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Musik 1

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Musik 1




Musik

Musik ist eine Kunstform, bei der Klang, Stille, Rhythmus, Melodie, Harmonie, Dynamik, Tempo, Klangfarbe und Form bewusst gestaltet werden. Musik kann mit der Stimme, mit Instrumenten, mit digitalen Werkzeugen oder mit Alltagsgeräuschen entstehen. Sie begleitet Menschen beim Feiern, Trauern, Lernen, Arbeiten, Tanzen, Beten, Protestieren und Entspannen. In diesem aiMOOC lernst Du, Musik bewusst zu hören, musikalische Grundbegriffe zu verstehen, einfache Musikstücke zu analysieren und eigene musikalische Ideen zu entwickeln.


Einleitung

Musik ist mehr als ein schöner Klang. Sie ist ein Mittel der Kommunikation, eine Form von Kunst, ein Teil von Kultur und ein Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Schon sehr frühe archäologische Funde zeigen, dass Menschen seit vielen Jahrtausenden musizieren. Musik kann Gefühle ausdrücken, Gemeinschaft stiften, Erinnerungen wecken, Bewegungen ordnen und Geschichten erzählen. Sie kann einfach oder komplex, laut oder leise, geplant oder improvisiert, traditionell oder experimentell sein.

Wenn Du Musik hörst, nimmst Du viele Ebenen gleichzeitig wahr. Ein Rhythmus kann Dich zum Mitklatschen bringen. Eine Melodie kann im Gedächtnis bleiben. Eine Harmonie kann Spannung erzeugen oder auflösen. Eine besondere Klangfarbe lässt Dich ein Instrument sofort erkennen. Die Dynamik entscheidet, ob eine Stelle zart, kräftig, steigernd oder überraschend wirkt. Die Form hilft Dir, Wiederholungen, Kontraste und Entwicklungen zu erkennen.


Was ist Musik?

Eine allgemeingültige Definition von Musik ist schwierig, weil Musik in verschiedenen Kulturen, Zeiten und Stilrichtungen unterschiedlich verstanden wird. In vielen Zusammenhängen wird Musik als gestaltete Folge von Klängen und Pausen beschrieben. Entscheidend ist dabei, dass Klänge nicht zufällig nebeneinanderstehen, sondern eine erkennbare Ordnung, Absicht oder Wirkung erhalten.

Musik kann aus genau notierten Tönen bestehen, wie in einer Partitur. Sie kann aber auch spontan entstehen, zum Beispiel in der Improvisation. In manchen Kulturen steht die mündliche Weitergabe im Mittelpunkt. In anderen spielt die Notenschrift eine große Rolle. In der Gegenwart ist Musik außerdem eng mit Tonaufnahme, Streaming, Sampling, Musikproduktion und digitalen Medien verbunden.


Grundelemente der Musik

Die wichtigsten Bausteine der Musik helfen Dir, Musik genauer zu beschreiben und zu verstehen.

  1. Rhythmus: Rhythmus ordnet Klänge in der Zeit. Er entsteht durch lange und kurze Töne, Pausen, Betonungen und Wiederholungen.
  2. Metrum: Das Metrum ist ein regelmäßiger Grundpuls, zu dem Du oft mitklopfen kannst.
  3. Takt: Der Takt fasst Grundschläge zu Gruppen zusammen, zum Beispiel im Zweiertakt, Dreiertakt oder Vierertakt.
  4. Melodie: Eine Melodie ist eine geordnete Folge von Tönen, die oft als zusammenhängende Linie wahrgenommen wird.
  5. Harmonie: Harmonie beschreibt das Zusammenklingen mehrerer Töne und die Wirkung von Akkorden.
  6. Dynamik: Dynamik bezeichnet die Lautstärke und ihre Veränderung, etwa leise, laut, anschwellend oder abnehmend.
  7. Tempo: Tempo beschreibt die Geschwindigkeit eines Musikstücks.
  8. Klangfarbe: Klangfarbe ist die besondere Qualität eines Klangs, durch die Du zum Beispiel Geige, Trompete, Stimme oder Synthesizer unterscheiden kannst.
  9. Form: Die Form beschreibt den Aufbau eines Musikstücks, zum Beispiel Strophe, Refrain, Wiederholung, Variation oder Kontrast.


