KI und Sprachkompetenz im Deutschunterricht


KI und Sprachkompetenz im Deutschunterricht
Einleitung
KI und Sprachkompetenz im Deutschunterricht verbindet zwei zentrale Bildungsaufgaben: Du lernst, Sprache bewusst zu verstehen, zu verwenden und zu beurteilen, und Du lernst zugleich, Künstliche Intelligenz als Werkzeug kritisch, kreativ und verantwortungsvoll einzusetzen. Dieser aiMOOC richtet sich besonders an den Deutschunterricht der Klassen 5 bis 10, kann aber auch in der Lehrkräftebildung, in der Medienbildung und in fächerverbindenden Projekten genutzt werden.

Künstliche Intelligenz ist kein Ersatz für eigenes Denken, Lesen, Schreiben, Sprechen und Zuhören. Sie kann Dich jedoch beim Lernen unterstützen, wenn Du verstehst, wie KI-Systeme, Sprachmodelle und Chatbots arbeiten, wo ihre Grenzen liegen und wie Du ihre Ergebnisse prüfst. Gerade im Deutschunterricht ist das wichtig, weil viele generative KI-Systeme mit Text, Sprache, Argumentation, Stil, Zusammenfassung, Feedback und Überarbeitung arbeiten.
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Das Video behandelt KI & Sprachkompetenz / KI im Deutschunterricht und zeigt, warum Künstliche Intelligenz für Lesekompetenz, Schreibkompetenz, Sprachbewusstsein, Medienkompetenz und Zukunftskompetenz bedeutsam wird. Du sollst in diesem aiMOOC nicht lernen, Aufgaben einfach an eine Maschine abzugeben. Du lernst vielmehr, KI als Lernpartner, Schreibimpuls, Feedbackgeber, Diskussionsanlass und Gegenstand kritischer Reflexion zu verwenden.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Künstliche Intelligenz, Sprachmodell, Prompt und Generative Künstliche Intelligenz bedeuten. Du kannst KI-Antworten sprachlich und sachlich prüfen, eigene Prompts verbessern, KI-Texte überarbeiten, Quellen kontrollieren, Datenschutz beachten und den eigenen Anteil an einer Arbeit transparent machen. Außerdem kannst Du beurteilen, wann KI im Deutschunterricht hilfreich ist und wann sie Lernprozesse eher schwächt.
Warum KI die Sprachkompetenz betrifft
Sprachkompetenz bedeutet mehr als fehlerfrei zu schreiben. Sie umfasst die Fähigkeit, Wortschatz, Grammatik, Textsorten, Register, Argumentation, Adressatenorientierung, Erzähltechnik, Textverständnis und Gesprächsführung situationsangemessen zu nutzen. Wenn Du mit einem Sprachmodell arbeitest, begegnest Du einem System, das Sprache statistisch verarbeitet und Texte erzeugt, die oft flüssig und überzeugend klingen. Genau deshalb brauchst Du eine starke Sprachkompetenz: Du musst erkennen, ob ein Text wirklich passt, ob er begründet ist, ob er korrekt formuliert wurde und ob er Deiner eigenen Absicht entspricht.

Ein Large Language Model erzeugt Texte, indem es aufgrund vieler Trainingsdaten wahrscheinliche Wort- und Satzfolgen bildet. Es versteht Sprache nicht wie ein Mensch mit eigenen Erfahrungen, Gefühlen oder Verantwortung. Es kann sehr nützliche Vorschläge machen, aber auch falsche Informationen, erfundene Quellen, einseitige Darstellungen oder sprachlich unpassende Antworten liefern. Deshalb gilt im Deutschunterricht: KI kann helfen, aber Du bleibst verantwortlich.
KI als Lernwerkzeug im Deutschunterricht
Im Deutschunterricht kann Künstliche Intelligenz in unterschiedlichen Phasen eingesetzt werden. Beim Lesen kann sie schwierige Begriffe erklären, Verständnisfragen vorschlagen oder einen langen Text vorstrukturieren. Beim Schreiben kann sie Ideen sammeln, Gliederungen entwerfen, Formulierungsalternativen anbieten oder Feedback zu Verständlichkeit und Aufbau geben. Beim Sprechen kann sie Rollenkarten, Debattenimpulse oder Gesprächsanlässe erzeugen. Bei der Sprachreflexion kann sie Beispiele für unterschiedliche Stilebenen, Satzstrukturen oder Textsorten liefern.
