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Wortarten

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Wortarten




Einleitung


Was sind Wortarten?

Wortarten sind Klassen von Wörtern, die nach gemeinsamen grammatischen und semantischen Merkmalen geordnet werden. Wenn Du ein Wort einer Wortart zuordnest, fragst Du nicht zuerst: „Welche Aufgabe hat dieses Wort im Satz?“, sondern: „Welche Eigenschaften hat dieses Wort als einzelnes Wort?“ Ein Wort kann zum Beispiel ein Nomen, ein Verb, ein Adjektiv, ein Artikel, ein Pronomen, ein Adverb, eine Präposition, eine Konjunktion, eine Interjektion, ein Numerale oder eine Partikel sein.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Wortart und Satzglied. Die Wortart beschreibt die Art eines einzelnen Wortes. Ein Satzglied beschreibt dagegen die Funktion einer Wortgruppe im Satz, zum Beispiel Subjekt, Objekt, Adverbiale Bestimmung oder Prädikat. Im Satz „Die kleine Katze schläft auf dem Sofa“ besteht das Subjekt „Die kleine Katze“ aus drei Wörtern unterschiedlicher Wortarten: Artikel, Adjektiv und Nomen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Wortarten sicherer erkennen, erklären und anwenden. Du lernst, warum Nomen großgeschrieben werden, wie Verben durch Konjugation verändert werden, wie Adjektive Eigenschaften ausdrücken, welche Rolle Artikel und Pronomen spielen und wie Adverbien, Präpositionen und Konjunktionen Sätze genauer, logischer und verständlicher machen. Außerdem trainierst Du, Wortarten von Satzgliedern zu unterscheiden und eigene Texte sprachbewusst zu überarbeiten.


Warum sind Wortarten wichtig?

Wortarten helfen Dir, Sprache zu verstehen und bewusst zu verwenden. Wer Wortarten erkennt, kann Rechtschreibung, Zeichensetzung, Satzbau und Textproduktion besser beherrschen. Bei der Großschreibung ist zum Beispiel entscheidend, ob ein Wort als Nomen gebraucht wird. Bei der Kommasetzung ist es hilfreich, Konjunktionen zu erkennen. Beim Überarbeiten eigener Texte merkst Du, ob Du zu viele blasse Verben, zu viele ungenaue Adjektive oder zu wenige verbindende Wörter benutzt.


Die häufigsten Wortarten im Überblick

Im Deutschunterricht werden meist zehn oder elf Wortarten unterschieden. Dieser aiMOOC arbeitet mit elf Wortarten, weil Numerale und Partikeln als eigene Gruppen betrachtet werden. Manche Grammatikmodelle ordnen einzelne Wörter anders ein. Deshalb ist es wichtig, die jeweilige Begründung angeben zu können.

Wortart Leitfrage Beispiele Merkmale
Nomen Wer oder was? Haus, Kind, Freude, Baum meist großgeschrieben, hat Genus, Numerus und Kasus
Verb Was geschieht? Was tut jemand? gehen, schlafen, denken, werden wird konjugiert, bildet das Prädikat
Adjektiv Wie ist etwas? schön, schnell, mutig, alt beschreibt Eigenschaften, kann oft gesteigert werden
Artikel Welches Nomen ist gemeint? der, die, das, ein, eine begleitet ein Nomen und zeigt grammatische Merkmale an
Pronomen Wer oder was wird ersetzt oder begleitet? ich, du, er, mein, dieser ersetzt oder begleitet Nomen
Adverb Wann, wo, wie oder warum? heute, dort, gern, deshalb bleibt unverändert und macht Umstände genauer
Präposition In welchem Verhältnis steht etwas? in, auf, mit, wegen, trotz fordert häufig einen bestimmten Kasus
Konjunktion Was wird verbunden? und, oder, weil, obwohl verbindet Wörter, Satzteile oder Sätze
Interjektion Welche Empfindung wird ausgedrückt? oh, aha, aua, pfui steht oft außerhalb des Satzes
Numerale Wie viele oder der wievielte? zwei, dreißig, erster, doppelt bezeichnet Zahlen, Mengen oder Reihenfolgen
Partikel Welche Einstellung oder Verstärkung wird ausgedrückt? ja, doch, nur, sehr, etwa meist unveränderlich und oft schwer allein zu erfragen


