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Gruppendruck Mobbing und Cybermobbing

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Gruppendruck Mobbing und Cybermobbing




Einleitung

Gruppendruck, Mobbing und Cybermobbing gehören zu den wichtigsten Themen, wenn es um soziales Lernen, Medienbildung, Gewaltprävention und Demokratiebildung geht. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Gruppendruck entsteht, woran Du Mobbing erkennst, warum Cybermobbing besonders belastend sein kann und wie Du als betroffene Person, als beobachtende Person oder als Teil einer Klasse verantwortungsvoll handeln kannst.

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Das Video behandelt „Gruppendruck / Mobbing und Cybermobbing“ sachlich, verständlich und wissenschaftlich eingeordnet. Es eignet sich als Einstieg, weil es die Begriffe nicht dramatisiert, sondern erklärt, wie Mobbingprozesse entstehen, welche Rolle Gruppen spielen und warum frühes Eingreifen wichtig ist.

Wichtig: Wenn Du selbst betroffen bist, bist Du nicht schuld. Wenn Du akut bedroht wirst, körperliche Gewalt befürchtest, erpresst wirst oder Gedanken an Selbstverletzung hast, hole sofort Hilfe. Sprich eine erwachsene Vertrauensperson an, wähle bei unmittelbarer Gefahr den Notruf 112 oder die Polizei 110. Kinder und Jugendliche können sich außerdem anonym und kostenlos an die Nummer gegen Kummer 116 111 wenden. Die TelefonSeelsorge ist unter 116 123 erreichbar.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Gruppendruck, Mobbing und Cybermobbing bedeuten. Du kannst typische Rollen in Mobbingprozessen unterscheiden, Erscheinungsformen erkennen, Risiken einschätzen und sinnvolle Handlungsstrategien anwenden. Außerdem lernst Du, wie eine Klasse durch Zivilcourage, klare Regeln, Empathie und Medienkompetenz ein respektvolles Miteinander stärkt.

  1. Mobbing erkennen: Du unterscheidest Streit, Konflikt, Ausgrenzung und Mobbing.
  2. Cybermobbing verstehen: Du erklärst, warum digitale Angriffe besonders schnell, dauerhaft und öffentlich wirken können.
  3. Gruppendruck reflektieren: Du analysierst, warum Menschen manchmal mitmachen, obwohl sie wissen, dass etwas falsch ist.
  4. Zivilcourage entwickeln: Du planst konkrete Schritte, mit denen Du sicher helfen kannst.
  5. Prävention gestalten: Du entwickelst Regeln, Projekte und Unterstützungswege für Schule und Online-Räume.


Grundbegriffe


Gruppendruck

Gruppendruck entsteht, wenn Menschen ihr Denken, Fühlen oder Handeln stark daran ausrichten, was eine Gruppe erwartet. Besonders in der Jugend ist Zugehörigkeit wichtig: Man möchte dazugehören, nicht ausgelacht werden und nicht allein dastehen. Deshalb können Menschen Dinge tun, die sie allein nicht tun würden. Gruppendruck kann offen sein, zum Beispiel durch Aufforderungen wie „Mach mit!“, oder unsichtbar, wenn alle so wirken, als seien sie einverstanden.

Gruppendruck ist nicht immer negativ. Er kann auch dazu führen, dass eine Gruppe gemeinsam lernt, hilft oder Verantwortung übernimmt. Problematisch wird er, wenn er Menschen dazu bringt, andere auszugrenzen, zu beleidigen, bloßzustellen oder zu bedrohen.


Mobbing

Mobbing bezeichnet wiederholte, gezielte oder zumindest in Kauf genommene Schädigungen einer Person durch andere. Typisch sind ein Machtungleichgewicht, wiederkehrende Handlungen und die Schwierigkeit der betroffenen Person, sich allein zu wehren. Mobbing kann körperlich, verbal, sozial oder digital stattfinden. Es ist mehr als ein einzelner Streit. Bei einem Streit stehen sich Personen meist vergleichbar stark gegenüber und können den Konflikt grundsätzlich klären. Bei Mobbing wird eine Person über längere Zeit systematisch herabgesetzt, isoliert oder bedroht.

