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Cyberbullying - Anatomy of an Attack

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Cyberbullying - Anatomy of an Attack



Einleitung

Cyberbullying: Anatomy of an Attack ist ein aiMOOC zur Analyse von Cyberbullying, Cyber-Mobbing und Mobbing in digitalen Räumen. Das englischsprachige Video wird als Lernimpuls genutzt, um zu verstehen, wie eine digitale Attacke entsteht, wie sie sich verstärken kann und wie Betroffene, Zuschauende und Verantwortliche sicher handeln können. Der Kurs ist für Medienbildung, Ethik, Politische Bildung, Englischunterricht und schulische Präventionsarbeit geeignet.

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Das Video behandelt „Cyberbullying: Anatomy of an Attack (engl.)“. In der Beschreibung wird der Schwerpunkt mit „Understanding Bullying and Cyberbullying“ angegeben: Die Reihe erklärt Bullying und Cyberbullying klar, sachlich und forschungsorientiert. In diesem aiMOOC nutzt Du das Video nicht als Anleitung für Angriffe, sondern als Werkzeug, um Warnzeichen zu erkennen, Hilfe zu organisieren und Zivilcourage im Netz zu stärken.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Cyberbullying von einem einfachen Konflikt, einem Streit oder einer einmaligen Beleidigung unterscheiden. Du erkennst typische Rollen in digitalen Angriffen, zum Beispiel Betroffene, Täter:innen, Mitläufer:innen, Zuschauende und unterstützende Upstander. Du kannst erklären, warum digitale Attacken durch Reichweite, Anonymität, Wiederholbarkeit und dauerhafte Sichtbarkeit besonders belastend sein können. Außerdem lernst Du, Beweise sicher zu dokumentieren, Meldewege zu nutzen, Unterstützung zu holen und präventive Regeln für eine respektvolle Netzkultur zu entwickeln.


Was ist Cyberbullying?

Cyberbullying oder Cyber-Mobbing bezeichnet gezieltes Verletzen, Bloßstellen, Bedrohen, Ausgrenzen oder Herabwürdigen von Personen mithilfe digitaler Medien. Dazu gehören Messenger, soziale Netzwerke, Kommentarspalten, Online-Spiele, E-Mails, Klassenchats, Foren oder Videoplattformen. Cyberbullying ist nicht nur „ein bisschen Streit im Internet“. Besonders problematisch wird es, wenn Angriffe wiederholt auftreten, öffentlich sichtbar sind, durch eine Gruppe verstärkt werden oder die betroffene Person kaum Möglichkeiten hat, sich zu entziehen.

Ein einzelner unfreundlicher Kommentar ist bereits verletzend und kann gegen Regeln verstoßen. Von Mobbing spricht man jedoch häufig dann, wenn ein Machtungleichgewicht entsteht: Eine Person oder Gruppe übt Druck aus, während die betroffene Person sich allein, beschämt oder ausgeliefert fühlt. Im digitalen Raum kann dieses Machtungleichgewicht durch Screenshots, Weiterleitungen, Likes, geteilte Bilder, Fake-Profile oder anonyme Accounts entstehen.


Abgrenzung zu Streit, Kritik und Konflikt

Nicht jeder digitale Konflikt ist Cyberbullying. Eine sachliche Kritik greift ein Verhalten oder eine Meinung an, nicht den Wert einer Person. Ein Streit kann laut, emotional und unangenehm sein, findet aber eher zwischen Beteiligten auf ähnlicher Ebene statt. Cyberbullying überschreitet Grenzen, weil es eine Person systematisch kleinmacht, demütigt, einschüchtert oder sozial isoliert. Entscheidend sind nicht nur einzelne Worte, sondern Muster, Wirkung und Machtverhältnis.


Anatomy of an Attack: Die Struktur einer digitalen Attacke verstehen

Die englische Formulierung Anatomy of an Attack bedeutet wörtlich „Anatomie eines Angriffs“. Gemeint ist: Man zerlegt eine digitale Attacke in erkennbare Bestandteile. Dadurch kannst Du früher erkennen, was passiert, und schneller helfen. Eine solche Analyse soll niemals zeigen, wie man andere angreift. Sie dient der Prävention, der Medienkompetenz und dem Schutz Betroffener.


