungsfunktion auf der zweiten Stufe, einer starken Dominante und einer erweiterten Tonika. Auch wenn sie komplexer klingt, bleibt die Grundidee ähnlich: vorbereiten, spannen, lösen.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { d1:m7 g:7 c:maj7 }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \relative c' {
      \key c \major
      \time 4/4
      <d f a c>1
      <g b d f>1
      <c e g b>1
      \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 76 }
}
Datei:Ii-V-I turnaround in C four-part harmony.png


Kadenzen selbst übertragen


Transponieren in andere Tonarten

Wenn Du eine Kadenz verstanden hast, kannst Du sie in andere Tonarten übertragen. Das nennt man Transponieren. Die Stufen bleiben gleich, aber die konkreten Akkorde ändern sich. In G-Dur lautet T-S-D-T: G-Dur, C-Dur, D-Dur, G-Dur. Wichtig ist, dass Du nicht nur die Akkordnamen auswendig lernst, sondern die Funktion jedes Akkords verstehst.

Tonart Tonika Subdominante Dominante Einfache Kadenz
C-Dur C-Dur F-Dur G-Dur C-F-G-C
G-Dur G-Dur C-Dur D-Dur G-C-D-G
F-Dur F-Dur B-Dur C-Dur F-B-C-F
a-Moll a-Moll d-Moll E-Dur a-d-E-a

\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { g1 c d g }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \relative c' {
      \key g \major
      \time 4/4
      <g b d>1
      <c e g>1
      <d fis a>1
      <g b d>1
      \bar "|."
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 72 }
}


Stimmführung: Akkorde klangvoll verbinden

Eine Kadenz klingt besonders gut, wenn die einzelnen Stimmen kleine Wege gehen. Dieses Prinzip heißt Stimmführung. Statt alle Akkorde nur in Grundstellung zu spielen, kannst Du Umkehrungen verwenden. Dadurch bleiben gemeinsame Töne liegen, und die anderen Stimmen bewegen sich schrittweise.


\version "2.22.0"
\score {
  \new PianoStaff <<
    \new Staff \relative c'' {
      \key c \major
      \time 4/4
      <<
        { \voiceOne g1 a b c }
        \new Voice { \voiceTwo e1 f g g }
      >>
      \bar "|."
    }
    \new Staff \relative c {
      \clef bass
      \key c \major
      <<
        { \voiceOne c1 c d e }
        \new Voice { \voiceTwo c1 f, g c }
      >>
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 60 }
}

Beim Üben kannst Du die oberste Stimme mitsingen. Frage Dich danach: Welche Töne bleiben gleich? Welche Töne bewegen sich nur einen Schritt? Wo entsteht die stärkste Spannung?


Kleine Melodie über einer Kadenz

Eine Kadenz wird musikalisch lebendig, wenn eine Melodie darüber liegt. Die Melodie kann Akkordtöne verwenden, aber auch Durchgangstöne einbauen. Im folgenden Beispiel begleitet die einfache Kadenz C-F-G-C eine kleine Melodie.


\version "2.22.0"
akkorde = \chordmode { c1 f g c }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \relative c'' {
      \key c \major
      \time 4/4
      g4 e d c
      a'4 f e c
      b'4 g d b
      c2 g2
      \bar "|."
    }
    \new Staff \relative c {
      \clef bass
      \key c \major
      c1
      f1
      g1
      c1
    }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 84 }
}

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=U6uIUrVuEQk |500|center}}


Lernstrategie: Kadenzen hören, spielen, analysieren


Drei Wege zum Verstehen

Du lernst Kadenzen am besten, wenn Du sie nicht nur liest, sondern auch hörst und selbst ausführst. Beginne mit C-Dur, weil dort keine Vorzeichen notiert werden müssen. Spiele zuerst die Grundtöne, dann die Dreiklänge, dann Umkehrungen. Höre anschließend bewusst auf die Wirkung der einzelnen Stationen: Wo ist Ruhe? Wo entsteht Spannung? Wo ist der Schluss überzeugend?

  1. Hören: Vergleiche die Klangwirkung von T-S-D-T, T-S-D, S-T und D-T.
  2. Spielen: Spiele dieselbe Kadenz auf einem Instrument oder in einer Musik-App.
  3. Singen: Singe die Basstöne oder die oberste Stimme der Kadenz.
  4. Analysieren: Markiere in einem Lied die Stellen, an denen Dominante und Tonika aufeinanderfolgen.
  5. Gestalten: Erfinde eine kurze Melodie über einer Kadenz und prüfe, ob die Schlusswirkung zu Deiner Absicht passt.