Wichtig ist jedoch die Richtung des Lernens. Wenn Du KI nur nutzt, um fertige Antworten zu übernehmen, trainierst Du wenig. Wenn Du KI-Ausgaben vergleichst, hinterfragst, verbesserst und begründest, trainierst Du Urteilskompetenz, Textkompetenz, Sprachbewusstsein und Medienkompetenz.
Kompetenzbereiche im Überblick
- Lesekompetenz: Du kannst KI nutzen, um Vorwissen zu aktivieren, schwierige Begriffe zu klären, Fragen an einen Text zu entwickeln und Zusammenfassungen zu überprüfen.
- Schreibkompetenz: Du kannst KI als Ideengeber, Gegenleser und Überarbeitungspartner verwenden, ohne die eigene Autorenschaft aufzugeben.
- Sprechen und Zuhören: Du kannst KI für Debatten, Interviews, Rollenspiele und Feedbackregeln einsetzen.
- Sprache untersuchen: Du kannst KI-Texte auf Grammatik, Satzbau, Wortwahl, Stil, Register und Wirkung untersuchen.
- Medienbildung: Du kannst Chancen und Risiken von Algorithmen, Daten, Quellen, Bias, Desinformation und Datenschutz reflektieren.
- Ethik: Du kannst begründen, warum Transparenz, Fairness, Verantwortung und menschliche Kontrolle beim KI-Einsatz notwendig sind.
Was ein guter Prompt leisten sollte
Ein Prompt ist ein Arbeitsauftrag an ein KI-System. Ein guter Prompt beschreibt nicht nur, was entstehen soll, sondern auch für wen, in welchem Stil, mit welchem Ziel und nach welchen Kriterien die Antwort erstellt werden soll. Im Deutschunterricht kann ein Prompt zum Beispiel eine Textsorte, eine Zielgruppe, eine Länge, ein Sprachniveau, eine Perspektive oder ein Bewertungsraster enthalten.
Ein hilfreiches Prompt-Schema lautet: Rolle – Ziel – Kontext – Kriterien – Format – Reflexion. Du kannst dem System also eine Rolle geben, das Ziel der Aufgabe nennen, Material oder Kontext beschreiben, Qualitätskriterien festlegen, ein Ausgabeformat verlangen und anschließend um Selbstprüfung bitten. Trotzdem musst Du das Ergebnis selbst prüfen, denn ein gut formulierter Prompt garantiert keine richtige Antwort.
Beispiel für einen reflektierten KI-Einsatz
Statt zu schreiben: „Schreibe mir eine Erörterung“, wäre im Deutschunterricht ein lernförderlicher Auftrag: „Gib mir drei mögliche Argumente zu der Frage, ob KI im Unterricht erlaubt sein sollte. Formuliere zu jedem Argument ein Gegenargument. Schreibe auf dem Niveau Klasse 8. Verwende keine erfundenen Quellen. Stelle am Ende drei Prüffragen, mit denen ich meine eigene Erörterung verbessern kann.“ Dieser Auftrag führt nicht automatisch zu einer fertigen Leistung, sondern zu Material, das Du selbst ordnen, bewerten und weiterentwickeln musst.
KI und Lesen
Beim Lesen kann KI helfen, einen Zugang zu schwierigen Texten zu finden. Sie kann Wörter erklären, Absätze zusammenfassen, Fragen formulieren oder unterschiedliche Leseperspektiven anbieten. Bei literarischen Texten kann sie Figurenbeziehungen, Motive oder mögliche Deutungen vorschlagen. Doch gerade hier ist Vorsicht nötig: Eine KI-Deutung ist nicht automatisch richtig. Gute Textinterpretation entsteht durch genaue Textbelege, nachvollziehbare Argumentation und das Zusammenspiel von eigener Wahrnehmung, Textwissen und Fachbegriffen.
Wenn Du eine KI-Zusammenfassung verwendest, solltest Du sie immer mit dem Originaltext vergleichen. Prüfe, ob wichtige Informationen fehlen, ob Bewertungen eingefügt wurden, ob Figuren falsch dargestellt sind oder ob die Reihenfolge der Ereignisse verändert wurde. So wird KI nicht zur Abkürzung, sondern zum Anlass für genaueres Lesen.
