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Konflikte und Kommunikation im Deutschunterricht Klasse 5 und 6

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Konflikte und Kommunikation im Deutschunterricht Klasse 5 und 6



Einleitung

Konflikte & Kommunikation sind wichtige Themen im Deutschunterricht der Klassen 5 und 6, weil Du im Unterricht, in Gruppenarbeiten, in der Pause, zu Hause und in digitalen Chats ständig mit anderen Menschen sprichst, zuhörst, nachfragst, widersprichst und Lösungen suchst. Ein Konflikt entsteht, wenn Menschen unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse, Meinungen, Erwartungen oder Ziele haben und diese Unterschiede als störend, ungerecht oder verletzend erleben. Kommunikation bedeutet, dass Menschen Zeichen, Sprache, Gestik, Mimik oder Medien nutzen, um etwas mitzuteilen und zu verstehen.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Gespräche gelingen, warum Missverständnisse entstehen, wie Konflikte eskalieren können und welche sprachlichen Werkzeuge Dir helfen, Streit fair zu lösen. Besonders wichtig sind dabei respektvolles Sprechen, aktives Zuhören, Ich-Botschaften, Gesprächsregeln, Perspektivwechsel und die Suche nach einem Kompromiss.

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Was Du in diesem aiMOOC lernst

In diesem aiMOOC übst Du nicht nur Begriffe auswendig. Du trainierst, wie Du in echten Situationen sprachlich handeln kannst. Du lernst, eine schwierige Situation zu beschreiben, Gefühle zu benennen, Bedürfnisse zu erkennen, Vorwürfe umzuwandeln und gemeinsam Lösungen zu finden. Das hilft Dir im Deutschunterricht, weil Gespräche, Diskussionen, Rollenspiele, Szenen, Erzählungen, Briefe, Chats und Klassenratsgespräche immer mit Sprache gestaltet werden.


Warum das Thema in Klasse 5 und 6 wichtig ist

Der Wechsel auf eine weiterführende Schule bringt neue Klassen, neue Lehrkräfte, neue Regeln und neue Gruppenarbeiten mit sich. Dadurch entstehen manchmal Unsicherheiten oder Streit. Wer lernt, eigene Gedanken klar und freundlich auszudrücken, kann Konflikte besser verstehen und lösen. Im Deutschunterricht geht es deshalb nicht nur um Rechtschreibung, Grammatik und Lesen, sondern auch um Gesprächskompetenz, Argumentation, Zuhören, Sprechen und Schreiben in unterschiedlichen Situationen.


Grundbegriffe


Konflikt

Ein Konflikt ist mehr als ein kurzer Ärger. Bei einem Konflikt prallen unterschiedliche Wünsche, Interessen, Meinungen oder Ziele aufeinander. Ein Konflikt kann zwischen zwei Personen, innerhalb einer Gruppe oder sogar in einer Geschichte zwischen Figuren entstehen. In der Literatur ist ein Konflikt oft der Motor einer Handlung: Eine Figur möchte etwas erreichen, stößt aber auf Hindernisse, Regeln, Gegenspieler oder innere Zweifel.

Beispiel aus dem Schulalltag: Zwei Kinder möchten in einer Gruppenarbeit die Leitung übernehmen. Beide haben gute Ideen, aber niemand hört dem anderen richtig zu. Daraus entsteht ein Konflikt um Rollen, Anerkennung und Mitbestimmung.


Kommunikation

Kommunikation bedeutet, dass Informationen, Gefühle, Wünsche oder Gedanken zwischen Menschen ausgetauscht werden. Das geschieht mit Sprache, aber auch mit Körpersprache, Mimik, Gestik, Stimme, Blickkontakt, Abstand, Bildern, Symbolen und digitalen Nachrichten. Kommunikation ist also nicht nur das, was gesagt wird, sondern auch, wie etwas gesagt wird und wie es beim Gegenüber ankommt.


Sender-Empfänger-Modell

Das Sender-Empfänger-Modell zeigt vereinfacht, wie Kommunikation funktionieren kann. Eine Person sendet eine Nachricht, eine andere Person empfängt sie. Zwischen beiden können Störungen entstehen. Eine Nachricht kann anders gemeint sein, als sie verstanden wird. Deshalb sind Nachfragen, genaues Zuhören und klare Formulierungen so wichtig.

