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Evangelium nach Matthäus Kapitel 4 - Übersetzung nach Habermas

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Evangelium nach Matthäus Kapitel 4 - Übersetzung nach Habermas




Einleitung

Dieser aiMOOC behandelt Evangelium nach Matthäus, Kapitel 4, mit dem Schwerpunkt „Übersetzung nach Habermas“. Damit ist hier keine kirchlich anerkannte neue Bibelübersetzung gemeint, sondern eine didaktische, deutende Lesart: Der Text wird so erschlossen, dass Fragen nach Sprache, Verständigung, Macht, Öffentlichkeit, Verantwortung und kommunikativem Handeln besonders sichtbar werden. So kannst Du Matthäus 4 zugleich als Bibeltext, als theologische Programmschrift und als Impuls für heutige ethische Diskurse lesen.

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Matthäus 4 steht am Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu. Das Kapitel verbindet vier große Motive: die Versuchung Jesu in der Wüste, den Beginn der Verkündigung in Galiläa, die Berufung der ersten Jünger und eine zusammenfassende Darstellung von Jesu Wirken als Lehre, Verkündigung und Heilung. In der Logik des Matthäusevangeliums ist dieses Kapitel deshalb mehr als eine Sammlung einzelner Szenen. Es wirkt wie ein theologisches Programm: Es zeigt, wer Jesus von Nazaret ist, wie er mit Macht umgeht, worin seine Botschaft besteht und welche Form von Nachfolge daraus entsteht.

Eine habermasnahe Deutung fragt: Wird Sprache benutzt, um andere zu manipulieren, oder dient sie der Verständigung? Wird religiöse Autorität als Mittel der Selbstbehauptung eingesetzt, oder öffnet sie einen Raum gemeinsamer Verantwortung? Wird das Reich Gottes als Herrschaftsprogramm verstanden, oder als Einladung zu Umkehr, Gerechtigkeit und heilender Gemeinschaft?


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum Matthäus 4 im Aufbau des Matthäusevangeliums eine Schlüsselfunktion hat. Du kannst die vier Hauptabschnitte des Kapitels benennen, zentrale Begriffe wie Versuchung, Umkehr, Himmelreich, Nachfolge und Heilung deuten und die Szenen mit Grundgedanken von Jürgen Habermas verbinden. Besonders wichtig ist, dass Du zwischen einer theologischen Aussage des Textes und einer modernen philosophischen Deutungsperspektive unterscheiden kannst.

Du lernst außerdem, biblische Texte nicht nur nach einzelnen Informationen zu befragen, sondern ihre innere Struktur zu erkennen: Welche Konflikte werden aufgebaut? Welche Werte werden sichtbar? Welche Art von Kommunikation wird kritisiert? Welche Form von Leben wird eröffnet?


Das Matthäusevangelium im Kontext

Das Evangelium nach Matthäus gehört zu den vier Evangelien des Neuen Testaments. Es erzählt das Leben, Wirken, Sterben und die Auferstehung Jesu aus einer Perspektive, die stark auf jüdische Traditionen, alttestamentliche Bezüge und die Erfüllung der Schrift achtet. Der Name des Autors wird im Text selbst nicht genannt. Der traditionelle Titel verbindet das Evangelium mit Matthäus, einem der Jünger Jesu.

Im Matthäusevangelium wird Jesus als Messias, als Sohn Gottes und als Lehrer dargestellt. Seine Lehre entfaltet sich später besonders in der Bergpredigt. Matthäus 4 bereitet diese größere Darstellung vor. Bevor Jesus öffentlich lehrt, wird seine Identität geprüft. Bevor er Menschen ruft, zeigt der Text, welchem Weg Jesus selbst treu bleibt. Bevor Heilungen erzählt werden, wird deutlich, dass Jesu Macht nicht als Selbstzweck erscheint, sondern dem Leben der Menschen dient.


Aufbau von Matthäus 4

Matthäus 4 lässt sich in vier Hauptteile gliedern:

  1. Versuchung Jesu: Jesus wird vom Geist in die Wüste geführt und widersteht drei Versuchungen.
  2. Galiläa: Nach der Gefangennahme von Johannes dem Täufer beginnt Jesus sein öffentliches Wirken in Galiläa.
  3. Berufung der ersten Jünger: Jesus ruft Fischer am See Genezareth in die Nachfolge.
  4. Lehre, Verkündigung und Heilung: Das Kapitel endet mit einer Zusammenfassung des Wirkens Jesu und der wachsenden Aufmerksamkeit vieler Menschen.