KI und Schreiben
Beim Schreiben kann KI in der Planung, Formulierung und Überarbeitung helfen. Sie kann Ideen sammeln, Überschriften vorschlagen, Absätze strukturieren oder alternative Formulierungen anbieten. Besonders hilfreich ist KI, wenn Du sie für Revision nutzt: Du kannst einen eigenen Text verbessern lassen und anschließend entscheiden, welche Vorschläge Du übernimmst. Dadurch lernst Du, sprachliche Entscheidungen zu begründen.
Ein sinnvoller Schreibprozess mit KI besteht aus mehreren Schritten: eigene Idee entwickeln, ersten Entwurf schreiben, KI-Feedback einholen, Rückmeldungen prüfen, Text selbst überarbeiten, Änderungen dokumentieren und den eigenen Lernfortschritt reflektieren. Entscheidend ist, dass der Text am Ende Deine begründete Entscheidung zeigt.
KI und sprachsensibler Unterricht
Sprachsensibler Unterricht unterstützt Lernende dabei, Fachinhalte und Sprache gemeinsam zu verstehen. KI kann hierfür Wortlisten, Satzstarter, Formulierungshilfen, Beispiele für einfache Sprache oder Erklärungen auf unterschiedlichen Niveaus erzeugen. Das kann besonders für Deutsch als Zweitsprache, Inklusion und heterogene Lerngruppen hilfreich sein.
Trotzdem muss jede Hilfestellung überprüft werden. Eine vereinfachte Erklärung darf nicht verfälschen. Eine Übersetzung muss zum Kontext passen. Eine Formulierungshilfe soll unterstützen, aber nicht die eigene Ausdrucksfähigkeit ersetzen. Ziel bleibt, dass Du selbst sicherer im Lesen, Schreiben und Sprechen wirst.
KI, Quellen und Wahrheit
Eine zentrale Herausforderung besteht darin, dass KI-Antworten überzeugend klingen können, auch wenn sie falsch sind. Solche falschen oder erfundenen Ausgaben werden oft als Halluzinationen bezeichnet. Deshalb gilt im Unterricht: Jede sachliche Aussage, die wichtig ist, muss überprüfbar sein. Besonders bei Referaten, Erörterungen, Sachtextanalysen und Projektarbeiten brauchst Du zuverlässige Quellen.
Du solltest unterscheiden zwischen einer KI-Antwort, einer überprüfbaren Quelle und Deiner eigenen Schlussfolgerung. Eine KI kann Dir Hinweise geben, aber sie ist selbst keine wissenschaftliche Quelle. Gute Arbeit zeigt, wo Informationen herkommen, welche Aussagen belegt sind und wie Du zu Deiner eigenen Bewertung gelangst.
Datenschutz und Verantwortung
Beim Arbeiten mit KI darfst Du keine sensiblen persönlichen Daten eingeben. Dazu gehören vollständige Namen, Adressen, private Nachrichten, Gesundheitsdaten, Leistungsdaten, Fotos von Mitschülerinnen und Mitschülern oder vertrauliche schulische Informationen. Auch Texte anderer Personen dürfen nicht ohne Erlaubnis hochgeladen werden.
Verantwortungsvolle KI-Nutzung bedeutet außerdem, den eigenen Anteil offenzulegen. Wenn Du KI für Ideen, Formulierungen oder Überarbeitung genutzt hast, solltest Du dokumentieren, welches Werkzeug Du wofür verwendet hast und welche Entscheidungen Du selbst getroffen hast. Transparenz schützt Dich und macht Lernen sichtbar.
KI und Leistung im Deutschunterricht
Leistungsbewertung verändert sich durch KI. Aufgaben, die nur fertige Texte bewerten, können schwerer zeigen, was Du selbst gelernt hast. Deshalb werden Prozess, Begründung, Reflexion und mündliche Verteidigung wichtiger. Eine gute KI-bezogene Leistung zeigt nicht nur ein Ergebnis, sondern auch den Weg dorthin: Ausgangsidee, Prompt, KI-Ausgabe, eigene Prüfung, Überarbeitung, Quellenkontrolle und Reflexion.
Für den Deutschunterricht bedeutet das: Eigenständiges Schreiben bleibt wichtig, aber es wird ergänzt durch neue Formen des Nachweises. Du kannst zeigen, dass Du KI-Ausgaben kritisch beurteilst, sprachliche Entscheidungen erklären kannst und aus Feedback lernst.