Typische Fehler und hilfreiche Lösungen

Ein häufiger Fehler besteht darin, Akkordnamen nur auswendig zu lernen. Besser ist es, die Stufen in der Tonart zu verstehen. Ein zweiter Fehler ist die Verwechslung von G-Dur und G7. Beide können zur Tonika führen, aber G7 hat durch die Septime F eine stärkere Spannung. Ein dritter Fehler ist das zu schnelle Spielen. Wenn Du jede Funktion bewusst ausklingen lässt, hörst Du die harmonische Logik klarer.

Problem Ursache Lösung
Die Kadenz klingt beliebig. Die Funktionen werden nicht bewusst gehört. Spiele erst nur Bass: C-F-G-C.
Der Schluss klingt schwach. Die Dominante wird nicht als Spannungsträger wahrgenommen. Vergleiche G-Dur-C-Dur mit G7-C-Dur.
Die Akkorde greifen sich schwer. Alle Akkorde werden in Grundstellung gespielt. Nutze Umkehrungen und achte auf kurze Wege.
Die Tonart wird verwechselt. Stufen und Akkordnamen werden vermischt. Notiere zuerst I, IV, V und setze danach die Akkordnamen ein.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Akkordfolge beschreibt die einfache Kadenz in C-Dur? (C-Dur F-Dur G-Dur C-Dur) (!C-Dur d-Moll e-Moll F-Dur) (!G-Dur F-Dur C-Dur a-Moll) (!a-Moll F-Dur G-Dur e-Moll)




Welche Funktion hat die Tonika in einer Kadenz? (Sie wirkt als harmonisches Zuhause) (!Sie erzeugt immer die größte Spannung) (!Sie steht grundsätzlich auf der zweiten Stufe) (!Sie ersetzt immer die Dominante)




Welche Funktion hat die Dominante in der einfachen Kadenz? (Sie baut Spannung vor der Rückkehr zur Tonika auf) (!Sie beendet die Kadenz ohne Rückkehr) (!Sie steht auf der vierten Stufe) (!Sie ist immer ein Mollakkord)




Welche Stufen gehören zur einfachen Dur-Kadenz? (I IV V I) (!I II III IV) (!VI V IV III) (!II V VI I)




Welche Akkordtöne gehören zum C-Dur-Dreiklang? (C E G) (!C F A) (!G H D) (!A C E)




Was beschreibt ein Halbschluss? (Ein Ende auf der Dominante) (!Ein Ende auf der Tonika) (!Eine Folge ohne Spannung) (!Einen Akkord ohne Grundton)




Was geschieht beim Trugschluss häufig nach der Dominante? (Die erwartete Tonika wird durch die sechste Stufe ersetzt) (!Die Subdominante wird zur ersten Stufe) (!Die Tonleiter wird rückwärts gespielt) (!Die Kadenz endet immer auf der vierten Stufe)




Welche Akkordfolge beschreibt einen Plagalschluss in C-Dur? (F-Dur C-Dur) (!G-Dur C-Dur) (!C-Dur G-Dur) (!d-Moll G-Dur)




Warum ist der Leitton in der Dominante wichtig? (Er zieht stark zur Tonika) (!Er verhindert jede Schlusswirkung) (!Er macht aus jedem Akkord einen Mollakkord) (!Er ersetzt den Grundton der Tonleiter)




Welche Kadenz ist in der Jazz-Harmonik besonders typisch? (II V I) (!I III V) (!IV I VI) (!V IV II)





Memory

Tonika harmonisches Zuhause
Subdominante öffnende Vorbereitung
Dominante Spannung vor der Rückkehr
Leitton Zug zur Tonika
Halbschluss offenes Ende
Plagalschluss ruhige Rückkehr
Trugschluss umgelenkte Erwartung
Vollkadenz T S D T





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Tonika Ruhepunkt der Tonart
Subdominante vierte Stufe mit öffnender Wirkung
Dominante fünfte Stufe mit starker Spannung
Leitton siebte Stufe mit Zug nach oben
Trugschluss unerwartete Fortsetzung nach der Dominante





Kreuzworträtsel

Tonika Wie heißt die Hauptfunktion, die als harmonisches Zuhause empfunden wird?
Dominante Wie heißt die Funktion auf der fünften Stufe?
Subdominante Wie heißt die Funktion auf der vierten Stufe?
Leitton Wie heißt ein Ton mit starkem Zug zum Zielton?
Dreiklang Wie heißt ein Akkord aus Grundton, Terz und Quinte?
Trugschluss Wie heißt eine Schlusswendung, bei der die erwartete Tonika ausbleibt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine einfache Kadenz in Dur verbindet die Funktionen