Beispiel: Jemand sagt: „Du bist aber früh fertig.“ Das kann als Lob gemeint sein, aber auch als Spott verstanden werden. Erst durch Tonfall, Situation, Mimik und Nachfrage wird klarer, wie die Aussage gemeint ist.


Missverständnis

Ein Missverständnis entsteht, wenn eine Nachricht anders verstanden wird, als sie gemeint war. Missverständnisse sind häufige Auslöser von Konflikten. Sie entstehen zum Beispiel durch unklare Formulierungen, Ironie, fehlende Informationen, Vorurteile, laute Umgebung, Zeitdruck oder digitale Kommunikation ohne Mimik und Stimme.


Streit und Konflikt unterscheiden

Ein Streit ist oft die sichtbare Form eines Konflikts. Menschen werden laut, machen Vorwürfe oder ziehen sich zurück. Der eigentliche Konflikt liegt aber häufig tiefer: Jemand fühlt sich nicht ernst genommen, ausgeschlossen, ungerecht behandelt oder übergangen. Wer nur den Streit betrachtet, löst oft nicht die Ursache. Wer nach Interessen und Bedürfnissen fragt, kann nachhaltiger eine Lösung finden.


Konflikte verstehen


Häufige Konfliktursachen im Schulalltag

  1. Missverständnisse: Eine Aussage kommt anders an, als sie gemeint war.
  2. Gefühlte Ungerechtigkeit: Jemand glaubt, unfair behandelt zu werden.
  3. Unklare Rollen: In einer Gruppe ist nicht geklärt, wer was übernimmt.
  4. Ausgeschlossenwerden: Jemand fühlt sich nicht beachtet oder nicht beteiligt.
  5. Konkurrenz: Mehrere Personen wollen dieselbe Aufgabe, Aufmerksamkeit oder Anerkennung.
  6. Regelverstöße: Vereinbarte Regeln werden nicht eingehalten.
  7. Digitale Missverständnisse: Kurze Chats, Emojis oder fehlender Tonfall führen zu falschen Deutungen.


Konfliktarten für Klasse 5 und 6

  1. Sachkonflikt: Es geht um Fakten, Informationen oder unterschiedliche Vorschläge.
  2. Interessenkonflikt: Zwei Personen wollen Unterschiedliches erreichen.
  3. Beziehungskonflikt: Jemand fühlt sich verletzt, abgelehnt oder nicht respektiert.
  4. Rollenkonflikt: Es ist unklar, welche Aufgabe oder Verantwortung jemand hat.
  5. Wertekonflikt: Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was richtig, wichtig oder gerecht ist.
  6. Innerer Konflikt: Eine Person ist mit sich selbst uneinig, zum Beispiel zwischen Mut und Angst.


Konflikte in Geschichten erkennen

Im Deutschunterricht begegnen Dir Konflikte auch in Erzählungen, Fabeln, Märchen, Jugendromanen, Szenen und Comics. Du kannst fragen: Wer will was? Wer oder was steht dem Ziel im Weg? Welche Gefühle haben die Figuren? Welche Lösung wäre fair? Welche Wörter zeigen, dass die Stimmung kippt?

Beispiel: Eine Figur möchte dazugehören, wird aber von einer Gruppe ausgeschlossen. Der äußere Konflikt ist die Ausgrenzung. Der innere Konflikt kann sein, ob die Figur sich wehren, schweigen oder Hilfe holen soll.


Kommunikation bewusst gestalten


Gesprächsregeln

Gesprächsregeln helfen, damit Gespräche fair bleiben. Sie schützen alle Beteiligten und geben Orientierung. Gute Gesprächsregeln sind nicht nur Verbote, sondern Hilfen für ein besseres Miteinander.

  1. Zuhören: Lass andere ausreden und konzentriere Dich auf das Gesagte.
  2. Respekt: Sprich über das Verhalten, nicht abwertend über die Person.
  3. Ich-Botschaft: Sage, was Du wahrnimmst, fühlst und brauchst.
  4. Nachfrage: Frage nach, wenn Du etwas nicht verstanden hast.
  5. Sachlichkeit: Bleibe beim Thema und vermeide Beleidigungen.
  6. Kompromiss: Suche nach einer Lösung, mit der beide Seiten leben können.
  7. Vertraulichkeit: Erzähle persönliche Dinge nicht ungefragt weiter.


