YouTube blockiert Bildung


YouTube blockiert Bildung
Einleitung
Warum YouTube echte Bildung systematisch aussortiert / YouTube blockiert Bildung? ist eine zugespitzte Leitfrage für diesen aiMOOC. Du untersuchst, ob und wie YouTube, Algorithmen, Empfehlungssysteme, Aufmerksamkeitsökonomie, Werbung, Plattformökonomie und Medienkompetenz zusammenwirken. Dabei geht es nicht darum, eine einfache Verschwörungserzählung zu bestätigen. Es geht darum, die Mechanismen einer großen Online-Plattform kritisch zu prüfen: Welche Inhalte werden sichtbar? Welche verschwinden aus der Aufmerksamkeit? Warum können schnelle, emotionale oder spektakuläre Inhalte häufiger belohnt werden als ruhige, komplexe und gut begründete Bildung?
Die im Thema genannte Metapher Kreide gegen Konfetti beschreibt den Konflikt anschaulich: Kreide steht für konzentriertes Lernen, geduldiges Erklären, Üben, Prüfen und Verstehen. Konfetti steht für starke Reize, kurze Aufmerksamkeit, schnelle Unterhaltung, Überraschung, Skandal, Zuspitzung und Clickbait. Ein Algorithmus entscheidet nicht wie ein Mensch mit pädagogischer Absicht. Er ordnet Inhalte nach messbaren Signalen wie Nutzung, Interesse, Interaktion, Kontext und erwarteter Zufriedenheit. Dadurch kann ein strukturelles Problem entstehen: Was pädagogisch wertvoll ist, ist nicht automatisch das, was eine Plattform am stärksten verbreitet.
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Dieser aiMOOC hilft Dir, die These YouTube blockiert Bildung differenziert zu analysieren. Du lernst, wie Empfehlungssysteme funktionieren, warum Bildungsinhalte auf Plattformen Schwierigkeiten haben können, welche Rolle Medienkompetenz, Open Educational Resources, Transparenz und Bildungspolitik spielen und wie Du selbst fair, kritisch und produktiv mit YouTube als Lernraum umgehen kannst.
Ausgangsfrage: Blockiert YouTube Bildung?
Die Aussage YouTube blockiert Bildung ist als starke These zu verstehen. Sie ist nicht automatisch als bewiesene Tatsache zu behandeln. Sinnvoller ist eine prüfende Fragestellung: Welche Eigenschaften von YouTube können dazu führen, dass echte Bildung weniger sichtbar wird als unterhaltungsstarke Inhalte? Eine Plattform kann Bildung fördern, weil sie kostenlosen Zugang zu Erklärvideos, Vorträgen, Experimenten, Tutorials, Dokumentationen und Lernkanälen bietet. Gleichzeitig kann dieselbe Plattform Bildung erschweren, wenn sie vor allem Inhalte belohnt, die schnell geklickt, lange angeschaut, häufig kommentiert oder emotional weitergeleitet werden.
Echte Bildung meint in diesem aiMOOC nicht nur Informationsaufnahme. Bildung umfasst Verstehen, Urteilskompetenz, Transfer, Kritisches Denken, Diskursfähigkeit, Demokratiebildung, Selbstreflexion und die Fähigkeit, Wissen verantwortungsvoll anzuwenden. Ein Video kann viele Fakten enthalten und trotzdem wenig Bildung ermöglichen, wenn es manipulativ, einseitig oder nur auf Empörung angelegt ist. Umgekehrt kann ein ruhiges, langes oder unspektakuläres Video sehr bildend sein, wenn es Zusammenhänge erklärt und Lernende zum Denken bringt.
Die Plattformlogik von YouTube
YouTube ist gleichzeitig Suchmaschine, soziales Netzwerk, Streaming-Plattform, Werbemarkt, Archiv, Unterhaltungsmedium und Lernraum. Diese Mehrfachrolle erzeugt Zielkonflikte. Eine Schule fragt: Was sollen Lernende verstehen? Eine Plattform fragt eher: Was möchten Nutzerinnen und Nutzer als Nächstes sehen? Eine Werbeplattform fragt zusätzlich: Welche Inhalte passen zu sicherer Werbeplatzierung und langer Nutzung?