Phase 1: Auslöser, Zielscheibe und Verletzlichkeit

Viele digitale Attacken beginnen mit einem Anlass: einem Foto, einem Gerücht, einem Missverständnis, einer Trennung, Neid, Gruppendruck oder dem Wunsch nach Aufmerksamkeit. Wichtig ist: Der Anlass rechtfertigt niemals die Attacke. Betroffene sind nicht schuld daran, dass andere Grenzen überschreiten. Täter:innen wählen oft Punkte aus, die eine Person verletzlich machen sollen, zum Beispiel Aussehen, Herkunft, Sprache, Geschlecht, Religion, Behinderung, sexuelle Orientierung, Kleidung, schulische Leistungen oder private Informationen.


Phase 2: Digitale Bühne und Publikum

Cyberbullying wirkt besonders stark, wenn es ein Publikum gibt. Ein beleidigender Beitrag in einem Gruppenchat, eine Story, ein Meme, ein bearbeitetes Bild oder ein Kommentar unter einem Video kann sich schnell verbreiten. Digitale Räume verändern die Dynamik: Menschen reagieren manchmal härter, weil sie die Verletzung der betroffenen Person nicht direkt sehen. Gleichzeitig können Zuschauende durch Likes, Emojis, Weiterleitungen oder Schweigen zur Verstärkung beitragen.


Phase 3: Eskalation und Verstärkung

Eine Attacke eskaliert, wenn weitere Personen einsteigen, Inhalte teilen, neue Beleidigungen hinzufügen oder die betroffene Person auch auf anderen Plattformen verfolgen. Dabei entstehen Wiederholung und Druck. Manche Angriffe wechseln zwischen privaten Nachrichten und öffentlicher Bloßstellung. Andere nutzen Fake-Accounts, um Verantwortung zu verschleiern. Auch scheinbar kleine Handlungen können Teil der Eskalation sein, wenn sie die Demütigung verlängern.


Phase 4: Isolation, Scham und Kontrollverlust

Betroffene erleben häufig Scham, Angst, Wut, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten oder das Gefühl, nicht mehr sicher zu sein. Digitale Inhalte können jederzeit wieder auftauchen. Deshalb endet Cyberbullying nicht automatisch nach Schulschluss. Wenn Freund:innen schweigen oder sich von der betroffenen Person abwenden, verstärkt sich die Isolation. Genau an dieser Stelle können Upstander und Erwachsene entscheidend helfen.


Phase 5: Unterbrechen, sichern, melden und unterstützen

Eine digitale Attacke kann unterbrochen werden. Wichtig ist, nicht in Rache oder Gegenbeleidigungen einzusteigen. Hilfreicher ist ein klarer Schutzplan: Beweise sichern, nicht weiterverbreiten, Betroffene ansprechen, Hilfe holen, Inhalte melden, Täter:innen blockieren und bei schweren Fällen Schule, Eltern, Beratungsstellen oder Polizei einbeziehen. Unterstützung bedeutet nicht, die Situation dramatischer zu machen, sondern die betroffene Person handlungsfähig zu machen.


Beteiligte Rollen

Bei Cyberbullying gibt es nicht nur Täter:innen und Betroffene. Eine digitale Attacke wird oft durch Rollen im Umfeld geprägt. Betroffene sind Personen, gegen die sich die Attacke richtet. Täter:innen starten oder steuern verletzende Handlungen. Mitläufer:innen verstärken durch Kommentare, Likes oder Weiterleitungen. Zuschauende sehen die Situation, bleiben aber passiv. Upstander unterstützen Betroffene aktiv, ohne sich selbst unnötig zu gefährden. Erwachsene, Schule, Plattformen und Beratungsstellen können helfen, wenn sie frühzeitig informiert werden.


Die Rolle der Zuschauenden

Zuschauende unterschätzen häufig ihren Einfluss. Ein Like kann als Zustimmung wirken. Eine Weiterleitung kann die Reichweite einer Bloßstellung vergrößern. Schweigen kann Betroffenen das Gefühl geben, allein zu sein. Umgekehrt kann schon eine kurze private Nachricht helfen: „Ich habe gesehen, was passiert ist. Das ist nicht okay. Soll ich mit Dir zu einer Lehrkraft gehen?“ Zivilcourage im Netz bedeutet, sicher, respektvoll und wirksam zu handeln.