Flektierbare und unflektierbare Wortarten

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Flexion. Flektierbare Wortarten können ihre Form verändern. Dazu gehören im Deutschen vor allem Nomen, Verben, Adjektive, Artikel, Pronomen und viele Numerale. Die Veränderung eines Verbs heißt Konjugation. Die Veränderung von Nomen, Artikeln, Pronomen und Adjektiven heißt Deklination.

Unflektierbare Wortarten verändern ihre Form normalerweise nicht. Dazu gehören Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen, Interjektionen und viele Partikeln. Das Wort „heute“ bleibt zum Beispiel in verschiedenen Sätzen gleich: „Heute lese ich“, „Heute liest du“, „Heute lesen wir“.


Nomen

Nomen werden auch Substantive genannt. Sie bezeichnen Lebewesen, Dinge, Orte, Gefühle, Zustände, Vorgänge oder abstrakte Begriffe. Beispiele sind „Mensch“, „Schule“, „Freude“, „Mut“, „Regen“ und „Gerechtigkeit“. Im Deutschen werden Nomen in der Regel großgeschrieben.

Nomen haben ein grammatisches Genus: Maskulinum, Femininum oder Neutrum. Sie stehen in einem Numerus, also im Singular oder Plural. Außerdem haben sie einen Kasus: Nominativ, Genitiv, Dativ oder Akkusativ. Du erkennst Nomen oft daran, dass ein Artikel davorstehen kann: „der Tisch“, „die Idee“, „das Spiel“.

Besonders wichtig ist die Substantivierung. Auch Wörter anderer Wortarten können als Nomen gebraucht werden. In „das Lesen macht Spaß“ wird das Verb „lesen“ als Nomen verwendet. In „etwas Schönes“ wird das Adjektiv „schön“ substantiviert. Solche substantivierten Wörter schreibt man groß.


Verben

Verben bezeichnen Handlungen, Vorgänge, Zustände oder Geschehen. Sie sind für den Satz besonders wichtig, weil sie das Prädikat bilden. Beispiele sind „laufen“, „denken“, „regnen“, „sein“, „werden“ und „haben“.

Verben werden konjugiert. Das bedeutet, sie verändern sich nach Person, Numerus, Tempus, Modus und teilweise nach Genus Verbi. In „ich gehe“, „du gehst“, „wir gingen“ und „sie sind gegangen“ erkennst Du verschiedene Verbformen.

Man unterscheidet unter anderem Vollverben, Hilfsverben und Modalverben. Vollverben tragen eine eigene Bedeutung, zum Beispiel „lesen“ oder „springen“. Hilfsverben wie „haben“, „sein“ und „werden“ helfen bei der Bildung von Zeitformen und Passivformen. Modalverben wie „können“, „müssen“, „dürfen“, „sollen“, „wollen“ und „mögen“ drücken Möglichkeit, Notwendigkeit, Erlaubnis oder Absicht aus.

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Adjektive

Adjektive beschreiben Eigenschaften, Merkmale oder Bewertungen. Sie beantworten häufig die Frage „Wie ist etwas?“. Beispiele sind „laut“, „freundlich“, „dunkel“, „mutig“, „spannend“ und „genau“.

Viele Adjektive können gesteigert werden: „schnell“, „schneller“, „am schnellsten“. Diese Steigerung heißt Komparation. Adjektive können im Satz unterschiedlich verwendet werden. In „der schnelle Hund“ steht das Adjektiv attributiv vor einem Nomen. In „Der Hund ist schnell“ steht es prädikativ. In „Der Hund läuft schnell“ wird es adverbial verwendet. Je nach Grammatikmodell wird die adverbiale Verwendung unterschiedlich erklärt; im Schulunterricht bleibt „schnell“ dabei häufig ein Adjektiv in adverbialer Verwendung, während echte Adverbien wie „heute“, „dort“ oder „deshalb“ nicht flektiert werden.