Diese Struktur ist didaktisch wichtig: Erst wird Jesu Verhältnis zu Macht und Gotteswillen geklärt. Dann beginnt seine öffentliche Botschaft. Danach entsteht eine Gemeinschaft von Lernenden. Schließlich wird sichtbar, dass Jesu Botschaft nicht abstrakt bleibt, sondern Menschen erreicht, tröstet und heilt.


Matthäus 4,1-11: Versuchung in der Wüste

Die Versuchung Jesu beginnt mit einer paradoxen Bewegung: Jesus wird vom Geist in die Wüste geführt. Die Wüste ist in der Bibel ein Ort der Prüfung, der Konzentration und der Entscheidung. Sie erinnert an den Weg Israels durch die Wüste, an Hunger, Vertrauen, Zweifel und die Frage, ob Menschen sich auf Gott verlassen können. Jesus fastet vierzig Tage und vierzig Nächte. Die Zahl Vierzig verweist in biblischen Traditionen oft auf Zeiten der Prüfung und Vorbereitung.

Die drei Versuchungen berühren Grundfragen menschlichen Handelns. Die erste Versuchung betrifft die Selbstsicherung: Aus Steinen Brot machen. Die zweite betrifft religiöse Selbstinszenierung: Sich vom Tempel stürzen und Gott zum Eingreifen zwingen. Die dritte betrifft politische und symbolische Macht: Alle Reiche der Welt gewinnen, wenn Jesus sich dem Versucher unterwirft. Jesus lehnt alle drei Wege ab.

In einer habermasnahen Deutung erscheint der Versucher als Stimme strategischer Kommunikation. Er spricht nicht, um Wahrheit gemeinsam zu suchen, sondern um Jesus zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen. Seine Sprache ist zielorientiert, manipulierend und auf Erfolg ausgerichtet. Jesus antwortet nicht mit Gewalt und nicht mit Selbstdarstellung. Er verweist auf die Schrift und auf eine Ordnung, in der der Mensch nicht von Brot allein lebt, Gott nicht instrumentalisiert und Anbetung nicht zur Machttechnik wird.


Strategisches und kommunikatives Handeln

Jürgen Habermas unterscheidet in seiner Theorie des kommunikativen Handelns zwischen Handeln, das auf Erfolg zielt, und Handeln, das auf Verständigung ausgerichtet ist. Für eine Unterrichtsdeutung von Matthäus 4 ist diese Unterscheidung hilfreich: Der Versucher setzt Sprache ein, um Jesus zu lenken. Jesus dagegen antwortet mit Bezug auf einen gemeinsamen normativen Horizont. Er macht deutlich, dass Macht, Religion und Bedürfnisbefriedigung nicht ausreichen, um die Wahrheit einer Sendung zu bestimmen.

Die Versuchungsszene ist dadurch nicht nur eine moralische Prüfung Jesu. Sie ist auch eine Kritik an einer Welt, in der Hunger, religiöse Bilder und politische Macht zur Manipulation genutzt werden können. Wer den Text heute liest, kann fragen: Wo wird Sprache benutzt, um Menschen abhängig zu machen? Wo wird Religion für Machtinteressen instrumentalisiert? Wo wird Bedürftigkeit ausgenutzt? Und welche Form von Antwort wäre verantwortungsvoll?


Matthäus 4,12-17: Beginn des Wirkens in Galiläa

Nach der Gefangennahme von Johannes dem Täufer zieht sich Jesus nach Galiläa zurück und beginnt dort seine Verkündigung. Galiläa ist im Matthäusevangelium nicht nur ein geografischer Ort. Es ist ein Raum am Rand politischer und religiöser Zentren, ein Gebiet mit vielfältigen kulturellen Kontakten und sozialer Spannung. Dass Jesu Wirken dort beginnt, ist theologisch bedeutsam: Die Botschaft vom Himmelreich startet nicht im Zentrum der Macht, sondern in einem Lebensraum einfacher Menschen, Grenzgänger und Alltagsarbeiter.