Das Schaubild zu Verlaufsformen von Mobbing macht deutlich, dass Mobbing oft nicht plötzlich beginnt, sondern sich schrittweise aufbaut. Deshalb ist frühes Wahrnehmen wichtig: Je eher eine Klasse, eine Schule oder eine Gruppe reagiert, desto größer ist die Chance, den Prozess zu stoppen.


Cybermobbing

Cybermobbing ist Mobbing mit digitalen Mitteln. Es kann über Messenger, soziale Netzwerke, Videoplattformen, Online-Spiele, Kommentarspalten, E-Mails oder geteilte Bilder und Videos geschehen. Besonders belastend ist, dass digitale Angriffe sehr schnell verbreitet werden können, dass viele Menschen zuschauen können und dass Inhalte manchmal lange auffindbar bleiben. Außerdem können Täterinnen und Täter anonym auftreten oder fremde Profile missbrauchen.

Beim Cybermobbing verschwimmen Schule, Freizeit und Zuhause. Während klassisches Mobbing häufig an Orte gebunden ist, kann Cybermobbing rund um die Uhr wirken. Gerade deshalb brauchen Betroffene schnelle Unterstützung, sichere Meldewege und Erwachsene, die digitale Formen von Gewalt ernst nehmen.


Streit, Konflikt oder Mobbing?

Nicht jeder Konflikt ist Mobbing. Eine genaue Unterscheidung schützt davor, Mobbing zu verharmlosen, aber auch davor, jeden Streit vorschnell als Mobbing zu bezeichnen.

Situation Typische Merkmale Sinnvolle Reaktion
Streit Zwei oder mehr Personen sind uneinig, die Kräfte sind ungefähr ausgeglichen. Gespräch, Entschuldigung, Kompromiss, Mediation
Konflikt Interessen, Werte oder Bedürfnisse prallen wiederholt aufeinander. Klärung der Ursachen, Regeln, Moderation, Perspektivwechsel
Mobbing Eine Person wird wiederholt geschädigt, ausgegrenzt oder erniedrigt; es besteht ein Machtungleichgewicht. Schutz der betroffenen Person, sofortige Intervention, Beweise, Unterstützungssystem
Cybermobbing Digitale Angriffe, Bloßstellung, Gerüchte oder Ausschluss verbreiten sich über Medien. Screenshots sichern, melden, blockieren, Vertrauensperson informieren, gegebenenfalls Polizei


Gruppendruck als Motor von Mobbing

Mobbing ist selten nur die Handlung einer einzelnen Person. Häufig entsteht eine Gruppendynamik. Manche Personen greifen aktiv an, andere lachen, teilen Inhalte, schweigen oder schauen weg. Wieder andere spüren, dass etwas falsch läuft, trauen sich aber nicht einzugreifen. Gruppendruck kann dazu führen, dass Menschen ihre eigenen Werte übergehen, weil sie Anerkennung suchen oder Angst vor Ausgrenzung haben.


Rollen im Gruppengeschehen

  1. Betroffene: Die Person, die wiederholt angegriffen, bloßgestellt, beleidigt oder ausgegrenzt wird.
  2. Täterinnen und Täter: Personen, die Angriffe beginnen, planen oder weiterführen.
  3. Mitläuferinnen und Mitläufer: Personen, die mitmachen, lachen, liken, teilen oder Druck ausüben, ohne den Angriff begonnen zu haben.
  4. Zuschauende: Personen, die den Vorfall wahrnehmen, aber zunächst nicht handeln.
  5. Verteidigende: Personen, die Hilfe holen, Betroffene unterstützen, Inhalte melden oder die Gruppe aufhalten.
  6. Erwachsene Bezugspersonen: Lehrkräfte, Eltern, Schulsozialarbeit oder andere Erwachsene, die Schutz, Klärung und Unterstützung organisieren.