Artikel

Artikel begleiten Nomen und zeigen häufig Genus, Numerus und Kasus an. Es gibt bestimmte Artikel wie „der“, „die“, „das“ und unbestimmte Artikel wie „ein“ und „eine“. In „der Baum“, „die Blume“ und „das Kind“ zeigt der Artikel das grammatische Geschlecht des Nomens an.

Artikel sind besonders hilfreich, wenn Du den Kasus bestimmen willst. Vergleiche: „Der Hund sieht den Mann“ und „Den Hund sieht der Mann“. Die Wortstellung verändert sich, aber die Artikel zeigen an, wer handelt und wen die Handlung betrifft.


Pronomen

Pronomen können Nomen ersetzen oder begleiten. Das Wort „Pronomen“ bedeutet sinngemäß „für ein Nomen“. In „Lea liest. Sie lacht.“ ersetzt „sie“ das Nomen „Lea“. Pronomen helfen, Wiederholungen zu vermeiden und Texte flüssiger zu machen.

Wichtige Gruppen sind Personalpronomen wie „ich“, „du“, „er“, „sie“, „wir“, Possessivpronomen wie „mein“, „dein“, „unser“, Demonstrativpronomen wie „dieser“ und „jener“, Relativpronomen wie „der“, „die“, „das“ und Interrogativpronomen wie „wer“, „was“, „welcher“.


Adverbien

Adverbien machen genauere Angaben zu Zeit, Ort, Art und Weise oder Grund. Sie bleiben in ihrer Form normalerweise unverändert. Beispiele sind „heute“, „dort“, „gern“, „darum“, „oben“, „bald“ und „manchmal“.

Man kann sie oft mit Fragen erkennen: „Wann?“ führt zu Temporaladverbien wie „heute“ oder „bald“. „Wo?“ führt zu Lokaladverbien wie „hier“ oder „dort“. „Wie?“ führt zu Modaladverbien wie „gern“ oder „so“. „Warum?“ führt zu Kausaladverbien wie „deshalb“ oder „darum“.


Präpositionen

Präpositionen sind Verhältniswörter. Sie setzen Wörter oder Wortgruppen zueinander in Beziehung. Beispiele sind „in“, „auf“, „unter“, „neben“, „mit“, „durch“, „wegen“, „trotz“ und „für“. Eine Präposition steht meist vor einer Wortgruppe: „auf dem Tisch“, „mit dem Fahrrad“, „wegen des Regens“.

Viele Präpositionen verlangen einen bestimmten Kasus. „Mit“ verlangt meistens den Dativ: „mit dem Hund“. „Für“ verlangt meistens den Akkusativ: „für den Hund“. Manche Präpositionen sind Wechselpräpositionen. Bei „in“, „an“, „auf“, „unter“, „über“, „vor“, „hinter“, „neben“ und „zwischen“ hängt der Kasus davon ab, ob ein Ort oder eine Richtung gemeint ist.


Konjunktionen

Konjunktionen verbinden Wörter, Satzteile oder Sätze. Beispiele sind „und“, „oder“, „aber“, „denn“, „weil“, „obwohl“, „dass“ und „wenn“. Nebenordnende Konjunktionen verbinden gleichrangige Elemente: „Mia liest und Noah schreibt.“ Unterordnende Konjunktionen leiten Nebensätze ein: „Mia liest, weil sie neugierig ist.“

Konjunktionen sind für die Kohärenz eines Textes wichtig. Sie machen deutlich, ob Gedanken addiert, begründet, eingeschränkt, verglichen oder als Gegensatz formuliert werden.