Aktives Zuhören

Aktives Zuhören bedeutet, dass Du nicht nur still bist, sondern wirklich verstehen willst. Du schaust die sprechende Person an, unterbrichst nicht, fasst Wichtiges in eigenen Worten zusammen und fragst nach. Dadurch merkt Dein Gegenüber, dass Du es ernst nimmst.

Satzanfänge für aktives Zuhören:

  1. Zusammenfassen: „Du meinst also, dass …“
  2. Nachfragen: „Habe ich richtig verstanden, dass …?“
  3. Gefühle spiegeln: „Du klingst gerade enttäuscht, weil …“
  4. Klären: „Was genau ist für Dich das Problem?“
  5. Lösungen öffnen: „Was müsste passieren, damit es besser wird?“


Ich-Botschaften und Du-Botschaften

Eine Ich-Botschaft beschreibt die eigene Wahrnehmung, das eigene Gefühl und den eigenen Wunsch. Sie greift die andere Person nicht an. Eine Du-Botschaft klingt dagegen oft wie ein Vorwurf oder eine Abwertung. Dadurch verteidigt sich das Gegenüber schneller, und der Konflikt kann eskalieren.

Du-Botschaft: „Du nervst immer und bist total unfair.“

Ich-Botschaft: „Ich fühle mich gestört, wenn mein Vorschlag unterbrochen wird, weil ich meine Idee zu Ende erklären möchte. Ich wünsche mir, dass wir nacheinander sprechen.“


Aufbau einer guten Ich-Botschaft

Eine hilfreiche Ich-Botschaft besteht aus mehreren Teilen. Du musst sie nicht immer perfekt auswendig aufsagen, aber die Reihenfolge hilft Dir beim Formulieren.

  1. Beobachtung: Was ist konkret passiert?
  2. Gefühl: Wie geht es mir damit?
  3. Bedürfnis: Was brauche ich?
  4. Bitte: Was wünsche ich mir jetzt?

Beispiel: „Wenn während meiner Präsentation gelacht wird, fühle ich mich unsicher, weil ich ernst genommen werden möchte. Bitte hört zu, bis ich fertig bin.“


Gewaltfreie Kommunikation als Hilfe

Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg arbeitet mit den vier Schritten Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte. Für Klasse 5 und 6 bedeutet das: Beschreibe zuerst möglichst genau, was passiert ist, ohne zu beleidigen. Sage dann, wie Du Dich fühlst. Überlege, welches Bedürfnis dahintersteckt. Formuliere zum Schluss eine konkrete Bitte.

Wichtig ist: Eine Bitte ist kein Befehl. Dein Gegenüber darf antworten, nachfragen oder eine andere Lösung vorschlagen. So entsteht ein Gespräch statt ein Machtkampf.


Konflikte lösen


Schrittfolge für ein faires Konfliktgespräch

  1. Stopp: Unterbrich den Streit, bevor er verletzend wird.
  2. Beruhigen: Atme durch und sprich erst weiter, wenn Du zuhören kannst.
  3. Situation klären: Beschreibe, was passiert ist.
  4. Gefühle benennen: Sage, wie es Dir geht.
  5. Perspektive wechseln: Überlege, wie die andere Person die Situation erlebt.
  6. Lösungen sammeln: Findet mehrere Möglichkeiten, ohne sofort zu bewerten.
  7. Vereinbarung treffen: Entscheidet Euch für eine faire Lösung.
  8. Überprüfen: Schaut später, ob die Lösung funktioniert.


Perspektivwechsel

Perspektivwechsel bedeutet, dass Du versuchst, die Situation aus der Sicht einer anderen Person zu betrachten. Das heißt nicht, dass Du alles gut finden musst. Es hilft aber, die Gründe, Gefühle und Bedürfnisse des anderen besser zu verstehen. Im Deutschunterricht kannst Du Perspektivwechsel üben, indem Du innere Monologe, Tagebucheinträge oder Dialoge aus der Sicht verschiedener Figuren schreibst.


Kompromiss und Win-win-Lösung

Ein Kompromiss ist eine Lösung, bei der beide Seiten etwas bekommen, aber auch etwas nachgeben. Eine Win-win-Situation geht noch weiter: Beide Seiten erleben die Lösung als Gewinn. Das gelingt, wenn nicht nur Positionen verglichen werden, sondern Bedürfnisse erkannt werden.