Warum Zuschauen nicht neutral ist

Wer bei Mobbing zuschaut, steht oft unter Druck. Trotzdem hat das Verhalten von Zuschauenden große Wirkung. Lachen, Weiterleiten oder Schweigen kann Täterinnen und Täter bestärken. Ein kurzer Satz wie „Hör auf“, eine private Nachricht an die betroffene Person, das Melden eines Beitrags oder das Holen einer Vertrauensperson kann den Mobbingprozess unterbrechen. Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Sie bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und sichere Hilfe zu organisieren.


Erscheinungsformen


Direktes und indirektes Mobbing

Form Beispiele Wirkung
Verbales Mobbing Beschimpfen, Verspotten, verletzende Spitznamen, Drohungen Betroffene fühlen sich entwertet, beschämt oder verängstigt.
Soziales Mobbing Ausschließen, Ignorieren, Gerüchte verbreiten, Freundschaften zerstören Betroffene verlieren Zugehörigkeit und Vertrauen in die Gruppe.
Körperliches Mobbing Schubsen, Treten, Festhalten, Sachen wegnehmen oder beschädigen Betroffene erleben Angst, Kontrollverlust und körperliche Unsicherheit.
Cybermobbing Hassnachrichten, peinliche Bilder, Fake-Profile, Ausschluss aus Gruppen Angriffe können schnell, öffentlich und dauerhaft wirken.


Formen von Cybermobbing

  1. Beleidigung: Verletzende Nachrichten, Kommentare oder Sprachnachrichten werden wiederholt verschickt.
  2. Gerücht: Falsche oder private Informationen werden verbreitet, um einer Person zu schaden.
  3. Bloßstellung: Bilder, Videos oder Screenshots werden ohne Zustimmung geteilt.
  4. Identitätsdiebstahl: Jemand nutzt ein fremdes Profil oder erstellt ein Fake-Profil.
  5. Ausschluss: Eine Person wird absichtlich aus Chats, Gruppen oder Online-Spielen ausgeschlossen.
  6. Drohung: Eine Person wird eingeschüchtert, erpresst oder zu etwas gezwungen.
  7. Doxing: Private Daten wie Adresse, Telefonnummer oder Schule werden veröffentlicht.
  8. Hate Speech: Abwertende Angriffe richten sich gegen Merkmale wie Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung oder sexuelle Orientierung.


Auswirkungen auf Betroffene

Mobbing und Cybermobbing können starke psychische, körperliche, soziale und schulische Folgen haben. Betroffene können sich schämen, obwohl sie keine Schuld tragen. Sie können Angst entwickeln, schlechter schlafen, Bauch- oder Kopfschmerzen bekommen, sich zurückziehen, die Schule meiden oder das Vertrauen in andere verlieren. Manche fühlen sich machtlos, weil sie nicht wissen, wem sie sich anvertrauen können.

Besonders gefährlich ist die Botschaft, die Mobbing vermittelt: „Du bist allein.“ Genau diese Botschaft ist falsch. Hilfe ist möglich. Eine einzelne unterstützende Person kann viel verändern. Eine Klasse, die nicht mitmacht, kann Mobbing entziehen, was es braucht: Publikum, Zustimmung und Wiederholung.


Datenlage und wissenschaftliche Einordnung

Studien zeigen, dass Cybermobbing kein Randthema ist. Die Cyberlife V-Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing wurde 2024 mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften durchgeführt und beschreibt Cybermobbing als dauerhaftes Problemfeld in Schule und privatem Umfeld. Die Studie nennt 18,5 Prozent betroffene Schülerinnen und Schüler. Die SINUS-Jugendstudie 2024/25 im Auftrag der BARMER befragte 2.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren und nennt 16 Prozent Jugendliche, die selbst Opfer von Cybermobbing geworden sind. Solche Zahlen sind Momentaufnahmen, aber sie zeigen: Prävention, Gesprächsbereitschaft und klare Hilfswege sind notwendig.

