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KI und Selbstkontrolle im Deutschunterricht

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KI und Selbstkontrolle im Deutschunterricht




Einleitung

KI und Selbstkontrolle / KI im Deutschunterricht ist ein aiMOOC für die Klassen 5–10. Du lernst, wie Künstliche Intelligenz im Deutschunterricht sinnvoll, kritisch und kreativ genutzt werden kann. Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, ob eine KI Texte für Dich schreibt, sondern wie Du mit KI besser lesen, schreiben, überarbeiten, reflektieren und lernen kannst. Besonders wichtig ist dabei die Selbstkontrolle: Du planst Dein Lernen, prüfst Ergebnisse, überarbeitest Texte und erklärst transparent, wie Du KI eingesetzt hast.

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Der Schwerpunkt dieses Kurses liegt auf Zukunftskompetenz, Sprache, Medienbildung und Schreibkompetenz. Künstliche Intelligenz verändert den Umgang mit Texten: Sie kann Ideen sammeln, Texte zusammenfassen, Formulierungen vorschlagen, Feedback geben oder beim Überarbeiten helfen. Gleichzeitig kann KI Fehler machen, unpassende Vorschläge liefern, Informationen erfinden oder Vorurteile aus Trainingsdaten reproduzieren. Deshalb brauchst Du im Umgang mit KI eine gute Urteilskraft, eine bewusste Quellenkritik und eine klare Selbststeuerung.

In diesem aiMOOC lernst Du ein einfaches Grundprinzip: KI darf Dich unterstützen, aber sie soll Dein Denken nicht ersetzen. Im Deutschunterricht geht es um Sprache, Sinn, Ausdruck, Verantwortung und eigene Schreibentscheidungen. KI kann ein Werkzeug sein, aber Du bleibst Autorin oder Autor Deines Lernprozesses.


Was bedeutet Künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz ist ein Bereich der Informatik, in dem Computersysteme Aufgaben bearbeiten, die häufig mit menschlichem Denken verbunden werden: Muster erkennen, Sprache verarbeiten, Bilder beschreiben, Entscheidungen vorbereiten oder Texte erzeugen. Besonders bekannt sind heute generative KI-Systeme, die neue Inhalte erzeugen können, zum Beispiel Texte, Bilder, Audios oder Programmcode.

Viele moderne KI-Systeme beruhen auf maschinellem Lernen. Dabei werden Modelle mit großen Datenmengen trainiert, damit sie Muster erkennen und auf neue Eingaben reagieren können. Ein Sprachmodell berechnet zum Beispiel, welche Wörter in einem bestimmten Zusammenhang wahrscheinlich sinnvoll folgen. Es versteht Sprache nicht wie ein Mensch, sondern arbeitet statistisch und algorithmisch. Deshalb können KI-Antworten überzeugend klingen, obwohl sie sachlich falsch, ungenau oder unvollständig sind.


Wichtige Begriffe

  1. Künstliche Intelligenz: Sammelbegriff für technische Verfahren, mit denen Computer Aufgaben lösen, die planendes, sprachliches oder musterbezogenes Handeln erfordern.
  2. Generative KI: KI-Systeme, die neue Inhalte erzeugen, zum Beispiel Texte, Bilder, Audios oder Programmcode.
  3. Sprachmodell: Ein KI-Modell, das mit Sprache arbeitet und auf Grundlage von Mustern Texte erzeugt oder verarbeitet.
  4. Prompt: Eine Eingabe oder Arbeitsanweisung an ein KI-System.
  5. Halluzination: Eine erfundene oder falsche Information, die von einem KI-System als scheinbar richtige Antwort ausgegeben wird.
  6. Bias: Eine Verzerrung, die entstehen kann, wenn Trainingsdaten, Aufgabenstellungen oder Bewertungen unausgewogen sind.
  7. Datenschutz: Schutz personenbezogener Daten, zum Beispiel Namen, Adressen, Bilder, Gesundheitsdaten oder private Informationen.
  8. Transparenz: Offenlegung, wie KI genutzt wurde und welche Teile eines Ergebnisses von Dir selbst stammen.