Unterrichtsbaustein: KI-Text kritisch überarbeiten
Ein besonders geeigneter Unterrichtsbaustein ist die Arbeit mit einem KI-generierten Text. Zuerst liest Du den Text aufmerksam. Dann markierst Du starke Stellen, unklare Aussagen, sprachliche Schwächen, unbelegte Behauptungen und mögliche Fehler. Danach vergleichst Du den Text mit zuverlässigen Quellen oder mit dem Originaltext. Anschließend überarbeitest Du den Text und begründest Deine Änderungen.
So trainierst Du mehrere Kompetenzen gleichzeitig: Lesekompetenz, Schreibkompetenz, Textanalyse, Sprachkritik, Argumentation, Quellenkritik und Reflexion. Gerade weil KI-Texte oft glatt wirken, lernst Du, genauer hinzusehen.
Unterrichtsbaustein: Prompt-Werkstatt
In einer Prompt-Werkstatt vergleichst Du verschiedene Arbeitsaufträge an ein KI-System. Du untersuchst, wie sich die Ergebnisse verändern, wenn Du Zielgruppe, Textsorte, Länge, Ton, Fachbegriffe oder Bewertungskriterien veränderst. Anschließend formulierst Du Regeln für gute Prompts im Deutschunterricht.
Ein guter Prompt ist nicht möglichst lang, sondern möglichst klar. Er enthält nur die Informationen, die für die Aufgabe nötig sind. Er schützt Daten, nennt Kriterien und fordert überprüfbare Ergebnisse. Besonders wichtig ist die Anschlussfrage: „Woran erkenne ich, ob diese Antwort gut ist?“
Unterrichtsbaustein: Mensch gegen Maschine oder Mensch mit Maschine
Eine spannende Frage lautet nicht: „Schreibt die KI besser als ich?“ Sinnvoller ist die Frage: „Wie kann ich mit KI meine eigene Sprache verbessern?“ Du kannst einen eigenen Text und einen KI-Text vergleichen. Welche Einleitung wirkt lebendiger? Welche Argumente sind genauer? Wo klingt der KI-Text allgemein? Wo ist Dein eigener Text persönlicher, genauer oder mutiger?
Diese Aufgabe zeigt, dass Sprache nicht nur korrekt sein soll. Sie soll passend, überzeugend, kreativ, genau und verantwortungsvoll sein. Das bleibt eine menschliche Aufgabe.
Chancen und Grenzen
Künstliche Intelligenz bietet Chancen für Differenzierung, Feedback, Materialentwicklung, Sprachförderung und kreative Schreibimpulse. Sie kann Lernenden helfen, Hemmungen abzubauen, Alternativen zu entdecken und Texte aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Sie kann Lehrkräfte bei Vorbereitung und Diagnose unterstützen.
Die Grenzen sind ebenso wichtig. KI kann Fehler erzeugen, Vorurteile aus Daten übernehmen, Quellen erfinden, Urheberrechte berühren, Datenschutzprobleme schaffen und Lernende zur bloßen Übernahme fertiger Antworten verleiten. Deshalb braucht KI im Deutschunterricht klare Regeln, transparente Aufgabenformate und eine Kultur des Prüfens.
Merksätze
- Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug, kein Ersatz für eigenes Denken.
- Sprachkompetenz wächst, wenn Du KI-Ausgaben prüfst, verbesserst und begründest.
- Prompts sollen klar, datensparsam und zielgerichtet sein.
- Quellen müssen überprüft werden, besonders bei Sachinformationen.
- Datenschutz gilt auch beim kreativen und schulischen Arbeiten.
- Leistungsbewertung sollte Prozess, Reflexion und Eigenanteil sichtbar machen.