Wichtig ist dabei eine wissenschaftliche Haltung: Definitionen, Altersgruppen, Erhebungsmethoden und Fragestellungen unterscheiden sich. Deshalb können Studien zu verschiedenen Ergebnissen kommen. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass Mobbing und Cybermobbing ernsthafte Belastungen für junge Menschen darstellen und dass Schule, Familie und digitale Plattformen Verantwortung tragen.


Rechtliche Orientierung in Deutschland

Cybermobbing ist in Deutschland kein einzelner eigener Straftatbestand. Einzelne Handlungen können aber strafbar sein oder Rechte verletzen. Dazu gehören zum Beispiel Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung, Bedrohung, Nachstellung, Erpressung, Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, Verstöße gegen das Recht am eigenen Bild oder gegen den Datenschutz. Bei sexualisierten Bildern, besonders bei Minderjährigen, ist besondere Vorsicht nötig: Inhalte nicht weiterleiten, nicht kommentieren und sofort Hilfe bei Erwachsenen oder der Polizei holen.

Dieser aiMOOC ersetzt keine Rechtsberatung. Er hilft Dir aber, Gefahren zu erkennen und verantwortungsvoll zu handeln. Wenn Du unsicher bist, sprich mit einer Vertrauensperson, der Schulsozialarbeit, einer Beratungsstelle oder der Polizei.


Was tun im Akutfall?

Bei Mobbing und Cybermobbing ist schnelles, ruhiges und sicheres Handeln wichtig. Betroffene sollen nicht allein bleiben. Wer helfen möchte, sollte die betroffene Person schützen und nicht durch unüberlegte Reaktionen die Lage verschärfen.

Schritt Was Du tun kannst Warum das hilft
Stopp Nicht zurückbeleidigen, nicht weiterleiten, nicht allein in eine gefährliche Situation gehen. Eskalation wird vermieden.
Sichern Screenshots, Links, Uhrzeiten, Nutzernamen und Chatverläufe dokumentieren. Beweise helfen bei Meldung, Schule, Plattform oder Polizei.
Teilen Eine erwachsene Vertrauensperson, Schulsozialarbeit, Eltern oder Lehrkraft informieren. Erwachsene können Schutz und weitere Schritte organisieren.
Melden Inhalte bei Plattformen melden, Personen blockieren, Privatsphäre-Einstellungen prüfen. Digitale Angriffe können begrenzt werden.
Hilfe holen Bei Gefahr 110 oder 112 wählen; Kinder und Jugendliche können 116 111 nutzen. Akute Sicherheit und Unterstützung haben Vorrang.


Sichere Sätze für Helfende

Manchmal hilft schon ein kurzer, klarer Satz. Wichtig ist, nicht selbst zu beleidigen und die betroffene Person nicht weiter bloßzustellen.

  1. Unterstützung: „Ich habe gesehen, was passiert ist. Du bist nicht allein.“
  2. Grenze: „Das ist nicht okay. Hör bitte auf.“
  3. Hilfe: „Lass uns gemeinsam zu einer Vertrauensperson gehen.“
  4. Digitales Handeln: „Ich leite das nicht weiter und melde den Beitrag.“
  5. Klassenklima: „Wir wollen eine Gruppe sein, in der niemand fertiggemacht wird.“


Prävention in Klasse und Schule

Gute Prävention beginnt nicht erst, wenn Mobbing passiert. Sie entsteht im Alltag: durch ein respektvolles Klassenklima, transparente Regeln, Beteiligung der Lernenden, klare Meldewege und Erwachsene, die zuhören. Besonders wirksam ist es, wenn eine Schule nicht nur einzelne Projekte durchführt, sondern ein langfristiges Schutzkonzept entwickelt.