KI im Deutschunterricht

Der Deutschunterricht fördert die Fähigkeit, Texte zu verstehen, Sprache bewusst zu verwenden, eigene Gedanken schriftlich und mündlich auszudrücken und mit Medien kritisch umzugehen. KI kann in allen Kompetenzbereichen eine Rolle spielen: beim Lesen, Schreiben, Sprechen, Zuhören, Argumentieren, Recherchieren und Reflektieren.


Lesen mit KI

Beim Lesen kann KI helfen, einen schwierigen Text zu erschließen. Sie kann eine Zusammenfassung vorschlagen, unbekannte Begriffe erklären oder Fragen zum Text formulieren. Trotzdem musst Du selbst prüfen, ob die KI den Text richtig verstanden hat. Gerade bei Literatur, Ironie, Mehrdeutigkeit, Symbolik oder Erzählperspektive kann eine KI zu einfache oder falsche Deutungen anbieten. Gute Leserinnen und Leser verlassen sich nicht nur auf eine Antwort, sondern vergleichen sie mit dem Originaltext.


Schreiben mit KI

Beim Schreiben kann KI als Schreibpartner dienen. Sie kann Ideen sammeln, eine Gliederung vorschlagen, Formulierungen variieren oder Rückmeldungen zu Verständlichkeit und Aufbau geben. Der eigentliche Lerngewinn entsteht aber erst, wenn Du die Vorschläge prüfst, begründest und überarbeitest. Im Deutschunterricht geht es nicht nur um ein fertiges Produkt, sondern um den Schreibprozess: planen, formulieren, prüfen, überarbeiten und reflektieren.


Sprache untersuchen mit KI

KI kann Beispiele für Satzglieder, Wortarten, Stilmittel, Tempus, Konjunktiv, Redewiedergabe oder Argumentationsstruktur liefern. Du kannst KI auch bitten, einen Text in unterschiedlichen Sprachstilen zu formulieren. So lernst Du, wie sich Sprache verändert, wenn Zielgruppe, Textsorte oder Kommunikationssituation wechseln. Dabei solltest Du immer überprüfen, ob die grammatischen Erklärungen korrekt sind.


Medienbildung mit KI

Medienbildung bedeutet, Medien sachkundig, kritisch, kreativ und verantwortungsvoll zu nutzen. KI gehört zur digitalen Medienwelt. Wer KI im Unterricht nutzt, sollte nicht nur Bedienwissen erwerben, sondern auch über Wirkungen nachdenken: Wer entscheidet, welche Daten in ein System gelangen? Welche Interessen verfolgen Anbieter? Welche Rolle spielen Urheberrecht, Datenschutz, Quellenkritik und Manipulation? Wie verändert KI das Lernen, Schreiben und Bewerten?


Selbstkontrolle beim Lernen mit KI

Selbstkontrolle bedeutet, dass Du Dein eigenes Lernen bewusst beobachtest, steuerst und verbesserst. Eng verwandt ist der Begriff Selbstreguliertes Lernen. Dabei setzt Du Ziele, planst Schritte, wählst Strategien, überprüfst Zwischenergebnisse und bewertest am Ende, was Du gelernt hast. Beim Lernen mit KI ist Selbstkontrolle besonders wichtig, weil KI sehr schnell Antworten liefert. Schnelle Antworten sind aber nicht automatisch gute Antworten.


Der Selbstkontroll-Kompass

Der Selbstkontroll-Kompass hilft Dir, KI bewusst einzusetzen:

  1. Zielklärung: Was will ich lernen, schreiben, verstehen oder verbessern?
  2. Aufgabenverständnis: Welche Anforderungen stellt die Aufgabe wirklich?
  3. Promptgestaltung: Welche genaue Arbeitsanweisung gebe ich der KI?
  4. Prüfung: Welche Aussagen muss ich mit Text, Quelle oder Fachwissen vergleichen?
  5. Überarbeitung: Was ändere ich am Ergebnis, damit es zu meinem Ziel passt?
  6. Reflexion: Was habe ich gelernt und wobei hat KI geholfen oder gestört?
  7. Transparenz: Wie dokumentiere ich die KI-Nutzung ehrlich und verständlich?