Jesu Botschaft wird mit dem Ruf zur Umkehr verbunden. Umkehr bedeutet dabei nicht nur Reue über einzelne Fehler. Gemeint ist eine neue Ausrichtung des Denkens, Handelns und Zusammenlebens. Der Mensch soll sein Leben am nahen Reich Gottes orientieren. In einer habermasnahen Perspektive kann man sagen: Umkehr ist auch eine Veränderung der Kommunikationsform. Menschen sollen sich nicht mehr nur durch Eigennutz, Angst oder Machtkalkül leiten lassen, sondern durch Wahrheit, Verantwortung und Verständigung.


Matthäus 4,18-22: Berufung der ersten Jünger

Am See Genezareth ruft Jesus die ersten Jünger: Simon Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes. Sie sind Fischer. Der Ruf Jesu trifft sie mitten im Alltag. Das ist für die Deutung entscheidend: Nachfolge beginnt nicht erst in einem religiösen Sonderraum, sondern mitten in Arbeit, Familie, Routine und sozialer Verantwortung.

Der Ausdruck „Menschenfischer“ ist bildhaft. Er meint nicht, Menschen zu fangen oder zu kontrollieren. Im Zusammenhang des Evangeliums bedeutet er, Menschen für eine neue Wirklichkeit Gottes zu gewinnen, sie aus zerstörerischen Zusammenhängen herauszurufen und sie in eine Gemeinschaft der Lernenden einzuladen. Die Jünger reagieren sofort. Diese Sofortigkeit ist erzählerisch verdichtet: Sie zeigt, dass Jesu Ruf eine existentielle Entscheidung hervorruft.

Habermasnah gelesen entsteht hier eine neue Öffentlichkeit. Jesus bleibt nicht Einzelgestalt in der Wüste. Seine Botschaft ruft Menschen zusammen, die lernen, anders zu leben, anders zu sprechen und anders miteinander umzugehen. Nachfolge ist damit nicht nur persönliche Frömmigkeit, sondern eine soziale Praxis.


Matthäus 4,23-25: Lehren, verkünden, heilen

Der Schluss von Matthäus 4 fasst Jesu Wirken in drei Tätigkeiten zusammen: Er lehrt in den Synagogen, verkündet das Evangelium vom Reich und heilt Krankheiten und Leiden. Diese Dreiteilung ist programmatisch. Jesu Botschaft ist nicht bloß Information. Sie ist Lehre, die Orientierung gibt. Sie ist Verkündigung, die Hoffnung eröffnet. Sie ist Heilung, die konkrete Not berührt.

Die vielen Menschen, die zu Jesus kommen, zeigen die öffentliche Wirkung seines Handelns. Es geht nicht um eine private Speziallehre für wenige. Das Evangelium tritt in die Öffentlichkeit. Menschen mit körperlichen, seelischen und sozialen Belastungen werden sichtbar. Damit wird auch deutlich: Eine Botschaft vom Reich Gottes muss sich daran messen lassen, ob sie Menschen aufrichtet, verbindet und ihnen neue Teilhabe ermöglicht.


Die theologische Programmatik von Matthäus 4

Matthäus 4 ist ein theologisches Programm, weil es grundlegende Themen des Evangeliums verdichtet. Erstens zeigt es Jesu Identität als Sohn Gottes, der nicht durch spektakuläre Selbstbeweise, sondern durch Gehorsam und Vertrauen erkennbar wird. Zweitens zeigt es Jesu Umgang mit Macht: Er verweigert Selbstsicherung, religiöse Show und politische Unterwerfung. Drittens eröffnet es seine Botschaft vom Himmelreich als Ruf zur Umkehr. Viertens ruft es Menschen in die Nachfolge. Fünftens verbindet es Lehre, Verkündigung und Heilung.

Diese Programmatik hilft, spätere Texte des Matthäusevangeliums besser zu verstehen. Die Bergpredigt entfaltet, was Umkehr und Reich Gottes bedeuten. Die Heilungserzählungen zeigen, wie Gottes Nähe Menschen erreicht. Die Konflikte mit religiösen Autoritäten machen deutlich, dass Wahrheit und Macht nicht dasselbe sind. Die Passion Jesu zeigt schließlich, dass Jesus den Weg der Gewaltlosigkeit und Treue nicht verlässt.