Bausteine einer Anti-Mobbing-Kultur

  1. Klassenvertrag: Die Klasse vereinbart klare Regeln gegen Beleidigung, Ausgrenzung und unerlaubtes Teilen von Bildern.
  2. Klassenrat: Konflikte werden regelmäßig und respektvoll besprochen.
  3. Medienkompetenz: Lernende verstehen Privatsphäre, Datenschutz, Recht am eigenen Bild und Meldefunktionen.
  4. Empathie: Perspektivwechsel hilft, die Folgen eigener Handlungen zu erkennen.
  5. Peer-Mediation: Ausgebildete Schülerinnen und Schüler unterstützen bei Konflikten, ohne Mobbing zu verharmlosen.
  6. Schulsozialarbeit: Niedrigschwellige Beratung hilft, frühzeitig Unterstützung zu bekommen.
  7. No Blame Approach: Bei geeigneten Fällen kann ein lösungsorientierter Ansatz helfen, ohne zuerst Schuldzuweisungen in den Mittelpunkt zu stellen.
  8. Elternarbeit: Eltern werden informiert, ohne Panik zu erzeugen oder Schuld auf Betroffene zu schieben.


Unterrichtsimpulse zum Video

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Dieser kurze Spot eignet sich, um über die besondere Dynamik von Cybermobbing zu sprechen: Ein digitaler Angriff kann öffentlich werden, viele Menschen erreichen und die betroffene Person auch nach Schulschluss belasten.

  1. Videoanalyse: Notiere drei Aussagen aus dem Einstiegsvideo, die erklären, warum Mobbing ein Gruppenprozess ist.
  2. Rollenkarte: Ordne einer fiktiven Szene die Rollen Betroffene, Täterinnen und Täter, Mitläuferinnen und Mitläufer, Zuschauende und Helfende zu.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe eine kurze Nachricht aus Sicht einer helfenden Person, die unterstützt, ohne die Situation zu verschlimmern.
  4. Mediencheck: Prüfe an einem Beispiel, welche Privatsphäre-Einstellungen helfen können, Cybermobbing zu erschweren.
  5. Klassenvereinbarung: Entwickle drei Regeln, die für analoge und digitale Räume gelten.


Merksätze

  1. Mobbing ist kein normaler Streit, sondern wiederholte Schädigung bei einem Machtungleichgewicht.
  2. Cybermobbing kann rund um die Uhr wirken und braucht deshalb schnelle Unterstützung.
  3. Gruppendruck kann Menschen zum Mitmachen bringen, aber auch zum Helfen motivieren.
  4. Zivilcourage bedeutet, sicher einzugreifen, Hilfe zu holen und Betroffene nicht allein zu lassen.
  5. Medienkompetenz bedeutet auch, Verantwortung für Bilder, Nachrichten, Kommentare und Likes zu übernehmen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt Mobbing am besten? (Wiederholte Schikanen bei einem Machtungleichgewicht) (!Ein einmaliger Streit zwischen gleich starken Personen) (!Jede Meinungsverschiedenheit in einer Klasse) (!Ein normales Spaßritual ohne Folgen)




Was unterscheidet Cybermobbing besonders von vielen analogen Angriffen? (Angriffe können sich digital schnell verbreiten und lange sichtbar bleiben) (!Cybermobbing passiert nur zwischen Erwachsenen) (!Cybermobbing ist immer harmloser als Mobbing im Klassenraum) (!Cybermobbing endet automatisch nach Schulschluss)




Was bedeutet Gruppendruck? (Der Einfluss einer Gruppe auf das Verhalten einzelner Personen) (!Eine schulische Regel zur Gruppenarbeit) (!Ein technisches Problem in Chatgruppen) (!Eine Methode zur Notengebung)




Welche Rolle können Zuschauende in Mobbingprozessen spielen? (Sie können Mobbing verstärken oder helfen, es zu stoppen) (!Sie haben grundsätzlich keinen Einfluss) (!Sie sind immer automatisch Täterinnen und Täter) (!Sie dürfen nie Hilfe holen)




Was ist eine sinnvolle erste Reaktion bei Cybermobbing? (Beweise sichern und eine Vertrauensperson informieren) (!Sofort mit Beleidigungen antworten) (!Alle Inhalte an möglichst viele Personen weiterleiten) (!Das eigene Profil öffentlich stellen)