YouTube-Empfehlungen erscheinen zum Beispiel auf der Startseite, in der Funktion Nächstes Video, im Shorts-Feed und in thematischen Bereichen. Empfehlungen sind personalisiert: Zwei Menschen können dieselbe Plattform öffnen und sehr unterschiedliche Lernwelten sehen. Deshalb ist YouTube kein neutraler Bücherregalraum, sondern ein dynamisches Informationsökosystem, in dem Sichtbarkeit ständig neu berechnet wird.

Warum Bildungsinhalte benachteiligt wirken können
Bildungsinhalte konkurrieren auf YouTube nicht nur mit anderen Bildungsinhalten, sondern mit allem: Musik, Comedy, Gaming, Reactions, Kurzvideos, Nachrichten, Lifestyle, Skandalen und Dauerunterhaltung. Viele anspruchsvolle Lernvideos haben Eigenschaften, die in einer reinen Aufmerksamkeitslogik schwieriger sind: Sie brauchen Vorwissen, Geduld, Konzentration, Wiederholung, Pausen und manchmal auch Anstrengung. Ein guter Lernprozess fühlt sich nicht immer sofort belohnend an.
Ein Erklärvideo über Quantenphysik, Klimawandel, Demokratie, Geschichte oder Grammatik kann wertvoll sein, auch wenn viele Zuschauende nach wenigen Minuten abbrechen. Ein emotionaler Streitclip kann weniger bildend sein, aber starke Reaktionen auslösen. Wenn Messgrößen wie Klickrate, Wiedergabedauer, Wiederkehr, Kommentare und ähnliche Signale dominant wirken, kann dadurch ein Ungleichgewicht entstehen. Das bedeutet nicht zwingend, dass YouTube Bildung absichtlich löscht. Es bedeutet, dass die Plattformlogik bestimmte Formen von Inhalt strukturell bevorzugen kann.
Der Algorithmus als Bildungsbremse
Ein Algorithmus ist eine formalisierte Vorgehensweise zur Lösung eines Problems. Im Zusammenhang mit YouTube geht es vor allem um Empfehlungsalgorithmen, die einschätzen, welche Videos für eine Person wahrscheinlich relevant sind. Solche Systeme nutzen große Datenmengen und statistische Muster. Sie können hilfreich sein, weil sie Lernende zu passenden Videos führen. Sie können aber auch problematisch sein, weil sie Vorlieben verstärken und Ungewohntes ausblenden.
Bildungsbremse bedeutet in diesem Zusammenhang: Ein System muss Bildung nicht verbieten, um Bildung zu schwächen. Es reicht, wenn es andere Ziele stärker optimiert. Wenn ein System bevorzugt das empfiehlt, was unmittelbar fesselt, kann es Inhalte benachteiligen, die erst nach längerer Beschäftigung wertvoll werden. Lernen braucht manchmal Langsamkeit. Plattformen belohnen oft Geschwindigkeit.

Filterblasen, Echokammern und Rabbit Holes
Eine Filterblase entsteht, wenn Menschen überwiegend Inhalte sehen, die zu bisherigen Interessen, Meinungen oder Gewohnheiten passen. Eine Echokammer geht noch weiter: Dort werden ähnliche Ansichten gegenseitig bestätigt, während Widerspruch seltener wird. Auf YouTube kann dies passieren, wenn Empfehlungen immer stärker an vorheriges Sehverhalten anschließen. Wer viele Videos zu einem Thema schaut, bekommt häufig mehr davon. Das kann für Lernen hilfreich sein, wenn Du eine Reihe guter Mathematikvideos findest. Es kann aber problematisch werden, wenn einseitige, falsche oder extrem zugespitzte Inhalte immer mehr Raum bekommen.
Der Begriff Rabbit Hole beschreibt das Hineinrutschen in eine immer engere Abfolge von Videos. Für Bildung ist die entscheidende Frage: Führt die Videokette zu tieferem Verstehen oder zu bloßer Dauerbeschäftigung? Ein Lernpfad kann konstruktiv sein, wenn er Quellen vergleicht, Begriffe erklärt und Perspektiven erweitert. Ein Rabbit Hole ist problematisch, wenn es Dich immer stärker emotional bindet, ohne Deine Urteilskraft zu stärken.