Formen von Cyberbullying

  1. Flaming: Beschimpfungen, aggressive Kommentare oder öffentliche Streitbeiträge, die eine Person herabsetzen.
  2. Harassment: Wiederholte belästigende Nachrichten, Anrufe, Kommentare oder Kontaktversuche.
  3. Denigration: Verbreitung von Gerüchten, Lügen oder abwertenden Darstellungen über eine Person.
  4. Impersonation: Auftreten unter fremdem Namen oder Nutzung eines Fake-Profils, um jemandem zu schaden.
  5. Outing: Veröffentlichung privater Informationen, Bilder oder Nachrichten ohne Zustimmung.
  6. Exclusion: Absichtliches Ausgrenzen aus Gruppen, Chats oder digitalen Gemeinschaften.
  7. Doxing: Veröffentlichung persönlicher Daten wie Adresse, Telefonnummer oder privater Accounts.
  8. Cyberstalking: Wiederholtes Nachstellen, Überwachen oder Bedrohen über digitale Kanäle.
  9. Happy Slapping: Aufnehmen und Verbreiten von Gewalt- oder Demütigungsszenen.
  10. Hate Speech: Menschenfeindliche Angriffe gegen Personen oder Gruppen, zum Beispiel wegen Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung.


Warum Cyberbullying besonders belastend ist

Cyberbullying kann besonders belastend sein, weil digitale Kommunikation schnell, dauerhaft und schwer kontrollierbar ist. Ein verletzender Beitrag kann kopiert, kommentiert und weitergeleitet werden. Betroffene wissen oft nicht, wer alles mitliest. Die Attacke kann rund um die Uhr stattfinden, auch zu Hause oder in vermeintlich sicheren Räumen. Durch Anonymität oder Fake-Profile fühlen sich Täter:innen manchmal weniger verantwortlich. Gleichzeitig bleibt die psychische Wirkung real: Digitale Worte und Bilder können genauso verletzen wie Angriffe im direkten Kontakt.


Schutz- und Handlungsplan

Ein guter Schutzplan hilft Dir, in einer belastenden Situation nicht allein aus dem Gefühl heraus zu handeln. Er besteht aus klaren Schritten, die Sicherheit, Dokumentation und Unterstützung verbinden.

  1. Ruhe bewahren: Antworte nicht impulsiv mit Gegenbeleidigungen, denn das kann die Eskalation verstärken.
  2. Beweise sichern: Speichere Screenshots mit Datum, Uhrzeit, Accountnamen, Plattform und Kontext.
  3. Nicht weiterverbreiten: Teile verletzende Inhalte nicht, auch nicht „zur Warnung“.
  4. Blockieren: Begrenze den Kontakt, wenn eine Person Dich weiter belästigt.
  5. Melden: Nutze Meldefunktionen der Plattform und dokumentiere die Meldung.
  6. Vertrauensperson informieren: Wende Dich an Eltern, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Freund:innen oder eine Beratungsstelle.
  7. Notfall ernst nehmen: Bei Drohungen, Erpressung, sexualisierten Bildern, Stalking, Gewaltankündigungen oder Gedanken an Selbstverletzung muss sofort Hilfe geholt werden.


Hilfsangebote und Beratung

Du musst Cyberbullying nicht allein lösen. In Deutschland bieten verschiedene Stellen Unterstützung an. Nummer gegen Kummer ist für Kinder und Jugendliche unter 116 111 erreichbar und bietet auch Online-Beratung. JUUUPORT ist eine Online-Beratung von Jugendlichen für Jugendliche bei Problemen im Netz. klicksafe stellt Informationen, Materialien und eine Cyber-Mobbing-Erste-Hilfe-App bereit. In akuten Gefahrensituationen sind Vertrauenspersonen vor Ort, Schule, Polizei oder Notruf wichtiger als jede Online-Recherche.

  1. klicksafe: Cybermobbing
  2. JUUUPORT: Online-Beratung
  3. Nummer gegen Kummer: Cybermobbing


Prävention in Schule, Ausbildung und Gruppe

Cyberbullying lässt sich nicht nur durch Reaktion, sondern auch durch Prävention verringern. Eine Lerngruppe braucht klare Regeln für digitale Kommunikation. Dazu gehören respektvolle Sprache, Einverständnis vor dem Teilen von Bildern, keine Bloßstellung, klare Meldewege, Schutz von Passwörtern und eine Kultur, in der Hilfeholen nicht als Petzen gilt. Prävention funktioniert besonders gut, wenn Lernende selbst Regeln formulieren, Fallbeispiele diskutieren und üben, wie man als Upstander handelt.