Musik hören lernen

Bewusstes Hören ist eine Fähigkeit, die Du üben kannst. Beim ersten Hören achtest Du vielleicht vor allem auf Stimmung, Lautstärke und Melodie. Beim zweiten Hören erkennst Du möglicherweise den Aufbau. Beim dritten Hören bemerkst Du Instrumente, Begleitmuster, rhythmische Details oder Klangveränderungen. Musikalisches Lernen beginnt daher oft mit genauer Wahrnehmung.

Eine hilfreiche Hörstrategie ist das Hören in Schichten. Zuerst fragst Du: Welche Instrumente oder Stimmen sind zu hören? Danach untersuchst Du den Rhythmus, die Melodie, die Harmonie und die Dynamik. Schließlich deutest Du die Wirkung: Welche Stimmung entsteht? Welche musikalischen Mittel erzeugen diese Wirkung? So entwickelst Du vom bloßen Hören zum begründeten musikalischen Urteil.


Notenschrift und musikalische Zeichen

Die Notenschrift ist ein System, mit dem Musik sichtbar gemacht wird. Noten zeigen an, wie hoch und wie lang ein Ton ist. Die Tonhöhe wird durch die Position im Notensystem dargestellt. Die Tondauer wird durch Notenwerte wie Ganze Note, Halbe Note, Viertelnote oder Achtelnote angegeben. Pausen zeigen, wann nicht gespielt oder gesungen wird.

Der Violinschlüssel wird häufig für höhere Stimmen und Instrumente verwendet. Der Bassschlüssel wird häufig für tiefere Stimmen und Instrumente genutzt. Taktangaben wie 2/4, 3/4 oder 4/4 geben an, wie die Schläge gruppiert werden. Weitere Zeichen betreffen Tempo, Dynamik, Artikulation und Wiederholungen.

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Instrumente und Stimme

Instrumente werden oft in Gruppen eingeteilt. Saiteninstrumente wie Violine, Gitarre oder Harfe erzeugen Klang durch schwingende Saiten. Blasinstrumente wie Flöte, Klarinette, Trompete oder Posaune nutzen schwingende Luft. Schlaginstrumente wie Trommel, Becken, Xylophon oder Pauke erzeugen Klang durch Anschlagen, Schütteln oder Reiben. Tasteninstrumente wie Klavier, Orgel oder Keyboard werden über Tasten gespielt. Elektronische Instrumente und Synthesizer erzeugen oder verändern Klänge elektrisch oder digital.

Die Stimme ist eines der ältesten und persönlichsten Musikinstrumente. Beim Singen arbeiten Atmung, Stimmbänder, Resonanzräume und Artikulation zusammen. Stimmen können solistisch, im Chor, im Rap, im Beatboxing, im Operngesang oder in vielen anderen Formen eingesetzt werden.


Ensembles und gemeinsames Musizieren

Musik entsteht häufig im Zusammenspiel. Ein Duo besteht aus zwei Musizierenden, ein Trio aus drei, ein Quartett aus vier. Eine Band arbeitet oft mit Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Tasteninstrumenten. Ein Orchester ist ein großes Ensemble mit verschiedenen Instrumentengruppen. Ein Chor besteht aus mehreren Singstimmen, die gemeinsam musizieren.

Gemeinsames Musizieren erfordert Zuhören, Rücksicht, Timing und Verantwortung. Wer in einer Gruppe musiziert, muss den eigenen Klang kontrollieren und gleichzeitig auf andere reagieren. Dadurch fördert Musik nicht nur künstlerische Fähigkeiten, sondern auch Konzentration, Zusammenarbeit und soziale Wahrnehmung.


Musikgeschichte im Überblick

Musikgeschichte ist keine einfache Linie, sondern ein Geflecht aus Epochen, Regionen, Traditionen und Erfindungen. In der europäischen Musikgeschichte werden häufig Mittelalter, Renaissance, Barock, Klassik, Romantik, Neue Musik und Musik der Gegenwart unterschieden. Diese Einteilung hilft beim Überblick, darf aber nicht mit der gesamten Musikgeschichte der Welt verwechselt werden.