Kontrollfragen vor der KI-Nutzung

  1. Lernziel: Kann ich in einem Satz sagen, was ich lernen oder erreichen will?
  2. Eigenleistung: Was habe ich bereits selbst verstanden, geplant oder geschrieben?
  3. Aufgabenrahmen: Ist KI in dieser Aufgabe erlaubt und welche Regeln gelten?
  4. Datenschutz: Enthält meine Eingabe private Daten, Namen, Bilder oder sensible Informationen?
  5. Textgrundlage: Habe ich den Originaltext selbst gelesen, bevor ich KI nutze?


Kontrollfragen während der KI-Nutzung

  1. Prompt: Ist meine Eingabe klar, präzise und auf die Aufgabe bezogen?
  2. Kritisches Denken: Klingt die Antwort nur gut oder ist sie wirklich begründet?
  3. Quellenprüfung: Kann ich wichtige Aussagen mit zuverlässigen Quellen oder dem Ausgangstext überprüfen?
  4. Sprache: Passt der Stil zu meiner Jahrgangsstufe, Textsorte und Absicht?
  5. Lernprozess: Verstehe ich, warum ein Vorschlag sinnvoll oder problematisch ist?


Kontrollfragen nach der KI-Nutzung

  1. Textrevision: Welche Änderungen habe ich selbst vorgenommen?
  2. Begründung: Kann ich erklären, warum ich Vorschläge übernommen oder verworfen habe?
  3. Fehleranalyse: Welche Fehler, Lücken oder Ungenauigkeiten habe ich entdeckt?
  4. Reflexion: Was kann ich beim nächsten Mal besser machen?
  5. Transparenz: Habe ich dokumentiert, wie ich KI genutzt habe?


KI als Schreibpartner, nicht als Ersatz

Ein sinnvoller Einsatz von KI im Deutschunterricht orientiert sich am Schreibprozess. KI kann einzelne Phasen unterstützen, aber sie sollte nicht den gesamten Prozess übernehmen. Wenn Du nur einen Prompt eingibst und das Ergebnis abgibst, lernst Du wenig. Wenn Du KI dagegen als Gegenüber nutzt, das Fragen stellt, Rückmeldungen gibt und Alternativen anbietet, kannst Du Deine eigene Schreibkompetenz stärken.


Schreibprozess mit KI-Unterstützung

  1. Planung: Du sammelst Ideen, klärst Zielgruppe und Textsorte und lässt Dir mögliche Gliederungen vorschlagen.
  2. Entwurf: Du schreibst einen eigenen ersten Text und nutzt KI nur für einzelne Formulierungsimpulse.
  3. Feedback: Du bittest KI um Rückmeldung zu Verständlichkeit, Aufbau, Argumentation oder Stil.
  4. Prüfung: Du vergleichst das Feedback mit der Aufgabe, dem Originaltext und Deinem eigenen Sprachgefühl.
  5. Überarbeitung: Du verbesserst Deinen Text gezielt und entscheidest selbst, welche Vorschläge sinnvoll sind.
  6. Reflexion: Du beschreibst, welche KI-Hilfe nützlich war und welche Grenzen sichtbar wurden.


Gute Prompts im Deutschunterricht

Ein guter Prompt ist klar, konkret und überprüfbar. Er nennt Aufgabe, Ziel, Textsorte, Niveau, Kriterien und gewünschte Form der Antwort. Ein schwacher Prompt lautet: Schreib mir eine Erörterung. Ein besserer Prompt lautet: Gib mir drei mögliche Argumente zum Thema Handyverbot an Schulen für Klasse 8. Ordne sie nach Stärke und nenne zu jedem Argument ein Beispiel. Schreibe noch keinen fertigen Aufsatz.