Interjektionen

Interjektionen sind Ausrufe- oder Empfindungswörter. Sie drücken Gefühle, Reaktionen, Geräusche oder spontane Bewertungen aus. Beispiele sind „Aua!“, „Oh!“, „Hurra!“, „Pfui!“, „Aha!“ und „Hm!“. Interjektionen stehen häufig außerhalb des eigentlichen Satzbaus und können allein eine Äußerung bilden.

In erzählenden Texten können Interjektionen Figuren lebendiger wirken lassen. In sachlichen Texten sollte man sie sparsam verwenden, weil sie stark mündlich und emotional wirken.


Numerale

Numerale bezeichnen Zahlen, Mengen, Reihenfolgen oder Vervielfältigungen. Beispiele sind „eins“, „zwei“, „dreißig“, „erster“, „zweifach“, „doppelt“ und „ein Drittel“. Kardinalzahlen nennen Mengen: „drei Bücher“. Ordinalzahlen nennen Reihenfolgen: „der dritte Platz“.

Numerale können je nach Verwendung Eigenschaften von Adjektiven oder Nomen annehmen. In der Schule ist es sinnvoll, sie als eigene Wortart kennenzulernen, weil Zahlenwörter in vielen Textsorten eine wichtige Rolle spielen.


Partikeln

Partikeln sind kleine, meist unveränderliche Wörter, die eine Äußerung abtönen, verstärken oder die Haltung der sprechenden Person ausdrücken. Beispiele sind „ja“, „doch“, „nur“, „eben“, „halt“, „sehr“, „ziemlich“ und „etwa“. In „Das ist ja spannend!“ verändert „ja“ nicht den Sachverhalt, sondern die Wirkung der Aussage.

Partikeln sind oft schwer zu bestimmen, weil sie keine einfachen Fragewörter haben und selten allein Satzglieder bilden. Sie sind aber wichtig für Mündlichkeit, Dialog und Sprachstil.


Wortarten und Satzglieder unterscheiden

Wortarten und Satzglieder gehören zu unterschiedlichen Betrachtungsebenen. Die Wortart bezieht sich auf einzelne Wörter. Das Satzglied bezieht sich auf die Funktion einer Wortgruppe im Satz. Im Satz „Der freundliche Lehrer erklärt die schwierige Aufgabe“ ist „Der freundliche Lehrer“ ein Subjekt. Dieses Satzglied besteht aus einem Artikel, einem Adjektiv und einem Nomen.

Eine einfache Probe hilft Dir: Wortarten bestimmst Du Wort für Wort. Satzglieder bestimmst Du mit der Umstellprobe. Was gemeinsam vor das finite Verb verschoben werden kann, bildet oft ein Satzglied. Aus „Der freundliche Lehrer erklärt die schwierige Aufgabe“ wird „Die schwierige Aufgabe erklärt der freundliche Lehrer“. Die Wortarten der einzelnen Wörter bleiben dabei gleich.

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Beispielanalyse

Betrachte den Satz: „Die neugierige Katze springt heute auf den alten Tisch, weil sie spielen will.“

Wort Wortart Begründung
Die Artikel begleitet das Nomen „Katze“
neugierige Adjektiv beschreibt eine Eigenschaft der Katze
Katze Nomen bezeichnet ein Lebewesen und wird großgeschrieben
springt Verb zeigt eine Handlung und ist konjugiert
heute Adverb gibt die Zeit an
auf Präposition leitet die Wortgruppe „auf den alten Tisch“ ein
den Artikel begleitet das Nomen „Tisch“
alten Adjektiv beschreibt den Tisch
Tisch Nomen bezeichnet einen Gegenstand
weil Konjunktion leitet einen Nebensatz ein
sie Pronomen ersetzt „die Katze“
spielen Verb steht als Infinitiv
will Verb ist ein Modalverb und bildet mit „spielen“ das Prädikat des Nebensatzes