In vielen außereuropäischen Musikkulturen spielen andere Ordnungssysteme, Tonleitern, Rhythmen, Instrumente und soziale Funktionen eine zentrale Rolle. Musik aus Afrika, Asien, Lateinamerika, Nordamerika, Ozeanien und indigenen Kulturen zeigt, wie vielfältig musikalisches Denken sein kann. Respektvolles Lernen bedeutet, Musik nicht nur als Klang, sondern auch in ihrem kulturellen Zusammenhang zu betrachten.


Musikrichtungen und Genres

Ein Genre ist eine Stilrichtung oder Gattung, die bestimmte musikalische Merkmale, Traditionen und Erwartungen verbindet. Klassische Musik, Jazz, Blues, Rock, Pop, Hip-Hop, Techno, Folk, Reggae, Metal, Filmmusik, Musical, Oper und Weltmusik unterscheiden sich in Klang, Besetzung, Rhythmus, Harmonik, Texten, Aufführungspraxis und sozialem Umfeld.

Genres sind aber nicht starr. Viele Musikerinnen und Musiker mischen Stile. So können Jazz und Hip-Hop, Klassik und elektronische Musik oder Pop und traditionelle Musik neue Klangwelten bilden. Beim Hören ist es daher sinnvoll, nicht nur eine Schublade zu suchen, sondern konkrete Merkmale zu beschreiben.


Musik und Gesellschaft

Musik ist immer auch gesellschaftlich bedeutsam. Sie kann Identität ausdrücken, Gemeinschaft erzeugen, Protest begleiten, politische Botschaften vermitteln oder Erinnerungen bewahren. Nationalhymnen, Fangesänge, religiöse Gesänge, Arbeiterlieder, Protestlieder, Clubmusik und Filmmusik zeigen unterschiedliche soziale Funktionen.

Musik kann verbinden, aber auch abgrenzen. Sie kann Zugehörigkeit zu einer Gruppe zeigen oder bewusst gegen Erwartungen verstoßen. Deshalb ist es wichtig, über Musik nicht nur mit Geschmacksurteilen zu sprechen, sondern auch nach Funktion, Kontext, Macht, Teilhabe und kultureller Bedeutung zu fragen.


Musik und Medien

Die Entwicklung von Tonträgern, Radio, Fernsehen, Internet, Streaming und sozialen Medien hat verändert, wie Musik produziert, verbreitet und gehört wird. Früher war Musik oft an eine Live-Situation gebunden. Heute kannst Du Musik jederzeit aufnehmen, bearbeiten, teilen und analysieren. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, aber auch neue Fragen zu Urheberrecht, Vergütung, Aufmerksamkeit und kultureller Vielfalt.

Digitale Musikproduktion nutzt Werkzeuge wie DAWs, MIDI, Sampler, Loop, Effekte und virtuelle Instrumente. Wer Musik produziert, gestaltet Klang, Rhythmus, Arrangement, Raumwirkung und Lautstärke. Auch dabei bleiben die Grundelemente der Musik wichtig.

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Musik analysieren

Eine Musikanalyse untersucht, wie Musik gemacht ist und wie sie wirkt. Du kannst dabei verschiedene Fragen stellen: Welche Instrumente kommen vor? Welche Form hat das Stück? Gibt es ein wiederkehrendes Motiv? Wie verändert sich die Dynamik? Welche Rolle spielt der Rhythmus? Welche Stimmung entsteht durch Harmonie, Tempo und Klangfarbe?

Eine gute Analyse verbindet Beobachtung und Deutung. Es reicht nicht zu sagen: „Das Stück klingt traurig.“ Besser ist: „Das Stück wirkt melancholisch, weil das Tempo langsam ist, die Melodie abwärts geführt wird, die Dynamik zurückgenommen ist und die Harmonien Spannung erzeugen.“ So wird Dein Urteil nachvollziehbar.


Musik praktisch gestalten

Musik lernst Du besonders gut, wenn Du selbst aktiv wirst. Du kannst singen, klatschen, trommeln, ein Instrument spielen, mit Apps experimentieren, Klänge aufnehmen, ein eigenes Stück komponieren oder eine Performance entwickeln. Dabei geht es nicht nur um Perfektion, sondern um bewusstes Gestalten.