Klassenvereinbarung für digitale Kommunikation

Eine Klassenvereinbarung kann festhalten, wie eine Gruppe online miteinander umgehen will. Sie sollte nicht nur Verbote enthalten, sondern auch positive Ziele: Wir fragen nach, bevor wir private Inhalte teilen. Wir reagieren nicht mit Likes auf Demütigung. Wir melden verletzende Inhalte. Wir holen Hilfe, wenn jemand bedroht wird. Wir sprechen Konflikte möglichst direkt, fair und mit Unterstützung an. Solche Regeln müssen regelmäßig überprüft werden, weil digitale Plattformen und Gruppendynamiken sich verändern.


Englisch-Deutsch-Wortschatz zum Video

English term Deutsche Bedeutung Bedeutung im Thema
Bullying Mobbing Wiederholtes oder systematisches Schikanieren einer Person
Cyberbullying Cyber-Mobbing Mobbing mit digitalen Medien
Target Zielperson Person, gegen die sich die Attacke richtet
Bystander Zuschauer:in Person, die den Angriff bemerkt, aber zunächst nicht eingreift
Upstander Unterstützende Person Person, die sicher und aktiv hilft
Escalation Eskalation Verschärfung eines Konflikts oder Angriffs
Evidence Beweis Dokumentation von Nachrichten, Bildern, Accounts oder Zeitpunkten
Report Melden Plattform, Schule oder verantwortliche Stelle informieren


Ethische und rechtliche Perspektive

Cyberbullying verletzt nicht nur Gefühle, sondern auch Menschenwürde, Persönlichkeitsrechte und Regeln des Zusammenlebens. In Deutschland ist Cyber-Mobbing nicht als ein einziger eigener Straftatbestand geregelt. Einzelne Handlungen können aber rechtliche Folgen haben, zum Beispiel Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung, Bedrohung, Nachstellung, Verletzung des Rechts am eigenen Bild oder Verletzung der Privatsphäre. Für Lernende ist wichtig: Auch wenn etwas „nur online“ passiert, kann es reale schulische, persönliche und rechtliche Konsequenzen haben.

Ethisch geht es um Verantwortung. Wer digitale Inhalte erstellt, teilt oder bewertet, handelt nicht im leeren Raum. Hinter jedem Profil steht ein Mensch. Empathie, Fairness und Respekt sind deshalb keine Zusatzregeln, sondern Grundlagen demokratischer digitaler Kommunikation.


Videoarbeit: Analyseauftrag

Nutze das eingebundene Video in drei Schritten. Vor dem Anschauen notierst Du, was Du unter Cyberbullying verstehst und welche Warnzeichen Dir bekannt sind. Während des Anschauens achtest Du auf Begriffe wie „attack“, „target“, „bystander“, „evidence“ und „report“. Nach dem Anschauen erstellst Du eine kurze Analyse: Welche Phase der Attacke wurde sichtbar? Welche Rolle hatten Zuschauende? Welche Handlung hätte die Attacke stoppen oder abschwächen können? Welche Unterstützung hätte die betroffene Person gebraucht?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt Cyberbullying am besten? (Wiederholtes oder gezieltes Verletzen mit digitalen Mitteln) (!Jede sachliche Kritik in einem Kommentar) (!Ein freundlicher Hinweis auf einen Fehler) (!Ein privates Missverständnis ohne Angriff)




Warum kann Cyberbullying besonders belastend sein? (Weil Inhalte schnell verbreitet und dauerhaft sichtbar sein können) (!Weil digitale Angriffe niemals echte Folgen haben) (!Weil Betroffene Nachrichten immer sofort löschen können) (!Weil online niemand Verantwortung trägt)




Was ist ein sinnvoller erster Schritt bei einer digitalen Attacke? (Beweise sichern und Unterstützung holen) (!Mit einer noch härteren Beleidigung antworten) (!Den Angriff an möglichst viele Personen weiterleiten) (!Das eigene Passwort mit Freundinnen und Freunden teilen)




Was bedeutet Impersonation im Zusammenhang mit Cyberbullying? (Jemand gibt sich online als eine andere Person aus) (!Jemand löscht freiwillig einen alten Beitrag) (!Jemand schreibt eine höfliche Entschuldigung) (!Jemand erstellt eine sichere Klassenregel)




Welche Rolle beschreibt einen Upstander? (Eine Person unterstützt Betroffene sicher und aktiv) (!Eine Person verstärkt Angriffe durch Likes) (!Eine Person startet ein Gerücht) (!Eine Person nutzt ein Fake-Profil zum Täuschen)




Welche Handlung verstärkt Cyberbullying häufig? (Verletzende Inhalte weiterleiten) (!Betroffene privat unterstützen) (!Screenshots zur Beweissicherung speichern) (!Eine Vertrauensperson informieren)




Was gehört zu einer guten Beweissicherung? (Screenshot mit Datum, Accountname und Kontext speichern) (!Nur mündlich erzählen, was ungefähr passiert ist) (!Alle Nachrichten sofort löschen) (!Den Täter öffentlich bloßstellen)




Welche Aussage zur Rechtslage in Deutschland ist richtig? (Einzelne Cyberbullying-Handlungen können strafbar sein) (!Cyberbullying ist online immer völlig erlaubt) (!Beleidigungen sind nur offline problematisch) (!Private Bilder dürfen immer geteilt werden)




Was unterscheidet Mobbing oft von einem gleichwertigen Streit? (Ein Machtungleichgewicht und wiederholter Druck) (!Ein einmaliger höflicher Widerspruch) (!Eine gemeinsame Lösung ohne Abwertung) (!Eine sachliche Diskussion über Regeln)




Welche Maßnahme hilft bei der Prävention in einer Klasse? (Gemeinsame Regeln für respektvolle digitale Kommunikation) (!Geheime Gruppen zum Lästern erlauben) (!Passwörter in der Klasse sammeln) (!Beleidigungen als Spaß grundsätzlich ignorieren)





Memory

Cyberbullying Digitale Schikane
Screenshot Beweissicherung
Blockieren Kontakt begrenzen
Melden Plattform einschalten
Upstander Unterstützende Person
Netiquette Regeln des Miteinanders
Impersonation Identitätsmissbrauch
Doxing Veröffentlichung privater Daten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Warnzeichen erkennen Frühe Phase der Attacke
Beweise sichern Dokumentation
Kontakt blockieren Selbstschutz
Vertrauensperson informieren Unterstützung
Plattform melden Prüfung und Entfernung






Kreuzworträtsel

Cybermobbing Wie nennt man wiederholtes Schikanieren mit digitalen Mitteln?
Screenshot Womit sicherst Du sichtbare Beweise auf dem Bildschirm?
Upstander Wie nennt man eine Person, die Betroffene aktiv unterstützt?
Netiquette Wie heißen Regeln für respektvolles Verhalten im Netz?
Privatsphaere Welche persönliche Zone schützt Daten, Bilder und Grenzen?
Meldung Was kann bei einer Plattform eine Prüfung auslösen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Cyberbullying ist eine Form von

, bei der Menschen über digitale Medien gezielt verletzt werden. Besonders belastend ist es, wenn Inhalte durch

schnell ein großes Publikum erreichen. Wer betroffen ist, sollte nicht mit Gegenangriffen reagieren, sondern zuerst

sichern. Eine unterstützende Person, die nicht nur zusieht, nennt man

. Bei schweren Angriffen ist eine

wichtig, damit niemand allein bleibt. Plattformen können durch eine

auf verletzende Inhalte aufmerksam gemacht werden. Prävention gelingt besser, wenn eine Gruppe klare Regeln der

vereinbart. Beim Teilen von Bildern muss immer das

beachtet werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte Cyberbullying: Erstelle eine Begriffskarte mit den Wörtern Cyberbullying, Bystander, Upstander, Screenshot und Meldung; ergänze zu jedem Begriff eine kurze Erklärung in eigenen Worten.
  2. Video-Wortschatz: Sammle zehn englische Wörter aus dem Video und schreibe jeweils eine deutsche Erklärung sowie einen Beispielsatz auf.
  3. Gefühlsbarometer: Zeichne ein Barometer, das zeigt, wie sich eine betroffene Person während einer digitalen Attacke fühlen könnte; ergänze hilfreiche Sätze, die Unterstützung geben.
  4. Netiquette-Plakat: Gestalte ein Plakat mit fünf positiven Regeln für Klassenchats und digitale Gruppen.


Standard

  1. Fallanalyse: Analysiere ein fiktives Fallbeispiel zu Cyberbullying und ordne die Rollen Betroffene, Täter:innen, Mitläufer:innen, Zuschauende und Upstander zu.
  2. Sicherheitsplan: Entwickle einen Handlungsplan für Betroffene mit den Schritten Beweise sichern, Hilfe holen, blockieren, melden und nachsorgen.
  3. Interview Medienkompetenz: Führe ein Interview mit einer Lehrkraft, Schulsozialarbeit oder einer Beratungsstelle über Prävention gegen Cyberbullying und fasse die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.
  4. Klassenvereinbarung Digital: Entwirf eine Klassenvereinbarung für respektvolle digitale Kommunikation und begründe jede Regel mit einem konkreten Risiko.


Schwer

  1. Anatomie einer Attacke: Erstelle ein Ablaufdiagramm, das eine digitale Attacke in Phasen zeigt und zu jeder Phase eine wirksame Gegenmaßnahme formuliert.
  2. Rechts- und Ethikvergleich: Vergleiche eine Cyberbullying-Situation aus ethischer und rechtlicher Perspektive; erkläre, warum nicht alles, was technisch möglich ist, auch erlaubt oder verantwortbar ist.
  3. Präventionskampagne: Entwickle eine kleine Kampagne für Deine Schule oder Ausbildungseinrichtung mit Slogan, Informationsmaterial, Meldeweg und Unterstützungsangebot.
  4. Peer-Beratung Rollenspiel: Entwirf ein Rollenspiel, in dem eine betroffene Person Hilfe sucht, eine zuschauende Person unsicher ist und ein Upstander einen sicheren Weg zur Unterstützung findet.



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Lernnachweis

Der Lernnachweis besteht aus einem kurzen Portfolio. Sammle Deine Videoanalyse, eine Rollenübersicht, einen Schutz- und Handlungsplan sowie eine eigene Präventionsidee. Zeige darin, dass Du Cyberbullying nicht nur definieren, sondern auf eine neue Situation anwenden kannst. Der Lernnachweis enthält keine externen Medien und keine persönlichen Daten realer Betroffener.

  1. Portfolio Cyberbullying: Erstelle eine Mappe mit Definition, Rollenmodell, Angriffsphasen, Hilfsplan und Reflexion.
  2. Falltransfer: Übertrage den Schutzplan auf ein neues fiktives Fallbeispiel und begründe Deine Entscheidungen.
  3. Reflexion Verantwortung: Schreibe eine persönliche Reflexion darüber, wie Du als Zuschauer:in Verantwortung übernehmen kannst, ohne Dich selbst zu gefährden.


Lernkontrolle

  1. Transfer Fallbeispiel: Du erhältst ein Fallbeispiel mit Chatnachrichten, Screenshots und Reaktionen einer Gruppe; analysiere, ob es sich um Cyberbullying handelt, und begründe Deine Entscheidung anhand von Wiederholung, Machtverhältnis, Öffentlichkeit und Wirkung.
  2. Handlungsplan begründen: Entwickle einen konkreten Unterstützungsplan für eine betroffene Person und erkläre, warum jeder Schritt Sicherheit erhöht, ohne die Eskalation zu verstärken.
  3. Rollenwechsel: Beschreibe dieselbe Situation aus Sicht einer betroffenen Person, einer zuschauenden Person und einer Lehrkraft; leite daraus ab, welche Informationen jede Rolle braucht, um sinnvoll zu handeln.
  4. Prävention bewerten: Vergleiche zwei mögliche Klassenregeln zur digitalen Kommunikation und bewerte, welche Regel wirksamer gegen Cyberbullying ist.
  5. Medienethische Reflexion: Erörtere, wie Likes, Shares und Kommentare Verantwortung erzeugen, auch wenn eine Person den ursprünglichen Angriff nicht gestartet hat.




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