Schritt-für-Schritt-Methode zum Bestimmen von Wortarten

  1. Bedeutung: Überlege, was das Wort ausdrückt: Ding, Handlung, Eigenschaft, Umstand, Beziehung, Verbindung oder Empfindung.
  2. Flexion: Prüfe, ob das Wort verändert werden kann: deklinieren, konjugieren oder steigern.
  3. Begleiter: Achte darauf, ob das Wort ein Nomen begleitet, ein Nomen ersetzt oder eine Wortgruppe einleitet.
  4. Frageprobe: Nutze passende Fragen wie „Wer oder was?“, „Was tut jemand?“, „Wie?“, „Wann?“, „Wo?“ oder „Warum?“.
  5. Satzprobe: Setze das Wort in andere Sätze und prüfe, ob seine Wortart gleich bleibt.
  6. Begründung: Nenne immer mindestens ein Merkmal, damit Deine Bestimmung nachvollziehbar ist.


Typische Stolperstellen

Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung von Adjektiv und Adverb. In „Der schnelle Zug fährt“ beschreibt „schnelle“ ein Nomen. In „Der Zug fährt schnell“ beschreibt „schnell“ die Art des Fahrens. Je nach Schulgrammatik bleibt „schnell“ trotzdem ein Adjektiv in adverbialer Verwendung, während echte Adverbien wie „heute“, „dort“ oder „deshalb“ nicht flektiert werden.

Auch „das“ kann verschiedene Wortarten haben. In „das Haus“ ist es ein Artikel. In „Das gefällt mir“ ist es ein Pronomen. In „Ich weiß, dass du kommst“ handelt es sich nicht um „das“, sondern um die Konjunktion „dass“. Rechtschreibung und Wortart hängen hier eng zusammen.

Außerdem können Wörter ihre Wortart durch Verwendung verändern. In „Wir üben heute“ ist „üben“ ein Verb. In „Das Üben hilft“ ist „Üben“ substantiviert und wird als Nomen gebraucht. Genaues Lesen ist deshalb wichtiger als bloßes Auswendiglernen.


Historischer Blick auf Wortarten

Die Einteilung von Wörtern in Klassen hat eine lange Geschichte. Viele Bezeichnungen stammen aus der lateinischen Grammatik, zum Beispiel Substantiv, Verb, Adjektiv, Pronomen und Konjunktion. Im Deutschen gibt es daneben erklärende Bezeichnungen wie Dingwort, Zeitwort, Eigenschaftswort, Fürwort und Bindewort. Diese deutschen Namen können beim ersten Lernen helfen, reichen aber nicht immer aus, weil moderne Grammatik genauer unterscheidet.


Wortarten beim Schreiben nutzen

Wer Wortarten kennt, kann bessere Texte schreiben. Starke Verben machen Handlungen anschaulich: „schlendern“ ist genauer als „gehen“. Treffende Nomen schaffen Klarheit: „Konflikt“ ist präziser als „Sache“. Adjektive machen Texte lebendiger, sollten aber nicht jedes Nomen überladen. Konjunktionen ordnen Gedanken: „weil“ begründet, „obwohl“ schränkt ein, „während“ stellt Gleichzeitigkeit oder Gegensatz her.

Eine gute Schreibstrategie ist die Wortarten-Lupe: Markiere in einem eigenen Text alle Verben und prüfe, ob sie genau genug sind. Markiere danach alle Adjektive und streiche überflüssige. Suche anschließend nach Konjunktionen und Adverbien, die den Zusammenhang verbessern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Wortart bezeichnet Lebewesen, Dinge, Orte oder abstrakte Begriffe? (Nomen) (!Adverb) (!Konjunktion) (!Interjektion)




Welche Wortart bildet im Satz meist das Prädikat? (Verb) (!Artikel) (!Präposition) (!Numerale)




Welche Wortart beschreibt häufig Eigenschaften von Nomen? (Adjektiv) (!Pronomen) (!Konjunktion) (!Partikel)