Eine einfache Komposition kann mit wenigen Mitteln entstehen: Wähle einen Grundpuls, erfinde ein rhythmisches Muster, ergänze eine kurze Melodie, entscheide Dich für eine Klangfarbe und baue eine Form aus Wiederholung und Kontrast. Schon daraus kann ein eigenes Musikstück entstehen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Rhythmus? (Eine Ordnung von Klängen und Pausen in der Zeit) (!Eine Liste aller Instrumente eines Orchesters) (!Ein anderes Wort für Lautstärke) (!Eine zufällige Sammlung von Geräuschen)




Was beschreibt die Melodie? (Eine geordnete Folge von Tönen) (!Die Größe eines Konzertsaals) (!Die Lautstärke eines Schlagzeugs) (!Die Bauform einer Gitarre)




Was bedeutet Dynamik in der Musik? (Die Lautstärke und ihre Veränderung) (!Die Geschwindigkeit eines Musikstücks) (!Die Farbe eines Notenblatts) (!Die Anzahl der Musikerinnen und Musiker)




Was zeigt die Notenschrift vor allem an? (Tonhöhen und Tondauern) (!Nur den Namen der Komponistin) (!Nur die Stimmung des Publikums) (!Nur den Preis eines Instruments)




Welche Gruppe gehört typischerweise zu einem Orchester? (Streicher) (!Kochgeräte) (!Sportgeräte) (!Landkarten)




Was ist ein Takt? (Eine Gruppierung von Grundschlägen) (!Ein einzelner Konzertbesucher) (!Ein beschädigtes Instrument) (!Ein anderes Wort für Applaus)




Was beschreibt die Klangfarbe? (Die besondere Qualität eines Klangs) (!Die Farbe des Bühnenvorhangs) (!Die Länge eines Musikvideos) (!Die Anzahl der Strophen)




Was ist Improvisation? (Spontanes musikalisches Gestalten) (!Das stumme Lesen eines Programmhefts) (!Das Stimmen eines Konzertflügels durch Maschinen) (!Das Kopieren eines Liedtexts ohne Musik)




Welche Aussage über Musikgenres ist richtig? (Genres können sich mischen und verändern) (!Genres bleiben immer unverändert) (!Genres haben nie etwas mit Kultur zu tun) (!Genres bestehen nur aus Notenschlüsseln)




Was gehört zu einer guten Musikanalyse? (Beobachtungen mit einer begründeten Deutung verbinden) (!Nur sagen, ob ein Stück gefällt) (!Die Instrumente zählen und dann aufhören) (!Den Liedtitel auswendig lernen)





Memory

Rhythmus Ordnung in der Zeit
Melodie Folge von Tönen
Harmonie Zusammenklang von Tönen
Dynamik Lautstärkeverlauf
Tempo Geschwindigkeit
Klangfarbe Charakter eines Klangs
Takt Gruppierung von Schlägen
Form Aufbau eines Stücks





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Melodie Tonfolge
Rhythmus Zeitordnung
Dynamik Lautstärke
Tempo Geschwindigkeit
Klangfarbe Instrumentencharakter
Harmonie Akkordwirkung





Kreuzworträtsel

Rhythmus Wie nennt man die zeitliche Ordnung von Klängen und Pausen?
Melodie Wie nennt man eine zusammenhängende Folge von Tönen?
Harmonie Wie nennt man das Zusammenklingen mehrerer Töne?
Dynamik Wie nennt man Lautstärke und Lautstärkeveränderung in der Musik?
Tempo Wie nennt man die Geschwindigkeit eines Musikstücks?
Stimme Welches persönliche Instrument besitzt jeder singende Mensch?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Musik gestaltet Klang und