YouTube Shorts und die Verkürzung von Aufmerksamkeit
YouTube Shorts verstärken die Logik kurzer, schneller Reize. Kurze Videos können hervorragend sein, wenn sie einen Begriff erklären, Interesse wecken oder eine Lernfrage öffnen. Sie können aber problematisch werden, wenn komplexe Themen nur noch als Pointe, Behauptung oder Empörung erscheinen. Bildung braucht nicht immer lange Videos, aber sie braucht geistige Verarbeitung. Wenn Inhalte so gestaltet werden, dass jede Sekunde maximal reizvoll ist, kann das die Fähigkeit zum konzentrierten Lernen schwächen.
Für Lernende ist deshalb wichtig: Ein kurzes Video kann ein Einstieg sein, aber selten der gesamte Lernprozess. Nach einem kurzen Impuls brauchst Du Vertiefung, Aufgaben, Quellenprüfung, Anwendung und Reflexion. Der Unterschied zwischen ich habe etwas gesehen und ich habe etwas verstanden ist zentral.
Monetarisierung, Werbefreundlichkeit und Risikovermeidung
YouTube ist eng mit Online-Werbung verbunden. Für viele Creator ist Monetarisierung wichtig, weil sie Zeit, Technik, Recherche und Produktion finanzieren müssen. Gleichzeitig kann Werbefreundlichkeit Einfluss darauf haben, welche Themen attraktiv sind. Kontroverse, politische, medizinische, historische oder gesellschaftlich sensible Bildungsthemen können schwieriger zu monetarisieren sein als harmlose Unterhaltung. Das kann dazu führen, dass manche Creator Themen meiden, abschwächen oder anders verpacken.
Außerdem können automatische Prüfungen, Richtlinien, Altersbeschränkungen oder Moderationsentscheidungen Bildungsinhalte unbeabsichtigt treffen. Besonders heikel sind Themen wie Krieg, Gewalt, Sexualpädagogik, Drogenprävention, Extremismusprävention, Medizin oder politische Bildung. Hier ist pädagogischer Kontext entscheidend. Ein Video über ein gefährliches Thema kann problematisch sein, wenn es verherrlicht. Es kann aber bildend sein, wenn es aufklärt, einordnet und Prävention unterstützt.
Sichtbarkeit ist nicht Qualität
Ein häufiger Denkfehler lautet: Was oben steht, ist besser. Auf Plattformen bedeutet Sichtbarkeit aber nicht automatisch Qualität. Sichtbarkeit kann Ergebnis von Relevanz sein, aber auch von Gewohnheit, Emotionalität, Timing, Titel, Thumbnail, Trend, Netzwerk, Werbung oder Zufall. Deshalb musst Du lernen, zwischen Popularität und Qualität zu unterscheiden.
Ein gutes Bildungsvideo erkennst Du nicht nur an vielen Aufrufen. Prüfe stattdessen: Werden Quellen genannt? Wird zwischen Fakten, Meinung und Interpretation unterschieden? Werden Gegenargumente fair behandelt? Wird Unsicherheit markiert? Gibt es fachliche Präzision? Passt das Video zu Deinem Lernziel? Kannst Du das Gelernte anschließend anwenden?
Medienkompetenz nach Dieter Baacke
Medienkompetenz bedeutet mehr als technische Bedienung. Nach Dieter Baacke gehören dazu unter anderem Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Für YouTube heißt das: Du sollst nicht nur Videos konsumieren, sondern Plattformlogik verstehen, Quellen prüfen, Empfehlungen bewusst steuern und eigene Inhalte verantwortungsvoll gestalten.

Ein medienkompetenter Umgang mit YouTube bedeutet: Du abonnierst gute Lernkanäle bewusst. Du nutzt Suchbegriffe gezielt. Du vergleichst mehrere Quellen. Du löschst oder korrigierst Deinen Verlauf, wenn Empfehlungen in eine unerwünschte Richtung laufen. Du nutzt Nicht interessiert oder ähnliche Funktionen, wenn Inhalte Deine Lernziele stören. Du machst Pausen und entscheidest selbst, wann ein Video nur Ablenkung ist.