Beispiele für lernförderliche Prompts

  1. Lesestrategie: Erstelle fünf Verständnisfragen zu diesem Sachtext, aber gib die Antworten nicht sofort an.
  2. Schreibplanung: Schlage mir drei mögliche Gliederungen für eine Stellungnahme vor und erkläre die Unterschiede.
  3. Feedback: Prüfe meinen Absatz auf Verständlichkeit, Satzanschlüsse und Begründungen. Markiere nur Verbesserungsmöglichkeiten.
  4. Stil: Formuliere diesen Satz einmal sachlich, einmal anschaulich und einmal zu umgangssprachlich, damit ich die Wirkung vergleichen kann.
  5. Quellenkritik: Nenne mir Prüffragen, mit denen ich feststellen kann, ob eine Information zuverlässig ist.
  6. Reflexion: Stelle mir Fragen, mit denen ich beurteilen kann, ob mein Text meine eigene Leistung zeigt.


Chancen von KI im Deutschunterricht

KI kann den Deutschunterricht bereichern, wenn sie bewusst eingesetzt wird. Sie kann Lernenden helfen, die sonst Schwierigkeiten haben, einen Anfang zu finden, Texte zu strukturieren oder Feedback zu erhalten. Sie kann auch leistungsstarke Lernende herausfordern, indem sie Gegenargumente, Perspektivwechsel oder stilistische Alternativen anbietet. Besonders hilfreich ist KI, wenn sie nicht fertige Lösungen liefert, sondern Denkprozesse anstößt.


Mögliche Vorteile

  1. Individualisierung: KI kann Aufgaben, Beispiele und Erklärungen an unterschiedliche Lernstände anpassen.
  2. Feedbackkultur: KI kann zusätzliche Rückmeldungen geben, die anschließend kritisch geprüft werden.
  3. Schreibmotivation: KI kann Schreibblockaden abbauen, indem sie Ideen und Startpunkte anbietet.
  4. Sprachbewusstsein: KI kann zeigen, wie Wortwahl, Satzbau und Stil die Wirkung eines Textes verändern.
  5. Inklusion: KI kann beim Verstehen, Strukturieren oder sprachlichen Vereinfachen unterstützen, wenn dies pädagogisch sinnvoll ist.
  6. Kreativität: KI kann Perspektiven, Varianten und ungewöhnliche Impulse liefern, die Du weiterentwickelst.


Risiken und Grenzen

KI ist kein Wahrheitsautomat. Sie kann Fehler machen, Quellen erfinden, einseitige Perspektiven verstärken oder sprachlich überzeugende, aber sachlich falsche Texte erzeugen. Außerdem kann eine zu starke Nutzung dazu führen, dass Du weniger selbst planst, formulierst und überarbeitest. Deshalb braucht KI-Unterricht klare Regeln, altersgerechte Aufgaben und eine gute Reflexion.


Zentrale Risiken

  1. Halluzination: KI kann Informationen erfinden oder falsch darstellen.
  2. Abhängigkeit: Wer KI jeden Schritt übernehmen lässt, trainiert eigene Fähigkeiten weniger.
  3. Täuschung: Wenn KI-Nutzung verschwiegen wird, wird die eigene Leistung unklar.
  4. Datenschutz: Persönliche Daten dürfen nicht unbedacht in KI-Systeme eingegeben werden.
  5. Urheberrecht: Texte, Bilder und Quellen müssen verantwortungsvoll genutzt und gekennzeichnet werden.
  6. Bias: KI kann Vorurteile oder einseitige Darstellungen aus Daten übernehmen.
  7. Niveauproblem: KI-Texte können zu erwachsen, zu glatt oder nicht passend zur eigenen Sprache wirken.


Regeln für verantwortungsvolle KI-Nutzung

  1. Erlaubnis: Kläre, ob und wie KI für die Aufgabe genutzt werden darf.
  2. Sparsamkeit: Nutze KI gezielt für Lernschritte, nicht als Ersatz für Deine Arbeit.
  3. Prüfung: Überprüfe wichtige Aussagen an Originaltexten, zuverlässigen Quellen oder Unterrichtswissen.
  4. Dokumentation: Halte fest, welche Prompts Du genutzt und welche Vorschläge Du übernommen hast.
  5. Eigenständigkeit: Formuliere, bewerte und entscheide selbst.
  6. Datenschutz: Gib keine persönlichen oder sensiblen Daten ein.
  7. Fairness: Nutze KI so, dass Deine Leistung nachvollziehbar bleibt.