Welche Wortart begleitet ein Nomen wie in der Baum? (Artikel) (!Adverb) (!Verb) (!Interjektion)




Welche Wortart kann ein Nomen ersetzen wie sie für Lea? (Pronomen) (!Adjektiv) (!Präposition) (!Artikel)




Welche Wortart gibt oft Auskunft über Zeit, Ort, Art oder Grund? (Adverb) (!Nomen) (!Artikel) (!Interjektion)




Welche Wortart steht in auf dem Tisch am Anfang der Wortgruppe? (Präposition) (!Numerale) (!Pronomen) (!Adjektiv)




Welche Wortart verbindet Wörter, Satzteile oder Sätze? (Konjunktion) (!Nomen) (!Verb) (!Artikel)




Welche Wortart drückt Empfindungen wie aua oder hurra aus? (Interjektion) (!Adverb) (!Präposition) (!Pronomen)




Wie nennt man die Veränderung von Verben nach Person, Zahl und Zeit? (Konjugation) (!Deklination) (!Komparation) (!Substantivierung)





Memory

Nomen Ding oder Lebewesen
Verb Handlung oder Vorgang
Adjektiv Eigenschaft
Artikel Begleiter des Nomens
Pronomen Stellvertreter
Adverb Umstand
Präposition Verhältnis
Konjunktion Verbindung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Merkmal
Nomen großgeschriebene Wortart mit Genus, Numerus und Kasus
Verb konjugierbare Wortart für Handlung, Vorgang oder Zustand
Adjektiv beschreibende Wortart mit möglicher Steigerung
Adverb unveränderliche Wortart für Zeit, Ort, Art oder Grund
Präposition Wortart, die eine Verhältnisgruppe einleitet
Konjunktion Wortart, die Wörter, Satzteile oder Sätze verbindet




...


Kreuzworträtsel

Substantiv Welches andere Wort für Nomen wird in der Grammatik häufig verwendet?
Konjugation Wie heißt die Beugung von Verben?
Deklination Wie heißt die Beugung von Nomen, Artikeln, Pronomen und Adjektiven?
Adverb Welche Wortart gibt oft Auskunft über Zeit, Ort, Grund oder Art?
Artikel Welche Wortart begleitet ein Nomen wie der die das?
Kasus Wie nennt man den grammatischen Fall eines Nomens?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Wörter können nach gemeinsamen Merkmalen in

eingeteilt werden. Eine Wortart beschreibt Eigenschaften eines einzelnen

. Die Aufgabe einer Wortgruppe im Satz nennt man dagegen

. Ein Nomen wird im Deutschen meistens

. Verben werden nach Person, Zahl und Zeit

. Nomen, Artikel, Pronomen und Adjektive können nach Kasus, Numerus und Genus

werden. Adverbien bleiben in ihrer Form meist

. Präpositionen fordern häufig einen bestimmten

. Konjunktionen verbinden Wörter, Satzteile oder

. Interjektionen drücken Empfindungen wie Freude oder Schmerz

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Wortartensuche: Suche in einem kurzen Zeitungsartikel zehn Wörter heraus und ordne sie mindestens fünf verschiedenen Wortarten zu.
  2. Nomen-Plakat: Gestalte ein kleines Lernplakat zu Nomen mit Beispielen für Menschen, Tiere, Dinge, Orte und Gefühle.
  3. Verbensammlung: Sammle zwanzig starke Verben, die Bewegungen beschreiben, und bilde mit fünf davon eigene Sätze.
  4. Adjektiv-Lupe: Beschreibe einen Gegenstand aus Deinem Zimmer mit zehn Adjektiven und streiche anschließend die drei ungenauesten.