Bildungsgerechtigkeit und Plattformmacht
YouTube kann Bildung demokratisieren, weil viele Inhalte kostenlos zugänglich sind. Für Menschen ohne Nachhilfe, Bibliothek, Kursgebühr oder Expertenkontakt kann ein gutes Video entscheidend sein. Gleichzeitig entsteht neue Ungleichheit: Wer weiß, wie man sucht, prüft und kuratiert, lernt besser. Wer nur dem Feed folgt, wird leichter gelenkt. Bildungsgerechtigkeit hängt deshalb nicht nur vom Zugang zum Internet ab, sondern auch von der Fähigkeit, digitale Lernräume bewusst zu nutzen.
Plattformmacht bedeutet: Private Unternehmen beeinflussen, welche Inhalte sichtbar sind, ohne dass ihre Sortierentscheidungen vollständig transparent sind. Für eine demokratische Gesellschaft ist das bedeutsam. Bildung darf nicht allein davon abhängen, welche Inhalte am besten in eine Werbe- und Aufmerksamkeitslogik passen.
Strategien für gutes Lernen mit YouTube
Du kannst YouTube trotz aller Risiken sinnvoll als Lernwerkzeug nutzen. Entscheidend ist, dass Du nicht passiv im Empfehlungsstrom bleibst, sondern aktiv einen Lernpfad baust. Beginne mit einer klaren Frage. Suche gezielt nach Fachbegriffen. Vergleiche mehrere Videos. Ergänze Videos durch Texte, Bücher, Unterrichtsmaterialien, Wikipedia-Artikel oder wissenschaftliche Quellen. Notiere Dir Begriffe, Beispiele und offene Fragen. Wende das Gelernte anschließend in einer Aufgabe an.
Hilfreich ist die Methode Stopp - Prüfen - Vertiefen - Anwenden. Stoppe nach einem Video, statt sofort das nächste zu starten. Prüfe Quelle, Autor, Interessen und Belege. Vertiefe mit mindestens einer zweiten Quelle. Wende das Gelernte in einer Erklärung, Skizze, Rechnung, Diskussion oder kleinen Produktion an. Erst dadurch wird aus Medienkonsum ein Lernprozess.
YouTube als Gegenstand des Unterrichts
Im Unterricht sollte YouTube nicht nur als Materialquelle verwendet werden, sondern auch selbst Thema sein. Lernende können untersuchen, wie Titel, Thumbnails, Kommentare, Kapitelmarken, Quellen, Schnitte, Musik, Dramaturgie und Empfehlungen wirken. Sie können Lernvideos vergleichen, algorithmische Vorschläge dokumentieren, Suchergebnisse analysieren und Kriterien für gute Bildungsinhalte entwickeln. Dadurch wird sichtbar: Digitale Bildung besteht nicht darin, Videos zu zeigen. Digitale Bildung bedeutet, digitale Umgebungen kritisch zu verstehen und selbstbestimmt zu gestalten.
Quellenorientierung und Vertiefung
- YouTube: Die Plattform beschreibt Empfehlungen als personalisierte Vorschläge auf Startseite, im nächsten Video, im Shorts-Feed und in thematischen Bereichen.
- Empfehlungssystem: Forschung zu Recommender-Systemen zeigt, dass Personalisierung nützlich sein kann, aber auch Vielfalt, Transparenz und Kontrolle benötigt.
- Filterblase: Der Begriff beschreibt die mögliche Einengung von Informationsräumen durch personalisierte Auswahl.
- Medienkompetenz: Für Bildung ist entscheidend, dass Lernende Inhalte, Quellen, Plattformlogik und eigene Nutzung reflektieren.
- Open Educational Resources: Freie Bildungsinhalte können helfen, Bildung unabhängiger von reiner Plattformökonomie zu machen.