Unterrichtsideen für Klasse 5–10


Klasse 5–6

In Klasse 5–6 geht es vor allem darum, KI als Werkzeug kennenzulernen und einfache Kontrollstrategien aufzubauen. Lernende können KI-Antworten mit kurzen Ausgangstexten vergleichen, falsche Aussagen markieren oder eigene Fragen an einen Text entwickeln. Wichtig ist eine kindgerechte Sprache und eine klare Begleitung durch die Lehrkraft.

  1. Märchen: Lass Dir typische Merkmale eines Märchens nennen und prüfe sie an einem bekannten Beispiel.
  2. Beschreibung: Vergleiche eine eigene Gegenstandsbeschreibung mit einer KI-Rückmeldung zur Genauigkeit.
  3. Lesetagebuch: Formuliere selbst Fragen zu einem Kapitel und nutze KI nur für weitere Frageideen.
  4. Wortschatz: Sammle Synonyme und entscheide, welche Wörter wirklich zum Satz passen.


Klasse 7–8

In Klasse 7–8 kann KI stärker für Schreibplanung, Argumentation und Feedback genutzt werden. Lernende vergleichen KI-Vorschläge mit Kriterien aus dem Unterricht und begründen eigene Entscheidungen. Besonders geeignet sind Aufgaben, bei denen eine KI-Antwort absichtlich geprüft, verbessert oder begrenzt werden muss.

  1. Inhaltsangabe: Prüfe, ob eine KI-Zusammenfassung wirklich nur das Wesentliche enthält.
  2. Stellungnahme: Lass Dir Pro- und Contra-Argumente geben und ordne sie nach Überzeugungskraft.
  3. Ballade: Vergleiche eine KI-Deutung mit Textbelegen aus der Ballade.
  4. Grammatik: Lass Dir Satzglieder erklären und kontrolliere die Analyse gemeinsam mit Beispielsätzen.


Klasse 9–10

In Klasse 9–10 eignet sich KI für anspruchsvollere Reflexionen über Sprache, Medien, Manipulation, Quellenkritik und Prüfungskultur. Lernende können KI-Texte analysieren, verbessern, kennzeichnen und mit eigenen Texten vergleichen. Dabei rücken Verantwortung, Urheberrecht und transparente Leistungsnachweise stärker in den Vordergrund.

  1. Erörterung: Entwickle mit KI Gegenargumente, aber schreibe die Bewertung selbst.
  2. Literarische Analyse: Prüfe eine KI-Interpretation mit genauen Textbelegen.
  3. Medienkritik: Untersuche, wie KI Informationen auswählt, vereinfacht oder verzerrt.
  4. Portfolio: Dokumentiere Prompts, Entscheidungen, Überarbeitungen und Reflexionen in einem Lernjournal.


Kompetenzziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was KI im Deutschunterricht leisten kann und wo ihre Grenzen liegen. Du kannst Prompts gezielt formulieren, KI-Antworten kritisch prüfen, eigene Texte überarbeiten und Deine KI-Nutzung transparent dokumentieren. Außerdem kannst Du beurteilen, welche Rolle Selbstkontrolle für gutes Lernen mit KI spielt.