Was gehört nicht zu fairer digitaler Kommunikation? (Peinliche Bilder anderer ohne Zustimmung weiterleiten) (!Vor dem Teilen um Erlaubnis fragen) (!Respektvoll widersprechen) (!Grenzen anderer akzeptieren)




Warum ist Zurückmobben riskant? (Es kann die Lage eskalieren und selbst verletzend oder rechtswidrig sein) (!Es löst Mobbing immer sofort) (!Es ist die einzige wirksame Lösung) (!Es schützt Betroffene zuverlässig vor weiteren Angriffen)




Wozu dient ein Klassenvertrag gegen Mobbing? (Er macht gemeinsame Regeln und Hilfswege sichtbar) (!Er ersetzt jede Lehrkraft) (!Er erlaubt Beleidigungen bei Streit) (!Er verhindert automatisch alle Konflikte)




Was bedeutet digitale Zivilcourage? (Online respektvoll helfen, melden und nicht weiterverbreiten) (!Bei Hasskommentaren mit Hass antworten) (!Problematische Inhalte sammeln und posten) (!Betroffene öffentlich ausfragen)




Welche Aussage über Betroffene ist richtig? (Die Verantwortung für Mobbing liegt nicht bei den Betroffenen) (!Betroffene sind selbst schuld, wenn sie Hilfe brauchen) (!Betroffene sollen immer allein schweigen) (!Betroffene dürfen keine Unterstützung annehmen)





Memory

Gruppendruck Anpassung aus Angst vor Ablehnung
Mobbing Wiederholte Schikane
Cybermobbing Digitale Angriffe
Bystander Zuschauende Person
Upstander Helfende Person
Screenshot Beweissicherung
Klassenrat Gemeinsame Konfliktklärung
Netiquette Respektvolle Kommunikationsregeln





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Beweise sichern Screenshots speichern
Hilfe holen Vertrauensperson informieren
Inhalte melden Plattformfunktion nutzen
Grenzen setzen Kontakt blockieren
Klasse stärken Regeln vereinbaren
Gefahr melden Notruf kontaktieren






Kreuzworträtsel

Wiederholung Welches Merkmal unterscheidet Mobbing häufig von einem einmaligen Streit?
Cybermobbing Wie heißt Mobbing mit digitalen Kommunikationsmitteln?
Zivilcourage Welches Verhalten zeigt Mut zum Helfen gegen Unrecht?
Screenshots Wie können digitale Beweise schnell gesichert werden?
Empathie Welche Fähigkeit hilft, die Gefühle anderer Menschen wahrzunehmen?
Ausgrenzung Wie nennt man das bewusste Ausschließen aus einer Gruppe?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Mobbing ist keine einzelne harmlose Streitigkeit, sondern eine wiederholte Form von

. Cybermobbing nutzt digitale Kommunikationswege wie soziale Netzwerke, Chats oder Messenger und kann sich dadurch besonders schnell

. Gruppendruck entsteht, wenn Menschen ihr Verhalten stark an einer

ausrichten. In Mobbing-Situationen ist ein Machtgefälle wichtig, weil Betroffene sich oft nicht allein

können. Wer zuschaut und nicht eingreift, kann durch Schweigen die Täterseite ungewollt

. Sichere Hilfe beginnt damit, Beweise zu sichern und eine vertrauenswürdige Person zu

. Eine Klasse kann durch klare Regeln, Empathie und Zivilcourage ein gutes

entwickeln.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Beobachtungsprotokoll: Notiere eine Woche lang Situationen, in denen Gruppendruck positiv oder negativ wirkt, ohne Namen zu nennen.
  2. Begriffsplakat: Gestalte ein Plakat, das Streit, Konflikt, Mobbing und Cybermobbing verständlich unterscheidet.
  3. Netiquette: Formuliere fünf Regeln für respektvolle Chats in Deiner Klasse oder Lerngruppe.
  4. Hilfekarte: Erstelle eine kleine Karte mit drei Anlaufstellen und drei sicheren Sätzen für Betroffene.