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Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist die zentrale Leitfrage dieses aiMOOCs? (Ob YouTubes Plattformlogik echte Bildung benachteiligen kann) (!Ob YouTube nur aus Schulvideos besteht) (!Ob alle Videos auf YouTube wissenschaftlich geprüft sind) (!Ob Unterhaltung grundsätzlich verboten werden sollte)
Was meint die Metapher Kreide gegen Konfetti? (Den Gegensatz zwischen konzentriertem Lernen und schnellen Reizen) (!Den Unterschied zwischen analoger Tafel und digitalem Drucker) (!Einen Streit zwischen zwei Schulklassen) (!Eine technische Funktion in YouTube Studio)
Was ist ein Empfehlungssystem? (Ein System, das Inhalte nach vermuteter Relevanz vorschlägt) (!Ein Lehrplan für alle Schulen) (!Ein Gesetz zur Prüfung von Videos) (!Eine Liste ausschließlich abonnierter Kanäle)
Warum kann ein gutes Bildungsvideo auf YouTube weniger sichtbar sein? (Weil es langsameres Verstehen fordert und weniger schnelle Reize bietet) (!Weil Bildungsvideos grundsätzlich nicht hochgeladen werden dürfen) (!Weil nur Musikvideos empfohlen werden) (!Weil lange Videos automatisch gelöscht werden)
Was beschreibt eine Filterblase? (Einen eingeengten Informationsraum durch personalisierte Auswahl) (!Eine Datei zur Videokompression) (!Eine offizielle Schulprüfung) (!Ein Mikrofonfilter in Tonaufnahmen)
Warum ist Sichtbarkeit nicht dasselbe wie Qualität? (Weil Reichweite auch durch Reize, Timing und Plattformsignale entstehen kann) (!Weil beliebte Videos immer falsch sind) (!Weil unbekannte Videos nie gut sein können) (!Weil Qualität nur an der Videolänge erkennbar ist)
Was gehört zu einem medienkompetenten Umgang mit YouTube? (Quellen prüfen und Empfehlungen bewusst steuern) (!Jedes empfohlene Video sofort anschauen) (!Nur Überschriften lesen und dann urteilen) (!Kommentare als einzige Quelle nutzen)
Welche Gefahr kann ein Rabbit Hole für Bildung haben? (Man bleibt in einer Videokette, ohne kritisch zu vertiefen) (!Man lernt automatisch schneller) (!Man erhält immer geprüfte Fachliteratur) (!Man beendet jede Sitzung mit einer Zusammenfassung)
Warum sind YouTube Shorts für Bildung ambivalent? (Sie können Interesse wecken, aber komplexe Themen stark verkürzen) (!Sie enthalten ausschließlich falsche Informationen) (!Sie sind nur für Mathematik geeignet) (!Sie ersetzen jede Form von Unterricht)
Was macht aus einem Videoerlebnis eher einen Lernprozess? (Prüfen, Vertiefen und Anwenden des Gesehenen) (!Autoplay ohne Pause laufen lassen) (!Nur das Thumbnail bewerten) (!Ein Video nach der Lautstärke auswählen)
Memory
| Algorithmus | Schrittweise Regel zur Verarbeitung von Informationen |
| Watchtime | Zeit, die ein Video angeschaut wird |
| Filterblase | Einengung des Informationsraums |
| Medienkompetenz | Kritischer und gestaltender Umgang mit Medien |
| Clickbait | Übertriebener Anreiz zum Anklicken |
| Lernpfad | Bewusst geplante Abfolge von Lernschritten |
| Quellenkritik | Prüfung von Herkunft und Zuverlässigkeit |
| Plattformökonomie | Geschäftslogik digitaler Plattformen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Klickimpuls | Titel und Thumbnail erzeugen Neugier |
| Sehdauer | Zuschauende bleiben möglichst lange im Video |
| Interaktion | Likes Kommentare Teilen und Abos senden Signale |
| Personalisierung | Frühere Nutzung beeinflusst neue Vorschläge |
| Reflexion | Lernende prüfen Wirkung und Qualität bewusst |
Kreuzworträtsel
| Algorithmus | Wie nennt man eine schrittweise Regel zur Verarbeitung von Informationen? |
| Watchtime | Welcher englische Begriff bezeichnet die gemessene Wiedergabezeit? |
| Filterblase | Wie nennt man einen eingeengten personalisierten Informationsraum? |
| Transparenz | Was fehlt, wenn Plattformentscheidungen nicht nachvollziehbar sind? |
| Medienkompetenz | Welche Fähigkeit hilft beim kritischen Umgang mit digitalen Medien? |
| Kontext | Was macht aus einem sensiblen Thema eher Aufklärung statt Verherrlichung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Videoanalyse: Wähle ein Bildungsvideo und beschreibe in fünf Sätzen, woran Du erkennst, ob es wirklich beim Lernen hilft.