Du kannst am Ende

  1. KI-Kompetenz: grundlegende Funktionen und Grenzen generativer KI beschreiben.
  2. Lesekompetenz: KI-Zusammenfassungen mit Originaltexten vergleichen.
  3. Schreibkompetenz: KI-Feedback für eigene Textüberarbeitung nutzen.
  4. Sprachbewusstsein: Formulierungen nach Wirkung, Stil und Zielgruppe beurteilen.
  5. Medienkompetenz: Chancen, Risiken und Regeln der KI-Nutzung erklären.
  6. Selbstregulation: Lernziele setzen, Ergebnisse prüfen und Deinen Lernweg reflektieren.
  7. Transparenz: KI-Nutzung nachvollziehbar dokumentieren.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Rolle sollte KI im Deutschunterricht vor allem haben? (Ein Werkzeug zur Unterstützung des eigenen Lernens) (!Ein Ersatz für eigenes Lesen und Schreiben) (!Eine automatische Notenmaschine für alle Texte) (!Eine Quelle, die immer fehlerfrei ist)




Welche Handlung gehört zur Selbstkontrolle beim Lernen mit KI? (Eigene Ziele setzen und Ergebnisse prüfen) (!Jede KI-Antwort sofort übernehmen) (!Die Aufgabenstellung ignorieren) (!Prompts ohne Nachdenken kopieren)




Warum musst Du KI-Antworten prüfen? (Weil sie falsche oder erfundene Informationen enthalten können) (!Weil KI nie vollständige Sätze schreiben kann) (!Weil KI nur Bilder erzeugen kann) (!Weil jede KI-Antwort automatisch verboten ist)




Was ist ein guter Prompt? (Eine klare und genaue Arbeitsanweisung) (!Ein zufälliges Stichwort ohne Ziel) (!Ein fertiger Aufsatz ohne Frage) (!Eine geheime Bewertung durch die Lehrkraft)




Was bedeutet Transparenz bei der KI-Nutzung? (Offenlegen wie KI verwendet wurde) (!KI-Nutzung grundsätzlich verstecken) (!Nur lange Texte schreiben) (!Alle Quellen weglassen)




Was schützt der Datenschutz? (Persönliche und sensible Informationen) (!Die Schriftgröße eines Textes) (!Die Anzahl der Absätze) (!Die Reihenfolge der Aufgaben)




Was ist eine Halluzination bei KI? (Eine erfundene oder falsche KI-Aussage) (!Ein besonders schöner Schreibstil) (!Ein sicherer Quellenbeleg) (!Eine fehlerfreie Zusammenfassung)




Wie kann KI beim Schreiben sinnvoll helfen? (Sie kann Feedback und Formulierungsideen geben) (!Sie sollte immer den ganzen Text ersetzen) (!Sie macht Überarbeitung überflüssig) (!Sie garantiert automatisch eine gute Note)




Was fördert Schreibkompetenz besonders? (Eigene Texte planen prüfen und überarbeiten) (!Nur fertige Texte abgeben) (!Kriterien vermeiden) (!Nie Feedback einholen)




Was bedeutet Medienbildung im Umgang mit KI? (Medien kritisch kreativ und verantwortlich nutzen) (!Digitale Werkzeuge ohne Regeln verwenden) (!Informationen nie hinterfragen) (!Nur technische Begriffe auswendig lernen)





Memory

Prompt präzise Arbeitsanweisung
Halluzination erfundene KI-Aussage
Selbstkontrolle eigenes Lernen überwachen
Quellenprüfung Informationen vergleichen
Feedback Rückmeldung zur Verbesserung
Überarbeitung Text gezielt verbessern
Transparenz KI-Nutzung offenlegen
Datenschutz persönliche Daten schützen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ziel klären Vor der KI-Nutzung
Prompt formulieren Auftrag an die KI
Antwort prüfen Wahrheitscheck
Text überarbeiten Eigene Schreibentscheidung
Nutzung dokumentieren Transparenz




...