Habermas als Deutungsperspektive

Eine „Übersetzung nach Habermas“ kann im Unterricht bedeuten, biblische Sprache in Kategorien öffentlicher Vernunft zu übertragen, ohne ihren religiösen Sinn zu zerstören. Dabei geht es nicht darum, den Glauben durch Philosophie zu ersetzen. Es geht darum, die ethischen und kommunikativen Strukturen des Textes sichtbar zu machen.

Jürgen Habermas ist bekannt für seine Theorie der kommunikativen Rationalität, für die Bedeutung von Diskurs, Öffentlichkeit und begründeter Zustimmung. Auf Matthäus 4 angewandt, entstehen produktive Fragen: Welche Ansprüche auf Wahrheit und Richtigkeit werden erhoben? Welche Sprache dient der Verständigung, welche der Manipulation? Wie kann religiöse Rede in einer pluralen Gesellschaft so eingebracht werden, dass sie nicht zwingt, sondern zum Denken, Prüfen und Handeln einlädt?

Die Versuchungsszene zeigt eine Krise der Sprache. Der Versucher zitiert und argumentiert, aber seine Rede ist nicht wahrhaftig auf Verständigung gerichtet. Jesus antwortet mit einer Sprache der Begrenzung: Nicht alles, was möglich ist, ist richtig. Nicht alles, was spektakulär wirkt, ist wahr. Nicht jede Macht, die erreichbar ist, darf angenommen werden. Diese Einsicht ist auch heute wichtig, etwa in Politik, Medien, Werbung, sozialen Medien und religiöser Kommunikation.


Zentrale Begriffe


Versuchung

Versuchung meint in Matthäus 4 nicht nur eine alltägliche Verlockung. Sie ist eine Prüfung der Sendung Jesu. Die Frage lautet: Wird Jesus seine Identität als Sohn Gottes im Modus von Macht, Selbsterhaltung und Beweiszwang ausspielen, oder bleibt er dem Weg Gottes treu?


Umkehr

Umkehr bedeutet eine grundlegende Neuausrichtung. Sie betrifft Denken, Handeln, Sprache, Beziehungen und Gesellschaft. Im Zusammenhang von Matthäus 4 ist Umkehr die Antwort auf die Nähe des Himmelreichs.


Himmelreich

Das Himmelreich ist im Matthäusevangelium ein zentraler Begriff für Gottes wirksame Nähe. Es bezeichnet nicht nur einen Ort nach dem Tod, sondern eine Wirklichkeit, die Menschen schon jetzt zu Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Vertrauen und Frieden ruft.


Nachfolge

Nachfolge meint die konkrete Antwort auf Jesu Ruf. Sie ist nicht bloß Zustimmung zu einer Idee. Sie verändert Lebenswege, Prioritäten und Beziehungen. Die ersten Jünger verlassen ihre Netze und Boote, um mit Jesus zu lernen.


Öffentlichkeit

Öffentlichkeit ist für eine habermasnahe Deutung besonders wichtig. Jesu Botschaft bleibt nicht verborgen. Sie tritt in Synagogen, Dörfer, Familien, Arbeitswelten und Konflikte hinein. Sie fordert zur begründeten Entscheidung heraus.


Gegenwartsbezug

Matthäus 4 kann in heutigen Lernkontexten auf mehrere Fragen bezogen werden. Die Versuchung, Bedürfnisse zur Manipulation zu benutzen, begegnet in Konsum, Werbung und politischer Propaganda. Die Versuchung, Religion für Selbstinszenierung zu nutzen, begegnet dort, wo Glaube zur Show oder zur Abwertung anderer wird. Die Versuchung der Macht begegnet in autoritären Strukturen, in digitaler Kontrolle und in öffentlicher Sprache, die nicht überzeugen, sondern dominieren will.

Der Text lädt Dich ein, Alternativen zu suchen. Wie kann eine Sprache aussehen, die nicht verführt, sondern aufklärt? Wie kann Macht begrenzt werden? Wie kann religiöse Überzeugung öffentlich sprechen, ohne andere zu überwältigen? Wie kann Nachfolge heute als Verantwortung für Menschen verstanden werden, die leiden, ausgeschlossen sind oder keine Stimme haben?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Womit beginnt Matthäus 4? (Jesus wird in die Wüste geführt) (!Jesus hält die Bergpredigt) (!Jesus zieht nach Jerusalem ein) (!Jesus erzählt das Gleichnis vom Sämann)




Welche Zahl prägt die Versuchungserzählung? (Vierzig) (!Sieben) (!Zwölf) (!Dreiunddreißig)




Wie reagiert Jesus auf die Versuchungen? (Er verweist auf Gottes Wort und lehnt Machtmissbrauch ab) (!Er beweist seine Macht durch ein Wunder) (!Er verhandelt mit dem Versucher) (!Er ruft sofort seine Jünger)




Wo beginnt Jesus nach Matthäus 4 öffentlich zu wirken? (In Galiläa) (!In Rom) (!In Athen) (!In Babylon)




Was bedeutet Umkehr im Zusammenhang von Matthäus 4? (Neuausrichtung des Lebens auf Gottes Reich) (!Rückkehr zu altem Besitz) (!Flucht aus jeder Gemeinschaft) (!Ablehnung jeder Verantwortung)




Wen ruft Jesus am See von Galiläa zuerst in die Nachfolge? (Fischer) (!Zöllner) (!Könige) (!Schriftgelehrte)




Wofür steht das Bild der Menschenfischer? (Für eine neue Aufgabe in der Nachfolge) (!Für wirtschaftlichen Erfolg beim Fischfang) (!Für militärische Eroberung) (!Für Rückzug aus der Welt)




Welche drei Tätigkeiten fassen Jesu Wirken am Ende des Kapitels zusammen? (Lehren verkünden heilen) (!Kaufen verkaufen herrschen) (!Schweigen schlafen reisen) (!Bauen kämpfen regieren)




Was ist in einer habermasnahen Deutung ein Gegenbild zur Versuchung? (Verständigungsorientiertes Handeln) (!Manipulative Überredung) (!Bloße Machtdemonstration) (!Willkürliche Selbstinszenierung)




Warum ist Matthäus 4 programmatisch? (Es bündelt Identität Auftrag Nachfolge und Heilung) (!Es enthält nur eine Reiseliste) (!Es beendet das Matthäusevangelium) (!Es beschreibt ausschließlich die Kindheit Jesu)





Memory

Versuchung Prüfung der Sendung
Wüste Ort der Entscheidung
Galiläa Raum des Anfangs
Umkehr Neuausrichtung des Lebens
Jünger Lernende der Nachfolge
Heilung Zeichen erneuerter Gemeinschaft





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Versuchung Prüfung der Sendung
Galiläa Ort des öffentlichen Anfangs
Umkehr Neuausrichtung des Lebens
Nachfolge Antwort auf den Ruf Jesu
Heilung Sichtbares Zeichen der Nähe Gottes






Kreuzworträtsel

Wüste In welchen Raum wird Jesus zu Beginn des Kapitels geführt?
Galiläa In welcher Region beginnt Jesus öffentlich zu wirken?
Umkehr Wie nennt man die Neuausrichtung des Lebens auf Gottes Willen?
Nachfolge Wie heißt die Lebensform der Jünger, die Jesus folgen?
Versuchung Welche Prüfung besteht Jesus in der Wüste?
Himmelreich Welche Wirklichkeit Gottes verkündet Jesus als nahe?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Matthäus 4 beginnt mit der Führung Jesu in die

. Die Versuchung erzählt nicht nur eine private Prüfung, sondern klärt die

Jesu. Jesus lehnt es ab, Gottes Macht für bloße Selbstsicherung oder Herrschaft zu

. Nach der Gefangennahme des Johannes beginnt Jesus in

öffentlich zu wirken. Sein Ruf zur Umkehr zielt auf eine neue Orientierung am

. Die Berufung der Fischer zeigt, dass Jesu Botschaft eine konkrete

hervorruft. Am Ende wird Jesu Wirken durch Lehren, Verkünden und

zusammengefasst. Eine habermasnahe Deutung fragt danach, ob Sprache der Verständigung oder der

dient.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zusammenfassung: Fasse die vier Hauptabschnitte von Matthäus 4 in eigenen Worten zusammen und formuliere zu jedem Abschnitt eine Überschrift.
  2. Bildbeschreibung: Wähle eines der Bilder im aiMOOC aus und beschreibe, welche Stimmung, Figuren und Symbole die Szene prägen.
  3. Begriffsarbeit: Erstelle eine kleine Wortkarte zu den Begriffen Versuchung, Umkehr, Nachfolge und Heilung.
  4. Videoarbeit: Schaue das eingebettete Video und notiere drei Aussagen, die Dir beim Verständnis von Matthäus 4 helfen.


Standard

  1. Textanalyse: Erkläre, warum die drei Versuchungen als Kritik an Selbstsicherung, religiöser Show und Machtstreben gelesen werden können.
  2. Habermas: Vergleiche strategisches Handeln und kommunikatives Handeln anhand der Versuchungsszene.
  3. Kreatives Schreiben: Schreibe einen inneren Monolog eines Jüngers, der gerade den Ruf Jesu gehört hat.
  4. Gegenwartsbezug: Suche ein heutiges Beispiel für manipulative Sprache in Werbung, Politik oder sozialen Medien und vergleiche es mit der Sprache des Versuchers.


Schwer

  1. Theologische Deutung: Begründe, warum Matthäus 4 als theologisches Programm für das ganze Matthäusevangelium verstanden werden kann.
  2. Diskursethik: Entwickle ein Unterrichtsgespräch darüber, wie religiöse Sprache in einer pluralen Öffentlichkeit verständlich und respektvoll eingebracht werden kann.
  3. Medienprojekt: Gestalte ein kurzes Erklärvideo, das Matthäus 4 mit den Begriffen Macht, Verantwortung und Verständigung verbindet.
  4. Vergleichende Exegese: Vergleiche die Versuchung Jesu in Matthäus 4 mit der Darstellung in Lukas 4 und untersuche, welche Akzente unterschiedlich gesetzt werden.



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Lernkontrolle

  1. Textdeutung: Erkläre, weshalb die Versuchungen Jesu nicht nur als private Charakterprüfung, sondern als Klärung seiner Sendung verstanden werden können.
  2. Transfer: Entwickle ein Beispiel aus der Gegenwart, in dem Macht verantwortungsvoll begrenzt werden müsste, und beziehe es auf Matthäus 4.
  3. Kommunikation: Vergleiche die Redeweise des Versuchers mit einer verständigungsorientierten Kommunikation und formuliere Kriterien für faire religiöse Argumentation.
  4. Programmatik: Zeige an mindestens drei Motiven, wie Matthäus 4 spätere Themen des Matthäusevangeliums vorbereitet.
  5. Urteilsbildung: Beurteile, ob eine habermasnahe Deutung des Kapitels den religiösen Sinn des Textes verständlicher macht oder verkürzt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du den Aufbau von Matthäus 4 sicher darstellen kannst. Du solltest die Versuchungserzählung, den Beginn in Galiläa, die Berufung der ersten Jünger und die Zusammenfassung von Jesu Wirken sinnvoll miteinander verbinden. Außerdem sollst Du erklären können, warum das Kapitel als theologisches Programm gelesen werden kann.

Ein guter Lernnachweis zeigt, dass Du zentrale Begriffe wie Versuchung, Umkehr, Himmelreich, Nachfolge, Heilung, kommunikatives Handeln und Öffentlichkeit nicht nur definierst, sondern auf Textstellen, Bilder und heutige Situationen anwendest. Besonders überzeugend ist Deine Arbeit, wenn Du deutlich unterscheidest zwischen dem biblischen Text, seiner theologischen Deutung und der modernen philosophischen Perspektive durch Jürgen Habermas.

Mögliche Formen des Lernnachweises sind eine schriftliche Analyse, ein Portfolio, ein Erklärvideo, eine Präsentation, ein Lernplakat oder ein reflektiertes Unterrichtsgespräch. Entscheidend ist nicht die bloße Wiedergabe von Fakten, sondern Deine Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, begründet zu urteilen und den Text verantwortungsvoll in die Gegenwart zu übertragen.




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