Positionen: „Ich will das Plakat gestalten.“ – „Nein, ich will das Plakat gestalten.“

Bedürfnisse: „Ich möchte kreativ arbeiten.“ – „Ich möchte, dass meine Idee sichtbar wird.“

Mögliche Lösung: Eine Person gestaltet Überschriften und Bilder, die andere ordnet Inhalte und Farben. Beide Ideen werden sichtbar.


Mediation und Streitschlichtung

Mediation bedeutet Vermittlung. Eine neutrale Person hilft den Beteiligten, miteinander zu sprechen und selbst eine Lösung zu finden. In der Schule nennt man das oft Streitschlichtung. Die vermittelnde Person entscheidet nicht wie ein Richter, sondern achtet darauf, dass alle ausreden dürfen, verstanden werden und eine faire Vereinbarung entwickeln.


Sprache in Konflikten untersuchen


Wortwahl und Wirkung

Wörter können beruhigen oder verletzen. Im Deutschunterricht kannst Du untersuchen, welche Wirkung bestimmte Formulierungen haben. Wörter wie „immer“, „nie“, „alle“, „typisch“ oder „selbst schuld“ verallgemeinern stark und verschärfen oft einen Konflikt. Konkrete Beobachtungen wirken fairer.

Eskalierend: „Du machst nie etwas richtig.“

Deeskalierend: „Heute fehlt noch Dein Teil der Gruppenaufgabe.“


Tonfall, Mimik und Gestik

Auch Tonfall, Mimik und Gestik beeinflussen, wie eine Botschaft verstanden wird. Ein Satz kann freundlich, ironisch, genervt oder drohend wirken. Deshalb ist es in Konflikten wichtig, nicht nur auf den Inhalt zu achten, sondern auch auf die Art des Sprechens.


Digitale Kommunikation

In Chats, Klassenplattformen oder sozialen Medien fehlen oft Stimme, Blickkontakt und Körpersprache. Deshalb werden Nachrichten schneller falsch verstanden. Schreibe in digitalen Konflikten besonders klar, respektvoll und ohne Beleidigungen. Lies Deine Nachricht vor dem Absenden noch einmal. Frage Dich: Würde ich das der Person auch direkt ins Gesicht sagen? Könnte mein Satz verletzend wirken? Habe ich eine Lösung angeboten?


Kommunikationswerkzeuge für den Deutschunterricht


Satzstarter für faire Gespräche

  1. Ich-Botschaft: „Ich fühle mich …, wenn …, weil …“
  2. Bitte: „Ich wünsche mir, dass …“
  3. Nachfrage: „Kannst Du erklären, was Du damit meinst?“
  4. Perspektivwechsel: „Vielleicht hast Du es so erlebt, dass …“
  5. Entschuldigung: „Es tut mir leid, dass …“
  6. Lösung: „Ein Vorschlag wäre …“
  7. Kompromiss: „Wir könnten beide …“


Mini-Checkliste vor einem Konfliktgespräch

  1. Zielklärung: Was möchte ich mit dem Gespräch erreichen?
  2. Gefühlsklärung: Was fühle ich wirklich?
  3. Beobachtung: Was ist konkret passiert?
  4. Bedürfnis: Was brauche ich?
  5. Bitte: Welche konkrete Bitte kann ich formulieren?
  6. Respekt: Wie kann ich sprechen, ohne zu verletzen?


Vom Vorwurf zur fairen Formulierung

Vorwurf Faire Formulierung
Du hörst nie zu. Ich habe den Eindruck, dass mein Satz gerade nicht angekommen ist. Bitte hör mir kurz zu.
Du bist schuld. Ich möchte klären, was passiert ist und welchen Anteil wir beide daran haben.
Ihr schließt mich immer aus. Ich fühle mich ausgeschlossen, wenn ich bei der Gruppenentscheidung nicht gefragt werde.
Das ist total dumm. Ich sehe das anders und möchte meinen Vorschlag erklären.
Du bist gemein. Ich war verletzt, als Du das gesagt hast.


Beispiel: Konflikt in einer Gruppenarbeit

Vier Kinder sollen gemeinsam ein Plakat gestalten. Zwei Kinder schreiben sofort los. Ein Kind malt, ohne die anderen zu fragen. Ein Kind sitzt still daneben, weil es nicht weiß, welche Aufgabe es übernehmen soll. Nach zehn Minuten sagt jemand: „Du machst ja gar nichts!“ Der Streit beginnt.