Standard

  1. Satzanalyse: Analysiere fünf selbst gewählte Sätze Wort für Wort und begründe jede Wortart mit einem Merkmal.
  2. Wortarten-Tabelle: Erstelle eine übersichtliche Tabelle mit elf Wortarten, Leitfragen, Beispielen und typischen Erkennungszeichen.
  3. Textüberarbeitung: Überarbeite einen eigenen Text, indem Du schwache Verben durch genauere Verben ersetzt und unnötige Adjektive streichst.
  4. Das-oder-dass: Erkläre an eigenen Beispielsätzen den Unterschied zwischen Artikel, Pronomen und Konjunktion bei das und dass.


Schwer

  1. Grammatik-Erklärvideo: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du Wortarten und Satzglieder sicher unterscheidest.
  2. Sprachvergleich: Vergleiche die Wortarten im Deutschen mit einer anderen Sprache, die Du kennst oder recherchierst, und beschreibe Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  3. Wortarten-Diagnose: Entwickle einen kleinen Test mit zehn Sätzen, in denen typische Stolperstellen wie Adjektiv, Adverb, Partikel und Pronomen vorkommen.
  4. Stiluntersuchung: Untersuche einen literarischen Textauszug darauf, welche Wortarten besonders häufig verwendet werden und wie sie die Wirkung des Textes beeinflussen.



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Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Erkläre an einem unbekannten Satz, warum eine Wortart nicht automatisch dasselbe ist wie ein Satzglied.
  2. Fehlerdiagnose: Korrigiere eine fehlerhafte Wortartenbestimmung und begründe, welche Denkfehler zur falschen Lösung geführt haben.
  3. Schreibwirkung: Vergleiche zwei kurze Texte, von denen einer viele genaue Verben und der andere viele allgemeine Verben enthält, und bewerte die Wirkung.
  4. Rechtschreibentscheidung: Entscheide bei mehreren Grenzfällen, ob ein Wort groß- oder kleingeschrieben werden muss, und begründe mit der Wortart oder Substantivierung.
  5. Grammatikmodell: Erkläre, warum verschiedene Grammatiken manchmal unterschiedlich viele Wortarten unterscheiden.
  6. Konnektoren: Überarbeite einen ungeordneten Text mithilfe passender Konjunktionen und Adverbien, sodass ein klarer Zusammenhang entsteht.
  7. Eigene Erklärung: Formuliere eine verständliche Erklärung für jüngere Lernende, wie man Nomen, Verben und Adjektive unterscheidet, ohne nur Beispiele aufzuzählen.




Lernnachweis

Für einen guten Lernnachweis zum Thema Wortarten solltest Du zeigen, dass Du Wörter nicht nur benennen, sondern auch begründet einordnen kannst. Wichtig ist, dass Du Wortarten von Satzgliedern unterscheidest, die Begriffe Flexion, Deklination, Konjugation und Komparation anwenden kannst und typische Grenzfälle erklärst. Dein Lernnachweis kann aus einer schriftlichen Analyse, einem Lernplakat, einem Erklärvideo, einer mündlichen Präsentation oder einem Portfolio bestehen. Entscheidend ist, dass Du Beispiele aus echten Sätzen nutzt, Deine Entscheidungen begründest und zeigst, wie Wortarten die Wirkung von Texten beeinflussen.

  1. Fachbegriffe: Du verwendest zentrale Begriffe wie Nomen, Verb, Adjektiv, Artikel, Pronomen, Adverb, Präposition, Konjunktion, Interjektion, Numerale und Partikel korrekt.
  2. Begründung: Du begründest jede Wortartenbestimmung mit mindestens einem grammatischen Merkmal.
  3. Anwendung: Du analysierst unbekannte Sätze und erkennst auch schwierige Fälle.
  4. Transfer: Du nutzt Dein Wissen, um eigene Texte sprachlich zu verbessern.
  5. Reflexion: Du erklärst, warum Wortarten für Rechtschreibung, Satzbau und Stil wichtig sind.




OERs zum Thema

Der folgende Wikipedia-Artikel bietet einen fachlichen Überblick zum Begriff Wortart und kann zur Vertiefung genutzt werden.



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Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

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  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

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  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

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Hamburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

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  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
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Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

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Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

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  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

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Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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