- Deutschunterricht bleibt ein Raum für Sprache, Urteil, Kreativität und Verantwortung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wozu eignet sich KI im Deutschunterricht besonders, wenn sie reflektiert genutzt wird? (Zur Unterstützung von Ideenentwicklung Feedback und Überarbeitung) (!Zum vollständigen Ersatz eigener Schreibprozesse) (!Zum ungeprüften Übernehmen fertiger Texte) (!Zum Umgehen aller Lernaufgaben)
Was ist ein Prompt? (Ein Arbeitsauftrag an ein KI-System) (!Ein gedrucktes Wörterbuch) (!Eine Note für einen Aufsatz) (!Ein literarisches Stilmittel aus der Antike)
Warum müssen KI-Antworten geprüft werden? (Weil sie Fehler und erfundene Informationen enthalten können) (!Weil sie immer zu kurz sind) (!Weil sie nie grammatisch korrekt sind) (!Weil sie nur Gedichte schreiben können)
Welche Kompetenz wird besonders trainiert wenn Du KI-Texte sprachlich verbesserst und Deine Änderungen begründest? (Sprachbewusstsein) (!Kopfrechnen) (!Sportmotorik) (!Bildbearbeitung)
Was gehört zu verantwortungsvoller KI-Nutzung in schulischen Arbeiten? (Quellen und Eigenanteil transparent machen) (!Alle Prompts geheim halten) (!Persönliche Daten anderer Personen eingeben) (!KI-Ausgaben als eigene Leistung ausgeben)
Was ist ein Large Language Model vereinfacht gesagt? (Ein Modell das sprachliche Wahrscheinlichkeiten nutzt um Text zu erzeugen) (!Ein Mensch der alle Sprachen perfekt spricht) (!Ein Programm das nur Bilder sortiert) (!Ein gedrucktes Regelbuch für Rechtschreibung)
Wie kann KI beim Lesen eines schwierigen Textes unterstützen? (Durch Begriffserklärungen Fragen und Zusammenfassungen) (!Durch das Löschen des Originaltextes) (!Durch das Verbot eigener Notizen) (!Durch das Ersetzen aller Textbelege)
Was bezeichnet man im Zusammenhang mit KI häufig als Halluzination? (Eine plausibel klingende aber falsche Ausgabe) (!Eine besonders schöne Metapher) (!Eine fehlerfreie Quellenangabe) (!Eine mündliche Gruppenarbeit)
Welche Aufgabe fordert eigene Sprachkompetenz am stärksten? (Einen KI-Text kritisch verbessern und die Änderungen begründen) (!Einen KI-Text ungeprüft abschreiben) (!Nur den Namen eines Programms nennen) (!Eine Antwort ohne Lesen bewerten)
Warum bleibt eigenes Schreiben trotz KI wichtig? (Weil Denken Strukturieren und Ausdruck geübt werden) (!Weil KI keine Wörter kennt) (!Weil Texte im Unterricht verboten sind) (!Weil Lesen und Schreiben nichts miteinander zu tun haben)
Memory
| Prompt | Arbeitsauftrag an die KI |
| Sprachmodell | Wahrscheinlichkeitsmodell für Sprache |
| Revision | gezielte Textüberarbeitung |
| Quellenkritik | Prüfung von Herkunft und Zuverlässigkeit |
| Halluzination | plausibel klingender Fehler |
| Datenschutz | Schutz persönlicher Informationen |
| Schreibkompetenz | verständliche und passende Textproduktion |
| Medienbildung | reflektierter Umgang mit digitalen Angeboten |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Prompt mit Ziel | klare Aufgabenstellung |
| Quellencheck | Aussagen überprüfen |
| Schreibkonferenz | Texte gemeinsam verbessern |
| Stilvergleich | Wirkung von Sprache untersuchen |
| Reflexionsbogen | Eigenanteil sichtbar machen |
| Datensparsamkeit | persönliche Informationen schützen |
| Textbeleg | Deutung nachvollziehbar machen |
| Feedbackschleife | Lernen durch Rückmeldung |
Kreuzworträtsel
| Prompt | Wie heißt ein Arbeitsauftrag an ein KI-System? |
| Revision | Wie nennt man die gezielte Überarbeitung eines Textes? |
| Quelle | Was braucht man um Aussagen überprüfen zu können? |
| Feedback | Wie nennt man eine Rückmeldung zu einem Text? |
| Ethik | Welcher Bereich fragt nach verantwortlichem Handeln? |
| Transfer | Wie nennt man die Anwendung von Wissen in einer neuen Situation? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- KI-Textlupe: Lass Dir von einer KI einen kurzen Sachtext zu einem einfachen Thema erstellen und markiere anschließend drei gute Formulierungen und drei Stellen die Du verbessern würdest.
- Prompt-Tagebuch: Schreibe drei verschiedene Prompts für dieselbe Deutschaufgabe und vergleiche wie sich die Antworten verändern.
- Wortschatz-Werkstatt: Nutze KI um fünf schwierige Begriffe aus einem Lesetext erklären zu lassen und formuliere danach eigene Beispielsätze.