Analyse: Der sichtbare Streit dreht sich um Mitarbeit. Dahinter liegen aber unklare Rollen, fehlende Absprachen und vielleicht Unsicherheit. Eine faire Lösung wäre, zuerst Aufgaben zu verteilen, Vorschläge zu sammeln und alle zu fragen, was sie beitragen möchten.

Mögliche Ich-Botschaft: „Ich fühle mich unsicher, wenn die Aufgaben schon verteilt sind, ohne dass ich gefragt wurde. Ich möchte auch einen Teil übernehmen. Können wir kurz gemeinsam klären, wer was macht?“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Konflikt? (Eine Situation mit unterschiedlichen Interessen oder Zielen) (!Ein Gespräch ohne Missverständnisse) (!Eine Regel für Rechtschreibung) (!Eine immer freundliche Unterhaltung)




Was hilft besonders beim aktiven Zuhören? (Das Gesagte in eigenen Worten zusammenfassen) (!Das Gegenüber sofort unterbrechen) (!Nebenbei eine Nachricht schreiben) (!Nur auf die eigene Antwort warten)




Welche Formulierung ist eine Ich-Botschaft? (Ich fühle mich gestört, wenn ich unterbrochen werde) (!Du störst immer alle) (!Du bist total unfair) (!Keiner kann mit dir arbeiten)




Warum können Du-Botschaften Konflikte verschärfen? (Sie klingen oft wie Vorwürfe oder Angriffe) (!Sie beschreiben nur eigene Gefühle) (!Sie stellen immer höfliche Fragen) (!Sie lösen Konflikte automatisch)




Was bedeutet Perspektivwechsel? (Eine Situation aus der Sicht einer anderen Person betrachten) (!Die eigene Meinung immer aufgeben) (!Einen Text schneller abschreiben) (!Im Streit lauter sprechen)




Welche Reihenfolge passt zur Gewaltfreien Kommunikation? (Beobachtung Gefühl Bedürfnis Bitte) (!Bitte Gefühl Vorwurf Strafe) (!Meinung Schuld Drohung Befehl) (!Beleidigung Erklärung Sieg Ausrede)




Was ist ein Kompromiss? (Eine Lösung, bei der beide Seiten etwas nachgeben) (!Eine Lösung, bei der nur eine Person gewinnt) (!Ein Streit ohne Gespräch) (!Eine Beleidigung mit Begründung)




Welche Gesprächsregel ist fair? (Andere ausreden lassen) (!Über andere lachen) (!Absichtlich Gerüchte verbreiten) (!Immer das letzte Wort haben)




Was kann in digitaler Kommunikation leicht fehlen? (Mimik Stimme und Tonfall) (!Buchstaben und Wörter) (!Tastatur und Bildschirm) (!Satzzeichen und Absätze)




Welche Frage hilft bei der Lösung eines Konflikts? (Was brauchst du, damit es besser wird) (!Wer ist allein schuld) (!Wie können wir jemanden ausschließen) (!Wie gewinnen wir den Streit)





Memory

Ich-Botschaft Eigene Gefühle ausdrücken
Aktives Zuhören Gesagtes zusammenfassen
Perspektivwechsel Andere Sicht verstehen
Kompromiss Beide geben etwas nach
Mediation Neutrale Vermittlung
Gesprächsregel Fairer Ablauf
Bedürfnis Was jemand braucht





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Beobachtung Was ist konkret passiert
Gefühl Wie geht es mir damit
Bedürfnis Was brauche ich
Bitte Was wünsche ich mir jetzt
Vereinbarung Worauf einigen wir uns






Kreuzworträtsel

Konflikt Wie nennt man einen Streit um unterschiedliche Interessen?
Empathie Wie heißt die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen?
Kompromiss Wie nennt man eine Lösung, bei der beide Seiten nachgeben?
Zuhoeren Was tust du aktiv, wenn du nicht unterbrichst und das Gesagte zusammenfasst?
Beduerfnis Was steckt oft hinter einem Gefühl und zeigt, was jemand braucht?
Respekt Welche Haltung zeigt, dass du dein Gegenüber ernst nimmst?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein

entsteht, wenn Menschen unterschiedliche Interessen oder Ziele haben. Gute

hilft, Missverständnisse zu klären. Beim

versuchst Du, Dein Gegenüber wirklich zu verstehen. Eine

beschreibt die eigene Wahrnehmung und das eigene Gefühl. Eine

kann wie ein Angriff wirken. In der Gewaltfreien Kommunikation folgt nach der Beobachtung das