Kreuzworträtsel

Prompt Wie nennt man eine präzise Anweisung an ein KI-System?
Reflexion Wie heißt das bewusste Nachdenken über den eigenen Lernprozess?
Feedback Wie nennt man eine Rückmeldung zur Verbesserung eines Textes?
Revision Wie heißt die gezielte Überarbeitung eines Textes?
Quelle Wie heißt ein überprüfbarer Herkunftsort von Informationen?
Datenschutz Wie nennt man den Schutz personenbezogener Informationen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Im Deutschunterricht kann

beim Lesen Schreiben und Überarbeiten unterstützen. Ein guter

beschreibt die Aufgabe möglichst genau. Trotzdem muss jede KI-Antwort kritisch

werden. Eine erfundene KI-Aussage nennt man

. Selbstkontrolle bedeutet dass Du Deinen Lernprozess bewusst

. Beim Schreiben bleibt die eigene

besonders wichtig. Wenn Du KI nutzt solltest Du die Nutzung transparent

. Persönliche Informationen gehören aus Gründen des

nicht in KI-Eingaben. Gute Medienbildung verbindet technische Nutzung mit kritischer

. KI ist im Deutschunterricht ein Werkzeug aber kein Ersatz für eigenes

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. KI-Protokoll: Führe eine Woche lang ein kurzes Protokoll darüber, wann Du KI beim Lernen nutzen würdest und wann nicht.
  2. Prompt: Formuliere drei verschiedene Prompts zu einer Deutschaufgabe und vergleiche, welcher am klarsten ist.
  3. Quellenprüfung: Suche zu einer KI-Aussage eine zuverlässige Quelle und erkläre, ob die Aussage stimmt.
  4. Schreibziel: Schreibe vor einer Textaufgabe auf, welches Ziel Dein Text erreichen soll, und prüfe nachher, ob Du es erreicht hast.


Standard

  1. Textvergleich: Vergleiche eine eigene Zusammenfassung mit einer KI-Zusammenfassung und markiere Unterschiede bei Inhalt, Sprache und Genauigkeit.
  2. Feedback: Gib der KI einen eigenen Absatz und bitte nur um Rückmeldung zu Verständlichkeit, Aufbau und Stil, ohne den Text neu schreiben zu lassen.
  3. Argumentation: Lass Dir Argumente zu einem Thema nennen, ordne sie nach Stärke und ergänze eigene Beispiele.
  4. Lesestrategie: Entwickle mit KI fünf Verständnisfragen zu einem literarischen Text und beantworte sie anschließend selbst mit Textbelegen.


Schwer

  1. Unterrichtsprojekt: Entwickle in einer Gruppe einen Klassenleitfaden für faire KI-Nutzung im Deutschunterricht.
  2. KI-Ethik: Schreibe eine Stellungnahme zur Frage, ob KI-Texte in der Schule erlaubt sein sollten, und berücksichtige Chancen sowie Risiken.
  3. Schreibkonferenz: Organisiere eine Schreibkonferenz, in der menschliches Feedback und KI-Feedback verglichen werden.
  4. Medienbildung: Erstelle ein Erklärvideo oder Plakat zu Halluzinationen, Datenschutz und Transparenz beim Lernen mit KI.



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Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Eine Schülerin gibt einen sehr glatten Text ab und schreibt nicht dazu, dass KI geholfen hat. Beurteile die Situation aus Sicht von Fairness, Transparenz und Lernprozess.
  2. Transferaufgabe: Entwickle für eine neue Deutschaufgabe einen sinnvollen KI-Arbeitsablauf mit Zielklärung, Prompt, Prüfung, Überarbeitung und Reflexion.
  3. Textrevision: Überarbeite einen kurzen fehlerhaften KI-Text so, dass er genauer, verständlicher und stärker an der Aufgabenstellung orientiert ist.
  4. Reflexionsbericht: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wann KI Dein Lernen unterstützt hat und wann sie Dich eher vom eigenen Denken abgehalten hat.
  5. Regelwerk: Formuliere fünf begründete Regeln für KI im Deutschunterricht einer Klasse 7 oder 8.
  6. Quellenkritik: Prüfe eine KI-Antwort zu einem Sachthema mithilfe von mindestens zwei zuverlässigen Quellen und bewerte die Unterschiede.
  7. Schreibkompetenz: Zeige an einem eigenen Text, welche Änderungen durch Feedback entstanden sind und warum Du sie übernommen oder verworfen hast.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio. Es enthält einen eigenen Text, mindestens einen genutzten Prompt, eine kritische Prüfung der KI-Antwort, eine überarbeitete Textfassung und eine Reflexion. In der Reflexion erklärst Du, was Du selbst geleistet hast, wobei KI geholfen hat, welche Fehler oder Grenzen sichtbar wurden und welche Regeln Du künftig beachten willst.