Standard

  1. Fallanalyse: Analysiere einen fiktiven Fall und erkläre, welche Rollen im Gruppengeschehen sichtbar werden.
  2. Interview: Befrage eine geeignete Fachperson wie Schulsozialarbeit, Vertrauenslehrkraft oder Beratungsstelle zu Prävention und Hilfewegen.
  3. Videoanalyse: Werte das Einstiegsvideo aus und erstelle eine Mindmap zu Ursachen, Rollen und Handlungsmöglichkeiten.
  4. Klassenrat: Entwirf eine Tagesordnung für einen Klassenrat zum Thema respektvolle Kommunikation online und offline.


Schwer

  1. Präventionskampagne: Plane eine Schulaktion gegen Mobbing mit Zielgruppe, Botschaft, Materialien, Zeitplan und Auswertung.
  2. Schutzkonzept: Vergleiche zwei schulische Maßnahmen gegen Mobbing und bewerte, welche kurz- und langfristig wirken können.
  3. Medienprojekt: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder eine Audiofolge, die Bystander zu Upstandern macht.
  4. Peer-Mediation: Entwickle ein Konzept, wie ältere Schülerinnen und Schüler jüngere Lernende bei digitaler Zivilcourage unterstützen können.



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Lernkontrolle

  1. Fallbeurteilung: Erkläre an einem konkreten Fall, ob es sich um Streit, Konflikt, Mobbing oder Cybermobbing handelt, und begründe Deine Entscheidung mit mindestens drei Kriterien.
  2. Transferaufgabe: Du bist Klassensprecherin oder Klassensprecher und bemerkst einen verletzenden Chatverlauf. Entwickle einen Handlungsplan, der Betroffene schützt und Eskalation vermeidet.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe aus drei Perspektiven, nämlich betroffene Person, zuschauende Person und helfende Person, wie dieselbe Situation erlebt werden kann.
  4. Rechtsorientierung: Ordne verschiedene Cybermobbing-Handlungen möglichen Rechtsverletzungen zu und erkläre, warum Du im Zweifel Erwachsene oder Fachstellen einbeziehen solltest.
  5. Präventionsdesign: Entwirf ein Präventionskonzept für eine Klasse, das Regeln, Meldewege, Medienkompetenz und regelmäßige Reflexion enthält.
  6. Dilemma: Diskutiere, warum Menschen trotz eigener moralischer Zweifel bei Mobbing mitmachen, und entwickle Strategien gegen diesen Gruppendruck.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du ein Portfolio, das zeigt, dass Du nicht nur Fakten kennst, sondern Zusammenhänge verstehst und anwenden kannst. Das Portfolio enthält keine externen Medien, sondern eigene Texte, Skizzen und Reflexionen.

  1. Portfolio: Erstelle eine Übersicht mit Definitionen, Rollen, Warnzeichen, Hilfewegen und Präventionsideen.
  2. Reflexion: Beschreibe eine Situation, in der Gruppendruck wirken könnte, und erkläre, wie Du verantwortungsvoll handeln würdest.
  3. Handlungsplan: Entwickle einen konkreten Fünf-Schritte-Plan für eine betroffene Person, eine zuschauende Person und eine Lehrkraft.
  4. Selbsteinschätzung: Bewerte, welche Form von Zivilcourage Dir leichtfällt und welche Du noch üben möchtest.
  5. Präsentation: Stelle Deine wichtigsten Erkenntnisse in drei Minuten vor und beantworte Rückfragen Deiner Lerngruppe.




OERs zum Thema


Weitere Materialien und Hilfen

  1. Klicksafe: Cybermobbing - Hilfe und Tipps
  2. BSI: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
  3. Nummer gegen Kummer: Kinder- und Jugendtelefon 116 111
  4. TelefonSeelsorge: TelefonSeelsorge 116 123
  5. Polizei-Beratung: Informationen für Betroffene



Links

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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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