. Hinter vielen Gefühlen steckt ein

. Eine konkrete

zeigt, was sich ändern soll. Ein

bedeutet, dass beide Seiten etwas nachgeben. Durch

bleibt ein Gespräch fair.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Gesprächsregeln: Sammle fünf Regeln, die ein Klassengespräch fairer machen, und erkläre zu jeder Regel in einem Satz, warum sie wichtig ist.
  2. Ich-Botschaft: Wandle fünf Du-Botschaften in faire Ich-Botschaften um und markiere Beobachtung, Gefühl und Bitte.
  3. Konfliktsituation: Beschreibe eine erfundene Streitsituation aus dem Schulalltag und benenne das eigentliche Problem dahinter.
  4. Zuhören: Führe mit einer Partnerin oder einem Partner ein kurzes Gespräch und fasse anschließend zusammen, was Du verstanden hast.


Standard

  1. Rollenspiel: Entwickelt zu zweit ein Rollenspiel, in dem ein Konflikt zuerst eskaliert und danach mit Gesprächsregeln gelöst wird.
  2. Perspektivwechsel: Schreibe einen Tagebucheintrag aus der Sicht von zwei verschiedenen Figuren, die denselben Konflikt unterschiedlich erleben.
  3. Comic: Gestalte einen Comic mit mindestens sechs Bildern, in dem ein Missverständnis entsteht und durch Nachfragen geklärt wird.
  4. Klassenrat: Entwirf eine Tagesordnung für einen Klassenrat, in dem ein Konflikt respektvoll besprochen werden kann.


Schwer

  1. Mediation: Plant in einer Gruppe ein Streitschlichtungsgespräch mit Rollen für beide Konfliktparteien und eine neutrale Vermittlung.
  2. Dialoganalyse: Analysiere einen Streitdialog aus einem Jugendbuch oder einer Szene und untersuche, welche Wörter eskalierend oder deeskalierend wirken.
  3. Podcast: Erstellt einen kurzen Audiobeitrag zum Thema faire Kommunikation und erklärt darin drei Gesprächswerkzeuge mit Beispielen.
  4. Projekt: Entwickelt ein Plakat oder digitales Lernprodukt für Eure Schule mit Tipps gegen verletzende Sprache und für respektvolle Konfliktlösung.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Erkläre an einer selbst erfundenen Situation, warum ein Konflikt nicht nur durch den sichtbaren Streit, sondern durch dahinterliegende Bedürfnisse verstanden werden sollte.
  2. Dialoggestaltung: Schreibe einen Streitdialog so um, dass aus Vorwürfen Ich-Botschaften, Nachfragen und Lösungsvorschläge werden.
  3. Perspektivvergleich: Vergleiche zwei Sichtweisen auf denselben Konflikt und zeige, welche Informationen jede Person möglicherweise nicht kennt.
  4. Konfliktlösung: Entwickle für einen Gruppenarbeitskonflikt drei mögliche Lösungen und bewerte, welche Lösung am fairsten ist.
  5. Medienkompetenz: Erkläre, warum ein Streit im Klassenchat schneller eskalieren kann als ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht, und formuliere drei Schutzregeln.
  6. Literarischer Konflikt: Übertrage die Konfliktwerkzeuge auf eine Figur aus einem Text und beschreibe, welche Entscheidung die Figur treffen könnte.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du ein eigenes Produkt zum Thema Konflikte & Kommunikation. Wähle eine Form, die zu Dir passt: Plakat, Comic, Rollenspiel, Audioaufnahme, Erklärvideo, Lerntagebuch oder Dialoganalyse. Dein Lernprodukt soll zeigen, dass Du einen Konflikt beschreiben, die Interessen der Beteiligten erkennen, passende Gesprächsregeln anwenden und eine faire Lösung begründen kannst.

  1. Verstehen: Du erklärst die Begriffe Konflikt, Kommunikation, Ich-Botschaft und aktives Zuhören mit eigenen Beispielen.
  2. Anwenden: Du formulierst mindestens drei faire Sätze für ein Konfliktgespräch.
  3. Analysieren: Du zeigst, wodurch ein Konflikt eskaliert und wodurch er entschärft wird.
  4. Gestalten: Du entwickelst eine kreative Darstellung, die anderen Lernenden beim Verstehen hilft.
  5. Reflektieren: Du beschreibst, welches Gesprächswerkzeug Du selbst im Alltag nutzen möchtest.


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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
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Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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