,

,

und wieder

. In C-Dur heißen diese Akkorde

,

,

und wieder

. Die Dominante erzeugt eine starke

, weil sie zur Tonika zurückstrebt. Ein Ende auf der Dominante heißt

. Wenn nach der Dominante statt der erwarteten Tonika häufig die sechste Stufe folgt, spricht man von einem

. Der Plagalschluss führt von der

zur Tonika und wirkt oft ruhig oder feierlich.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kadenz hören: Höre Dir die Notenbeispiele zur einfachen Kadenz an und beschreibe in drei Sätzen, wo Du Ruhe, Bewegung und Spannung wahrnimmst.
  2. Basstöne spielen: Spiele oder singe nur die Basstöne C-F-G-C und erkläre, warum diese Reihenfolge bereits eine klare Richtung hat.
  3. Akkordkarten gestalten: Erstelle drei Karten zu Tonika, Subdominante und Dominante mit Akkordnamen, Stufe und Klangwirkung.
  4. Schlusswirkung vergleichen: Vergleiche den Klang von G-Dur-C-Dur und F-Dur-C-Dur und notiere, welcher Schluss für Dich stärker abgeschlossen wirkt.


Standard

  1. Kadenz übertragen: Übertrage die Kadenz T-S-D-T von C-Dur nach G-Dur und F-Dur und schreibe die passenden Akkorde auf.
  2. Liedanalyse: Wähle ein einfaches Lied und markiere Stellen, an denen eine Dominante zur Tonika führt.
  3. Melodie erfinden: Erfinde eine viertaktige Melodie über C-F-G-C und achte darauf, dass der letzte Ton zur Tonika passt.
  4. Trugschluss gestalten: Schreibe eine kurze Akkordfolge, bei der nach der Dominante nicht die Tonika, sondern a-Moll folgt, und beschreibe die Wirkung.


Schwer

  1. Stimmführung verbessern: Setze die Kadenz C-F-G-C vierstimmig und versuche, gemeinsame Töne liegen zu lassen sowie Sprünge zu vermeiden.
  2. Kadenzvergleich: Vergleiche eine einfache Dur-Kadenz mit einer II-V-I-Kadenz und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  3. Mollkadenz komponieren: Schreibe eine viertaktige Kadenz in a-Moll mit einer Dur-Dominante und begründe die Rolle des Leittons.
  4. Miniarrangement erstellen: Gestalte eine achtaktige Begleitung für Stimme oder Instrument, in der Ganzschluss, Halbschluss und Trugschluss hörbar unterschieden werden.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Analyse einer Kadenz: Erkläre an einer vorgegebenen Akkordfolge, welche Akkorde als Tonika, Subdominante und Dominante wirken und woran Du das erkennst.
  2. Transfer in eine neue Tonart: Übertrage die Kadenz I-IV-V-I in eine Tonart Deiner Wahl und begründe jeden Akkord über seine Stufe.
  3. Hörurteil begründen: Höre zwei Schlusswendungen und begründe, welche stärker abgeschlossen wirkt und welche weiterführend klingt.
  4. Gestaltungsentscheidung: Entscheide, ob ein Halbschluss, Ganzschluss oder Trugschluss besser zu einem offenen Liedende passt, und begründe Deine Wahl.
  5. Vergleich von Stilbereichen: Vergleiche eine einfache Kadenz aus der Schulharmonielehre mit einer Pop-Akkordfolge und erkläre, welche Funktionen ähnlich wirken.
  6. Fehlerdiagnose: Untersuche eine falsch notierte Kadenz, finde die unstimmige Funktion und schlage eine passende Korrektur vor.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu einfachen Kadenzen ist wichtig, dass Du nicht nur Akkordnamen kennst, sondern harmonische Zusammenhänge erklären und praktisch anwenden kannst.

  1. Begriffe: Du erklärst Tonika, Subdominante, Dominante, Leitton, Dreiklang, Ganzschluss, Halbschluss, Plagalschluss und Trugschluss.
  2. Notation: Du notierst einfache Kadenzen mit Akkordnamen, Stufen und Funktionssymbolen.
  3. Hören: Du erkennst mindestens zwei verschiedene Schlusswirkungen anhand kurzer Hörbeispiele.
  4. Praxis: Du spielst, singst oder produzierst eine einfache Kadenz in mindestens zwei Tonarten.
  5. Analyse: Du untersuchst eine kurze Liedstelle und beschreibst die Rolle der Akkorde.
  6. Gestaltung: Du erfindest eine kleine Melodie oder Begleitung, in der eine Schlusswirkung bewusst eingesetzt wird.
  7. Reflexion: Du begründest, wie die Harmonie die musikalische Wirkung beeinflusst.




OERs zum Thema




Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen