Das Taylor-Swift-Phänomen - NOAH Podcast


Das Taylor-Swift-Phänomen - NOAH Podcast
Einleitung
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Das Video „Das Taylor-Swift-Phänomen / NOAH Podcast“ eignet sich als Einstieg in eine medienkritische Auseinandersetzung mit Jugendkultur, Popkultur, Fandom, Social Media, Musikindustrie und Identität. Der NOAH Podcast wird als Podcast für Jugendliche und für Menschen beschrieben, die Jugendkultur wirklich verstehen wollen. In diesem aiMOOC untersuchst Du, warum Taylor Swift nicht nur als erfolgreiche Singer-Songwriterin wahrgenommen wird, sondern als kulturelles, wirtschaftliches, mediales und soziales Phänomen.
Das Taylor-Swift-Phänomen meint mehr als große Konzertarenen, Streamingzahlen oder prominente Auftritte. Gemeint ist ein Zusammenspiel aus Musik, Songwriting, persönlicher Erzählweise, Fanbindung, digitaler Kommunikation, Markenaufbau, wirtschaftlicher Wirkung, Debatten über Urheberrecht und der Frage, wie junge Menschen Stars nutzen, um über sich selbst, Freundschaft, Gefühle, Zugehörigkeit und Öffentlichkeit nachzudenken. Besonders spannend ist dabei, dass viele Fans nicht nur Musik konsumieren, sondern selbst aktiv werden: Sie erstellen Videos, analysieren Songtexte, tauschen Freundschaftsbänder, organisieren Fanaktionen, diskutieren Hinweise in Bildern und Posts und verknüpfen Musik mit eigenen Lebenserfahrungen.

Was bedeutet „Phänomen“ in diesem Zusammenhang?
Ein Phänomen ist etwas Beobachtbares, das Aufmerksamkeit erzeugt und erklärt werden muss. Beim Taylor-Swift-Phänomen geht es nicht nur um eine einzelne Künstlerin, sondern um mehrere Ebenen: künstlerische Entwicklung, Fanpraktiken, Medienlogik, Plattformkultur, Ökonomie, Symbolik und gesellschaftliche Diskussionen. Du kannst das Thema daher aus Sicht der Musikwissenschaft, Medienbildung, Soziologie, Wirtschaft, Politische Bildung und Ethik betrachten.
Taylor Swift begann ihre Karriere im Bereich Country-Musik und entwickelte sich zu einer international erfolgreichen Popkünstlerin. Ein wichtiger Teil ihrer Wirkung ist ihr Songwriting. Viele ihrer Lieder erzählen von Liebe, Trennung, Erwachsenwerden, Verletzlichkeit, Selbstbehauptung und öffentlicher Beobachtung. Dadurch entstehen Anknüpfungspunkte für Hörerinnen und Hörer, die eigene Erfahrungen in den Texten wiederfinden. Gleichzeitig arbeitet Swift bewusst mit Ästhetik, Farben, Symbolen, Albumphasen und wiederkehrenden Motiven. Diese sogenannten Easter Eggs regen Fans dazu an, Bedeutungen zu suchen und gemeinsam zu interpretieren.
Taylor Swift als Gegenstand der Jugendkultur
Jugendkultur entsteht dort, wo junge Menschen eigene Ausdrucksformen, Symbole, Medienpraktiken und Zugehörigkeiten entwickeln. Taylor Swift ist in diesem Zusammenhang interessant, weil ihre Musik und ihre öffentliche Inszenierung viele Themen berühren, die in Jugendkulturen wichtig sind: Identität, Freundschaft, Abgrenzung, Selbstwert, Zugehörigkeit, Konflikte, Körperbilder, Konsum, Medienkritik und der Umgang mit öffentlicher Meinung.
Für viele Jugendliche ist ein Popstar nicht nur eine Person, die Musik macht. Ein Popstar kann zu einem Bezugspunkt werden, über den man mit anderen spricht, Gefühle verarbeitet, Gemeinschaft erlebt oder den eigenen Geschmack zeigt. Dabei ist wichtig: Nicht alle Jugendlichen mögen Taylor Swift, und auch innerhalb des Fandoms gibt es unterschiedliche Meinungen. Gerade diese Vielfalt macht das Thema für den Unterricht wertvoll. Du kannst daran lernen, wie Popkultur funktioniert, wie Medien Aufmerksamkeit erzeugen und wie Menschen in digitalen Räumen Gemeinschaft bilden.
Swifties und Fandom
Die Fans von Taylor Swift werden häufig als Swifties bezeichnet. Ein Fandom ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich intensiv mit einem kulturellen Gegenstand beschäftigen, etwa mit einer Musikerin, einer Serie, einem Sportverein oder einem Spiel. Im Unterschied zum bloßen Konsum sind Fans oft produktiv: Sie erstellen Beiträge, Memes, Analysen, Playlists, Fan-Art, Videos oder Erklärungen. Sie organisieren sich in digitalen Netzwerken und entwickeln gemeinsame Zeichen, Rituale und Insiderwissen.
Ein bekanntes Beispiel sind die Freundschaftsbänder im Umfeld der The Eras Tour. Viele Fans basteln Armbänder mit Songtiteln, Zitaten oder Insiderbegriffen und tauschen sie bei Konzerten. Dadurch wird aus einem Konzertbesuch ein soziales Ereignis. Die Armbänder sind nicht nur Schmuck, sondern Symbole für Gemeinschaft, Kreativität und Kontaktaufnahme.

Die Eras Tour als Kulturereignis
Die The Eras Tour war eine Konzerttournee, die verschiedene musikalische und visuelle Phasen von Taylor Swifts Karriere miteinander verband. Das Konzept der „Eras“ macht die eigene künstlerische Entwicklung sichtbar: Jedes Album steht für bestimmte Klangfarben, Themen, Bilder und Stimmungen. Für Fans entsteht dadurch eine Art begehbares Archiv der Popgeschichte einer Künstlerin. Im Konzert wird Biografie nicht nur erzählt, sondern durch Musik, Kostüme, Licht, Bühne, Choreografie und Publikumserwartung inszeniert.
Die Tour wurde zu einem Beispiel dafür, wie Live-Musik, Streaming, Kino, Merchandising, Tourismus und Social Media zusammenwirken. Konzertbesuche wurden auf Plattformen dokumentiert, Outfits wurden geplant, Setlists analysiert, Überraschungssongs geteilt und persönliche Erlebnisse in globale Erzählungen eingebettet. So entsteht ein Kreislauf: Das Ereignis findet vor Ort statt, wird digital verbreitet und dadurch noch größer wahrgenommen.
Wirtschaftliche Dimension
Das Taylor-Swift-Phänomen zeigt, wie stark Popkultur wirtschaftliche Prozesse beeinflussen kann. Konzerte erzeugen Einnahmen durch Tickets, Merchandise, Reisen, Gastronomie und Übernachtungen. Städte, Veranstalter, Plattformen, Kinos, Streamingdienste und Medien profitieren von der Aufmerksamkeit. Gleichzeitig entstehen Fragen nach Ticketing, Preisgestaltung, Zugangsgerechtigkeit und der Macht großer Plattformen.
Für die Wirtschaftsbildung ist das Thema daher besonders geeignet. Du kannst untersuchen, wie aus Musik ein Markt wird, wie Nachfrage entsteht, wie künstliche Verknappung wirkt, warum Fans bereit sind, viel Zeit und Geld zu investieren, und welche Rolle Emotionen im Konsum spielen. Wichtig ist dabei eine kritische Perspektive: Begeisterung ist real, aber sie wird auch durch Marketing, Plattformlogiken und Medieninteressen verstärkt.
Medienlogik und Social Media
Social Media ist ein zentraler Teil des Phänomens. Plattformen wie TikTok, Instagram, YouTube oder X machen aus einzelnen Fanbeobachtungen sichtbare Trends. Algorithmen verstärken Inhalte, die Aufmerksamkeit erzeugen. Kurze Clips, Reaktionsvideos, Theorien und Ausschnitte verbreiten sich schnell. Dadurch können auch Menschen, die keine Fans sind, ständig mit dem Thema in Kontakt kommen.
Medienlogisch ist interessant, dass Taylor Swift sowohl klassisch als Popstar funktioniert als auch sehr gut in digitale Beteiligungskulturen passt. Ihre Veröffentlichungen, Bildwelten und öffentlichen Auftritte bieten viele Deutungsmöglichkeiten. Fans suchen nach Hinweisen, vergleichen frühere Texte mit neuen Aussagen und erzeugen dadurch eine Art kollektive Detektivarbeit. Diese Praxis kann kreativ und gemeinschaftsstiftend sein, sie kann aber auch zu Überinterpretation, Gruppendruck oder Grenzüberschreitungen führen.
Parasoziale Beziehungen
Ein wichtiger Begriff für die Analyse ist die Parasoziale Interaktion. Damit meint man eine einseitige emotionale Beziehung zu einer Medienperson. Fans können das Gefühl haben, eine Künstlerin gut zu kennen, obwohl keine persönliche Gegenseitigkeit besteht. Das ist nicht automatisch problematisch. Musik kann trösten, inspirieren und beim Nachdenken über das eigene Leben helfen. Problematisch wird es, wenn die Grenze zwischen öffentlicher Person und privatem Menschen verschwindet oder wenn Fans glauben, Anspruch auf persönliche Informationen zu haben.
Am Beispiel Taylor Swift kannst Du lernen, wie Nähe in Medien hergestellt wird: durch direkte Ansprache, persönliche Songtexte, dokumentierte Alltagsszenen, Interviews, Konzertmomente und soziale Netzwerke. Gleichzeitig ist diese Nähe vermittelt, geplant und begrenzt. Medienkompetenz bedeutet hier, Begeisterung ernst zu nehmen und dennoch kritisch über Inszenierung, Privatsphäre und eigene Erwartungen nachzudenken.
Songwriting, Authentizität und Erzählung
Taylor Swifts Wirkung hängt stark mit dem Eindruck von Authentizität zusammen. Viele Songs wirken persönlich, weil sie konkrete Gefühle, Situationen und Details aufgreifen. Zugleich ist jeder Popsong ein gestaltetes Kunstprodukt. Authentizität bedeutet deshalb nicht, dass ein Lied ein Tagebucheintrag ist. Es bedeutet eher, dass Musik, Text, Stimme, Image und öffentliche Erzählung als glaubwürdig wahrgenommen werden.
Für die Analyse von Songtexten ist wichtig, zwischen Sprecherin, lyrischem Ich und realer Person zu unterscheiden. In der Literaturwissenschaft und Musikanalyse fragt man nicht nur: „Ist das wirklich passiert?“, sondern: „Wie wird eine Erfahrung sprachlich, musikalisch und medial gestaltet?“ Genau diese Frage schützt vor Klatschlogik und führt zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit Kunst.
Musikrechte und Taylor’s Version
Ein weiterer Teil des Phänomens betrifft Musikrechte. Die Debatte um Masteraufnahmen, Verträge und Neuaufnahmen machte sichtbar, dass Künstlerinnen und Künstler nicht automatisch alle Rechte an ihren eigenen Aufnahmen besitzen. Die Veröffentlichungen unter dem Namen Taylor’s Version wurden für viele Fans zu einem Beispiel dafür, wie eine Künstlerin wirtschaftliche und künstlerische Kontrolle zurückgewinnen wollte. Später wurde bekannt, dass Taylor Swift die Kontrolle über ihren Musikkatalog zurückerlangte. Für Lernende ist daran besonders wichtig: Popkultur kann komplexe Fragen zu Eigentum, Urheberrecht, Vertragsmacht und Fairness in der Kulturindustrie verständlich machen.
Kritik und Ambivalenzen
Ein professioneller Blick auf das Taylor-Swift-Phänomen sollte weder reine Bewunderung noch einfache Ablehnung sein. Es gibt gute Gründe, ihre künstlerische Leistung, ihre Fanbindung und ihre Rolle in Debatten über Künstlerrechte zu untersuchen. Gleichzeitig gibt es kritische Fragen: Wie nachhaltig sind internationale Tourneen? Wer kann sich teure Tickets leisten? Wie wirkt Starkult auf junge Menschen? Welche Rolle spielen Konsum, Markenbindung und Medienhype? Wie gehen Fans mit Kritik um? Und wann wird Begeisterung zu sozialem Druck?
Diese Ambivalenzen machen das Thema für Medienbildung besonders geeignet. Du lernst, Popkultur nicht abzuwerten, aber auch nicht unkritisch zu übernehmen. Ziel ist ein reflektierter Umgang: Du kannst Freude an Musik haben und gleichzeitig Macht, Geld, Medien, Konsum und Rollenbilder hinterfragen.
Warum eignet sich das Thema für Schule und Bildung?
Das Taylor-Swift-Phänomen verbindet Alltagswelt und Analyse. Viele Lernende kennen den Namen, die Musik, Fanpraktiken oder Diskussionen aus sozialen Medien. Dadurch entsteht ein motivierender Zugang zu anspruchsvollen Themen: Medienkompetenz, Konsumkritik, Urheberrecht, Identitätsbildung, Fankultur, Globalisierung, Gender, Marketing, Kommunikation und Kulturindustrie.
Der NOAH-Podcast kann dabei als Gesprächsanlass dienen. Du kannst prüfen, welche Fragen der Podcast stellt, welche Perspektiven fehlen, welche Beispiele überzeugend sind und wie Jugendkultur dargestellt wird. Besonders wichtig ist, dass Du nicht nur Inhalte wiedergibst, sondern eigene Urteile begründest.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt das Taylor-Swift-Phänomen am besten? (Ein Zusammenspiel aus Musik Fandom Medien Wirtschaft und Jugendkultur) (!Nur die Anzahl ihrer veröffentlichten Singles) (!Ausschließlich die Verkaufszahlen ihrer Konzerttickets) (!Nur ein kurzfristiger Internetwitz ohne kulturelle Bedeutung)
Wie werden viele Fans von Taylor Swift genannt? (Swifties) (!Followers) (!Tourists) (!Listeners)
Was ist ein zentrales Merkmal von Fandom? (Aktive Beteiligung an einer Gemeinschaft rund um ein kulturelles Thema) (!Völliges Desinteresse an Medien) (!Alleiniger Konsum ohne Austausch) (!Ablehnung gemeinsamer Symbole)
Welche Funktion haben Freundschaftsbänder bei vielen Konzertbesuchen der Eras Tour? (Sie dienen als Zeichen von Gemeinschaft und Austausch) (!Sie ersetzen Eintrittskarten) (!Sie sind verpflichtende Sicherheitsausweise) (!Sie werden nur von Veranstaltern verteilt)
Was bedeutet parasoziale Beziehung? (Eine einseitige emotionale Bindung zu einer Medienperson) (!Eine rechtliche Partnerschaft mit einem Star) (!Eine persönliche Freundschaft nach einem Konzert) (!Eine musikalische Zusammenarbeit im Studio)
Warum ist Taylor’s Version medienpädagogisch interessant? (Weil daran Fragen von Musikrechten und Kontrolle über Aufnahmen sichtbar werden) (!Weil dadurch alle Musik kostenlos wird) (!Weil es nur um neue Konzertkleidung geht) (!Weil Urheberrecht dabei keine Rolle spielt)
Welche Rolle spielen Algorithmen im Taylor-Swift-Phänomen? (Sie können Inhalte verstärken die viel Aufmerksamkeit erzeugen) (!Sie verhindern jede Verbreitung von Fanvideos) (!Sie ersetzen alle menschlichen Entscheidungen vollständig) (!Sie machen Popmusik grundsätzlich unmöglich)
Was ist mit Eras im Kontext der Eras Tour gemeint? (Verschiedene künstlerische Phasen mit eigenen Themen und Ästhetiken) (!Verschiedene Sportwettkämpfe in einer Saison) (!Verschiedene Schulen in einer Stadt) (!Verschiedene Währungen beim Ticketkauf)
Welche Frage gehört zu einer kritischen Medienanalyse des Phänomens? (Wie werden Aufmerksamkeit Nähe Konsum und Gemeinschaft hergestellt) (!Wie kann man jede Kritik an Popstars verbieten) (!Wie kann man Musik ohne Zuhören bewerten) (!Wie kann man alle Fans gleich beurteilen)
Warum ist das Thema für Jugendkultur relevant? (Weil daran Identität Zugehörigkeit Mediennutzung und Popkultur sichtbar werden) (!Weil Jugendliche grundsätzlich keine Musik hören) (!Weil Popkultur nichts mit Gesellschaft zu tun hat) (!Weil Stars keinen Einfluss auf Gespräche haben können)
Memory
| Swifties | Fangemeinschaft |
| Eras | Künstlerische Phasen |
| Freundschaftsbänder | Symbolischer Austausch |
| Taylor’s Version | Neuaufnahme |
| Parasoziale Beziehung | Einseitige Nähe |
| Algorithmus | Aufmerksamkeitssteuerung |
| Songwriting | Erzählendes Schreiben |
| Ticketing | Zugang zu Konzerten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Swifties | Fangemeinschaft |
| Eras Tour | Konzertinszenierung |
| Freundschaftsbänder | Fanritual |
| Taylor’s Version | Musikrechte |
| Social Media | Verbreitung von Trends |
| Parasoziale Beziehung | Gefühlte Nähe zu Medienpersonen |
...
Kreuzworträtsel
| Swifties | Wie nennt man viele Fans von Taylor Swift? |
| Fandom | Wie heißt eine Gemeinschaft aktiver Fans? |
| Masters | Wie nennt man in der Musikindustrie die originalen Masteraufnahmen? |
| Popkultur | In welchem kulturellen Bereich wird das Phänomen besonders sichtbar? |
| Algorithmus | Was kann auf Plattformen bestimmen, welche Inhalte stärker sichtbar werden? |
| Songwriting | Wie nennt man das Schreiben von Liedern? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Podcast-Hörprotokoll: Höre den NOAH-Podcast zum Taylor-Swift-Phänomen und notiere fünf Aussagen, die Du besonders wichtig findest. Ergänze zu jeder Aussage, ob Du zustimmst, teilweise zustimmst oder widersprichst.
- Fandom-Beobachtung: Sammle Beispiele für Fanpraktiken wie Freundschaftsbänder, Fanvideos, Memes oder Outfits. Beschreibe, welche Funktion diese Praktiken für Gemeinschaft haben.
- Begriffskarte: Erstelle eine Begriffskarte zu Swifties, Eras, Social Media, Parasoziale Interaktion und Taylor’s Version. Erkläre jeden Begriff in eigenen Worten.
- Musikbiografie: Wähle einen Song von Taylor Swift oder einer anderen Künstlerin und beschreibe, welche Gefühle, Themen und Erzählperspektiven darin vorkommen.
Standard
- Medienanalyse: Analysiere einen Social-Media-Beitrag zum Taylor-Swift-Phänomen. Untersuche Bild, Sprache, Hashtags, Kommentarstruktur und mögliche Absicht des Beitrags.
- Konsumkritik: Entwickle ein Schaubild, das zeigt, welche wirtschaftlichen Bereiche von einer großen Konzerttour profitieren können. Ergänze auch kritische Fragen zu Preisen, Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit.
- Songtextanalyse: Untersuche einen Songtext mit Blick auf Sprecherrolle, Thema, Stimmung und sprachliche Bilder. Achte darauf, nicht vorschnell vom lyrischen Ich auf die reale Person zu schließen.
- Debattenbeitrag: Schreibe einen kurzen Kommentar zur Frage: „Ist Starkult für Jugendliche eher stärkend oder problematisch?“ Begründe Deine Meinung mit mindestens drei Argumenten.
Schwer
- Forschungsprojekt Fankultur: Führe eine kleine Umfrage in Deiner Lerngruppe durch. Frage nach Musikgeschmack, Fanverhalten, Social-Media-Nutzung und Konzertinteresse. Werte die Ergebnisse anonym aus.
- Podcast-Produktion: Produziere eine eigene kurze Podcastfolge über ein Popkultur-Phänomen Deiner Wahl. Vergleiche Dein Beispiel mit dem Taylor-Swift-Phänomen und reflektiere Unterschiede.
- Urheberrecht-Fallstudie: Recherchiere die Bedeutung von Masteraufnahmen und Neuaufnahmen in der Musikindustrie. Erkläre, warum Eigentumsrechte für Künstlerinnen und Künstler wichtig sein können.
- Kritische Erörterung: Verfasse eine Erörterung zur Frage: „Wie viel Nähe zwischen Fans und Stars ist gesund?“ Beziehe parasoziale Beziehungen, Privatsphäre und Medienkompetenz ein.

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Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre, warum das Taylor-Swift-Phänomen nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein soziales und wirtschaftliches Thema ist. Nutze mindestens drei miteinander verknüpfte Aspekte.
- Vergleich Popkultur: Vergleiche Taylor Swift mit einem anderen Star, einer Band, einem Influencer oder einer Sportperson. Arbeite heraus, welche Mechanismen von Fandom ähnlich und welche unterschiedlich sind.
- Medienkompetenz: Entwickle Kriterien, mit denen Jugendliche erkennen können, ob Fanbeiträge informativ, übertrieben, manipulativ oder respektlos sind.
- Perspektivwechsel: Schreibe einen kurzen Text aus Sicht einer Stadt, die ein großes Konzert ausrichtet. Berücksichtige Chancen und Probleme für Verkehr, Wirtschaft, Sicherheit und Öffentlichkeit.
- Ethik der Aufmerksamkeit: Diskutiere, ob Medien zu viel über Stars berichten. Begründe, wann Berichterstattung öffentlich relevant ist und wann sie private Grenzen überschreitet.
- Kreativer Transfer: Entwirf ein Konzept für eine Unterrichtsstunde, in der Popkultur genutzt wird, um ein ernstes Thema wie Urheberrecht, Identität oder Konsumkritik zu erklären.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du nicht nur einzelne Fakten kennst, sondern Zusammenhänge erklären kannst. Wichtig sind:
- Begriffsverständnis: Du kannst zentrale Begriffe wie Fandom, Jugendkultur, Parasoziale Interaktion, Social Media, Musikrechte und Popkultur korrekt erklären.
- Analysefähigkeit: Du kannst Medienbeispiele untersuchen und zwischen Information, Meinung, Werbung, Inszenierung und Fanproduktion unterscheiden.
- Urteilsfähigkeit: Du kannst Chancen und Risiken von Fankultur begründet abwägen.
- Transferleistung: Du kannst die Mechanismen des Taylor-Swift-Phänomens auf andere Popkultur-Phänomene übertragen.
- Produktionskompetenz: Du kannst ein eigenes Lernprodukt erstellen, etwa Podcast, Präsentation, Erklärvideo, Analyseplakat, Essay oder Umfrageauswertung.
- Reflexion: Du kannst Deine eigene Mediennutzung und Deine Haltung zu Stars, Konsum und Gemeinschaft reflektieren.
OERs zum Thema
Links
Zusammenfassung
Das Taylor-Swift-Phänomen zeigt, wie stark moderne Popkultur mit Medien, Wirtschaft, Identität und Gemeinschaft verbunden ist. Taylor Swift ist nicht nur als Musikerin interessant, sondern auch als Beispiel dafür, wie Stars in digitalen Öffentlichkeiten Bedeutung erhalten. Ihre Fans schaffen eigene Rituale, Deutungen und Kommunikationsformen. Die The Eras Tour machte sichtbar, wie Konzerte zu globalen Medienereignissen werden können. Die Debatte um Taylor’s Version zeigt, dass Popmusik auch Fragen von Eigentum, Macht und Urheberrecht berührt. Für die Schule ist das Thema wertvoll, weil es nah an der Lebenswelt vieler Jugendlicher liegt und zugleich anspruchsvolle Kompetenzen in Medienbildung, Politische Bildung, Musik, Deutsch, Ethik und Wirtschaft fördert.
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