- Thumbnail: Vergleiche drei Thumbnails zu einem Schulthema und erkläre, welches Dich am stärksten zum Klicken verleitet und warum.
- Suchstrategie: Formuliere fünf präzise Suchbegriffe zu einem Unterrichtsthema und teste, welche Ergebnisse sachlich am besten passen.
- Lerntagebuch: Notiere nach einer YouTube-Lernsitzung, was Du verstanden hast, was unklar blieb und welche zweite Quelle Du genutzt hast.
Standard
- Quellenkritik: Prüfe zwei Videos zum gleichen Thema und vergleiche Autor, Quellen, Beispiele, Sprache, Gegenargumente und mögliche Interessen.
- Algorithmus-Beobachtung: Dokumentiere eine Woche lang, welche Lernvideos Dir empfohlen werden, und analysiere, welche Nutzungssignale die Vorschläge beeinflusst haben könnten.
- Kreide gegen Konfetti: Erstelle ein Plakat oder eine digitale Grafik, die den Gegensatz zwischen tiefem Lernen und reiner Aufmerksamkeitslogik erklärt.
- Lernpfad: Entwickle eine sinnvolle Abfolge aus drei Videos, einem Text und einer Übungsaufgabe zu einem selbst gewählten Thema.
Schwer
- Plattformkritik: Schreibe einen argumentierenden Essay zur Frage, ob eine werbefinanzierte Plattform Bildungsziele zuverlässig unterstützen kann.
- Unterrichtsprojekt: Plane eine 45-minütige Unterrichtsstunde, in der YouTube nicht nur Materialquelle ist, sondern selbst kritisch untersucht wird.
- Empfehlungssystem: Entwirf ein alternatives Empfehlungssystem für Bildungsinhalte und erkläre, welche Werte es stärker berücksichtigen soll.
- OER-Produktion: Produziere ein eigenes kurzes Lernvideo mit Quellenangaben, Transkript und freier Lizenzidee und reflektiere, wie es ohne Clickbait sichtbar werden könnte.


Lernkontrolle
- Transferanalyse: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie ein Video gleichzeitig informativ und trotzdem wenig bildend sein kann.
- Fallvergleich: Vergleiche ein ruhiges Erklärvideo mit einem emotionalen Reaction-Video und bewerte, welches Format für welches Lernziel geeignet ist.
- Urteilskompetenz: Begründe, warum die Aussage YouTube blockiert Bildung zu pauschal sein kann und trotzdem einen wichtigen wahren Kern haben kann.
- Systemdenken: Stelle dar, wie Creator, Zuschauende, Werbekunden, Plattformregeln und Algorithmen gemeinsam Sichtbarkeit erzeugen.
- Medienethik: Entwickle Regeln für eine faire Plattform, die Bildungsinhalte schützt, ohne Unterhaltung oder Meinungsfreiheit pauschal abzuwerten.
- Handlungsplan: Entwirf für Dich persönlich eine Strategie, wie Du YouTube eine Woche lang gezielt als Lernwerkzeug und nicht als Ablenkungsmaschine nutzt.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zeigst Du, dass Du nicht nur Begriffe wiedergeben kannst, sondern Zusammenhänge verstehst und anwenden kannst.
- Begriffsverständnis: Du erklärst zentrale Begriffe wie Algorithmus, Empfehlungssystem, Filterblase, Watchtime, Clickbait und Medienkompetenz korrekt.
- Analysefähigkeit: Du untersuchst ein YouTube-Video nach Qualität, Quellen, Dramaturgie, Zielgruppe, Reizgestaltung und Lernwert.
- Urteilskompetenz: Du formulierst ein differenziertes Urteil zur Frage, ob YouTube Bildung fördert, bremst oder beides zugleich tut.
- Transferleistung: Du überträgst die Analyse auf ein eigenes Lernprojekt, eine Unterrichtssituation oder ein gesellschaftliches Problem.
- Produkt: Du erstellst ein Lernprodukt wie Essay, Präsentation, Video, Podcast, Plakat, Kriterienraster oder Unterrichtsentwurf.
- Reflexion: Du beschreibst, wie sich Dein eigenes Nutzungsverhalten verändern sollte, damit YouTube für Dich ein Lernwerkzeug bleibt.
OERs zum Thema
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