bewusst. Ein regelmäßiger Grundpuls wird oft als

bezeichnet. Eine geordnete Folge von Tönen nennt man

. Das Zusammenklingen mehrerer Töne wird als

beschrieben. Die Lautstärke und ihre Veränderung heißen in der Musik

. Die Geschwindigkeit eines Stücks nennt man

. Die besondere Qualität eines Klangs heißt

. Eine schriftliche Darstellung von Musik nennt man

. Spontanes musikalisches Gestalten heißt

. Eine Untersuchung musikalischer Mittel und ihrer Wirkung nennt man

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörtagebuch: Wähle drei Musikstücke aus Deinem Alltag und beschreibe jeweils Stimmung, Tempo, Instrumente und eine auffällige musikalische Besonderheit.
  2. Rhythmusübung: Erfinde ein viertaktiges Klatschmuster und notiere es mit eigenen Zeichen oder einfachen Notenwerten.
  3. Instrumentensteckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einem Instrument mit Klangbeschreibung, Bauweise, Spieltechnik und einem bekannten Einsatzbereich.
  4. Lieblingslied: Beschreibe ein Lied, das Dir wichtig ist, und erkläre mit mindestens drei musikalischen Begriffen, warum es wirkt.


Standard

  1. Musikanalyse: Analysiere ein Musikstück Deiner Wahl nach Rhythmus, Melodie, Dynamik, Klangfarbe, Form und Wirkung.
  2. Genrevergleich: Vergleiche zwei Versionen desselben Songs aus unterschiedlichen Genres und erkläre, wie sich Wirkung und musikalische Mittel verändern.
  3. Soundscape: Nimm Geräusche aus Deiner Umgebung auf und gestalte daraus eine kurze Klangcollage mit Anfang, Entwicklung und Schluss.
  4. Interview: Befrage eine Person zu ihrer musikalischen Biografie und werte aus, welche Rolle Musik in ihrem Leben spielt.


Schwer

  1. Komposition: Komponiere ein kurzes Stück mit mindestens zwei kontrastierenden Teilen und begründe Deine Entscheidungen zu Rhythmus, Melodie und Klangfarbe.
  2. Kulturvergleich: Recherchiere eine Musikkultur außerhalb Deines Alltags und stelle respektvoll dar, welche Instrumente, Funktionen und Aufführungssituationen wichtig sind.
  3. Musik und Gesellschaft: Untersuche ein Protestlied oder ein gesellschaftlich bedeutsames Musikstück und erkläre den Zusammenhang zwischen Text, Musik und historischem Kontext.
  4. Musikproduktion: Produziere mit einer digitalen Anwendung ein kurzes Arrangement und dokumentiere, wie Du Spuren, Loops, Effekte und Dynamik eingesetzt hast.



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Lernkontrolle

  1. Wirkungsanalyse: Erkläre an einem selbst gewählten Musikbeispiel, wie Tempo, Dynamik und Klangfarbe gemeinsam eine bestimmte Stimmung erzeugen.
  2. Transferaufgabe: Übertrage ein einfaches rhythmisches Muster aus einem bekannten Lied auf Alltagsgegenstände und beschreibe, was sich an der Wirkung verändert.
  3. Vergleich: Vergleiche ein live gespieltes Musikstück mit einer Studioaufnahme und beurteile Unterschiede in Klang, Ausdruck und Wahrnehmung.
  4. Begründetes Urteil: Formuliere ein begründetes Urteil zu einem Musikstück, ohne nur Deinen persönlichen Geschmack zu nennen.
  5. Kontextanalyse: Untersuche, wie Musik in Werbung, Film oder Computerspiel eingesetzt wird, und erkläre die beabsichtigte Wirkung.
  6. Gestaltungsreflexion: Beschreibe nach einer eigenen musikalischen Gestaltung, welche Entscheidungen gelungen sind und was Du verbessern würdest.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zum Thema Musik solltest Du zeigen, dass Du Musik bewusst wahrnehmen, beschreiben, analysieren und gestalten kannst. Wichtig sind eine klare Verwendung musikalischer Fachbegriffe, nachvollziehbare Hörbeobachtungen, begründete Deutungen und eine eigene kreative oder analytische Leistung. Dein Lernnachweis kann als Präsentation, Höranalyse, Komposition, Klangcollage, Portfolio, Podcast, Video, Plakat oder schriftliche Ausarbeitung gestaltet werden. Entscheidend ist, dass Du nicht nur Fakten sammelst, sondern musikalische Zusammenhänge erklärst und Deine Entscheidungen reflektierst.




OERs zum Thema



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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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