Portfolio-Bestandteile

  1. Ausgangstext: Dein eigener erster Entwurf oder Deine eigene erste Lösung.
  2. Promptdokumentation: Die wichtigsten Prompts, die Du verwendet hast.
  3. Prüfnotizen: Hinweise darauf, welche Aussagen, Formulierungen oder Vorschläge Du kontrolliert hast.
  4. Überarbeitung: Eine verbesserte Fassung mit erkennbaren eigenen Entscheidungen.
  5. Reflexion: Eine persönliche Auswertung Deines Lernprozesses.
  6. Transparenzerklärung: Ein kurzer Hinweis, wie KI genutzt wurde.




OERs zum Thema


Orientierung für Lehrkräfte

Der Einsatz von KI im Deutschunterricht sollte an klare Lernziele gebunden sein. Besonders geeignet sind Aufgaben, bei denen Lernende nicht nur ein Ergebnis abgeben, sondern ihren Weg dokumentieren. Dadurch wird sichtbar, ob KI als Lernhilfe, Feedbackinstrument oder Ideengeber genutzt wurde. Für Klassen 5–10 empfiehlt sich eine schrittweise Einführung: erst verstehen und prüfen, dann gezielt prompten, anschließend überarbeiten und reflektieren.


Didaktische Prinzipien

  1. Prozessorientierung: Bewertet wird nicht nur das Endprodukt, sondern auch Planung, Prüfung, Überarbeitung und Reflexion.
  2. Aufgabenklarheit: Lernende wissen, welche KI-Nutzung erlaubt ist und welche nicht.
  3. Kriterienorientierung: KI-Feedback wird an transparenten Kriterien gemessen.
  4. Kooperation: Menschliches Feedback bleibt wichtig und wird nicht durch KI ersetzt.
  5. Verantwortung: Datenschutz, Urheberrecht, Fairness und Transparenz werden ausdrücklich thematisiert.
  6. Altersangemessenheit: Aufgaben, Tools und Reflexionsfragen werden an die Jahrgangsstufe angepasst.


Quellen und fachliche Orientierung

  1. Künstliche Intelligenz: Der Wikipedia-Artikel bietet einen Überblick über Begriff, Geschichte, Teilgebiete und Anwendungsformen von KI.
  2. Selbstreguliertes Lernen: Der Wikipedia-Artikel erklärt Planen, Überwachen und Bewerten als zentrale Bestandteile selbstregulierten Lernens.
  3. Deutschunterricht: Der Wikipedia-Artikel beschreibt zentrale Kompetenzbereiche wie Lesen, Schreiben, Sprechen und Hörverstehen.
  4. Kultusministerkonferenz: Die KMK-Strategie zur Bildung in der digitalen Welt betont digitale Kompetenzen als Voraussetzung für selbstbestimmte Teilhabe.
  5. Kultusministerkonferenz: Die Handlungsempfehlung zum Umgang mit KI in schulischen Bildungsprozessen hebt einen konstruktiv-kritischen Einsatz von KI hervor.
  6. UNESCO: Internationale Orientierung zu generativer KI in Bildung und Forschung betont eine menschenzentrierte, verantwortungsvolle Nutzung.


Zusammenfassung

KI im Deutschunterricht ist besonders lernwirksam, wenn sie mit Selbstkontrolle verbunden wird. Du solltest KI nicht als Abkürzung zum fertigen Text verstehen, sondern als Werkzeug für Fragen, Ideen, Feedback und Überarbeitung. Entscheidend ist, dass Du Aufgaben selbst verstehst, eigene Entscheidungen triffst, Ergebnisse prüfst und Deine KI-Nutzung offenlegst. So wird KI zu einem Anlass, Sprache bewusster zu verwenden, Medien kritischer zu betrachten und das eigene Lernen besser zu steuern.


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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

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Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

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Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

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