- Lesefragen: Erstelle mit KI Fragen zu einem Text und entscheide welche Fragen wirklich beim Verstehen helfen.
Standard
- Schreibkonferenz mit KI: Schreibe einen eigenen Absatz zu einem Thema, hole KI-Feedback ein und überarbeite den Absatz mit einer Begründung Deiner Änderungen.
- Quellencheck: Prüfe eine KI-Antwort zu einem Sachthema mit mindestens zwei zuverlässigen Quellen und dokumentiere gefundene Fehler oder Unsicherheiten.
- Stilregister: Lass einen kurzen Text in sachlicher, erzählender und werbender Sprache umformulieren und untersuche die Wirkung der Wortwahl.
- Interviewprojekt: Befrage Mitschülerinnen, Mitschüler oder Lehrkräfte zur Nutzung von KI beim Lernen und fasse die Ergebnisse in einem kurzen Bericht zusammen.
Schwer
- Unterrichtsprojekt KI-Regeln: Entwickle gemeinsam mit Deiner Lerngruppe Regeln für faire und transparente KI-Nutzung im Deutschunterricht.
- Ethikdebatte: Bereite eine Debatte zur Frage vor ob KI bei Hausaufgaben erlaubt sein sollte und nutze KI nur zur Sammlung von Pro- und Contra-Argumenten.
- Literarische Figur im Dialog: Erstelle einen KI-Dialog mit einer literarischen Figur, prüfe die Aussagen am Originaltext und schreibe eine kritische Auswertung.
- Bewertungsraster: Entwickle ein Raster zur Bewertung von KI-gestützten Schreibprozessen, bei dem Eigenleistung, Quellenprüfung und Überarbeitung sichtbar werden.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wann KI im Deutschunterricht Lernen unterstützt und wann sie Lernen verhindert.
- Fallanalyse: Eine Schülerin gibt einen perfekt formulierten Text ab, kann aber keine Textentscheidungen erklären. Beurteile, welche Fragen eine Lehrkraft stellen sollte.
- Vergleichsaufgabe: Vergleiche einen selbst geschriebenen Absatz mit einer KI-Version und begründe, welche Fassung für die Zielgruppe überzeugender ist.
- Quellenkritik: Entwickle eine Prüfliste, mit der Du eine KI-Antwort zu einem Sachthema auf Zuverlässigkeit untersuchen kannst.
- Prompt-Analyse: Bewerte einen ungenauen Prompt und verbessere ihn so, dass Ziel, Textsorte, Niveau und Qualitätskriterien klar werden.
- Ethikaufgabe: Begründe, warum Datenschutz, Transparenz und Fairness beim Einsatz von KI nicht nur technische, sondern sprachliche und soziale Fragen sind.
- Unterrichtstransfer: Entwirf eine kurze Unterrichtsphase, in der KI genutzt wird, ohne dass die Lernenden ihre eigene Schreib- oder Lesearbeit abgeben.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio. Es enthält einen eigenen Ausgangstext, mindestens einen selbst formulierten Prompt, eine KI-Rückmeldung, Deine Prüfung der KI-Ausgabe, eine überarbeitete Textfassung und eine Reflexion. In der Reflexion erklärst Du, welche Vorschläge Du übernommen hast, welche Du abgelehnt hast und was Du über Sprache, Schreiben und Künstliche Intelligenz gelernt hast.
- Portfolio: Sammle Ausgangstext, Prompt, KI-Ausgabe, Überarbeitung und Reflexion.
- Eigenanteil: Kennzeichne deutlich, welche Teile von Dir stammen und wobei KI geholfen hat.
- Begründung: Erkläre mindestens fünf sprachliche Entscheidungen in Deiner Überarbeitung.
- Quellenprüfung: Prüfe sachliche Aussagen mit geeigneten Quellen, falls Dein Text Fakten enthält.
- Reflexion: Beschreibe, wie KI Dein Lernen unterstützt hat und welche Grenzen Du bemerkt hast.
OERs zum Thema
Quellen und Orientierung
- Wikipedia: Künstliche Intelligenz
- Wikipedia: Sprachmodell
- Wikipedia: Deutschunterricht
- Wikipedia: Kompetenz in der Linguistik
- Kultusministerkonferenz: Handlungsempfehlung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen
- UNESCO: Guidance for generative AI in education and research
- Europäische Kommission: AI Act
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